selbstverständlich habe ich hier schon eine ganze Menge gelesen und als absoluter Laie schon viel gelernt. Trotzdem möchte ich auch gerne mein ganz spezielles Keller-nasse Wand-Problem kurz schildern ...
Wir haben ein Endhaus einer Reihe von 4 Häusern, Baujahr 1975, vor 5 Jahren gekauft. Leider ist die Baufirma seit 15 Jahren in Konkurs gegangen, wir haben nur sehr wenig Unterlagen über die Baudetails unseres Hauses (weiße Wanne, schwarze Wanne - keine Ahnung).
Haus 1 liegt ca. 40 cm höher als Haus 2 und Haus 3, unser Haus 4, liegt noch einmal 40 cm tiefer als Haus 3. Alle Häuser haben ein Flachdach. Das Regenfallrohr unseres Flachdachs führt zwischen den Häusern nach unten.
Im Winter 1999-2000 gab es in der Region ein kleineres Erdbeben. Einige Wochen später trat an unserer Verbindungswand zu Haus 3 eine feucht Stelle auf, die schnell größer wurde. Die Feuchtigkeit zog die Wand hoch in eine weitere Zwischenwand hinein etc. Da dies in unmittelbarer Nähe eines Fallrohres geschah, ließen wir das Fallrohr untersuchen, erneuern etc. In dem entstandenen Loch im Estrich konnten wir den Wasserstand im Keller gut beobachten, leider sank er nicht. Es schlossen sich Untersuchungen der Wasserzuleitungen an, kein Problem erkennbar. Zu diesem Zeitpunkt erfuhren wir, dass auch in Haus 2 Nässe im Keller auftrat. Auch dort war dies neu und in den zurückliegenden 25 Jahren noch nicht aufgetreten. Leider weiß ich nicht wie es in Haus drei aussieht, die älteren Herrschaften die dort wohnen haben den Keller komplett mit Holz verkleidet und wollen nicht nachsehen, wie es dahinter aussieht.
Nach einigen Hin und Her wurde auch das Kanalsystem geprüft, nach einer Spülung des Regenwassereinlaufs vor Haus 3 ging die Feuchtigkeit stark zurück und unser Keller trocknete ab. In Haus 2 war zwischenzeitlich ein Raumtrocknungsgerät aufgestellt, auch dort wurden die Wände und der Estrich wieder trocken.
Leider ging es jetzt im Winter wieder los. An der gleichen Stelle wie vorher wurde die Wand feucht, nass etc. Auch längeres Warten (der Winter war ja sehr nass..) nutzte nichts. Auch in Haus 2 wurde der Keller wieder nass.
Folgende laienhafte Überlegungen habe ich angestellt, komme aber zu keinem Ergebnis:
- Ausgelöst durch das kleinere Erdbeben hat sich ein Schaden an dem Flachdachregenfallrohr ergeben, das Flachdach entwässert zwischen die Häuser und die Wand wird dadurch feucht. Aber das dies bei Haus 4 und Haus 2 gleichzeitig auftritt?
- Die Dachdichtung zwischen den Häusern hat einen "Knacks" bekommen, Regenwasser tritt zwischen die Häuser ein, .. siehe oben. Aber auch dies bei uns und bei Haus 2?
- Der Grundwasserspiegel hat sich geändert, gehoben, eine Undichtigkeit z.B. an der Bodenplatte o.ä. bringt das Wasser herein?
- Die Drainage hat sich aus irgendwelchen Gründen dichtgesetzt, Regenwasser staut sich zurück in das Regenwasserfallrohr, tritt aus ... Leider weiß ich nicht einmal, ob es bei unserer Reihenhausreihe überhaupt eine entsprechende Drainage gibt, bzw. wie und wo die Einleitung ausgeführt ist.
Wo fange ich am sinnvollsten mit der Ursachenforschung an? Loch graben und nachschauen wo das Grundwasser steht? Dach überprüfen lassen? Kanal-TV bis in das Fallrohr hinein? Kann man überhaupt rauskriegen, was da für ein Wasser in unseren Keller hineinkommt?
Oder einfach einen Experten holen (Dach-Experten? Bautenschutz allg.? "Feuchte-Keller-Experten"? reinen Sachverständigen (auch wenn ich kein Gutachten brauche, sondern nur den fachmännischen Rat und später auch Tat)?
Ich wohne in der Gegend von Bonn und bin für jede Unterstützung/jeden Tipp etc. dankbar!
Helge Daunicht