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Feuchter Keller - 3 unterschiedliche Angebote, was ist wirklich notwendig

Hallo, trotz Lesens vieler Artikel hier im Forum und anderweitiger Informationen ist mir noch nicht klar, welche Maßnahmen bei unserem Schaden wirklich notwendig sind. Die bisher befragten Experten sind unterschiedlicher Meinung, was die Ursachen und den Umfang der erforderlichen Maßnahmen betrifft.
Ich hoffe, daß ich hier durch Ihre Hilfe mehr Durchblick erhalte.
Zum Problem:
Im Bereich eines Kellerabgangs mit Sickergrube sind zwei angrenzende Keller feucht. Ich habe eine Zeichnung und 5 Fotos unter http://www.fotos.web.de/jbawolter
Vorhanden ist eine Horizontalsperre über dem ersten Mauerstein (Hohlblocksteine). Vor allem zwischen diesem Stein und der Bodenplatte scheint das Wasser einzudringen.
Die Sickergrube ist mit Sand verfüllt, es steht aber kein Wasser darin.
Das Haus (20 Jahre alt) steht auf sandigem Boden bei nur geringem Geländegefälle zum Haus hin.
Folgende Alternativen wurden uns bisher angeboten:

  • A) Analyse:
    es handelt sich nur um kapillar aufsteigendes Wasser,
    die Sickergrube funktioniert korrekt, der Sand sollte soweit
    möglich durch Kies getauscht werden
    Maßnahmen:
    • Horizontalsperre (Bohrlochverfahren) entlang Wand 1+2+3+4
      in ganzer Länge
      Bohrung in erster Steinreihe bis in die Bodenplatte
    • Horizontalsperre entlang Wand 6+7 aufsteigend entlang der
      Treppenstufen
    • vertikale Abdichtung (Sulfatexschlämme) und Sanierputz
      an Wand 3+4+6+7 komplett
      an Wand 1+2 bis 1 m Höhe über gesamte Länge
  • B) Maßnahmen:
    • Horizontalsperre entlang Wand 1+2+4, jeweils ca. 1 m über
      Feuchtigkeitsstellen hinaus
    • Horizontalsperre entlang Wand 3 komplett
    • vertikale Abdichtung + Sanierputz nur im Bereich der
      Feuchtigkeitsschäden
  • C) Analyse:
    Wasser stammt aus dem Bereich der Sickergrube und dem unter
    der Treppe abgeleiteten Sickerwasser
    Maßnahmen:
    • Horizontalsperre entlang Wand 3+4 komplett
    • Horizontalsperre im Bereich der unteren Ecken am
      Treppenabgang
    • keine weitere Horizontalsperre entlang Wand 1+2, da man
      davon ausgeht, daß die Schäden dort nur von dem Wasser
      kommen, das an den Eckbereichen eingedrungen ist und
      zwischen Bodenplatte und Isolierbahn vorgedrungen ist
    • Horizontalsperre entlang Wand 7 aufsteigend entlang der
      Treppenstufen
    • keine Horizontalsperre an der anderen Seite der Treppe
      (Wand 6)
    • vertikale Sperre (Bohrlochverfahren) in der Ecke zwischen
      Wand 3 und 4

Mir ist insbesondere folgendes unklar:
  1. Ist es nötig, Wand 1+2 mit Horizontalsperre zu versehen? Wenn ja, sollte dies wirklich die gesamte Länge abdecken?
  2. Wird Wand 4 vertikal abgesperrt, besteht dann nicht die Gefahr, daß das Wasser bis in Wand 5 oder die Decke vordringt? D.h. müßte dann nicht auch noch eine vertikale Bohrlochkette zwischen Wand 4 und 5 eingefügt werden und eine weitere horizontale Bohrlochkette in Wand 4 im Deckenbereich?
  3. Sind Hohlkehlen erforderlich?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Meinungen!

Name:

  • jbawolter
  1. vermutlich "der" klassische Baufehler

    "die" Treppe ist doch sicher auf Erdreich gegründet? ... "Außenabdichtung" im Bereich der Roten Stellen (Naß) vermutlich "null"?
    "alles" was Sie hier vorhaben wird das anstehende Wasser "nur" umleiten ... "ja" klar die Sickergrube "aber" was ich auf den Foto´s entdeckt habe ist doch diese Kellertreppe ziehmlich überdacht? ... "können" Sie mal ein paar Fotos vom Austritt der Treppe bzw. von der Sitution machen ... "ich" denke man muss bei der Rückseite der Treppe ansetzen ... "der" Keller ist doch mit Betonsteinen rausgemauert? "nein" die Sanierungsvorschläge werden "das" Problem nicht lösen (!)

  2. weitere Infos

    Hallo, Danke schon für die Antwort.
    Die Treppe ist zum größten Teil nicht überdacht, nur ca. 1/4 durch die Terrasse und und ca. 2/3 durch einen Balkon, der aber weitere 2,5 m über Terrassenniveau liegt. Es kann also schon "genug" Regenwasser hinunterlaufen. Aber es "steht" nie in der Grube.
    Die Treppe ist vermutlich aus Beton direkt auf's Erdreich gegossen, schon wegen der individuell geformten Krümmung im unteren Bereich. Und wie es mit der Außenabdichtung aussieht - das wüßte ich auch gerne :-)
    Links neben der Treppe steht die Nachbar-Doppelhaushälfte, oben direkt die Rasenfläche. Der Keller ist gemauert.
    Für mich gibt's eigentlich drei Möglichkeiten:


    • Das Wasser kommt kapillar von unten
    • Das Wasser kommt unten-seitlich von der Sickergrube
    • Es kommt auch noch Wasser seitlich vom Garten - wobei das eher auszuschließen ist, da der Wasseraustritt sich überall nur im Bodenbereich zeigt

    Name:

    • jbawolter
  3. Ist es auszuschließen, dass hier sowohl Tauwasser als auch eine Undichtigkeit der Anschlüsse zur Türe ein Problem sind

    Ich denke es ist keine Abdichtung von außen am Türanschluss und daher kommt ein Problem.
    Außerdem erscheint mir die Form der Durchfeuchtung auf Tauwasser hinzuweisen. Natürlich im Zusammenhang mit der Durchfeuchtung.
    Ich kenne keinen Keller wo jemals eine Abdichtung zwischen dem Podest der Außenseite und der Türe ausgeführt worden ist.
    Selbstredend habe ich nur mit Bauschäden zu tun und werde nie gerufen, wenn alles in Ordnung ist.
    Und was Sie möglicherweise auch nicht sehen ist wie das Wasser bei extremen Regen unten steht, weil man selten bei starken Regen vor die Türe zum nachschauen geht. Dies sollte jedoch öfter gemacht werden, denn nur so kann man erkennen was Sache ist.

  4. Folgende Arbeiten werden nun durchgeführt

    Hallo, für diejenigen, die das Thema interessiert, hier eine kurze Beschreibung der Arbeiten, die wir nun in Auftrag gegeben haben (mit Bezug auf die unter obigem Link veröffentlichte Skizze):

    • Horizontalsperre im Bohrlochverfahren:
      • Wand 1 - 2 m von der Ecke
      • Wand 2 - bis 1 m neben Tür, incl. Neuverfüllung der Türschwelle
      • Wand 3 - komplett incl. Neuverfüllung der Türschwelle
      • Wand 4 - komplett
      • Wand 5 - 1 m von der Ecke
      • Wand 6 - komplett aufsteigend entlang dem Treppenverlauf
      • Wand 7 - komplett aufsteigend entlang dem Treppenverlauf
    • Vertikalsperre im Bohrlochverfahren
      • in der Ecke von Wand 3 und 4, um den Wandbereich unter der Treppe vollständig abzuschließen
    • Erstellung und Verfüllung einer Hohlkehle, um das im Bodenbereich eindringende Wasser zu stoppen (sollte bereits durch die Horizontalsperre gewährleistet sein, hier nur zur 100%-igen Sicherheit)
      • Wand 2 - im Türbereich
      • Wand 3 - komplett
      • Wand 4 - komplett
    • Innenabdichtung der Wand mit Sulfatexschlämme und Neuverputz mit Sanierputz
      • Wand 4 - komplett
      • Wand 3 - komplett
    • Untergrundbehandlung (Kiesol) und Neuverputz mit Normalputz im Bereich der Schadstellen an Wand 1, 2 und komplett an den Außenwänden 6 und 7. Eine Abdichtung der Wand mit Sulfatexschlämme halten wir hier nicht für notwendig, da die Wände durch die Horizontalsperren von unten trocken gelegt sein sollten und auf der Rückseite der Wände kein Erdkontakt besteht.

    Name:

    • jbawolter

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