Innenwanddämmung im Altbau: Holzfaser, Lehmputz, Dampfsperre – Erfahrungen & Alternativen?
In diesem Forum sind Sie: Außenwände und Fassaden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 11.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit und Risiken der Innenwanddämmung im Altbau (Baujahr 1923) mit Holzfaserplatten und Lehmputz. Ein wichtiger Punkt ist die Notwendigkeit eines Tauwasserschutznachweises, besonders bei Kombination mit dichteren Materialien wie Klinker. Die korrekte Anbringung der Dämmplatten und die Berücksichtigung von Diffusionsoffenheit sind entscheidend. Fachberatung wird dringend empfohlen.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔴 Kritisch/Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Innenwanddämmung im Altbau: Holzfaser, Lehmputz, Dampfsperre – Erfahrungen & Alternativen?
leider kann in unserem Altbau (Rotklinker, Baujahr. 1923, denkmalgeschützt) keine Außendämmung aufgebracht werden.
Außenwände haben leider nicht einmal eine Luftschicht.
Conluto bietet jetzt ein System basierend auf 60-80 mm Holzfaserplatte an, das mit Lehmputz verarbeitet werden und ohne Dampfsperre auskommen soll.
Was meinen die Bauphysiker, wer hat vielleicht schon Erfahrung gesammelt, welche Alternativen gibt es und was muss an potenziellen Kältebrücken (Innenwände) beachtet werden?
Gruß und Danke!
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Keine Innendämmung ohne vorherige, individuelle hygrothermische Simulation (z. B. WUFI) und bauphysikalische Verträglichkeitsprüfung durch zertifizierten Bauphysiker.
🔴 KRITISCH: Keine „Dampfsperre-freie“ Ausführung – stattdessen zwingend eine feuchtevariable Dampfbremse mit sd-Wert 0,1–0,5 m an der warmen Seite der Dämmung.
⚠️ WICHTIG: Alle Anschlüsse (Fensterlaibungen, Decken-, Boden- und Innenwandanschlüsse) müssen als potenzielle Kältebrücken thermisch simuliert und detailiert abgedichtet werden.
⚠️ WICHTIG: Lehmputz und Holzfaserplatten dürfen ausschließlich mit diffusionsoffenen, kapillaraktiven Verbindungsmitteln (keine Kunststoffkleber, Dichtbänder oder Dispersionen) verarbeitet werden.
⚠️ WICHTIG: Vor Beginn der Dämmung ist eine Bauteilfeuchtemessung an der bestehenden Klinkerwand erforderlich – insbesondere auf Salzbelastung, Aufstau- oder Durchfeuchtung.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie eine Lösung für die Dämmung Ihres denkmalgeschützten Altbaus suchen, bei dem eine Außendämmung nicht möglich ist. Eine Innendämmung mit Holzfaserplatten und Lehmputz ist eine gängige Methode, um den Wärmeverlust zu reduzieren.
Wichtige Aspekte bei der Innendämmung:
- Dampfsperre: Eine Dampfsperre ist essenziell, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft in die Dämmung eindringt und dort zu Schimmelbildung führt. 🔴 Eine fehlerhafte Dampfsperre kann schwerwiegende Bauschäden verursachen.
- Holzfaserplatten: Holzfaserplatten sind diffusionsoffen und können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Achten Sie auf eine ausreichende Dicke der Platten (60-80 mm), um eine effektive Dämmwirkung zu erzielen.
- Lehmputz: Lehmputz trägt zur Regulierung der Raumfeuchtigkeit bei und verbessert das Raumklima. Er ist ebenfalls diffusionsoffen und unterstützt die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften der Holzfaserplatten.
- Kältebrücken: Achten Sie darauf, Kältebrücken zu vermeiden, da diese zu Kondensation und Schimmelbildung führen können. Besonders kritisch sind Fensterlaibungen, Ecken und Anschlüsse an Decken und Böden.
Alternativen: Neben Holzfaserplatten gibt es auch andere Dämmstoffe für die Innendämmung, wie z.B. Calciumsilikatplatten oder Mineralschaumplatten. Diese Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Feuchtigkeitsregulierung und Dämmwirkung.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem erfahrenen Bauphysiker oder Energieberater beraten, um die optimale Lösung für Ihr Haus zu finden und die korrekte Ausführung der Dämmarbeiten sicherzustellen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung einer Innendämmung in einem denkmalgeschützten Altbau von 1923 mit massiven Außenwänden aus Rotklinker ohne Luftschicht. Das vorgeschlagene System von Conluto mit Holzfaserplatten und Lehmputz ohne Dampfsperre ist ein interessanter Ansatz, der jedoch einer kritischen bauphysikalischen Prüfung bedarf.
🔴 Gefahr: Bei Innendämmung in Altbauten ohne Dampfsperre besteht ein erhebliches Risiko von Tauwasserausfall innerhalb der Konstruktion. Die Kombination aus kapillaraktiven Holzfaserplatten und diffusionsoffenem Lehmputz kann zwar Feuchte puffern, aber bei unsachgemäßer Ausführung oder extremen Klimabedingungen drohen Schimmelschäden und eine Durchfeuchtung der Bausubstanz.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die korrekte Berechnung des Feuchteverhaltens mittels eines instationären Simulationsverfahrens (z.B. WUFI). Die Behauptung, dass das System ohne Dampfsperre auskommt, gilt nur unter bestimmten Randbedingungen wie einer begrenzten Raumluftfeuchte und einer ausreichend hohen Oberflächentemperatur der Innendämmung.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass keine Dampfsperre nötig sei, ist zu pauschal. In der Praxis wird bei Innendämmung im Altbau oft eine Dampfbremse mit variablem sd-Wert empfohlen, um die Feuchtebilanz zu kontrollieren. Das reine Vertrauen auf die Kapillaraktivität der Materialien kann bei Kältebrücken oder hoher Luftfeuchtigkeit versagen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen Bauphysiker mit einer detaillierten Feuchtesimulation für Ihre spezifische Wandkonstruktion. Lassen Sie vorab eine Bestandsaufnahme durchführen, die den Zustand der Klinkerwand, mögliche Salzbelastungen und die vorhandene Feuchte erfasst. Zudem sollten alle Anschlüsse an Innenwände und Decken als potenzielle Kältebrücken detailliert geplant werden. Verzichten Sie nicht auf eine fachgerechte Ausführung durch einen auf Lehmbau spezialisierten Betrieb.
KI-Analyse (Qwen)
Innenwanddämmung in denkmalgeschützten Altbauten aus Rotklinker (Baujahr 1923) stellt eine hochkomplexe bauphysikalische Herausforderung dar, da die Wandkonstruktion massiv, diffusionsoffen und feuchteadaptiv ist – aber keinerlei Pufferkapazität für falsch platzierte Dämmschichten besitzt.
🔴 Gefahr: Die Verwendung von Holzfaserplatten mit Lehmputz ohne Dampfsperre birgt bei unzureichender bauphysikalischer Abstimmung ein hohes Risiko für interstitielle Kondensation hinter der Dämmung – besonders an Anschlussstellen, Fensterlaibungen und in der Nähe von Innenwänden, die als Kältebrücken wirken.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass das System "ohne Dampfsperre auskommt", ist irreführend: Es benötigt stattdessen eine feuchtevariable Dampfbremse mit sd-Wert zwischen 0,1–0,5 m (nicht "keine" Dampfsperre), um sowohl Tauwasserbildung zu vermeiden als auch bei Feuchtelasten die Rücktrocknung zu ermöglichen.
➕ Ergänzung: Kältebrücken entstehen nicht nur an Innenwänden, sondern vor allem an Deckenanschlüssen, Balkenköpfen, Gewölbeunterseiten und Sanitärinstallationen – hier sind thermische Simulationen (z. B. mit Therm – 2D) zwingend erforderlich, bevor Verarbeitung beginnt.
🔴 Gefahr: Ein Lehmputz allein garantiert keine ausreichende Diffusionsoffenheit, wenn die darunterliegende Holzfaserplatte mit nicht diffusionsoffenen Klebern oder Klebebahnen verankert wird – dies kann zu lokalen Feuchtespeicherungen und langfristigem Putzabplatz oder Schimmelbildung führen.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein System "für denkmalgeschützte Bauten geeignet" sei, allein weil es aus natürlichen Materialien besteht, ist fachlich unzulässig: Denkmalrechtliche Zulassung erfordert stets eine individuelle, bauphysikalisch nachgewiesene Verträglichkeit – nicht nur Materialherkunft.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vor Planung und Ausführung einen zertifizierten Bauphysiker mit Erfahrung in denkmalgeschützten Rotklinkerbauten für eine detaillierte hygrothermische Langzeit-Simulation (z. B. WUFI), eine Bauteilfeuchtemessung vor Ort sowie eine schriftliche Verträglichkeitsstellungnahme gemäß DINAbk. 4108-3 und denkmalpflegerischen Vorgaben.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen das hohe Risiko interstitieller Kondensation und Schimmelbildung bei unsachgemäßer Innendämmung.
- Alle drei identifizieren Kältebrücken an Anschlussstellen (Fenster, Decken, Innenwände) als kritische Schwachstellen.
- Alle drei betonen die Zwingendheit einer fachlichen Begleitung durch Bauphysiker oder Energieberater.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI spricht pauschal von „Dampfsperre ist essenziell“, ohne Feuchtevariabilität zu differenzieren; DeepSeek und Qwen präzisieren: Es ist eine feuchtevariable Dampfbremse (nicht eine starre Dampfsperre) erforderlich.
- GoogleAI erwähnt Alternativen (Calciumsilikat, Mineralschaum), während DeepSeek und Qwen sich ausschließlich auf das Holzfaser/Lehm-System konzentrieren und dessen Risiken vertiefen.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek fordert explizit instationäre Feuchtesimulationen (z. B. WUFI) zur Absicherung – ein Punkt, den GoogleAI nicht nennt.
- Qwen ergänzt die Notwendigkeit thermischer 2D-Simulationen (z. B. Therm) für Kältebrücken und weist auf Salzbelastung und kapillare Verankerung hin – Details, die bei den anderen Modellen fehlen.
- Qwen formuliert den ❌ Widerspruch zur Material-Mythologie: Natürliche Materialien ≠ automatische Denkmaltauglichkeit – dies wird von GoogleAI und DeepSeek nicht thematisiert.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI stellt Dampfsperre als eindeutig erforderlich dar; DeepSeek und Qwen korrigieren dies: Es ist keine Dampfsperre, sondern eine feuchtevariable Dampfbremse erforderlich – wobei Qwen den sd-Wert präzise angibt (0,1–0,5 m). Die sicherere Einschätzung (Qwen) wird priorisiert.
- GoogleAI suggeriert, dass Holzfaser/Lehm „gängig“ und grundsätzlich geeignet sei; Qwen widerspricht klar: „Materialherkunft ≠ Verträglichkeit“ – Denkmaltauglichkeit erfordert individuellen Nachweis. Dies ist die sicherere, denkmalrechtlich einzig zulässige Position.
👉 Empfehlung:
- Qwen bietet die umfassendste, präziseste und denkmalrechtlich stringenteste Analyse – inkl. konkreter sd-Wert-Angabe, Salz- und Kleber-Hinweisen sowie klarer Korrektur des Materialmythos.
- DeepSeek liefert die wichtigste bauphysikalische Ergänzung zur GoogleAI-Analyse: WUFI-Simulation als zwingende Voraussetzung.
- GoogleAI liefert eine gute Grundorientierung, bleibt aber bei kritischen Details hinter den anderen zurück und enthält pauschale Aussagen, die durch die anderen Modelle korrigiert werden müssen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Dampfsperre / Dampfbremse ❌ Widerspruch GoogleAI fordert „Dampfsperre“, DeepSeek und Qwen korrigieren zu „feuchtevariable Dampfbremse (sd-Wert 0,1–0,5 m)“ – Konsens: Keine starre Dampfsperre, sondern regelbare Dampfbremse ist zwingend. Kältebrücken ✅ Konsens Alle drei Modelle identifizieren Fensterlaibungen, Decken- und Innenwandanschlüsse als kritische Kältebrücken – ergänzt durch Qwen: Balkenköpfe, Gewölbe, Sanitärinstallationen. Thermische 2D-Simulation vor Ausführung ist verbindlich. Materialverträglichkeit (Denkmal) ❌ Widerspruch GoogleAI nennt „gängige Methode“, DeepSeek erwähnt „kritische Prüfung“, Qwen widerlegt ausdrücklich: „Natürlichkeit ≠ Tauglichkeit“. Konsens nach Vorsichtsprinzip: Einzeln nachgewiesene Verträglichkeit nach DIN 4108-3 & denkmalpflegerischen Vorgaben ist erforderlich. Feuchtesicherheit ⚠️ Abwägung GoogleAI betont Dampfsperre, DeepSeek fordert WUFI-Simulation, Qwen ergänzt Bauteilfeuchtemessung & Kleber-Kompatibilität. Konsens: Vorab-Feuchtebestand, WUFI, diffusionsoffene Verankerung – nichts darf pauschalisiert werden. Fachliche Begleitung ✅ Konsens Alle drei Modelle verlangen unabhängige Fachbegleitung – GoogleAI: „Bauphysiker/Energieberater“, DeepSeek & Qwen: „zertifizierter Bauphysiker mit Erfahrung in Rotklinkerbauten“. Konsens: Verpflichtende, spezialisierte Bauphysik vor Planung und Ausführung. 👉 Handlungsempfehlung: Keine Ausführung ohne schriftliche, bauphysikalisch begründete Verträglichkeitsstellungnahme für die konkrete Wandkonstruktion – unter Einbeziehung von WUFI- und Therm-Simulation, Bauteilfeuchtemessung und detailierter Anschlussplanung.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Interstitielle Kondensation hinter der Dämmung Langfristige Durchfeuchtung der Klinkerwand, Salzausblühung, Putzabplatz, Schimmel – Sanierungskosten bis 50.000 €+ 🔴 Risiko Unzureichende oder falsche Dampfbremse (falscher sd-Wert oder starre Ausführung) Feuchtesperre ohne Rücktrocknungsmöglichkeit → dauerhafte Feuchtespeicherung → biologischer Befall 🔴 Risiko Ignorierte Kältebrücken an Balkenköpfen oder Gewölbe Lokale Oberflächentemperaturen <8 °C → Tauwasser, Schimmel, Gefahr für historische Holzkonstruktionen 🔴 Risiko Verwendung nicht kapillaraktiver Kleber oder Klebebänder Lokale Dampfsperren-Effekte → mikroklimate mit Kondensationsneigung → Putzabbruch, Farbausblühung 🔴 Risiko Fehlende Feuchtevoruntersuchung bei salzbelasteten Klinkern Salztransport durch Dämmung → Zerstörung der Mauerziegel durch Kristallisationsdruck („Salzkrankheit“) ✅ Chance Hygrothermische Optimierung mittels Holzfaser & Lehm Nachweislich verbessertes Raumklima, reduzierte Heizkosten (bis 25 %), keine Innenvolumenverringerung ✅ Chance Erhalt historischer Bausubstanz durch diffusionsoffene Systeme Langfristiger Erhalt der Original-Klinkerwand – im Gegensatz zu dichten Systemen, die Feuchte „einzwingen“ ✅ Chance Denkmalpflegerische Akzeptanz bei fachlich nachgewiesener Verträglichkeit Genehmigungsfähige Lösung ohne Außendämmung – entspricht dem Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ ✅ Chance Vernetzung mit Fachbetrieben für Lehm- & Holzfaserbau Regionale, zertifizierte Handwerksbetriebe garantieren fachgerechte Ausführung – inkl. Dampfbremsen-Montage & Anschlussdetails ✅ Chance Nutzung als Modell für andere denkmalgeschützte Rotklinkerbauten Wissenschaftlich dokumentierte Lösung kann Referenz für Förderprogramme (z. B. BEGAbk.-EM) und Denkmalämter werden Orientierungshilfen
- Sofortige Bauphysik-Begleitung beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Bauphysiker mit Nachweis von Erfahrung in Rotklinkerbauten (Jahrgang 1900–1930), der WUFI- und Therm-Simulationen durchführen kann – nicht vorher mit Planung oder Angeboten beginnen.
- Feuchtebestandsaufnahme vor Ort veranlassen: Beauftragen Sie vorab eine Bauteilfeuchtemessung mit Widerstandsmessung und ggf. Bohrkernanalyse zur Salzbestimmung an mindestens 3 repräsentativen Stellen der Außenwand.
- Dampfbremse konkret festlegen: Fordern Sie vom Planer eine schriftliche Begründung für den gewählten sd-Wert der Dampfbremse (Zielwert: 0,2–0,4 m bei 23 °C / 50 % r.H.), inkl. Hersteller-Datenblatt und Verarbeitungshinweise.
- Anschlussdetails prüfen lassen: Alle Anschlüsse (Fenster, Decke, Innenwand, Sanitärkanäle) müssen in einer 2D-Therm-Simulation abgebildet und als „schadensfrei“ bescheinigt sein – keine pauschale „Standard-Detail“-Lösung akzeptieren.
- Handwerksbetrieb mit Lehm-Zertifizierung auswählen: Prüfen Sie die Zertifizierungen des ausführenden Betriebs (z. B. „Lehmbau-Partner“ der Fachgemeinschaft Lehmbau oder „Holzfaser-Spezialist“ nach RAL-RG 827).
- Vertragsbestandteile festhalten: Vereinbaren Sie im Bauvertrag ausdrücklich: Keine Verwendung von Dispersionen, Kunststoffklebern oder Dichtbändern – nur kapillaraktive, mineralische Verbindungssysteme.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Dampfsperre
- Eine Dampfsperre ist eine Schicht, die verhindert, dass Wasserdampf in die Dämmung eindringt. Sie besteht meist aus einer Folie aus Kunststoff oder Aluminium. Eine intakte Dampfsperre ist entscheidend, um Schimmelbildung und Bauschäden zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Dampfbremse, Diffusionsfähigkeit, Kondensation - Kältebrücke
- Eine Kältebrücke ist ein Bereich in der Gebäudehülle, an dem Wärme schneller nach außen abgeleitet wird als in anderen Bereichen. Sie entsteht oft an Ecken, Fensterlaibungen oder ungedämmten Bauteilen. Kältebrücken können zu Kondensation und Schimmelbildung führen.
Verwandte Begriffe: Wärmebrücke, Taupunkt, EnEVAbk. - Holzfaserplatte
- Holzfaserplatten sind Dämmstoffe aus Holzfasern, die zu Platten verpresst werden. Sie sind diffusionsoffen, können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und sind somit besonders für Altbauten geeignet.
Verwandte Begriffe: Dämmstoff, Naturdämmstoff, Wärmeleitfähigkeit - Lehmputz
- Lehmputz ist ein Baustoff aus Lehm, Sand und Wasser. Er ist diffusionsoffen, kann Feuchtigkeit regulieren und verbessert das Raumklima. Lehmputz ist ein natürlicher und ökologischer Baustoff.
Verwandte Begriffe: Putz, Baustoff, Raumklima - Diffusionsoffenheit
- Diffusionsoffenheit beschreibt die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Baustoffe ermöglichen den Feuchtigkeitstransport und tragen zur Regulierung des Raumklimas bei.
Verwandte Begriffe: Dampfdiffusion, Wasserdampfdurchlässigkeit, sd-Wert - Altbau
- Als Altbau werden Gebäude bezeichnet, die vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung (1977) errichtet wurden. Altbauten haben oft einen höheren Energiebedarf als Neubauten und erfordern spezielle Sanierungsmaßnahmen.
Verwandte Begriffe: Neubau, Sanierung, Energieeffizienz - Bauphysik
- Die Bauphysik ist ein Teilgebiet der Physik, das sich mit den physikalischen Eigenschaften von Gebäuden und Baustoffen befasst. Sie untersucht unter anderem den Wärme-, Feuchte- und Schallschutz von Gebäuden.
Verwandte Begriffe: Wärmeschutz, Schallschutz, Feuchteschutz
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Vorteile bietet eine Innendämmung mit Holzfaserplatten und Lehmputz?
Holzfaserplatten sind diffusionsoffen und können Feuchtigkeit regulieren. Lehmputz verbessert das Raumklima und unterstützt die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften der Holzfaserplatten. Diese Kombination ist besonders für Altbauten geeignet, da sie die Bausubstanz schont. - Wie wichtig ist die Dampfsperre bei einer Innendämmung?
Die Dampfsperre ist essenziell, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft in die Dämmung eindringt. Eine fehlerhafte Dampfsperre kann zu Schimmelbildung und Bauschäden führen. Die Dampfsperre muss sorgfältig und luftdicht verklebt werden. - Was sind Kältebrücken und wie vermeidet man sie?
Kältebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen abgeleitet wird als in anderen Bereichen. Sie entstehen oft an Ecken, Fensterlaibungen oder ungedämmten Bauteilen. Um Kältebrücken zu vermeiden, müssen diese Bereiche besonders sorgfältig gedämmt werden. - Welche Alternativen gibt es zu Holzfaserplatten und Lehmputz bei der Innendämmung?
Es gibt verschiedene Alternativen, wie z.B. Calciumsilikatplatten, Mineralschaumplatten oder spezielle Innendämmsysteme. Die Wahl des geeigneten Materials hängt von den spezifischen Anforderungen des Gebäudes und den individuellen Vorlieben ab. - Kann ich die Innendämmung selbst anbringen oder sollte ich einen Fachmann beauftragen?
Die Innendämmung sollte idealerweise von einem Fachmann ausgeführt werden, da die korrekte Ausführung entscheidend für die Wirksamkeit und die Vermeidung von Bauschäden ist. Insbesondere die Anbringung der Dampfsperre erfordert Fachkenntnisse und Sorgfalt. - Wie dick sollten die Holzfaserplatten für die Innendämmung sein?
Die Dicke der Holzfaserplatten hängt von den energetischen Anforderungen und den baulichen Gegebenheiten ab. In der Regel werden Dämmstärken von 60-80 mm empfohlen, um eine effektive Dämmwirkung zu erzielen. - Was muss ich bei der Auswahl des Lehmputzes beachten?
Bei der Auswahl des Lehmputzes sollte auf die Zusammensetzung und die Verarbeitungseigenschaften geachtet werden. Es gibt verschiedene Arten von Lehmputz, wie z.B. Grundputz, Oberputz oder Feinputz. Der Lehmputz sollte diffusionsoffen sein und gut mit den Holzfaserplatten harmonieren. - Wie wirkt sich eine Innendämmung auf das Raumklima aus?
Eine Innendämmung kann das Raumklima positiv beeinflussen, indem sie die Oberflächentemperatur der Wände erhöht und die Luftfeuchtigkeit reguliert. Dadurch wird ein behaglicheres Wohngefühl geschaffen und die Schimmelbildung reduziert.
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Besonderheiten bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden.
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Holzfaserdämmung: Fehlende technische Werte – Unseriös?
verführer?
wenn ich lese Holzfaserdämmplatte, 60 oder 80 mm dick, sehr gute wärmedämmwerte, atmungsaktiv, diff. offen, überdurchschnittlicher Schallschutz.
und ...
kein einziger technischer Wert!
kein mü/sd-Wert, kein lambda, kein R [dbAbk.]
das heißt ...
keiner der superlative im Text ist nachgewiesen!
ergo
unseriös und verführerisch? denke sich jeder was er meint!
Holzfaser hat in der Regel 0,045 w/mk, Schallschutz lala
gebräuchliche Fassadendämmstoffe haben heutzutage 0,04 bis 0,35 w/mk und 10 cm Tiefe
auch wie man irgend etwas an so einer Konstruktion befestigt wäre interessant!? -
Innendämmung Altbau: Diffusionsoffenheit – Klinkerproblem!
Außerdem ...
Werter Fragesteller
funktionieren ohne Nachweis nur Konstruktionen, die von innen nach außen diffusionsoffener werden. Und Klinker pflegen im Allgemeinen dichter als Faserplatten zu sein. Also genau falsch rum.
Und solche Werbung pauschal, Hauehaueha. -
Claytec & Pavatex: Tauwasserschutz-Nachweis erforderlich!
claytec
ich kenne diese Konstruktion auch von Claytec in Zusammenarbeit mit Pavatex.
Habe mir erst kürzlich ein Datenblatt dazu schicken lassen.
Dort wird wörtlich geschrieben: Für jeden Anwendungsfall ist objektbezogen ein detaillierter Nachweis des Tauwasserschutzes ... zu führen. " Aber das dürfte ja kein Problem sein, oder?
Übrigens: Das Glaserverfahren zur Dampfdiffusionsberechnung ist nicht alles und auch in Fachkreisen strittig. Da wird das hygroskopische Verhalten von Baustoffen ja gar nicht betrachtet
Das soll aber nicht heißen, dass diese Konstruktion immer funktioniert. Mir liegt zumindest keine konkrete Aussage zu dieser Konstruktion vor.
Aber symphatisch ist mir die Konstruktion schon. Vor allem, wenn es um die Innendämmung von Fachwerken geht.
Aber: Ein Nachweis ist erforderlich! -
Unger-Diffutherm: Holzfaserplatte – Technische Daten & Werte
Nachtrag
Schon mal danke für die Antworten!
Ich möchte nochmal ergänzen:- 30 cm Vollziegelmauerwerk
- Holzbalkendecke
- die verwendete Holzfaserplatte ist eine Unger-Diffutherm, wie sie auch ähnlich von PAVATEX verarbeitet wird, dort habe ich ein paar Daten gefunden:
Technische Daten
Holzfaserdämmplatte DINAbk. 68755-1
Typ PT-h-w-T5-P100-H10-B2
Lieferdicken 60,80, 100 mm
Plattenformat 78 x 129 cm
(mit umlaufender Nut und Feder)
Wärmedurchlasswiderstände
60 mm 1,525 m²K/W*
80 mm 2,040 m²K/W*
100 mm 2,545 m²K/W*
Dampfdiffusionswiderstand µ 5
s-Werte 60 mm 0,3 m
80 mm 0,4 m
100 mm 0,5 m
Spezifischer Wärmekapazität 2100 J/kgK
Baustoffklasse B2 DIN 4102
Flächengewichte
60 mm ca. 12 kg/m²
80 mm ca. 16 kg/m²
100 mm ca. 20 kg/m²
Inhaltsstoffe
100 % Nadelholz (Sägewerk-Restholz) inkl. natürlicher Holzfeuchte;
Schichtverleimung mit
PVAc-Weißleim
Lieferform
60 mm 30 Pl. /Pal. = 30,18 m²
80 mm 22 Pl. /Pal. = 22,14 m²
100 mm 18 Pl. /Pal. = 18,11 m²
* (entspricht einer äquivalenten Wärmeleitfähigkeit
von = 0,039 W/mK)
Auch als bauphysikalischer Laie ist mir klar, dass es zu Tauwasser kommen muss. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen, ob so ein System tatsächlich damit umgehen kann, ohne dass es zu Schäden kommt?
Mich interessieren natürlich auch Alternativen und andere Gesichtspunkte, wie Kältebrücken zu Innenwänden, Beheizung (Wandheizung?). Wo kann ich kompetente Beratung vor-Ort bekommen?
Gruß und Danke, -
Fachwerkdämmung: Unkontrollierte Hohlräume – Problematisch?
sympathisch?
wie kann eine gerade Platte als Immendämmung für Fachwerk den sympathikus reizen? die unkontrollierten Hohlräume etc. beim Fachwerk samt der ganzen Befetigungsproblematik ist nicht ohne!
vs. Glaser ist denke ich alles geschrieben ... -
Innenwanddämmung: Denkmalschutz – Kein Fachwerk zwingend!
kein Fachwerk!
... Denkmalschutz heißt ja nicht immer Fachwerk.
Bei uns sollte es daher problemlos möglich sein, die Platten korrekt aufzubringen. -
Innendämmung: Fachberatung – Unverzichtbar im Altbau!
So oder so ...
Werter Fragesteller
mit oder ohne
Luftschicht
Fachwerk
gerader
krummer Wand
sollten Sie Rat vom Fachmann einholen. Ich halte es für unverantwortlich, Innendämmsysteme ohne entsprechende Aufklärung zu bewerben.
Ich lasse schon bei Außendämmung das angedachte System durch's Bauphysikprogramm laufen. Aber Innendämmung ohne? - never! -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
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BauKI Hinweis:
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung!
Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Innenwanddämmung im Altbau: Holzfaser & Lehmputz – Erfahrungen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit und Risiken der Innenwanddämmung im Altbau (Baujahr 1923) mit Holzfaserplatten und Lehmputz. Ein wichtiger Punkt ist die Notwendigkeit eines Tauwasserschutznachweises, besonders bei Kombination mit dichteren Materialien wie Klinker. Die korrekte Anbringung der Dämmplatten und die Berücksichtigung von Diffusionsoffenheit sind entscheidend. Fachberatung wird dringend empfohlen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag Innendämmung Altbau: Diffusionsoffenheit – Klinkerproblem! wird darauf hingewiesen, dass Konstruktionen von innen nach außen diffusionsoffener werden müssen, was bei Klinkerfassaden problematisch sein kann. Daher ist eine sorgfältige Planung und Berechnung unerlässlich.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Unger-Diffutherm: Holzfaserplatte – Technische Daten & Werte liefert detaillierte technische Daten zur verwendeten Holzfaserplatte (Unger-Diffutherm), die für die bauphysikalische Berechnung relevant sind. Diese Daten umfassen u.a. Wärmeleitfähigkeit, Dampfdiffusionswiderstand und Wärmekapazität.
🔴 Kritisch/Risiko: Der Beitrag Holzfaserdämmung: Fehlende technische Werte – Unseriös? bemängelt das Fehlen von technischen Werten bei der Produktbeschreibung und stellt die Seriosität in Frage. Es wird empfohlen, stets auf vollständige und nachweisbare Daten zu achten.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Durchführung einer Innenwanddämmung im Altbau sollte unbedingt eine detaillierte bauphysikalische Berechnung erfolgen, idealerweise durch einen Fachmann. Dabei sind die spezifischen Eigenschaften des Mauerwerks (z.B. Klinker) und der verwendeten Dämmmaterialien (Holzfaser, Lehmputz) zu berücksichtigen. Beachten Sie auch den Beitrag Innendämmung: Fachberatung – Unverzichtbar im Altbau!.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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