nachdem ich mich in den letzten Stunden nun durch mehrere Beiträge in diesem Forum gelesen und dabei die Suchfunktion intensiv genutzt habe, glaube ich, das bei der Sanierung unseres Daches im letzten Sommer so einige Fehler gemacht wurden, die sich jetzt durch Feuchtigkeit und Wasserflecken in der Dachwohnung bemerkbar machen.
Kurz zur Situation:
Das Gebäude ist ein Einfamilienhaus Baujahr 1970, bei dem nachträglich das Dach ausgebaut wurde. Der Dachausbau erfolgte in etwa 1990. Damals wurde das bis dahin vollkommen ungedämmte Dach von innen mit einer 12 cm dicken Dämmung - Glaswolle mit Alubeschichtung - gedämmt. Im Sommer 2004 wurde das Dach neu gedeckt und bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich die Dämmung des Daches verbessert.
Der aktuelle Dachaufbau sieht nun folgendermaßen aus (von außen nach innen):
- Dachziegel aus Ton von der Firma Walther
- Unterspannbahn (laut Dachdecker hoch Diffusionsoffen)
- neue Dämmung (dicke 6 cm)
- alte Dämmung (dicke 12 cm mit Alubeschichtung)
- Innenausbau in Form von Rigips oder Profilbrettern
Die Sparren sind circa 16 cm hoch und der Zwischenraum ist jetzt komplett mit Dämmung ausgefüllt. Die Unterspannbahn wurde außen direkt auf die Sparren getackert und dann kam die Dachlattung darüber. Die jetzige Dachkonstruktion hat keine Lüfterziegel mehr, weil diese laut Dachdecker nicht mehr notwendig sind (Begründung: Trockenfirst). Ich vermute außerdem, das beim Ausbau der Dachwohnung in den "Neunzigern" keine Dampfbremse angebracht wurde.
Bis jetzt hatten wir die ganzen Jahre noch keine Probleme, aber im Jahr 2005 hatten wir plötzlich mehrere Wasserflecken und feuchte Stellen am Rand der Dachfenster und in einigen Zimmern auch auf den Rigipsplatten.
Den Dachdecker habe ich jetzt bereits zweimal kommen lassen. Das Dach ist angeblich dicht und auch die Dämmung ist trocken, soweit ich das beurteilen kann.
Laut meinem Dachdecker könnte so etwas im ersten Jahr nach der Baumaßnahme schon mal vorkommen, sollte dann aber auch erledigt sein, weil nach einem Jahr dann alles ausgetrocknet ist. Nach allem, was ich als "Laie zum Thema Dach" in den letzten Stunden über Dachaufbauten in diesem Forum gelesen habe, scheint das Problem aber eher an mangelnder Hinterlüftung in Verbindung mit fehlender Dampfsperre zu liegen und wird sich wohl auch nicht einfach durch warten erledigen.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir diesbezüglich den ein oder anderen Tipp geben könnten. Insbesondere interessiert mich folgendes:
Hat der Dachdecker mit seiner Aussage recht und das Thema erledigt sich wirklich von selbst?
An wen kann man sich wenden, wenn man diesbezüglich Zweifel hat und die Richtigkeit des Dachaufbaus überprüfen lassen möchte?
Wie schnell sollte/muss gehandelt werden, damit das Gebäude keinen ernsthaften Schaden nimmt?
Ich würde mich sehr über einige Tipps und Antworten zu dem Thema freuen und bedanke mich dafür schon mal vorab bei allen, die mir Antworten!
Viele Grüße und schönen Abend,
Uwe