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Dach

Schweißbahn auf Schrägdach ?

Hallo,

ich würde gerne das Dach einer Gartenhüte abdichten. Es hat allerdings eine Neigung von ca. 35°, sowas hab ich noch nie geschweißt.

Aktuell ist noch eine Billigpappe drauf, die würde ich runtermachen, dann zum Nageln eine G200 DD und darauf eine PYE PV 200 S5 beschiefert aufschweißen.

Allerdings mache ich mir Sorgen, daß bei waagerechter Verarbeitung der Schweißbahn die flüssige Bitumenpampe die drunterliegende Bahn versaut. Bei senkrechter Verlegung wäre die Aufteilung und der Randanschluss aber schwieriger.

Gibt's da irgendwelche Tricks bzw. Techniken wie man bei so viel Neigung schweißt ?

Name:

  • Vinny
  1. Guck ma hier

  2. Die Bahnen auf der Seite

    Hallo,

    die Bahnen auf der Seite sind aber alle für eine untere Lage, d.h. als Oberlage nicht geeignet wegen mangelnder Beschieferung bzw. UV-Schutz ??

  3. Schindeln

    bei der Dachneigung bieten sich Bitumenschindeln an, die Verlegung ist einfacher und optisch kann man da nicht viel verkehrt machen.

  4. Mein erster Gedanke

    Ja das mit den Schindeln war auch mein erster Plan, als ich dann aber im Baumarkt vor den Dingern stand hat sich das ganz schnell geändert :) Die Teile konnte man locker mit zwei Fingern einreißen und von der Qualität her gerade mal mit ner V13 vergleichbar. Dann bin ich in den Baustoffhandel und hab mir mal eine Markenschindel angeschaut, diese konnte aber auch nie und nimmer mit einer PYE Schweißbahn mithalten und lag preislich deutlich drüber. Und wenn man's dann richtig machen will braucht man auch noch Ortgangbleche mit Falz, dann wird's noch teurer.

  5. Gartenhütte

    wenn es aber nur eine Gartenhütte ist sind die Schindeln vollkommen ausreichend, giebt ja auch viele Mehrfamilienhäuser die damit eingedeckt sind. Bitumenbahnen schweisst man bei der Dachneigung immer senkrecht von unten nach oben, um sie dan oben mechanisch vor abrutsachen sichern zu können.

  6. oh wiki

    Moin,

    von unten nach oben??
    Wenn Wiki Fachkenntnisse besitzen würde, dann wäre es ihm/ihr klar, dass das Blödsinn ist. Immer von oben nach unten, damit die Trägereinlage "ausgereckt" wird und nicht nachträglich durch das Stauchen (bei von unten nach oben) nach unten rutscht.

    Bitumenschindeln ohne Polyesterträgereinlage und Polymerbitumenschichten gehören nicht auf Wohnraumgebäude oder solchen mit ähnlicher Nutzung. Das gilt auch dann, wenn es immer wieder gemacht wird. Billige Baumarktschindeln oder preisgünstige vom Fachhändler ohne die oben genannten Eigenschaften haben es nach ca. 15 - 20 Jahren hinter sich.

    M. f. G.

    stefan ibold

  7. Zu spät :)

    Hallo,

    danke für die Tips. Leider ist es aber schon zu spät, habe die Bahnen jetzt schon drauf.

    Hab's dann wohl falsch gemacht, ich habe sie jetzt waagerecht verlegt mit ordentlich Überlappung, und im überlappten Bereich zusätzlich mit Dachpappstiften gegen Abrutschen gesichert.

    War aber ein ziemliches Gefrickel, ich hab's lieber nicht zu heiß gemacht, dadurch hab ich jetzt zwar keine Bitumen-Sauerei, aber vermutlich die eine oder andere nicht heiß genug verschweißte Stelle drin :(

    Naja die nächste Lage in hoffentlich erst vielen Jahren kommt dann von oben nach unten.

  8. Bitumenbahnen werden bei steilen Dächern von ...

    ... unten nach oben verschweißt, damit das erhitzte Bitumen nicht nach untenhin wegläuft und somit zu wenig Bitumenmasse an den Stellen vorhanden ist, wo man mit Wickelkern und Brenner arbeitet.

    Natürlich wird bei solchen Dachneigungen auch mit einem "Rollenführungsbügel" gearbeitet, sodass die Bahn beim Verschweißen stets straff auf der schrägen Dachfläche liegt.

    Dies gilt sowohl in der Fläche als auch bei Aufkantungen, was man auch in den Flachdachrichtlinien nachschlagen kann/sollte.
    (bzw. technische regeln Flachdach 3.4.6.9.2)

    Das ein Fachhändler Schindeln verkauft die nicht für eine Gartenhütte zugelassen kann ich nicht glauben, und natürlich fühlt sich eine Schindel anders an als wie eine 5mm dicke Polymerbitumenbahn.

  9. Frage zum Wickelkern

    Hallo wiki,

    da wir hier jetzt schon mal so tief in der Materie drin sind, hab ich dazu noch eine kleine Frage:

    Wie würde man denn (egal ob jetzt von unten nach oben oder andersrum) die Bahn verschweißen, wenn man am Ortgang z.B. eine Dreikantleiste hat ? Dann ließe sich die Bahn ja garnicht mit Wickelkern auflegen, da sie im Bereich unmittelbar vor der Dreikantleiste keinen Kontakt mit der unterliegenden Bahn hätte ?

  10. Randabschluss

    Bahnen sollten im Flachdachbereich immer mit Wickelkern verschweist werden, da dadurch ein gleichmässiger Druck auf die Schweissbahn beim Schweissen entsteht.

    Ränder werden immer seperat geschweisst, (Flächenbahn endet bei keilanfang). Ich hoffe mal, dass nicht nur eine Dreikantleiste als Randabschluss verwendet wird.

  11. OK danke für die Info. Ich wollte ...

    ... OK danke für die Info.

    Ich wollte die Bahnen halt wegen der starken Neigung noch im Bereich der Dreikantleisten mit Dachpappstiften gegen Abrutschen sichern, deswegen wäre es in dem Fall blöd gewesen den Rand separat zu verlegen.

    Bei senkrechter Verlegung wäre die Abrutschgefahr wahrscheinlich nicht so groß gewesen, da wäre es dann mit der separaten Verschweißung gut gegangen. Allerdings hätte ich dann 5 oder 6 Nähte im Gefälle, so hab ich jetzt nur eine einzige Naht quer zum Gefälle und diese auch noch mit reichlich Überdeckung.

    Über den Dreikant kam dann halt ein normales Abdeckblech.


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