wir haben neue Fenster einbauen lassen plus WDVSAbk.. Die alten Laibungen wurden dabei herausgenommen und nach vorne versetzt.
Im Laufe der sich immer weiter verzögernden Arbeiten hatten wir genug Zeit, uns über immer mehr Dinge zu wundern und kundig zu machen und sind mittlerweile eigentlich der Meinung, dass unser Fensterbauer notorisch Unsinn erzählt statt einmal einzuräumen, dass etwas falsch gelaufen ist. Der Bauleiter stellt sich hinter ihn.
Wir werden wohl einen Sachverständigen beauftragen müssen, aber hier dennoch einige Fragen, um möglicherweise ein paar schnelle Hinweise und Antworten zu erhalten:
1. Bankanschlüsse
Das größte Problem haben wir mit den Fensterbänken (sämtlich noch nicht eingebaut), und die Argumentation der Handwerker / des Bauleiters kann unserer Ansicht eigentlich nur totaler Schwachsinn sein, entbehrt aber nicht einer gewissen Kreativität. Gerade bei ganz absurden Erklärungen kommt es aber selten einmal vor, dass sie stimmen, daher hier mal geschildert:
Im Auftrag sind bei jedem Fenster "Bankanschlussprofile" benannt. Bei drei (von 10) Fenstern sind auch Elemente mit eingebaut, welche diese Funktion zu erfüllen scheinen (leider kein Foto möglich, hier ist innen unterhalb des Fensterrahmens noch ein Element mit einer etwa 2 cm dicken Spalte, in die man eine Fensterbank schieben könnte, außen sind die Fenster an dieser Stelle auch erhöht, ob eine vergleichbare "Spalte" vorhanden ist, kann ich nicht genau sagen, da von Montageschaum verdeckt).
Nach einigem Hin und Her lautet die endgültige Erklärung uns gegenüber jetzt folgendermaßen: Diese Elemente stellen danach eigentlich nur einen Transportschutz für die Fenster dar, seien aber ("leider") im Fensterprogramm als Bankanschlüsse bezeichnet. Sie seien an einigen Fenstern mit eingebaut worden, weil die Fensteröffnungen zu groß waren. (Rückmeldung auf die Frage, was reine Transportsicherungen beim Einbau der Fenster ins Gebäude zu suchen haben, habe ich derzeit übrigens noch nicht).
Die Bankanschlüsse würden im Übrigen im Nachhinein eingebaut, ein fachgerechter Einbau (vor allem außen, wo es um die Dichtigkeit geht) sei auch so möglich und würde (selbstverständlich) erfolgen.
Die Fensterbauer haben sich bei der Entfernung der alten Fenster samt Laibungen sehr anstrengen müssen, und wir vermuten, sie haben es sich eben etwas leichter gemacht. Abgesehen von den Problemen mit der Dichtigkeit außen haben wir an mehreren Fenstern jetzt auch die Situation, dass die Innenfensterbänke weit in den Bereich der Fensterrahmen hinausgehen werden müssen, d.h. dass zwischen Fensterbank und dem tatsächlich zu öffnenden Fensterflügel gerade mal 1-2 cm Abstand wäre.
Dabei wurde z.B. bei einem großen Fenster die obere Laibung gar nicht weggestemmt, sodass offensichtlich das ganze Fenster etwas tiefer liegen muss.
Was ist davon zu halten?
2. Abbruch des Mauerwerks
Dann ist beim Ausbau der Laibungen z.T. großflächig Mauerwerk abgesprungen. Wir hatten zwischen Fensterrahmen und Wand an einer Stelle z.B. eine bestimmt Lücke von etwa 10 cm zur Wand über einen Bereich von auch etwa 10 cm hinweg, seitliche Abstände zur Wand von etwa 5 cm waren mehrfach vorhanden. Wurde mit Montageschaum geschlossen und vor Überdeckung mit der Dämmung von außen zu gespachtelt.
1. Ist das so in Ordnung?
2. Jetzt will uns der Bauleiter auch noch die Kosten in Rechnung stellen, die wegen des hierdurch entstandenen Mehraufwandes entstanden seien. Das Ausbrechen des Mauerwerks sei unvorhersehbar gewesen.
Bemerkenswert natürlich, dass bei den ersten Fenstern noch alles ganz ordentlich war und mit jedem weiteren Fenster und zunehmender Eile die Lücken immer größer wurden. Der Fensterbauer erklärte dies aber damit, dass bei den gelungenen Fenstern anderes Mauerwerk gegeben war, bei den schlechteren Fenstern Bimsstein - der bräche eben leicht ab.
Wie ist dies zu bewerten? Ist es Aufgabe der Fensterbauer, den Ausbau der Fenster so vorsichtig durchzuführen, dass das Mauerwerk heile bleibt, oder gibt es hier tatsächlich Situationen, in denen das Ausbrechen unvermeidlich ist. Können wir also etwas reklamieren oder die Handwerker Zusatzkosten berechnen (wobei ich auch für möglich halte, dass dieses angekündigte In-Rechnung-Stellen möglicherweise nur eine Art Drohkulisse erzeugen soll, damit wir an anderen Stellen auch entgegenkommend sind)?
3. Klötzchen als Untersatz
Da wir mittlerweile kaum noch Vertrauen in irgendwas haben, was von denen gemacht wurde (es gibt natürlich noch jede Menge weiterer Kriegsschauplätze, die ich hier gar nicht alle aufzählen mag), stellt sich mir jetzt auch die Frage, ob die Handwerker überhaupt die für die Fenstermontage laut Montageanleitung notwendigen "Unterleg-Klötzchen" eingesetzt haben. Auf Nachfrage wurde dies natürlich jetzt bejaht. Wir haben nie drauf geachtet und leider erst jetzt angefangen, uns selbst über die Durchführung solcher Arbeiten schlau zu machen, aber aufgefallen ist mir (außer den später entfernten Holzkeilen am Anfang) das Vorhandensein solcher Klötze nie.
Jetzt kommt man von außen natürlich nicht mehr dran (WDVS sitzt schon davor), innen ist aber noch kein Abschluss an den Fensterunterseiten vorhanden. Sichtbar ist natürlich so auch nichts wegen des Montageschaums, der überall dazwischen ist. Daher die Frage: Gäbe es jetzt noch eine Möglichkeit, das zu überprüfen (z.B. sollte das Herauskratzen des Montageschaums doch kein Problem darstellen, wenn dieser tatsächlich nicht den Halt, sondern nur die Dämmung herstellt, oder doch?). Und wie sähen die Klötzchen aus (Farbe, Größe) oder wo müssten sie angebracht sein?
Ich bedanke mich für Antworten!
