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8 ° Dachneigung für jeden Dachziegel zu flach?

Hallo Forum,
an und für sich hatten wir als Dacheindeckung an ein feuerverzinktes beschichtetes Stahblech gedacht.
Nun hat uns aber unser Zimmermann eine Dachabdeckung aus Dachziegeln des Typs Wierer P10 (lafarge-roofing)vorgeschlagen, die bis zu Dachneigungen von 6,7 ° noch wetterfest sind.
Laut Homepage und Prospekten wird dafür garantiert.
Der Grund dieser Überlegung leigt natürlich im Preis. Das Metalldach würde uns ca. 1500 € mehr kosten.
Wer unter Euch kennt diese vorgeschlagene Dachabdeckung von Wierer.
Gibt es noch andrere eigens für flache Dächer produzierte Dachziegel?
mfg und Danke im Voraus
JJ

Name:

  • jumpinjack68
  1. hmm

    Moin,
    den Ziegel kenne ich nicht. Vielleicht stellen Sie mal nen link ein.
    Die Fachregeln des DDH sehen eigentlich nur Eindeckungen mit Ziegeln bis 10 oder 12 ° vor. Sie brauchen dann soweiso ein wasserdichtes Unterdach
    Grüße
    stefan ibold

  2. Würde..

    Hallo
    ..mich auch interessieren. Link bzw. Erfahrungen wären gut.
    Grüße

    Name:

    • Herr Ste-030-Bar
  3. Hallo, ich habe den link nur auf italienisch, ...

    Hallo,
    ich habe den link nur auf italienisch,
    die Firma Wierer sitzt in Südtirol und wurde vor JAhren von Lafarge (Schiedel ecc) übernommen. Hab leider keinen deutschen link gefunden.
    Das Dachsystem nennt sich Dach "P10" und der Dachstein ist der "Coppo Big".
    Anscheinend so jedenfalls laut Hersteller und Prospekten funktioniert er bin Dachneigungen von 6,7 ° bzw. 10 % dank seiner Ausmaße und Konstruktionsdetails.
    Der Zimmerer meint er würde sich trauen.
    Ich würde mir im Prinzip gerne die ca. 1500 sparen aber Lust auf eine nasse Dämmung hab ich auch nicht.
    Ich bin ein bischen skeptisch. Im Moment ist die Planung bei 8 ° aber ich könnte das Dach noch etwa bis 10 ° neigen aber darüber hinaus würde ich Schwierigkeiten mit der Baubehörde bekommen.
    Noch eine Frage zum wasserdichten Unterdach.
    Bedeutet eine wassersichte Unterdachbahn automatatisch, dass sie nicht diffussionsoffen ist oder kann sie sowohl diffussionsoffen als auch wasserdicht sein?
    mfg und danke
    vielleicht ist noch jemand mit ner Meinung diesbezüglich hier.
    JJ

  4. http://www.lafarge-roofing.it/wps/portal/Roofing-Italy.it/wierer und hier der link ...

  5. also

    Moin,
    ich schreib es mal so: Sie können sich auf das Dach legen (lassen), was Sie möchten. In erster Linie ist das eine Vertragssache.
    ABER: die Fachregeln sagen, dass ab einer DNA von <10 ° Dachdeckungen mit Dachziegeln/-steinen nicht mehr auszuführen sind.
    Unabhängig davon brauchen Sie - wie bereits geschrieben - das wasserdichte Unterdach. Die Bahnen, die dafür geeignet sind, haben einen deutlich höheren Sperrwert als die üblichen Unterdeckbahnen, die hier NICHT eingesetzt werden dürfen.
    Der Aufbau sollte egal wie mindestens nach Glaser nachgerechnet werden.
    Grüße
    stefan ibold

  6. Der Betondachstein

    wird in Italien und für den dortigen Einsatz produziert. Dort herrschen ganz andere Witterungsverhältnisse als bei uns hier in Deutschland. Die ital. Fachregeln lassen möglicherweise die Verlegung bei einer Dachneigung von 6.7 ° zu, bei uns nicht. Vergessen Sie nicht den Frost- Tauwechsel und ob das dieser Dachstein auf Dauer mitmacht, möchte ich doch anzweifeln.

  7. Danke für die Antworten, wobei ein kleiner Hinweis ...

    Danke für die Antworten,
    wobei ein kleiner Hinweis am Rande, nicht überall in Italien herrschen andere Verhältnisse als in Deutschland. Im übrigen sitze ich in Italien aber Sizilen ist nicht gleich Aosta.
    Auf jeden Fall werd ich die ganze Geschichte nochmal überdenken.
    Danke jedenfalls
    JJ

  8. Vielleicht hat noch jemand Zeit den angedachten Dachaufbau ...

    Vielleicht hat noch jemand Zeit den angedachten Dachaufbau zu beurteilen,
    Pultdach mit 8,1 ° Dachneigung, Dachfläche 100 m², Sparrenachsabstand ca. 74 cm
    Aufbau von unten nach oben:
    1. Dreischichtverleimte Platten als Deckenverkleidung an den Fugen verklebt
    2. Holzfaserdämmstoff leicht 24 cm als Zwischensparrendämmung
    3. Holzfaserdämmstoff 2,2 cm schwer als Aufsparrendämmung ganzflächig
    4. Stamisol DW als Unterdachbahn
    5. Konterlattung und Lattung
    6. Dachpfanne Coppo Big für flache Dächer über 6,7 °
    ODER Erstvorschlag
    1-4 identisch wie oben
    dann
    Konterlattung 4*6 cm
    Dachschalung 2 cm
    Trennlage
    Metallabdeckung aus feuerverzinktem beschichtetem Stahlblech
    was denken die DD-Profis
    Standort auf ca. 1200 m.ü.M. Norditalien Kontinentalklima mit mediteranem Einfluss
    mfg und Danke
    JJ

  9. Verzinktes Stahlblech...

    Hallo,
    ..ist für vollflächige gefalzte Deckung m.E. micht zu empfehlen. Im Bereich der Falze wird die Verzinkung gern brüchig und die Schnittstellen sind überhaupt nicht verzinkt - Rost!
    Allerdings sind 1200 Meter über Null schon ein Wort, weswegen vieles bei dieser Neigung schon für Blech spricht. Dann aber eher Titanzink oder Kupfer.
    Wo liegt denn der m² Preis bei den genannten Ziegeln?
    Wer vertreibt die in D.
    Grüße

    Name:

    • Herr Ste-030-Bar
  10. die dachabdeckung der Dachpfannen für 16 €/m² verlegt. ...

    die dachabdeckung der Dachpfannen für 16 €/m² verlegt.
    Das verzinkte Stahlblech ca. 30 €/m²
    Kupfer ist sowieso zu teuer, bestenfalls Titanzink ! oder Alu?
    Keine Ahnung wer die Dachpfannen in BRD vertreibt.
    Grüße
    JJ

  11. nachdem wir nun also...

    Moin,
    erfahren durften, dass sich die ganze Geschichte in Italien auf 1.200 m Höhe abspielt, kann ich nur sagen, dass es doch wohl auch dort Regeln oder Vorschriften geben wird.
    Nach Deutscher Definition ist die Stamisol als wasserdichtes Unterdach NICHT!!! geeignet.
    Ist gewährleistet, dass die Dreischichtplatte dauerhaft als luftdichte Schicht funktioniert?
    Haben sie mal die Kosten für beide Versionen richtig gegengerechnet?
    Bei einer Stehfalzdeckung entfällt die Konter- und Traglattung. Statt dem teuren 2,2 cm Holzfaserdämmstoff eine 24 mm Rauhspundschalung ansetzen. Trennlage statt Vordeckung.
    Grüße
    stefan ibold

  12. hallo gegengerechnet ja, auf diese Idee ist eben ...

    hallo
    gegengerechnet ja, auf diese Idee ist eben der Zimmerer gekommen und nicht wir. Würde eine Einsparung von 1500 € bedeuten.
    Dreischichtplatte Luftdichtheit gewährleistet? will ich doch hoffen, wird uns jedenfalls als Dampfbremse empfohlen als Alternative zu den OSBA Platten, die ich hässlich finde.
    Wieso soll die LAttung entfallen, wenn ich ein wenigstens wenig hinterlüftetes Dach möchte, damit es im Sommer austrockenen kann, (vorausgesetzt, dass es die Dachbahn zulässt).
    Die Stamisol DW wird vom Zimmerer aufgrund positiver Erfahrungen (seine) eingesetzt.
    Ist die nun diffussionsoffen oder nicht Eures Wissens?
    Ist sie nun geeignet für das flache Dach oder nicht? nur bei Blechabdeckung? oder auch dort nicht.
    Ich bin ja prinzipiell von einem Stehfalzdach ausgegangen aber der Zimmerer hat uns die günstigere Alternative angeboten.
    bezüglich Regeln und Vorschriften kann ich nix zu sagen ... bin ja kein Zimmerer.
    mfg
    JJ

  13. http://www.ferrari-textiles.com/stamisol/de/dw.htm dieser link sagt aber Stamisol DW sei ...

    http://www.ferrari-textiles.com/stamisol/de/dw.htm
    dieser link sagt aber Stamisol DW sei schlagregenfest und diffussionsoffen
    http://www.heinzebau...bahnen-stamisol.html
    und dieser link sagt: absolute wasserdichheit
    100 Aussagen 100 Meinungen

  14. wenn...

    Moin,
    ... die Bahnen die Anforderungen an die Wasserdichtheit der in den Fachregeln vorgegebenen Bahnen erfüllen, dann würde ich sagen "ja". Ich kann aber kein Produktdatenblatt finden. Und nach meinem Kenntnisstand erfüllt Stamisol DW die Anforderungen nicht, denn die verwendete Wassersäule ist zu gering.
    Das sind reine Herstellerangaben, die zumindest fragwürdig sind.
    Grüße
    stefan ibold

  15. produktdatenblatt

    http://www.stamisol....amisol%20dw%20-%20de
    hilft dieser link vielleicht zur beurteilung? hier kann das technische datenblatt geladen werden.
    die technischen Angaben sind freilich vom Hersteller, aber der gibt ja auch 10 jahre garantie drauf.
    oder gibt es neutrale stellen, die so was überprüfen?
    mfgd
    JJ

  16. Wassersäule? wieviel Wassersäule muss eine wasserdichte Dachbahn ...

    Wassersäule?
    wieviel Wassersäule muss eine wasserdichte Dachbahn überstehen um als wasserdicht zu gelten?
    mfg
    JJ

  17. das müssen...

    Moin,
    10N/cm² sein. Die erreichen sog. diffusionsoffene Bahnen i. d. R. nicht.
    Beim Produktdatenblatt finde ich überhaupt keinen Hinweis auf die Dichtigkeit, außer der Behauptung, die wäre dauerhaft UV-beständig.
    Lassen Sie sich von dem Hersteller die angabe nschriftlich mitteilen.
    Grüße
    stefan ibold

  18. http://www.stamisol.com/telechargement.php hier kann man mehr technische Infos erhalten ...

    http://www.stamisol.com/telechargement.php
    hier kann man mehr technische Infos erhalten unter Stamisol DW.
    Kann es sein, dass Ihr Hinweis zur Wassersäule hier der Wasserdruckprüfung >500 mm entspricht.
    Habe mir auch andere technische Datenblätter anderer Dichtungsbahnen angesehen und sehe meistens die Angaben zur Wasserdichtheit als Wassersäule in mm. (zwichen 1500 und 2500 mm).
    Entsprechen diese Angaben zur Wasserdichtheit die Sie meinen?
    entsprechen diese 500 mm Wassersäule also 0,5 N/cm²? verstehe ich das richtig?
    also wäre eine Dichtungsbahn ab 1000 mm als wasserdicht anzusehen in Ihrem Sinne?
    ab welchen SDA-Wert gilt eine Bahn im allgemeinen als ausreichend diffussionsoffen? ab 0,2 m?
    Liege ich also richig mit der Annahme dass eine Dichtungsbahn mit einem sd-Wert von <0.1 m und einer Wassersäule von >1000 mm bzw. >1N/cm² als wasserdicht UND diffussionsoffen anzusehen ist?
    mfg und Danke JJ
    sorry für die vielen Fragen, aber ich würde es einfach gerne verstehen um nicht jedesmal von neuem fragen zu müssen.
    Allerdings sind wir ziemlich weit von meiner eingangs gestellten frage abgekommen.

  19. uups sorry.... hatte mich wohl verlesen .. also ...

    uups sorry.... hatte mich wohl verlesen ..
    also ab 10.000 mm bzw. 10 N/cm² wäre also wasserdicht?
    somit sind alle jene Bahnen so um die 2500 mm und 3000 mm nicht wasserdicht?

  20. zumindest nicht...

    Moin,
    in der Definition der Fachregeln.
    Grüße
    stefan ibold

  21. Abgesehen von Fachregeln u.ä. mal ganz praktisch gedacht, ...

    Abgesehen von Fachregeln u.ä. mal ganz praktisch gedacht,
    kann eine Dachbahn selbst wenn sie nicht nach den Fachregeln wasserdicht ist, sprich ihre 10.000 mm Wassersäule aushält, sondern nur z.B. 2500 mm so stark unter Druck geraten, durch Regenfälle oder was auch immer, dass sie Nässe in die unteren Schichten durchlässt?
    Ich will mich gewiss nicht selbst belügen und halte eine Stehfalzeindeckung in unserem konkreten Fall sowieso für sicherer aber manchmal bezieht man sich auf Fachregeln, die Situationen vorsehen, die praktisch nie eintreffen.
    oder noch konkreter gefragt: was muss eintreten damit eine Dachhaut mit einer Regensäule von 2500 mm, die von einer Dachpfannenendeckung geschützt ist, nicht mehr hält und das Wasser durchsickert.
    mfg
    JJ


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