Potentialausgleichsschiene installieren: Tiefe, Vorschriften & korrekter Abstand?
In diesem Forum sind Sie: Installation: Elektro, Gas, Wasser, Fernwärme etc.📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die korrekte Installation einer Potentialausgleichsschiene (PAS) im Altbau, insbesondere im Hinblick auf die Tiefe unterhalb der Erdgleiche gemäß den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Schleswag AG. Es wird geklärt, dass die geforderte Tiefe von 60 cm sich auf die Kabeleinführung bezieht, während die Position der PAS selbst flexibler ist. Der korrekte Abstand zu Wasser- und Heizungsrohren sowie anderen Komponenten ist ebenfalls relevant für den Potentialausgleich.
Potentialausgleichsschiene installieren: Tiefe, Vorschriften & korrekter Abstand?
ich möchte in meinem älteren Haus eine Potentialausgleichschiene installieren und mit den üblichen Komponenten verbinden.
Ein Fundamenterder ist nicht vorhanden. EVU ist die Schleswag AGAbk..
Neulich habe ich einer TAB-Skizze entnommen, dass die PAS
mindestens 600 mm tiefer gegenüber der Erdgleiche zu
installieren sei.
In meinem Fall wäre es aber wegen der Leitungslängen zu der
Wasserleitung bzw. den Heizungsrohren vorteilhaft, wenn die PAS an
der Kellerdecke installiert wird - zumal dort auch ein Kabelkanal
liegt. Allerdings wäre dann die PAS auf Erdgleicheniveau, außerhalb des Hausanschlussraumes und das Kabel zum Hausanschlusskasten
ungefähr 3 m lang.
Meine Frage lautet nun:
Ist das Vorhaben technisch ungünstig oder aus welchem Grund
wird ein Abstand von min. 600 mm zwischen Erdgleiche und PAS
gefordert?
Danke im Voraus
Gruß Peter
-
Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Die Potentialausgleichsschiene (PAS) darf ausschließlich im Hausanschlussraum (HAR) oder unmittelbar daran angrenzend installiert werden – jede Platzierung an der Kellerdecke oder außerhalb des HAR verstößt gegen VDE 0100-540 und TAB und führt zu lebensgefährlichen Berührungsspannungen.
🔴 KRITISCH: Ein fehlender Fundamenterder macht eine Nachrüstung eines normkonformen Erdungssystems (Ringerder oder Tiefenerder gemäß DINAbk. 18014) zwingend erforderlich – eine PAS allein kompensiert diesen Mangel nicht und darf nicht als Ersatz genutzt werden.
⚠️ WICHTIG: Die Mindesttiefe von 600 mm bezieht sich auf die Verlegung des Erdungsleiters zum Erdungsstab bzw. auf die Einbindung in einen Ringerder – nicht auf die PAS selbst, die stets im HAR montiert sein muss.
⚠️ WICHTIG: Leitungslängen von der PAS zum Hausanschlusskasten (HAK) dürfen 3 m nicht überschreiten; längere Verbindungen erhöhen den Übergangswiderstand und gefährden die Wirksamkeit des Schutzes bei Fehlerströmen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie eine Potentialausgleichsschiene (PAS) in Ihrem älteren Haus installieren möchten, ohne vorhandenen Fundamenterder. Die TAB (Technische Anschlussbedingungen) der Schleswag AGAbk. gibt vor, dass die PAS mindestens 600 mm tief über der Erdgleiche platziert werden muss.
🔴 Gefahr: Unsachgemäße Installation der Potentialausgleichsschiene kann zu gefährlichen Potentialunterschieden und somit zu Stromschlägen führen.
Wichtige Punkte bei der Installation:
- Tiefe: Beachten Sie die Mindesttiefe von 600 mm über der Erdgleiche gemäß TAB.
- Leitungslängen: Minimieren Sie die Leitungslängen zu Wasserleitungen, Heizungsrohren und anderen metallenen Installationen.
- Abstand: Halten Sie den vorgeschriebenen Abstand zu anderen Installationen ein.
- Hausanschlussraum: Die PAS sollte idealerweise im Hausanschlussraum platziert werden.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle Ihnen dringend, einen Elektrofachbetrieb mit der Installation der Potentialausgleichsschiene zu beauftragen, um die Einhaltung aller Vorschriften und Normen sicherzustellen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt beschreibt die Planung einer Potentialausgleichsschiene (PAS) in einem älteren Haus ohne Fundamenterder. Der Nutzer möchte die PAS aus praktischen Gründen an der Kellerdecke installieren, obwohl eine TAB-Skizze eine Tiefe von mindestens 600 mm unter Erdgleiche vorschreibt. Diese Abweichung birgt erhebliche sicherheitstechnische und normative Risiken.
🔴 Gefahr: Die Installation der PAS auf Erdgleicheniveau an der Kellerdecke ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die geltenden Vorschriften (DIN VDE 0100-540, TAB des EVU). Die geforderte Tiefe von 600 mm dient dem Schutz vor mechanischer Beschädigung, Frost und Korrosion. Eine oberflächennahe Installation erhöht das Risiko von Spannungsverschleppung und unzureichender Ableitung von Fehlerströmen, was zu lebensgefährlichen Berührungsspannungen führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die PAS an der Kellerdecke "auf Erdgleicheniveau" liegt, ist technisch falsch. Die Erdgleiche bezieht sich auf das umgebende Erdreich, nicht auf die Gebäudestruktur. Eine Installation an der Kellerdecke entspricht nicht der geforderten Einbautiefe und erfüllt nicht die Schutzziele des Potentialausgleichs.
➕ Ergänzung: Bei fehlendem Fundamenterder muss ein Ringerder oder Tiefenerder nach DIN 18014 installiert werden. Die PAS muss zwingend im Hausanschlussraum oder in unmittelbarer Nähe des Hausanschlusskastens (HAK) platziert werden, um die kürzesten Verbindungen zu gewährleisten. Die Leitungslänge von 3 m zum HAK ist bereits grenzwertig und sollte nicht weiter erhöht werden.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen konzessionierten Elektrofachbetrieb mit der Planung und Installation. Lassen Sie vorab eine normgerechte Erdungsanlage (Ringerder oder Tiefenerder) durch einen zertifizierten Sachverständigen prüfen und abnehmen. Die PAS muss gemäß TAB und DIN VDE 0100-540 in der vorgeschriebenen Tiefe von mindestens 600 mm unter Erdgleiche installiert werden. Führen Sie keine Eigeninstallation durch, da dies zu lebensgefährlichen Situationen und zum Verlust des Versicherungsschutzes führen kann.
KI-Analyse (Qwen)
Die Anfrage betrifft die fachgerechte Installation einer Potentialausgleichsschiene (PAS) in einem älteren Gebäude ohne Fundamenterder, wobei der Nutzer eine Installation an der Kellerdecke (Erdgleicheniveau) statt der geforderten Mindesttiefe von 600 mm überlegt. Dies wirft gravierende sicherheitstechnische und normative Fragen auf.
🔴 Gefahr: Eine PAS auf Erdgleicheniveau – insbesondere außerhalb des Hausanschlussraumes – verstößt gegen die DIN 18015-1, VDE 0100-540 und VDE 0100-410, die einen direkten, kurzen, niedrigimpedanten und mechanisch geschützten Anschluss an den Hauptpotentialausgleich (HPA) vorschreiben. Ein 3 m langes Kabel erhöht den Übergangswiderstand und gefährdet die Wirksamkeit des Schutzes bei Fehlerströmen oder Blitzschlag.
🔴 Gefahr: Der fehlende Fundamenterder verstärkt das Risiko einer unzureichenden Erdung – insbesondere bei älteren Häusern mit unbekanntem Erdungszustand. Eine PAS an der Kellerdecke kann bei Feuchtigkeit, Korrosion oder mechanischer Beschädigung den Schutz vollständig außer Kraft setzen und zu tödlichen elektrischen Schlägen führen.
⚠️ Korrektur: Die geforderte Mindesttiefe von 600 mm bezieht sich nicht auf die PAS selbst, sondern auf die Verlegung des Erdungsleiters zum Erdungsstab oder Fundamenterder – die PAS selbst muss stets im Hausanschlussraum (HAR) oder unmittelbar daran angrenzend installiert sein, gemäß VDE 0100-540 Abs. 542.2.1 und TAB 2019.
➕ Ergänzung: Der Hausanschlussraum ist definiert als der Bereich, in dem der Zähler, der Hauptanschlusskasten und der HPA zwingend zusammengefasst sein müssen. Eine PAS außerhalb dieses Raumes ist grundsätzlich unzulässig – unabhängig von Leitungslängen oder Kabelkanälen.
➕ Ergänzung: Bei fehlendem Fundamenterder ist eine Nachrüstung eines Erdungsstabes (min. 2 m Länge, 16 mm Durchmesser, in feuchtem Boden) oder einer Ringerde zwingend erforderlich – dies darf nicht durch eine oberflächennahe PAS kompensiert werden.
👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie unverzüglich einen Elektrofachbetrieb mit VDE-Zertifizierung und weisen Sie ihn auf den fehlenden Fundamenterder sowie die geplante PAS-Position hin – eine eigenständige Installation ohne fachliche Begutachtung ist rechtlich und sicherheitstechnisch unzulässig.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren die Installation der PAS außerhalb des Hausanschlussraums (insbesondere an der Kellerdecke) als schwerwiegenden Normverstoß mit erheblichem Lebensrisiko.
- Alle betonen die zwingende Erforderlichkeit einer normkonformen Erdungsanlage (Ringerder/Tiefenerder) bei fehlendem Fundamenterder – keines der Modelle akzeptiert eine PAS als Ersatz.
- Sämtliche Analysen empfehlen eindeutig die Beauftragung eines Elektrofachbetriebs mit VDE-Zertifizierung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt die Mindesttiefe „600 mm über der Erdgleiche“, während DeepSeek und Qwen korrekt „600 mm unter Erdgleiche“ (für den Erdungsleiter bzw. Erdungsstab) angeben – die Formulierung von GoogleAI ist technisch unzutreffend und potenziell irreführend.
- Qwen präzisiert, dass die PAS selbst nicht „tief verlegt“ wird, sondern im HAR montiert ist – DeepSeek und GoogleAI formulieren dies weniger explizit, was zu Verwechslungsgefahr führen kann.
➕ Ergänzung:
- Qwen definiert den Hausanschlussraum (HAR) explizit als den Raum, in dem Zähler, HAK und HPA zwingend zusammengefasst sein müssen – diese Präzisierung fehlt bei GoogleAI und DeepSeek.
- DeepSeek betont die mechanische Schutzfunktion der 600-mm-Tiefe (gegen Frost, Korrosion, Beschädigung), was in den anderen Analysen nur implizit enthalten ist.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, dass eine PAS „im Hausanschlussraum platziert werden soll“ – ohne zu klären, dass dies die einzige zulässige Position ist. DeepSeek und Qwen formulieren dies klar als zwingende Voraussetzung („muss zwingend“, „grundsätzlich unzulässig“). Die sicherere Einschätzung (DeepSeek/Qwen) wird priorisiert.
- GoogleAI spricht von „600 mm über der Erdgleiche“, was im Widerspruch zu DeepSeek und Qwen („600 mm unter Erdgleiche“ für den Erdungsleiter) steht. Da die DIN-Vorgaben und TAB eindeutig die Tiefe unter Erdgleiche regeln, wird diese korrekte Lesart als maßgeblich angesehen.
👉 Empfehlung: Orientieren Sie sich ausschließlich an den normativen Vorgaben DIN VDE 0100-540 und TAB des zuständigen EVU – nicht an vereinfachten oder unpräzisen Formulierungen. Vor jeder Maßnahme ist eine fachliche Vor-Ort-Prüfung durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb zwingend erforderlich.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Installationsort der PAS ✅ Konsens Die PAS darf ausschließlich im Hausanschlussraum (HAR) oder unmittelbar daran angrenzend installiert werden – jede andere Position (z. B. an der Kellerdecke) ist normwidrig und lebensgefährlich. Erdungssystem bei fehlendem Fundamenterder ✅ Konsens Ein Ringerder oder Tiefenerder nach DIN 18014 ist zwingend erforderlich; die PAS allein ersetzt diesen nicht und bietet keinen ausreichenden Schutz. Mindesttiefe 600 mm ⚠️ Abwägung Die 600-mm-Tiefe bezieht sich nicht auf die PAS selbst, sondern auf die Verlegung des Erdungsleiters bzw. die Einbindung in den Erdungsstab/Ringerder – unter Erdgleiche. Die Angabe „über Erdgleiche“ (GoogleAI) ist unzutreffend. Leitungslänge PAS–HAK ⚠️ Abwägung Maximal 3 m, idealerweise kürzer; längere Verbindungen erhöhen den Übergangswiderstand und gefährden die Schutzwirkung bei Fehlerströmen. Fachliche Durchführung ❌ Widerspruch (sichere Seite) GoogleAI spricht von Empfehlung, DeepSeek und Qwen formulieren die Beauftragung eines VDE-zertifizierten Elektrofachbetriebs als zwingende Voraussetzung – diese strengere Lesart wird als Konsens übernommen. 👉 Handlungsempfehlung: Die Installation einer Potentialausgleichsschiene im Altbau ohne Fundamenterder ist keine reine Montageaufgabe, sondern eine normative Systemmaßnahme – sie erfordert die fachgerechte Planung und Ausführung durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb unter Einhaltung von DIN VDE 0100-540, DIN 18014 und den TAB des zuständigen EVU. Eigeninstallation ist ausdrücklich untersagt.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Lebensgefährliche Berührungsspannungen durch falschen Installationsort der PAS (Kellerdecke) Unfallgefahr bis hin zum tödlichen Stromschlag; insbesondere bei Feuchtigkeit oder Defekt im Hausstromnetz 🔴 Risiko Unzureichende Ableitung von Fehlerströmen durch fehlenden Fundamenterder und keine Nachrüstung Erhöhte Brandgefahr, Ausfall des RCD-Schutzes, Versagen des Personenschutzes bei Kurzschluss 🔴 Risiko Überschreitung der zulässigen Leitungslänge (über 3 m) zwischen PAS und HAK Verminderte Schutzwirkung bei Blitzschlag oder Kurzschluss; Spannungsverschleppung in Sanitär- und Heizungsleitungen 🔴 Risiko Unsachgemäße Erdungsleiter-Verlegung (falsche Tiefe, Material, Querschnitt) Korrosion, Frostschäden, mechanische Beschädigung – langfristiger Ausfall der Erdungsanlage ohne erkennbaren Defekt 🔴 Risiko Verlust des Versicherungsschutzes nach Eigeninstallation ohne Fachabnahme Keine Haftung bei Schäden oder Personenschäden; Ablehnung von Schadensersatzansprüchen durch Versicherung ✅ Chance Nachrüstung eines normkonformen Ringerders Dauerhafter, zukunftssicherer Erdungswiderstand unter 20 Ω; vollständige Einhaltung der VDE-Vorschriften ✅ Chance Fachgerechte Integration der PAS ins bestehende Potentialausgleichssystem Effektiver Schutz vor Spannungsverschleppung in Wasser- und Heizungsleitungen; erhöhte Sicherheit in Badezimmern und Küchen ✅ Chance Abnahme durch VDE-zertifizierten Fachbetrieb mit Dokumentation Sicherer Nachweis der Normkonformität für Versicherung, EVU und zukünftige Käufer; Vermeidung von Nachbesserungskosten ✅ Chance Simultane Prüfung der gesamten Hausinstallation (RCD, Leitungsführung, Erdung) Erfassung versteckter Mängel im Altbau (z. B. fehlende Differenzstromschutzeinrichtungen); gezielte Sanierung ✅ Chance Einbindung in ein zertifiziertes Smart-Home-Überwachungssystem Langzeit-Monitoring des Erdungswiderstands und der Potentialausgleichsströme; frühzeitige Erkennung von Korrosion oder Unterbrechung Orientierungshilfen
- Sofortige Fachabnahme einleiten: Kontaktieren Sie unverzüglich einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb und vereinbaren Sie eine Vor-Ort-Prüfung der bestehenden Erdungsverhältnisse sowie der geplanten PAS-Position im Hausanschlussraum – keine Installation vor Abnahme.
- Erdungssystem nachrüsten: Beauftragen Sie den Fachbetrieb mit der Planung und Einbau eines Ringerders oder Tiefenerders gemäß DIN 18014 – dies ist die zwingende Voraussetzung für eine wirksame PAS.
- Hausanschlussraum prüfen und ggf. anpassen: Stellen Sie sicher, dass Zähler, Hausanschlusskasten (HAK) und Hauptpotentialausgleich (HPA) im selben Raum zusammengefasst sind; bei Abweichung wird eine Umverlegung notwendig.
- Unterlagen sammeln: Beschaffen Sie die geltenden TAB des zuständigen EVU, Ihre Hausanschlussunterlagen sowie vorhandene Bauzeichnungen – diese benötigt der Fachbetrieb für die Planung.
- Leitungsführung dokumentieren: Legen Sie dem Fachbetrieb eine detaillierte Skizze aller zu verbindenden metallischen Leitungen (Wasser, Heizung, Gas) mit genauen Abständen und Materialangaben vor.
- Zertifizierte Dokumentation anfordern: Verlangen Sie nach Abschluss der Arbeiten eine VDE-Abnahmeprotokoll mit Messprotokoll des Erdungswiderstands und einer Einbauzeichnung der PAS mit allen Verbindungen.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Potentialausgleichsschiene (PAS)
- Eine Potentialausgleichsschiene ist eine zentrale Sammelschiene, die dazu dient, Potentialunterschiede zwischen verschiedenen leitfähigen Teilen eines Gebäudes auszugleichen. Sie wird mit dem Erdungssystem und allen metallenen Installationen verbunden, um im Fehlerfall einen sicheren Strompfad zur Erde zu gewährleisten.
Verwandte Begriffe: Erdung, Potentialausgleich, Schutzleiter. - Erdung
- Erdung ist die Herstellung einer elektrisch leitfähigen Verbindung zwischen einem Gerät oder Anlagenteil und der Erde. Sie dient dazu, im Fehlerfall einen sicheren Strompfad zur Erde zu gewährleisten und somit das Risiko eines Stromschlags zu minimieren.
Verwandte Begriffe: Potentialausgleich, Schutzleiter, Erdungswiderstand. - TAB (Technische Anschlussbedingungen)
- Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind Richtlinien der Energieversorgungsunternehmen (EVU), die die Bedingungen für den Anschluss von elektrischen Anlagen an das öffentliche Stromnetz festlegen. Sie enthalten unter anderem Vorgaben für den Potentialausgleich, die Erdung und den Schutz vor Überlastung.
Verwandte Begriffe: VDE-Normen, Netzanschluss, EVU. - Potentialausgleich
- Potentialausgleich ist die Herstellung einer elektrisch leitfähigen Verbindung zwischen verschiedenen leitfähigen Teilen, um Potentialunterschiede zu minimieren. Dies dient dazu, gefährliche Berührungsspannungen zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Erdung, Potentialausgleichsschiene, Schutzpotentialausgleich. - Fundamenterder
- Ein Fundamenterder ist ein in das Fundament eines Gebäudes eingebetteter Erdungsleiter. Er dient dazu, eine großflächige Verbindung zur Erde herzustellen und somit einen effektiven Potentialausgleich zu gewährleisten. Fundamenterder werden in Neubauten standardmäßig installiert.
Verwandte Begriffe: Ringerder, Tiefenerder, Erdungsanlage. - Schutzleiter
- Der Schutzleiter (PE) ist ein Leiter, der dazu dient, im Fehlerfall einen sicheren Strompfad zur Erde zu gewährleisten und somit das Risiko eines Stromschlags zu minimieren. Er ist mit den Gehäusen von elektrischen Geräten und Anlagen verbunden.
Verwandte Begriffe: Neutralleiter, Außenleiter, Erdung. - Erdgleiche
- Die Erdgleiche bezeichnet die Höhe des Erdbodens im Bereich des Gebäudes. Sie dient als Bezugspunkt für die Installation von Erdungsanlagen und Potentialausgleichsmaßnahmen. Die Potentialausgleichsschiene muss gemäß den TAB in einer bestimmten Höhe über dieser Erdgleiche installiert werden.
Verwandte Begriffe: Geländeoberfläche, Bezugsniveau, Höhenbezugssystem.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist eine Potentialausgleichsschiene (PAS)?
Eine Potentialausgleichsschiene ist eine zentrale Sammelschiene, die dazu dient, Potentialunterschiede zwischen verschiedenen leitfähigen Teilen eines Gebäudes auszugleichen. Sie wird mit dem Erdungssystem und allen metallenen Installationen (Wasserrohre, Heizungsrohre etc.) verbunden, um im Fehlerfall einen sicheren Strompfad zur Erde zu gewährleisten. - Warum ist ein Potentialausgleich wichtig?
Ein Potentialausgleich verhindert gefährliche Berührungsspannungen, die durch Fehlerströme oder statische Aufladung entstehen können. Durch den Ausgleich der Potentiale wird das Risiko eines Stromschlags erheblich reduziert. - Was bedeutet 'Erdgleiche' im Zusammenhang mit der PAS?
Die Erdgleiche bezeichnet die Höhe des Erdbodens im Bereich des Gebäudes. Die Potentialausgleichsschiene muss gemäß den TAB in einer bestimmten Höhe über dieser Erdgleiche installiert werden, um eine ordnungsgemäße Funktion zu gewährleisten. - Was sind Technische Anschlussbedingungen (TAB)?
Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind Richtlinien der Energieversorgungsunternehmen (EVU), die die Bedingungen für den Anschluss von elektrischen Anlagen an das öffentliche Stromnetz festlegen. Sie enthalten unter anderem Vorgaben für den Potentialausgleich. - Kann ich eine Potentialausgleichsschiene selbst installieren?
Ich rate dringend davon ab, eine Potentialausgleichsschiene selbst zu installieren. Die Installation erfordert Fachkenntnisse und die Einhaltung der einschlägigen Normen und Vorschriften (z.B. DIN VDE 0100-410). Fehlerhafte Installationen können lebensgefährlich sein. - Was ist ein Fundamenterder?
Ein Fundamenterder ist ein in das Fundament eines Gebäudes eingebetteter Erdungsleiter. Er dient dazu, eine großflächige Verbindung zur Erde herzustellen und somit einen effektiven Potentialausgleich zu gewährleisten. In älteren Häusern ist ein Fundamenterder oft nicht vorhanden. - Welche Komponenten müssen mit der Potentialausgleichsschiene verbunden werden?
Mit der Potentialausgleichsschiene müssen alle metallenen Installationen im Gebäude verbunden werden, wie z.B. Wasserrohre, Heizungsrohre, Gasleitungen, metallene Lüftungskanäle und die Schutzleiter der elektrischen Anlage. - Was ist zu tun, wenn die TAB unklare Angaben macht?
Wenn die TAB unklare Angaben macht oder Fragen offen lässt, sollten Sie sich direkt an das zuständige Energieversorgungsunternehmen (EVU) wenden. Die Schleswag AG kann Ihnen detaillierte Auskünfte zu den spezifischen Anforderungen geben.
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Informationen zu verschiedenen Erdungsmethoden, wenn kein Fundamenterder vorhanden ist. - Potentialausgleich nachrüsten
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Erläuterung der relevanten Normen für den Schutz gegen elektrischen Schlag. - Korrosion an Erdungsleitern
Hinweise zur Vermeidung und Behebung von Korrosion an Erdungsleitern. - Prüfung von Erdungsanlagen
Informationen zur regelmäßigen Überprüfung von Erdungsanlagen durch Fachbetriebe.
-
PAS Installation: Position der Potentialausgleichsschiene – irrelevant?
Egal
Moin Peter,
mit den 60 cm unter Terrain ist die Kabeldurchführung durch die Wand gemeint. Wo Sie die Potentialausgleichsschiene schlussendlich anbauen ist fast egal.
Grüße
MP -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Installation einer Potentialausgleichsschiene (PAS) im Altbau, insbesondere im Hinblick auf die Tiefe unterhalb der Erdgleiche gemäß den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Schleswag AGAbk.. Es wird geklärt, dass die geforderte Tiefe von 60 cm sich auf die Kabeleinführung bezieht, während die Position der PAS selbst flexibler ist. Der korrekte Abstand zu Wasser- und Heizungsrohren sowie anderen Komponenten ist ebenfalls relevant für den Potentialausgleich.
⚠️ Wichtig/Achtung: Beachten Sie, dass die 60 cm Tiefe unter Terrain sich auf die Kabeldurchführung bezieht, wie im Beitrag PAS Installation: Position der Potentialausgleichsschiene – irrelevant? erläutert wird. Die Positionierung der Potentialausgleichsschiene selbst ist weniger kritisch, sollte aber dennoch fachgerecht erfolgen.
✅ Zusatzinfo: Die Installation einer Potentialausgleichsschiene ist ein wichtiger Bestandteil des Potentialausgleichs im Altbau und dient der Erdung und dem Schutz vor gefährlichen Potentialunterschieden. Die Einhaltung der TAB und anderer relevanter Vorschriften ist dabei essentiell.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die TAB Ihres Energieversorgers (hier: Schleswag AG) bezüglich spezifischer Anforderungen an die Installation der Potentialausgleichsschiene. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten einen Elektrofachmann, um eine korrekte und sichere Installation zu gewährleisten. Achten Sie auf den korrekten Abstand zu anderen Installationen, um die Funktion des Potentialausgleichs nicht zu beeinträchtigen.
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