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Fertighaus

Erfahrungen mit Fertighaus-Anbieter?

Hallo Allerseits,
wir planen im Moment ein Fertighaus zu bauen und sind mit folgenden Firmen in engerem Kontakt. XXXXX, Beilharz, Keilhofer und Schwabenhaus. Wir sind im Moment in der Angebotsvergleichsphase und interessieren und an dieser Stelle hauptsächlich für Erfahrungsberichte von Baufamilien mit o.g. Herstellern. Es wäre schön detaillierte Infos zu erhalten, Vielen Dank!

Name:

  • Tanja Klapper
  1. Die Frage treibt wohl jeden um...

    der anfängt zu bauen, schliesslich ist man im Gegensatz zur ausführenden Firma nur 1 bis 2 Mal im Leben damit beschäftigt ein Haus zu bauen. Zu jeder Firma lassen sich vermutlich zufriedene Hausbesitzer finden, während es wohl keine Firma gibt, die nur glückliche Kunden ihr Eigen nennt.
    Auch wenn bei Fertighäusern oft behauptet wird, dass die Schwankungsbreite aufgrund der automatisierten Herstellung im Werk nur sehr gering ist, ist sie immer noch gross genug, um vom Traum in den Albtraum kippen zu können, zumal es Hersteller gibt, bei denen man 10 Tage nach dem Stelltermin einziehen kann, während andere nur einen Holzrohbau hinstellen und sich die Innenarbeiten noch 3 Monate hinziehen.
    Wir hatten ebenfalls viel Zeit in die Suche nach der "richtigen" Firma investiert und trotzdem relativ viele Scherereien.
    17 Monate nach dem Stelltermin meines Hauses bin ich zur Überzeugung gelangt, das wir die falschen Punkte gewählt haben, bzw. viele vergessen haben, die uns im Nachhinein Kummer bereiten.
    Einige Punkte, die wir jetzt beachten würden:

    • Werden die einzelnen Gewerke von Mitarbeitern der Hausbaufirma oder von Subunternehmen erstellt. Die Kommunikation während und

    der "Gewährleistungswille" nach der Fertigstellung schwankt schon, je nachdem ob man die Hausbaufirma oder einen unabhängigen Handwerker trifft. Es ist in diesem Zusammenhang auch wichtig, ob die einzelnen Subunternehmer bei Vertragsunterzeichnung überhaupt schon bekannt sind.

    • Hat die Firma Erfahrung mit den gewünschten Planungen? Wenn man einer der ersten ist, geht oft einiges schief, bspw. bei Wandheizung, EIB, Pelletheizung.
    • Ist der zugeteilte Verkäufer/Bauleiter schon länger im Unternehmen beschäftigt? Der Wechsel eines Bauleiters während der Planungs/Fertigsstellungsphase ist ähnlich misslich wie die Zuteilung eines völligen Firmenneulings, der vom Vorgänger zu kurz eingearbeitet wurde.
    • Wie äussern sich unzufriedene Kunden der Firma? Das jede Firma 10-20 Referenzen aus dem Hut zaubern kann, ist nicht erstaunlich, von denen lernt man allerdings nichts. Für den Fall, das alles glatt geht, muss man sich nicht mehr um die Firma kümmern und für den Fall, dass es umfangreiche Nachbesserungen gibt, sind diese Bauherren die falsche Adresse.
    • Wie gross ist das Verbreitungsgebiet der Firma? Wenn man weit vom Sitz der Firma gebaut hat und das Pech hat, in einer Ecke zu wohnen, in der sonst keine Häuser gebaut werden, kann es mit den Nachbesserungsterminen schon mal etwas dauern, weil für 30 Minuten Arbeit keiner gerne 6 Stunden ins Auto sitzt.
    • Wie ist die Vor-Ort-Kontrolle der Bauleiter? Während bei einer Firma der Bauleiter 3 Mal vorbeikommt, wenn der Keller gegossen wird, sieht man bei anderen Firmen den im Bauantrag vermerkten Bauleiter nie, und den "echten" Bauleiter vielleicht 3 Mal während der gesamten Bauphase.
    • Wie ausdefiniert ist der Original-Hausvertrag? Wenn man zum Bemusterungstermin kommt und es sollen einem 20'000 EURO untergeschoben werden, die im Originalvertrag nicht explizit erwähnt wurden, ist es zu spät.
    • Wie offen ist die Kalkulation? Während es für eine Baufirma schon beinahe ein Kapitalverbrechen darstellt nachzufragen, wie sich die Kosten auf die einzelnen Gewerke verteilen, bekommt man bei anderen Firmen diese genau aufgeschlüsselt. Änderungen werden einzeln und nicht als Gemengelage im Stile von "Planungsänderung X 4500 EUR" abgehandelt.

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