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Dach

Zwei Fragen zur Dachdämmung (Dampfbremse)

Hallo zusammen,
in den nächsten Tagen wollte ich mein Dach von innen dämmen (derzeit nur Ziegel und Unterspannbahn vorhanden). Der ganze Aufbau der Dämmung ist mir durchweg klar, nur sind bei mir bei der Dachbegehung und Planung noch zwei Fragen aufgetaucht.
Erstens: Unter der Dachschräge habe ich noch vertikale Sparren in ebenfalls 90 cm Abstand wie die normalen Sparren (rot im Bild dargestellt). Diese vert. Sparren hindern mich die Dampfbremse
im ganzen dort horizontal anzubringen, d.h. ich muss hinter die Sparren und die nächste Bahn überlappend zu verkleben ist sehr schwer. Man muss viel einschneiden. Schwierig zu erklären ... Wie bringe ich die Folie in diesem Fall am besten an?
Zweitens: Und dem Fussboden (orange) ist eine flächige Dampfbremse verlegt (blau). Muss ich diese Dampfbremse mit der späteren Dampfbremse vom Dach verkleben
Kann jemand helfen? Danke

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Marco Hoffmann
  1. Dampfbremse...

    Warum unter dem Fussboden eine flächige Dampfbremse verlegt ist weiß vielleicht der der es geplant hat.....
    was es da zu schneiden gibt? Dampfbremse bis über die Pfette ziehen, mit Dachlatte fixieren und dann unten ander Pfette entgültig befestigen und abdichten.
    gruss

  2. Zum besseren Verständnis

    Danke Bernhard, aber ich habe deine antwort nicht ganz verstanden. Oder ich habe mich falsch ausgedrückt.
    Muss ich nicht die Folie nicht auch hinter den Pfetten verlegen? Ich muss doch das ganze Dach von innen dämmen und dafür muss ich doch da hinter. Oder nicht?
    Oder ziehe ixh einfach die Folie vor der Pfette runter?
    Den Bauunternehmer kann ich nicht mehr wegen der Folie fragen .... Gibt es nicht mehr. Muss ich beide Folien verbinden?
    Danke

    Name:

    • Marco
  3. Wie ist der Fußboden

    Wie ist der Fußboden (orange) beschaffen?

  4. ...

    du kannst die Dampfbremse mit geeigneten Mitteln hinten und vorne an die Pfette anschliessen.
    sofern der Drempelraum einen Zugang hat...also zum beheizten Teil gehört, würde ich die Folie an der Vorderseite der unteren Pfette enden lassen.
    Verbinden mit der Bodenfolie hat mE keinen Sinn, da ich den Sinn der Folie da nicht erkenne....
    gruss

  5. Sein Problem ist folgendes:

    ... er kommt mit der Folie aus Richtung Kehlbalken runter und dann ist der Stempel der Abseite im Weg. Da bleibt nichts anders übrig, als aufschneiden und anschließend gut abkleben. Drecksarbeit. Da gehn ein paar Rollen sicrall bei drauf. Ja und dann weiterfolgend am Sparren runter Richtung Pfette. Antackern, abkleben. Siga wird reich...:-)) Was Andreas meint ist: Folie am Stempel runterziehen und am Boden fixieren. Könnte klappen, wenn der Boden dazu geeignet ist...

  6. @andreas: Der Fussboden besteht aus einer Holzdecke (Ripips ...

    @andreas: Der Fussboden besteht aus einer Holzdecke (Ripips + Sparren + Lattung + 22 mm OSBA). Zwischen Ripgips und Sparren befindet sich die Dampfbremse.
    @rüdiger: Genau das meinte ich ... aufschneiden und um den Stempel (der Begriff fehlte mir) legen und verkleben. Graut mir schon vor. Danke.
    @bernhard: Die Folie scheint sinnfrei zu sein. Keine Ahnung warum und weshalb.
    Danke schon mal euch allen.

  7. Ergänzung

    Soll natürlich RIGIPS heissen ... sorry schreibe vom Smartphone aus.

  8. So muss es nicht sein

    Die Luft- und Dampfdichtebene kann auch vor dem Drempel runter geführt werden und unten auf der OSBA-Schalung verklebt werden, vorrausgesetzt, der Drempelraum ist nicht sehr groß und hat keinen Luftverbund zum beheizten Raum. Die Dämmung ist dann analog der Dampfsperrfolie an der Drempelwand senkrecht einzubauen. Problematisch ist das Ganze wegen der Luftdichtheit. Die Holzbalkendecke wird wahrscheinlich durch Undichtigkeiten am Auflager "luftdurchspült" sein und sie wird sicherlich durch irgendein Treppenloch durchstoßen werden. Ober und unterseitig der Holzbalkendecke muss es deshalb luftdicht sein. Oberseitig der Holzbalkendecke können die OSB-Platten diese Aufgabe erfüllen, die Plattenstöße sind zuzukleben und die OSB-Plattenebene ist mit der Dachschrägendmpfsperre und der der unterseitigen Dampfsperre im Bereich des Treppenlochs zu verbinden.
    So meine ich das:

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  9. Würds hier nen...

    ... Beifall-smilie geben, würdst ihn bekommen...:-))
    Für das schöne Bildchen...:-))

  10. Geht´s auch so???

    @andreas: Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Sehr nett.
    Problem bei mir ist nun, dass ich sehr schlecht an die verlegte Folie komme um die neue Folie mit dieser zu verbinden. Hintergrund: Die OSBA-Platten (22 mm) sind mit Nut und Feder verlegt und verschraubt. Rein theoretisch müsste ich alle Platten hochnehmen und dann die Folie verkleben. Zusätzliches Problem: die Platten sind riesig, ca. 2,50 x 1 m und unhandlich und schwer. Ein Wahnsinnskraftakt ... Darunter ist auch schon Dämmung, die auch entfernt werden müsste.
    Eigentlich war es nicht geplant den Dachboden auszubauen bzw. zu dämmen, aber der zusätzlicher Nachwuchs erzwingt es.
    Nun meine Frage: Könnte ich ich nicht die Folie auf den OSB-Platten verlegen? Es kommt sowieso noch Laminat drauf. So müsste ich keine Platten hochnehmen. Die Folien würde ich einzig am Treppenaufgang/-loch verbinden.
    Oder hat jemand noch eine Idee?
    Danke euch
    Marco

  11. Falsch verstanden.

    Sie haben mich falsch verstanden.
    Die rote Linie in meiner Skizze stellt nicht nur die Dampfsperrfolie dar, sondern die Luftdichtebene, die aus Folie, OSBA-Platten, Putz, etc. bestehen kann.
    Sie könnten die Folie bis auf die OSB-Platten führen und dort dauerhaft verkleben. Die OSB-Beplankung der Decke sollte aber selbst auch luftdicht sein (bei N+F-Platten ist das schon recht gut, zusätzlich abkleben der Plattenstöße ist aber besser). Bei Auswechslungen in der Holzbalkendecje, für Treppen usw. entsteht aber ein "Luftdichtheitskurzschluss", wenn nicht die unterseitige Folie lufdicht um den Rand der Öffnung geführt und mit der oberseitigen OSB-Platte verklebt wird.
    Dies ist häufig bei ausgebauten Spitzböden der Fall. Bei Blower-Door-Tests pfeift es dann häufig im Spitzboden neben den Mittelpfetten, weil die Dampfsperre nur oben auf die Pfette geklebt wird und beim Treppenloch, weil da die Holzbalkendecke nur unzureichend mit GK-Platten verkleidet wird.
    Übrigens gibt es noch Architekten und Ingenieure, deren Beauftragung zur Planung und Ausführungsplanung auch bei Dachgeschossausbauten sinnvoll ist.
    Gruß

  12. Achso ...

    @andreas: Danke für die Info. Das habe ich wirklich falsch verstanden.
    Dann sehe ich bei mir kein Problem mit der Dämmung und Anbringung der Folie.
    Morgen kommt der Dachdecker und wird mir ein Angebot für Fenster erstellen. Der kann sicherlich auch noch was dazu sagen.
    Danke euch
    Gruß Marco

  13. so wie ich es verstehe.....

    ....wird hier ein Dachausbau nachträglich vorgenommen und vorher war die Zwischendecke der Abschluß der wärmedämmenden Hülle.
    Die neue Dampfsperre muß also in der Schrägen so weit wie möglich nach unten geführt werden und dann auf kurzem Weg herunter zur Folie in der alten Decke (ggf. in der Ebene der Abseitenstiele)und dort verklebt ....alternativ die Schräge weiter herunter bis in die Verlängerung der Innenseite der darunterliegenden Wand und dort verklebt.
    Immer darauf achten, daß die Dampfsperre/luftdichte Ebene direkt an der Dämmung anliegt, ansonsten kann es zu Kaltlufthinterspülungen zwischen Dämmung und luftdichter Ebene kommen mit entsprechenden Wärmeverlusten trotz Dichtheit!
    Auf keinen Fall nur auf die Oberseite der Zwischendecke andichten, dann würde nämlich die Zwischendecke zur luftdurchspülten Kühlrippe innerhalb des Hauses......
    sich einfach immer vorstellen wo die kalte Aussenluft welche Wege gehen könnte und das dann konsequent verhindern!
    Und ja, wirklich luftdichte Ausführung ist viel Arbeit, aber herausreißen von verschimmeltem Ausbau ist noch viel lästiger!!!
    Gruß
    Arno Kuschow

  14. Was ist denn nun die richtige Vorgehensweise?

    @arno: Es stimmt, dass Dach wird nachträglich ausgebaut.
    Jetzt habe ich natürlich schon die Folie nach Andreas Angaben angebracht. Darf ich wieder alles rausreißen?
    Nicht gegen Arno, aber kann das jemand bestätigen oder bestätigt jemand die Aussage von Andreas?
    Danke euch, Marco

  15. @Arno

    so muss es eben nicht sein. Die Folie kann aus baupraktischen Gründen kaum durch eine vorhandene Holzbalkendecke hindurchgeführt und mit der unter der Holzbalkendecke Dampfsperre verbunden werden. Dazu müsste der OSBA-Fußboden geöffnet werden und die Folie müsste um die Holzbalken herumgefummelt und da auch noch dauerhaft dicht und mechansich befestigt an jedem Holzbalken angeschlossen werden. Das ist fast nicht vernünftig und mängelfrei zu schaffen
    Herunterführen bis auf die OSB-Beplankung und dort dauerhaft luftdicht anschschließen. Die OSB-Beplankung muss selbst auch luftdicht sein, also ggf. Stöße verkleben. Die Ränder von Öffnungen in der Holzbalkendecke müssen dann auch luftdicht ausgeführt werden. Dort muss eine Verbindung von der unteren Folie bis zur oberen OSB-Beplankung erfolgen.

  16. unter Umständen geht das auch....

    .....nämlich wenn die Decke vollständig ausgedämmt ist, also keine Luft frei durchströmen kann.
    Ich habs aber schon mal probiert, den Kopf in eine Öffnung einer Decke gesteckt wo das nicht so war ..... und da war Sturm drin!
    Gruß
    Arno Kuschow

  17. und noch...

    ...zur kaltluftdurchspülten Kühlrippe:
    Die Hohlraum der Holzbalkendecke muss natürlich gut mit Dämmstoff gefüllt sein, Luftschichten innerhalb der Holzbalkendecke sollten nicht vorhanden sein. Ein Kurzschluß vom Holzbalkendeckenhohlram zur Raumluft darf nicht vorkommen, deshalb muss der Rand von Deckendurchbrücken absolut dicht sein.
    Die Winddichtigkeit (nicht Luftdichtigkeit) des Holzbalkendeckenauflagers von außen muss ebenfalls gegeben sein, bzw. überprüft und hergestellt werden. Dann ist die Decke auch keine Kühlrippe.

  18. Blower-Door-Test

    Ich mache auch BDT-Tests, und sehe das Phänomen immer bei nachträglich ausgebauten Spitzböden. Meistens zieht es aber aus der Fuge zwischen Mittelpfette und Kehlbalkenschalung und dort, wo die Geschosstreppe in den Spitzboden führt.
    Richtig in den Griff bekommt man das nur, wenn der Ausbau von vornherein so geplant wurde und das Luftdichtheitskonzept darauf abgestimmt wurde. Es gab da mal so einen Dampfsperrenstreifen, ein Produkt aus der Schweiz, welches die Zimmerleute auf der Mittelpfette anbringen müssen, danach kommen die Sparren drauf und die Kehlbalken werden mit Balkenschuhen zwischen die Mittelpfetten gehängt.
    Beim Innenausbau kann man dann die Dampfsperren im Dachgeschoss und im Spitzboden dicht an diesen Folienstreifen anschließen. Ich weiß aber nicht, wo es das gibt und obs ne Zulassung hat.

  19. @Andreas Lott .....

    .... da haben wir ja scheinbar zeitgleich die Kuh vom Eis bekommen ;-))
    Wobei ich es oft sehe, daß der Nut&Feder-Fußbodenplattenbelag nur bis vor die Pfette geführt wird, dann ist da schon etwas Luft zum arbeiten ....
    und ja, die Problematik des Aufwandes ist mir schon klar weil ich
    a) selber Häuser im Holzrahmenbau aufstelle und dabei verantwortlich für die luftdichte Ebene bin und
    b) auch zertifizierter Luftdichtheitsprüfer bin....
    von daher weiß ich genau, was für eine Schweinerei es ist, um die ganzen Balkenköpfe herumzukleben, die ganzen Installationsdurchgänge etc. ...... aber da kommt man nicht drum herum wenn es keine schadensgeneigte Konstruktion werden soll.
    n50-Werte von 3,0 erfüllen vielleicht die EnEVA-Vorgabe, sind aber technisch eine Schande, Stand der Technik fängt doch eher bei 1,0 an! Und dafür darf man sich keine Toleranz leisten, da muß grundsätzlich alles stimmen und durchdacht/geplant sein damit die unvermeidbaren Restleckagen nicht zusammen mit den bewussten Nachlässigkeiten einen aus dem Rennen werfen.
    Gruß
    Arno Kuschow

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  20. Etwas älter...

    hier ein etwas älteres Gerät, aber dafür auch für große Volumen einsetzbar. Auswertung seperat mit Laptop.

  21. Etwas älter...

    hier ein etwas älteres Gerät, aber dafür auch für große Volumen einsetzbar. Auswertung seperat mit Laptop.

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  22. stimmt,.....

    meine Wöhler BC 21 ist nur geeignet für "normale" Häuser, ist dafür aber sehr handlich und funktionell.
    Anfang der Woche habe ich eine sanierte Villa mit 800 qm gemessen und bin mit einem etwas flauen Gefühl hingefahren ;-)) hat dann aber doch gereicht, bei 60 pa fast 3.600 cbm/h war absolute Grenze für das kleine Gebläse..... für größere Objekte ist dann die Minneapolis Blower Door besser, ist halt nur aufwändiger beim installieren und handhaben ...... war letztens auf der buildair in Berlin, da haben die eine Zusamenschaltung von etlichen von den großen Minneapolis-Gebläsen vorgeführt, damit konnte man dann ganze Einkaufszentren prüfen, war schon imposant!
    Gruß
    Arno Kuschow


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