Trittschall: Tasse abstellen – 31 dB zu laut? Ursachen, Messwerte & Rechtslage
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Trittschall: Tasse abstellen – 31 dB zu laut? Ursachen, Messwerte & Rechtslage

Ich wohne in einer Wohnung im 1. OGAbk. in einem 5-Parteien-Haus Baujahr 2016. Von Beginn an waren in meiner Wohnung Geräusche wahrzunehmen (Ausbreitung über die Wände in jedem Zimmer), die aus der Wohnung unter mir stammen. Es wurde von einem Sachverständigen ein schalltechnischer Messbericht erstellt mit folgendem Ergebnis:  -  Abstellen einer Tasse auf die Küchenarbeitsplatte; Messwert in meiner Wohnung 31 dBAbk.  -  Schieben von Gewürzbehältern im Küchenwandschrank; Messwert in meiner Wohnung 31 dB  -  Vorhänge auf und zuschieben (Stoffvorhänge im Seilsystem an der Außenwand befestigt); Messwert in meiner Wohnung 40 dB. Es wurden noch einige andere Nutzergeräusche gemessen, alle sind bei mir in der Wohnung mit zwischen 30 und 40 dB zu hören. Das Gutachten ergab, dass hier kein schalltechnisches Problem vorliegt, da der Grenzwert von 40 dB nicht überschritten wird. Meine Frage dazu lautet nun: Darf es bautechnisch denn überhaupt sein, dass Geräusche wie z.B. das Absetzen einer Kaffeetasse auf der Arbeitsplatte mit 31 dB eine Etage nach oben übertragen wird (in einem Neubau mit Ziegelbauweise  -  MZ10)? Die Nutzergeräusche werden in alle 3 Zimmer über die Wände übertragen  -  gleich stark. Davon handelt es sich bei 2 Zimmern um Schlafräume. Ich habe noch nirgends davon gelesen oder gehört, dass z.B. Geräusche wie Bücher in einem Bücherregal verschieben ein Stockwerk nach oben übertragen werden. Lohnt sich hier eine Rechtsberatung? Ich bin sehr dankbar für alle Ratschläge, Meinungen und Tipps.
  • Name:
  • Akinom
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    Die Wahrnehmung von Geräuschen wie dem Abstellen einer Tasse in der darunterliegenden Wohnung mit einem Messwert von 31 dBAbk. deutet auf Probleme mit dem Schallschutz hin. ? Dies kann insbesondere in einem Neubau aus dem Jahr 2016, der eigentlich höhere Schallschutzstandards erfüllen sollte, ungewöhnlich sein.

    Ich empfehle, folgende Aspekte zu prüfen:

    • Schallschutzgutachten: Das vorhandene Gutachten sollte detailliert analysiert werden. Achten Sie besonders auf die Einhaltung der in Deutschland gültigen Normen für Schallschutz im Wohnungsbau (DINAbk. 4109 oder besser noch die erhöhten Anforderungen nach VDIAbk. 4100).
    • Bauweise: Die Ziegelbauweise ist grundsätzlich gut für den Schallschutz, aber Ausführungsfehler (z.B. Schallbrücken) können die Leistung mindern.
    • Trittschalldämmung: Besonders wichtig ist die korrekte Ausführung der Trittschalldämmung unter dem Estrich.

    Die beschriebenen Geräusche (Abstellen der Tasse, Schieben von Gegenständen) sind typische Beispiele für Trittschall. ? Eine Überschreitung des zulässigen Schallpegels kann einen Mangel darstellen, der zur Mietminderung berechtigt oder Nachbesserungsansprüche gegenüber dem Bauträger begründet.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie das Schallschutzgutachten von einem zweiten Sachverständigen überprüfen und ziehen Sie einen Anwalt für Miet- oder Baurecht hinzu, um Ihre Rechte zu wahren.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Trittschall
    Schall, der durch mechanische Anregung von Bauteilen entsteht, z.B. durch Gehen oder Klopfen. Er wird über Decken und Wände übertragen und kann als Lärm wahrgenommen werden.
    Verwandte Begriffe: Luftschall, Körperschall, Schallübertragung.
    Schallbrücke
    Bauteil oder Stelle in einer Konstruktion, die Schall besonders gut überträgt. Sie entstehen oft durch unsachgemäße Ausführung von Dämmmaßnahmen.
    Verwandte Begriffe: Wärmebrücke, Wärmeübertragung, Dämmung.
    Dezibel (dB)
    Maßeinheit für die Lautstärke. Sie gibt an, wie stark der Schalldruck ist. Im Schallschutz wird der dB-Wert verwendet, um die Dämmwirkung von Bauteilen zu beschreiben.
    Verwandte Begriffe: Frequenz, Schalldruck, Lautstärke.
    DIN 4109
    Deutsche Industrienorm, die Mindestanforderungen an den Schallschutz im Hochbau festlegt. Sie definiert zulässige Schallpegel für verschiedene Räume und Situationen.
    Verwandte Begriffe: VDI 4100, Schallschutzklassen, Bauordnung.
    VDI 4100
    Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure, die über die DIN 4109 hinausgehende, erhöhte Anforderungen an den Schallschutz definiert. Sie dient der Verbesserung des Wohnkomforts.
    Verwandte Begriffe: DIN 4109, Schallschutzklassen, Wohnkomfort.
    Schallschutzgutachten
    Ein Gutachten, das von einem Sachverständigen erstellt wird und den Schallschutz eines Gebäudes oder einer Wohnung bewertet. Es enthält Messungen, Analysen und Empfehlungen zur Verbesserung des Schallschutzes.
    Verwandte Begriffe: Lärmprotokoll, Sachverständiger, Messbericht.
    Mietminderung
    Recht des Mieters, die Miete zu reduzieren, wenn die Wohnung Mängel aufweist, die den Wohnwert beeinträchtigen. Lärmbelästigung kann ein solcher Mangel sein.
    Verwandte Begriffe: Mietrecht, Lärmbelästigung, Wohnungsmangel.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist Trittschall?
      Trittschall entsteht durch mechanische Anregung von Bauteilen, beispielsweise durch Gehen, Klopfen oder das Verschieben von Möbeln. Dieser Schall wird über Decken und Wände übertragen und kann in anderen Räumen als Lärm wahrgenommen werden. Eine gute Trittschalldämmung minimiert diese Übertragung.
    2. Welche Schallschutzanforderungen gelten in Deutschland?
      In Deutschland regelt die DIN 4109 die Mindestanforderungen an den Schallschutz im Hochbau. Die VDI 4100 geht darüber hinaus und definiert höhere Schallschutzstandards für einen besseren Wohnkomfort. Bei Neubauten sollten diese erhöhten Anforderungen angestrebt werden.
    3. Was sind Schallbrücken?
      Schallbrücken sind Bauteile oder Stellen in der Konstruktion, die Schall besonders gut übertragen. Sie entstehen oft durch unsachgemäße Ausführung von Dämmmaßnahmen oder durch die Verwendung von ungeeigneten Materialien. Schallbrücken können die Schallschutzwirkung erheblich reduzieren.
    4. Wie kann man Trittschall nachträglich reduzieren?
      Nachträgliche Maßnahmen zur Trittschallreduzierung sind oft aufwendig und kostspielig. Möglichkeiten sind beispielsweise das Anbringen von abgehängten Decken, das Verlegen von Teppichböden oder die Verbesserung der Trittschalldämmung im Nachbarraum. Eine fachkundige Beratung ist hier unerlässlich.
    5. Was bedeutet der Messwert dB beim Schallschutz?
      Dezibel (dB) ist die Maßeinheit für die Lautstärke. Je höher der dB-Wert, desto lauter ist der Schall. Im Schallschutz gibt der dB-Wert an, wie gut die Dämmung eines Bauteils ist. Ein niedriger dB-Wert bedeutet eine bessere Schalldämmung.
    6. Welche Rechte habe ich bei Lärmbelästigung in der Mietwohnung?
      Bei unzumutbarer Lärmbelästigung haben Mieter das Recht auf Mietminderung. Zudem kann der Vermieter verpflichtet werden, Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu ergreifen. Es ist ratsam, ein Lärmprotokoll zu führen und sich rechtlich beraten zu lassen.
    7. Was ist der Unterschied zwischen Luftschall und Trittschall?
      Luftschall entsteht durch Schallquellen in der Luft, wie beispielsweise Gespräche oder Musik. Trittschall hingegen entsteht durch mechanische Anregung von Bauteilen. Beide Schallarten werden unterschiedlich übertragen und erfordern unterschiedliche Dämmmaßnahmen.
    8. Wie wirkt sich die Ziegelbauweise auf den Schallschutz aus?
      Ziegelbauweise bietet grundsätzlich gute Voraussetzungen für den Schallschutz, da Ziegel eine hohe Rohdichte haben und Schall gut absorbieren können. Allerdings ist eine fachgerechte Ausführung wichtig, um Schallbrücken zu vermeiden und die volle Schallschutzwirkung zu erzielen.

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      Welche Anforderungen gelten und wie kann man den Schallschutz von Anfang an optimieren?
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    • Lärmprotokoll führen
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    • Rechte bei Lärmbelästigung
      Welche Ansprüche hat man als Mieter bei unzumutbarem Lärm?
    • Schallschutzfenster
      Wie tragen spezielle Fenster zur Reduzierung von Lärm bei?
  2. Eine nicht ganz unwesentliche Frage ist noch offen:

    Wo wohnen Sie denn? Sicher nicht in der Münchner City oder in Berlin!

    Was ich damit sagen will, dass Sie bei einem Außenlärmpegel von unter 20 dBAbk. auch in einem ordentlich gebauten Haus hören, wenn dem Nachbarn der Kugelschreiber vom Tisch auf den Parkettbodeb fällt. Ziehen Sie in Flughafennähe  -  dann werden Sie dieses Luxusproblem der Friedhofsruhe nicht mehr haben.

    Tacheles: Wenn der Schallschutzgutachter nichts feststellen konnte, dann müssen sie sich damit abfinden.

  3. ist der Tassentest neu?

    Bisher wurde eine genormte Dauertonquelle aufgestellt und im anderen Raum oder Geschoss die Dämpfung (Luftschall) gemessen. Auch für den Körperschall gibt es genormte Methoden. Wie will der SV das nachvollziehen?
    • Name:
    • Klaus Kirschner
  4. Messmethode

    Vielen Dank für die Antwort. Die 8 störendsten Geräusche wurden je 3 Mal erzeugt, aufgenommen und ausgewertet. Da es sich ja um Körperschall und nicht um Luftschall handelt, ist das angeblich die entsprechende Methode dafür. Normalerweise nimmt eine Wand die Geräusche auf und transportiert sie nicht weiter. Der Schallschutzmensch meinte, die Wohnung wäre wie eine Art Resonanzkörper, da jedes einzelne Geräusch, was über eine Verbindung zur Wand geht stärker übertragen wird als ausgelöst.
    • Name:
    • Akinom
  5. Nicht genormt

    Die Untersuchung solcher "Einzelereignisse" kann man machen, um den subjektiven Eindruck einer Störung mit Messwerten zu unterlegen, aber es gibt für diese "Einzelereignisse" keine normierten Anforderungen. Da auch das Abstellen eines Wiskyglases auf dem Glastisch der nachbarlichen Wohnung über Körperschall und/oder Luftschall übertragen wird, kann man auch hier diese beiden Dinge mit einer Regelprüfung untersuchen
    • Trittschallmessung
    • Luftschallmessung

    Darüber hinaus muss man halt die Wohnsituation (offener Wohnungsgrundriss) sowie die Ausstattung der Wohnung (harte Bodenbeläge, modern sparsame Möblierung, fehlende Vorhänge, etc.) bewerten.

    Antwort des Schallschutzsachverständigen meines Vertrauens: Machen Sie sich Musik an, dann hören Sie den Nachbarn nicht.

    In einer geräuscharmen Umgebung unter einer akkustischen Käseglocke hört man natürlich jede Stecknadel fallen ... aber Ihr Schallschützer hat Ihnen ja schon gesagt, dass die messwerte keine eindeutigen Hinweise auf Grenzwertüberschreitungen bieten. Er hat sich halt nur nicht getraut Ihnen zu sagen, dass er Ihnen bei der Lösung dieses subjektiven Problems nicht helfen kann.

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