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Außenwände und Fassaden

E-Installation beim T9: Schlitze fräsen oder Stegleitungen?

Hallo,
unser Rohbau steht, bald kommt das Dach drauf.
Nachdem wir beim Rohbau ziemlich Stress mit dem T9 hatten (ungelernte Arbeiter mit minimalen Deutschkenntnissen, Stein wird bei Regen einfach offen liegen gelassen, Subunternehmer die den Stein noch nie gesehen hatten, etc....) haben wir ehrlich gesagt keine Lust mehr auch nur noch einen Handwerker beim Innenausbau an die Mauern ran zu lassen. Wenn wir nicht jeden Tag hinterher gewesen wären hätten wir schon jetzt wahrscheinlich massiv Probleme da die Arbeiter trotz Regen die offene Mauerer einfach stehen liesen und heim gingen. Am nächsten Morgen sagt man ihnen das eindringlich, wird schief angeschaut und am Abend wieder dasselbe...
Unsere bisherige Erfahrung ist im Prinzip folgende: Der Handwerker sagt genaueste Beachtung der speziellen Eigenschaften des T9 zu, bekommt daraufhin den Auftrag und schert sich anschließend eine feuchten Dreck drum. Beschwert man sich wird alles auf den Stein geschoben, der wäre ja so furchtbar übel zu verarbeiten. Dass es auch anders geht haben wir gesehen als die Arbeitskolonne ausgetauscht wurde, plötzlich war es kein Problem mehr...
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir wollen die gröbsten Sachen bei der E-Installation selbst machen. Und schon kommen unsere Fragen...
Kann / Darf man im T9 Schlitze für Leerrohre fräsen oder nicht? Da habe ich jetzt schon unterschiedliche Aussagen dazu bekommen.
Wie verhindere ich am besten dass das Perlit dann raus rieselt?
Spontan würde ich jetzt sagen ich zeichne die Schlitze am Ziegel vor, bohre ihn an und bringe durch diese Bohrungen Klebstoff / Bindemittel ein um das Perlit zu stabilisieren. Wenn der Kleber ausgehärtet ist dann den Schlitz einbringen. Was haltet ihr davon?
Vielleicht sind wir auch nur zu pessimistisch, aber die Erfahrungen mit der Rohbaufirma haben geprägt.
Wir wohnen halt nur wenig weiter und können so jeden Tag ansehen was da wieder fabriziert wurde. Andere sehen das gar nicht, bis die das mal anschauen sind die Sachen längst kaschiert.
Jaja, wir haben eine Mauer da sind mehrere Steinlagen jeweils um fast einen Zentimeter zueinander versetzt. Der Putzer solls nun wieder ausgleichen...
Zusage und Realität sind zweierlei Dinge bei Handwerkern - wir können nicht permanent hinter denen stehen und schauen dass es richtig gemacht wird. Dann lieber selbst, dauert halt etwas länger bis man alle Infos hat.
Also, wer hat da Erfahrungen mit der E-Installation beim T9?
Für Kniffs und Tips sind wir immer offen :)
Grüßle
Olaf

Name:

  • Olaf
  1. Zuallererst

    würd ich die Maurer von der Baustelle werfen. So wie du schreibst ist das Pfusch.
    Wegen der E-Installation: Wenn ich mich recht erinnere hat Josef dazu schon mal was geschrieben: Schlitze fräsen ist möglich. Und das Perlite rieselt nicht raus. Er wird sich sicherlich noch melden.
    Gruß Manni

    Name:

    • Herr Man-272-Pfa
  2. "mmmh"

    mein Leibgericht T9 "ala" cart :-)
    Zitat Thalhammer ano 1990
    ------
    --->"Das beste Material kannste in die Tonne dreschen wenn der Verarbeiter nix taugt" <----
    Mehr kann man dazu ehrlich ned sagen (!)
    Zu Ihren Fragen ... Verwenden Sie Schlitzfräsen mit 2 Trennscheiben ... einfach einschneiden und den Ziegelsteg von Hand entfernen ... danach etwas Perlit rausnehmen daß des Leerrohr reinpasst und schön wär´s wenn Sie das meiste vom dem Schlitz danach gleich mit Leichtputz wieder schließen ... mit etwas Vorsicht wird ned recht viel rausrieseln ... beachten Sie den Link und speziell die Bilder der Zuganker (!) ... Horizontal sollten Sie nach Möglichkeit gar nicht schlitzen ... sollte es doch mal ein kurzes Stückerl horizontal sein ... dann schneiden Sie mit der Schlitzfräse unter dem V-Plus-Gewebe den oberen Teil des Steines und machen´s ansonsten so wie vor (!)
    Grüsse aus Bayern

  3. Hier schreibt die Bauherrin des T9-Hauses

    Also meine absolut ehrliche Meinung zu dem T9 ist, dass sich der Aufwand echt nicht lohnt. Ich war daneben gestanden, als der Stein geschnitten wurde und zwar mit einer Naßschneidemaschine. Das Perlit rieselt raus, sobald man drankommt, da kann mir einer sagen, was er will. Man ist auf dem Bau und die Leute sind Bauarbeiter und keine Mediziner oder sonstwas. Soll heißen, die Leute sind es gewöhnt, das Material auch mal "härter" anzufassen und der T9 hält das nicht aus. Wenn es regnet und auf dem Boden Wasser steht, saugen sich die Mauern sofort voll wie ein Schwamm. Wenn ich nochmal die Wahl hätte, nie wieder T9, ehrlich. Aber da hat sich leider mein Partner durchgesetzt, passiert mir auch nicht wieder. Man sollte sich wirklich genauer darüber informieren. Und so viel besser als der T12 ist der T9 wirklich nicht, dass man sich diesen Stress antut. Vor allem im Winter würd ich damit nicht bauen, wo's ständig regnet. Aber jetzt lässt es sich (leider) nicht mehr ändern.

    Name:

    • Herr Uw-870-Du
  4. Wir

    haben auch mit dem T9 gebaut.
    Bei RICHTIGER Handhabung ist das alles kein Problem. Auch das Rausrieseln war kein Thema. Wir hatten wirklich teilweise auch schlechtes Wetter, aber bei uns wurde darauf geachtet, dass immer alles abgedeckt war.
    Mein Mann ist selber Elektriker und es gibt keinerlei Probleme bei der Elektroinstallation. Voraussetzung ist genaues Arbeiten, eine Schlitz- und Dosenfräse.
    Wir haben auch darauf geachtet, in den Aussenwänden nur die unbedingt notwendige Installation reinkam. Das Meiste haben wir in die Innenwände gelegt.
    Scheint so, als ob Ihr einfach keine gute Baufirma hattet.

    Name:

    • Gertrud Liedtke
  5. T9 + Elektroinstallation vertragen sich - Hinweise

    Liebe T9-Baufamilie, ich kann Ihre Sorgen verstehen - würde mich trotzdem meinen Vorrednern Josef Thalhammer und Gertrud Liedtke. Wir haben letztes Jahr selber ein T9 (36,5 cm) gebaut und würden es wohl wieder tun.
    ---
    Wie Sie, wohnten wir in der Nähe der Baustelle und waren jeden Tag vor Ort. Bei der T9 Verlegung war ich selbst fast dauernd dabei, weil es auch Neuland für die Maurer war. Einen Tag war ein T9-Einweiser vor Ort. (Ansonsten bin ich immer mit einem Eimer Perlit auf der Baustelle rumgeturnt und habe offensichtliche Lücken schon mal wieder aufgefüllt bevor die nächste V-Plus Abdeckung drüber kam. T9- Schneiden war eigentlich kein Problem. Perlite blieb eigentlich immer drin, wenn man einigermassen vorsichtig den Stein bewegte/absetzte. Wasser sollte auf der Baustelle nie so hoch stehen, dass es in die unterste Steinreihe rein und hochzieht. Einmal wurde die 4. Steinreihe über Nacht durch Regen nass und dass hat man noch Wochen später bei Innenputzauftrag etwas merken können. (Also länger austrocknen lassen, wenn möglich).
    Ansonsten habe ich nach dem Rohbau eigentlich keinen Handwerker mehr alleine an die Aussenmauer rangelassen. Beim Fensterbauer war ich dabei, beim Sanitär auch und ich habe selber die wenigen umbedingt nötigen Aussparungen (Badwannenwassereinlass) in den T9 gesägt. (Schlagbohrer war für alle Handwerker verboten!)
    Elektroinstallation habe ich zumeist selber gemacht. Nur möglichst wenig in die Aussenwände - und dann NUR senkrechte Schlitze (Doppelfräse auf T9-Aussenstegdicke eingestellt) von oben oder unten. Haben Sie denn schon Leerrohre in der Betondecke? Ich habe mich mit der Leitungsführung sogar häufig an der T9-Wand orientiert (immer am Rand der Perlite-Kammern entlang). Kleine Raumdose immer am oberern Rand eines T9 Steines. Eine leergeräumte Perlite-Kammer ist übrigens ein idealer Stauraum für spätere Elektronik-Bauteile (Dimmer u.a.). Die Kammerdicke passt auch genau für tiefe Elektro-dosen, die dann an der Innenwand 1,5 cm rausschauen = Dicke des Innenputzes.
    Haben Sie meinen Beitrag "nur gefräst - nicht geschüttelt/nicht geschlagbohrt" http://www.bau.net/forum/aussenwaende/11906.php#1086737644
    schon gelesen? Wenn da noch Fragen zur Elektro + T9 bleiben, einfach hier ablassen (oder emailen). Mein Vorgehen war sicher extrem und das kann man so nicht an einen Handwerker vergeben. Aber wenn man die Grundregeln und Tipps einhält, fährt man sicher auch schon ganz gut.
    Ich habe nur Leerrohre verbaut (bis zu jeder Dose; bis zu jedem Lechtenauslass) Teilweise habe ich leere T9-Kammern als Elektrokanäle und Elektrostauraum (miss)braucht.
    Ob sich der ganze Aufwand lohnt, muss jeder für sich entscheiden.
    Gruss, Martin

  6. "mmmh"

    Zitat:
    --->"Also meine absolut ehrliche Meinung zu dem T9 ist, dass sich der Aufwand echt nicht lohnt. Ich war daneben gestanden, als der Stein geschnitten wurde und zwar mit einer Naßschneidemaschine. Das Perlit rieselt raus, sobald man drankommt, da kann mir einer sagen, was er will.<---"
    Mein Reden: "Das beste Material kannste in die Tonne dreschen wenn der Verarbeiter nix taugt" ... ich glaub dieses Jahr haben wir "nur" 3 T14 Häuser gebaut ... des Rest warn alles T9 Häuser ... vielleicht muss ich mal wieder durchzählen 70 o. 80 oder vielleicht sind´s schon 100 T9 Häuser die wir gebaut haben ... ned einer ist dabei der seine Wahl bereut hat (!) ... niedriger Verbrauch und "sehr leise" wird immer wieder von den Bauherrn betont ... vielleicht sollt ich mal ne Abhandlung mit zufriedenen Bauherrn bringen?
    Zitat:
    ------
    --->"Man ist auf dem Bau und die Leute sind Bauarbeiter und keine Mediziner oder sonstwas. Soll heißen, die Leute sind es gewöhnt, das Material auch mal "härter" anzufassen und der T9 hält das nicht aus.<---"
    früher mal als der Energieverbrauch noch egal war wurden die Steine noch rausgehackt und mit Mörtel zugeschmissen ... denn Bauherrn möchte ich mal sehn der in der heutigen Zeit sowas noch abnicken würde "weil" die Bauarbeiter "ja" was härteres gewöhnt sind (!) ... die Entwicklung auch auf den Bau ging die letzten Jahre weiter ... und wenn´s dazu führen würde daß wir auf´n Bau bald als Mediziner bezeichnet werden wär´s mir auch egal ... ich bringe Qualität und dafür verlange ich halt mein Geld ... und wenn´s billich sein soll dann bin ich ohnehin zu teuer sprich da kann ich gar ned mitreden (!)
    Zitat:
    ---->"Wenn es regnet und auf dem Boden Wasser steht, saugen sich die Mauern sofort voll wie ein Schwamm. <---"
    das ist jetzt der Käse im Quadrat ... das Perlit nimmt nur 2% Feuchtigkeit auf ... klar die Ziegelstege ziehn Wasser "aber" 100 mal eher säufen Ihnen die Ziegelstege eines T14/T16 ab als ein T9 ... und das man "ALLE" Mauerwerk vor Tagwasser zu schützen hat müsste doch auch umfassend bekannt sein? ... "oder" hat man da auch Rücksicht auf die armen Verarbeiter?
    Zitat:
    ------
    --->"Und so viel besser als der T12 ist der T9 wirklich nicht, dass man sich diesen Stress antut. Vor allem im Winter würd ich damit nicht bauen, wo's ständig regnet. <---"
    den T12 würd ich Ihnen gar ned ausführen ... ich denk die Gründe dazu sind bekannt also bleibt "nur" der T14 U-Wert 0.39 gegen 0.23 des T9 ... vielleicht noch schlechte Verarbeitung grosse Stossfugen Mischmauerwerk im Deckenbereich und der Verbrauch in der Wand ist doppelt so hoch wie z.b. unsere T9 Ausführung und dann isser ned viel besser? ... nö nö bei manchen Häusern brauchst dich ned zu wundern daß die Wärmenachweise ned passen (!)
    @ Gertrud Liedtke + @ Martin Outl
    ich bring´s zeitlich ned auf die Reihe ... hat von euch jemand eine Heizperiode bereits hinter sich? ... folgende Erfahrungswerte von Bauherrn könnte das Forum gebrauchen :
    Luftfeuchtigkeit im Haus im 1 Jahr "hoch oder niedrig"?
    Heizbedarf im 1 Jahr bzw. Folgejahre: "höher oder niedriger bei vergleichbaren Häusern"?
    Schallschutz "höher oder niedriger wie bei vergleichbaren Häusern"?
    Probleme mit Befestigungen von Bildern o.Ä: "ja oder nein"?
    Sonstige Probleme mit dem T9?
    freundliche Grüsse aus Bayern an alle T9 Bewohner (!)

  7. endlich mal eine aufmunternde Antwort!!

    Ihr glaubt gar ned was wir für nen Stress schon miteinander hatten wegen der Entscheidung den T9 zu nehmen (die ich durchgesetzt habe).
    Wie meine Partnerin ja so schön pampig schrieb:
    " Aber da hat sich leider mein Partner durchgesetzt, passiert mir auch nicht wieder."
    Fairerweise muss ich sagen dass SIE die Baufirma ausgesucht hat, bei der Vergabe war ich gar net anwesend. Angeblich war das die Firma mit dem besten Ruf in der Gegend. Na DANKE auch. Am liebsten würde ich die Baufirma hier ganz groß mit Namen nennen damit nicht noch jemand auf die rein fällt. Naja, ich weiß, ich darf das nicht, aber die Lust (oder Frust?) ist groß.
    Hey Leute, das geht mir runter wie warmes Öl wenn ich die Antworten von anderen lese die mit dem T9 keine Probleme hatten weil die Verarbeiter auch was getaugt haben!!! Lasst euch umarmen!! Endlich mal jemand der genau das sagt was ich die ganze Zeit predige. Ich steh hier nähmlich allein auf weiter Flur gegen alle anderen. Dass wir uns deswegen noch nicht geprügelt haben ist echt ein Wunder....scheiden geht nicht, wir sind nicht verheiratet (mal ganz diabloisch grinst).
    So, und jetzt muss nur noch jemand meiner Partnerin klar machen dass an die Wände KEIN 0815-Handwerker ran darf. Das will die nähmlich auch an ne Firma vergeben weil sie mir seit dem Disaster mit der Verarbeitung des T9 jegliche Kompetenz und Handwerklichkeit abspricht. Zum Thema Zusage und Realität im Bezug auf T9 bei Handwerkern hab ich mich ja schon weiter oben ausgelassen...
    Mit der Schlitzfräse lag ich doch ganz richtig, jetzt muss ich mir nur mal den E-Plan zu Gemüte führen wo denn die Leitungen eingeplant sind. Sollten in den Außenwänden horizontale Leitungen eingeplant sein dann müssen wir den wohl oder übel nochmals überarbeiten. Falls horizontal nur mit hohem Aufwand zu umgehen ist: Kann man die horizontalen Leer-Rohre eventuell auch in der Fuge am Estrich verlegen? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung WO in der Decke die Leerrohre schon mit eingearbeitet sind, als das passierte war ich nicht anwesend. Aber eigentlich müssten die ja in irgendeinem Plan eingezeichnet sein...
    Mein Problem ist halt dass ich ziemlich weit weg ne Arbeitsstelle hab und nur am WEA wirklich anwesend sein kann. Deshalb haben wir am WE immer die wichtigsten Dinge gemeinsam besprochen und meine Partnerin hat die Feinheiten mit dem Architekt geklärt - leider viel zu oft ohne Rücksprache mit mir. Stellt sich dann im Nachhinein heraus dass es ein Fehlgriff war wirds halt teuer wenn was geändert werden muss...

  8. Also

    bei uns waren die horizontalen Leitungen auch kein Problem. Natürlich haben wir diese so sparsam wie möglich eingezogen.
    Und ich weiss nicht wieviel hundert Meter Leerohre bei uns im Bau liegen. Auf alle Fälle eine enorme Menge.
    PS. wenn bei Ihnen ein Architekt involviert ist und er auch die Bauaufsicht hat, hat er bisher keine gute Arbeit geleistet.

    Name:

    • Gertrud Liedtke
  9. Leerrohre in der Decke?

    Hallo Baufamilie - die partnerschaftlichen Spannungen kann ich hier nicht lösen - aber gerne meine Erfahrungen beitragen.
    (Wir konnten während der Bauphase übrigens die Verantwortlichkeiten etwas aufteilen: ich habe mich um T9 und Elektro gekümmert, meine Frau um Ausschreibung und Rechnungsprüfung.)
    ---
    Sie schreiben:
    "Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung WO in der Decke die Leerrohre schon mit eingearbeitet sind"
    Hmm, komisch. Entweder sehen Sie die Leerrohre aus der Betondecke herausschauen/hängen - oder es sind garkeine drin !!! :(?
    Ich habe meine Leerrohre alle selber in der Betondecke verlegen können und die gleich so lang herausschauen lassen, dass das Rohr bis zur jeweiligen E-Dose (Schalter, Leuchte, Stromdose) gereicht hat. Später habe ich es dann genau auf passende Länge gekürzt.
    Wenn Sie jetzt noch keine Leerrohr drin haben / aber welche haben möchten, bleibt wohl nur der Rohfussboden. Also in der Ebene der Trittschalldämmung (bekommen Sie auch Fussbodenheizung?) unter dem Estrich. Ob und wie man in der Estrichebene E-Leitungen/Leerrohre unterbringt, weiss ich nicht. Da habe ich nur ganz wenig Aussnahmen, in denen Stromkabel im Leerrohr neben Fussbodenheizungsleitungen in der Noppenbahn eingeklickt/angebunden wurden.
    Leerrohre sind "leer" und schwimmen deshalb im Estrich auf, wenn man sie nicht runterzwingt. (Dort hatte ich schon Kabel in den Leerrohren drin.)
    Noch ein Tipp für die anderen Handwerker:
    Es gibt doch schriftliche Verarbeitungshinweise für den T9 (ca. 10-15 Seiten). Kennen Sie schon oder? Ich würde den Architekten verpflichten, diese zu lesen / zu verstehen und umsetzen zu lassen. Auch den Handwerkern würde ich das vorlegen und "unterschreiben" lassen.
    ---
    @ Thali: Wir wohnen jetzt ca. ein Jahr im T9 Haus. So richtig gute Vergleichszahlen haben wir noch nicht. Ich kenne zwar den Verbrauch pro Monat, aber es sind noch einige "Stördaten" enthalten.
    Gruss, Martin

  10. "mmmh"

    nur damit ich´s auf die Reihe bekomme:
    Olaf der Fragesteller und die 3.Antwort von Herr Uw-870-Du war seine Frau ... richtig? ansonsten blick ich´s ned.
    der Martin hat die Verarbeiterrichtlinien vom T9 erwähnt ... ich dacht eigenlich die hätt ich im Netz schon mal gesehn ... da steht auch einiges über Elektroinstallationen drin ... ich hab mich wirklich bemüht und alles durchgeschaut leider hab ich die Hinweise ned gefunden :-(
    Grüsse

  11. "nachschlag"

    ich hab gerade das Kontaktformular von Schlagmann bemüht und drum gebeten daß diese Verarbeiterhinweise auch online gestellt werden ... so ist das Käse die Richtlinien sollten für "ALLE" sofort griffbereit stehn ... biste die anforderst und per Post erhälst ist das meiste eh gelaufen (!)
    @ Firma Schlagmann erbarmt euch bitte und stellt uns die bitte Online mit den besten Grüssen vom Thalhammer Sepp

  12. T9 Verarbeitungshinweise

    Hmm, ich dachte auch, dass die T9-Verarbeitungshinweise online irgendwo stehen. Aber ich konnte sie jetzt nicht finden.
    Ja, im Schlagmann Web http://www.schlagmann.de/kontakt/
    Ich habe bei mir auf Festplatte noch eine Wienerberger Version, die allerdings nichts über V-Plus schreibt, sondern nur das VD-System (ohne Gewebe) beinhaltet. Ansonsten sind eine Reihe guter Hinweise drin. Es gab wohl mal einen Download dazu unter:
    http://www.wienerber...RS_Planziegel-T9.pdf
    Der geht aber nicht mehr. :( Bei Interesse schicke ich gerne diese Version per EMail zu.
    Gruss, Martin

  13. meine Anmerkungen zu Thalhammer's Fragen

    T9-halihammer hat hier gefragt:

    • Luftfeuchtigkeit im Haus im 1 Jahr "hoch oder niedrig"?

    Kann ich nicht absolut sagen - habe bisher keine Messwerte. Innenklima ist für uns voll ok - wir haben (noch) keine Lüftungsanlage/ kein Holzkaminofen. Unser T9-Rohbau stand über Winter offen und konnte trocknen.

    • Heizbedarf im 1 Jahr bzw. Folgejahre: "höher oder niedriger bei vergleichbaren Häusern"?

    Hmmm. Kann ich bisher absolut auch nichts zu sagen. Wie soll ich den Heizbedarf messen? (Heizbedarf = Gasverbrauch?) Aber wir haben grosse Südfenster, kleine Nordfenster, solarunterstützte Heizung, langer Winter.

    • Schallschutz "höher oder niedriger wie bei vergleichbaren Häusern"?

    Schallschutz war kein Problem für uns, da es sehr ruhige Wohnlage ist. Sonst hätten wir u.U. Kalksandstein nehmen müssen.

    • Probleme mit Befestigungen von Bildern o.Ä: "ja oder nein"?

    Viel haben wir noch nicht hängen. Nägel halten gut in Putz und T9 Aussensteg. Wahrscheinlich besser als bei anderen Ziegeln, da T9 nicht so spröde ist.
    Wenn es dann mal etwas mehr tragen soll, dann nehme ich ca. 10 cm? selbstschneidene 8 mm? Schrauben, die ich vorsichtig in vorgebohrte Löcher hineinschraube ohne Dübel. So hält die Schraube in 2 Stegen.

    • Sonstige Probleme mit dem T9?
    • Ja, alle Leute fragen immer: "Was ist denn das in der Kammer?"

    Ich habe mir einen T9-Stein zur Seite gelegt und zeige den den Handwerkern (Fensterbauer), damit die entsprechend lange richtige Schrauben benutzen usw.

    • Ein 36,5 cm T9 bietet mehr Auflagefläche für Betondecken als ein 30 cm Stein.
    • herausgelöste Perlite fliegt leicht herum und schmerzt etwas in den Augen.
    • Man braucht Leute, die sich damit auskennen, wenn man Wert auf gute T9-Verarbeitung legt.
    • Da Statiker und Architekten den T9 häufig nicht kennen, wird die Stockwerkshöhe nicht an das T9-Rastermass angepasst.
    • Papier ist gedulgig: Man kann zwar Hinweise schriftlich und mündlich an die Handwerker geben, aber dass die Ausführung dann auch so geschieht, steht auf einem anderen Blatt. (Gilt nicht nur für T9)

    Gruss, Martin

  14. Leerrohre für Elektro

    Also, um das mal endgültig zu klären: natürlich hängen massenweise Leerrohre für die Elektroinstallation zur Decke runter und zwar vom Keller bis zum OGA. Das ist ja völlig normal. Von daher sehe ich da auch nicht so das Problem für die Elektroinstallation.
    Und abschließend zum T9: mag ja sein, dass das ein guter Stein ist und mag ja sein, dass es Verarbeitungsrichtlinien gibt, aber es ist nunmal schwierig, das Handwerkern klarzumachen, die noch nie einen solchen Stein in der Hand hatten. Selbst wenn sie sich das durchlesen, fehlt ihnen halt die Praxis. Und in Rheinland-Pfalz gibts kaum Bauherren, die mit dem T9 bauen, von daher fehlt eben die Erfahrung. Und ich komme mir vor, wie ein Versuchskaninchen. Das lässt sich halt nicht mehr ändern.
    Und man kann ja nicht täglich 8 Stunden hintendran stehen und schauen, dass niemand einen falschen Handgriff macht. In Baden-Württemberg ist das vielleicht einfacher, wenn die Firmen da schon mehrere Häuser mit gebaut haben. Aber in der Pfalz ist das völliges Neuland, da nützt die beste Baufirma nix, wenn sie das Material eben nicht kennen. Aber der Rohbau ist jetzt so gut wie fertig und ich hoffe, dass der Rest auch einigermaßen ohne allzugroßen Perlitverlust über die Bühne geht :-)

    Name:

    • Herr Uw-870-Du
  15. Verarbeitunghinweise

    Ich habe die Verarbeitungshinweise T9 von Schlagmann bezüglich Schlitzen damals unseren Elektrikern zugefaxt.
    Hat nix genützt: in der Küche haben sie uns einen meterlangen waagerechten Schlitz ge-*ichweissnichtwas*
    Bei den Küchenbauern habe ich danebengestanden und aufgepasst.
    Wenn jemand das Datenblatt haben möchte, bitte Mailadresse angeben.

    Name:

    • Ulf Saß
  16. Versuchskaninchen für T9 Bau?

    Hallo liebe Baufrau (ich nehme mal an, das es die Bauherrin war), die u.a. schrieb: "komme mir vor, wie ein Versuchskaninchen" ...
    Das kann ich sogar nachfühlen. Auch hier in Baden-Württemberg ist kein T9-Heimatland - obwohl wir schon näher an Bayern sind.
    Im Landkreis BB ist mir bisher nur ein anderer T9-Neubau bekannt (und bei dem habe ich als Laie von aussen auch erkannt, dass da nicht alles nach der reinen Lehre gebaut wurde = in neudeutsch: "suboptimal")
    Auch wir hatten Maurer, die nie vorher T9 gesehen hatten und Wienerberger hat uns zwar auch T9 verkauft - aber die hätten auch genauso gerne ihre anderen Ziegel (nicht von Schlagmann) an uns verkauft.
    Naja, im Endeffekt habe ich dann doch fast täglich 8 Stunden hintendran gestanden, weil es mir dies wert war. (Das war wirtschaftlich nicht gerade sinnvoll, aber das ist auch bei anderer Eigenleistung am Bau häufig der Fall). Ich habe sogar selbst auch mal zur Kelle gegriffen und bis in die Nacht versucht, Thalhammersche Spezialitäten einzubauen, von denen weder Maurer noch Architekt je gehört hatten (Thalhammer erinnert sich vielleicht).
    Mein heutiges Fazit für andere T9 Interessenten - insbesondere ausserhalb von Bayern: Suche Dir einen guten Verarbeiter oder sei bereit, ein "T9-Studium" zu machen und dann selber die T9-Bauaufsicht durchzuführen oder spar Dir das Geld und nimm einen anderen Stein.
    Vielleicht sieht das Fazit in wenigen Jahren ja schon anders aus - wenn mehr und mehr Bauunternehmen T9-Erfahrung gewonnen haben. Dem T9 und den Baufamilien wäre es zu wünschen.
    Gruss, Martin
    PS: Freut mich, dass bei Ihnen die E-Leerrohre doch aus den Betondecken rausschauen.

  17. Verarbeitungshinweise T9 von Schlagmann per Email

    Ulf Saß bietet hier an:
    "Wenn jemand das Datenblatt haben möchte, bitte Mailadresse angeben."
    Ja, ich würde die Original Schlagmann Verarbeitungshinweise zum T9 gerne als Email. (Siehe unten)
    ---
    Eigentlich wird wohl niemand hier seine EMail-Adresse in Klarschrift im Forum eintragen. Daher wäre es hilfreicher, wenn Sie, Herr Ulf Saß, Ihre Email-Adresse in Ihrem Profil aktivieren. Dann kann man (auch nicht registrierte Bau.de Leser) sich persönlich bei Ihnen melden.
    Gruss, Martin

  18. Verarbeitunghinweise

    Hallo Herr Outl,
    da ich zu faul zum Scannen bin, habe ich noch einmal auf der Schlagmann-Hompage nachgeschaut: dort finden Sie die Verarbeitungshinweise als PDF-Dateien zum Herunterladen. Alles in bester Qualität und in Farbe, teilweise wohl auch Filme. Besonders empfehlenswert: Verarbeitung im Detail (verarbeitungimdetail.pdf), ganz unten zu finden (auch Dübeln, Bohren, Schlitzen). ich versuche es mal mit einem Link. Das sind genau die Informationen, die wir vor 2 Jahren von Schlagmann per Post bekommen haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ulf Saß

    Name:

    • Ulf Saß
  19. Klappt!

    ...die Datei ist aber runf 5MB groß, also beim Download nicht ungeduldig werden ;-)

    Name:

    • Ulf Saß
  20. Danke @ Ulf Saß für die Download-Links

    Ja, da sind die Original Schlagmann "T9 Verarbeitungshinweise". (mit V-Plus und auch dem Deckenauflager usw.) Also etwas "besser" als die Wienerberger Version.
    Vielen Dank für den Link!
    Ich hatte wohl eine etwas ältere Version davon bei unserem Bau.
    Ich habe mir es gleich gezogen und auch sonst waren da noch ein paar passende Downloads zum T9. (z.B. über die richtigen Schrauben für T9)
    Vielleicht sollte es T9-Schulungen geben, die Baufamilien und dann auch Bauunternehmer besuchen können, bevor sie ein T9-Haus bauen.
    Gruss, Martin

  21. "an dieser Stelle"

    ein herzliches Dankeschön an Schlagmann für die schnelle Reaktion die Verarbeiterrichtlinien "online" zu stellen ... die war noch "NIE" im Netz verfügbar ... hab ich mir sagen lassen = Danke an Herrn Weimer (!)
    ob Ihr´s glaubt oder nicht diese Beiträge von euch werden vom Hause Schlagmann sorgfältig gelesen und anhand der schnellen Bereitstellung sieht man schon daß die Firma Schlagmann voll zu Ihren Produkten steht (!)
    Zur Sache:
    ----------
    Zitat Herr Uw-870-Du
    --------------------
    --->"mag ja sein, dass das ein guter Stein ist und mag ja sein, dass es Verarbeitungsrichtlinien gibt, aber es ist nunmal schwierig, das Handwerkern klarzumachen, die noch nie einen solchen Stein in der Hand hatten. <---"
    Vor 50 Jahren gab´s noch Reichsformat mit denen die Häuser gebaut wurden ... danach gab´s den Babyblock dann kamen die Grossblock dann die Planziegel ... sind wir uns einig das man des Weiterentwicklung nennen kann? ... wenn eine Firma das System Planziegel intus hat dann kann die Firma auch T9 verarbeiten (!) ... "denn" es gibt keine Verarbeitersprung Planziegel zu T9 "nur" der Stein ist anderst ... eben mit Perlit gefüllt ansonsten ist es keine Hexerei den Stein zu schneiden bzw. zu verarbeiten (!) ... "wenn" aber die Firma keine Planziegelerfahrung hat dann haben Sie Recht mit dem Versuchskanichenspruch (!)
    Zitat Ulf Saß:
    --------------
    --->"Ich habe die Verarbeitungshinweise T9 von Schlagmann bezüglich Schlitzen damals unseren Elektrikern zugefaxt ....<---"
    Nehmen wir mal den Fall an Sie hätten nicht mit dem T9 gebaut sondern z.b. T14 ... meinen Sie die Elektriker wär´n anderst ran gegangen? ... "aber" mit nichten ... ich sag auch "hier" hat der Verarbeiter hier Elektriker seine Hand im Spiel und wenn ein Handwerker nicht mag hilft Dir auch das beste Material nix (!)
    Zitat Martin
    ------------
    --->"(Thalhammer erinnert sich vielleicht).
    Mein heutiges Fazit für andere T9 Interessenten - insbesondere ausserhalb von Bayern: Suche Dir einen guten Verarbeiter oder sei bereit, ein "T9-Studium" zu machen und dann selber die T9-Bauaufsicht durchzuführen oder spar Dir das Geld und nimm einen anderen Stein.<---"
    jo kloar erinnere ich mich noch dran :-)... "suche dir ein guten Verarbeiter" ... das ist der Knackpunkt du kannst aus dem T9 das beste rausholen (siehe Verarbeiterrichtlinien einige Fotos sind bei uns auf der Baustelle gemacht m.e. nach sogar die wichtigsten nämlich den T9 ohne Stossfugen zu erstellen) ... "aber" Du kannst den T9 auch 0815 hinschnalzen und keine Freud mit dem Material haben ... Qualität sieht man in der Verarbeitung schaut euch doch zuerst die Bauwerke der verschiedenen Anbieter vorher an ... speziell die Mauerwerke (!) ... daran erkennt man schon die Qualität der Firma ... und wenn die nix taugt dann wird´s sicher auch nix mit dem T9 (!)
    Grüsse

  22. "mmmh" Nachschlag

    Zitat:
    ------
    --->"Vielleicht sollte es T9-Schulungen geben, die Baufamilien und dann auch Bauunternehmer besuchen können, bevor sie ein T9-Haus bauen. <---"
    Es gibt Einweiser die geschult wurden den T9 zu verarbeiten ... die die mit dem T9 aufgewachsen sind kommen natürlich aus Lanhofen ... "aber" ich bin mir sicher auch außerhalb des Schlagmanngebietes wo Wienerberger zuständig ist sind gute Einweiser für den T9 zu finden ... grad beim 1ten. Mal sollte man die Kosten ned scheuen und so nen Einweiser den ganzen Tag in Anspruch zu nehmen ... der arbeitet "ja" mit ... und mit seinen Know How bringt er mehr als er kostet ... also auch mal bereit sein dafür etwas auszugeben (!)
    ich hab die Erfahrung gemacht daß viele Bauherrn sich grad mit den Medium Internet über Baustoffe kundig machen ... und die sich für den T9 interesieren landen früher- oder später in den Foren oder direkt bei mir :)


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