Keller

Bodenplatte liegt frei

Hallo zusammen,
beim Bau meines Hauses in Hanglage, liegt die Bodenplatte auf der Talseite ca. 25 cm im Freien. Der freiliegende Teil des Hauses soll Wohnraum werden und ist auch so bei der Hausbaufirma 'in Auftrag' gegeben worden. Die Platte ist weder angestrichen, noch sonst irgendwie bedeckt, da ich von der Holzständerwand mindestens 20 cm Abstand nach unten halten muss.
Mittlerweile bin ich aber etwas nachdenklich bzgl. der Wärmeverluste geworden. In meinem Energiepass wird von Perimeterdämmung geschrieben, mein Bauleiter meint aber, das gälte nicht für die Bodenplatte.
Gekauft habe ich das Haus schlüsselfertig, als Niedrigenergiehaus.
Meine Frage:
Muss ich mit erhöhtem Wärmebedarf oder sonstigen Unnannehmlichkeiten rechnen, wenn an der Bodenplatte nichts mehr gemacht wird?
Gruss
Markus http://www.markus-ritter.de

Name:

  • Markus Ritter
  1. Wenn die Bodenplatte freiliegt

    müssen natürlich folgende Punkte konstruktiv gelöst werden:
    1. Abdichtung Fußpunkt/Sockel
    2. Sohlendämmung
    3. Frostsicherheit
    Achtung! Bei einer Flachgründung ohne Frostschürzen muss sichergestellt sein, dass auch der Unterbau, insbesondere im Randbereich, frostsicher ist, sonst wären unschöne Rissbildungen zeimlich sicher zu erwarten.
    Schöen Grüße aus Bochum

  2. Alarmglocken!

    ich möchte den vorstehenden Beitrag noch mal verstärken. Hoffentlich haben Sie Frostschürzen unter den Außenwänden, da Sie nur von einer Bodenplatte sprechen?
    Freundliche Grüße

    Name:

    • Frau Ank-332-Hae
  3. Frostfreie Gründung

    Hallo zusammen,
    das Fundament ist frostfrei gegründet, soweit ich das sehen kann(meine Frau hat zu dem Termin entbunden, ich war nicht auf der Baustelle :-), hat man an den freiliegenden Seite Gräben gezogen und dort mitbetoniert. Wenn ich die Erde an der Bodenplatte wegschaufle, sieht es zumindest so aus (die Betonoberfläche ist nicht mehr glatt sondern bauchig und rau).
    Die Sohle ist überhaupt nicht gedämmt, der Beton liegt frei.
    Die Holzständerwand steht in einem (ca. 2-4 cm hohen) Mörtelbett auf der Betonwand und hat nach unten eine Aluschiene sowie eine Dichtfolie gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
    Das Mörtelbett schaut an einigen Stellen 2-3 mm nach aussen raus, an anderen Stellen liegt es 1-2 cm hinter der Aussenkante.
    Mit freundlichen Grüssen
    Markus Ritter

  4. @markus

    wo in aller Welt ausser im Bereich der Bodenplatte bzw. der Frostschürzen soll denn dann die Perimeterdämmung eingebaut sein?
    Wie stark ist denn Ihr Fussbodenaufbau im EGA - konkret, wie stark ist dort die Dämmlage?
    Oder ist die Dämmlage etwa unterhalb der Bodenplatte?
    Dann fehlt an den Frostschürzen definitiv ein wenig Dämmung!
    Gruß

  5. In der Beschreibung

    Hallo zusammen,
    die Perimeterdämmung scheint sich nur auf dem Papier und nicht in der Realität bzw. um mein Haus zu befinden.
    Der Wohnbereich im UGA ist im Moment noch gar nicht nach unten gedämmt. Man steht im UG derzeit direkt auf der Bodenplatte. Das Ganze ist nur zum Wohnen vorbereitet.
    Unterhalb der Bodenplatte ist meines Wissens nichts gedämmt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Ritter http://www.markus-ritter.de

    Name:

    • Markus Ritter
  6. Der ENEV-Nachweis

    beschreibt das gesamte zu beheizende Gebäudevolumen mit einer geschlossenen Hüllfläche. Das heißt, alle Flächen zu nicht beheizten oder Außenbauteilen werden mit ihren Wärmeverlusten erfasst.
    Wenn der UGA-Raum beheizt werden soll, muss er allseitig gedämmt sein.
    Lassen Sie ggf. Ihren Wärmepass überprüfen.
    Freundliche Grüße

    Name:

    • Frau Ank-332-Hae

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