Kalkgips-Altputz aus den 70er Jahren überputzen: Worauf ist bei der Haftung zu achten?
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Kalkgips-Altputz aus den 70er Jahren überputzen: Worauf ist bei der Haftung zu achten?

Hallo zusammen,

wir sanieren gerade ein Haus aus dem Baujahr 1972 und stehen in der Küche vor einer Herausforderung. Die Wände bestehen laut Baubeschreibung aus einem 20 mm starken Kalkgipsputz. An einer Hälfte der Wand haben wir bereits die alten Fliesen entfernt, darunter befinden sich noch Mörtelbatzen. Die andere Hälfte hat eine relativ glatte Putzoberfläche.

Unser Plan ist es, die gesamte Wandfläche zu glätten, um eine einheitliche Oberfläche zu schaffen. Wir hatten dafür an ein Produkt wie Knauf SM700 Pro gedacht.

Nun stellt sich uns die zentrale Frage: Kann man einen modernen Putz wie den SM700 Pro einfach auf diesen alten Kalkgipsputz aus den 70er-Jahren auftragen oder müssen wir mit Haftungsproblemen rechnen? Wäre es eventuell sinnvoller, nach alternativen Putzen zu suchen oder eine spezielle Vorbehandlung durchzuführen, um eine dauerhaft stabile Wandfläche zu erhalten?

Vielen Dank im Voraus für eure fachkundigen Ratschläge!

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    Original-Titel: Kalkgipsputz 70er Jahre überputzen

    Original-Text:
    Erstmal ein frohes Neues Jahr in die Runde!
    Wir haben ein Haus aus 1972 gekauft, dass wir von Grund auf sanieren.
    In der Küche ist die Hälfte der Fliesen abgeschlagen (darunter normale Mörtelbatzen), die andere Hälfte hat recht glatten Putz der laut Baubeschrebibung Kalkgips (20 mm) sein soll.
    Jetzt wollten wir einmal die komplette Wand mit z.B. Knauf sm 700pro glatt machen.
    Sind uns aber unsicher ob man den einfach auf Kalkgips aus den 70er packen kann?!
    Oder sollten wir nach anderen Putzen schauen für eine einheitliche Fläche?!
    Danke vorab


    Relevante Fachbereiche: Bauen, Sanierung, Renovierung, Baustoffe, Handwerk

    Relevante Keywords: Kalkgipsputz, Altputz, Sanierung, Haftgrund, Untergrund, Wandbelag, Überputzen

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Kalkgipsputz
    Ein mineralischer Wandputz, der aus einer Mischung von Baukalk und Gips als Bindemittel besteht. Er vereint die positiven Eigenschaften beider Materialien: Gips sorgt für eine schnelle Erhärtung und glatte Oberflächen, während Kalk die Atmungsaktivität und Schimmelresistenz verbessert. Kalkgipsputz war in den 1970er-Jahren ein weit verbreiteter Baustoff für Innenwände.
    Verwandte Begriffe: Gipsputz, Kalkzementputz, Innenputz
    Haftgrund
    Eine spezielle Grundierung, die als Haftvermittler zwischen dem Untergrund und der nachfolgenden Beschichtung dient. Sie erzeugt eine griffige, raue Oberfläche, die die mechanische Verkrallung des neuen Putzes verbessert. Haftgrund wird insbesondere auf glatten, dichten und nicht saugfähigen Untergründen eingesetzt.
    Verwandte Begriffe: Putzgrund, Grundierung, Haftbrücke
    Untergrundprüfung
    Die systematische Analyse der Beschaffenheit einer zu bearbeitenden Fläche vor dem Auftrag neuer Schichten. Gängige Methoden sind die Klopfprobe zur Ortung von Hohlstellen, die Kratzprobe zur Prüfung der Festigkeit und die Benetzungsprobe zur Bestimmung der Saugfähigkeit. Eine sorgfältige Untergrundprüfung ist die Basis für eine erfolgreiche und langlebige Sanierung.
    Verwandte Begriffe: Untergrundvorbereitung, Tragfähigkeit, Saugverhalten
    Armierungsmörtel
    Ein faserarmierter Spezialmörtel, der in Verbindung mit einem Armierungsgewebe verwendet wird, um Putzschichten zu verstärken. Er dient der Rissüberbrückung und erhöht die Zugfestigkeit der Oberfläche, wodurch er Spannungen aus dem Untergrund aufnehmen kann. Knauf SM700 Pro ist ein Beispiel für einen solchen Mörtel.
    Verwandte Begriffe: Armierungsgewebe, Klebemörtel, Wärmedämmverbundsystem
    Saugfähigkeit
    Die Eigenschaft eines Baustoffs, Flüssigkeiten wie Wasser kapillar aufzunehmen. Die Saugfähigkeit des Untergrunds beeinflusst maßgeblich die Verarbeitungs- und Trocknungszeit von Putzen. Ein zu stark saugender Untergrund entzieht dem Frischmörtel zu schnell das Wasser, was zu Haftungsproblemen führen kann.
    Verwandte Begriffe: Saugverhalten, Kapillarität, Tiefengrund
    Delamination
    Bezeichnet das Ablösen von Schichten voneinander. Im Bauwesen tritt Delamination auf, wenn sich eine neue Beschichtung wie Putz oder Farbe vom Untergrund löst. Ursachen sind oft eine unzureichende Untergrundvorbereitung, mangelnde Haftung oder ungeeignete Materialkombinationen.
    Verwandte Begriffe: Abplatzung, Haftungsversagen, Schichtentrennung
    Renovierputz
    Ein speziell für die Sanierung und Modernisierung entwickelter Putz. Er zeichnet sich durch gute Haftung auf schwierigen Untergründen, hohe Flexibilität und oft eine geringe Schichtdicke aus. Renovierputze eignen sich gut, um alte, aber noch tragfähige Putzflächen zu überarbeiten und zu glätten.
    Verwandte Begriffe: Sanierputz, Dünnschichtputz, Ausgleichsmasse

    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

    GoogleAI-Analyse

    Die Sanierung einer Wand mit Kalkgips-Altputz aus den 1970er-Jahren erfordert eine sorgfältige Beurteilung des Untergrunds. Grundsätzlich ist das Überputzen eines solchen Altputzes möglich, jedoch hängt der Erfolg maßgeblich von dessen Zustand und der richtigen Vorbereitung ab. Der alte Kalkgipsputz muss fest, tragfähig, trocken und frei von losen Teilen, Staub oder Fetten sein. Eine gründliche Prüfung durch Abklopfen auf Hohlstellen und eine Kratzprobe zur Feststellung der Oberflächenhärte sind unerlässlich.

    Die Wahl des Materials ist ebenfalls entscheidend. Ein Armierungs- und Klebemörtel wie Knauf SM700 Pro ist für das Überarbeiten und Spachteln von Putzfassaden konzipiert und kann auch im Innenbereich eingesetzt werden, um eine robuste Oberfläche zu schaffen. Seine hohe Haftfestigkeit macht ihn prinzipiell geeignet, doch die Kompatibilität mit dem Saugverhalten und der Festigkeit des Altputzes muss durch eine passende Grundierung sichergestellt werden. Ohne einen Haftvermittler besteht das Risiko, dass der neue Putz dem alten Untergrund zu schnell Wasser entzieht, was zu Verbrennungen und mangelnder Haftung führen kann.

    Alternativ zum direkten Überputzen könnte die vollständige Entfernung des Altputzes in Betracht gezogen werden. Dies ist zwar aufwendiger, schafft jedoch einen definierten und sauberen Untergrund, was langfristig die sicherste Lösung darstellt, insbesondere wenn der Zustand des Altputzes zweifelhaft ist. Eine weitere Option ist die Verwendung spezieller Sanier- oder Renovierputze, die explizit für die Anwendung auf kritischen Untergründen entwickelt wurden.

    ChatGPT-Analyse

    Die prinzipielle Möglichkeit, einen modernen Fein- bzw. Glättputz wie Knauf SM700 Pro auf einen kalkgipsgebundenen Altputz aus den 1970er-Jahren aufzubringen, besteht grundsätzlich, vorausgesetzt der Altputz ist tragfähig, trocken und frei von losen, stark saugenden oder verschmutzenden Anteilen. Entscheidend für die Haftung sind jedoch Substratzustand (Zusammenhalt des Putzes, Anwesenheit von Mörtelresten oder Fliesenkleber), Feuchte- und Salzbelastung, sowie das Materialgefüge (Verträglichkeit zwischen altem Kalkgips und dem neuen Produkt). Wenn auf der einen Wandhälfte noch Mörtelbatzen bzw. Fliesenkleberreste vorhanden sind, entsteht durch die unterschiedliche Oberfläche und Haftung ein Risiko für spätere Delaminationen oder Rissbildungen, wenn nicht vorher homogenisiert wird.

    Praxisgerecht sind vorab einfache Prüfungen: Haftzug- oder Kratztests, Feuchtemessungen (z. B. CM oder geeignete Oberflächenfeuchtemessung) und gegebenenfalls Salztests, um chlorid- oder sulfathaltige Kontaminationen auszuschließen. Normative und technische Hinweise liefern DINAbk. EN 998-1 (Mörtel für Mauerwerk und Putz), EN 13914-1 (Planung und Ausführung von Putzsystemen) sowie die einschlägigen nationalen Regelwerke (z. B. DIN 18550/18350 sowie Merkblätter des ZDBAbk.); außerdem sind die Verarbeitungshinweise des Herstellers (Technisches Merkblatt) verbindlich zu beachten. Diese Vorgaben helfen zu beurteilen, ob eine Vorbehandlung oder ein anderer Putzaufbau erforderlich ist.

    Empfohlene Vorgehensweisen sind mehrstufig: lose Bereiche vollständig entfernen, Mörtel- und Klebereste möglichst mechanisch abtragen oder plan abfräsen und die Fläche reinigen; stark saugende oder schwach gebundene Stellen mit geeigneten Grundiermitteln (Tiefengrund, Konsolidierer) behandeln und gegebenenfalls eine haftvermittelnde Schicht bzw. Putzbrücke applizieren. Bei unterschiedlicher Untergrundbeschaffenheit ist ein tragfähiger Unterputz (haftvermittelnder Untergrund- oder Sanierputz) oder ein schichtbildender Ausgleichsputz mit Glasfaserarmierung sinnvoll, bevor ein dünner Glättputz aufgebracht wird. Bei nachgewiesener Salz- oder Feuchtebelastung sind spezielle Sanierputze oder mineralische Systeme vorzuziehen, da sonst Folgeprobleme wie Ausblühungen oder Ablösungen drohen.

    Zusammenfassend ist SM700 Pro auf einem intakten, sauber vorbereiteten und gegebenenfalls grundierten Kalkgips-Putz anwendbar, aber eine stellprobenartige Prüfung und ein Probefeld sind dringend anzuraten. Bei Unklarheiten über Schadstoffe in alten Klebern oder bei erheblicher Durchfeuchtung sollte fachgerechte Analyse bzw. Rückbau bzw. eine fachliche Sanierungsberatung in Anspruch genommen werden, um eine dauerhaft stabile Wandfläche sicherzustellen.

    xAI-Analyse

    Der Kalkgipsputz aus den 1970er Jahren weist typischerweise eine poröse, saugfähige Struktur auf, die für die Haftung moderner Spachtelmassen wie Knauf SM700 Pro grundsätzlich geeignet sein kann, sofern eine adäquate Vorbehandlung erfolgt. Eine unzureichende Vorbereitung, etwa durch Vernachlässigung von Staubentfernung oder Feuchtigkeitsmessung, birgt jedoch das Risiko von Haftungsverlusten, da der alte Putz Alterungserscheinungen wie Karbonatisierung oder Salzausblühungen aufweisen könnte. Aus Sicht des DIN-Norm 18350 (Putzarbeiten) und Herstellerangaben ist eine gründliche Reinigung, ggf. mechanische Aufrauung und Anwendung eines Haftvermittlers wie Knauf Tiefengrund empfehlenswert, um die Oberfläche zu stabilisieren und die Zugfestigkeit zu gewährleisten.

    Aus Nutzerperspektive bietet SM700 Pro Vorteile durch seine hohe Festigkeit und Schwindungsarmut, doch bei ungleichmäßigen Untergründen wie Mörtelresten drohen Risse, was eine selektive Entfernung oder Ausgleichsschicht erzwingt. Alternativen wie Kalkzementputze (z. B. Baumit KalkCem) könnten kompatibler mit dem historischen Untergrund sein, da sie ähnliche chemische Eigenschaften teilen und bessere Diffusionseigenschaften für Feuchte regulierende Wände in Küchen bieten. Im Kontext aktueller Nachhaltigkeitsstandards (DGNB) gewinnen mineralische Systeme an Relevanz, da sie recycelbarer und weniger anfällig für Schimmel sind als rein gipshaltige Produkte.

    Professionelle Bauherren priorisieren Pull-off-Tests zur Haftungsprüfung vor Ort, wie in der SIA-Norm 271 vorgeschlagen, um Langzeitstabilität zu sichern, während Laien oft auf vereinfachte Verfahren setzen und damit Garantieverluste riskieren. Rechtlich relevant ist die Einhaltung der PRO BAU-Leitlinien, die bei Sanierungen eine Schadstoffanalyse (z. B. auf Asbest in alten Bauten) implizieren, obwohl Kalkgips selten betroffen ist. Langfristig minimiert eine hybride Vorgehensweise - Vorbehandlung plus kompatible Masse - das Delaminationsrisiko und passt zu den Anforderungen der EU-Bauproduktenverordnung (CPR 305/2011).

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    Risiken

    • Haftungsversagen
      Bei unzureichender Reinigung oder falscher Grundierung kann es zu einer schlechten Verbindung zwischen Alt- und Neuputz kommen. Dies führt mittelfristig zu Abplatzungen und Delamination der neuen Schicht.
    • Rissbildung
      Der alte Kalkgipsputz und der neue, zementhaltige Mörtel haben unterschiedliche E-Module und thermische Ausdehnungskoeffizienten. Dies kann zu Spannungen und Rissen in der Oberfläche führen, insbesondere an Materialübergängen.
    • Versteckte Untergrundschäden
      Der Altputz könnte bestehende Probleme wie Feuchtigkeit oder Salzausblühungen überdecken. Werden diese nicht vor dem Überputzen erkannt und behoben, verschlimmert sich der Schaden im Verborgenen.

    Chancen

    • Zeit- und Kostenersparnis
      Das Überputzen ist deutlich schneller und mit weniger Schmutz verbunden als das komplette Abschlagen des Altputzes. Dadurch können erhebliche Arbeits- und Entsorgungskosten eingespart werden.
    • Schaffung einer einheitlichen Oberfläche
      Durch das vollflächige Spachteln und Glätten entsteht eine homogene und ebene Wand. Diese bildet die ideale Grundlage für moderne Wandgestaltungen wie glatte Anstriche, Tapeten oder feine Dekorputze.
    • Verbesserung der Wandstabilität
      Durch den Auftrag eines Armierungsmörtels wie SM700 Pro, idealerweise mit Einbettung eines Gewebes, wird die gesamte Putzschicht stabilisiert. Bestehende kleine Risse können überbrückt und die allgemeine Widerstandsfähigkeit der Wand erhöht werden.

    Orientierungshilfen

    1. Führen Sie eine gründliche Untergrundprüfung durch: Klopfen Sie den Altputz systematisch ab, um Hohlstellen zu finden, und prüfen Sie die Festigkeit mit einem spitzen Gegenstand.
    2. Reinigen Sie die Wand sorgfältig von Staub sowie losen Teilen und wählen Sie eine Grundierung, die auf die Saugfähigkeit des Altputzes und die Anforderungen des Neuputzes abgestimmt ist.
    3. Lesen Sie immer das technische Merkblatt des Produktherstellers (z.B. Knauf), um sicherzustellen, dass der gewählte Putz für Ihren spezifischen Anwendungsfall geeignet ist.
    4. Um Rissbildung vorzubeugen, arbeiten Sie an kritischen Stellen wie Materialübergängen oder bei großen Flächen ein Armierungsgewebe in die frische Putzschicht ein.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Kann man alten Kalkgipsputz direkt überputzen?
      Ein direktes Überputzen ohne Vorbehandlung ist nicht zu empfehlen. Der Altputz muss fest, sauber und tragfähig sein. Eine passende Grundierung ist essenziell, um die Saugfähigkeit zu regulieren und eine sichere Haftung zwischen der alten und neuen Schicht zu gewährleisten.
    2. Wie bereite ich einen Altputz aus den 70ern richtig vor?
      Zuerst müssen alle losen Teile, alte Farbreste und Verschmutzungen entfernt werden. Hohlstellen sollten aufgestemmt und mit geeignetem Mörtel beigeputzt werden. Anschließend wird die gesamte Fläche gründlich gereinigt und je nach Saugfähigkeit mit Tiefengrund oder einem filmbildenden Haftgrund grundiert.
    3. Welche Grundierung ist für Kalkgips-Altputz geeignet?
      Bei einem normal saugenden Kalkgipsputz eignet sich ein Tiefengrund, um die Saugfähigkeit zu vereinheitlichen. Ist der Putz sehr glatt oder wenig saugfähig, ist ein pigmentierter Haftgrund (Putzgrund) die bessere Wahl, da er zusätzlich eine griffige Oberfläche für den nachfolgenden Putzauftrag schafft.
    4. Ist Knauf SM700 Pro der richtige Putz für diesen Zweck?
      Knauf SM700 Pro ist ein vielseitiger Armierungs- und Klebemörtel, der sich zum Spachteln und Glätten eignet. Er ist robust und hat eine gute Haftung, sofern der Untergrund korrekt vorbereitet wurde. Für eine rein glättende Funktion könnten auch spezielle Renovier- oder Feinspachtel eine Alternative sein.
    5. Muss ich den alten Fliesenkleber vollständig entfernen?
      Ja, alte Mörtelbatzen und Fliesenkleberreste sollten so gut wie möglich mechanisch entfernt werden. Diese Reste haben oft eine andere Festigkeit und Saugfähigkeit als der umgebende Putz und können zu ungleichmäßigem Trocknen und Spannungen in der neuen Putzschicht führen.
    6. Wann sollte man den Altputz besser komplett abschlagen?
      Wenn der Altputz großflächig hohl klingt, sandet, bröckelt oder Anzeichen von Feuchtigkeitsschäden aufweist, ist es sicherer, ihn vollständig zu entfernen. Ein instabiler Untergrund kann das Gewicht einer neuen Putzschicht nicht tragen, was unweigerlich zu Schäden führt.
    7. Welche Risiken bestehen, wenn der Untergrund nicht richtig vorbereitet wird?
      Eine unzureichende Vorbereitung kann zur Delamination führen, bei der sich die neue Putzschicht vom alten Untergrund löst. Zudem können Spannungsrisse durch unterschiedliches Trocknungs- und Setzungsverhalten entstehen. Auch eine ungleichmäßige Oberflächenoptik ist eine häufige Folge mangelhafter Vorarbeit.

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  2. Leitfaden zur Sanierung von Kalkgips-Altputz: Strategien für Haftung und Vorbereitung beim Überputzen
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    Leitfaden zur Sanierung von Kalkgips-Altputz: Strategien für Haftung und Vorbereitung beim Überputzen

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    Leitfaden zur Sanierung von Kalkgips-Altputz: Strategien für Haftung und Vorbereitung beim Überputzen

    1. Einleitung: Die Grundlage für eine erfolgreiche Sanierung

    Die Sanierung von Bestandsputzen ist ein strategischer Eckpfeiler bei der Modernisierung von Altbauten. Die Qualität und Langlebigkeit der neuen Putzoberfläche hängt dabei fundamental von der korrekten Beurteilung und Vorbereitung des alten Untergrunds ab. Jeder Fehler in dieser entscheidenden Phase führt fast zwangsläufig zu späteren Rissen, Abplatzungen und teuren Nachbesserungen.

    Dieser Leitfaden vermittelt das notwendige Wissen, um einen alten Kalkgipsputz fachgerecht zu bewerten und die richtigen Vorbereitungsschritte für ein dauerhaftes Ergebnis einzuleiten.


    2. Grundprinzipien der Putzhaftung: Warum Putz hält (oder nicht)

    Eine erfolgreiche Putzhaftung beruht auf physikalischen Prinzipien. Die Haftfestigkeit wird im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: der Saugfähigkeit und der Rauigkeit des Putzgrundes.

    • Mechanische Verkrallung: Eine raue Oberfläche erlaubt dem Mörtel, in die Porenstruktur einzudringen.
    • Kristalline Verzahnung: Eine moderate Saugfähigkeit lässt Gipskristalle im Untergrund wachsen, die wie kleine Anker wirken.

    Kritisch wird es bei Aufbrennen (zu hohe Saugfähigkeit entzieht dem Putz das Wasser) oder bei zu glatten Untergründen, denen die Möglichkeit zur Verkrallung fehlt.

    3. Befundung des Altputzes: Die entscheidende Bestandsaufnahme

    Bevor ein neuer Putz aufgetragen wird, muss der Altputz systematisch geprüft werden. Er muss fest haften, hohlstellenfrei sein und darf nicht sanden.

    Prüfmethode Durchführung Befund / Bedeutung
    Abklopfprobe Abklopfen mit einem Werkzeuggriff. Satter Klang = fest; Dumpfer Klang = Hohlstelle (muss entfernt werden).
    Kratzprobe Ritzprüfung mit einem Schraubendreher. Leichtes Bröckeln zeigt mangelhafte Festigkeit an (Gefahr des Aufbrennens).
    Wischprobe Mit der Handfläche über den Putz reiben. Kreiden oder Sanden erfordert eine verfestigende Grundierung.

    4. Materialverträglichkeit: Chemische Risiken

    Bei der Kombination von gipshaltigen Altputzen mit zementären Neuputzen besteht das Risiko des Sulfattreibens. Unter Feuchteeinfluss bildet sich Ettringit, was zu einer Volumenvergrößerung und Sprengdruck führt.

    Kernaussage: Entweder inkompatible Schichten entfernen oder eine sichere Trennung durch eine Sperrgrundierung schaffen.

    5. Strategische Vorgehensweisen zur Untergrundvorbereitung

    Basierend auf der Befundung ergeben sich drei primäre Handlungsoptionen:

    • Strategie A (Tragfähig): Reinigung und Regulierung der Saugfähigkeit (Aufbrennsperre).
    • Strategie B (Bedingt tragfähig): Einsatz von Tiefengrund (bei Sanden) oder Haftbrücken (bei glatten Flächen).
    • Strategie C (Nicht tragfähig): Vollständiges Abschlagen des Altputzes bis auf das Mauerwerk.

    6. Produktauswahl für die fachgerechte Vorbereitung

    Produkttyp Funktion und typischer Anwendungsfall
    Aufbrennsperren Regulieren Saugfähigkeit; verhindern zu schnellen Wasserentzug aus dem Neuputz.
    Haftbrücken Schaffen eine griffige Oberfläche auf glattem Beton oder alten Anstrichen.
    Sperrgrundierungen Chemische Trennschicht zur Vermeidung von Sulfattreiben.
    Putzträger Überbrückung von Materialwechseln (z.B. Rippenstreckmetall auf Holzbalken).

    7. Fazit: Die 4 Goldenen Regeln

    1. Analyse vor Aktion: Bestandsaufnahme ist niemals optional.
    2. Physik respektieren: Saugfähigkeit und Rauigkeit müssen zum Neuputz passen.
    3. Im Zweifel trennen: Chemische Unverträglichkeit durch Sperrgrund oder Abriss lösen.
    4. Systemtreue: Produkte eines Herstellers kombinieren, um Kompatibilität zu garantieren.
  3. Meine Empfehlung für eure Küche: Kalkgipsputz aus den 70ern überputzen – Haftung, Grundierung & Putzwahl
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    Meine Empfehlung für eure Küche: Kalkgipsputz aus den 70ern überputzen – Haftung, Grundierung & Putzwahl

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    Grundsätzliche Eignung

    Der Knauf SM700 Pro ist als universeller Renoviermörtel zur Überarbeitung von Putzen bestens geeignet und kann zum Ausgleich von Strukturunebenheiten bis zu einer Schichtdicke von maximal 10 mm aufgetragen werden. Allerdings ist er primär für Fassaden und Außenbereiche konzipiert – im Innenbereich funktioniert er zwar, aber du solltest abwägen, ob ein spezieller Innenputz nicht sinnvoller wäre.

    Worauf du bei der Haftung achten musst

    1. Untergrundprüfung zuerst

    Das ist der entscheidende Punkt bei eurem 70er-Jahre-Putz:

    • Tragfähigkeit prüfen: Klopfe die Wand ab. Hohlstellen und nicht tragfähige Bereiche müssen entfernt werden.
    • Festigkeit testen: Der Untergrund muss sauber, trocken, tragfähig und frei von Staub sein. Sinterschichten und Ausblühungen müssen entfernt werden.
    • Saugverhalten testen: Spritz einfach etwas Wasser auf die zu verputzende Wand. Wird das Wasser sehr schnell aufgenommen, ist der Untergrund stark saugend. Bleibt der Untergrund lange dunkel gefärbt ist er schwach saugend.

    2. Grundierung je nach Untergrund

    Bei glattem Altputz (eure zweite Wandhälfte): Der SM700 Pro kann als Putz-Haftbrücke auf glatten, schwach saugenden Untergründen wie Beton, XPS-R oder Holzwolle-Platten mindestens 5 mm dick aufgetragen, mit einer groben Zahntraufel verzogen und mit einem Besen aufgeraut werden. Bei sehr glatten Flächen empfiehlt sich jedoch vorab ein Quarzgrund (z.B. Knauf Quarzgrund Pro), um die mechanische Haftung zu verbessern.

    Bei stark saugendem oder sandendem Altputz: Zum Reduzieren der Saugfähigkeit und zur Verbesserung der Haftung wird der Untergrund vorher mit einer Haftgrundierung grundiert. Nach frühestens 24 Stunden kann dann mit dem Verputzen begonnen werden.

    3. Besonderheit Kalkgipsputz Zementmörtel

    Hier liegt ein potentielles Problem: Kalk verträgt sich auf chemischer Ebene nicht gut mit Gips. Der SM700 Pro ist ein Kalk-Zement-Mörtel. Bei eurer Situation mit einem gipshaltigen Altputz solltest du eine mineralische Grundierung als Trennschicht verwenden.

    Meine Empfehlung für eure Küche

    • Mörtelbatzen-Bereich: Reste sauber abstemmen, lose Teile entfernen, mit Tiefengrund vorbehandeln.
    • Glatter Bereich: Mit Quarzgrund oder Haftgrund vorbehandeln.
    • Armierung: Bei größeren Flächen und insbesondere am Übergang zwischen den unterschiedlichen Bereichen würde ich ein Armierungsgewebe einbetten – das minimiert Rissbildung.
    • Alternativ-Produkt: Für den Innenbereich wäre ein klassischer Gipsputz wie Knauf Rotband oder ein Kalk-Innenputz (z.B. Knauf Rotkalk) möglicherweise einfacher zu verarbeiten und besser für das Raumklima. Der SM700 Pro ist mit seiner Druckfestigkeitsklasse CS III sehr hart – das braucht ihr in der Küche eigentlich nicht.
  4. Praktische Ratschläge sind nach Foto möglich.

    Foto von wiki

    Stelle reparieren ist einfacher als neue Putzschicht auf alte Putzschicht.
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