Wärmepumpen-Größe für KfW 40 Haus (2009, 145m²) mit Fußbodenheizung: Richtwerte & Berechnung?
BAU-Forum: Nutzung alternativer Energieformen
Wärmepumpen-Größe für KfW 40 Haus (2009, 145m²) mit Fußbodenheizung: Richtwerte & Berechnung?
wir Planen Erdwärme zu nutzen und bekommen div. Aussagen zu diesem Thema.
Damit wir später nicht beim Strom draufzahlen deshalb hier noch einmal nachgefragt.
Wie groß muss meine Wärmepumpe sein für ein KFWAbk. 40 Haus, Bau 2009,145 m² mit Fußbodenheizung.
Hersteller und Lieferant wird wohl die Fa. Nibe sein Leistung liegt bei 5. Es werden Erdcolektoren verlegt.
Wenn noch was fehlt bitte fragen.
Gruß
Thomas
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Um die passende Größe einer Wärmepumpe für Ihr KfW 40 Haus (Baujahr 2009, 145 m² mit Fußbodenheizung) zu bestimmen, ist eine Heizlastberechnung unerlässlich. Diese berücksichtigt den Wärmebedarf des Hauses unter Berücksichtigung der Dämmung, Fenster, Lüftung und der Fußbodenheizung.
Als Faustregel für KfW 40 Häuser kann man von einem Heizwärmebedarf von ca. 40 kWh/(m²*a) ausgehen. Für Ihr Haus (145 m²) ergibt sich somit ein jährlicher Heizwärmebedarf von ca. 5800 kWh. Die benötigte Heizleistung der Wärmepumpe hängt von der niedrigsten zu erwartenden Außentemperatur ab. In Deutschland liegt diese in den meisten Regionen zwischen -10°C und -15°C.
Die Heizlast wird berechnet, indem der Heizwärmebedarf durch die Anzahl der Heiztage (ca. 180) und 24 Stunden dividiert wird. Zusätzlich sollte ein Sicherheitsfaktor von ca. 10-20% berücksichtigt werden, um auch an sehr kalten Tagen ausreichend Heizleistung zu haben. Die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung sollte möglichst niedrig sein (unter 35°C), da dies die Effizienz der Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl, JAZ) deutlich erhöht.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie eine detaillierte Heizlastberechnung von einem qualifizierten Energieberater oder Heizungsfachbetrieb durchführen, um die optimale Größe der Wärmepumpe zu ermitteln und eine hohe Effizienz sicherzustellen.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Heizlastberechnung
- Die Heizlastberechnung ermittelt den Wärmebedarf eines Gebäudes unter Berücksichtigung von Faktoren wie Dämmung, Fensterflächen, Lüftung und geografischer Lage. Sie dient als Grundlage für die Dimensionierung der Heizungsanlage. Verwandte Begriffe: Wärmebedarf, Heizwärmebedarf, Norm-Außentemperatur.
- KfW 40
- KfW 40 ist ein Effizienzhaus-Standard der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein KfW 40 Haus benötigt nur 40% der Energie eines vergleichbaren Neubaus nach Gebäudeenergiegesetz (GEG). Verwandte Begriffe: Energieeffizienzhaus, GEG, EnEVAbk..
- Jahresarbeitszahl (JAZ)
- Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist ein Effizienzkennwert für Wärmepumpen. Sie gibt das Verhältnis zwischen der abgegebenen Heizwärme und dem aufgenommenen Stromverbrauch innerhalb eines Jahres an. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Verwandte Begriffe: COP, Wirkungsgrad, Effizienz.
- Erdwärmepumpe
- Eine Erdwärmepumpe nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme als Energiequelle zum Heizen. Sie ist besonders effizient und umweltfreundlich, da die Temperatur im Erdreich relativ konstant ist. Verwandte Begriffe: Sole-Wasser-Wärmepumpe, Erdkollektor, Tiefenbohrung.
- Fußbodenheizung
- Eine Fußbodenheizung ist ein Flächenheizsystem, bei dem Heizrohre unter dem Fußboden verlegt sind. Sie ermöglicht eine gleichmäßige Wärmeverteilung und niedrige Vorlauftemperaturen, was sie ideal für den Betrieb mit einer Wärmepumpe macht. Verwandte Begriffe: Flächenheizung, Vorlauftemperatur, Heizkreisverteiler.
- Heizwärmebedarf
- Der Heizwärmebedarf gibt die Menge an Wärmeenergie an, die ein Gebäude pro Quadratmeter und Jahr benötigt, um eine bestimmte Raumtemperatur aufrechtzuerhalten. Er wird in kWh/(m²*a) angegeben. Verwandte Begriffe: Heizlast, Endenergiebedarf, Primärenergiebedarf.
- Vorlauftemperatur
- Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das von der Heizungsanlage zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung transportiert wird. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Heizungsanlage. Verwandte Begriffe: Rücklauftemperatur, Heizkurve, Heizkreis.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Wie wirkt sich die Fußbodenheizung auf die Effizienz der Wärmepumpe aus?
Eine Fußbodenheizung ermöglicht durch ihre großflächige Wärmeabgabe niedrigere Vorlauftemperaturen, was die Effizienz der Wärmepumpe (JAZ) deutlich erhöht. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle (z.B. Erdreich) und Heizsystem, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. - Was ist bei der Auswahl des Erdkollektors zu beachten?
Die Größe und Auslegung des Erdkollektors muss auf die Heizleistung der Wärmepumpe und den Wärmebedarf des Hauses abgestimmt sein. Eine korrekte Dimensionierung ist entscheidend für einen effizienten und störungsfreien Betrieb der Erdwärmepumpe. - Welche Rolle spielt die Dämmung des Hauses bei der Dimensionierung der Wärmepumpe?
Eine gute Dämmung reduziert den Wärmebedarf des Hauses erheblich, wodurch eine kleinere und somit kostengünstigere Wärmepumpe ausreichend ist. Eine energetische Sanierung des Hauses kann somit die Investitionskosten für die Wärmepumpe senken. - Was bedeutet KfW 40 Standard?
KfW 40 bedeutet, dass das Haus nur 40% des Energiebedarfs eines vergleichbaren Neubaus nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) benötigt. Dies wird durch eine sehr gute Dämmung, effiziente Fenster und eine moderne Heizungsanlage erreicht. - Wie finde ich einen qualifizierten Energieberater?
Qualifizierte Energieberater finden Sie über die Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) oder über die Handwerkskammern und Architektenkammern. Achten Sie auf eine Zertifizierung und Erfahrung im Bereich Wärmepumpen. - Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Wärmepumpen?
Für den Einbau einer Wärmepumpe gibt es attraktive Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern. Die wichtigsten Förderprogramme sind die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEGAbk.) und regionale Förderprogramme. Informieren Sie sich vorab über die aktuellen Förderbedingungen. - Was ist die JAZ (Jahresarbeitszahl) einer Wärmepumpe?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt das Verhältnis zwischen der abgegebenen Heizwärme und dem aufgenommenen Stromverbrauch der Wärmepumpe innerhalb eines Jahres an. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. - Kann ich eine Wärmepumpe auch mit einer Photovoltaikanlage kombinieren?
Ja, die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage ist sehr sinnvoll. Der selbst erzeugte Strom der PV-Anlage kann direkt für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden, was die Betriebskosten senkt und die Umweltfreundlichkeit erhöht.
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Gruß
Thomas -
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Hallo
Warum sollte eine HLB von "fiktiven" Werten ausgehen?
Sie geht von den Werten aus die sie vorgeben, z.B. Bad 24 °, WZ 22 °, Schlafzimmer 18 ° usw., sie geht von Ihrem Warmwasserverbrauch aus (viele Badewannen oder nur duschen ...), nur die Klimaregion steht fest.
Bitte auch nicht die HLB mit der EnEVAbk./Energiepass usw. verweckseln, dies ist reines Baurecht, hier gibt es feste Werte ...
Gruß
PS. Haben sie einen unabhängigen Fachplaner / Energieberater / Architekt? Wenn nicht, dieser ist immer zu empfehlen, die Heizkosten werden auch mit Strom nicht billiger ... -
Heizlast vs. Energiebedarf: Unterschiede & Definitionen
In der Heizlastberechnung
spielt die Warmwasserbereitung keine Rolle. Die Heizlast (früher WärmeBEDARF) ist die Leistung, die bei Norm-Außentemperatur (z.B. -12 °C, je nach Wohnort) bereit stehen muss, damit Ihr Wohnhaus noch angenehme 20 °C innen hat. Die Einheit der Heizlast ist kW!
Von der Heizlastberechnung klar zu unterscheiden (was ja dauern verwechselt wird) ist der Energienachweis gem. EnEVAbk., der den erwarteten Energieverbrauch eines Gebäudes (also Heizenergie+Warmwasserenergie - evtl. Solarerträge) über ein ganzes Jahr berechnet, um dann mit dem eingesetzten Energiesystem (bei Ihnen Erdwärme) den Primärenergieverbrauch zu berechnen. Der Energieausweis hat die Einheit kWh!
Selbstverständlich liegen beiden Berechnnungsarten die gleichen physikalischen Ausgangswerte zugrunde, doch die Heizlast ist eine Leistung, der Energievebrauch eine Leistung mal Zeit!
Zur Größenbestimmung Ihrer Wärmepumpe ist die Heizlastberechnung unumgänglich, denn die Maschine kann ja im Sommer keine Energiemengen vorproduzieren, die im Winter verbraucht werden könnten. Deshalb muss im Winter die ausreichende Leistung bereit stehen. Rechnen Sie überschlägig für Ihren KfW-40 Neubau so zwischen 35 bis 40 W/m², was also mind. (!) 5.075 Watt Heizlast ergibt. Bei Erdwärmepumpen wird dann noch im Wohnungsbau für die Warmwasserbereitung 0,2 kW Leistung je Person hinzugerechnet, d.h. bei 4 Bewohnern kämen zu den 5,1 kW noch einmal 0,8 kW Leistung hinzu. Mit Reserven (Sie wollen es vielleicht auch mal 22 °C drinnen haben?) würde ich für Ihr Haus eine 7 kW Anlage ohne genaue Berechnung veranschlagen.
Fazit: Die Nibe-Maschine mit dem entsprechenden Erdkollektor ist zu knapp bemessen. Es gibt für eine Erdwärmeanlage nicht schlimmeres, als eine zu knapp bemessene Wärmequelle. Das freut höchstens den Stromlieferanten ...
Mit sonnigem Gruß ... Lb -
Wärmepumpen-Auslegung: KfW 40 – Gebäudehülle vs. Technik
hier kann keiner hellsehen ...
hier kann keiner hellsehen also auch keiner die echten Hauswerte wissen. wie schon erwähnt wurde kann KfW-40 sowohl über die Gebäudehülle als auch über die Haustechnik "herbeigerechnet" werden.
Wenn das Haus wie man bei KfW-40 erwarten sollte in der Nähe des Passivhaus-Standards ist sollte die 5 kW-Maschine ausreichen und dann auch gewählt werden. Die größere nur nehmen wenn sie auch wirklich nötig ist weil sonst zu viel unwirtschaftlicher Stopp'n-Go-Betrieb aufkommt.
Ganz wichtig ist die richtige Auslegung der Erdkollektoren, der Wärmequelle. Die darf gern "zu groß" sein, aber niemals zu klein weil sonst der Boden unterkühlt und die Leistungszahl immer schlechter wird ... also Flächenkollektor groß, Sondenbohrung tief (bei 5 kW gern in Richtung 1 x 100 m) und keinesfalls so Hexenwerk wie Wärmeentzugskörbe oder Kapillarmatten aufquatschen lassen: die können zwar mit viel Rohr eine kleine Menge Erdreich sehr schnell sehr kalt werden lassen aber liefern keine Antwort, woher die Wärme im Erdreich so schnell wieder nachwachsen soll ... derartige "Spar-Wärmequellen" werden vor allem von Verkäufern angeboten, die ihr Kernprodukt verkaufen wollen und die alle notwendigen Nebenkosten am liebsten ausblenden würden weil das den eigenen Verkaufserfolg schmälern würde!
Gruß
Arno Kuschow -
🔴 WP-Auslegung: Fehler vermeiden – Heizlastberechnung!
Fehler bei der WP-Auslegung
Hallo Forum,
für eine Wärmepumpe ist eine Heizlastbrechnung nach DINAbk. EN 12831 erforderlich damit man diese auswählen kann. Die Warmwasserbereitung muss bei einer Warmwasservorrangsschaltung i.d.R. nicht berücksichtigt werden. Beachten Sie jedoch, dass bei Wärmepumpen mit kleiner Heizleistung der Warmwasseranteil bewertet werden muss. Bei Erdwärmepumpen ist zusätzlich die VDIAbk. 4640 zu beachten, hier werden Empfehlungen für Auslegung der Erdsonde und von Kollektoren gegeben. Insbesondere die jährliche Entzugsleistungen ist zu beachten. Auch beachten sollten Sie, ob ein elektrischer Heizstab installiert ist und welchen Anteil der Heizstab an der Wärmeerzeugung übernehmen muss.
Grundsätzlich gilt für Wärmepumpen:
Ist die Wärmequelle zu klein, dann steigen die Heizkosten. Ist die Heizungsanlage, z.B. Fußbodenheizung falsch dimensioniert, dann steigen die Heizkosten.
Meine Empfehlung an Sie: Lassen Sie sich Ihre Heizungsanlage von einem erfahrenen Fachplaner durchplanen oder wählen Sie einen Handwerksbetrieb mit Erfahrungen bei Wärmepumpen-Heizanlagen.
Für weitere Informationen empfehle ich u.g. Links. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 07.01.2026
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Hinweis: Nachfolgender Text wurde von einem KI-System erstellt - überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung.
Wärmepumpen-Größe für KfW 40 Haus: Optimale Auslegung
💡 Kernaussagen: Die korrekte Auslegung einer Wärmepumpe für ein KfW 40 Haus (Baujahr 2009, 145 m²) mit Fußbodenheizung erfordert eine präzise Heizlastberechnung nach DINAbk. EN 12831. Die Heizlastberechnung berücksichtigt individuelle Faktoren wie Raumtemperaturen und Warmwasserverbrauch. KfW 40 kann sowohl über die Gebäudehülle als auch über die Haustechnik erreicht werden, was die Auslegung beeinflusst. Bei Erdwärmepumpen ist zusätzlich die VDIAbk. 4640 zu beachten.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut 🔴 WP-Auslegung: Fehler vermeiden – Heizlastberechnung! ist eine korrekte Heizlastberechnung unerlässlich, um Fehler bei der Auslegung der Wärmepumpe zu vermeiden. Die Warmwasserbereitung muss bei Wärmepumpen mit geringer Heizleistung besonders berücksichtigt werden.
✅ Zusatzinfo: Die Heizlastberechnung geht von realen Werten aus, die vom Nutzer vorgegeben werden, wie z.B. gewünschte Raumtemperaturen und Warmwasserverbrauch. Sie ist nicht mit dem Energieausweis zu verwechseln, der auf Baurecht basiert. Wie im Beitrag Heizlastberechnung: Grundlagen, Werte & Einflussfaktoren erläutert, sind dies zwei unterschiedliche Dinge.
📊 Fakten/Zahlen: Die Heizlast wird in kW angegeben und beschreibt die Leistung, die bei Norm-Außentemperatur benötigt wird, um eine angenehme Innentemperatur zu gewährleisten. Der Energienachweis gem. EnEV hingegen gibt den erwarteten Energieverbrauch pro Jahr an, wie im Beitrag Heizlast vs. Energiebedarf: Unterschiede & Definitionen dargelegt wird.
👉 Handlungsempfehlung: Um die optimale Wärmepumpen-Größe zu ermitteln, sollte eine detaillierte Heizlastberechnung von einem Fachplaner oder Energieberater durchgeführt werden. Beachten Sie die Hinweise im Beitrag Wärmepumpen-Auslegung: KfW 40 – Gebäudehülle vs. Technik bezüglich der unterschiedlichen Wege zum KfW 40 Standard.
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