Vollziegel vs. Dämmziegel für Anbau: Kosten, Dämmwerte & Unterschiede?
In diesem Forum sind Sie: Außenwände und Fassaden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 11.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Vor- und Nachteile von Vollziegeln und Dämmziegeln beim Anbau an einen Altbau (Baujahr 1928). Ein wichtiger Aspekt ist der Schallschutz, bei dem Dämmziegel tendenziell schlechter abschneiden. Die Wahl der richtigen Dämmung (z.B. Polystyrol-Hartschaumplatten) und die Berücksichtigung der Rohdichte und des Materials sind entscheidend für die Dämmwerte. Eine Kombination aus Vollziegeln und Perimeterdämmung für die Sohlplatte kann eine sinnvolle Alternative sein.
⚠️ Wichtiger Hinweis · 📊 Zusatzinfo · 💰 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung
Vollziegel vs. Dämmziegel für Anbau: Kosten, Dämmwerte & Unterschiede?
für den vollgeschossigen Süd-Anbau an unser RMH hat unsere Architektin standardmäßig 24-er Wärmedämmziegel geplant. Dazu eine Thermohaut von 8 cm im Süden und 10 cm im Norden. Das Haus selbst ist Baujahr. 1928, die Außenwände aus Vollziegel gemauert. Ist es nun vielleicht besser, für den Anbau auch Vollziegel vorzusehen, oder bringt der Dämmziegelstein zusätzlich zur Thermohaut so viel, dass man an diesem Standard festhalten sollte? Gibt es große Unterschiede bei den Kosten?
Gruß aus Ulm - Martin
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Hygrothermische Gesamtbetrachtung (Tauwasseranalyse nach DINAbk. EN ISO 13788) vor Baubeginn zwingend erforderlich – insbesondere für die Schnittstelle zwischen Dämmziegel und Thermohaut sowie zum Bestandsbau aus 1928.
🔴 KRITISCH: Nachweis der Einhaltung des aktuellen GEG-Anforderungsniveaus (UW ≤ 0,28 W/m²K für Außenwände) muss für die gesamte Wandkonstruktion – inkl. Anschlussdetails – vor Genehmigung erfolgen.
⚠️ WICHTIG: Statik- und Bauphysik-Abstimmung des Anbaus mit dem Bestandsgebäude: Die unterschiedliche Setzung, Wärmeausdehnung und Feuchteverhalten von Altbau (Vollziegel) und Neubau müssen durch fachkundige Anschlussplanung (z. B. Dehnfugen, flexible Abdichtung, kapillarbrechende Schichten) ausgeglichen werden.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich sehe, dass Sie sich zwischen Vollziegeln und Dämmziegeln für den Anbau an Ihr Reihenmittelhaus (Baujahr 1928) entscheiden müssen. Ihre Architektin hat standardmäßig 24er-Wärmedämmziegel mit einer zusätzlichen Thermohaut von 8 cm (Süden) bzw. 10 cm (Norden) vorgeschlagen.
Vollziegel: Bieten eine hohe Festigkeit und sind diffusionsoffen, was für ein gutes Raumklima sorgen kann. Allerdings haben sie eine geringere Wärmedämmung als Dämmziegel, was durch eine zusätzliche Dämmung kompensiert werden muss.
Dämmziegel: Haben integrierte Dämmeigenschaften, wodurch die Notwendigkeit einer zusätzlichen Dämmung reduziert werden kann. Sie sind jedoch in der Regel teurer als Vollziegel und können weniger diffusionsoffen sein.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, die Gesamtkosten (Material + Arbeitskosten + Dämmung) und die langfristigen Energieeinsparungen beider Varianten zu vergleichen. Lassen Sie sich von einem Energieberater beraten, um die optimale Lösung für Ihr Haus zu finden.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung eines vollgeschossigen Anbaus an ein Bestandsgebäude aus dem Jahr 1928 mit Vollziegelmauern. Die Architektin hat standardmäßig 24er Wärmedämmziegel mit einer zusätzlichen Thermohaut von 8 cm (Süden) bzw. 10 cm (Nordseite) vorgesehen. Der Bauherr erwägt alternativ den Einsatz von Vollziegeln, um eine bessere Anpassung an den Altbau zu erreichen.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Entscheidung der Architektin für Wärmedämmziegel ist fachlich nachvollziehbar, da diese Steine bereits integrierte Dämmeigenschaften besitzen und in Kombination mit einer Thermohaut einen sehr guten Wärmeschutz bieten. Dies ist besonders bei einem Anbau an einen Altbau sinnvoll, um den Energieverbrauch zu senken und die Behaglichkeit zu erhöhen.
➕ Ergänzung: Ein wesentlicher Aspekt ist die bauphysikalische Verträglichkeit. Vollziegel haben eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit als Dämmziegel. Bei Verwendung von Vollziegeln müsste die Dämmung der Thermohaut erheblich verstärkt werden, um den gleichen U-Wert zu erreichen. Dies würde die Wandstärke und die Fundamentbreite vergrößern, was die Kosten für Rohbau und Gründung in die Höhe treibt. Zudem ist die Wärmespeicherfähigkeit von Vollziegeln zwar hoch, aber ohne ausreichende Dämmung entstehen Wärmebrücken und ein erhöhter Heizenergiebedarf.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass Vollziegel allein durch ihre Masse eine gute Dämmung bieten, ist ein häufiges Missverständnis. Historische Vollziegelbauten haben in der Regel einen sehr hohen Energieverbrauch. Der Dämmziegel hingegen vereint Tragfähigkeit und Dämmung in einem Baustoff und reduziert den Aufwand für die separate Dämmung. Die Kosten für Vollziegel sind zwar pro Stein geringer, aber die Mehrkosten für die deutlich dickere Dämmung und die aufwendigere Verarbeitung (z.B. aufwändigerer Putzträger) gleichen diesen Vorteil meist aus oder kehren ihn sogar um.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie von Ihrer Architektin eine detaillierte Kosten-Nutzen-Rechnung für beide Varianten (Dämmziegel vs. Vollziegel mit verstärkter Dämmung) erstellen. Entscheidend sind der resultierende U-Wert der gesamten Wandkonstruktion, die Anschlussdetails an den Altbau (Vermeidung von Wärmebrücken) und die Gesamtkosten inklusive Fundament und Putzarbeiten. Beauftragen Sie zudem einen Energieberater, der die bauphysikalische Optimierung des Anbaus im Kontext des Altbaus prüft. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihr Anbau energetisch und wirtschaftlich optimal ausgeführt wird.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt betrifft die Wahl zwischen Vollziegel und Wärmedämmziegel für einen vollgeschossigen Anbau an ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1928 mit massiven Vollziegelaußenwänden. Die geplante Konstruktion sieht 24-cm-Wärmedämmziegel mit zusätzlicher äußerer Thermohaut (8–10 cm) vor – eine zweischalige, hybride Konstruktion mit mehrfacher Dämmschicht.
🔴 Gefahr: Die Kombination aus wärmedämmendem Mauerwerk und zusätzlicher äußerer Dämmung birgt ein erhebliches Risiko für Tauwasserbildung in der Konstruktionsebene zwischen Dämmziegel und Thermohaut – insbesondere bei fehlender oder unzureichender Dampfbremse bzw. fehlender diffusionsoffener Ausführung. Dies kann zu langfristigem Feuchteschaden, Schimmelbildung und Materialzerstörung führen.
🔴 Gefahr: Vollziegel wären zwar diffusionsoffen und statisch robust, aber bei alleiniger Verwendung ohne ausreichende zusätzliche Dämmung würden sie den aktuellen energetischen Anforderungen (EnEVAbk. bzw. GEG) für Neubauten nicht genügen – was zu erheblichen Nachbesserungskosten oder Genehmigungsproblemen führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass Dämmziegel "automatisch" einen Mehrwert bringen, ist irreführend: Ihr Nutzen hängt entscheidend von der Gesamtkonstruktion ab. Ein 24-cm-Dämmziegel mit 8–10 cm Thermohaut führt bei unzureichender Planung oft zu einer "Dämmschicht-Überlagerung", die weder ökonomisch noch bauphysikalisch sinnvoll ist.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die hygrothermische Gesamtbetrachtung: Dampfdiffusionsverhalten, Speicherfähigkeit, Anschlussdetails an das Bestandsgebäude (insbesondere Fugen, Anschluss an Altbauwand, Fensteranschlüsse) sowie die Wahl der Putzsysteme – all dies muss bauphysikalisch abgestimmt sein, um Schäden zu vermeiden.
✅ Zustimmung: Die Wahl von Wärmedämmziegeln als tragendes Mauerwerk ist grundsätzlich sinnvoll, da sie eine gute Kombination aus Tragfähigkeit, Wärmedämmung und Speicherfähigkeit bietet – vorausgesetzt, die Gesamtkonstruktion ist fachgerecht geplant und ausgewertet.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen, zertifizierten Energieberater oder Bauphysiker mit einer detaillierten Wärme- und Feuchteschutznachweis (z. B. nach DIN 4108-3 und DIN EN ISO 13788), inkl. hygrothermischer Simulation für den Anschlussbereich zum Altbau – bevor Baubeginn erfolgt.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass Wärmedämmziegel grundsätzlich fachlich sinnvoll sind für einen energetisch anspruchsvollen Anbau an einen Altbau.
- Alle betonen die Notwendigkeit einer fachlichen Beratung durch Energieberater oder Bauphysiker vor der Entscheidung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI bewertet Vollziegel und Dämmziegel nahezu neutral und stellt Kosten-Nutzen in den Vordergrund; DeepSeek und Qwen sehen bei Vollziegeln erhebliche bauphysikalische und energetische Defizite – insbesondere im Hinblick auf den GEG-Nachweis und Wärmebrücken.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt zentral das Risiko der Tauwasserbildung in der Schicht zwischen Dämmziegel und Thermohaut – ein Aspekt, den GoogleAI und DeepSeek nicht nennen.
- DeepSeek betont die Fundament- und Wanddickenfolgen bei Vollziegel-Variante (erhöhte Dämmstärke → größere Wandstärke → teurere Gründung), was GoogleAI ausblendet.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, dass Vollziegel mit „zusätzlicher Dämmung“ eine einfache Alternative darstellen könnten; Qwen und DeepSeek widersprechen klar: Vollziegel allein oder mit Standard-Dämmung erfüllen den GEG-Nachweis nicht, und die Dämmsteigerung führt zu bauphysikalischen Komplikationen (Qwen) bzw. wirtschaftlichem Nachteil (DeepSeek). Die sicherere, konsensfähige Einschätzung folgt Qwen/DeepSeek – Vollziegel sind für diesen Anbau nicht unmittelbar geeignet.
👉 Empfehlung:
- Die konservativere, bauphysikalisch fundierte Einschätzung von Qwen und DeepSeek hat Vorrang vor der kostenorientierten Sichtweise von GoogleAI – insbesondere wegen der Risiken für Feuchteschäden, Genehmigungsprobleme und langfristiger Energieeffizienz.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Grundsätzliche Eignung von Wärmedämmziegeln ✅ Alle drei KI-Modelle bestätigen die fachliche Sinnhaftigkeit als tragendes, dämmendes Mauerwerk – vorausgesetzt, Gesamtkonstruktion ist bauphysikalisch abgesichert. Alternative Vollziegel mit zusätzlicher Dämmung ❌ DeepSeek und Qwen lehnen diese als nicht praktikabel ab (GEG-Nachweis, Tauwasserrisiko, Kosten, Wandstärke); GoogleAI erwähnt sie neutral, ohne Risiken zu benennen – Konsens folgt der sichereren Einschätzung. Tauwassergefahr bei Kombination Dämmziegel + Thermohaut ⚠️ Nur Qwen benennt dies explizit als kritisches Risiko; DeepSeek und GoogleAI ignorieren diesen bauphysikalischen Aspekt – jedoch ist die Warnung durch Qwen konsistent mit DIN 4108-3 und daher als maßgeblich anzusehen. Kosten-Nutzen-Vergleich ✅ Alle drei fordern einen transparenten Vergleich – jedoch mit unterschiedlichem Schwerpunkt: GoogleAI fokussiert auf Material und Energiekosten; DeepSeek ergänzt Fundament- und Verarbeitungskosten; Qwen betont die Kosten für bauphysikalische Nachweise und Nachbesserungen bei Schäden. Fachliche Beratungspflicht ✅ Einheitlich empfohlen: Unabhängiger Energieberater oder Bauphysiker muss vor Baubeginn hinzugezogen werden – insbesondere für den Anschluss an den Altbau. 👉 Handlungsempfehlung: Entscheiden Sie sich für die vorgeschlagenen Wärmedämmziegel – aber nur nach vorherigem, detailliertem hygrothermischem Nachweis (DIN EN ISO 13788) und GEG-Konformitätsprüfung durch einen zertifizierten Bauphysiker. Verzichten Sie auf eine „einfache“ Vollziegel-Alternative, da sie bauphysikalisch riskant, energetisch nicht konform und wirtschaftlich nicht überlegen ist.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Tauwasserbildung in der Zwischenschicht zwischen Dämmziegel und Thermohaut Langfristiger Feuchteschaden, Schimmel, bauliche Degradation, Sanierungskosten ab 20.000 €+ 🔴 Risiko Unzureichender Wärmeübergangswiderstand an den Anschlussstellen zum Altbau (Wärmebrücken) Erhöhter Heizenergiebedarf, Kälteempfinden, Kondensatbildung an Innenwänden 🔴 Risiko Nichterfüllung des GEG-U-Wert-Anspruchs (UW ≤ 0,28 W/m²K) bei fehlender Gesamtanalyse Ablehnung der Bauanmeldung, Nachbesserungszwang, Bauverzögerung um mindestens 3–6 Monate 🔴 Risiko Unterschiedliche Setzung und Feuchtedynamik zwischen Altbau (Vollziegel, kapillar aktiv) und Neubau (Dämmziegel, diffusionseingeschränkt) Rissbildung in Fugen und Putz, dauerhafte Undichtigkeiten, erhöhter Instandhaltungsaufwand 🔴 Risiko Fehlende Dampfbremse bzw. ungeeignetes Putzsystem bei Thermohaut Feuchteanreicherung im Dämmziegel, Gefrier-Tau-Wechsel-Schäden, Verlust der Dämmwirkung ✅ Chance Hohe Speicherfähigkeit des Dämmziegels bei sorgfältiger Konstruktion Verbesserte Raumbehaglichkeit, Reduktion von Heizspitzenlasten, bessere Sommertauglichkeit ✅ Chance Zusammenführung von Tragfähigkeit und Dämmung in einem Baustoff Kürzere Bauzeit, reduzierte Komplexität im Rohbau, geringere Anschlussprobleme im Vergleich zu zweischaliger Massivwand ✅ Chance Optimierter Anschluss zum Altbau mittels hygrothermischem Nachweis Langfristig schadensfreier, energetisch hochwertiger Anbau mit deutlichem Wertzuwachs für das gesamte Gebäude ✅ Chance Erhöhung der Energieeffizienzklasse des gesamten Gebäudes Steigerung der Vermarktbarkeit, geringere Nebenkosten für Mieter/Käufer, Förderfähigkeit (z. B. BEGAbk.-EM) ✅ Chance Verwendung diffusionsoffener Systeme (z. B. Kalk-Lehm-Putz auf Thermohaut) Verbessertes Raumklima, geringere Schimmelgefahr, bessere Verträglichkeit mit Altbau-Feuchtedynamik Orientierungshilfen
- Hygrothermischen Nachweis beauftragen: Kontaktieren Sie noch vor der Baugenehmigung einen zertifizierten Bauphysiker (z. B. mit Zertifizierung nach VDIAbk. 6007 oder TÜV) für eine Tauwasseranalyse nach DIN EN ISO 13788 – fokussiert auf die Schicht „Dämmziegel/Thermohaut“ und den Anschluss zum Bestand.
- GEG-Konformität prüfen lassen: Fordern Sie von Ihrer Architektin einen detaillierten UW-Wert-Nachweis für die gesamte Außenwand – inkl. Fensteranschlüsse, Rollladenkästen und obere/untere Anschlusszonen – nach aktueller GEG-Fassung (2023).
- Anschlussdetails mit Fachplaner abstimmen: Vereinbaren Sie ein Planungsgespräch mit Statiker und Bauphysiker, um Dehnfugen, kapillarbrechende Schichten, flexible Abdichtungen und Putzsysteme am Altbau-Neubau-Übergang festzulegen.
- Fundament- und Wanddimensionierung überprüfen: Lassen Sie von einem Statiker klären, ob die geplante Wanddicke (24 cm Dämmziegel + 8–10 cm Thermohaut) zu Lastverlagerungen oder Setzungsunterschieden führt – insbesondere bei historischem Fundament aus 1928.
- Putzsystem und Oberflächenmaterialien abstimmen: Wählen Sie ausschließlich diffusionsoffene, kapillaraktive Putze (z. B. Kalk-Lehm- oder Kalk-Zement-Putze mit >0,5 mg/(m·s·Pa) sd-Wert) für die Thermohaut, um Feuchtespeicherung im Dämmziegel zu minimieren.
- Alle Leistungsverzeichnisse kritisch prüfen: Stellen Sie sicher, dass „Thermohaut“ nicht nur als reine Dämmschicht, sondern als vollständig abgedichtete, diffusionsoffen regulierte und statisch verankerte Schicht ausgewiesen ist – inkl. Dampfbremse oder -sperre nur dort, wo bauphysikalisch zwingend erforderlich.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Vollziegel
- Ein Mauerziegel aus massivem Ton, ohne integrierte Dämmung. Er zeichnet sich durch hohe Festigkeit und gute Diffusionsoffenheit aus. Verwandte Begriffe: Mauerziegel, Hintermauerziegel, Klinker.
- Dämmziegel
- Ein Mauerziegel mit integrierten Dämmstoffen, der eine verbesserte Wärmedämmung bietet. Er kann die Notwendigkeit einer zusätzlichen Dämmung reduzieren. Verwandte Begriffe: Wärmedämmziegel, Hochlochziegel, Energiesparziegel.
- Thermohaut
- Eine zusätzliche Dämmschicht, die auf das Mauerwerk aufgebracht wird, um die Wärmedämmung zu verbessern. Sie kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Verwandte Begriffe: Außendämmung, Fassadendämmung, Wärmedämmverbundsystem (WDVSAbk.).
- Diffusionsoffenheit
- Die Fähigkeit eines Baustoffs, Feuchtigkeit aus dem Inneren des Gebäudes nach außen abzutransportieren. Dies trägt zu einem guten Raumklima bei und verhindert Schimmelbildung. Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Atmungsaktivität, Feuchtetransport.
- Wärmedämmung
- Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlusts eines Gebäudes. Sie trägt zur Energieeinsparung und zur Verbesserung des Wohnkomforts bei. Verwandte Begriffe: Dämmstoff, Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Energieeffizienz.
- Energieberater
- Ein Fachmann, der Hauseigentümer in Fragen der Energieeffizienz berät. Er kann Empfehlungen zur Verbesserung der Wärmedämmung und zur Reduzierung des Energieverbrauchs geben. Verwandte Begriffe: Energieausweis, Energieeffizienz, Sanierungsberatung.
- Anbau
- Eine bauliche Erweiterung eines bestehenden Gebäudes. Er kann zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum oder zur Verbesserung der Funktionalität des Gebäudes dienen. Verwandte Begriffe: Erweiterung, Zubau, Aufstockung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist der Unterschied zwischen Vollziegel und Dämmziegel?
Vollziegel bestehen aus massivem Ziegelmaterial und bieten gute Festigkeit, aber geringe Dämmung. Dämmziegel haben integrierte Dämmstoffe, die die Wärmedämmung verbessern. - Sind Dämmziegel immer die bessere Wahl für einen Anbau?
Nicht unbedingt. Die beste Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie den spezifischen Dämmanforderungen, den Kosten und den gewünschten Eigenschaften des Mauerwerks (z.B. Diffusionsoffenheit). - Welche Rolle spielt die Thermohaut bei der Dämmung?
Die Thermohaut ist eine zusätzliche Dämmschicht, die auf das Mauerwerk aufgebracht wird, um die Wärmedämmung zu verbessern. Sie kann aus verschiedenen Materialien bestehen, wie z.B. Polystyrol oder Mineralwolle. - Wie finde ich den passenden Ziegel für mein Bauvorhaben?
Ich empfehle, sich von einem Architekten oder Energieberater beraten zu lassen. Diese können die spezifischen Anforderungen Ihres Bauvorhabens berücksichtigen und Ihnen die passende Lösung empfehlen. - Welche Vor- und Nachteile haben Vollziegel?
Vorteile: Hohe Festigkeit, gute Diffusionsoffenheit, traditionelles Material. Nachteile: Geringe Wärmedämmung, zusätzliche Dämmung erforderlich. - Welche Vor- und Nachteile haben Dämmziegel?
Vorteile: Integrierte Dämmung, weniger zusätzliche Dämmung erforderlich. Nachteile: Höherer Preis, möglicherweise geringere Diffusionsoffenheit. - Was bedeutet Diffusionsoffenheit?
Diffusionsoffenheit bedeutet, dass das Mauerwerk Feuchtigkeit aus dem Inneren des Gebäudes nach außen abtransportieren kann. Dies trägt zu einem guten Raumklima bei und verhindert Schimmelbildung. - Wie wirken sich die Ziegel auf die Baukosten aus?
Die Wahl des Ziegels beeinflusst die Materialkosten und die Kosten für die Verarbeitung. Dämmziegel sind in der Regel teurer, können aber die Kosten für zusätzliche Dämmung reduzieren.
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Vollziegel vs. Dämmziegel: Schallschutz als Nachteil
Können Sie halten wie ein Dachdecker
Größte Nachteil der Dämmziegel: schechterer Schallschutz. Ansonsten ist es relativ egal, wie Sie die Wärmeschutzverordnung einhalten.
Ich persönlich neige zu Vollziegeln. -
Poroton-Ziegel: Nachteile bei Luft- und Körperschall?
Nachteile Ziegel?
Wo gibt es bei Ziegel (Poroton) die größeren Nachteile bei Luft- oder Körperschall (Luftschall, Körperschall). Vermutlich kann man beides nicht trennen. Bei meinem Doppelhaushälfte ist auch die Außenwand aus 24 cm Poroton mit zusätzlichen Vollwärmeschutz ausgeführt. Ist es nicht so das die Fenster die Schwachstelle sind und die verminderte Schalldämmung des Mauerwerks vernachlässigt werden kann. Was sagt die DINAbk. 4109 für die Ausführung mit 24 cm Poroton. Inzwischen werden ja die Bauträgerhäuser alle so hochgezogen (Wegen Kosten und Platzersparnis). Entweder 24 Ziegel oder 17,5 KS.
Herby -
Erfahrung: Schallschutz bei Poroton im Reihenhaus mangelhaft
Schallschutz
ist bei Poroton-Ziegel wirklich nicht so doll, aber vor allem bei Doppelhaushälfte und Reihenhäusern geht es ja um den Schallschutz zum Nachbarn. Und der (vor allem der Trittschall- / Körperschallschutz) ist so ziemlich besch ... (subjektiv). Wir haben selber so ein Haus und schalltechnisch habe ich das Gefühl einer Leichtbauweise, nicht aber das eines Massivhauses.
Nach außen hin sind sicher die Fenster der Schwachpunkt, aber bei Doppelhaushälfte und RH würde ich bezüglich Schallschutz nie zu Poroton (oder vergleichbaren) Ziegeln raten (meine Bauherrenmeinung). -
Erfahrung: Kein Schallproblem zum Nachbarn
Nachbar
Zum Nachbar habe ich absolut kein Problem. Nicht mal die Stahlharfentreppe hört man.
Herby -
Alternative: Schallschutzziegel mit Betonfüllung für besseren Schallschutz
Haben Sie vielleicht spezielle Schallschutzziegel zum Nachbarn?
die werden dann mit Beton verfüllt. Das wäre sicher eine optimale Lösung, aber bei uns leider nicht verwendet worden ☹
Trotzdem bleibt das Haus insgesamt (innen) hellhörig. -
Bestätigung: Keine speziellen Schallschutzziegel verwendet
Schallschutzziegel
Glaube ich nicht das da spezielle Ziegeln verwendet wurden. -
Vollziegel vs. Dämmziegel: K-Werte und Kosten im Vergleich
Dämmwert und kosten?
der Schallschutz ist natürlich auch ein interessanter Aspekt. Da ist bei uns jedoch hopfen und malz verloren da wir den im bestehenden alten Teil des Hauses nicht groß ändern können. aber nochmal:1) kennt jemand spontan die k-Werte von 24-er Vollziegel + 8 cm Thermohaut bzw. 24-er Dämmziegel + 8 cm Thermohaut?
2) kostenunterschied Vollziegel - dämmziegel?
danke - Gruß aus ulm - Martin -
Zusatzinfo: K-Werte abhängig von Rohdichte und Material
k-Werte kenne ich
Aber welche Rohdichte, welches Material und welche WLG bei Dämmung? -
Dämmziegel vs. Vollziegel: Thermohaut-Dämmung ausreichend?
Beispiel?
Als Dämmung hat meine Architektin im Kostenplan Polystyrol-Hartschaumplatten vorgesehen, wie gesagt: im Norden 10, im Süden 8 cm. Wenn es davon mehrere Produkte gibt, dann müssen wir uns erst noch eins ausgucken.
Um jedoch zu meiner Ausgangsfrage zurückzukehren: mich interessiert eigentlich lediglich, ob bei Verwendung einer solchen Thermohaut die Dämmung von 24 cm Ziegel überhaupt ins Gewicht fällt. Wenn nicht, dann würde ich mich für Vollziegel entscheiden.
Vielen Dank -
Empfehlung: Vollziegel mit Perimeterdämmung für Sohlplatte
Hätten Sie den Link benutzt
hätten Sie auch gesehen, was alles eine Rolle spielt. Nehmen Sie Vollziegel und dafür Perimeterdämmung bei der Sohlplatte. Dann passt es wieder.
Sorry, aber so einfach ist das nun auch wieder nicht. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Vollziegel vs. Dämmziegel Anbau: Kosten & Dämmung im Altbau
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Vor- und Nachteile von Vollziegeln und Dämmziegeln beim Anbau an einen Altbau (Baujahr 1928). Ein wichtiger Aspekt ist der Schallschutz, bei dem Dämmziegel tendenziell schlechter abschneiden. Die Wahl der richtigen Dämmung (z.B. Polystyrol-Hartschaumplatten) und die Berücksichtigung der Rohdichte und des Materials sind entscheidend für die Dämmwerte. Eine Kombination aus Vollziegeln und Perimeterdämmung für die Sohlplatte kann eine sinnvolle Alternative sein.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag Vollziegel vs. Dämmziegel: Schallschutz als Nachteil ist der Schallschutz ein wesentlicher Nachteil von Dämmziegeln. Dies sollte bei der Entscheidung berücksichtigt werden, insbesondere bei Doppelhaushälften oder Reihenhäusern.
📊 Zusatzinfo: Die K-Werte (Wärmedurchgangskoeffizient) sind abhängig von der Rohdichte, dem Material und der Wärmeleitgruppe (WLG) der Dämmung, wie im Beitrag Zusatzinfo: K-Werte abhängig von Rohdichte und Material erläutert wird. Es ist wichtig, diese Faktoren bei der Berechnung der Dämmleistung zu berücksichtigen.
💰 Zusatzinfo: Die Kostenunterschiede zwischen Vollziegeln und Dämmziegeln sind ein wichtiger Faktor. Es sollte auch die Kosten für zusätzliche Dämmmaßnahmen (z.B. Thermohaut oder Perimeterdämmung) berücksichtigt werden, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie die Schallschutzanforderungen Ihres Anbaus und wählen Sie entsprechend entweder Vollziegel oder Dämmziegel mit zusätzlichen Schallschutzmaßnahmen. Beachten Sie die Hinweise im Beitrag Empfehlung: Vollziegel mit Perimeterdämmung für Sohlplatte bezüglich der Perimeterdämmung bei der Sohlplatte. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, um die optimale Lösung für Ihr Projekt zu finden.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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- BAU-Forum - Außenwände und Fassaden - 10171: Vollziegel vs. Dämmziegel für Anbau: Kosten, Dämmwerte & Unterschiede?
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