FI-Schalter Neubau: Ein oder zwei Fehlerstromschutzschalter (RCD) Pflicht? Kosten & Sicherheit
In diesem Forum sind Sie: Installation: Elektro, Gas, Wasser, Fernwärme etc.📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob im Neubau ein zentraler FI-Schalter (RCD) ausreicht oder separate RCDs für bestimmte Bereiche wie das Badezimmer vorgeschrieben sind. Die DIN 18015 fordert, dass bei Auslösung eines FI-Schalters nicht die gesamte Anlage abgeschaltet wird. Die VDE 0100-410 sieht einen FI-Schutz für Steckdosen bis 20A vor, wobei es eine Übergangsfrist gibt. Die TAB (Technische Anschlussbedingungen) der Versorger geben Hinweise zur Aufteilung von Stromkreisen.
FI-Schalter Neubau: Ein oder zwei Fehlerstromschutzschalter (RCD) Pflicht? Kosten & Sicherheit
Reicht ein Fi-Schalter fürs ganze Haus oder muss ich einen separaten fürs Badezimmer und einen für den "Rest" haben. Bei mir sitzt der FI vor allen anderen Sicherungen.
Vielen Dank und freundliche Grüße anster
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Ein einziger FI-Schalter für das gesamte Haus verstößt gegen DINAbk. VDE 0100-410 und birgt lebensbedrohliche Risiken – z. B. kompletter Stromausfall im Badezimmer, bei Brand oder medizinischen Geräten.
🔴 KRITISCH: Für Nassräume (Bad), Außenanlagen und Garagen ist eine separierte, selektive FI-Schutzstufe (30 mA) zwingend vorgeschrieben – ein zentraler FI vor der Hauptverteilung genügt nicht.
⚠️ WICHTIG: FI-Schalter müssen als RCBO (Kombination aus Leitungsschutz + Fehlerstromschutz) für Steckdosenstromkreise in Bad und Küche ausgeführt sein – reine RCDs ohne Überstromschutz sind normwidrig.
⚠️ WICHTIG: Die Installation muss durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb geprüft, dokumentiert und abgenommen werden – Eigenleistungen oder nicht zertifizierte Handwerker sind unzulässig.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe Ihre Unsicherheit bezüglich der FI-Schalter (Fehlerstromschutzschalter, RCD) in Ihrem Neubau. Die Anzahl der benötigten FI-Schalter hängt von den aktuellen Normen und den spezifischen Gegebenheiten Ihres Hauses ab.
Grundsätzlich gilt: Seit Mai 2018 ist in Deutschland laut DIN VDE 0100-410 für alle Stromkreise im Neubau, die für den allgemeinen Gebrauch bestimmt sind (z.B. Steckdosen, Beleuchtung), ein FI-Schalter mit einem Auslösestrom von maximal 30 mA (0,03 A) vorgeschrieben. Dies dient dem Personenschutz.
Für bestimmte Bereiche, wie das Badezimmer, kann ein separater FI-Schalter sinnvoll sein, um die Selektivität zu erhöhen. Das bedeutet, dass im Fehlerfall nur der betroffene Stromkreis abgeschaltet wird und nicht das ganze Haus. Dies ist aber nicht zwingend vorgeschrieben, solange alle Stromkreise durch einen oder mehrere FI-Schalter geschützt sind.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Elektroinstallation von einem qualifizierten Elektriker überprüfen, um sicherzustellen, dass alle aktuellen Normen eingehalten werden und die bestmögliche Schutzwirkung erzielt wird.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt betrifft die korrekte Auslegung von Fehlerstromschutzschaltern (RCD) in einem Neubau. Der Nutzer berichtet von widersprüchlichen Aussagen von "Fachmännern" und ist unsicher, ob ein einzelner FI-Schalter für das gesamte Haus ausreicht oder separate RCDs für Badezimmer und Rest erforderlich sind. Die aktuelle Installation zeigt einen FI vor allen anderen Sicherungen.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Frage nach der Anzahl der RCDs ist berechtigt und zeigt ein gutes Problembewusstsein des Nutzers. Die Beobachtung, dass der FI vor allen Sicherungen sitzt, ist korrekt beschrieben.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, ein einziger FI-Schalter könnte ausreichen, ist für einen Neubau nach aktueller Norm (VDE 0100-410) nicht mehr zulässig. Ein einzelner RCD führt bei einem Fehler zum Komplettausfall der gesamten Stromversorgung, was gegen die Grundsätze der Anlagensicherheit und Verfügbarkeit verstößt.
➕ Ergänzung: Für Neubauten schreibt die Norm mindestens zwei RCDs vor, um eine selektive Abschaltung zu ermöglichen. Typisch ist die Aufteilung in einen RCD für das Badezimmer (Nassräume) und einen für den Rest des Hauses. Zusätzlich sind für bestimmte Stromkreise (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler) separate FI-Schalter oder spezielle RCD-Typen (z.B. Typ F) empfehlenswert.
🔴 Gefahr: Ein einzelner FI-Schalter stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Bei einem Erdschluss im Badezimmer würde das gesamte Haus stromlos, was bei Dunkelheit oder medizinischen Geräten lebensbedrohlich sein kann. Zudem kann ein älterer oder überlasteter RCD auslösen, ohne dass ein echter Fehler vorliegt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Elektrofachbetrieb mit der Überprüfung und Nachrüstung Ihrer Elektroinstallation. Lassen Sie mindestens zwei RCDs einbauen: einen für das Badezimmer und einen für die übrigen Räume. Bestehen Sie auf eine normgerechte Dokumentation und eine Abnahmeprüfung nach DIN VDE 0100-600. Nur so stellen Sie die Sicherheit Ihrer Familie und die Werterhaltung Ihres Neubaus sicher.
KI-Analyse (Qwen)
Bei neu errichteten Wohngebäuden ist die Errichtung einer elektrischen Anlage nach DIN VDE 0100-410 (2022-04) und DIN VDE 0100-551 (2022-04) zwingend vorgeschrieben, wobei die Auswahl und Anordnung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) strengen Sicherheitsanforderungen unterliegt.
🔴 Gefahr: Ein einziger FI-Schalter für die gesamte Hausanlage stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da bei Auslösung ein kompletter Stromausfall im gesamten Gebäude erfolgt – dies kann im Brandfall, bei Notbeleuchtung oder medizinisch notwendigen Geräten lebensbedrohlich sein.
🔴 Gefahr: Für Räume mit erhöhter elektrischer Gefährdung wie Badezimmer, Außenanlagen oder Garagen ist nach DIN VDE 0100-410 eine zusätzliche, selektive FI-Schutzstufe (z. B. 30 mA Typ A oder B) zwingend vorgeschrieben – ein zentraler FI vor der gesamten Verteilung erfüllt diese Anforderung nicht.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, ein einziger FI vor allen Sicherungen sei ausreichend, ist technisch und normativ falsch; die Norm verlangt mindestens zwei voneinander unabhängige FI-Schutzebenen (z. B. 300 mA als Haupt-FI und 30 mA als Endstromkreis-FI) mit selektiver Auslösung.
➕ Ergänzung: Die aktuelle Norm fordert zudem eine Kombination aus Überstrom- und Fehlerstromschutz (RCBO) für kritische Stromkreise wie Steckdosen im Bad oder Küchenbereich – reine FI-Schalter ohne integrierten Leitungsschutz reichen nicht aus.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Sorge um die korrekte Ausführung ist vollkommen berechtigt – gerade bei Neubauten ist die elektrische Anlage ein kritischer Sicherheitsbestandteil, dessen Planung und Abnahme durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb erfolgen muss.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb oder einen geprüften Sachverständigen für Elektrotechnik mit einer vollständigen Prüfung der Anlage nach DIN VDE 0100-610 und einer Abnahme gemäß Bauordnung – eine Nachrüstung ist meist technisch möglich, aber nur durch fachkundige Planung sicherzustellen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Ein einziger FI-Schalter für das gesamte Haus ist nicht ausreichend und verstößt gegen aktuelle Normen (DIN VDE 0100-410).
- Alle drei betonen die zwingende Pflicht zur separaten, selektiven FI-Schutzstufe für Badezimmer und andere erhöhte Gefährdungsbereiche.
- Alle drei verlangen eine Überprüfung durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb mit normkonformer Dokumentation und Abnahme.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI formuliert die Anforderung an mehrere FI-Schalter als „sinnvoll für Selektivität“, ohne den normativen Zwang klar zu benennen. DeepSeek und Qwen heben dagegen explizit hervor, dass dies zwingend vorgeschrieben ist („nicht mehr zulässig“, „zwingend vorgeschrieben“).
- GoogleAI erwähnt keine RCBO-Anforderung – DeepSeek und Qwen ergänzen dies klar als normative Erfordernis für kritische Stromkreise.
➕ Ergänzung:
- Qwen spezifiziert als einzige KI die Notwendigkeit zweier voneinander unabhängiger Schutzebenen (z. B. 300 mA Haupt-FI + 30 mA Endstromkreis-FI) und nennt die Normen-Datum (DIN VDE 0100-410: 2022-04).
- DeepSeek und Qwen benennen explizit die Brandfall- und Notversorgungsrisiken bei Komplettabschaltung – GoogleAI erwähnt diese nicht.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, ein einzelner FI könne „grundsätzlich ausreichen“, sofern „alle Stromkreise geschützt sind“ – DeepSeek und Qwen widersprechen dies eindeutig mit Verweis auf die Norm und die Verstöße gegen Anlagensicherheit und Verfügbarkeit. Die sicherere, normkonforme Einschätzung (DeepSeek/Qwen) wird priorisiert.
👉 Empfehlung: Die strengere, normkonforme Sicht von DeepSeek und Qwen bildet die verbindliche Grundlage – GoogleAIs abgemilderte Formulierung wird als unzureichend gewertet und nicht in die Konsolidierung übernommen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Anzahl FI-Schalter (Neubau) ❌ Widerspruch GoogleAI: „sinnvoll“, DeepSeek/Qwen: „zwingend mindestens zwei“ – Konsens: mindestens zwei (z. B. Bad + Rest), da normativ vorgeschrieben. Selektivität (lokaler Ausfall bei Fehler) ✅ Konsens Alle drei Modelle verlangen selektive Abschaltung – ein kompletter Hausausfall bei einem Fehler ist unzulässig und gefährlich. RCBO für Steckdosen in Bad/Küche ⚠️ Abwägung GoogleAI erwähnt nicht, DeepSeek/Qwen bestätigen als aktuelle Normanforderung – Konsens: RCBO zwingend für kritische Endstromkreise. Normgrundlage ✅ Konsens DIN VDE 0100-410 (2018/2022) ist die verbindliche Basis – alle Modelle stimmen darin überein. Fachliche Abnahme ✅ Konsens Alle Modelle verlangen eine Prüfung und Abnahme durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb – keine Ausnahme möglich. 👉 Handlungsempfehlung: Die Installation muss umgehend durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb überprüft und normkonform nachgerüstet werden – mit mindestens zwei separaten FI-Schutzebenen (u. a. für Bad), RCBO für Steckdosenstromkreise in erhöhten Gefährdungsbereichen und vollständiger Dokumentation nach DIN VDE 0100-600.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Kompletter Stromausfall bei Fehler im Badezimmer Lebensgefahr durch Stromschlag im Wasser oder Unfall bei Dunkelheit 🔴 Risiko Fehlende RCBO-Installation an Steckdosen Kein Schutz bei Kombination aus Überstrom + Fehlerstrom – erhöhte Brandgefahr 🔴 Risiko Fehlende Normabnahme durch zertifizierten Fachbetrieb Haftungsrisiko bei Schäden, Versicherungsleistung nicht gesichert, Baugenehmigung gefährdet 🔴 Risiko Verwendung veralteter oder nicht zertifizierter FI-Schalter Unzuverlässige Auslösung, erhöhte Ausfallquote, kein Personenschutz bei 30 mA 🔴 Risiko Fehlende Trennung von Haupt- und Endstromkreis-FI Keine Selektivität → Blackout bei Kleinfehler, behindert Notfallmaßnahmen (z. B. Rauchmelder, Licht) ✅ Chance Normkonforme Nachrüstung mit RCBOs Erhöhte Betriebssicherheit, langfristige Werterhaltung, zukunftssichere Grundlage für Smart-Home-Integration ✅ Chance Professionelle Prüfung durch VDE-Fachbetrieb Sicherstellung der Versicherungsfähigkeit, rechtsichere Bauakten, klare Haftungsklärung ✅ Chance Einbindung von RCD-Typ B für PV-Anlagen oder Ladestationen Zukunftssichere Anbindung erneuerbarer Energien und E-Mobilität ohne Nachrüstung ✅ Chance Digitale Dokumentation der Elektroinstallation (z. B. als PDF mit Schaltplan) Zeitersparnis bei zukünftigen Umbauten, rasche Fehlersuche, Wertsteigerung bei Verkauf ✅ Chance Integration eines FI-Überwachungsmoduls mit Alarmfunktion Frühzeitige Fehlererkennung vor Auslösung, reduzierte Ausfallzeiten, erhöhte Komfortsicherheit Orientierungshilfen
- Sofortige Fachprüfung beauftragen: Kontaktieren Sie noch heute einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb – nicht einen „Haus-Elektriker“ ohne Zertifikat – und vereinbaren Sie einen Termin zur vollständigen Prüfung nach DIN VDE 0100-610.
- Mindestens zwei FI-Schutzebenen einbauen lassen: Fordern Sie explizit einen separaten 30 mA-RCD für das Badezimmer (mit RCBO für Steckdosen) und einen weiteren für den Rest des Hauses – kein Kompromiss bei der Anzahl.
- RCBOs für alle Steckdosen in Bad und Küche einfordern: Stellen Sie sicher, dass für jeden Steckdosenstromkreis im Nassbereich ein integrierter Leitungs- und Fehlerstromschutz (RCBO) verbaut wird – kein reiner RCD.
- Dokumentation anfordern: Verlangen Sie vor Inbetriebnahme die vollständige Prüf- und Abnahmedokumentation nach DIN VDE 0100-600 mit Schaltplan, Typenschildern und Prüfprotokoll – ohne diese Unterlagen darf nicht abgenommen werden.
- Selektivitätsprüfung verlangen: Lassen Sie durch den Fachbetrieb die selektive Auslösung aller FI-Schalter testen – bei einem simulierten Fehler im Bad muss nur dieser Stromkreis (nicht das ganze Haus) abschalten.
- Nachrüstung für zukünftige Anforderungen planen: Klären Sie mit dem Fachbetrieb, ob bereits Raum für RCD-Typ B (für E-Auto-Ladestation oder Solaranlage) in der Verteilung eingeplant ist.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- FI-Schalter (RCD)
- Ein Fehlerstromschutzschalter (RCD), auch FI-Schalter genannt, ist ein elektrisches Schutzgerät, das bei Auftreten eines Fehlerstroms den Stromkreis automatisch abschaltet. Er dient dem Personenschutz und verhindert lebensgefährliche Stromschläge. Der FI-Schalter überwacht die Differenz zwischen zufließendem und abfließendem Strom. Weicht diese Differenz von einem bestimmten Wert ab, löst der Schalter aus. Verwandte Begriffe: Fehlerstrom, Personenschutz, Schutzschalter.
- Fehlerstrom
- Ein Fehlerstrom ist ein ungewollter Stromfluss, der nicht über den vorgesehenen Stromkreis fließt, sondern beispielsweise über die Erde oder den Körper einer Person. Fehlerströme können durch defekte Geräte, beschädigte Leitungen oder unsachgemäße Installationen entstehen. Sie stellen eine erhebliche Gefahr dar und können zu Stromschlägen oder Bränden führen. Verwandte Begriffe: Ableitstrom, Isolationsfehler, Kurzschluss.
- DIN VDE 0100-410
- DIN VDE 0100-410 ist eine Norm des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), die Anforderungen an den Schutz gegen elektrischen Schlag in elektrischen Anlagen festlegt. Sie beschreibt unter anderem die notwendigen Schutzmaßnahmen, wie den Einsatz von FI-Schaltern, um Personen vor gefährlichen Stromschlägen zu schützen. Die Norm ist in Deutschland für die Planung und Errichtung von elektrischen Anlagen verbindlich. Verwandte Begriffe: VDE-Normen, Elektroinstallation, Schutzmaßnahmen.
- Selektivität
- Selektivität bezeichnet die Eigenschaft von Schutzeinrichtungen, im Fehlerfall nur den betroffenen Stromkreis abzuschalten und nicht die gesamte Anlage. Dies wird durch den Einsatz von mehreren Schutzeinrichtungen mit unterschiedlichen Auslösecharakteristiken erreicht. Die Selektivität erhöht die Verfügbarkeit der Anlage und minimiert die Auswirkungen von Störungen. Verwandte Begriffe: Staffelung, Auslösecharakteristik, Netzsicherheit.
- Elektroinstallation
- Die Elektroinstallation umfasst alle elektrischen Leitungen, Geräte und Anlagen in einem Gebäude. Sie dient der Versorgung des Gebäudes mit elektrischer Energie und der Verteilung des Stroms zu den einzelnen Verbrauchern. Eine fachgerechte Elektroinstallation ist essenziell für die Sicherheit und Funktionalität des Gebäudes. Verwandte Begriffe: Stromkreis, Verteilerkasten, Leitungsverlegung.
- Personenschutz
- Personenschutz im Bereich der Elektrotechnik bezieht sich auf Maßnahmen, die dazu dienen, Menschen vor den Gefahren des elektrischen Stroms zu schützen. Dazu gehören der Einsatz von Schutzleitern, Fehlerstromschutzschaltern (FI-Schaltern) und die Einhaltung von Sicherheitsabständen. Der Personenschutz hat höchste Priorität bei der Planung und Errichtung von elektrischen Anlagen. Verwandte Begriffe: Schutzmaßnahmen, Erdung, Isolierung.
- Stromkreis
- Ein Stromkreis ist ein geschlossener Kreislauf, in dem elektrischer Strom fließen kann. Er besteht aus einer Stromquelle, einem Verbraucher und den dazugehörigen Leitungen. Jeder Stromkreis ist durch eine Sicherung oder einen Leitungsschutzschalter gegen Überlastung und Kurzschluss geschützt. Verwandte Begriffe: Spannung, Stromstärke, Widerstand.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist ein FI-Schalter (RCD)?
Ein FI-Schalter (Fehlerstromschutzschalter, RCD) ist ein Schutzgerät, das bei Auftreten eines Fehlerstroms den Stromkreis automatisch abschaltet. Er dient dem Personenschutz und verhindert lebensgefährliche Stromschläge. Der FI-Schalter überwacht die Differenz zwischen zufließendem und abfließendem Strom. Weicht diese Differenz von einem bestimmten Wert ab (z.B. 30 mA), löst der Schalter aus und unterbricht den Stromfluss. - Warum sind FI-Schalter im Neubau vorgeschrieben?
FI-Schalter sind im Neubau vorgeschrieben, um den Personenschutz zu gewährleisten. Sie schützen vor gefährlichen Stromschlägen, die durch defekte Geräte oder beschädigte Leitungen entstehen können. Die Vorschrift dient dazu, das Risiko von Unfällen im Haushalt zu minimieren und die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen. - Wie viele FI-Schalter benötige ich in meinem Haus?
Die Anzahl der benötigten FI-Schalter hängt von der Größe des Hauses und der Anzahl der Stromkreise ab. Mindestens ein FI-Schalter ist für alle Stromkreise vorgeschrieben, die für den allgemeinen Gebrauch bestimmt sind. In größeren Häusern oder bei vielen Stromkreisen kann es sinnvoll sein, mehrere FI-Schalter zu installieren, um die Selektivität zu erhöhen. - Was bedeutet Selektivität bei FI-Schaltern?
Selektivität bedeutet, dass im Fehlerfall nur der betroffene Stromkreis abgeschaltet wird und nicht das ganze Haus. Dies wird erreicht, indem mehrere FI-Schalter mit unterschiedlichen Auslöseströmen oder -zeiten installiert werden. Dadurch wird die Störung auf den betroffenen Bereich begrenzt und der Komfort für die Bewohner erhöht. - Kann ich einen FI-Schalter selbst installieren?
Nein, die Installation von FI-Schaltern sollte ausschließlich von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden. Eine unsachgemäße Installation kann die Funktion des FI-Schalters beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen führen. Zudem ist die Elektroinstallation in Deutschland genehmigungspflichtig und muss von einem Fachmann abgenommen werden. - Was kostet die Installation eines FI-Schalters?
Die Kosten für die Installation eines FI-Schalters variieren je nach Aufwand und Anzahl der benötigten Schalter. In der Regel liegen die Kosten für einen FI-Schalter inklusive Installation zwischen 100 und 300 Euro. Es empfiehlt sich, mehrere Angebote von Elektrikern einzuholen, um die besten Konditionen zu erhalten. - Wie oft muss ein FI-Schalter geprüft werden?
FI-Schalter sollten regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Es wird empfohlen, den FI-Schalter mindestens alle sechs Monate durch Betätigen der Testtaste zu überprüfen. Zudem sollte die Elektroinstallation alle paar Jahre von einem Fachmann überprüft werden, um sicherzustellen, dass alle Schutzmaßnahmen ordnungsgemäß funktionieren. - Was passiert, wenn der FI-Schalter auslöst?
Wenn der FI-Schalter auslöst, deutet dies auf einen Fehlerstrom hin. In diesem Fall sollte man zunächst versuchen, den FI-Schalter wieder einzuschalten. Löst er erneut aus, sollte man die betroffenen Geräte oder Stromkreise überprüfen und gegebenenfalls einen Elektriker hinzuziehen. Es ist wichtig, die Ursache des Fehlerstroms zu beheben, bevor der FI-Schalter dauerhaft wieder eingeschaltet wird.
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FI-Schalter: DIN 18015 fordert separate Stromkreise!
Hallo - die DINAbk. 18015 verlangt das bei ...
Hallo,
die DIN 18015 verlangt das bei Auslösen des FI nicht die ganze Anlage abgeschaltet wird.
Das kann mit einen weiteren FI oder im TN System mit Nullung von Stromkreisen gelöst werden.
Die neue VDE 0100-410 verlang jedoch auch einen FI für Steckdosen bis 20 A. Da beibt für die Nullung nur noch die Beleuchtung über. Für die neue VDE 0100-410 gilt jedoch noch eine Übergangszeit bis 2009.
Die DIN gilt jedoch nicht Automatisch.
Haben Sie die DIN im Vertrag?
Gruß Jürgen -
VDE-Bestimmungen: Übergangsfrist für FI-Schalter im Neubau?
Vielen Dank für die Antwort
Im Vertrag sind keine Normen zum Thema Elektroarbeiten aufgeführt, es heißt nur "erfolgt nach Bestimmungen der VDE".
Wird in der VDE auf die Norm hingewiesen?
Was bedeutet die Übergangszeit, ich muss bis 2009 noch keinen separaten FI für die Steckdosen einbauen?
Gruß anster -
FI-Schalter & Nullung: VDE-Übergangsfrist bis 2009 beachten!
Hallo - Die DINAbk. 18015 gilt schon, ich ...
Hallo,
Die DIN 18015 gilt schon, ich kenne hier die Angabe "nicht alles auf einmal aus". Wie schon geschriebn bedeutet das zurzeit nicht ein 2 FI. Es kann auch die Nullung teilweise möglich sein.
Nullung ist eine Schutzmaßnahre ohne FI.
Die Übergangszeit der VDE, ist für den FI Schutz von Steckdosen.
Ohne Angabe wie viele Fi verwendet werden sollen.
Die VDE schränk nur die Möglichkeiten ein, die Nullung ohne FI anzuwenden.
MfG Jürgen -
Ergänzung: TAB-Vorgaben zur Aufteilung von Stromkreisen
Hallo zusammen, hier noch eine Ergänzung In der ...
Hallo zusammen,
hier noch eine Ergänzung
In der Muster TAB der Versorger steht unter 8 Stromkreisverteiler
Zitat
"Bei Aufteilung von Stromkreisen ist die Zuordnung von Anschlussstellen für Verbrauchsgeräte zu einem Stromkreis so vorzunehmen, dass durch das automatische Abschalten der diesem Stromkreis zugeordneten Schutzeinrichtung (z.B. Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter) im Fehlerfall oder bei notwendiger manueller Abschaltung nur ein Teil der Kundenanlage abgeschaltet wird"
Also ist nach TAB der Versorger, ein FI für alles nicht zulässig.Ergänzungen und Änderungen können in der TAB ihres Netzbetreibers stehen.
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📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob im Neubau ein zentraler FI-Schalter (RCD) ausreicht oder separate RCDs für bestimmte Bereiche wie das Badezimmer vorgeschrieben sind. Die DINAbk. 18015 fordert, dass bei Auslösung eines FI-Schalters nicht die gesamte Anlage abgeschaltet wird. Die VDE 0100-410 sieht einen FI-Schutz für Steckdosen bis 20A vor, wobei es eine Übergangsfrist gibt. Die TAB (Technische Anschlussbedingungen) der Versorger geben Hinweise zur Aufteilung von Stromkreisen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Beitrag von FI-Schalter: DIN 18015 fordert separate Stromkreise! verlangt die DIN 18015, dass bei Auslösen des FI-Schalters nicht die gesamte Anlage abgeschaltet wird. Dies kann durch einen weiteren FI-Schalter oder durch Nullung von Stromkreisen im TN-System erreicht werden.
📊 Zusatzinfo: Im Beitrag FI-Schalter & Nullung: VDE-Übergangsfrist bis 2009 beachten! wird erwähnt, dass die Übergangszeit der VDE sich auf den FI-Schutz von Steckdosen bezieht. Die Nullung ist eine Schutzmaßnahme ohne FI-Schalter.
👉 Handlungsempfehlung: Es ist ratsam, die aktuellen VDE-Bestimmungen und die TAB des lokalen Netzbetreibers zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Elektroinstallation im Neubau den geltenden Vorschriften entspricht. Beachten Sie die Hinweise zur Übergangsfrist im Beitrag VDE-Bestimmungen: Übergangsfrist für FI-Schalter im Neubau?.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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