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Tiefbau und Spezialtiefbau

Keller sinnvoll bei felsigem Boden ab 2m?

Hallo zusammen, habe mich hier im Forum angemeldet da bei uns ein Neubau ansteht und ich bei meinen Recherchen immer wieder auf dieses Forum stoße. Super informativ hier!!! Ich hoffe ich kann nach dem Bau dann auch was beitragen und nicht nur Fragen stellen! :D

Nun aber zu unsere Problem:
Grundstück hat 411qm, Baufenster 12m breit und 14m tief. Links (etwa 3m breit, Nordseite) und rechts (etwa 5m breit,Südseite) von der Straße aus gesehen sind fast über die ganze Baufenstertiefe Bauflächen für Nebengebäude wie Garagen, Carports, Gartenhütte...

Da das Grundstück recht klein ist und teuer war (Speckgürtel Stuttgart), war für mich eigentlich klar, mit Keller zu bauen und die Grundfläche entsprechend klein zu halten. In den Keller sollten dann rein Technik, Stauraum, Büro (nur spordisch genutzt) und mein Hobbyraum.

Uns liegt ein Bodengutachten vor, welches im Rahmen der Erschließung erstellt wurde. Dafür wurden über das Neubaugbebiet verteilt 8 Schürfungen gemacht, die ein recht homogenes Bild des Untergrunds zeigen. Zwei davon sind etwa 20m rechts bzw. 20m links neben unserem Grundstück. Es ist also stark davon auszugehen, dass diese beiden Bohrungen dem entsprechen, was wir auf unserem Grundstück vorfinden werden.

Ab 2m ist mit Bodenklasse 6/7 zu rechnen. Habe von dem Gutachten mal ein paar Bilder angehängt...

Dazu nun meine Fragen:
Wie ist dieser Fels einzuschätzen bezüglich der Mehrkosten beim Erdaushub? Bisschen, eher viel, zu teuer?
Welche Maßnahmen sind beim Keller zu erwarten bezüglich der Wassereinwirkklassen?

Ich würde nur ungern auf den Keller verzichten, da wir uns dann den Garten zubauen und mein Hobbyraum ins EGA wandert. Da ich dort unter anderem ein Heimkino und einen Kicker hinstellen möchte, würde es Kind und Kegel vermutlich freuen, wenn das im Keller untergebracht ist. Alternativ suche ich nach einer Lösung, den Hobbyraum im EG entsprechnd akustisch zu dämmen... dazu durchforste ich aber erstmal das Forum.

Könnt ja bitte mal eure Meinung oder Erfahrungen dazu schreiben...

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Sascha
  1. Keller oder nicht?

    Ein Haus ohne Keller ist kein Haus. Wer dort baut kann auch die Mehrkosten verkraften. Ansonsten sind die Beschreibungen im Bodengutachten genau und detailliert. Wenn Drainage und Keller aus WU-Beton eigehalten wird steht das Haus bombenfest und ist gegen drückendes Wasser gesichert.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  2. Ganz so teuer ist das nicht, den Fels zu lösen!

    ... nach Schichtenfolge des Gesteins, abhängig von der Lösbarkeit des Felses ist, wird in Abhängigkeit vom anbietenden Unternehmen 15 bis 35 Euro pro m³ an Zulage zum normalen Aushubpreis verursachen, den Sie dann noch hinzu zählen müssten, für den Anteil des Aushubs, der den Fels ausmacht.

    Einfach nur mehrere Angebote zum Vergleich für den Aushub Ihrer dann -beim Bau eines Kellers- erforderlichen Baugrube einholen, dann erhalten Sie die Preise, die Sie hier versuchen zu erfragen und zu hinterfragen.

    Zur Verlegung einer Dränage benötigen Sie entweder;
    a) die Möglichkeit die Dränage auf dem Grundstück verrieseln zu können und dies auch zu dürfen (das fällt aber ja wahrscheinlich raus, wegen isssssss nich)
    b) die Möglichkeit die Dränage an das städtische Entwässerungssystem anschließen zu dürfen (die es meist nur in ganz wenigen Ausnahmefällen gibt)
    c) einen See, Bach, Meer, Fluss, oder eine Vorflut, in die Sie Ihre Dränage einleiten dürfen

    Einfach nur die entsprechenden Genehmigungen zur Entwässerung beschaffen und dabei den Blick auf das Ihnen bereits vorliegende Bodengutachten im Focos halten. Dann kommen Sie automatisch an die Grenzen Ihres Vorhabens und die daraus resultierenden logischen Folgeschlüsse.

    Ist dies alles nicht zur Hand, oder wegen issss nich, nicht möglich, bleibt Ihnen nur, einen WU-Beton Keller zu bauen, der allerdings, je nach Nutzung -wenn es denn dann eine Höherwertigere Nutzung sein soll-, eine Abdichtung auf der Außenseite erhalten sollte oder Sie müssten dann halt eben im Kellergeschoss für eine kontrollierte Lüftung der Innenraumluft zur Abführung der im Innenraum anfallenden Feuchte Sorge tragen, letzteres allerdings die teurere Möglichkeit der Trockenhaltung Ihres WU Kellers ist oder wäre.

    https://svb-reima2.business.site

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz


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