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Baufinanzierung

Dar die Bank mir die Firma ablehnen?

Hallo,

bin momentan ein bisschen ratlos ob das so rechtens sein kann!

Meine Bank hat mir meine gewünschte Baufinanzierung in Aussicht gestellt unter der Auflage nicht mit meiner gewünschten Baufirma bauen zu lassen, da diese von der Bank nicht unterstützt wird.

Jetzt könnte man sagen such dir doch dann ne andere Firma. Die Firma ist Eigentümer des Grundstück das ich haben möchte. Würde auch gern mit dieser Firma Bauen weil ich Vertauen zu ihr habe. Wie die Bank solche Aussagen treffeb kann ist mir Unverständlich! Das ist doch Rufmord an der Firma die im gleichen Ort ansässig ist. Machen sie sich nicht strafbar?

Danke für Eure Meinung

Name:

  • Value
  1. Vertragsverhältnis

    Das Vertragsverhältnis haben Sie mit der Bank und nicht die Bank mit der Baufirma. Es wäre schon geschäftlich bedenklich, wenn die Bank Sie vor der Firma warnt. Aber diese Einmischung ist strafbar. Holen Sie aber zur Vorsicht Auskünfte über die Firma ein und achten Sie bei der Abrechnung, dass nicht überzahlt wird. Der größte Schaden eines Bauherrn entsteht, wenn die Baufirma mittendrin Pleite geht.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  2. Darf die Bank mir die Firma ablehnen?

    Sie darf es genau genommen nicht.

    Aber sie hat vermutlich einen besseren Überblick und sie hat das als gut gemeinten Rat an ihren Kunden trotzdem gemacht.

    Als Eigentümer des Grundstückes kann man als Kunde zwar nach Baufortschritt bezahlen. Aber wenn der Eigentümer des Grundstückes pleite geht, gehört alles zur Konkursmasse. Die Baufirma ist Eigentümer des Grundstückes und aller damit verbundenen Gebäude.

    Keinerlei Eigentum an dem schönen neuen Haus ist trotz Bezahlung erworben worden!!!

    Finger weg!

    Name:

    • Pauline Neugebauer
  3. das Problem ist immer

    Sobald jemand baut, ohne Eigentümer des Grundstücks zu sein besteht die Gefahr, alles zu verlieren. Deshalb ist als erstes das Grundstück im Grundbuch umzuschreiben. Hier könnte auch das Problem des Kreditgebers liegen, denn so gibt es keinen Kredit. Das sollte man aber klar sagen und nicht durch Ablehnung der Baufirma. Sie müssen also als erstes die Grundstücksfrage regeln, sonst tatsächlich Finger weg. Für den Kredit wird das Grundstück mit einer Grundschuld belegt und so der Kredit abgesichert. Kein Grundeigentümer bedeutet keine Grundschuld und so kein Kredit.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  4. Eigentümer des Grundstücks

    Die Antwort ist richtig, Herr Kirchner.

    Aber der Bauträger kann das Grundstück nicht freigeben, weil die Bank damit seinen Kredit sichert. Den kann er jetzt nicht zurückzahlen.

    Es ist also eine Zitterpartie, ob das Haus fertig wird und das Grundstück umgeschrieben wird, bevor der Bauträger in Schwierigkeiten kommt. Tauchen die Schwierigkeiten auf, wird der Bauträger nicht noch schnell auf den Käufer umschreiben!

    Viele Schulden des Bauträgers bleiben ihm persönlich erhalten. Denn keine Bank wird einer GmbH & Co KG einen Kredit geben. Da muß der Geschäftsführer und Inhaber schon persönlich Sicherheiten beibringen.

    Nur die Handwerker müssen sich an die GmbH halten und zahlen drauf.

    Die Bank wird wohl ahnen, daß die Schwierigkeiten vorher kommen und warnt ihren Kunden, obwohl sie dieses Wissen nicht weitergeben darf.

    Aber sie möchte ihren Kunden auch nicht ins offene Messer laufen lassen.

    Name:

    • Pauline Neugebauer
  5. Murphy's law: was schief gehen kann das geht auch schief

    Also Finger weg oder das Risiko auf Null minimieren. Das bedeutet: der Bauunternehmer baut das Haus auf seine Kosten und bietet nach Fertigstellung das Haus zum Kauf an bei gleichzeitiger Besitzumschreibung im Grundbuch.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  6. Das ist doch Quatsch!

    Das ist doch nichts schlimmes, wenn ein Bauträger ein Grundstück kauft, dieses bebaut und das dann anschließend verkauft.

    Da wird dann eine so genannte Auflassungsvormerkung durch den Notar beim Grundbuchamt veranlasst. Ich stelle es mal vereinfacht dar.

    Die Auflassungsvormerkung besagt, dass der Käufer, wenn er alles bezahlt hat, Eigentümer des Grundstückes einschließlich Haus wird.

    Ich habe selbst 21 Jahre lang dieses Modell betrieben, Grundstücke gekauft, diese Bebaut und wieder verkauft.

    Da ist normalerweise nichts dabei, bei einer derartigen Modellwahl ein Haus zu kaufen, wenn der vereinbarte Zahlungsplan passt.

    Allerdings, wenn die Bank sagt, wenn Du mit dem Bauträger baust, kriegste keinen Kredit, dann ist das halt so. Natürlich kann die Bank das sagen und die Beauftragung eines entsprechenden Bauträger durch dieses Verhalten vereiteln. Aber dann ist das halt mal so.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  7. Quatsch? wohl nicht ganz!

    Wenn ein Neubau da steht und wird verkauft dann geht das mit der Auflassungsvormerkung. Aber wenn Abschlagszahlungen nach Baufortschritt geleistet werden ohne dass das Grundstück umgeschrieben gibt es keine Kredit und bei einer Insolvenz des GUA ist die Anzahlung flöten. So saniert sich eine Baufirma durch Insolvenz. Die Bank sollte aber mit offenen Karten spielen und die Gründe mitteilen.

    Name:

    • Klaus Kirschner

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