Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

Luftfeuchtigkeit im Haus macht mich fertig.

hallo liebe gemeinde,
wir haben im april 2005 unser von januar bis märz saniertes 2-stöckiges haus bezogen. im sommer als es richtig warm wurde stieg die luftfeuchtigkeit in der unteren wohnung auf über 70%. die ersten rückwände der neuen küche waren verschimmelt und unter der spüle die sich in einer raumecke befindet riecht es muffig. jetzt wo es kalt ist, ist die luftfeuchtigkeit auf 50% gesunken. die aussenwände sind nun von innen sehr kalt. durch allerlei informationen auch aus diesem forum habe ich gelernt, wie man richtig lüftet. nach einer duschorgie im bad ist es im winter ein leichtes die feuchtigkeit ausser haus zu transportieren. ich mache mir jedoch große sorgen um den nächsten sommer. da kann ich den ganzen tag lüften und das bad trocknet einfach nicht. ich habe das gefühl als wenn unser bau im sommer zu kalt ist, also die feuchtigkeit der warmen aussenluft in der kalten wohnung kondensiert. ist sowas möglich?
noch ein paar daten zum haus.
bj. 1956
keine WDA
neue iso-fenster
innenwände alle mit ardumur 826 gespachtelt
bodenbeläge fliesen, teppichboden, laminat
da ich bestimmt genau die wichtigen dinge die zu einer einschätzung nötig sind vergessen habe werde ich diese ergänzen sobald ich weis welche informationen sie benötigen. noch eine frage: wo finde ich einen fachmann, der uns vor ort beraten kann was an unserem haus unternommen werden muss um dieses problem zu beseitigen? am liebsten wäre mir jemand der auch gleich die arbeiten ausführt. gibt es sowas? habe große bedenken das durch unsachgemäße arbeiten alles noch schlimmer wird, da solche arbeiten ja sehr kompliziert zu sein scheinen nachdem was ich hier alles gelesen habe bezüglich wärmedämmung.
viele grüsse aus dortmund michael

Name:

  • Michael
  1. Was hilft ist ...

    eine, dem Wort entsprechende, Sanierung durchzuführen. Neue (dichte) Fenster allein reichen nicht und bedingen mit größter Wahrscheinlichkeit Ihr heute offenbar gewordenes Problem. Durch die Ritzen Ihrer alten Fenster dürfte die Luftfeuchtigkeit der "Vorsanierungszeit" im Innern zumindest soweit nach draußen abtransportiert worden sein, dass keine Bauschäden (hierzu zählt auch der mögl. Schimmel) auftraten.
    Ich möchte Ihnen empfehlen (auch wenn es Geld kostet):
    1. niemals eine Fachfirma neben den handwerklichen Tätigkeiten mit Planungsleistungen (also hier einen Vorschlag (Planung) zur Sanierung zu leifern) zu beauftragen (wird m.E. nur überteuert, da Eigeninteresse!). Diese Leistung gehört in die Hände eines Fachmanns (bspw. in Sanierungen versierter Architekt, oder Bausachverständiger (SV) für Schäden an Gebäuden), der ausschließlich Ihre Interessen vertritt, und baufachtechnische Kenntnisse (bspw. Wechselwirkungen erkennen kann)insgesamt besizt.
    2. Um Ihr Problem dauerhaft zu beheben, sollte Sie sich von einem qualifizierten Energieberater (ggf. auch Architekt, SV) beraten lassen. Dieser wird Ihnen ein Sanierungskonzept vorschlagen, dass dann von einer Fachfirma unter dessen Aufsicht (im besten Fall) ausgeführt wird.
    3.An Geld sollten Sie hierbei nicht sparen, da Sie ansonsten Gefahr laufen, dass Sie möglicherweise (höchstwahrscheinlich) wegen eines vermeintlich geringeren Kosteneinsaztes, keine Lösung Ihres bestehenden Problems erwarten können.
    4. entsprechende Adressen erhalten Sie bei der für Ihre Region zuständigen Architektenkammer und der IHKA.
    M.f.G.
    R. Kaiser

  2. Unterkellert?

    Frage: Ist ihre untere Wohnung nicht unterkellert oder sogar außen teilweise angeschüttet?

  3. vorher nie gelüftet?

    Hi,
    wir haben bei unserem Haus die Erfahrung gemacht, das der Vorbesitzer nie gelüftet hat.
    Sprich, sobald wir die Fenster aufgemacht haben, ist kühle Luft rein gekommen, nach einer Stunde war aber die Luftfeuchtigkeit > 70 %.
    Und die Kälte ist von den Wänden gefallen!!
    Die Tochter des Vorbesitzer hat mir auch gesagt, das da nie gelüftet wurde.
    Also heizen und Lüften, heizen und lüften...
    Und früher hat man die Feldflaschen gekühlt, indem man den Filz um die Flasche angefeuchtet hat.
    Genauso ist es bei unserem Haus!
    Jetzt werden die Wände langsam wärmer!!
    Von September - Dezember letzten Jahres haben wir 1.800 l Öl verbraucht, von Januar-März 600.
    Von März bis jetzt so 450 l.
    Da müssen wir durch.
    Kann es bei Euch genauso sein?
    Gruß
    Michael

  4. danke schonmal für die netten antworten

    ja, das haus ist unterkellert. auch da das gleiche spielchen. im sommer läuft das wasser fast die wände runter, im winter ist alles furztrocken. möglicherweise wurde hier wenig gelüftet. allerdings hat der vorbesitzer allein in der unteren wohnung von ca. 95 qm² im vorjahr fast 45.000 kwh heizleistung verballert. da sind wir momentan noch nichtmal annähernd obwohls hier immer mindestens 20C° sind. auch ist denkbar das noch restfeuchtigkeit der schlammschlachten mit dem rotband vorhanden war als wir einzogen. ich werde mir mal jemanden suchen der das phänomen untersucht. spätestens im sommer wird sich zeigen obs an restfeuchtigkeiten lag. im letzten sommer habe ich einen entfeuchter aufgestellt. aus dem lies sich täglich 2 liter wasser entnehmen. da kam schon was zusammen. gipsputze können ja viel wasser speichern das sie dann langsam wieder abgeben. wäre zumindest ein ansatz. da ich bis jetzt immer in mietwohnungen gewohnt habe sind solche probleme für mich neu, daher bin ich damit völlig überfordert eine erklärung zu finden. ich werde in jedem fall weiter über diese sache und den fortgang der maßnahmen berichten. evtl. hilft das dem nächsten mit einem ähnlichen problem. vielen dank für die anregenden antworten!
    viele grüsse aus dortmund michael

    Name:

    • Michael

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