Estrichnorm DIN EN 13813: Was ändert sich? Unterschiede, Anforderungen & Gültigkeit
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Estrichnorm DIN EN 13813: Was ändert sich? Unterschiede, Anforderungen & Gültigkeit

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Neue Estrichnormen kurz erklärt

Die Europäisierung hat auch den Bereich der Estriche erfasst. Unter der Bezeichnung DINAbk. EN 18 813 wird die alte DIN 18560 abgelöst werden. Wie immer ist die Sinnigkeit von Normen nicht immer einsichtig, da die Bezeichnungen fester Bestandteil der handwerklichen Sprache geworden sind

Die wichtigsten sprachlichen Änderungen betreffen wieder einmal die Sprache der Norm. Die Bezeichnungen bestehen aus englischen Abkürzungen, die entsprechend gewöhnungsbedürftig sind.

ZE  -  Zementestrich wird CT (von cementitous screed)

GA  -  GussAsphalt wird AS (von Asphalt screed)

CE  -  Calciumsulfatestrich CA (von Calciumsulfat screed)

ME  -  Magnesitestrich MA (von Magnesitescreed)

Kunstharzestrich SR (synthetic resin screed)

Auch die alten Bezeichnungen für die technischen Daten werden durch englische Bezeichnungen ersetzt.

Im einzelnen steht z.B.

C 30 für eine Druckfestigkeit von 30 N / mm²

F 4 für eine Biegezugfestigkeit von 4 N / mm²

Eine Bezeichnung für einen Zementestrich mit einer Druckfestigkeit von 30 N / mm², einer Biegezugfestigkeit von 4 N/ mm² wäre demnach "Estrich EN 13813 CT, C30, F4"

Daneben gibt es noch Angaben für Oberflächenhärte (SH), Elastizitätsmodul (E), Widerstand gegen Rollbeanspruchung (RWFC) und noch einige andere Daten.

Die Fülle von Daten, die erfüllt werden müssen, machen es einem Unternehmer, der darauf sein Material legt fast unmöglich am Anfang durch das Wirrwarr durchzublicken und zu überprüfen.

Die in der neuen Norm geforderten werkseitigen Qualitätsüberprüfungen sind zwar notwendig, können aber kleinere Hersteller schnell überfordern, ganz zu schweigen von den Estrichbetrieben, die erst einmal einen Durchblick bekommen müssen. Natursteinbetriebe, die ihren Estrich selber einbringen können kaum die geforderten Anforderungen an Prüfung und Überwachung erbringen.

Im Jahre 2003 sollen die Normen endgültig Pflicht werden. Die ausschreibenden Architekten und Planer werden dabei helfen, in der Übergangszeit das zu erwartende Begriffs  -  Chaos zu komplettieren.

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    Die Ablösung der DINAbk. 18560 durch die DIN EN 13813 im Bereich der Estriche bringt einige Änderungen mit sich. Ich empfehle, sich mit den neuen Bezeichnungen und Anforderungen vertraut zu machen, um Missverständnisse und Fehler bei der Materialauswahl und Verarbeitung zu vermeiden.

    Wichtige Aspekte der neuen Norm sind:

    • Neue Bezeichnungen: Die Norm führt neue Bezeichnungen und Abkürzungen ein, die zunächst gewöhnungsbedürftig sein können.
    • Leistungsanforderungen: Die DIN EN 13813 definiert Anforderungen an Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Oberflächenhärte, Elastizitätsmodul und Widerstand gegen Rollbeanspruchung.
    • Qualitätsüberprüfungen: Unternehmer und Estrichbetriebe müssen die Qualitätsüberprüfungen gemäß der neuen Norm durchführen.

    Es ist wichtig, dass Architekten, Planer und Handwerker die neuen Normen kennen und bei ihrer Arbeit berücksichtigen. Die Norm DIN EN 13813 ist seit 2003 gültig.

    👉 Handlungsempfehlung: Informieren Sie sich detailliert über die DIN EN 13813 und deren Auswirkungen auf Ihre spezifischen Projekte. Ziehen Sie bei Unklarheiten einen Sachverständigen hinzu.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Estrich
    Estrich ist eine Schicht, die auf den Rohboden aufgebracht wird, um eine ebene und tragfähige Oberfläche für den Bodenbelag zu schaffen. Er dient auch zur Aufnahme von Fußbodenheizungen oder zur Verbesserung des Schallschutzes. Es gibt verschiedene Arten von Estrichen, die sich in ihren Eigenschaften und Anwendungsbereichen unterscheiden.
    Verwandte Begriffe: Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Magnesitestrich
    DIN EN 13813
    Die DIN EN 13813 ist eine europäische Norm, die die Anforderungen an Estrichmörtel und Estriche festlegt. Sie definiert die Eigenschaften, Prüfverfahren und Leistungskriterien für verschiedene Arten von Estrichen. Die Norm dient dazu, die Qualität und Vergleichbarkeit von Estrichen innerhalb der EU sicherzustellen.
    Verwandte Begriffe: DIN 18560, CEAbk.-Kennzeichnung, Leistungserklärung
    Zementestrich
    Zementestrich ist ein Estrich, der aus Zement, Sand und Wasser hergestellt wird. Er ist robust, wasserbeständig und eignet sich für Innen- und Außenbereiche. Zementestrich ist besonders geeignet für Fußbodenheizungen, da er eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzt.
    Verwandte Begriffe: Estrich, Calciumsulfatestrich, Anhydritestrich
    Calciumsulfatestrich
    Calciumsulfatestrich, auch Anhydritestrich genannt, wird aus Calciumsulfatbinder, Sand und Wasser hergestellt. Er zeichnet sich durch geringe Schwindung und gute Wärmeleitfähigkeit aus. Calciumsulfatestrich ist nicht wasserbeständig und daher nur für Innenbereiche geeignet.
    Verwandte Begriffe: Estrich, Zementestrich, Magnesitestrich
    Magnesitestrich
    Magnesitestrich besteht aus Magnesitbinder, Füllstoffen und Wasser. Er ist elastisch, schalldämmend und widerstandsfähig gegen chemische Einflüsse. Magnesitestrich wird häufig in Industriegebäuden und Werkstätten eingesetzt.
    Verwandte Begriffe: Estrich, Zementestrich, Calciumsulfatestrich
    Kunstharzestrich
    Kunstharzestrich wird aus Kunstharzbindemitteln und mineralischen Zuschlägen hergestellt. Er ist sehr widerstandsfähig gegen mechanische und chemische Belastungen. Kunstharzestrich wird häufig in Industriehallen, Laboren und Krankenhäusern eingesetzt.
    Verwandte Begriffe: Estrich, Epoxidharz, Polyurethan
    Druckfestigkeit
    Die Druckfestigkeit ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen Druckbelastung. Sie wird in der DIN EN 13813 für Estriche geprüft und in N/mm² angegeben. Eine hohe Druckfestigkeit ist wichtig für Estriche, die hohen Belastungen ausgesetzt sind.
    Verwandte Begriffe: Biegezugfestigkeit, Oberflächenhärte, Elastizitätsmodul

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist der Unterschied zwischen DIN 18560 und DIN EN 13813?
      Die DIN EN 13813 ist die europäische Norm, die die nationale Norm DIN 18560 für Estriche ersetzt. Sie bringt neue Bezeichnungen, Prüfverfahren und Anforderungen an die Estrichmaterialien mit sich. Es ist wichtig, sich mit den Änderungen vertraut zu machen, um die korrekten Materialien auszuwählen und fachgerecht zu verarbeiten.
    2. Welche Arten von Estrichen werden in der DIN EN 13813 behandelt?
      Die DIN EN 13813 behandelt verschiedene Arten von Estrichen, darunter Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Magnesitestrich und Kunstharzestrich. Jeder Estrich hat spezifische Eigenschaften und Anwendungsbereiche, die in der Norm detailliert beschrieben sind. Die Auswahl des richtigen Estrichs hängt von den jeweiligen Anforderungen des Bauprojekts ab.
    3. Welche Leistungsmerkmale werden bei Estrichen geprüft?
      Die DIN EN 13813 legt verschiedene Leistungsmerkmale fest, die bei Estrichen geprüft werden müssen, darunter Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Oberflächenhärte, Elastizitätsmodul und Widerstand gegen Rollbeanspruchung. Diese Prüfungen dienen dazu, die Qualität und Eignung des Estrichs für den jeweiligen Einsatzbereich sicherzustellen. Die Ergebnisse der Prüfungen müssen dokumentiert und nachgewiesen werden.
    4. Was bedeutet die CE-Kennzeichnung bei Estrichen?
      Die CE-Kennzeichnung ist ein Nachweis, dass der Estrich den Anforderungen der DIN EN 13813 entspricht und in der EU verkauft werden darf. Hersteller müssen die Leistungseigenschaften ihrer Produkte deklarieren und durch Prüfberichte nachweisen. Die CE-Kennzeichnung erleichtert den Vergleich von Produkten verschiedener Hersteller und gibt dem Anwender Sicherheit hinsichtlich der Qualität.
    5. Wo finde ich die aktuelle Fassung der DIN EN 13813?
      Die aktuelle Fassung der DIN EN 13813 kann beim Beuth Verlag bezogen werden. Es ist ratsam, die jeweils gültige Fassung zu verwenden, da Normen regelmäßig überarbeitet und aktualisiert werden. Die Norm enthält detaillierte Informationen zu Anforderungen, Prüfverfahren und Anwendungsbereichen von Estrichen.
    6. Was sind die wichtigsten Änderungen durch die DIN EN 13813?
      Die DIN EN 13813 brachte vor allem Änderungen in den Bezeichnungen und Klassifizierungen von Estrichen sowie in den Prüfverfahren. Es wurden neue Leistungskriterien eingeführt und die Anforderungen an die Dokumentation verschärft. Ziel war es, die Vergleichbarkeit von Estrichen innerhalb der EU zu verbessern und die Qualität der Bauausführung zu sichern.
    7. Wer ist für die Einhaltung der DIN EN 13813 verantwortlich?
      Für die Einhaltung der DIN EN 13813 sind in erster Linie die Hersteller von Estrichen verantwortlich. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Produkte den Anforderungen der Norm entsprechen und die entsprechenden Nachweise erbringen. Aber auch Architekten, Planer und Handwerker tragen eine Verantwortung, die Norm bei der Planung und Ausführung von Bauprojekten zu berücksichtigen.
    8. Wie wirkt sich die DIN EN 13813 auf die Gewährleistung aus?
      Die Einhaltung der DIN EN 13813 ist ein wichtiger Faktor für die Gewährleistung bei Estricharbeiten. Werden die Anforderungen der Norm nicht erfüllt, kann dies zu Mängeln und Schäden führen, für die der ausführende Handwerker oder der Hersteller haftbar gemacht werden kann. Daher ist es wichtig, die Norm sorgfältig zu beachten und die entsprechenden Nachweise zu dokumentieren.

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