WDVS Dämmung: Mineralwolle vs. Hartschaum – Kosten, Dampfdiffusion & Erfahrungen?
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WDVS Dämmung: Mineralwolle vs. Hartschaum – Kosten, Dampfdiffusion & Erfahrungen?

Hallo,
wir sind gerade dabei den Bau unseres Haüschens zu planen. Wir planen aktuell damit die Außenwände in Porotonziegeln auszuführen. Außen wollen wir diese mit 20 cm Dämmplatten versehen. Hier gäbe es für uns die Möglichkeiten Hartschaumplatten oder Mineralwolleplatten anbringen zu lassen. Auf die Idee mit den Mineralwolleplatten sind wir wegen der Dampfdiffusionsoffenheit gekommen. Diese ist ja mit Hartschaum ziemlich schlecht, mit Mineralwolle sehr viel besser. In der Literatur liest man ja immer wieder, dass eine massive Wand nach außen hin möglichst dampfdiffusionsoffen ausgeführt sein sollte. Wer hat Erfahrung mit der Festigkeit solcher Mineralwolleplatten? Sie scheinen mir recht weich zu sein. Ja, außerdem haben wir unser ursprünglich gestecktes Budget bereits weit überschritten. Wir suchen jetzt nach Möglichkeiten den Preis etwas nach unten zu drücken und hier wären wir mit den Hartschaumplatten natürlich etwas besser beraten. Kann mir jemand schreiben, ob ich doch lieber bei den Mineralwolleplatten bleiben sollte, oder ob ich auch mit ruhigem Gewissen Hartschaumplatten verwenden kann.
Viele Grüße
Fred Mäder
  • Name:
  • Fred Mäder
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    Sicherheitshinweise

    ? Gefahr: Bei Verwendung von Hartschaumplatten ist auf den Brandschutz zu achten. Wählen Sie schwerentflammbare Materialien und beachten Sie die Brandschutzbestimmungen.

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    Ich empfehle Ihnen, bei der Wahl zwischen Mineralwolle und Hartschaumplatten für Ihr WDVSAbk. folgende Aspekte zu berücksichtigen:

    • Dampfdiffusionsoffenheit: Mineralwolle ist diffusionsoffen und unterstützt ein gutes Raumklima. Hartschaumplatten sind diffusionsoffen, aber weniger als Mineralwolle.
    • Wärmeleitfähigkeit: Beide Materialien bieten gute Dämmwerte. Achten Sie auf die spezifische Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) der Produkte.
    • Kosten: Hartschaumplatten sind oft günstiger in der Anschaffung, aber die Verarbeitung kann aufwendiger sein.
    • Brandverhalten: Mineralwolle ist nicht brennbar (Baustoffklasse A1), während Hartschaumplatten brennbar sein können (je nach Typ).
    • Festigkeit: Hartschaumplatten sind druckfester als Mineralwolle.

    ? Gefahr: Unsachgemäße Anbringung der Dämmplatten kann zu Wärmebrücken und Feuchtigkeitsschäden führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Energieberater oder Fachbetrieb beraten, um die optimale Dämmstoffwahl für Ihr Haus zu treffen.

    ? Wichtige Begriffe kurz erklärt

    WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
    Ein System zur nachträglichen Dämmung von Fassaden, bestehend aus Dämmstoff, Kleber, Armierung und Oberputz.
    Verwandte Begriffe: Fassadendämmung, Außendämmung, Wärmeschutz.
    Mineralwolle
    Ein Dämmstoff aus Glas- oder Steinwolle, der diffusionsoffen und nicht brennbar ist.
    Verwandte Begriffe: Glaswolle, Steinwolle, Dämmwolle.
    Hartschaumplatten
    Dämmplatten aus Polystyrol (EPS oder XPS) oder Polyurethan (PURAbk.), die druckfest und wasserabweisend sind.
    Verwandte Begriffe: EPS, XPS, PUR.
    Dampfdiffusionsoffenheit
    Die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen.
    Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, sd-Wert, Atmungsaktivität.
    Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert)
    Ein Maß für die Wärmedämmfähigkeit eines Baustoffs. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmwirkung.
    Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, U-Wert, Wärmedurchgangskoeffizient.
    Porotonziegel
    Ein Mauerziegel mit hoher Wärmedämmung durch Poren im Ziegel.
    Verwandte Begriffe: Hintermauerziegel, Wärmedämmziegel, Ziegelmauerwerk.
    Brandverhalten
    Die Reaktion eines Baustoffs im Brandfall, eingeteilt in Baustoffklassen (A1 bis F).
    Verwandte Begriffe: Baustoffklasse, Brandschutz, Feuerwiderstand.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist der Unterschied zwischen Mineralwolle und Hartschaumplatten?
      Mineralwolle ist diffusionsoffen und nicht brennbar, während Hartschaumplatten oft günstiger und druckfester sind. Die Wahl hängt von Ihren individuellen Anforderungen und Prioritäten ab.
    2. Welche Dämmstoffstärke ist für Porotonziegel empfehlenswert?
      Eine Dämmstoffstärke von 20 cm ist grundsätzlich gut, aber die optimale Stärke hängt von der Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs und den energetischen Anforderungen ab. Lassen Sie eine Wärmebedarfsberechnung durchführen.
    3. Sind Hartschaumplatten diffusionsoffen?
      Ja, aber weniger als Mineralwolle. Es gibt diffusionsoffene Hartschaumplatten, aber sie sind in der Regel teurer.
    4. Welche Kosten entstehen für WDVS mit Mineralwolle oder Hartschaum?
      Die Kosten variieren je nach Material, Stärke und Montageaufwand. Hartschaumplatten sind oft günstiger in der Anschaffung, aber die Montage kann teurer sein. Holen Sie mehrere Angebote ein.
    5. Wie wichtig ist die Dampfdiffusionsoffenheit bei WDVS?
      Eine hohe Dampfdiffusionsoffenheit ist wichtig, um Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk abtransportieren zu können und Schimmelbildung zu vermeiden. Mineralwolle ist hier im Vorteil.
    6. Welche Rolle spielt der Brandschutz bei WDVS?
      Der Brandschutz ist ein wichtiger Aspekt. Mineralwolle ist nicht brennbar und bietet einen guten Brandschutz. Bei Hartschaumplatten müssen schwerentflammbare Materialien verwendet werden.
    7. Kann ich WDVS selbst anbringen?
      Die Anbringung von WDVS ist komplex und erfordert Fachkenntnisse. Ich empfehle, die Arbeiten von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen, um Fehler und Schäden zu vermeiden.
    8. Wie lange hält ein WDVS?
      Ein WDVS hat eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten, wenn es fachgerecht angebracht und gewartet wird.

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  2. Im Rahmen der jeweiligen Zulassung ...

    Im Rahmen der jeweiligen Zulassung sind beide Dämmstoffe geeignet. Bei 20 cm Dämmplattendicke ergibt sich je nach Zulassung die Erfordernis einer Verdübelung.
    Vom Brandverhalten her ist Mineralwolle natürlich zu bevorzugen.
    Kriterium könnte der Rohstoff sein (Styropor, Erdöl, etc.)
    Minerallwollfassadendämmplatten sind i.d.R. teurer.
    Kein Kriterium wäre für mich die Diffusionsoffenheit.
    Im Einzelfall muss man ohnehin einen Dampfdiffusionsnachweis führen. Bei der relativ diffusionsoffenen Mineralwolle ist je nach Außenputz sogar ein leichter Tauwasserausfall in der Dämmung, bzw. an der Grenzschicht zum Putz möglich, der in der Regel aber unkritisch ist. Hier ist aber ein Nachweis zu führen.
    Ob die äußeren Dämmschichten mehr oder weniger diffusionsoffen sind merken Sie beim Raumklima nicht. Der Anteil der Luftfeuchtigkeit, der über Diffusion nach Außen transportiert wird, ist im Verhältnis zur Feuchtemenge, die durch Lüftung abtransportiert wird, verschwindend gering.
    Vielmehr als die Diffusion wirkt die kurzzeitige Speicherung und Wiederabgabe der Feuchtigkeit durch Innenputz, Möbel, Fußboden, Innenwände auf die Raumluftfeuchte regulierend.
    Gruß
  3. noch als ... äh ... Ergänzung :-)

    noch als ... äh ... Ergänzung :-)
    • Die ggf. erforderliche Verdübelung ergibt sich aus dem jeweiligen gewählten System und ist unabhängig von der Dicke des Dämmstoffs. Es gibt also auch Systeme die mit 300 mm Platte nur geklebt sind
    • bei einer Außendämmung ist ein Tauwassernachweis nicht erforderlich, heißt, es kann davon ausgegangen werden, dass die Konstruktion bauphysikalisch in Ordnung ist ...
  4. Dampfdiffusion

    Hallo,
    warum ist eigentlich Dampfdiffusionsoffenheit kein Kriterium für die Dämmung? Hatte gedacht, dass wäre schon ein Thema. Wenn aus irgend welchen Gründen Feuchtigkeit in die Wand gelangt (Wasserschaden, Badezimmer), kommt sie bei den Mineralwolleplatten schneller und besser wieder raus. Die Frage für mich ist nur, wenn mal Feuchtigkeit von innen in die Wand gelangt, reicht es, wenn sie nach innen auch wieder abgegeben werden kann (wir planen mit Lüftungsanlage), oder ist es besser wenn sie nach draußen kann. Die Feuchtigkeit diffundiert ja offensichtlich von der warmen zur kalten Seite und nicht umgekehrt. Die Geschichte mit der Feuchtigkeitsspeicherung im Putz hätte ich eigentlich den Porotonsteinen zugeschriben. Als Innenputz haben wir einen Kalk-Gipsputz vorgesehen. Die Frage ist nur, sollte ich ein paar € mehr für einen Kalkputz ausgeben, oder reichen die roten Steine aus?
    Wieder zurück zur Außendämmung und Zulassung. Bedeutet es, wenn der Dämmstoff eine Zulassung besitzt muss ich keinerlei Angst vor Feuchtigkeit in den Wänden und Schimmel oder solchen Dingen haben?
    Gruß
    • Name:
    • Fred Mäder
  5. hm, nun ja Sie sorgen vor <img loading="lazy" src="/bilder/smilies/smile.png" title=":-)" alt=":-)" width="15" height="15">

    hm, nun ja Sie sorgen vor :-)
    "Wenn aus irgend welchen Gründen Feuchtigkeit in die Wand gelangt (Wasserschaden, Badezimmer), kommt sie bei den Mineralwolleplatten schneller und besser wieder raus. "
    Sie sollten dann auch die Türschwelle zum Bad 50 cm hoch ausführen, unter das Hauptdach noch ein zweites Dach unterbauen und eine doppelte Heizung einbauen, falls eine mal ausfällt ... :-)
    Ist alles natürlich nicht ganz ernst gemeint. Ich wüsste aber nicht, warum man bei der Dämmung den unwahrscheinlichen Fall eines Schadens berücksichtigen sollte und in anderen Bereichen nicht.
    Ich will Sie aber nicht in Ihrer Kaufentscheidung beeinflussen ...
    Feuchtigkeit aus dem Innenbereich diffundiert kaum durch die Wand. Wozu auch, man geht den Weg des geringsten Widerstandes und geht über offene Fenster und Türen, Ritzen, Fehlstellen und Lüftungsanlagen. An der "Feuchtespeicherung der Porotonsteine" können Sie einen Haken machen. Wie Herr Lott schon schrieb, sind hier Innenputz, Ausbau und Möblierung ausschlaggebend.
    Ein Kalkputz ist von seinen Eigenschaften super, muss allerdings auch ordentlich verarbeitet werden.
  6. Bauaufsichtliche Zulassung

    " ... Wieder zurück zur Außendämmung und Zulassung. Bedeutet es, wenn der Dämmstoff eine Zulassung besitzt muss ich keinerlei Angst vor Feuchtigkeit in den Wänden und Schimmel oder solchen Dingen haben? "
    Nein, mit der bauaufsichtlichen Zulassung sollen nur Sicherheitsaspekte gewürdigt werden.
    Schöne Grüße aus Berlin
  7. und warum

    nimmst du bei 20 cm WDVSAbk. nicht nen vernünftigen Stein?
    Vielleicht ma 15 bzw. 17,5 cm KS in 2.0.
    Dann haste auch nen annehmbaren Schallschutz.
    Und kannst auch, falls nötig, mehr Lasten abtragen.
    Nur ma so.
    Gruß Christian
    • Name:
    • Herr Chr-503-Sto
  8. Diffusion von Feuchte in die Wand

    Bei der Dampfdiffusion hatte ich nur die Befürchtung, dass aus Räumen mit hoher Luftfeuchte (Bad) Feuchtigkeit in die Wand eindiffundieren kann. Da im Winter die Temperatur in der Wand allerdings, je weiter nach außen man kommt immer kälter wird, sinkt damit auch deren Feuchteaufnahmevermögen. Irgendwann könnte es dann hier ja vielleicht auch zu einem Ausfallen von Feuchtigkeit kommen (wie aktuell in unserer kaum gedämmten Mietwohnung in einigen Zimmerecken). Da die Feuchtigkeit an dieser Stelle durch die Hartschaumplatten auf dem Weg nach außen stark gebremst wird, könnte das vielleicht wie eine Sackgasse wirken (wobei die Feuchte ja aber auch wieder nach innen könnte?) und die Feuchtigkeit könnte sich in der Wand ansmeeln und dort zu Feuchteschäden führen.
    Ist meine Befürchtung in diesem Fall unbegründet und kann ich ruhigen Gewissens auf Hartschaumplatten zurückgreifen?
    Viele Grüße und frohe Ostern
    • Name:
    • Fred Mäder
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