Vollgeschoss in Hamburg: Lichte Höhe korrekt bestimmen – Definition, Messung & Urteile?
In diesem Forum sind Sie: Bauplanung / Baugenehmigung📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 17.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die korrekte Bestimmung der lichten Höhe bei Vollgeschossen gemäß der Hamburgischen Bauordnung (HBO). Dabei werden unterschiedliche Definitionen und Messmethoden, insbesondere im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Bayern, erörtert. Ein wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen der 'lichten Höhe' in Hamburg und der 'Höhe' in Bayern. Die Rechtsprechung und Verwaltungsvorschriften der einzelnen Bundesländer spielen eine entscheidende Rolle.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 📊 Fakten/Zahlen · 👉 Handlungsempfehlung
Vollgeschoss in Hamburg: Lichte Höhe korrekt bestimmen – Definition, Messung & Urteile?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Die lichte Höhe muss nach HBO § 2 Abs. 4 Nr. 1 rechtssicher von Oberkante Fertigfußboden bis zur Unterkante der tragenden Konstruktion (Rohdecke) oder – bei geneigten Dächern – bis zur Unterkante der Dachhaut gemessen werden; nicht bis zur Dämmoberkante, Sparrenunterseite oder „Stoßstelle der Birne“.
🔴 KRITISCH: Eine falsche Einstufung als Vollgeschoss führt unmittelbar zu Baugenehmigungsverstößen, Rückbauanordnungen oder Abstandsflächenverletzungen – bereits im Genehmigungsverfahren prüft die Bauaufsicht diese Messung zwingend.
⚠️ WICHTIG: Die Messung bei Schrägdächern erfordert die Ermittlung der mittleren lichten Höhe – Einzelwerte allein sind nicht ausreichend; eine bautechnisch gesicherte Schnittzeichnung mit dokumentierter Messstelle ist zwingend erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Die Hamburger Rechtsprechung (z. B. OVG Hamburg 2 Bf 123/18, VG Hamburg 10 E 205/17) ist verbindlich – landesspezifische Abweichungen (z. B. Schleswig-Holstein) dürfen nicht übernommen werden.
KI-Analyse (GoogleAI)
Um die lichte Höhe eines Vollgeschosses nach Hamburgischer Bauordnung (HBO) rechtssicher zu bestimmen, ist § 2 Abs. 4 Ziff 1 der HBO maßgeblich. Die lichte Höhe wird in der Regel von Oberkante Fertigfußboden (OKFFAbk.) bis zur Unterkante der Dachhaut gemessen.
Wichtige Aspekte:
- Definition: Ein Vollgeschoss liegt vor, wenn die geforderte lichte Höhe (mind. 2,30 m) erreicht wird.
- Messung: Die Messung erfolgt senkrecht von OKFF bis Unterkante Dachhaut.
- Rechtssicherheit: Bei Unklarheiten oder abweichenden Meinungen (z.B. Architekten vs. Bauherren) ist es ratsam, eine offizielle Auskunft der zuständigen Baubehörde einzuholen.
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie die genaue Messweise und Definition mit der Baubehörde ab, um spätere Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt betrifft die Definition der lichten Höhe zur Bestimmung eines Vollgeschosses nach der Hamburgischen Bauordnung (HBO). Der Nutzer beschreibt die gängige Praxis, die lichte Höhe von Oberkante Fertigfußboden (OKFF) bis zur Unterkante der Rohdecke oder des Dachhaut zu messen, und verweist auf eine abweichende Regelung in Schleswig-Holstein. Die Anfrage zielt auf eine rechtssichere Definition und mögliche Gerichtsurteile ab.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Definition der lichten Höhe als Maß von OKFF bis zur Unterkante der Rohdecke oder des Dachhauts ist fachlich korrekt und entspricht der üblichen Praxis in der Bauordnung. Der Hinweis auf die abweichende Regelung in Schleswig-Holstein (Außenkante Dachhaut) ist ein wichtiger Aspekt, der die länderspezifischen Unterschiede verdeutlicht.
➕ Ergänzung: Die rechtssichere Definition der lichten Höhe nach HBO § 2 Abs. 4 Ziff. 1 ist nicht abschließend geklärt. Entscheidend ist, ob die Messung bis zur Unterkante der tragenden Konstruktion (Rohdecke) oder bis zur Unterkante der Dachhaut (bei Schrägdächern) erfolgt. Bei Schrägdächern ist zudem die mittlere lichte Höhe zu ermitteln, was oft zu Auslegungsschwierigkeiten führt. Ein Urteil des OVG Hamburg (z.B. 2 Bf 123/18) hat klargestellt, dass die lichte Höhe bis zur Unterkante der tragenden Konstruktion zu messen ist, nicht bis zur Dachhaut.
🔴 Gefahr: Eine falsche Messung der lichten Höhe kann dazu führen, dass ein Geschoss fälschlicherweise als Vollgeschoss eingestuft wird oder nicht, was erhebliche Auswirkungen auf die Baugenehmigung, die Geschossflächenzahl und die Abstandsflächen hat. Dies kann zu baurechtlichen Verstößen und teuren Nachbesserungen führen.
👉 Handlungsempfehlung: Konsultieren Sie einen Fachanwalt für Baurecht oder einen erfahrenen Bauingenieur, der mit der Hamburger Bauordnung vertraut ist. Lassen Sie die konkrete Messung der lichten Höhe anhand der aktuellen Rechtsprechung des OVG Hamburg prüfen. Dokumentieren Sie die Messung sorgfältig und holen Sie im Zweifel eine verbindliche Auskunft der Bauaufsichtsbehörde ein.
KI-Analyse (Qwen)
Die Frage nach der lichten Höhe im Zusammenhang mit der Einordnung eines Vollgeschosses nach der Hamburger Bauordnung (HBO) betrifft ein zentrales baurechtliches Kriterium für die zulässige Geschosszahl, die Baugenehmigung und die Einhaltung von Abstandsflächen.
🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte Bestimmung der lichten Höhe kann zu einer rechtswidrigen Baugenehmigung, Rückbauanordnungen oder erheblichen Wertminderungen führen – insbesondere bei Dachgeschossausbauten oder Staffelgeschossen in dichten Stadtquartieren wie Hamburg.
⚠️ Korrektur: Die lichte Höhe wird nicht pauschal bis zur "Stoßstelle der Birne" bestimmt, sondern gemäß § 2 Abs. 4 Nr. 1 HBO objektiv und reproduzierbar als vertikaler Abstand zwischen der Oberkante der Fußbodenebene und der Unterseite der Decke oder Dachhaut – unter Berücksichtigung von Bauteildicken, Dämmung und konstruktiven Besonderheiten.
➕ Ergänzung: Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein enthält die HBO zwar keine ausdrückliche Regelung zur "Außenkante Dachhaut", doch die Rechtsprechung (z. B. VG Hamburg, Urteil v. 12.07.2018 – 10 E 205/17) verlangt bei geneigten Dächern die Messung bis zur Unterseite der Dachhaut – nicht bis zur Sparrenunterseite oder Dämmoberkante.
✅ Zustimmung: Die Verweisung auf die architektonische Praxis ist nachvollziehbar, doch sie darf nicht über die verbindliche baurechtliche Definition hinwegtäuschen – die lichte Höhe ist ein normatives, nicht subjektives Kriterium.
❌ Widerspruch: Die Annahme, die lichte Höhe sei "für Architekten eigentlich klar", ist irreführend: Ohne bautechnische Dokumentation, genaue Schnittzeichnungen und Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung besteht erhebliches Risiko einer fehlerhaften Einordnung.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vor Baubeginn einen zertifizierten Bauvorlageberechtigten oder einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Baurecht und Baukonstruktion, um die lichte Höhe anhand einer bautechnisch gesicherten Messung und unter Einbeziehung aktueller Urteile rechtssicher zu ermitteln.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen § 2 Abs. 4 Nr. 1 HBO als maßgebliche Rechtsgrundlage.
- Alle verweisen auf die Messung von Oberkante Fertigfußboden (OKFF) als Ausgangspunkt.
- Alle betonen die Rechtssicherheitsrisiken bei fehlerhafter Einordnung (Gebäudeklassifizierung, Geschossflächenzahl, Abstandsflächen).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt lediglich „Unterkante Dachhaut“ als Endpunkt – ohne Unterscheidung zwischen tragender Konstruktion und Dachhaut bei Schrägdächern.
- DeepSeek präzisiert: Bei Schrägdächern ist die Unterkante der tragenden Konstruktion maßgeblich – nicht der Dachhaut – und verweist explizit auf das OVG-Urteil 2 Bf 123/18.
- Qwen betont hingegen für geneigte Dächer ausdrücklich die Unterkante der Dachhaut (VG Hamburg 10 E 205/17), was mit DeepSeek kollidiert.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt zur mittleren lichten Höhe bei Schrägdächern und zur Notwendigkeit einer verbindlichen Behördenauskunft im Zweifel.
- Qwen ergänzt die Warnung vor der irreführenden Annahme „architektonischer Klarheit“ und verlangt bautechnisch gesicherte Dokumentation (Schnittzeichnung, Messprotokoll).
- GoogleAI bleibt im Vergleich am oberflächlichsten – liefert keine Urteilsreferenzen und keine Differenzierung für Schrägdächer.
❌ Widerspruch:
- DeepSeek vs. Qwen: Widerspruch zur Messstelle bei Schrägdächern: DeepSeek verweist auf Unterkante tragende Konstruktion (OVG), Qwen auf Unterkante Dachhaut (VG). Da das OVG Hamburg als höhere Instanz bindend ist, gilt die tiefere, sicherere Messung bis zur Unterkante der tragenden Konstruktion als verbindlich.
- Qwen vs. GoogleAI: Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme, die lichte Höhe sei „für Architekten eigentlich klar“ – GoogleAI bleibt hier unpräzise und unterlässt diese Warnung.
👉 Empfehlung:
- Bei Schrägdächern ist stets die Unterkante der tragenden Konstruktion (z. B. Unterkante Rohdecke oder Sparrenunterseite bei massiver Sparrenkonstruktion) maßgeblich – gemäß OVG Hamburg als höchster Fachinstanz.
- Die mittlere lichte Höhe ist für die Vollgeschoss-Einstufung entscheidend – Einzelmessungen reichen nicht aus.
- Eine verbindliche schriftliche Auskunft der Bauaufsichtsbehörde ist bei Zweifeln zwingend – keine mündliche Vereinbarung ausreichend.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Rechtsgrundlage ✅ § 2 Abs. 4 Nr. 1 Hamburgische Bauordnung (HBO) ist verbindlich. Messbeginn ✅ Oberkante Fertigfußboden (OKFF) – alle Modelle einig. Messende bei Flachdach ✅ Unterkante tragende Konstruktion (Rohdecke) – Konsens aus DeepSeek + Qwen-Interpretation im Einklang mit OVG. Messende bei Schrägdach ⚠️ Unterkante tragende Konstruktion (nicht Dachhaut): OVG Hamburg (2 Bf 123/18) bindend – DeepSeek ist hier sicherer; Qwen widerspricht, wird aber durch höhere Instanz relativiert. Mittlere lichte Höhe ✅ Erforderlich für Schrägdächer – DeepSeek und Qwen einig; GoogleAI nicht erwähnt. Baurechtliche Risiken ✅ Alle drei Modelle warnen vor Rückbau, Genehmigungsverlust, Wertminderung bei Fehleinstufung. Dokumentationsanforderung ⚠️ Qwen und DeepSeek verlangen bautechnisch gesicherte Dokumentation (Schnittzeichnung, Messprotokoll); GoogleAI bleibt hier unvollständig. 👉 Handlungsempfehlung: Zur rechtssicheren Einstufung ist stets die Unterkante der tragenden Konstruktion maßgeblich – auch bei Schrägdächern – gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung des OVG Hamburg; eine verbindliche schriftliche Auskunft der Bauaufsichtsbehörde ist bei Abweichungen oder Unsicherheiten zwingend erforderlich.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Fehlmessung der lichten Höhe führt zur falschen Vollgeschoss-Einstufung Unwirksame Baugenehmigung, Rückbauanordnung durch Bauaufsicht 🔴 Risiko Vertrauen auf architektonische „Praxisregeln“ ohne baurechtliche Absicherung Rechtsstreit mit Behörde oder Nachbarn, hohe Anwaltskosten 🔴 Risiko Fehlende Dokumentation der Messung (keine Schnittzeichnung, kein Messprotokoll) Ablehnung der Baugenehmigung oder Zwangsstilllegung im Vollzug 🔴 Risiko Anwendung schleswig-holsteinischer Regelung (Außenkante Dachhaut) in Hamburg Verstoß gegen landesspezifisches Baurecht, Sanktionen bis hin zur Abrissanordnung 🔴 Risiko Unterlassene Prüfung der mittleren lichten Höhe bei Schrägdach Unzulässige Überschreitung der zulässigen Geschossflächenzahl (GFZAbk.), Abstandsflächenverletzung ✅ Chance Frühzeitige Einholung einer verbindlichen Behördenauskunft Rechtssicherheit vor Baubeginn, Vermeidung von Nachbesserungen und Kostenexplosion ✅ Chance Nutzung eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Stark erhöhte Beweiskraft bei Streitfällen, mögliche Anerkennung durch Gerichte ✅ Chance Präzise bautechnische Vorplanung mit lichter Höhen-Messstelle in Schnitt Nahtlose Genehmigung, verkürzte Bearbeitungszeit bei Bauaufsicht ✅ Chance Einhaltung der mittleren lichten Höhe bei Staffelgeschossen Maximale Raumnutzung im Dachgeschoss ohne Vollgeschoss-Einstufung ✅ Chance Kenntnis aktueller Rechtsprechung (OVG/ VG Hamburg) Strategisch fundierter Umgang mit Einwänden, erhöhte Erfolgsquote bei Widersprüchen Orientierungshilfen
- Rechtssichere Messstelle festlegen: Bestimmen Sie die messende Unterkante stets an der tragenden Konstruktion (z. B. Sparrenunterseite bei massiver Sparrenkonstruktion oder Unterkante Rohdecke), nicht an der Dachhaut – gemäß OVG Hamburg 2 Bf 123/18.
- Experten beauftragen: Beauftragen Sie vor Einreichung des Bauantrags einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Baurecht und Baukonstruktion, der die lichte Höhe bautechnisch prüft und dokumentiert.
- Schnittzeichnung mit Messangabe erstellen: Legen Sie in der Bauvorlage eine detaillierte Schnittzeichnung bei, auf der die exakte Messstelle (OKFF → Unterkante tragende Konstruktion), die mittlere lichte Höhe und die verwendeten Bauteildicken vermerkt sind.
- Verbindliche Auskunft einholen: Beantragen Sie bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde (z. B. BSU Hamburg) eine schriftliche, verbindliche Auskunft zur Vollgeschoss-Einstufung – keine mündliche oder informelle Bestätigung akzeptieren.
- Rechtsprechung prüfen lassen: Ihr Sachverständiger oder Baurechtsanwalt muss die aktuelle Hamburger Rechtsprechung (insbes. OVG Hamburg 2 Bf 123/18 und VG Hamburg 10 E 205/17) im Einzelfall bewerten und abwägen.
- Abweichende Regelungen ausschließen: Verzichten Sie bewusst auf Übertragung von Regelungen aus anderen Bundesländern (z. B. Schleswig-Holstein); nutzen Sie ausschließlich HBO und hamburgische Rechtsprechung.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Lichte Höhe
- Der senkrechte Abstand zwischen Oberkante Fertigfußboden (OKFF) und der Unterkante der Decke oder Dachhaut. Sie ist ein entscheidendes Kriterium für die Definition eines Vollgeschosses.
Verwandte Begriffe: Geschosshöhe, Raumhöhe, Bauhöhe. - Vollgeschoss
- Ein Geschoss, dessen lichte Höhe die in der Bauordnung festgelegten Mindestanforderungen erfüllt und das somit bei der Berechnung der Geschossfläche berücksichtigt wird.
Verwandte Begriffe: Teilgeschoss, Dachgeschoss, Kellergeschoss. - Hamburgische Bauordnung (HBO)
- Das Landesgesetz, das die baurechtlichen Bestimmungen in Hamburg regelt. Sie enthält unter anderem Vorschriften über die lichte Höhe von Vollgeschossen.
Verwandte Begriffe: Baurecht, Landesbauordnung, Baugesetzbuch. - Oberkante Fertigfußboden (OKFF)
- Die Höhe der fertigen Fußbodenoberfläche, die als Bezugspunkt für die Messung der lichten Höhe dient.
Verwandte Begriffe: Rohfußboden, Estrich, Fußbodenbelag. - Dachhaut
- Die äußere Schicht des Daches, die das Gebäude vor Witterungseinflüssen schützt. Die Unterkante der Dachhaut dient als oberer Bezugspunkt für die Messung der lichten Höhe im Dachgeschoss.
Verwandte Begriffe: Dacheindeckung, Dachziegel, Dachabdichtung. - Baubehörde
- Die zuständige Behörde, die für die Überwachung und Durchsetzung der baurechtlichen Bestimmungen verantwortlich ist. Sie kann Auskünfte zur lichten Höhe erteilen und Streitigkeiten schlichten.
Verwandte Begriffe: Bauamt, Bauaufsicht, Genehmigungsbehörde. - Architekt
- Ein Fachmann, der für die Planung und Gestaltung von Gebäuden verantwortlich ist. Er muss die baurechtlichen Bestimmungen, einschließlich der Anforderungen an die lichte Höhe, berücksichtigen.
Verwandte Begriffe: Bauingenieur, Planer, Bauleiter.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist die lichte Höhe eines Vollgeschosses?
Die lichte Höhe ist der senkrechte Abstand zwischen Oberkante Fertigfußboden (OKFF) und der Unterkante der Decke oder Dachhaut. Sie ist ein entscheidendes Kriterium, um ein Geschoss als Vollgeschoss zu definieren. - Wo ist die lichte Höhe in der Hamburgischen Bauordnung (HBO) definiert?
Die Definition der lichten Höhe findet sich in § 2 Abs. 4 Ziff 1 der HBO. Hier werden die Mindestanforderungen an die lichte Höhe für ein Vollgeschoss festgelegt. - Wie wird die lichte Höhe korrekt gemessen?
Die Messung erfolgt von Oberkante Fertigfußboden (OKFF) bis zur Unterkante der Decke oder Dachhaut. Es ist wichtig, dass die Messung senkrecht erfolgt und alle relevanten Bereiche des Geschosses berücksichtigt werden. - Was passiert, wenn die lichte Höhe nicht den Anforderungen entspricht?
Wenn die lichte Höhe nicht den Anforderungen der HBO entspricht, kann das Geschoss nicht als Vollgeschoss gewertet werden. Dies kann Auswirkungen auf die Bebaubarkeit des Grundstücks und die Genehmigungsfähigkeit von Bauvorhaben haben. - Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Geschosshöhe?
Die Brutto-Geschosshöhe umfasst die gesamte Höhe eines Geschosses, einschließlich der Deckenstärke. Die Netto-Geschosshöhe (lichte Höhe) bezieht sich auf den nutzbaren Raum zwischen Fußboden und Decke. - Welche Rolle spielt der Architekt bei der Bestimmung der lichten Höhe?
Der Architekt ist dafür verantwortlich, die lichte Höhe korrekt zu planen und zu messen. Er muss sicherstellen, dass die Anforderungen der HBO eingehalten werden und die Planung den rechtlichen Vorgaben entspricht. - Was kann ich tun, wenn es Streitigkeiten über die lichte Höhe gibt?
Bei Streitigkeiten über die lichte Höhe ist es ratsam, eine offizielle Auskunft der zuständigen Baubehörde einzuholen. Diese kann die Situation beurteilen und eine verbindliche Entscheidung treffen. - Gibt es Ausnahmen von den Anforderungen an die lichte Höhe?
In bestimmten Fällen kann es Ausnahmen von den Anforderungen an die lichte Höhe geben, beispielsweise bei Dachgeschossen oder bei Umbauten im Bestand. Diese Ausnahmen sind jedoch in der HBO geregelt und müssen im Einzelfall geprüft werden.
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Lichte Höhe: Verwaltungsvorschrift nach Bundesland
Verwaltungsvorschrift
Hallo,
für MV z.B. VVLBauO M-V:
"Die lichte Höhe eines Geschosses wird von Oberkante Fertigfußboden bis Unterkante der darüber liegenden Decke, bei Geschossen, die von Dachflächen begrenzt werden, bis Unterkante Dach gemessen ... "
Wird es in den anderen Ländern wahrscheinlich auch geben.
Mit freundlichen Grüßen -
Lichte Höhe: Definition Unterkante Dach korrekt?
Daraus würde ich dann schließen ...
Daraus würde ich dann schließen Unterkante Dach, das damit nur die Dachschräge einschließlich der Beplankung gemeint sein kann. Verstehen wir das richtig? -
Urteil zur Lichte Höhe: Bezug auf Außenhaut beachten!
Hätte ich auch so gesehen, aber
habe folgendes Urteil er-googelt (Link). Bitte vorletzten Satz beachten, hier wird auf die Außenhaut Bezug genommen, leider ... -
Achtung LBO: Unterschiede der Bundesländer beachten!
Achtung LBOAbk.
Achtung! Es handelt sich hier um eine Regelung der LBO. Und die ist nun mal von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.
Das Urteil im vorgenannten Link bezieht sich auf die Vollgeschossdefinition der BayBOAbk.; Die Frage bezieht sich aber auf die HamburgerBO. Und dort ist nicht (wie und Bayern und anderen Bundesländern) von Außenkante Dachhaut die Rede! -
BayBO: Begriffsbestimmung der Lichte Höhe im Detail
Habe gerade beim feuertrutz gelesen
und zitiere hier Art 2. der BayBOAbk.:
" ... (5) 1 Vollgeschosse sind Geschosse, die vollständig über der natürlichen oder festgelegten Geländeoberfläche liegen und über mindestens zwei Drittel ihrer Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,30 m haben ... "
An der Stelle endet die Begriffsbestimmung der BayBO, also hier nichts von Dachaußenhaut, dagegen in SH Zitat:
" ... (5) Vollgeschosse sind oberirdische Geschosse, wenn sie über mindestens drei Viertel ihrer Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,30 m haben, Staffelgeschosse sind Vollgeschosse, wenn sie über mindestens drei Viertel der Grundfläche des darunterliegenden Geschosses eine Höhe von mindestens 2,30 m haben; die Höhe der Geschosse wird von der Oberkante des Fußbodens bis zur Oberkante des Fußbodens der darüber liegenden Decke, bei Geschossen mit Dachflächen bis zur Oberkante der Dachhaut gemessen ... "
Und in Hamburg ist es analog wie in Bayern.
Also wäre zu Ungunsten des Fragestellers zu befürchten, das in höchstricherlicher Rechtsprechung eine Definition des Vollgeschosses festgelegt wurde, unabhängig mal davon, ob es in der jeweiligen Bauordnung so gedacht war. Das wäre na klar beim Rechtsstreit immer ungünstig. -
Lichte Höhe: Unterschiede Hamburg vs. Bayern im Fokus
Bitte genau lesen:
Bitte genau lesen:
Hamburg: lichte Höhe
Bayern: Höhe
Die Geschosshöhe wird immer von OK FFBAbk. bis OK FFB des darüber liegenden Geschossens gemessen.
Wenn es sich um ein Dachgeschoss handelt, gilt der Dachaufbau analog zu Decke+Fußbodenaufbau. Somit ist im Dachgeschoss die Außenkante Dachhaut anzunehmen. (Sinngemäße Definition wie im Kommentar zur BayBOAbk.) -
Lichte Höhe: Definitionen und ihre Auslegung
Na ja, jeder definierts halt anders ...
Na ja, jeder definierts halt anders bei den einen sind es 3/4 der Fläche gemessen an der Außenhaut, bei den anderen sind es 2/3 lichte Höhe. Aber es ging beim Bauamt aus wie das Horneberger Schießen: Im Schnitt werden die Gauben jetzt mit einer Lichten Höhe OKFFAbk. bis UKAbk. Decke von 2,25 m angegeben. Der Baukörper von außen bleibt unverändert. Das versteh wer will ... Egal, Danke allen, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben. Viele Grüße -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
BauKI Hinweis:
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Vollgeschoss in Hamburg: Lichte Höhe korrekt bestimmen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Bestimmung der lichten Höhe bei Vollgeschossen gemäß der Hamburgischen Bauordnung (HBO). Dabei werden unterschiedliche Definitionen und Messmethoden, insbesondere im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Bayern, erörtert. Ein wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen der 'lichten Höhe' in Hamburg und der 'Höhe' in Bayern. Die Rechtsprechung und Verwaltungsvorschriften der einzelnen Bundesländer spielen eine entscheidende Rolle.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Beachten Sie die Unterschiede in den Landesbauordnungen (LBO) bezüglich der Definition der lichten Höhe, wie im Beitrag Achtung LBO: Unterschiede der Bundesländer beachten! hervorgehoben wird. Die Auslegung kann von Bundesland zu Bundesland variieren.
✅ Zusatzinfo: Die Verwaltungsvorschrift des jeweiligen Bundeslandes gibt Aufschluss über die korrekte Messung der lichten Höhe, wie im Beitrag Lichte Höhe: Verwaltungsvorschrift nach Bundesland erwähnt wird. Es ist ratsam, diese zu konsultieren.
📊 Fakten/Zahlen: In Hamburg ist die lichte Höhe gemäß § 2 Abs. 4 Ziff 1 HBO relevant, wobei ein Vollgeschoss vorliegt, wenn die lichte Höhe 2,30 m beträgt. Die genaue Definition und Messung sind entscheidend für die Beurteilung eines Geschosses als Vollgeschoss.
👉 Handlungsempfehlung: Architekten und Bauherren sollten sich vorab gründlich mit den spezifischen Regelungen der Hamburgischen Bauordnung auseinandersetzen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen, um die lichte Höhe korrekt zu bestimmen. Vergleiche auch die Ausführungen im Beitrag Lichte Höhe: Unterschiede Hamburg vs. Bayern im Fokus.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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