Ich habe vor 5 Jahren eine ETW gebraucht gekauft. Das komplette Mehrfamilienhaus (MFH) wurde 1999 gebaut. Da wir letztes Jahr einen kalten Winter hatten, ist unsere Fußbodenheizung im Bad oft gelaufen.
Vor ein paar Wochen haben ich in den Fugen zwischen den Bodenfliesen Risse gebildet. Kurz danach fing es an, dass es beim Betreten des Bad laut knackte. Ich habe vor der Dusche eine Bodenfliese rausgenommen, die auch vollkommen hohl lag. Die Verbindung zwischen Fliesenkleber und Estrich hatte sich gelöst.
Bei der Ursachenforschung ist mir aufgefallen, dass beim Duschen Wasser durch die Silikonfugen durchläuft. Mit dem blosen Auge kann man keine Undichtigkeit feststellen, aber der Estrich wird nach dem Duschen feucht.
So jetzt in Stichworten noch ein paar Fakten:
1) Fußbodenheizung
2) Badewanne und Duschwanne stehen nicht direkt auf der Betondecke, sondern in einem Styropor-Aufbau auf dem Estrich
3) Es handelt sich beim Estrich wohl um einen Anhydritestrich, der für Nassbereiche eigentlich nicht verwendet werden sollte.
4) Vor der Dusch- und der Badewanne haben sich direkt zur Kante im Estrich Risse gebildet.
5) Infolge der "Setzung" des Estrichbodens, werden die Silikonfugen der Duschwanne undicht. Ebenso kann man in der Badewanne sehen, dass sich der Syphon seitlich verzogen hat. Das Abwasser ist aber noch dicht.
Was kann ich zur Beseitigung des Schadens unternehmen?
Kann ich beim Bauträrger nach 10 Jahren noch reklamieren mit Aussicht auf Erfolg? Wie ist da die Gesetzeslage in Hessen? Ist es sinnvoll den Estrich vor der Dusche und Badewanne einzuschneiden?
Vielen Dank schon jetzt für die Expertenhilfe.
