Kellersanierung / fachgerechte Ausführung oder Pfusch?
BAU-Forum: Keller
Kellersanierung / fachgerechte Ausführung oder Pfusch?
dies ist meine erste Anfrage hier, da ich dringend einen Rat benötige:
Kurz zur Vorgeschichte:
In unserem Häuschen (Baujahr. 1929) wird derzeit im Keller ein Raum und Teile des Flurs von einer Maurerfirma saniert (andere Kellerteile sind schon seit 2 Jahren fertig). An den besagten Wänden war alter Putz, der stellenweise locker war und ziemlich uneben und geflickt. Nur an ganz wenigen Stellen gab es, in Bodenähe, kleine feuchte Stellen. Die Wände sollten jetzt schön verputzt werden da der Keller künftig anders genutzt werden soll.
Mit der Mauerfirma wurde folgendes besprochen: Bis ca. 1 m - 1,5 m Höhe werden die Wände mit Sanierputz (Bayosan HQTop) verputzt, und darüber bis zur Decke mit normalem Mörtel (Zementmörtel Schwenk ZMP). Es wurde vorwiegend im unteren Bereich der Putz komplett abgeschlagen, im oberen Bereich wo es notwendig ist, dies lag im Ermessen der Firma.
Die Firma hat dann den unteren Bereich mit dem Sanierputz aufgetragen (eine Schicht) und auf den Sanierputz eine Deckschicht ZMP.
Meine Fragen nun:
1.) Ist das so richtig, oder macht der Zementputz die besonderen Eigenschaften des Sanierputzes zunichte?
2.) Muss ich jetzt Sanierputz UND Zementputz pro Quadratmeter bezahlen wo der ZMP über den Sanierputz aufgebracht wurde?
Jetzt, nicht einmal 2 Wochen nach "Fertigstellung" sind an einer Wand (an einer Stelle die nur mit ZMP verputzt wurde) viele Risse aufgetreten (der Altputz wurde dort nicht abgeschlagen). Wenn ich mit dem Finger gegen diesen Neuputz klopfe, so klingt es dahinter hohl und locker (auf ca. 1,5 m² Fläche). Diese Wand wurde verputzt, aber aus Zeitgründen nicht abgescheibt. Erst 3 Tage später wollten sie es abscheiben, da war es aber schon zu trocken und sie haben dann einfach nochmals eine dünne Pampe aufgescheibt ...
Ich befürchte, dass es noch zu weiteren Rissen kommen wird (nicht nur kleine Trocknungsrisse)
Ich bin auch nicht mit der Ausführung der Detailarbeit zufrieden: Teilweise wurde sehr unsauber verputzt, an manchen Stellen gar nicht! Über den Heizungsrohren wurden nicht einmal die lockeren Stellen ausgebessert. (auch nicht die, die noch gut zugänglich wären) Der Abstand der Rohre zur Decke beträgt zwischen 10 und 14 cm. Trotz meiner Bitte diese Stellen noch zu bearbeiten, wurde es nicht durchgeführt! In den Ecken über den Rohren sieht es jetzt schlimmer aus als vorher! Mir ist klar, dass diese Stellen Detailarbeit sind, die man nicht mit der Mörtelspritzmaschine und dem großen Reibebrett bearbeiten kann. Ich erwarte ja auch nicht die exakt gleiche Struktur wie die abgescheibten Wände. Aber es sollte für einen Fachbetrieb doch möglich sein hier wenigstens einigermaßen zu verputzen und etwas sorgfältiger zu arbeiten, oder irre ich da?
Im Raum liegt ein Fliesenboden. Dieser wurde nicht abgedeckt und danach auch nicht gereinigt (obwohl dies von dem Handwerker zugesichert wurde). Jetzt haben wir in Wandnähe eine dünne Schicht festgebackener Putzschleim, den ich mit normalen Haushaltsmitteln nicht wieder weg bekomme.
Ich kann mich irren (bin Laie), aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Ausführung nicht sehr fachmännisch war und es so nicht bleiben kann ...?
Was kann ich jetzt tun? Wie muss ich vorgehen. Wenn es zu einem Problem mit der Firma kommt, wie komme ich dann an einen Sachverständigen?
Ratlose Grüße
Thomas
-
Da trügt der Eindruck nicht
Zementputz über dem Sanierputz? Das kann so eigentlich nichts werden. Es gibt Feinputze, die (im System) über den Sanierputz gezogen werden, ob die immer ratsam sind, wage ich zu bezweifeln.
Wie dick ist denn der Sanierputz aufgebracht? 2 cm sollten es schon sein, sonst ist der ganze Effekt weg und der teure Sanierputz für die Katz. Die Rissbildung kann unterschiedliche Ursachen haben, dass wollte ich erst sehen. (Möglich: Spannungen durch unterschiedliche Auftragsstärken, zu schnelles Abtrocknen ...) und wenn der Putz hohl klingt, wird er es auch schon sein, also runter damit. Der Sanierputz sollte übrigens NICHT mit einem Reibebrett verrieben werden, sondern eher mit einem Gitterrabott abgerieben, um ein Zuschmieren der Porenstruktur zu verhindern. Falls es hart kommt, Gutachter über die Handwerkskammer, IHKAbk., Architektenkammer oder ähnlicher Institution. Ach ja, beim Putzrest hilft wohl erst mal nur Abstemmen und dann die Reste mit einem Zementlöser entfernen. Je eher Sie anfangen, um so besser dürfte es gehen. Grüße -
ich habe jetzt mal nachgemessen ...
also:
die ganze Fläche die verputzt wurde beträgt 44 m². Dabei habe ich Tür und Fenster einfach übermessen, als wenn auch diese Fläche verputzt worden wäre.
auf der Rechnung steht jetzt u.a. folgendes:
20 m² Sanierputz a 27,50 €/m² (+ MwSt.)
38,5 m² Zementputz a 11,00 €/m² (+ MwSt.)
Die ganze Fläche beträgt aber nur 44 m²!
Die 20 m² Sanierputz sind flächenmäßig OK (das kommt hin)
Man hat also zusätzlich 14,5 m² Zementputz berechnet die man über den Sanierputz aufgebracht hat.
Irgendwie habe ich Zweifel, ob das gut ist (ZMP über Sanierputz (und die nicht eine ganz dünne Schicht um die Putzstruktur anzugleichen) - siehe mein Posting oben) und ob die Abrechnung so OK ist?
Kann mir da bitte jemand Auskunft geben?
Vielen Dank!
Thomas F. -
Das ist so nicht korrekt
Wie mein Vorredner schon sagte: auf einen Saniergrundputz darf nur ein Sanier-Deckputz und kein Zementputz.
Jede Putzlage zählt einzeln in der Berechnung der Quadratmeter, wenn es als eigenständige Position angeboten wurde (war wohl so). Risse und Hohlstellen im Bereich des Zementputzes, der über einen alten Kalkputz überputzt wurde, sind logisch und zu erwarten. Runter damit.
Zur Frage nach SV: In welcher Region wohnen Sie? -
Ist die Kellerinstandsetzung gegen Feuchte fachgerecht?
Abgesehen von der mit Sicherheit falschen Ausführung ist vorab zu fragen: welche Anforderungen sind gestellt worden.
Außerdem möchte ich die Frage stellen, wer die Firma ausgesucht hat.
Hätten Sie sich nicht vorher erkundigen sollen, ob diese Firma überhaupt in der Lage ist, solche Arbeiten fachgerecht auszuführen.
Ich weiß dies klingt vorwurfsvoll, aber da auch noch andere diesen Beitrag lesen, sollte auch der "versteckte" Vorwurf zum Ausdruck kommen - nicht jeder ist in der Lage einen Keller "trockenzulegen".
Was ist jetzt zu tun?
Wenden Sie sich an Ihre zuständige Bauinnung um mit dieser das weitere Vorgehen zu besprechen.
Bei den Innungen sind meistens Fachleute die Ihnen helfen diese Angelegenheit außergerichtlich abzuwickeln.
Es gibt fast überall sogenannte Schiedsstellen um diese Arbeiten zu bewerten.
Allgemein kann gesagt werden. Hohlstellen sind immer ein Mangel, ob wie oben beschrieben oder auch weil die Haftfestigkeit des Untergrundes nicht geeignet war ist für Sie nicht entscheidend, sondern der Zweck eine "saubere" Oberfläche zu erhalten.
Ob jedoch Sanierputz das geeignete Mittel ist einen Keller "trocken" zu bekommen ist bleibt anzuzweifeln.
Ich möchte auch nicht verhehlen, dass auch die Sanierputzhersteller nicht immer darauf achten, ob ihr Putz auch fachgerecht verarbeitet wird. Hier steht oft erst einmal der Verkauf im Vordergrund.
Hier möchte ich auf meine Homepage (Schriften 12 - 14) oder auch auf die zahlreichen Beiträge im - BAU.DE - verweisen. -
vielen Dank für die Antworten ...
Sehr geehrter Herr Bromm,
mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag (und die empfohlenen Dokumente) gelesen und möchte mich bei Ihnen und natürlich auch bei den anderen Leuten für die hilfreichen Beiträge bedanken (tolles Forum hier).
Ja, ich habe diese Firma ausgesucht. Leider ist es für mich als Laien relativ schwer vorab zu beurteilen, ob eine Firma so eine Arbeit fachgerecht ausführen kann oder nicht. Erst während der Ausführung kommen die Zweifel, ob dies wohl richtig ist. Es handelt sich hier über ein ortsansässiges Bauunternehmen, welches Neubauten, Umbauten, Sanierungen, Pflasterarbeitern und Zisternenbau anbietet mit Angebot und Rechnung.
Ich habe auch versucht, eine andere Firma zu bekommen. Leider ist mir dieses nicht gelungen. So wartete ich 11 Monate vergeblich auf ein Angebot obwohl alles ausgemessen und besprochen war. Tja, schwierig!
Ich werde nun mal, wie von Ihnen vorgeschlagen, die Bauinnung befragen. Primär ist ja die Frage, ob Zementputz auf Sanierputz OK ist oder nicht. Die Hohlstellen und die nachlässig verputzten Teile muss die Firma halt nacharbeiten. Aber wenn Zementputz auf Sanierputz nicht OK ist?
Viele Grüße
Thomas F. -
wg. Angebot
Sehr geehrter Herr Kempf,
auch Ihnen möchte ich für Ihre Antwort danken.
Herr Kempf schrieb:
> Jede Putzlage zählt einzeln in der Berechnung der Quadratmeter, >wenn es als eigenständige Position angeboten wurde (war wohl >so).
Das Angebot war kurz und knapp und sah ungefähr so aus:1 m² Sanierputz xx €
1 m² Zementputz yy €Es war für mich nicht ersichtlich, dass der Zementputz auf den Sanierputz aufgebracht wird und diese Putzlage zusätzlich berechnet wird.
Viele Grüße
Thomas
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