Wir haben leider ein Problem mit unserem Kachelofen und / oder unserer Lüftungsanlage. Ich hatte das Problem schon einmal in dem nachfolgenden Beitrag geschildert.
Nun haben wir den Heizungsbauer, der unsere Lüftungsanlage erstellt hat, in die "Pflicht genommen" und dieser wird nun die Lüftungsanlage so umbauen, dass immer auch so viel Luft nachströmen kann wie abgesaugt wird. Es werden zusätzliche Zuluftventile installiert. Das durch die Lüftungsanlage abgesaugte Volumen unseres Hauses haben wir nun auch errechnen können, es beträgt ca. 650 m³ für das gesamte Haus.
Nun aber zur eigentlichen Frage im Bezug auf den Kachelofen:
Es handelt sich um einen von einem Kachelofenbauer traditionell erstellten Kachelofen mit keramischen Zügen.
Wie verhält sich hier mit der Dichtigkeit der Rauchgasrohre und der Zuluftleitung für die von außen kommende Verbrennungsluft?
Müssen die Rauchgasrohre die vom Heizeinsatz und den keramischen Zügen zum Schornstein führen "dicht" sein? Oder können diese, so wie bei uns geschehen, in ungünstigen Betriebszuständen einen Rauchaustritt ermöglichen? Gibt es da eine Art Norm die das regelt? (Bundesland: Niedersachsen)
Wir haben jetzt das Problem, den Kachelofenbauer zu einer Nachbesserung zu bewegen? Dieser beruft sich darauf, dass der Ofen nicht raumluftunabhängig ist, sondern nur über eine Verbrennungsluftzuführung von außen verfügt.
Es ist zum Beispiel auch so, dass das an den Heizeinsatz angeschlossene Rohr für die Verbrennungsluftzufuhr nur lose in das aus dem Boden kommende KG-Rohr gesteckt wurde. Auch hier kann es ja, wie in meinem alten Betrag beschrieben, im Sommer zum Austritt von "Schornsteinluft" kommen.
Wir haben auch gehört, dass die Schornsteinfeger in einigen Gegenden bei der Abnahme des Ofens den Schornstein zusammen mit den Rauchgasrohren bis zum Heizeinsatz "Abdrücken" um so die Dichtigkeit zu prüfen. Dies hat unserer Schornsteinfeger nicht getan. Sollten wir den Schornsteinfeger evtl. auch einmal mit der Problematik konfrontieren? Es besteht dann aber wohl die Gefahr, dass dieser uns die Anlage stilllegt, was natürlich auch nicht in unserem Sinne wäre.
Mit welchen Argumenten können wir also den Ofenbauer dazu bewegen dichtere Rauchgas- und Verbrennungsluftrohre (Rauchgasrohre, Verbrennungsluftrohre) zu erstellen? Da es sich um einen Neubau handelt, war das Vorhandensein der Lüftungsanlage dem Ofenbauer bereits in der Planungsphase bekannt.
Problem ist auch, dass man an die Rauchgasrohre und die Zuluftleitung im Ofenmantel für eine Nachbesserung durch die vorhandenen Revisionsöffnungen nur noch eingeschränkt herankommt. Dazu muss dann aber wahrscheinlich der Ofenmantel an einigen Stellen geöffnet werden und dies möchte der Ofenbauer wohl gerne vermeiden.
Für Lösungsvorschläge und "schlagkräftige" Argumente vielen Dank in voraus.
Gruß