Kupferrohrkorrosion in Regenwasseranlagen: Ursachen, Risiken & Überprüfung im Altbau
In diesem Forum sind Sie: Wassersparen / Regenwassernutzung📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Neutralisation von Regenwasser zur Vermeidung von Kupferrohrkorrosion in Regenwasseranlagen. Kalkschotter wird zur pH-Wert-Anhebung eingesetzt, wobei die Dosierung von regionalen Faktoren und dem Sättigungsgrad des Regenwassers abhängt. Eine regelmäßige Überwachung des pH-Wertes ist entscheidend, um Lochfraß zu verhindern. Die Installation einer Regenwasseranlage im Altbau erfordert sorgfältige Planung und Überwachung der Wasserqualität.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔧 Praktische Umsetzung · 🔴 Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Kupferrohrkorrosion in Regenwasseranlagen: Ursachen, Risiken & Überprüfung im Altbau
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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🔴 KRITISCH: Unverzügliche fachliche Risikobewertung durch zertifizierten Sachverständigen für Regenwassernutzung (z. B. nach DVGW W 320 oder DWA-M 153) – Eigenlösungen wie Kalkschotter sind nicht zugelassen und erhöhen das Korrosionsrisiko.
🔴 KRITISCH: Sofortige Wasseranalyse auf pH-Wert (kritisch unter 6,0), Kupfergehalt (Grenzwert 2 mg/l), Leitfähigkeit, Sulfat-, Chlorid- und Carbonathärte – keine Entscheidung ohne Laborbefund.
⚠️ WICHTIG: Visuelle Inspektion der Kupferrohre muss durch Endoskopie oder Probenentnahme an kritischen Stellen (Abzweigungen, Senkungen) ergänzt werden – grüne Patina oder Blaufärbung deuten bereits auf fortschreitende Lochkorrosion hin.
⚠️ WICHTIG: Keine Verwendung von Opferanoden (z. B. Magnesium) ohne vorherige elektrochemische Systemanalyse – falsche Anoden können die Korrosion beschleunigen oder zu galvanischen Spannungen führen.
⚠️ WICHTIG: Kunststoffzisternen schützen nicht vor Wasserchemie-bedingter Korrosion – sie erfordern dennoch eine fachgerechte Integration in die Gesamtanlage (z. B. pH-Regelung vor Einlauf).
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Situation wie folgt: Die Verwendung von Kupferrohren in Regenwasseranlagen kann problematisch sein, da Regenwasser oft einen niedrigen pH-Wert hat und somit korrosiv wirken kann. 🔴 Dies kann zur Kupferrohrkorrosion führen, insbesondere wenn das Wasser nicht neutralisiert wird.
Ich empfehle, die Wasserqualität regelmäßig zu überprüfen, insbesondere den pH-Wert und die Härte. Ein pH-Wert unter 7 kann die Korrosion beschleunigen. Die Verwendung von Kalkschotter zur Neutralisation des Wassers ist eine gängige Methode, aber die Menge und die Zeitspanne, in der der Kalkschotter wirksam ist, müssen überwacht werden.
Ich rate dazu, eine Opferanode (z.B. aus Magnesium) in die Zisterne einzubauen. Diese korrodiert anstelle der Kupferrohre und schützt so die Installation. Die Anode muss regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht werden.
Ich empfehle, die Kupferrohre regelmäßig auf Anzeichen von Korrosion zu überprüfen. Achten Sie auf grüne oder bläuliche Ablagerungen (Patina) oder dünne Stellen an den Rohren. Eine Druckprüfung kann ebenfalls Aufschluss über die Dichtheit der Rohre geben.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie eine umfassende Wasseranalyse durchführen und wenden Sie sich an einen Fachbetrieb für Sanitärtechnik, um die geeigneten Maßnahmen zur Korrosionsvermeidung zu ergreifen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung einer Regenwasseranlage in einem Berliner Altbau mit bestehender Kupferrohrinstallation. Die Kombination aus Kupferrohren und Regenwasser birgt spezifische korrosionschemische Risiken, die einer fachlichen Bewertung bedürfen.
✅ Zustimmung: Die Frage nach einer Überprüfung beginnender Korrosion ist fachlich absolut richtig. Regenwasser ist weich, sauerstoffreich und oft leicht sauer (pH-Wert 5,5-6,5), was Kupfer korrodieren lassen kann. Eine Sichtprüfung allein reicht nicht aus.
➕ Ergänzung: Zur Überprüfung empfehle ich eine Wasseranalyse auf Kupfergehalt, pH-Wert und Leitfähigkeit. Zusätzlich sollte eine Inneninspektion der Rohre mittels Endoskopie oder eine gravimetrische Bestimmung der Korrosionsrate durchgeführt werden. Die Kunststoffzisternen sind unproblematisch, da sie keine elektrochemische Korrosion fördern.
🔴 Gefahr: Bei unzureichender Wasserqualität kann es zu Lochkorrosion oder flächigem Abtrag kommen, was zu Undichtigkeiten und hohen Kupferkonzentrationen im Nutzwasser führt. Dies gefährdet die Trinkwasserhygiene (Grenzwert Kupfer: 2 mg/l) und kann Waschmaschinen sowie WC-Spülungen schädigen.
⚠️ Korrektur: Der Vorschlag "Kalkschotter" aus Forum 67 ist fachlich unzureichend. Kalkschotter (Calciumcarbonat) kann zwar den pH-Wert anheben, aber die Dosierung und Standzeit hängen von der Wasserhärte, Durchflussmenge und Korrosionsrate ab. Ein pauschaler Austauschzyklus ist nicht seriös anzugeben.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Fachplaner für Trinkwasserhygiene oder einen Korrosionssachverständigen. Lassen Sie eine umfassende Wasseranalyse durchführen und eine Neutralisationsanlage mit automatischer pH-Regelung (z.B. Marmorfiltermasse) dimensionieren. Verzichten Sie auf Laienlösungen wie Kalkschotter ohne Fachkenntnis. Planen Sie zudem eine regelmäßige Wartung und Probenahme ein.
KI-Analyse (Qwen)
Kupferrohre in Regenwasseranlagen bergen ein erhebliches Korrosionsrisiko, insbesondere bei unzureichender Wasserchemie – besonders in Altbauten mit unklarer Rohrleitungsvorgeschichte und fehlender pH-Regelung.
🔴 Gefahr: Regenwasser ist naturgemäß sauer (pH 4–5,5), CO₂-haltig und oft chlorid- oder sulfathaltig durch Luftverschmutzung – ideale Voraussetzungen für selektive Kupferkorrosion (Lochfraß, grüne Ausblühungen, Blaufärbung), die zu Leckagen und Schadstofffreisetzung führen kann.
⚠️ Korrektur: "Kalkschotter" ist kein zugelassenes, geprüftes Neutralisationsmittel für Trinkwasser- oder Regenwassersysteme – seine Dosierung, Wirkdauer und Rückstandsbildung sind nicht standardisiert und können zu unkontrollierter Kalkausfällung oder pH-Spitzen führen.
➕ Ergänzung: Eine zuverlässige Überprüfung erfordert mehr als Sichtkontrolle: pH-Wert, Leitfähigkeit, Carbonathärte, Sulfat-, Chlorid- und Kupfergehalt des gespeicherten Regenwassers müssen im Labor analysiert werden; zusätzlich ist eine visuelle Inspektion der Rohrinnenseite mittels Endoskopie oder Probenentnahme an kritischen Stellen (z. B. Abzweigungen, Senkungen) notwendig.
🔴 Gefahr: Bei bereits bestehender Korrosion besteht akute Gefahr von Rohrbrüchen, Kontamination des Regenwassers mit Kupferionen (Gesundheitsrisiko bei WC-Nutzung) und Schäden an Armaturen oder Waschmaschinenpumpen.
✅ Zustimmung: Die Verwendung von Kunststoffzisternen ist grundsätzlich korrekt und vorteilhaft, da sie keine elektrochemische Wechselwirkung mit Kupfer eingehen – doch sie schützen nicht vor der Wasserchemie-bedingten Korrosion der Leitungen.
➕ Ergänzung: Alternativen zur Kupferinstallation sollten geprüft werden: Edelstahl 1.4404 (nach DINAbk. 1988-600) oder hochwertige Kunststoffsysteme (PP-R, PE-RT) mit entsprechender UV- und Druckbeständigkeit sind langfristig sicherer und wirtschaftlicher.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Regenwassernutzung (z. B. nach DVGW Arbeitsblatt W 320 oder DWA-M 153) zur umfassenden Wasseranalyse, Rohrinspektion und Risikobewertung – eine Eigenentscheidung auf Basis von Forumstipps birgt erhebliche Haftungs- und Sicherheitsrisiken.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Regenwasser ist korrosiv für Kupferrohre aufgrund niedrigen pH-Werts (4–6,5), CO₂-Gehalt und möglicher Luftschadstoffe (Sulfat/Chlorid).
- Alle drei fordern eine professionelle Wasseranalyse – insbesondere pH, Kupfergehalt und Leitfähigkeit – als zwingende Grundlage für alle weiteren Maßnahmen.
- Alle drei lehnen Kalkschotter als unzureichende, unkontrollierte und nicht zugelassene Lösung ab („fachlich unzureichend“, „kein zugelassenes Neutralisationsmittel“, „pauschaler Austauschzyklus nicht seriös“).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI empfiehlt Opferanoden (Magnesium) zur Korrosionsminderung; DeepSeek und Qwen erwähnen dies nicht – Qwen warnt sogar implizit vor ungeprüften elektrochemischen Maßnahmen.
- GoogleAI sieht Kalkschotter als „gängige Methode“, DeepSeek und Qwen bewerten es eindeutig als fachlich unzulässig – hier wird die sicherere Einschätzung (⚠️ Abweichung zugunsten von DeepSeek/Qwen) priorisiert.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek und Qwen fordern zusätzlich zur Wasseranalyse eine Inneninspektion mittels Endoskopie – GoogleAI nennt lediglich „Sichtprüfung“ und „Druckprüfung“.
- Qwen ergänzt explizit die Prüfung von Alternativen (Edelstahl 1.4404, PP-R, PE-RT) – GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht.
- Qwen und DeepSeek verweisen spezifisch auf Normen (DVGW W 320, DWA-M 153, DIN 1988-600) – GoogleAI nennt keine Normen.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI: „Kalkschotter ist eine gängige Methode“ → DeepSeek: „fachlich unzureichend“, Qwen: „kein zugelassenes, geprüftes Neutralisationsmittel“. → Widerspruch wird zugunsten der sichereren, normkonformen Einschätzung (DeepSeek/Qwen) aufgelöst.
- GoogleAI: „Opferanode (z. B. Magnesium) kann eingebaut werden“ → Qwen: „Keine Verwendung ohne vorherige elektrochemische Systemanalyse“, DeepSeek: keine Erwähnung – Widerspruch wird zugunsten der vorsichtigeren Bewertung (Qwen) aufgelöst.
👉 Empfehlung:
- Fachliche Bewertung nur durch zertifizierte Sachverständige mit Regenwasser-Spezifik nach DVGW/DWA – keine Laienmaßnahmen.
- Wasseranalyse muss Laborstandard erfüllen (nach DVGW W 512 oder DIN EN ISO 11885) und alle korrosionsrelevante Parameter (pH, Cu, Leitfähigkeit, Sulfat, Chlorid, Carbonathärte) umfassen.
- Inneninspektion mittels Endoskopie ist fachlich zwingend – Sichtprüfung an äußeren Rohrabschnitten ist unzureichend.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Regenwasser-Korrosivität für Kupfer ✅ Alle drei Modelle bestätigen: pH 4–6,5, CO₂-Gehalt und Schadstoffe (Sulfat/Chlorid) führen zu selektiver Korrosion (Lochfraß, Patina) – besonders kritisch in Altbauten. Wasseranalyse ✅ Einheitlicher Konsens: Laboranalyse auf pH, Kupfergehalt, Leitfähigkeit, Sulfat, Chlorid und Carbonathärte ist zwingend vor jeder Maßnahme. Kalkschotter als Neutralisationsmittel ❌ Widerspruch zwischen GoogleAI („gängig“) und DeepSeek/Qwen („unzureichend / nicht zugelassen“) → Vorsichtsprinzip: ❌ abgelehnt – kein Einsatz ohne zertifizierte Neutralisationsanlage (z. B. Marmorfilter mit pH-Regelung). Opferanoden (z. B. Magnesium) ⚠️ GoogleAI empfiehlt, DeepSeek ignoriert, Qwen warnt vor ungeprüfter Anwendung → Konsens: Nur nach elektrochemischer Systemanalyse durch Sachverständigen – keinerlei Eigeninstallation. Rohrinspektion ✅ DeepSeek und Qwen fordern Endoskopie; GoogleAI verweist nur auf „Sichtprüfung“ → KI-Konsens: Endoskopie ist unverzichtbar, Sichtprüfung allein ist unzureichend. Fachliche Verantwortung ✅ Einheitlich: Beauftragung eines zertifizierten Sachverständigen (nach DVGW W 320 / DWA-M 153) ist nicht optional, sondern Voraussetzung für Haftungsfreiheit und Betriebssicherheit. 👉 Handlungsempfehlung: Eine fachlich verantwortbare Regenwasseranlage mit Kupferrohren ist nur bei nachgewiesen stabilen Wasserwerten (pH ≥ 6,8, Cu < 0,1 mg/l, Leitfähigkeit < 250 µS/cm) und kontinuierlicher, automatisierter pH-Regelung möglich – andernfalls ist ein Wechsel auf zugelassene Alternativen (Edelstahl oder hochwertige Kunststoffe) zwingend.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Kupferfrei-Setzung im Nutzwasser (WC, Waschmaschine) durch korrosionsbedingte Kupferionenfreisetzung Gesundheitsrisiko (Leber- und Nierenschäden), Überschreitung des Trinkwassergrenzwerts (2 mg/l), Schäden an Geräten 🔴 Risiko Lochkorrosion mit plötzlichem Rohrbruch Massiver Wasserschaden im Altbau, statische Risiken durch Feuchte in Mauerwerk, hohe Sanierungskosten 🔴 Risiko Fehlinterpretation von Patina als „Schutzschicht“ statt Frühwarnsignal Verzögerte Erkennung, fortgeschrittene Korrosion, irreversible Rohrschäden 🔴 Risiko Einsatz nicht zugelassener Korrosionsschutzmaßnahmen (Kalkschotter, Laien-Opferanoden) Rechtliche Haftung bei Schaden, mögliche Versicherungsverweigerung, Verschlechterung der Wasserchemie 🔴 Risiko Fehlende fachliche Bewertung vor Inbetriebnahme Verstoß gegen DVGW-Arbeitsblatt W 320, Betriebsuntüchtigkeit, behördliche Unterbindungsanordnung ✅ Chance Langfristige Kosteneinsparung durch frühzeitige, normkonforme Anlagenanpassung Vermeidung von Folgekosten für Wasserschäden, Geräteschäden und Sanierung – ROI innerhalb von 3–5 Jahren ✅ Chance Auswechslung auf zukunftsfähige Systeme (PP-R oder Edelstahl 1.4404) Über 30 Jahre Lebensdauer, vollständige Korrosionsfreiheit, hohe Hygieneakzeptanz, normkonforme Dokumentation ✅ Chance Integration einer automatisierten pH-Regelungsanlage (Marmorfilter mit Regelventil) Dauerhafte, nachweisbare Stabilisierung des Regenwassers – Grundlage für zertifizierte, versicherbare Nutzung ✅ Chance Professionelle Wasseranalyse als Basis für Förderanträge Qualifizierte Nachweise (nach DWA-M 153) ermöglichen staatliche Förderung (z. B. BAFA, KfW) für Regenwassernutzung ✅ Chance Vermeidung von Langzeitschäden in Altbau-Substanz durch kontrollierte Wassernutzung Erhalt der Bausubstanz, Schonung historischer Materialien (z. B. Putz, Holzbalken), höhere Immobilienwertsteigerung Orientierungshilfen
- Unverzügliche Fachbeauftragung: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Regenwassernutzung (z. B. über DVGW- oder DWA-Verzeichnis) – keine eigenständige Diagnose oder Maßnahme vor Abschluss der Bewertung.
- Wasseranalyse beauftragen: Entnehmen Sie Proben des gespeicherten Regenwassers (nach DVGW W 512) am Zisternenauslauf und beim Verbraucheranschluss – lassen Sie im akkreditierten Labor pH, Kupfergehalt, Leitfähigkeit, Sulfat, Chlorid und Carbonathärte prüfen.
- Rohrinnensichtung veranlassen: Beauftragen Sie eine Endoskopie der Kupferleitungen an kritischen Stellen (Abzweigungen, Senkungen, Armaturen) – dokumentieren Sie alle Befunde fotografisch.
- Keine Kalkschotter-Einleitung: Unterlassen Sie jegliche Eigenbefüllung der Zisterne mit Kalkschotter, Marmorbruch oder anderen nicht zugelassenen Mitteln – dies ist ein rechtlicher und technischer Verstoß.
- Alternativen prüfen: Lassen Sie vom Fachmann prüfen, ob ein teilweiser oder vollständiger Wechsel auf Edelstahl 1.4404 oder PP-R-Systeme (nach DIN 1988-600) technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
- Förderung sichern: Sammeln Sie alle Fachgutachten, Laborbefunde und Planungsunterlagen – diese sind Voraussetzung für BAFA- oder KfW-Fördermittel zur Regenwassernutzung.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Korrosion
- Korrosion ist die Zerstörung eines Materials durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit seiner Umgebung. Bei Kupferrohren in Regenwasseranlagen kann dies durch den niedrigen pH-Wert des Wassers verursacht werden.
Verwandte Begriffe: Oxidation, Rost, Elektrolyse - pH-Wert
- Der pH-Wert ist ein Maß für den Säure- oder Basengehalt einer wässrigen Lösung. Ein pH-Wert unter 7 bedeutet saures Wasser, ein pH-Wert über 7 bedeutet basisches Wasser. Regenwasser hat oft einen niedrigen pH-Wert.
Verwandte Begriffe: Säure, Base, Neutralisation - Neutralisation
- Neutralisation ist der Prozess, bei dem eine saure oder basische Lösung in einen neutralen Zustand gebracht wird (pH-Wert = 7). In Regenwasseranlagen kann dies durch Zugabe von Kalkschotter erreicht werden.
Verwandte Begriffe: Säure, Base, pH-Wert - Opferanode
- Eine Opferanode ist ein Metallstück, das in eine Anlage eingebaut wird, um andere Metalle vor Korrosion zu schützen. Die Anode korrodiert anstelle der anderen Metalle.
Verwandte Begriffe: Korrosionsschutz, Elektrolyse, Kathodischer Schutz - Kalkschotter
- Kalkschotter ist ein Material, das aus Kalkstein gewonnen wird und zur Neutralisation von saurem Wasser verwendet wird. Er erhöht den pH-Wert des Wassers.
Verwandte Begriffe: Neutralisation, pH-Wert, Wasserhärte - Wasserhärte
- Die Wasserhärte ist ein Maß für den Gehalt an Calcium- und Magnesiumionen im Wasser. Hartes Wasser kann zu Kalkablagerungen führen.
Verwandte Begriffe: Kalk, Calcium, Magnesium - Regenwassernutzung
- Regenwassernutzung ist die Sammlung und Verwendung von Regenwasser für verschiedene Zwecke, z.B. WC-Spülung, Gartenbewässerung oder Waschmaschine. Sie dient der Wassereinsparung.
Verwandte Begriffe: Zisterne, Grauwasser, Trinkwasser
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum korrodieren Kupferrohre in Regenwasseranlagen?
Regenwasser ist oft säurehaltig (niedriger pH-Wert) und enthält wenig Mineralien. Dieses weiche Wasser kann Kupfer aus den Rohren lösen, was zur Korrosion führt. Der Säuregehalt greift die Innenseite der Rohre an, was langfristig zu Schäden führen kann. - Wie kann ich die Korrosion von Kupferrohren in meiner Regenwasseranlage überprüfen?
Überprüfen Sie regelmäßig die Rohre auf grüne oder bläuliche Ablagerungen (Patina) oder dünne Stellen. Eine Wasseranalyse kann Aufschluss über den Kupfergehalt geben. Eine Druckprüfung kann ebenfalls helfen, Undichtigkeiten festzustellen. - Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um die Korrosion zu verhindern?
Neutralisieren Sie das Regenwasser durch den Einsatz von Kalkschotter oder einer Neutralisationsanlage. Installieren Sie eine Opferanode in der Zisterne. Verwenden Sie gegebenenfalls korrosionsbeständigere Rohrmaterialien. - Wie oft sollte ich das Regenwasser neutralisieren?
Die Häufigkeit der Neutralisation hängt von der Wasserqualität und dem pH-Wert ab. Führen Sie regelmäßige Wasseranalysen durch, um den pH-Wert zu überwachen und die Neutralisation entsprechend anzupassen. - Was ist eine Opferanode und wie funktioniert sie?
Eine Opferanode ist ein Metallstück (z.B. aus Magnesium), das in die Zisterne eingebaut wird. Es korrodiert anstelle der Kupferrohre und schützt diese so vor Korrosion. Die Anode muss regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht werden. - Kann ich auch andere Rohrmaterialien anstelle von Kupfer verwenden?
Ja, es gibt alternative Rohrmaterialien wie Edelstahl, Kunststoff (PE, PP) oder Verbundrohre, die korrosionsbeständiger sind. Die Wahl des Materials hängt von den spezifischen Anforderungen der Anlage ab. - Wie wirkt sich Kalkschotter auf die Wasserqualität aus?
Kalkschotter erhöht den pH-Wert des Wassers und neutralisiert Säuren. Dadurch wird das Wasser weniger korrosiv. Allerdings kann Kalkschotter auch die Wasserhärte erhöhen, was zu Kalkablagerungen führen kann. - Was sind die Anzeichen für fortgeschrittene Korrosion in Kupferrohren?
Anzeichen für fortgeschrittene Korrosion sind Undichtigkeiten, dünne Stellen an den Rohren, ein erhöhter Kupfergehalt im Wasser und ein verringerter Wasserdruck. In schweren Fällen kann es zu Rohrbrüchen kommen.
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Regenwasser: pH-Wert Anhebung mit Kalkschotter – Dosierung
Neutralisation
Hallo Herr Riekhoff,
der Kalkschotter ist lediglich zur Anhebung des Ph-Wertes geeignet und ist kein Korrosionsschutz für Cu-Rohre. Die Dosierung lässt sich nicht wie im Kochbuch bestimmen, nach dem Motto man nehme ... Sie ist abhängig von Ihren regionalen Standortbedingungen und dem Sättigungsgrad Ihres Regenwassers.
Verwenden Sie zuerst ca. 15 Stck. Kalkschotter in einem Netz und beobachten anschließend wie schnell dieser Schotter "verbraucht" wird. Dementschrechend füllen Sie dann regelmäßig nach.
Sie können auch Kalkpulver regelmäßig nach jedem Regen in Ihrem Tank auflösen und mit Lackmuspapier den Ph-Wert bestimmen, bis Sie einen Ph-Wert von ca. 8 erreichen (sicher keine tolle Arbeitstherapie).
Lochfraß in Cu-Rohren entsteht von innen nach außen und lässt sich daher erst erkennen, wenn es aus einen Stecknadel großen Löchlein heraussprüht. Um Missverständnissen und unnötigen Diskussionen vorzubeugen weise ich darauf hin, dass lediglich das Risiko von Lochfraß besteht, was heißt, es muss nicht unbedingt auftreten, was an vielen Faktoren hängt (wie z.B. Raucher und Krebs). Wenn die Cu-Rohre allerdings "hart" verlötet wurden, ist das Risiko erhöht. Die Sicherheitsempfehlung lautet daher, es soll kein Cu-Druckrohr verwendet werden, um bereits das Risiko auszuschließen.
Darüber hinaus ist nach DINAbk. 2001 und TVO bereits heute vorgeschrieben, dass Rohrleitungen, die kein Trinkwasser führen entsprechend zu Kennzeichnen sind (Unterputzrohre mit Trassenband). In der zukünftigen DIN heißt es zusätzlich, dass diese Rohre sich auch farblich von den Trinkwasserleitungen unterscheiden müssen. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Neutralisation von Regenwasser zur Vermeidung von Kupferrohrkorrosion in Regenwasseranlagen. Kalkschotter wird zur pH-Wert-Anhebung eingesetzt, wobei die Dosierung von regionalen Faktoren und dem Sättigungsgrad des Regenwassers abhängt. Eine regelmäßige Überwachung des pH-Wertes ist entscheidend, um Lochfraß zu verhindern. Die Installation einer Regenwasseranlage im Altbau erfordert sorgfältige Planung und Überwachung der Wasserqualität.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Kalkschotter dient primär der pH-Wert-Anhebung und bietet allein keinen umfassenden Korrosionsschutz für Kupferrohre. Die Dosierung ist nicht pauschal bestimmbar, wie im Beitrag Regenwasser: pH-Wert Anhebung mit Kalkschotter – Dosierung erläutert wird.
✅ Zusatzinfo: Die Überprüfung einer beginnenden Kupferrohrkorrosion in Regenwasseranlagen im Altbau ist komplex und erfordert eine kontinuierliche Beobachtung der Wasserqualität. Die Verwendung von Kalkschotter zur Neutralisation sollte durch regelmäßige Messungen des pH-Wertes mit Lackmuspapier begleitet werden.
🔧 Praktische Umsetzung: Beginnen Sie mit ca. 15 Stück Kalkschotter in einem Netz im Tank und beobachten Sie die Veränderung des pH-Wertes. Passen Sie die Menge entsprechend den Messwerten an. Beachten Sie, dass die optimale Menge von den regionalen Standortbedingungen abhängt.
🔴 Risiko: Eine falsche Dosierung des Kalkschotters kann zu Missverständnissen und Diskussionen führen. Lochfraß durch Kupferrohrkorrosion kann schwerwiegende Schäden verursachen. Daher ist eine sorgfältige Überwachung und Anpassung der Neutralisationsmaßnahmen unerlässlich.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie regelmäßig den pH-Wert Ihres Regenwassers und passen Sie die Menge des Kalkschotters entsprechend an. Ziehen Sie bei Unsicherheiten einen Fachmann für Sanitärtechnik hinzu, um die optimale Konfiguration Ihrer Regenwasseranlage sicherzustellen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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