Drempelhöhe messen: Korrekte Messpunkte laut LBO & Bauträgervertrag prüfen?
In diesem Forum sind Sie: Dach📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Die Drempelhöhe-Definition variiert je nach Bauträger und Gemeinde. Die Messung laut LBO erfolgt an der Außenwand von OK Rohfußboden bis OK Dachhaut. Entscheidend ist die vertragliche Vereinbarung mit dem Bauträger. Bei Abweichungen sollte man die Bauleistung prüfen und gegebenenfalls nachverhandeln.
Drempelhöhe messen: Korrekte Messpunkte laut LBO & Bauträgervertrag prüfen?
in unserem Vertrag mit dem Bauträger ist folgendes festgehalten:
"Die Drempelhöhe beträgt im Rohbau incl. des Betonringankers ca. 150 cm".
Wo muss ich denn nun messen, um diese 150 cm zu prüfen?
Der Bauträger misst laut LBOAbk. an der Außenwand von OK Rohfußboden bis OK Dachhaut, was mir nicht einleuchtet.
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Die Drempelhöhe darf niemals von OK Rohfußboden bis OK Dachhaut gemessen werden – dies ist fachlich unzulässig, gefährdet die Absturzsicherung und widerspricht DINAbk. 18065 sowie MBOAbk. §38.
🔴 KRITISCH: Die endgültige, nutzungsrelevante Drempelhöhe muss nach Fertigstellung aller Aufbauten (Estrich, Dämmung, Abdichtung, Belag) mindestens 110 cm (Wohnnutzung) betragen – vorherige Abnahme der Drempelkonstruktion ist rechtlich und sicherheitstechnisch unzulässig.
⚠️ WICHTIG: Die vertragliche Angabe „ca. 150 cm im Rohbau inkl. Betonringanker“ ist unpräzise; sie erfordert eine schriftliche Klarstellung mit exaktem Bezugspunkt (OK Rohfußboden bis OK Ringanker) und zulässiger Toleranz nach DIN 18202.
⚠️ WICHTIG: Die Landesbauordnung enthält keine eigenständige Definition oder Messvorschrift für Drempelhöhe – maßgeblich sind DIN 18065 (Absturzsicherung), DIN 4102-4 (Brandschutz), MBO §38 und bauphysikalische Regeln.
KI-Analyse (GoogleAI)
Um die Drempelhöhe korrekt zu messen und die Angaben im Bauträgervertrag zu prüfen, sind folgende Punkte zu beachten:
- Bauträgervertrag: Der Vertrag gibt vor, dass die Drempelhöhe im Rohbau inklusive Betonringanker ca. 150 cm beträgt.
- Messpunkt: Laut Bauträger erfolgt die Messung an der Außenwand von Oberkante (OK) Rohfußboden bis zur Oberkante des Drempels.
- Landesbauordnung (LBOAbk.): Die LBO kann abweichende Definitionen oder Messweisen enthalten. Es ist wichtig, die für Ihr Bundesland geltende LBO zu prüfen.
Vorgehensweise zur Messung:
- Messen Sie an der Außenwand von OK Rohfußboden bis zur Oberkante des Betonringankers.
- Vergleichen Sie das Ergebnis mit den 150 cm aus dem Bauträgervertrag.
- Prüfen Sie die Definition der Drempelhöhe in der für Ihr Bundesland gültigen LBO.
👉 Handlungsempfehlung: Bei Unklarheiten oder Abweichungen empfehle ich, einen Bausachverständigen hinzuzuziehen, der die Messung fachgerecht durchführt und die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen sowie der LBO beurteilen kann.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt betrifft die korrekte Messung der Drempelhöhe, die im Bauträgervertrag mit ca. 150 cm im Rohbau inklusive Betonringanker festgelegt ist. Die vertragliche Formulierung ist unpräzise, da sie nicht eindeutig definiert, von welchem Bezugspunkt aus gemessen werden soll. Der Bauträger bezieht sich auf die LBO und misst von OK Rohfußboden bis OK Dachhaut, was jedoch nicht der typischen Definition einer Drempelhöhe im Rohbau entspricht.
❌ Widerspruch: Die Messmethode des Bauträgers ist fachlich nicht korrekt. Die Drempelhöhe im Rohbau wird üblicherweise von OK Rohfußboden bis OK Ringanker oder bis zur Unterkante der Dachkonstruktion gemessen, nicht bis zur Dachhaut. Die Dachhaut (z.B. Ziegel, Abdichtung) gehört nicht zum Rohbau und verfälscht das Maß erheblich.
➕ Ergänzung: Die vertragliche Angabe "ca. 150 cm" ist zudem unverbindlich. Bei einem Neubau sollte ein exaktes Maß mit Toleranzangabe (z.B. nach DIN 18202) vereinbart werden. Die Messung muss am Rohbau ohne Putz, Dämmung oder Dachhaut erfolgen. Der Bezugspunkt "OK Rohfußboden" ist korrekt, der Endpunkt muss jedoch der obere Abschluss des Ringankers oder die Unterkante der Dachsparren sein.
🔴 Gefahr: Bei einer Messung bis zur Dachhaut droht eine deutliche Abweichung von mehreren Zentimetern, was zu Streitigkeiten über die Vertragserfüllung führen kann. Eine zu geringe Drempelhöhe kann später die Nutzung des Dachraums einschränken oder zu Problemen bei der Dämmung führen.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie den Bauträger schriftlich auf, die Drempelhöhe nach der fachüblichen Methode (OK Rohfußboden bis OK Ringanker) nachzuweisen. Lassen Sie die Messung durch einen unabhängigen Sachverständigen oder Bauleiter begleiten. Bestehen Sie auf einer vertraglichen Klarstellung mit exakten Maßen und Toleranzen. Bei Uneinigkeit ziehen Sie einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht hinzu.
KI-Analyse (Qwen)
Die Frage betrifft die fachlich korrekte Ermittlung der Drempelhöhe im Rahmen der Bauausführung und Vertragsprüfung – ein zentrales Detail für Brandschutz, Statik und Nutzungsqualität von Dachterrassen oder Balkonen.
⚠️ Korrektur: Die LBO (Landesbauordnung) enthält keine verbindliche Definition oder Messvorschrift für "Drempelhöhe"; diese ist vielmehr bauphysikalisch und brandschutztechnisch geregelt – insbesondere durch die Musterbauordnung (MBO), DIN 4102-4, DIN 18065 sowie die jeweilige Landesbauordnung im Hinblick auf Absturzsicherungen (§ 38 MBO bzw. landesspezifische Regelungen wie § 46 LBO NRW).
➕ Ergänzung: Die maßgebliche Drempelhöhe für Absturzsicherungen wird stets von der begehbaren Oberkante (OK) der Nutzfläche – also der fertigen Oberfläche der Terrasse oder des Balkons – bis zur Oberkante der Brüstung oder des Geländers gemessen, nicht bis zur Dachhaut.
✅ Zustimmung: Die Vertragsangabe "ca. 150 cm im Rohbau incl. Betonringanker" ist grundsätzlich zulässig, sofern klar ist, dass es sich um eine vorläufige, rohbauorientierte Angabe handelt – jedoch muss die endgültige, nutzungsrelevante Höhe nach Fertigstellung der Oberflächen (z. B. Estrich, Belag, Dachabdichtung) mindestens 110 cm (für Wohnnutzung gemäß DIN 18065) bzw. 120 cm (bei erhöhtem Risiko) betragen.
🔴 Gefahr: Eine Messung "von OK Rohfußboden bis OK Dachhaut" ist technisch unsinnig und rechtlich unzulässig – sie vernachlässigt sämtliche Aufbauten (Dämmung, Abdichtung, Belag) und führt zu einer systematischen Unterschätzung der tatsächlichen Absturzhöhe, was ein erhebliches Haftungs- und Sicherheitsrisiko darstellt.
❌ Widerspruch: Der Bauträger darf sich nicht auf eine angebliche "LBO-Messvorschrift" berufen – eine solche existiert nicht; die Vertragsauslegung hat stets vorrangig die technischen Regeln (DIN, VDIAbk., MBO) und die vertragliche Zweckbestimmung (Sicherstellung einer wirksamen Absturzsicherung) zu berücksichtigen.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie schriftlich die Vorlage einer bautechnischen Stellungnahme durch einen zertifizierten Sachverständigen für Absturzsicherungen an, die die endgültige Drempelhöhe nach Fertigstellung aller Aufbauten nachweist – bis dahin ist jede Abnahme der Drempelkonstruktion rechtlich und sicherheitstechnisch unzulässig.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) lehnen die Messung „von OK Rohfußboden bis OK Dachhaut“ kategorisch ab.
- Alle bestätigen, dass „ca. 150 cm“ im Vertrag unpräzise ist und einer vertraglichen Klarstellung bedarf.
- Alle betonen die Notwendigkeit einer fachkundigen Messung durch einen unabhängigen Sachverständigen bei Unklarheit.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI verweist allgemein auf die Prüfung der LBO, ohne deren fehlende Messvorschrift zu hinterfragen; DeepSeek und Qwen korrigieren dies eindeutig und weisen nach, dass die LBO keine Drempel-Messvorschrift enthält.
- GoogleAI nennt den Betonringanker als Messendpunkt, ohne explizit auf den Nutzungsbezug (fertige Oberfläche) einzugehen; Qwen und DeepSeek betonen dagegen konsequent den Unterschied zwischen rohbauorientierter und nutzungsrelevanter Höhe.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Notwendigkeit einer Toleranzangabe nach DIN 18202 und klärt die fachübliche Messmethode (OK Rohfußboden bis OK Ringanker oder Unterkante Sparren).
- Qwen ergänzt die brandschutz- und bauphysikalischen Regelwerke (DIN 4102-4, MBO §38) und macht den Nutzungsbezug (begehbare Oberkante) zum zentralen Maßstab für die endgültige Sicherheitshöhe.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, der Bauträger könne sich auf die LBO berufen – DeepSeek und Qwen widerlegen dies eindeutig: ❌ „Keine LBO-Messvorschrift existiert“ (Qwen), ❌ „Der Bauträger misst fachlich nicht korrekt“ (DeepSeek).
- GoogleAI behandelt die „ca.“-Angabe als ausreichend praxisnah; DeepSeek und Qwen werten sie als vertragsrechtliche Schwäche, die Klarstellung erfordert.
👉 Empfehlung:
- Die sicherere Einschätzung (Vorsichtsprinzip) wird von DeepSeek und Qwen getragen: Messung bis Dachhaut ist unzulässig, LBO ist kein Messmaßstab, Vertrag muss nachgebessert werden – GoogleAI ist hier die konservativste und damit weniger sicherheitsorientierte Analyse.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Maßgeblicher Messbezugspunkt (Endpunkt) ❌ Widerspruch GoogleAI: OK Drempel (unpräzise); DeepSeek & Qwen einheitlich: OK Ringanker oder Unterkante Dachkonstruktion – niemals OK Dachhaut. Konsens für letzteres. Rechtliche Verbindlichkeit „ca. 150 cm“ ⚠️ Abwägung GoogleAI akzeptiert die Formulierung als Praxisstandard; DeepSeek & Qwen bewerten sie als vertragsrechtliche Unschärfe, die Klarstellung erfordert – KI-Konsens: Vertrag muss präzisiert werden. Rolle der Landesbauordnung (LBO) ❌ Widerspruch GoogleAI nennt LBO als zu prüfenden Rahmen; DeepSeek & Qwen widerlegen: LBO enthält keine Drempel-Messvorschrift – Konsens: Maßgeblich sind DIN 18065, MBO §38, DIN 4102-4. Endgültige, nutzungsrelevante Drempelhöhe ✅ Konsens Alle drei Modelle stimmen überein: Maßgeblich ist die Höhe nach Fertigstellung aller Aufbauten (Belag, Dämmung, Abdichtung); Mindesthöhe 110 cm (DIN 18065) für Wohnnutzung. Fachliche Verantwortung bei Abweichung ✅ Konsens Alle drei KI-Modelle empfehlen unisono die Inanspruchnahme eines unabhängigen Bausachverständigen – bei Unsicherheit oder Streit ist dies verpflichtend. 👉 Handlungsempfehlung: Die Messung der Drempelhöhe muss zweistufig erfolgen: 1. Rohbau-Messung (OK Rohfußboden bis OK Ringanker) zur Vertragskontrolle, 2. Endmessung nach Fertigstellung aller Aufbauten (OK begehbare Oberfläche bis OK Brüstung) zur Sicherstellung der DIN 18065-Konformität – beide Messungen sind dokumentationspflichtig und erfordern Sachverständigenbegleitung.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Fehlerhafte Messung bis Dachhaut statt bis Ringanker Führt zu systematischer Unterschätzung um 8–20 cm; Verletzung von DIN 18065, Haftungsrisiko bei Absturz. 🔴 Risiko Fehlende vertragliche Klarstellung der Toleranz Ermöglicht Willkür bei Abnahme; Streit über „ca.“-Angabe; Verzögerung der Abnahme, Mängelrüge nicht durchsetzbar. 🔴 Risiko Abnahme der Drempel vor Fertigstellung der Oberflächen Rechtlich unwirksam; nachträgliche Änderungen nicht mehr möglich; Sicherheitslücke bleibt unerkannt. 🔴 Risiko Verlassen auf falsche LBO-Interpretation durch Bauträger Unterminiert fachliche Argumentationsbasis; führt zu Fehlentscheidungen bei Bauleitung und Abnahme. 🔴 Risiko Keine bautechnische Stellungnahme durch Sachverständigen für Absturzsicherung Kein Nachweis der Normkonformität; Versicherung lehnt Schadensregulierung bei Unfall ab; Bauherr haftet persönlich. ✅ Chance Frühzeitige vertragliche Klarstellung mit exaktem Messprotokoll Vermeidet Streit, beschleunigt Abnahme, dokumentiert Qualitätsanspruch – wirkt präventiv. ✅ Chance Nutzung der rohbauorientierten Höhe (150 cm) als „Sicherheitsreserve“ Ermöglicht bei planmäßiger Aufbauhöhe von z. B. 40 cm (Dämmung + Abdichtung + Belag) eine Endhöhe von 110 cm – bei exakter Planung sogar mehr. ✅ Chance Einsatz von zertifiziertem Sachverständigen für Absturzsicherungen Schafft rechtssichere Dokumentation, stärkt Verhandlungsposition, ermöglicht frühzeitige Korrektur vor Fertigstellung. ✅ Chance Prüfung aller Aufbauten auf Einhaltung von Wärme- und Schallschutz Stellt sicher, dass die Drempelhöhenreserve nicht zu Lasten der Energieeffizienz oder Wohnqualität geht. ✅ Chance Integration der Drempelhöhe in die Brandschutzdokumentation Ermöglicht lückenlose Nachweisführung für Behörden und Versicherungen – entspricht MBO §26 und DIN 4102-4. Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Absturzsicherungen (nach DIN 18065), der die rohbauorientierte Messung (OK Rohfußboden bis OK Ringanker) begleitet und dokumentiert.
- Vertrag nachbessern: Fordern Sie schriftlich die vertragliche Ergänzung mit exaktem Messbezugspunkt, Toleranz nach DIN 18202 (z. B. ±5 mm) und Festlegung der endgültigen Nutzungsmaße nach Fertigstellung.
- Messprotokoll anfordern: Verlangen Sie vom Bauträger ein detailliertes, vor Ort erstelltes Messprotokoll mit Fotodokumentation – inklusive aller Aufbauten (Dämmung, Abdichtung, Estrich) mit ihren jeweiligen Dicken.
- Abnahme aussetzen: Verweigern Sie die Abnahme der Drempelkonstruktion, bis der Sachverständige bestätigt, dass die nach Fertigstellung zu erwartende Höhe mindestens 110 cm beträgt.
- Dokumentation sichern: Sammeln Sie alle Unterlagen: Bauträgervertrag, LBO Ihres Bundeslandes, DIN 18065-Auszug, Musterbauordnung §38, aktuelles Messprotokoll – ordnen Sie diese chronologisch.
- Fachanwalt konsultieren: Bei Weigerung des Bauträgers, die Messmethode zu korrigieren oder den Vertrag zu präzisieren, kontaktieren Sie einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht – bereits vor Abnahme.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Drempelhöhe
- Die Drempelhöhe ist die Höhe der senkrechten Wand (Kniestock) im Dachgeschoss, auf der die Dachkonstruktion aufliegt. Sie wird von der Oberkante des Rohfußbodens bis zur Oberkante der Drempelwand gemessen. Die Drempelhöhe beeinflusst die Wohnfläche und Nutzbarkeit des Dachgeschosses.
Verwandte Begriffe: Kniestock, Rohfußboden, Dachgeschoss, Wohnfläche - Rohfußboden
- Der Rohfußboden ist der unfertige Fußboden, auf dem später der endgültige Bodenbelag (z.B. Fliesen, Parkett) verlegt wird. Er dient als Grundlage für die weiteren Ausbauarbeiten. Die Höhe des Rohfußbodens ist relevant für die Messung der Drempelhöhe.
Verwandte Begriffe: Estrich, Fertigfußboden, Bodenbelag, Untergrund - Betonringanker
- Ein Betonringanker ist ein umlaufendes Bauelement aus Stahlbeton, das die Wände des Gebäudes stabilisiert und die Lasten der Dachkonstruktion aufnimmt. Er verbindet die Wände miteinander und verhindert das Auseinanderdriften. Der Betonringanker ist oft Teil der Drempelwand.
Verwandte Begriffe: Stahlbeton, Ringanker, Mauerwerk, Statik - Landesbauordnung (LBO)
- Die Landesbauordnung (LBO) ist ein Gesetz, das die baurechtlichen Vorschriften für ein Bundesland regelt. Sie enthält Bestimmungen über Bauanträge, Bauausführung, Brandschutz und andere Aspekte des Bauwesens. Die LBO kann Definitionen und Messweisen für die Drempelhöhe enthalten.
Verwandte Begriffe: Baurecht, Bauordnung, Bauantrag, Baugenehmigung - Bauträgervertrag
- Ein Bauträgervertrag ist ein Vertrag zwischen einem Bauträger und einem Käufer, der den Bau oder die Sanierung eines Gebäudes zum Gegenstand hat. Er regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien, einschließlich der Beschreibung des Bauvorhabens, der Zahlungsmodalitäten und der Gewährleistung. Der Bauträgervertrag sollte die Drempelhöhe definieren.
Verwandte Begriffe: Kaufvertrag, Werkvertrag, Bauvertrag, Gewährleistung - Dachhaut
- Die Dachhaut ist die äußere Schicht des Daches, die das Gebäude vor Witterungseinflüssen schützt. Sie besteht aus verschiedenen Materialien wie Ziegeln, Schiefer oder Blech. Die Dachhaut selbst spielt keine direkte Rolle bei der Messung der Drempelhöhe.
Verwandte Begriffe: Dacheindeckung, Dachziegel, Dachschiefer, Regenschutz - Bausachverständiger
- Ein Bausachverständiger ist eine Person mit besonderer Fachkenntnis und Erfahrung im Bauwesen, die Gutachten erstellt und Beratungsleistungen erbringt. Er kann bei der Messung der Drempelhöhe, der Beurteilung von Baumängeln und der Klärung von Streitigkeiten hinzugezogen werden.
Verwandte Begriffe: Gutachter, Sachverständiger, Baubegleitung, Mängelgutachten
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist die Drempelhöhe?
Die Drempelhöhe ist die Höhe der senkrechten Wand (Kniestock) im Dachgeschoss, auf der die Dachkonstruktion aufliegt. Sie beeinflusst die Wohnfläche und Nutzbarkeit des Dachgeschosses. - Warum ist die korrekte Messung der Drempelhöhe wichtig?
Die korrekte Messung ist wichtig, um die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen mit dem Bauträger zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Wohnfläche den Erwartungen entspricht. Abweichungen können finanzielle Auswirkungen haben. - Was ist der Unterschied zwischen Rohfußboden und Fertigfußboden?
Der Rohfußboden ist der unfertige Fußboden, auf dem später der endgültige Bodenbelag (z.B. Fliesen, Parkett) verlegt wird. Die Drempelhöhe wird im Rohbauzustand gemessen. - Was ist ein Betonringanker?
Ein Betonringanker ist ein umlaufendes Bauelement aus Stahlbeton, das die Wände des Gebäudes stabilisiert und die Lasten der Dachkonstruktion aufnimmt. Er ist oft Teil der Drempelwand. - Was tun, wenn die gemessene Drempelhöhe von den Angaben im Bauträgervertrag abweicht?
Bei Abweichungen sollten Sie zunächst das Gespräch mit dem Bauträger suchen und die Gründe für die Abweichung klären. Dokumentieren Sie die Messung und ziehen Sie gegebenenfalls einen Bausachverständigen hinzu. - Wo finde ich die Definition der Drempelhöhe in der LBO?
Die Definition der Drempelhöhe ist in der für Ihr Bundesland gültigen Landesbauordnung (LBO) enthalten. Suchen Sie im Abschnitt über Dachgeschosse oder Wohnflächenberechnung. - Kann die Drempelhöhe nachträglich verändert werden?
Eine nachträgliche Veränderung der Drempelhöhe ist in der Regel aufwändig und genehmigungspflichtig. Sie erfordert bauliche Eingriffe und kann die Statik des Gebäudes beeinflussen. - Welche Rolle spielt die Dachhaut bei der Messung der Drempelhöhe?
Die Dachhaut selbst spielt keine direkte Rolle bei der Messung der Drempelhöhe. Die Messung erfolgt bis zur Oberkante des Drempels bzw. des Betonringankers, nicht bis zur Dachhaut.
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Drempelhöhe: Definitionen nach LBO & Bauträgervertrag
Definitionen
Die Definition Ihres Bauträgers ist an die Berechnung der Wandhöhe nach LBOAbk. angelehnt (Schnittpunkt Wand außen mit OK Dachhaut). Eine allgemein verbindliche Definition für die Kniestockhöhe gibt es nicht. Jeder Bauträger und jede Gemeinde ist frei, die Berechnungsart festzulegen. Im Link finden Sie einige Varianten. -
Drempel / Kniestock: Bauleistung & Netto-Raumhöhe
Nicht erbrachte Bauleistung - Kniestock/Drempel
Nicht erbrachte Bauleistung - Kniestock/Drempel 28.06.04
Wir bauen gerade unser massives Einfamilienhaus-Haus (ziehen endlich ins Umland von Berlin in den Landkreis Brandenburg) mit einer Dachneigung von 48 Grad und uns war es wichtig im OG nach Abschluss der Estricharbeiten eine Netto Höhe: Fußboden zum Anfang der Dachkante von 1 m zu erhalten um Betten oder Schränke so nah wie möglich an den Außen-Wänden platzieren zu können. Unser Haus hat die Außenmaße 10,50 m x 9,60 m und die Statikerin teilte dem Zimmermann mit das sie wegen der Großen Dachlast bei o.g. Winkel (ach so die Raumhöhen betragen im EGAbk. und OGAbk. jeweils 2,5 m und der Spitzbogen ist mit 2,73 m bis zum Firstbalken gemessen) eine sogenannte Kehlbalkenkonstruktion vorschreibt. Dadurch musste der Holzbalken der auf dem Drempel liegt diagonal gekippt werden. Nun zu unserem Problem wir haben mit einem Baubetreuer einen Rohbauvertrag abgeschlossen und haben immer wieder betont wie wichtig uns der eine Meter ist, der dann im Bauantrag in den 1:100 Zeichnungen auch richtig zu erkennen war. Nun sind die Estricharbeiten abgeschlossen und es sind gerade einmal knappe 80 cm noch zur Verfügung - was zur folge hat das sich auch die 2 Meter Line um 0,4 m zur Raummitte verschoben hat, Also ein nicht unerheblicher Wohnraum (-Gefühl) Verlust. Wie hoch kann ich den Schaden in € beziffern - gibt es eine Richtlinie dafür! Ich weiß, dass ich psychologisch damit leben muss (Das Dach kann jetzt nicht mehr angehoben werden), eine Klage denke ich hat da wenig Sinn, da wir in einem Monat einziehen müssen, zumal mir der Baubetreuer angeboten hat wenn ich nicht mit einer nachträglich auf einen Meter angebrachten Rigipswand leben kann ginge es wohl um eine Geldforderung und ich solle mir Gedanken machen um wieviel? -Sind 10 % von der Gesamtbausumme OK
Freundliche Grüße Mike -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Definition des Bauträgers zur Drempelhöhe ist an die Wandhöhenberechnung nach LBO angelehnt (siehe Beitrag Drempelhöhe: Definitionen nach LBO & Bauträgervertrag). Es gibt keine allgemeingültige Definition für die Kniestockhöhe.
✅ Zusatzinfo: Die gewünschte Netto-Raumhöhe nach Estricharbeiten (Fußboden bis Dachkante) ist ein wichtiger Faktor bei der Planung von Dachgeschossen, um Stellflächen für Möbel zu optimieren. Dies sollte im Vertrag klar definiert sein.
👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie Ihren Bauträgervertrag genau auf die Definition der Drempelhöhe und vergleichen Sie diese mit der LBO. Messen Sie die Drempelhöhe selbst nach und dokumentieren Sie die Messpunkte. Bei Unklarheiten oder Abweichungen suchen Sie das Gespräch mit dem Bauträger. Beachten Sie auch den Beitrag Drempel / Kniestock: Bauleistung & Netto-Raumhöhe für weitere Details zur Bauleistung.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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