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  • 15152: Ist das Zurechtflexen der Seiten von Walmziegeln fachgerecht?

Dach

Ist das Zurechtflexen der Seiten von Walmziegeln fachgerecht?

Guten Morgen,
im Rahmen der Neueindeckung eines Walmdachs, bei welchem die an den Walmen verlegten "Firstziegel" urspr. in Mörtel verlegt waren, wurden die neuen Ziegel an den Walmen mörtellos verlegt.
Im Zuge der Dach"sanierung" wurden Lattung und Konterlattung ebenfalls vollständig erneuert.
Die neu erlegten Dachziegel weisen eine verhältnismäßig starke Profilierung auf. An den vier Dachlinien, an welchen die vier Dachflächen zusammenstoßen, wurden naturgemäß Firstziegel als Walmziegel verlegt.
An etlichen Stellen wurden diese Walmziegel mittels eines Trennschleifers (teilweise einseitig, teilweise beidseitig, stellenweise bis etwa 40 mm Tiefe) so ausgeschnitten, dass die Profilierung der Dachflächenziegel darunter passt. Diese Verarbeitungsweise habe ich bei noch keinem anderen Walmdach gesehen und ist optisch zumindest extrem gewöhnungsbedürftig.
Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass das Ausflexen von Aussparungen in Walmziegeln fach- und sachgerecht sein soll.
Dass die Walmziegel darüber hinaus nicht waagerecht angebracht sind, sondern teilweise mit einer seitlichen (Kipp-)neigung von bis zu max. 10 Grad, sei nur am Rande erwähnt.
Ich bitte Sie in diesem Zusammenhang um die Beantwortung nachstehender Fragen:
a) handelt es sich bei der geschilderten Verlegeart um eine fach- und sachgerechte?
b) falls nein, worin könnte die Ursache liegen (bspw. falsche Ziegelaufteilung auf der Dachfläche, zu stark profilierte Ziegel (für eine mörtellose Verlegung), zu geringe Unterfütterung der Walme mit Dachlatten, so dass die Höhe zur zuschnittfreien verlegung der Walmziegel nicht ausreicht?
c) wo sind im Internet oder in der Literatur eindeutige Vorschriften für die Verlegung von Walmziegeln zu finden (DINA-, DIN-EN-Norm oder sonstige technische Vorschriften)zu finden?
Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfestellung und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
CBS
Erfstadt

  • 5152-1232441783.jpg

  • Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

    Name:

    • CBS
    1. sehr eigenwillige Lösung

      Da hat der Dachdecker wohl eine zu flache Gratlatte verwendet. Normal liegen die Gratsteine höher, so dass die Ziegel drunter greifen, ohne dass die Gratsteine ausgeschnitten werden. Um den dann höheren Abstand zwischen Flächendeckung und Gratstein abzudecken wird das auch bei Ihnen sichtbare Rippenband eingebaut. Für eine fachgerechte lösung halte ich das nicht, was auf Ihrem Foto zu sehen ist.

    2. war aber sicher

      auch recht aufwändig herzustellen.
      (also gut gemeint und auch selten)
      Sieht vermutlich aber insgesamt doch "geschossen" aus,
      denn der Grat "lebt" ja von der geraden Linie.
      (und deshalb letztlich doch das Ziel verfehlt)
      Haltbarkeit vielleicht eingeschränkt?!
      Gibt es Bilder von gesamt?
      Grüße

    3. Bis dato besten Dank, weitere Meinungen gerne gewünscht.

      Besten Dank für die bisherigen Antworten. Ein Gesamtbild kann leider nicht eingestellt werden, weil aufgrund der Dateigrößenbeschränkung von 200KB keine Details mehr zu erkennen wären. Die Walme/Grate sind leider weder von der Höhenflucht noch von der Seitenflucht her akkurat gerade, sondern weisen bei genauer Betrachtung -gut erkennbar- teilweise Wellen/Dellen bzw. leichte Verschwenkungen auf.
      Für weitere Stellungnahmen/Kommentare zu den "Flexarbeiten" wäre ich (ggf. als Argumentationshilfe für eine evtl. erforderliche Nachbesserung) Ihnen allen s e h r verbunden.
      Nochmals herzlichen Dank und
      mit freundlichen Grüßen
      CBS

      Name:

      • CBS
    4. die

      Gratziegel hier sind m.M.n. von der Form her recht flach.
      Die meisten Hersteller haben mehrere Modelle davon.
      Mehr oder weniger geeignet/ empfohlen für diese oder jene Ziegelform des eigenen Programms!
      Wurde das mal überprüft?
      Das ist hier wohl aber ein Flachdachziegel?!
      Welcher Hersteller?
      Ein Dachdeckermeisterbetrieb?

    5. Gratausbildung

      Die Unterkonstruktion ist nicht fachregelkonform eingebaut. Das Ausklinken von Gratziegeln ist nicht in Ordnung.
      Die Dachdecker (waren es überhaupt welche) haben wohl recht wenig Ahnung von der Dacheindeckung.
      Es wäre interessant zu wissen, wie die übrigen Arbeiten ausgeführt worden sind.

    6. Besten Dank für Ihre hilfreichen Antworten!

      Sehr geehrte (Damen und) Herren,
      haben Sie besten Dank für Ihre hilfreichen Antworten, welche meine Auffassung unterstützen und meinem Bekannten (ich bin Gott sei Dank nicht selbst betroffen) für sein weiteres Vorgehen hoffentlich genug Anregung bieten.
      Noch ein angenehmes Wochenende wünscht
      mfG
      CBS


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