Energiesparendes Bauen / Niedrigenergiehaus

Wärmebrückenminimierungen

Bei der anstehenden Werkplanung gehe ich davon aus, daß die geplante Terrassensituation bei unserem Neubau ein spannendes Thema wird. Insbesondere eine optimale Wärmebrückenminimierung dürfte hier eine Herausforderung sein. Natürlich muss da noch unser Architekt und der Statiker ran, aber da es nach der Urlaubszeit recht eng wird bis zur gewünschten Realisierung, möchte ich hier schon mal um Meinungen bitten, welche Lösungsansätze den besten Erfolg bringen können.
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Die geplante Situation habe ich auf dem beigefügten Bildausschnitt (Link1: http://www.bau.net/reg/bilder/MartinOutl-f9bb-2.gif

  • Der Hauseingang liegt mit der Haustür (ROT) im UGA
  • Draussen (DUNKELBLAU) davor ist ein Hausrücksprung (ca. 1,5 m) mit dem Eingangspodest.
  • Ab der Haustür beginnt der warme Bereich (ROSAROT) mit dem UG Windfang
  • Westlich davon liegt der kalte UG Keller (HELLBLAU), der mit einer Betonwand (GRAU) vom Erdreich (BRAUN) des Hanges umgeben ist.
  • Oberhalb des UG Keller, des UG Eingangspodestes und Teilen des UG Windfanges ist auf der EGA Ebene eine Terrasse (Holzbelag) geplant.
  • Die Terrasse soll einen fast ebenerdigen Übergang durch eine Hebe-Schiebe-Kipp-Tür zur Küche im EG (Fussbodenheizung mit Fliesen) erhalten.
  • Der Aussenwandverlauf im EG ist als Ziegelwand (30 cm T9-Stein) in GRÜN markiert.

Eine weiteres "Foto" (Link2: http://www.bau.net/reg/bilder/MartinOutl-f9bb-3.jpg
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Nun besteht ja wohl eine Wärmebrückenproblematik auf der Terrasse insbesondere
(I) im Bereich über dem warmen UG Windfang und
(II) durch die Verbindung der EG Betonbodenplatte zwischen Terrasse und EG Küche.
Die gleiche Betonplatte hat auch
(III) von der Unterseite im Bereich des UG Eingangspodestes ein Wärmebrückenproblem zum warmen Hausinneren (ROSAROT).
Wenn die Trennwand (WEISS) des Kellers ebenfalls aus Beton ausgeführt werden sollte, ist dies auch
(IVA) ein Wärmebrückenproblem zwischen kaltem Keller (HELLBLAU) und warmen Hausinneren (ROSAROT). Zusätzlich sehe ich mit einer Betonwand dann
(V) ein Problem im Bereich der Haustüranbindung.
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Die Probleme (IV) und (V) liesen sich wohl entschärfen, wenn die Trennwand (WEISS) ebenfalls mit Dämmziegel (T9) ausgeführt wird.
Aber wie sollte man den Problem (I), (II) und (III) begegnen?
(A) Alles grossflächig mit Dämmplatten abisolieren? Im Fall (I) mit besonders dünnen Platten damit der Bodenaufbau nicht zu hoch wird.
(B) Die gesamte Betonbodenplatte im Bereich der Terrasse vom restlichen Hauskörper trennen (aber wie)
(C) ...?
An der Hausgeometrie möchten wir nichts grosses mehr ändern. Also ist eine wirksame und finanzierbare Lösung für diese Aufgabenstellung gefragt.

  1. Hallo Martin, was sagt denn der "Planer"?

    scnr...
    Ich bin zwar nur doofer Bauherr, aber ich würde den Windfang im UGA zum kalten Bereich nehmen (die grüne Wand auch ins UG ziehen). Und den gesamten kalten Bereich als eigenes Bauteil, thermisch getrennt vom Haus. Den Windfang kann man trotzdem machen - dann ist es eben auch ein Windfang und weniger eine geheizte Eingangshalle.

  2. thermische Haustrennung - wie möglich

    Richard, danke für die Einschätzung!
    Ja, im Moment ist der geplante "Windfang" eher eine (mehr oder weniger) geheizte Eingangshalle im UGA mit offenem Treppenhausanschluss zum EGA-DGA.
    Wie würde denn eine thermische Haustrennung in dem Bereich aussehen?
    Heisst das ..
    1. keine durchgehende UG Beton-Bodenplatte?
    2. keine durchgehende UG Betonwand vom Keller zum Haus?
    3. keine durchgehende UG Decke über Keller und UG Haus?
    zu (3.): wo sollte die UG Decke dann jeweils an der Schnittstelle aufliegen? zwei getrennte UG Tragemauern?
    ... und lohnt sich dieser Aufwand wegen der "kleinen" Überscheidung von kalt und warm?
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    Unseren Planer werden wir erst nächste Woche wieder sprechen können.

  3. Genau - 3 mal "ja"

    Salopp formuliert (die Profis mögen mir verzeihen):
    Zunächst steht da das Haus für sich (mit Dämmung unter der Bodenplatte und an den Außenwänden (nach EnEVA und Statik). Und direkt daneben stelle man dan einen Keller mit seinen Wänden wie gewünscht. Dessen Bodenplatte ist (für den Windfang) größer als erforderlich und reicht seitlich bis an die Perimeterdämmung des Hauses an. Die Decke des Kellers kragt über und bildet das Dach des Windfangs (und reicht seitlich an die Wanddämmung des Hauses ran).
    Die Kellerdecke ist wie erforderlich abgedichtet (evtl mit Gefälle nach hinten), evtl mit Kies belegt und ganz obendrauf eine Witterungsbeständige Holzterasse, die da, wo man im EGA die Terrasse betritt, über die Wanddämmung (und die passenden Ablaufbleche für den Anschluß an die Wand) uberkragt. Auf sonstige Anschlußdetails muß auch noch geachtet werden (wie z.B. Wärmebrückenminimierung an der Hauseingangstür)
    Mit solchen Details sind bei uns in Nufringen auf der einen Seite eine Hanggarage und auf der anderen Seite ein Abstellraum direkt ans Haus drangestellt. Kannste gerne mal vorbeikommen und ansehen.


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