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  • 13175: Wasser zwischen Bodenplatte und Styropor des schwimmenden Esstriches im Untergeschoss

Keller

Wasser zwischen Bodenplatte und Styropor des schwimmenden Esstriches im Untergeschoss

EFHA mit Untergeschoss, NRW, Baujahr 1991, Untergeschoss Kalksandstein 30 cm, Schwarzanstrich, Noppenfolie
Drainage Ringleitung ist in Ordnung
Bodenplatte ist grösser als das Haus
Schaden: im Herbst letzten Jahres traten an einigen Stellen im Untergeschoss an den Innenwänden Ausblühungen auf . Im Dezember fand eine Feuchtigkeitsmessung durch Fachfirma statt, die aber keine Fehler feststellen konnte (defekte Rohre oder Ä.). Ab Sommer dieses Jahres verschlimmerte sich die Situation sehr. Die Wände waren an diversen Stellen fühlbar feucht. Wir haben an verschiedenen Stellen im Untergeschoss den Esstrich bis auf das Fundeament aufgemacht. Zwischen der Betonplatte / Folie und dem Styrpor des schwimmenden Esstriches "steht" Wasser; saugt man es ab, fließt es nach. Im Waschkeller - hier befindet sich auch der Drainageschacht - wurde zur weiteren Prüfung Putz entfernt. Die erste Mauersteinschicht der Aussenwand ist nass. Was wurde falsch gemacht ? Haftung nach über 20 Jahren ? Wie sollte man weiter vorgehen ?

Name:

  • ulrich
  1. Da wird wohl die Bauwerksabdichtung ein Leck haben

    Abdichtung nach DINA 18195-4 (Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser) in Verbindung mit einer Drainage nach DIN 4095 und als Sohlabdichtung eine WU-Bodenplatte? Klingt so!
    Am wahrscheinlichsten ist, dass der Anschluss zwischen der WU-Bodenplatte und der vertikalen Abdichtung der erdberührten Kellerwände undicht ist.

    Wenn Wasser in größeren Mengen auf der Bodenplatte steht, dann scheint wohl die Drainage doch nicht so ganz zu funktionieren, denn damit Literweise Wasser ins Haus läuft brauch es von außen stauendes Sickerwasser.

    Zuerst sollte die Drainageleitung mal überprüft werden, ob tatsächlich wirklich alles funzt. Alle Wartungsschächte/Spülschächte spülen usw. Sickerschacht checken, evtl. ist der Boden im Schacht versottet und gehört mal ausgespült und der Schlamm abgepumpt, damit dort tatsächlich auch Wasser schnell genug versickern kann.

    Das ist auch der Grund, warum ich eine ordentliche Bauwerksabdichtung auf Basis eines Bodengutachtens bevorzuge. Drainage sollte aus meinen Augen immer nur der Hosenträger zum Gürtel sein und die Abdichtung sollte auch funktionieren, wenn die Drainage ausfällt. Denn wer denkt nach 20 Jahren schon an die Wartung einer Drainageleitung?

    Firma Texplor bietet an elektrische Messungen, um den Durchtrittsort des Wassers durch die Bauwerksabdichtung zu lokalisieren, damit Sie evtl. nicht den ganzen Keller rundherum freibuddeln müssen, um die Abdichtung zu sanieren, sondern sich evtl. auf eine Hausseite oder einen Abschnitt konzentrieren können. Schauen Sie mal, ob die auch in Ihrer Nähe einen Standort haben.

    Haftung nach 20 Jahren? Nur, wenn sie jemanden finden, der damals absichtlich oder grob fahrlässig Fehler eingebaut hat, von diesen Fehlern damals schon wusste und sie zum Zeitpunkt der Abnahme wissentlich verschwiegen hat. Und das müssten Sie auch noch beweisen können. Wird wohl schwierig sein.

    Vielleicht haben sich auch in den letzten 20 Jahren die Bodenverhältnisse geändert. Anstieg des Grundwasserspiegels oder deutliche Entstehung von Schichtenwasser... Dann hat keine alte Baufirma oder der alte Planer Schuld. Wer weiß?!

  2. Vielen Dank für die Antwort, die ...

    ... mir schon mal weiterhilft. Eine Fragen in diesem Zusammenhang:
    Wir hatten vor einigen Jahren schon mal ein feuchte Wand im Untergeschoss - wurde von einer Fachfirma behoben. Dabei hatte sich herausgestellt, dass eine vertikale Mauerfuge von ca. 1,50 Meter Länge in ca. 1 Meter Höhe vom Sockel nicht verfugt/verputzt war - das Wasser lief da nur so herein. Eine Hausseite/Untergeschoss wurde vor wenigen Jahren im Rahmen einer anderen Maßnahme für weitere mögliche Erweiterungen Ausbaumaßnahmen komplett bis zu Sole freigelegt. Hier ließe sich ja die Bauwerksabdichtung grundsätzlich gut überprüfen und wenn hier nicht ordnungsgemäß dann wohl auch an den anderen Seiten nicht in Ordnung. Auf welche Fehler sollte man hier achten oder wie wäre weiter vorzugehen. Schon mal vielen Dank für die Antwort.

    Name:

    • Ulrich
  3. Was mich immer wieder stutzig macht ist - die Wände sind feucht, aber...

    der Keller ist oft nicht unter Wasser. Da sollte man sich fragen woran das liegt?
    Kann es sein, dass es gerade immer so wenig ist, dass es nie den Keller unter Wasser setzt?
    Ist es ein sehr intelligentes Wasser - das zwar eindringt - jedoch nicht aus der Wand raus läuft?
    Ich vermute eher Tauwasser!
    Denken Sie an einen schönen Biergarten und an eine kühle Mass. Da kann sich unten oft auch eine Pfütze bilden!
    Machen Sie doch erstmal klar Schiff. Kontrollieren Sie Raumtemperatur und Feuchte. Dazu reicht ein Thermohygrometer z. B. von Matzner-Messgeräte. Diesen hängen Sie in ca. 1,5 mtr höhe im Raum auf, jedoch an der Innenseite nicht an einer Außenwand. Siehe Link.


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