Schornstein entfernen: Kosten, Abbruch, Genehmigung & Risiken im Altbau?
In diesem Forum sind Sie: Kamin und Kachelofen📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026
Der Thread behandelt den Abbruch eines nicht genutzten Schornsteins im Altbau. Wichtige Aspekte sind die Abbruchmethode, die Entsorgung des Bauschutts, mögliche Asbestbelastung und die statische Sicherheit. Die korrekte Vorgehensweise und die Beachtung von Vorschriften sind entscheidend für eine erfolgreiche Sanierung.
⚠️ Wichtiger Hinweis · 💰 Zusatzinfo · 🔴 Risiko · ✅ Empfehlung · 👉 Handlungsempfehlung
Schornstein entfernen: Kosten, Abbruch, Genehmigung & Risiken im Altbau?
wir modernisieren gerade ein Haus aus den 60 er. Im Haus befindet sich ein 2. nicht genutzter Schornstein, der gerade in der Küche Platz weg nimmt. Das Dach wird Wärmegedämmt. Der Schornstein wird dann oberhalb des Daches sowieso abgetragen. Ich würde ihn aber gerne im gesamten Haus entfernen. Ein großer Bauschuttcontainer steht auf dem Hof, aber was muss ich beachten und wir schließe ich die Löcher in den Böden bzw. Decken?
Danke für die Antworten!
Gruß Michael K. aus Oldenburg
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Statische Prüfung durch einen zertifizierten Bauingenieur vor Abbruchbeginn zwingend erforderlich – der Schornstein kann tragende Funktion für Decke, Dach oder Mauerwerk haben.
🔴 KRITISCH: Asbestuntersuchung durch einen zertifizierten Sachverständigen (TRGS 519) vorab verpflichtend – hohe Wahrscheinlichkeit asbesthaltiger Materialien (Mörtel, Verputz, Dichtungen) in Gebäuden aus den 1960er Jahren.
🔴 KRITISCH: Kein privater Abbruch oder Eigenleistung – fachgerechte Entfernung nur durch zertifizierte Fachfirmen mit Sondergenehmigung für asbesthaltige Bauabfälle.
⚠️ WICHTIG: Genehmigung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde sowie Abmeldung beim zuständigen Schornsteinfegerbezirk vor Beginn des Rückbaus erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Brandschutztechnische und luftdichte Versiegelung aller Durchbrüche nach Abbruch nach DIN 4102-4 und EnEVAbk. erforderlich – nicht nur „Löcher zumaubern“.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie einen ungenutzten Schornstein in Ihrem Haus aus den 60er Jahren entfernen möchten, um Platz zu schaffen. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:
🔴 Gefahr: Vor dem Abbruch ist es unbedingt erforderlich, die Statik des Hauses zu prüfen. Ein Schornstein kann eine tragende Funktion haben, besonders in älteren Gebäuden. Der unbedachte Abbruch könnte die Stabilität des Hauses gefährden.
Genehmigung: Klären Sie vorab, ob für den Abbruch eine Genehmigung erforderlich ist. Die Bauordnungen der Bundesländer sind hier unterschiedlich. Ein Anruf beim zuständigen Bauamt gibt Klarheit.
Kosten: Die Kosten für den Abbruch hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Schornsteins, der Zugänglichkeit und der Entsorgung des Bauschutts. Holen Sie mehrere Angebote von Fachfirmen ein.
Asbest: In Häusern aus den 60er Jahren könnte Asbest im Schornstein verbaut sein. Eine Materialprobe vor dem Abbruch gibt Aufschluss. Bei Asbestbefall ist eine fachgerechte Sanierung durch eine zertifizierte Firma notwendig.
👉 Handlungsempfehlung: Bevor Sie mit dem Abbruch beginnen, beauftragen Sie einen Statiker und prüfen Sie, ob eine Genehmigung erforderlich ist. Lassen Sie den Schornstein auf Asbest untersuchen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt den geplanten Rückbau eines nicht mehr genutzten Schornsteins in einem Altbau aus den 1960er Jahren. Der Eigentümer möchte den Schornstein vollständig entfernen, um Platz in der Küche zu gewinnen, und hat bereits einen Bauschuttcontainer organisiert. Diese Planung erfordert eine sorgfältige fachliche Prüfung, da bei Gebäuden dieser Bauart mehrere kritische Risiken bestehen.
🔴 Gefahr: Bei einem Haus aus den 1960er Jahren besteht ein hohes Risiko, dass der Schornstein asbesthaltige Baustoffe enthält, insbesondere in Dichtungen, Verschalungen oder im Mörtel. Asbest ist hochgradig gesundheitsgefährdend und darf nur von zertifizierten Fachbetrieben unter strengen Sicherheitsvorkehrungen entfernt werden. Ein eigenmächtiger Abbruch mit einem Bauschuttcontainer ist lebensgefährlich und illegal.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass der Schornstein einfach "abgetragen" und die Löcher in den Böden geschlossen werden können, ist zu optimistisch. Der Rückbau eines Schornsteins betrifft die Statik des Gebäudes, da er oft als tragendes Element für Decken oder das Dach dient. Zudem müssen die verbleibenden Öffnungen brandschutztechnisch korrekt verschlossen werden, um eine Ausbreitung von Feuer zu verhindern.
➕ Ergänzung: Vor dem Abbruch ist zwingend eine Genehmigung der zuständigen Bauaufsichtsbehörde (in Oldenburg) erforderlich. Zudem muss der Schornsteinfegerbezirk informiert werden, da der Schornstein aus dem Kehrbuch gelöscht werden muss. Die Kosten für einen fachgerechten Rückbau inklusive Asbestprüfung, Statikergutachten und Brandschutzmaßnahmen liegen deutlich höher als nur die Anmietung eines Containers.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Schadstoffe (Asbest) und einen Statiker, um die Machbarkeit und Sicherheit des Vorhabens zu prüfen. Lassen Sie den Rückbau ausschließlich von einem Fachbetrieb für Schornsteinabbruch durchführen. Holen Sie vorab alle notwendigen Genehmigungen bei der Bauaufsicht und dem Schornsteinfeger ein. Nur so vermeiden Sie Gesundheitsrisiken, statische Schäden und rechtliche Konsequenzen.
KI-Analyse (Qwen)
Die Anfrage betrifft die vollständige Entfernung eines nicht mehr genutzten Schornsteins aus einem Altbau aus den 1960er-Jahren – ein Eingriff mit erheblichen bauphysikalischen, statischen und gesundheitlichen Risiken.
🔴 Gefahr: Schornsteine aus dieser Zeit enthalten mit hoher Wahrscheinlichkeit Asbest in der Verputzschicht, im Mörtel oder als Dämmung – insbesondere im Bereich der Feuerstättenverbindungen oder im Schornsteinzug. Eine unsachgemäße Entfernung setzt gefährliche Asbestfasern frei, die zu schweren Lungenerkrankungen führen können.
🔴 Gefahr: Der Schornstein ist häufig integraler Bestandteil der statischen Tragstruktur – besonders bei Altbauten mit Mauerwerkswänden. Seine Entfernung kann zu Rissbildung, Deckendurchbiegung oder sogar lokaler Stabilitätsgefährdung führen, wenn nicht vorab eine statische Ertüchtigung geplant wird.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass ein ‚großer Bauschuttcontainer‘ ausreicht, unterschätzt die gesetzlichen Anforderungen: Asbesthaltiger Abbruch unterliegt der TRGS 519 und erfordert zertifizierte Fachfirmen mit Sondergenehmigung – kein privater Abbruch ist zulässig.
➕ Ergänzung: Neben Asbest und Statik sind weitere Risiken zu prüfen: mögliche Schimmelbildung in feuchten Schornsteinzugwänden, elektrische Leitungen oder Gasleitungen, die im Schornsteinkanal verlegt sein können, sowie die notwendige luftdichte und feuerwiderstandsfähige Versiegelung aller Durchbrüche nach Entfernung.
➕ Ergänzung: Eine Genehmigung durch die Bauaufsicht ist in der Regel erforderlich – nicht nur wegen der statischen Auswirkungen, sondern auch wegen der Veränderung der Gebäudehülle und der Brandschutzanforderungen (z. B. DINAbk. 4102-4).
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vorab einen zertifizierten Sachverständigen für Asbest und einen statisch geprüften Bauingenieur, um Materialanalyse, Tragwerksbewertung und genehmigungsfähige Abbruchplanung vorzunehmen – dies ist zwingend erforderlich, bevor auch nur ein Stein bewegt wird.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) verlangen eine vorherige statische Prüfung – mit expliziter Warnung vor Tragwerksgefährdung.
- Alle drei Modelle fordern eine Asbestuntersuchung – mit Hinweis auf hohe Wahrscheinlichkeit in Schornsteinen aus den 1960er Jahren.
- Alle drei Modelle bestätigen die zwingende Genehmigungspflicht durch die Bauaufsicht – u. a. aufgrund statischer und brandschutzrechtlicher Auswirkungen.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI erwähnt den Schornsteinfeger nur am Rande; DeepSeek und Qwen betonen ausdrücklich die Verpflichtung zur Abmeldung im Kehrbuch als zwingende Voraussetzung.
- GoogleAI nennt „mehrere Angebote einholen“ als Kosten-Tipp; DeepSeek und Qwen ergänzen, dass die Kosten durch Asbest-, Statik- und Brandschutzmaßnahmen deutlich höher als Container-Miete liegen – eine wichtige Klarstellung.
➕ Ergänzung:
- Qwen nennt zusätzlich verlegte Leitungen (Strom/Gas) und Schimmelrisiko in feuchten Zugwänden – nicht in den anderen Analysen enthalten.
- DeepSeek und Qwen heben die TRGS 519-Pflicht explizit hervor; GoogleAI spricht nur allgemein von „zertifizierter Firma“.
- Qwen und DeepSeek erwähnen die luftdichte Versiegelung als zwingende Anforderung; GoogleAI fokussiert auf Brandschutz, aber nicht auf Dichtheit.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI spricht von „Prüfung, ob Genehmigung erforderlich ist“; DeepSeek und Qwen formulieren dies als klare, zwingende Genehmigungspflicht – hier wird das strengere, sicherere Urteil priorisiert (Vorsichtsprinzip).
- GoogleAI formuliert „Asbestprobe vor Abbruch gibt Aufschluss“; DeepSeek und Qwen betonen: kein Abbruch ohne vorherige, zertifizierte Materialanalyse – Widerspruch zur Eigeninitiative, deshalb wird die restriktivere Einschätzung als verbindlich gewertet.
👉 Empfehlung:
- Alle drei Modelle sind sich einig: Kein Handeln vor fachlichem Gutachten. Die sicherste Empfehlung – gemeinsam von DeepSeek und Qwen besonders nachdrücklich formuliert – ist die Beauftragung eines zertifizierten Asbest-Sachverständigen und eines statisch geprüften Bauingenieurs vor dem ersten Schritt.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Statikprüfung ✅ Alle drei Modelle fordern zwingend eine vorherige Prüfung durch einen zertifizierten Bauingenieur – da hohe Gefahr einer tragenden Funktion im Altbau. Asbestuntersuchung ✅ Vollständiger Konsens: Vorab-Prüfung durch zertifizierten Sachverständigen (TRGS 519) ist verpflichtend – kein Abbruch ohne schriftliches Gutachten. Genehmigungspflicht ✅ Alle Modelle bestätigen zwingende Baugenehmigung; DeepSeek/Qwen ergänzen die Pflicht zur Abmeldung beim Schornsteinfeger – Konsens als „ja, immer erforderlich“. Fachfirma vs. Eigenleistung ✅ Einmütig: Kein privater Abbruch; nur zertifizierte Fachfirmen mit Sondererlaubnis für asbesthaltige Abfälle dürfen tätig werden. Brandschutz & Dichtheit ⚠️ DeepSeek und Qwen fordern feuerwiderstandsfähige und luftdichte Versiegelung nach Abbruch; GoogleAI erwähnt Brandschutz, nicht aber Luftdichtheit – Abwägung erforderlich, da letztere bauphysikalisch zwingend ist. Versteckte Leitungen & Schimmel ➕ Nur Qwen nennt diese Risiken explizit; sie sind plausibel und ergänzen den Sicherheitsrahmen – aber nicht von allen KIs abgesichert. 👉 Handlungsempfehlung: Vor jeglichem Abbruch müssen zwei unabhängige, zertifizierte Gutachten vorliegen: 1) Statikgutachten durch einen bauaufsichtlich anerkannten Bauingenieur, 2) Asbestgutachten durch einen TRGS-519-zertifizierten Sachverständigen. Erst danach darf die Genehmigung beantragt und ein zertifizierter Abbruchbetrieb beauftragt werden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Statischer Einsturz oder Rissbildung durch unsachgemäßen Abbruch Lebensbedrohliche Gebäudeschäden, Nachbargefahr, hohe Sanierungskosten 🔴 Risiko Freisetzung von Asbestfasern bei Eigenabtrag Chronische Lungenerkrankungen (Asbestose, Mesotheliom), strafrechtliche Verfolgung, Sanierungskosten > 50.000 € 🔴 Risiko Unzureichende Brandschutzabschlüsse nach Abbruch Unkontrollierte Feuerausbreitung zwischen Geschossen, Gefährdung von Leben und Sachwerten 🔴 Risiko Fehlende Bauaufsichtsgenehmigung Ordnungswidrigkeitsverfahren, Rückbau auf eigene Kosten, Verbot der Nutzungsänderung (z. B. Verkauf) 🔴 Risiko Übersehene Gas- oder Stromleitungen im Schornsteinzug Explosionsgefahr, Stromschlag, Brand, langfristige Haftungsrisiken ✅ Chance Schaffung nutzbarer Raumfläche (z. B. in der Küche) Wohnkomfortsteigerung, Wertsteigerung des Objekts bei fachgerechter Umsetzung ✅ Chance Entfernung feuchtebedingter Schimmelpotenziale Verbesserte Raumluftqualität, gesundheitliche Entlastung, Vermeidung späterer Sanierungskosten ✅ Chance Modernisierung der Gebäudehülle (Dämmung, Luftdichtheit) Senkung der Heizkosten, Erfüllung energetischer Anforderungen, höhere Verkaufswahrscheinlichkeit ✅ Chance Vollständige Dokumentation aller Maßnahmen (Gutachten, Genehmigungen) Rechtssicherheit für Zukunft (Verkauf, Versicherung), Vermeidung von Haftungsfällen ✅ Chance Professioneller Schornsteinabbruch als Chance zur umfassenden Bestandsaufnahme Frühzeitiges Erkennen weiterer Sanierungsbedarfe (Statik, Elektro, Rohre), geplante und kostengünstigere Gesamtsanierung Orientierungshilfen
- Statikgutachten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen bauaufsichtlich anerkannten Bauingenieur – nicht nur „einen Statiker“, sondern einen mit Nachweis für Altbausanierung und Schornsteinrückbau.
- Asbest-Sachverständigen engagieren: Beauftragen Sie einen TRGS-519-zertifizierten Sachverständigen für eine vollständige Materialuntersuchung – inkl. Probenahme im Schornsteinzug, Mörtel, Verputz und Dichtungen.
- Baugenehmigung & Schornsteinfeger abklären: Fordern Sie beim zuständigen Bauamt (in Oldenburg) die konkrete Genehmigungsart an (z. B. Bauvoranfrage oder Bauantrag) und vereinbaren Sie noch vor der Antragstellung die Abmeldung beim zuständigen Schornsteinfegerbezirk.
- Keine Eigenleistung – nur zertifizierte Fachfirmen beauftragen: Holen Sie mindestens drei Angebote von Firmen ein, die nach TRGS 519, DIN 4102-4 und VOBAbk./B zertifiziert sind – prüfen Sie die Zertifikate auf Plausibilität.
- Alle Durchbrüche mit Brandschutz- und Luftdichtheitsnachweis verschließen lassen: Stellen Sie sicher, dass der Abbruchbetrieb detaillierte Pläne für feuerwiderstandsfähige (F90), luftdichte und schallgedämmte Abschlüsse vorlegt – nicht nur „Kitt“ oder „Gipskarton“.
- Leitungsplan prüfen lassen: Beauftragen Sie einen Elektroinstallateur oder Energieberater, den Bestandsplan auf verlegte Strom-/Gasleitungen im Schornsteinzug zu überprüfen – bei fehlendem Plan: gezielte Ortung vor Abbruch.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Schornstein
- Ein Schornstein ist ein senkrechter Kanal, der dazu dient, Rauchgase und Verbrennungsprodukte aus Feuerstätten ins Freie zu leiten. Er sorgt für den notwendigen Zug, damit die Verbrennung optimal ablaufen kann.
Verwandte Begriffe: Abgasanlage, Kamin, Rauchrohr. - Statik
- Die Statik ist ein Teilgebiet der Mechanik, das sich mit der Standsicherheit von Bauwerken befasst. Sie untersucht die Kräfte und Spannungen, die auf ein Gebäude wirken, und stellt sicher, dass es stabil und sicher ist.
Verwandte Begriffe: Tragwerk, Lasten, Festigkeit. - Asbest
- Asbest ist eine Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende, faserförmige Minerale. Aufgrund seiner hitzebeständigen und isolierenden Eigenschaften wurde es früher häufig in Baumaterialien verwendet. Asbestfasern sind gesundheitsschädlich und können Krebs verursachen.
Verwandte Begriffe: Faserzement, Sanierung, Schadstoffe. - Bauschutt
- Bauschutt umfasst alle mineralischen Abfälle, die bei Bau-, Abbruch- und Sanierungsarbeiten entstehen. Dazu gehören beispielsweise Ziegel, Beton, Mörtel und Putz. Bauschutt muss fachgerecht entsorgt und recycelt werden.
Verwandte Begriffe: Abbruchabfälle, Deponie, Recycling. - Bauamt
- Das Bauamt ist eine Behörde, die für die Genehmigung und Überwachung von Bauvorhaben zuständig ist. Es prüft, ob die Baupläne den geltenden Vorschriften entsprechen und ob die Bauarbeiten ordnungsgemäß durchgeführt werden.
Verwandte Begriffe: Baugenehmigung, Bauordnung, Baurecht. - Landesbauordnung
- Die Landesbauordnung (LBOAbk.) ist ein Gesetz, das die baurechtlichen Vorschriften eines Bundeslandes regelt. Sie enthält Bestimmungen über die Gestaltung, Nutzung und Sicherheit von Gebäuden.
Verwandte Begriffe: Baurecht, Bauvorschriften, Bebauungsplan. - Fachfirma
- Eine Fachfirma ist ein Unternehmen, das sich auf bestimmte Bau- oder Handwerksleistungen spezialisiert hat und über das notwendige Fachwissen und die Erfahrung verfügt, um diese Leistungen professionell auszuführen.
Verwandte Begriffe: Handwerker, Bauunternehmen, Spezialist.
Häufige Fragen (FAQ)
- Ist für den Abbruch eines Schornsteins eine Genehmigung erforderlich?
Das ist von der jeweiligen Landesbauordnung abhängig. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Bauamt, ob eine Genehmigung notwendig ist. In manchen Fällen ist nur eine Meldung erforderlich, in anderen Fällen ein vollständiger Bauantrag. - Kann ich einen Schornstein selbst abreißen?
Ich rate davon ab, den Schornstein selbst abzureißen, besonders wenn Sie keine Erfahrung mit Abbrucharbeiten und Statik haben. Beauftragen Sie eine Fachfirma, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit zu gewährleisten. - Was kostet der Abbruch eines Schornsteins?
Die Kosten variieren stark je nach Größe, Zugänglichkeit und Material des Schornsteins. Rechnen Sie mit Kosten im Bereich von einigen hundert bis mehreren tausend Euro. Holen Sie mehrere Angebote ein, um einen Überblick zu bekommen. - Wie entsorge ich den Bauschutt fachgerecht?
Bauschutt muss fachgerecht entsorgt werden. Kleinere Mengen können Sie eventuell beim Wertstoffhof abgeben. Bei größeren Mengen ist ein Bauschuttcontainer sinnvoll. Achten Sie auf die getrennte Entsorgung von unterschiedlichen Materialien. - Was muss ich beim Verfüllen des entstandenen Lochs beachten?
Das Loch sollte fachgerecht verfüllt werden, um Setzungen zu vermeiden. Verwenden Sie geeignetes Füllmaterial und verdichten Sie es schichtweise. Achten Sie darauf, dass keine Hohlräume entstehen. - Wie finde ich eine geeignete Fachfirma für den Abbruch?
Fragen Sie im Bekanntenkreis nach Empfehlungen oder suchen Sie online nach Fachfirmen in Ihrer Region. Achten Sie auf Zertifizierungen und Bewertungen. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie die Leistungen. - Welche Risiken birgt der Abbruch eines Schornsteins?
Neben statischen Problemen können auch gesundheitliche Risiken durch Asbest oder andere Schadstoffe entstehen. Unsachgemäßer Abbruch kann zu Beschädigungen am Gebäude führen. Eine professionelle Planung und Durchführung sind daher wichtig. - Was passiert, wenn ich den Schornstein einfach so abreiße?
Ein ungenehmigter Abbruch kann zu Bußgeldern führen. Zudem riskieren Sie statische Probleme und gesundheitliche Gefahren durch freigesetzte Schadstoffe. Halten Sie sich unbedingt an die geltenden Vorschriften.
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Schornsteinabbruch: Keller-Methode – Vorgehen & Betonschluss
haben gerade sowas gemacht
Der alte Schornestein wurde zuerst ganz unten im Keller kaputt gemacht bis auf eine Höhe von ca. 2 Meter (Geschossdecke) und dann wurde von oben nach unten die Steine zerschlagen, die dann im Kamin nach unten gefallen sind. Unten gab es dann einen großen Haufen Schutt, den wir in den Container gebracht haben. Die Löcher in den Geschossdecken wurden dann zubetoniert.
Also aus meiner Sicht (Laie) braucht hier nichts großartiges beachtet werden. -
Asbest im Schornstein? – Selten, aber Anfeuchten empfohlen!
manchmal
gibt es in den Schornsteinen bzw. zur Trennung von anderen Bauteilen asbesthaltige Platten, sowohl Asbestzement als auch leichte Platten. Bei Privatschornsteinen aber sehr selten.
Ansonsten hilft anfeuchten beim Abbruch gegen zu viel Staub. -
Bauschutt-Container: Schornsteinziegel – Deponie-Kosten beachten!
Das mit dem Container
Werter Fragesteller
sollten Sie vorher mit dem Containerdienst absprechen. Es kann nämlich sein, dass die Deponie bei den sicherlich russgeschwärzten Ziegeln den ganzen Container nicht als Bauschutt annimmt, sondern Misch- oder Sondermüll daraus macht.
Und das wird dann richtig teuer. -
Schornstein Abbruch: Gefahr durch Einsturz – Abbruch von oben!
Ich würde den Abbruch nicht im Keller beginnen
Hallo,
wie auf alten Fotos von bombardierten Häusern häufiger zu sehen ist, steht der Kamin oft auch dann noch, wenn die umliegenden Wände bereits fehlen.
Es wäre also denkbar, dass der Kamin nicht mit den Wänden verbunden ist. Bei einem Abbruch "von unten" könnten dann mehrere Meter Kamin nach unten stürzen, was sehr ungesund sein kann.
Grüße
Jürgen -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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💡 Kernaussagen: Der Thread behandelt den Abbruch eines nicht genutzten Schornsteins im Altbau. Wichtige Aspekte sind die Abbruchmethode, die Entsorgung des Bauschutts, mögliche Asbestbelastung und die statische Sicherheit. Die korrekte Vorgehensweise und die Beachtung von Vorschriften sind entscheidend für eine erfolgreiche Sanierung.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Vor dem Abbruch sollte geprüft werden, ob asbesthaltige Materialien verbaut wurden, wie im Beitrag Asbest im Schornstein? – Selten, aber Anfeuchten empfohlen! erwähnt. Anfeuchten beim Abbruch reduziert die Staubentwicklung.
💰 Zusatzinfo: Die Entsorgung der Schornsteinziegel kann teuer werden, wenn die Deponie diese nicht als reinen Bauschutt akzeptiert, wie im Beitrag Bauschutt-Container: Schornsteinziegel – Deponie-Kosten beachten! erläutert. Eine vorherige Absprache mit dem Containerdienst ist ratsam, um unerwartete Kosten zu vermeiden.
🔴 Risiko: Beim Abbruch von unten besteht die Gefahr, dass der Schornstein unkontrolliert einstürzt, wie im Beitrag Schornstein Abbruch: Gefahr durch Einsturz – Abbruch von oben! beschrieben. Daher wird empfohlen, den Abbruch von oben nach unten durchzuführen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
✅ Empfehlung: Eine mögliche Vorgehensweise beim Abbruch ist im Beitrag Schornsteinabbruch: Keller-Methode – Vorgehen & Betonschluss beschrieben. Dabei wird der Schornstein im Keller vorbereitet und dann von oben abgetragen. Die entstandenen Löcher in den Geschossdecken werden anschließend zubetoniert.
👉 Handlungsempfehlung: Vor Beginn der Arbeiten sollte eine Genehmigung eingeholt und die statische Situation geprüft werden. Die Entsorgung des Bauschutts muss fachgerecht erfolgen. Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, um Risiken zu minimieren und die Sanierung erfolgreich durchzuführen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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