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Frankfurter Pfanne nach unten gerutscht - Dachlatten morsch?

Das Dach: Bj. 1985, Neigung 29 Grad, Nordseite, auf Dachsparren Bretterbelag plus Dachpappe, Frankfurter Pfanne, z.T. Moosbelag.

Das Problem: Eine Dachfanne ist nach unten gerutscht, der Dachdecker meinte dass wohl Dachlatten morsch seien (klingt plausibel).

Die Fragen:

  1. Ist das normal dass nach 35 Jahren diese Betonziegel Wasser durchlseen?
  2. Ist es sinnvoll hier kleinteilig zu sanieren oder ist Neu-Eindeckung auf dieser Nordseite zu empfehlen?
  3. Mit welchen Kosten ist etwa pro m2 Dachfläche zu rechnen?

Viele Grüße und Dank im Voraus
Klaus

Name:

  • Klaus Schmid
  1. Konterlattung?

    Ist die Lattung für die Dachsteine direkt auf der Dachpappe? Dann kann Wasser was z.B. durch Wind unter die Dachsteine gedrückt wird nicht abfließen, ergo fault die Lattung.

  2. Konterlattung

    Danke für den Hinweis, aber entsprechend den Fotos vom Bau war eine Konterlattung (also längs zur Dachneigung) aufgebracht worden.

    Name:

    • Klaus Schmid
  3. Ausblühungen an der Dachpfanne?

    Hier ein Bild der runter-gerutschten Dachpfanne - sehr eigenartig das helle rot und der weiße Rand der eigentlich dunkelbraunen Dachpfannen.

    Können das irgend-welche Beton-Ausblühungen sein?

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

    Name:

    • Klaus Schmid
  4. Frankfurter Pfanne nach unten gerutscht - Dachlatten morsch?

    Es klingt logisch, daß die Latten verfault sind. Trotzdem wundert es mich, daß so ein einzelner Ziegel bei dieser geringen Dachneigung gerutscht ist. Das ist ungewöhnlich. So weit man die Latte auf dem Foto erkennen kann, wirkt sie tragfähig.

    Der helle, waagrechte Rand am Dachstein ergibt sich durch die Überlappung der Steine.

    Mein Dach ist etwas älter und hat derartige Mängel nicht. Meine Latten sind auf Konterlatten verlegt und am First ausreichend durchlüftet.

    Bei 29 ° Dachneigung sollte man nicht auf dem Dach laufen. Man kann es aber, wenn es sonst tragfähig ist und die Ziegel nicht glasiert und trocken sind. Der Schornsteinfeger ist auch schon einmal über seine außen angelegte Leiter zum First gelaufen weil gerade niemand im Haus war. Auch die Elektriker vom EVU laufen über ein solches Dach. Aber sie schieben mit ihren Sicherheitsschuhen vorher die Ziegel nach oben, so daß sie einen sicheren Tritt haben.

    Ich halte aber einen deutlichen Abstand zum Rand und zur Traufe und die Traufhöhe ist überschaubar! Sehr gefährlich ist der Übergang von einer angelegten Leiter zum Dach. Der Schornsteinfeger hat es gemacht. Ich mache es nicht!

    Von der Unfallverhütung her, ist zwingend ein Gerüst mit Fangnetz an der Traufe aufzustellen. Gerade derartige "Kleinigkeiten" ohne ein Gerüst führen in der Regel zu Unfällen. Das zur Inspektion des Schadens.

    Wenn Latten verfault sein sollten, wird man das Dach abdecken und die Ziegel in den Container werfen. Wer will nachher die alten Ziegel wieder sehen? Aber notwendig wäre es nicht. Braas gibt auf die Dachsteine 30 Jahre Garantie.

    Nach 30 Jahren sind die Dachsteine mindestens noch weitere 30 Jahre voll funktionsfähig. Die Kosten der Ziegel ergeben sich etwa je zur Hälfte aus den normalen Dachsteinen und den First- und Ortgangsteinen! Diese Kosten werden gerne vergessen.

    Ohne eine Inspektion vor Ort, möglichst mit Gerüst an der Traufe, wird man keine Aussagen treffen können.

    Name:

    • Pauline Neugebauer
  5. Du hast Bilder und wir sollen ...

    ... die Glaskugel befragen?
    Seit wann? Zitat: Eine Dachfanne ist nach unten gerutscht, der Dachdecker meinte dass wohl Dachlatten morsch seien. Eine Dachpfanne wieder einhängen bringt natürlich kein Geld. An welcher Stelle ist die Dachpfanne denn abgerutscht.

  6. das sind doch

    die blühenden Landschaften ;-)
    Wie sieht der gerutschte Ziegel denn auf der Rückseite aus?
    Und wie die Latte an der Stelle der "Nasen"?

  7. Ist doch klar

    Der Dachdecker hat keinen Bock so eine verschlissene Dachdeckung auch nur zu Reparaturzwecken anzufassen. Wenn tatsächlich evtl. nur eine Latte morsch ist und er dafür 1-2 m² Dachsteine aufnehmen muss (die eh schon vermoost, verwittert und teils rissig sind), geht er das Risiko ein, dass im Zuge seiner Lattenerneuerung die alte Dachdeckung weitere Schäden nimmt und/oder kurz nach seiner Teilreparatur weitere ähnliche Schäden an anderen Stellen des Daches auftauchen, die er nicht überprüft hat.

    Dann geht hinterher meist das Gejammer/Genörgel des Bauherrn los, dass er seine Reparatur nicht gründlich genug durchgeführt hat und die anderen Schäden doch auch gleich hätte sehen und beheben müssen...

    Welcher Handwerker will schon für kleines Geld ein solches Risiko kaufen?!

    35 Jahre ist die übliche technische Lebensdauer für Betondachsteine - danach ist der Bauherr selbst für lebensverlängernde Maßnahmen der eigentlich abgewirtschafteten Dachdeckung zuständig. Der Dachdecker empfiehlt neue Dachdeckung - ist ja auch logisch.

  8. andere Vorgehensweise

    Es sollte jemand den Zustand feststellen und per Gutachten dem Bauherrn eine Empfehlung gibt, dieser Gutachter hat aber die Schadenbeseitigung NICHT anzubieten. Eine ausführende Firma beseitigt dann nach diesem Gutachten den Schaden. Also NIEMALS jemanden mit einer Begutachtung beauftragen der dann auch den Schaden beseitigen will oder soll. Das sind Berufshaie. Bestes Beispiel sind die Kanalhaie die einen unsichtbaren Schaden behaupten und den dann teuer beseitigen wollen. Bei einem so flachen Dach lässt sich leicht und ohne Gerüst an repräsentativen Stellen die Lattung prüfen, sogar im Beisein des Bauherrn. Dann besteht Klarheit. Bretterbelag und Dachpappe entspricht sowieso keiner DINA. Das ist zumindest eine Andeutung für eine Totalsanierung. Dachpfannen aus Beton halten nicht so lange wie gebrannte Ziegel und setzen früh Moos an, erst recht bei geringer Dachneigung.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  9. Berufshaie?

    Das ist schon starker Tobak Herr Kirschner, einen Dachdecker so ohne weiteres als "Berufshai" zu bezeichnen...

    Gruß

  10. Berufshaie

    Sehr geehrter Herr Schrage,

    ich glaube nicht, daß Herr Kirschner alle Dachdecker damit über einen Kamm scheren wollte.

    Aber was soll man von einem Innungsmeister und öbuvA. Gutachter halten, der auf dem Walmdach "über die Latten gerutschte Ziegel" gesehen hat.

    Von innen, einer Betondecke mit Zementglattstrich, hat er sich das Dach wegen der "Gefahr für sein Leben" nicht angesehen.

    Daß unterschiedlich große Ziegel hier verlegt wurden und keine einzige Latte gerutscht ist, hat er eben nicht gesehen. Aber er behauptet in seiner Zusammenfassung des Gutachtens, mehrere Latten seien gerutscht.

    Genauso behauptet er, die Firstziegel auf dem rechten Grat, die dort seit über 25 Jahren mit Draht befestigt sind und allen Stürmen standgehalten haben, seien nicht befestigt.

    Sicher gibt es auch ehrbare Gutachter, die sich für solche Gefälligkeiten nicht hergeben. Aber belangen kann man ein solches Ferkel nicht, und es kostet mich lediglich mehr als 10.000 €.

    Es ist nachvollziehbar, daß keiner seiner Kollegen gegen den Innungsmeister ein einwandfreies Gutachten erstellen will.

    Er ist eben ein "sehr gefälliger Gutachter", Dachdeckermeister und erwartet sicher auch eine Gegenleistung von seinem Auftraggeber oder umgekehrt!
    .

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

    Name:

    • Pauline Neugebauer
  11. Aha,

    entweder haben Sie verehrte Frau Neugebauer eine 1. hervorragende Glaskugel in der Sie einen 2. mit dieser Sache befassten "Innungsmeister und öbuvA. Gutachter" gesehen haben oder Sie behaupten 3. hier etwas gegen besseres Wissen. Das 1. gibt es nicht und das 2. wäre sehr schade sowie das 3. mag ich nicht glauben. Auch denke ich, dass Herr Kirscher nicht darauf angewiesen ist von Ihnen verteidigt zu werden. Freundliche Grüße
    Josef Schrage

  12. Berufshaie

    Sehr geehrter Herr Schrage, ich habe den Gutachter nicht nur gesehen sondern habe auch sein Gutachten inzwischen zur Kenntnis nehmen müssen.

    Wenn ich diese Seiten hier ins Netz stellen würde, laufe ich Gefahr wegen möglicher Urheberrechtsverletzung noch einmal zur Kasse gebeten zu werden. Ich war aus verständlichen Gründen nicht sein Auftraggeber.

    Ich kann ihnen daher nur versichern, daß es sich so zugetragen hat. Darüber hinaus hat der gefällige öbuvA. Gutachter und Innungsmeister bei dem ca. 50 Jahre alten Dach die derzeitig gültigen Anforderungen aus 2019 als Maßstab genommen.

    Sie können sich selbst auf dem von mir aufgenommenen Bild überzeugen, daß einzelne Ziegel breiter als die darüber befindlichen sind. Folglich sind sie auch länger und bilden unten einen eigenen Abschluß.

    Daß man Firstziegel ohne Befestigung noch nicht einmal loslassen darf, kennen Sie vermutlich.

    Wenn Sie das nicht für möglich halten, kann ich es nicht ändern.

    Vielleicht haben Sie aber einen Vorschlag, wie man sich gegen solchen Gutachtermißbrauch wehren kann.

    Die Handwerkskammer unterstützt ihr Schäflein gegen alle Vorwürfe. Bei dieser HWKA muß ein anderer gefälliger Gutachter gegen sachliche Vorwürfe noch nicht einmal antworten. Eine besondere Form der Dienstaufsicht.

    Die IHKA duldet solchen Mißbrauch weniger, aber regelt das intern.
    .

    Name:

    • Pauline Neugebauer

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