Rohbau WU Keller nicht dicht
BAU-Forum: Keller

Rohbau WU Keller nicht dicht

Hallo zusammen,
bei uns wurde letzte Woche der WU-Keller gegossen. Als ich gestern, dann auf der Baustelle war, fielen mir auf unserer Seite der Doppelhaushälfte zwei nasse Stellen auf, welche mir Sorge bereiten. Ich habe Fotos gemacht, einfach unten dem Link folgen. Kann es sein, dass diese noch abtrocknen? Oder muss hier was unternommen werden? Ich dachte immer WU muss auch dicht sein.
Gruß Dirk
  • Name:
  • Dirk
  1. Schön ...

    sind die Kiesnester sicher nicht. Ob aber der feuchte Wandfuß die Pfütze verursacht hat (undicht) oder eine Pfütze (Regen z.B. ) den Wandfuß nass gemacht hat, kann Mensch so nicht sehen.
  2. vom Regen kommt es nicht

    Hallo Herr Dühlmeyer, dass die Pfützen durch den Regen entstanden sind, kann ausgeschlossen werden, da der Keller der zweiten Doppelhaushälfte komplett trocken ist und es nicht geregnet hatte. Was gibt es denn für Chancen so etwas wieder trocken zu bekommen? Gruß
    Dirk
    • Name:
    • Dirk
  3. Ach du Sch ...

    Ich will ja net den Teufel an die Wand malen, aber ich befürchte das schlimmste. Die Stellen trocken zu bekommen ist nicht das Problem  -  DICHT müssen sie sein. Ich würde an deiner Stelle diesen Keller nicht abnehmen.
  4. WU-Beton ist nicht wasserdicht

    Hallo Dirk!
    Das sind die Zustände wie ich sie liebe!
    Grenzenloses Vertrauen in WU-Beton für Häuslebauer, der einfach nicht wasserdicht hinzukriegen ist, wie den Bauherren/Baufrauen immer vorgegaukelt wird.
    Selbst die Gerichte vertrauen nicht mehr der angepriesenen Technik, weil es vielzuviele Unwägbarkeiten ("Imponderabilien") auf der Baustelle gibt.
    Das Landgericht Berlin hat in seinem Urteil vom 29.07.2005 entschieden, dass eine reine WU-Beton-Konstruktion für den Keller eines Einfamilienhauses grundsätzlich einen Baumangel darstellt. Aus diesem Urteil können Sie erkennen, dass sich aus dem "Glauben an die Dichtheit von WU-Beton" weitreichende Folgen für Planer, Bauunternehmer und Bauträger ergeben.
    Also, schlucken Sie die Kröte und dichten Sie Ihren Keller vor dem Verfüllen Sach- und Fachgerecht (Sachgerecht, Fachgerecht) ab. Lassen Sie sich beraten!
    Viel Erfolg!
  5. Was ist Sach und Fachgerecht ...

    Vielen Dank für die Antworten, wenn Sie auch nicht sonderlich poistiv anhören.
    Bisher war ich immer der Meinung dass ein WU-Beton Sach und Fachgerecht ist (Das Urteil liest sich aber ganz anders*schluck). Mein Häuslebauer hat mir das ja auch so vermittelt. Wie gehe ich nun am besten vor. Was wäre denn Sach und Fachgerecht? Drainage?
    Gruß Dirk
  6. Herr Rudolph ...

    Unterlassen Sie bitte Ihre Polemik
    Weiße Wannen sind kein Hexenwerk und nichts, was nur Superspezialisten hinbekommen.
    Was Sie mit dem Urteil zitieren ist die (auch von der Fachwelt durchgehend getragene) Tatsache, dass das Einfüllen von WU-Beton in eine Schalung alleine keine Dichtigkeit garantiert, sondern dass zusätzlich weitere Maßnahmen GEPLANT und DURCHGEFÜHRT werden müssen, um mit WU-Beton ein wasserundurchlässiges Bauteil/Bauwerk zu erstellen.

    @ Fragesteller
    Was ich auf den Bildern sehe, ist erstmal folgendes:
    VERMUTLICH Größtkorn 16 mm und kein "Anschlussbeton" 0-8 verwandt. Dadurch (und ggf zu hohe Schütthöhe) wird die Bildung von Kiesnestern wie auf den Bildern gezeigt gefördert.
    Wenn sonst alle Maßnahmen getroffen wurden, ist es (wahrscheinlich) relativ einfach möglich, diese Stellen, sollten sie undicht sein, zu sanieren.
    Spannender wird es, wenn da noch mehr im Argen liegt.
    Eine äußere Abdichtung  -  wie von Herrn Rudolph gefordert  -  würde bei weiteren und ggf. folgenreichen Konstruktionsmängeln auch nur dann Sinn machen, wenn die Bodenplatte alle Anforderungen an ein WU-Bauteil erfüllt, da ja der Einbau einer Abdichtung unterhalb der Bodenplatte nicht mehr möglich ist.
    Einzig sinnvoller Rat  -  nehmen Sie sich einen eigenen Sachverstand, der die Unterlagen usw. prüft und Ihnen hilft, eine Beurteilung der Konstruktion und der Sanierungsmöglichkeiten vorzunehmen und bei der Firma durchzusetzen! .

  7. nanu?

    Ralf, hast du eine lupe? ;-)
    ich habe nicht alle Bilder angeschaut, sehe aber relativ wenig lunker (Poren) ,
    der Beton ist oberflächlich nicht schlecht?
    ist ein Fugenband eingebaut?
    Einbau überwacht?
    welches Vertragsverhältnis (BU, Generalunternehmer, Generalübernehmer  -  eigene/fremde/feindliche/fehlende Planung)?
    wieviel Wasser steht an  -  planerisch und real?
    was ist nachweisbar geschuldet?
    was wurde geleistet?
    davon hängt ab, ob und wie auf den vermeintlichen wasserdurchtritt reagiert
    werden sollte.
    jetzt die "Pferde scheu machen" bringt gar nichts.
    stammtischparolen "Beton ist sowieso nicht dicht" bringen auch nix.
    das einzige, was es bringt, ist e. nüchterne Bestandsaufnahme .. und e. davon
    abgeleitete Lösung.
  8. Baubeschreibung

    Erstmal Danke ans Forum!
    So jetzt habe ich wunde Finger, anbei die Beschreibung.
    Das Fugenband ist drin.
    Es handelt sich um einen Generalübernehmer.
    Wieviel Wasser ansteht? Wo bekomme ich die Info her?
    Anbei die Bau und Leistungsbeschreibung
    Wasserundurchlässiger Keller, nach statischen Berechnungen
    Bodenplatte:
    Einbringen einer Rollierung (ca. 10 cm) unter der Bodenplatte, Verlegen einer PE-Folie (0,2 mm), doppelseitige Armierung der Bodenplatte nach DINAbk. 1045-2, Stärke der Bodenplatte 25 cm (wurde nach Statiker 35 cm) wasserundurchlässig. Sollten die Baugrundverhältnisse eine Bodenpressungvon 0,2 MN/m² nicht erlauben bzw. Quellen im Bereich des Bauplatzes zu befürchten sein, so können, zu Lasten des Bauherrn, höhere betongüte und sonstige Abdichtungsmaßnahmen, als Maßnahme zur Sicherstellung eines den regeln der Technik entsprechenden Bauwerks zum tragen kommen. Es wird ein Fundamenterder gegen Berührungsspannung mit Anschlussfahnen, gemäß VDI- und VDE-Richtlinien, eingebracht.
    Untergeschossaußenwände:
    Einbringen der doppelseitigen Armierung für aufgehende Betonwände, dazwischenliegend FraDiflex Fugenblech, nach DIN 1045, nach statischen Erfordernissen gegen Erd- und Wasserdruck (Erddruck, Wasserdruck) bis Unterkante Kellerfenster. Verwendet wird Betongüte C25/30, WU-Beton (wasserundurchlässig). An der Betonaußenwand des Untergeschosses wird eine Wärmedämmung sowie Wandschutz (Fabrikat Delta MS Noppenbahn) angebracht. Einbau von Kellerfenstern und Beton-Fertigteil Lichtschächte in wasserdichter Ausführung, bis max. OK Kellerdecke.
    Gruß und nochmals Danke
    Dirk
  9. Lupe  -  nö

    Markus. Aber hast Du wirklich ALLE Bilder angesehen? Das sind 2 Albumseiten und auf der zweiten gibt es schicke Nahaufnahmen von Entmischungen am Wandfuß (Mit dem zweiten sieht man besser : -p

    @ Fragesteller
    Bis auf die veralteten Betonbezeichnungen und die fehlende Beton-Sauberkeitsschicht klingt das nicht nicht völlig daneben.
    Den Wasserstand hätten Sie aus einem Baugrundgutachten erfahren, welches anscheinend nicht vorliegt.
    Vertraglich dürfte es sich hier um die Vereinbarung eines druckwasserdichten Kellers (= Weiße Wanne) handeln.
    Die Rollierung ist an der Stelle Dummfug, aber schadet richtig EINGEBAUT auch nicht.
    Einzig der Fundamenterder ist falsch, weil er in WU-Beton verlegt ggf. seinen Ableitwiderstand nicht erreicht.
    Bei Weißen Wannen gehört ein Edelstahlring ins Erdreich verlegt.

  10. "nur" eine Frage

    das zu sehende Grundwasser im Arbeitsraum war bereits
    beim betonieren vorhanden?
    das sind keine Kiesnester von evtl. Anschlussbeton
    das iss Beton gegen Wasser ... der Beton hat hierbei
    verloren (!)
  11. Mann mit Sachverstand

    Hallo zusammen,
    ich war heute Mittag mit einem Sachverständigen auf der Baustelle. Da ich morgen ein Gespräch mit dem Bauleiter habe. Leider regnete es, sodass das Wasser nun Sohlentief im Keller stand. Leider bestätigte sich die Aussage von Herrn Dühlmeyer, der Anschlussbeton fehlt zumindest an den beiden Stellen und die Kiesnester sind auch nicht schön. Einzig positives, es ist nicht überall an den Wänden, sondern nur an diesen zwei Stellen. Der Gutachter meinte, dass wohl beim momentanen Baustand immer noch eine Abdichtung von außen möglich ist. Ein Auszug aus einem Bodengutachten liegt vor doch leider ist hier nur von der Bodenpressung die Rede und nicht was wie mit Wasser ist. Ich habe heute den Rest des Gutachtens angefordert.
    Folgende Sachen soll ich noch mit dem Bauleiter klären:
    • Bemessungswasserstand
    • Wer macht die Fremdüberwachung der weißen Wanne
    • Nachweis über den gelieferten Beton für den Keller (Lieferschein)
    • Fugenplanung (da die Bodenplatte nachträglich verändert wurde )

    Fällt Euch/Ihnen noch was ein, was ich morgen Mittag unbedingt klären sollte?
    Ist so eine Abdichtung von außen auch wirklich zu gebrauchen oder ist das nur Flickschusterei?
    Auf was für eine Abdichtung von außen soll ich drängen? (Der Gutachter konnte/wollte hier keine feste Aussage treffen und erst das Ergebnis der morgigen Besprechung abwarten)
    Was mich ein bisschen ärgert ist, dass ich nun die ganze Sache ins Rollen bringen muss und ich dachte dafür hat man einen Bauleiter. Deswegen hatten wir eigentlich Schlüsselfertig gebaut. Weil ich einfach nicht die Zeit habe mich in die ganze Thematik einzulesen.
    Gruß und nochmals Danke für Eure/Ihre Mithilfe
    Dirk

  12. Wasser im Arbeitsraum

    Hallo Herr Thalmann,
    das Wasser außerhalb des Kellers war heute wieder unterhalb der Bodenplatte. Vermutlich wurde dies abgepumpt. Die Grube stand ein Wochenende ausgebaggert ohne Bodenplatte da und es war kein Wasser zu sehen. Das Wasser war erst zu sehen, nachdem die Bodenplatte gemacht wurde. Genauer kann ich das leider nicht erklären, da ich beruflich bedingt nur zum Wochenende an der Baustelle war. Wie meinen Sie das, dass der Beton verloren hat? Denken Sie dass der Beton aus der Wand geschwemmt wurde, da die Pumpe nicht eingeschaltet war?
    Gruß Dirk Drössel
  13. Um Gottes Willen ...

    woher kam der Gutachter denn? Etwa von so einem Verein mit 3  -  5 Buchstaben?
    Eine druckwasserdichte Abdichtung von außen ist zwar (unter bestimmten Voraussetzungen) machbar, aber der helle Wahnsinn in Punkto Kosten und Zeit.
    Und wer schon eine Weiße Wanne so verbockt, der kriegt das auch nicht hin.
    Gerade die relativ einfach Sanierbarkeit solcher Schäden bei Weißen Wannen ist einer ihrer dicken Pluspunkte.
    Ich weiß ja nicht, wo Ihr BVAbk. steht, aber hier mal ein paar Hinweise auf KOMPETENTE Sachverständige:
    Herr Thalhammer steht ja oben schon
    Aus Kempen:

    Nördliches NRW + Südniedersachsen

    Die Herren verstehen ihr Fach und können Ihnen bei entsprechenden Problemen helfen. Und Ihnen vielleicht Kollegen nennen, wenn Ihr BV außerhalb des Einzugsgebiets der genannten liegt.

    Bitte in keinem Fall lokale Schmiereien mit schwarzer Pampe (KMB) ausführen (lassen).

  14. BDSF geprüfter Sachverständiger

    Ich wart heute mal das Gespräch ab, dann gibt es News!
    Gruß
    Dirk
  15. Ergebnis der heutigen Besprechung

    Hallo zusammen,
    hier die News von unserer Baustelle.
    Die ausführende Firma und der Bauleiter gehen davon aus, dass die Kiesnester auf den Bildern keine Auswirkung auf die Dichtigkeit des Kellers haben. Sollte dem nicht so sein, wird die Wanne fachgerecht mit Harz verpresst.
    Nun sind wir etwas ratlos wie wir weiter vorgehen sollen.
    Habt ihr uns da ein paar Tipps. Der erste Gutachter war ja schon mal für die Tonne.
    Anbei das Protokoll des Bauleiters. Was genau bringt es mir, dass er im Protokoll die Ausführung als einen Mangel dargestellt hat?
    Gruß
    Dirk
    Wasserdichtigkeit Keller
    Herr XXX bezweifelt die Dichtheit des Untergeschosses
    im Bereich der Fuge Bodenplatte Kellerwand.
    (siehe beiliegende Fotos 1-11 (siehe Link) )
    Herr XXX bittet das Wasser innen abzusaugen
    und außen ansteigen zu lassen, um die Dichtheit zu kontrollieren.
    Das Statikbüro XXX wird gebeten die Abnahme der Konstruktion einschl. Bewehrung zu senden.
    Fa. YYY wird aufgefordert die Kiesnester fachgerecht
    mit Dichtungsschlämme zu schließen.
    Die Kiesnester stellen auch ohne Wassereintritt in jedem Fall einen Mangel dar.
    Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Haushälfte XXX
    wasserdichte Lichtschächte erhält. Sie können bezüglich der Abdichtung der Schächte mit Fa. ZZZ, ob Herr ZZZ die Abdichtung vornehmen kann.
    Fa. YYY wird aufgefordert bis zum 20.11.2009 die Mängelbeseitigung durchzuführen und den Beweis der Dichtigkeit zu liefern (z. Bspw Fluten der Baugrube)
  16. Der Josef ist nun mal Betonbauer

    die Ursachen für die "Auswaschungen" sichtbar auf den Bilder auf Seite 2 sind definitiv durch Wasser verursacht.
    Ob nun der Beton in Wasser gekippt wurde  -  oder die Schalung hier hochstand und mit Wasser (Reinigung) unterspült wurde  -  kann anhand der Bilder kaum erraten werden. Eine Stemmprobe bringt das aber zu Tage.
    Entmischung (zu hohe Fallhöhe, falsche Kornabstufung) sieht anders aus. Es wäre zu mindestens noch Zementleim zu erkennen.
  17. Polemik und WU-Beton

    Hallo Dirk,
    auch wenn mir mein Tipp an Sie vom 09.11.2009 als "Polemik" vorgehalten wird, so grinsen sich doch die alten Bauphasen gewaltig eins, denen die WU-Keller vielleicht schon mehrfach in die Hose gegangen sind.
    Die bisher hier geführte Ursachen-Diskussion bringt Sie nicht weiter.
    Für Ihren Keller gilt nur: Dicht oder Undicht.
    Ihr Unternehmer schuldet Ihnen einen wasserdichten Keller!
    Warten Sie seine Sanierungsvorschläge ab und geben Sie ihm zunächst einmal Gelegenheit zur Nachbesserung.
    Viel Erfolg!
  18. Welche alten Bauphasen ...

    Vielleicht die, die in den Fischer-Chören das Lied der ewig gestrigen Bauweise singen, aber sich nicht trauen, im Winter nur im T-Shirt spazieren zu gehen?

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