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Nutzung alternativer Energieformen

Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung/Wärmepumpe

Hallo
Wir sind gerade in den Planungen für unseren Hausbau und wollen eine Wärmepumpe einbauen. Funktionieren soll dies alles durch kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Unser Haus hat ca. 200qm Wohnfläche mit Keller. Der Haustechniker hat uns diese Variante schmackhaft gemacht, da die Investition sehr günstig sein soll und zudem durch die kontrollierte Wohnungslüftung immer ein sauberer Luftaustausch im Haus stattfindet. Meine Fragen dazu sind. Reicht die LuftWärmepumpe mit Heizpatrone zum heizen aus oder steigen unsere Stromkosten ins Unermeßliche? Ist der Luftaustausch im Winter sinnlos, weil wir dann frieren oder gar die Heizung auf Hochtouren läuft? Sollten wir einen Pufferspeicher als Zusatzgerät mit einbauen? vielen Dank im voraus, wir sind keine Profis oder Experten und hören uns gern die Meinung anderer an

Name:

  • René
  1. Dringend abraten

    Hallo Rene,
    Heizen über die Lüftung ist ohnehin schon schwierig. Eine Wärmepumpe ist auf Vorlauftemperaturen von 30 Grad ausgelegt. Eine Lüftungsheizung benötigt mindestens 50 Grad aufwärts. Daher übernimmt die teuere und unökologische Elektroheizung die Hauptheizlast.
    Kaufen Sie sich eine vernünftige Heizung und wenn möglich eine kontrollierte Belüftung zum Energiesparen und für gute Luft im Winter.
    Nut freundlichem Gruß
    Ralf Kremer

  2. dito

    nebeneffekt: enorm hohe luftwechselraten, sehr hohe einblastemperatur,
    kompliziertes feuchtemanagement für bspw. ein kfw60-haus.
    nicht praktikabel.

  3. Hab ich was falsch verstanden?...

    ... von einer Lüftungsheizung war doch nicht die Rede, oder? Ich vermute mal eher AbluftWP? Und dann FBHA/HK`s?

  4. Hallo hab mich vielleicht falsch ausgedrückt. Es handelt ...

    Hallo
    hab mich vielleicht falsch ausgedrückt. Es handelt sich hier um eine Wärmepumpe die aus der Abluft die Energie für die Heizung und Warmwasser nimmt. Also Abluft-Wärmepumpe.
    Was bedeutet FBHA/HK`s? Sind die Energiekosten dafür sehr hoch?
    René

  5. Ha, hab ichs doch gewußt...:-)) ...

    ... also tippe ich dann auf NIBE/IVT. Tja, und dann beginnen die Glaubenskriege...:-)) Meine Auffassung dazu in Kurzform: eine WP allein kanns nicht sein, das Gesamtkonzept muß stimmen. Will sagen, ist das Haus schlecht gedämmt, reißt die WP es nicht raus, im Gegenteil. Ach ja: FBHA= Fußbodenheizung; HK= Heizkörper. Natürlich hat die WP bei niederen Temperaturen einen besseren Wirkungsgrad. Der Rest ist dann wieder ne Glaubensfrage...

  6. richtig getippt Rüdiger, wir haben ein Angebot von ...

    richtig getippt Rüdiger, wir haben ein Angebot von NIBE. Ich weiß, jeder verkauft sein Konzept als das beste... Hab auch schon ein Angebot von Stiebel Eltron - die raten natürlich von NIBE ab, die wäre zu schwach für das Haus...Also Fußbodenheizung und Heizkörper sind mit dabei. Also sollte das Haus gut gedämmt sein, dann könnte es mit der Wärmepumpe klappen, verstehe ich Dich da richtig? Bräuchte ich da noch irgendetwas zusätzlich (meine damit Pufferspeicher usw.)?

  7. Na gut, wahrscheinlich ...

    ... der 600er. Funktioniert,wenn, wie gesagt, das Haus gut gedämmt ist. Also komm da bloß nicht mit U-Werten von 0,4 oder so an....

  8. Trotzdem muss man abraten

    weil nur aus der Abluft Energie gezogen wird, d.H. 60-70% der benötigten Energie muss anders beschafft werden, also läuft der Heizstab. Ich bin ein Pro-WPler, aber wenn, dann mit Systemtrennung, eine WP für die Heizung, die eine externe Wärmequelle anzapft, eine gute Lüftung ggf. mit kleiner Ab-Zuluft-WP (zieht aus der Abluft die Wärme und führt diese dann der Zuluft direkt wieder zu).
    Die ombianlagen kann ich nur für Energiesparhäuser60/40 oder Passivhaus empfehlen, nicht aber fürs NEH.

  9. Muß man nicht...

    ... es ist eine ganz einfache Kosten/Nutzenrechnung. Natürlich kann man alles ideologisieren. Ich hab auch Verständnis fürs Passivhaus. Nur rechnen wird sich sowas nie. Wobei, um auf Deine hp zu kommen: der 315er ist zu klein, denn 400er vergessen wir lieber, weil wir keine Luftheizung wollen und die cp 320 haust Du am besten in die Tonne, wo sie hingehört (Leitungsnetz max 8 Meter, somit völlig unbrauchbar).

  10. Also wirklich

    wenn http://www.nibe.net/warmetechnik/produkter/fvp/F600b.htm
    Aber wer lesen kann ist klar im Vorteil:
    Elektrische Zusatzwärme
    FIGHTER 315Pund FIGHTER 600P werden
    standardmäßig mit Heizpatrone geliefert
    (13,5 KWA bzw. 9 kW). Somit kann – bei Bedarf
    – die Zusatz wärme den gesamten Wärmebedarf
    des Hauses decken.
    Damit das System wirtschaftlich so effektiv wie
    möglich arbeitet, sollten eventuelle Strom-Sondertarife
    berücksichtigt werden.
    Abhängig vom geltenden Tarif empfehlen wir,
    einen elektrisch erwärmten Pufferspeicher einzubinden.
    Während der Hochtarifzeit, beispielsweise
    werktags zwischen 6.00 – 22.00 Uhr,
    kann – falls Zusatzwärme gefordert wird –
    Energie dem Speicher entnommen werden.
    Das Wasser im Pufferspeicher wird dann
    er neut während der Niedertarifzeit erwärmt
    (22.00 – 6.00 Uhr).
    So ein Gerät als Wärmepumpe zu bezeichnen ist schon heftig. Naja, ist der Ruf erst ruiniert,....
    Wie war das, Sie haben die Nibevertretung Deutschland unter sich oder warum sind Sie so schaft drauf, dass das Produkt gut wegkommt :-)

  11. oder der Spruch ist gut

    vergl. http://www.nibe.com/pdf/039348-13.pdf
    Zusatzheizung mit
    Gasbrennwertkessel
    FIGHTER 315P, FIGHTER 410P und FIGHTER
    600P können mit Gasbrennwertkesseln kombiniert
    werden. Aus energetischer Sicht sollte
    man den Gasbrennwertkessel bei einer erforder
    lichen Heizleistung >6 KWA als Zusatzheizung
    bevorzugen. Die Leistung der gewählten
    Zusatz heizung sollte jedoch nicht größer als die
    maximal zugelassene Leist ung (13,5 kW) sein.
    Die Schornsteinausführung muss jeweils den
    ört lichen Bestimmungen entsprechen.
    Der Brennwertkessel führt dem Heizkreislauf
    tempe riertes Heizungswasser zu und wird vom
    Mikro prozessor des FIGHTERs gesteuert..
    Für was hab ich dann bitte die Wärmepumpe ?^
    Wer also mit Nibe glücklich werden will, soll bitte eine 6 KW Gasheizung zusätzlich einbauen

  12. sorry, falscher link

    http://www.nibeonline.com/pdf/039348-13.pdf
    das muss man sogar abschreiben :-) Komische Homepage ist das

  13. Sag mal, haste sie nicht mehr alle?...

    ... die kamen von Deiner eigenen hp!

  14. ich danke den Verfassern der Antworten für eure ...

    ich danke den Verfassern der Antworten für eure Mühen. Natürlich ist jeder von seinem Konzept überzeugt. Mich hat die Abluftwärmepumpe anfangs schon überzeugt, allerdings sind mir heuer Bedenken gekommen (umso öfter ich im Internet gestöbert habe) das ich Unmengen an Strom verbrauche dadurch. Leider ist unser Budget nicht so übermäßig, das wir uns eine Erdwärme - Wärmepumpe leisten können (der Kosten wegen) deswegen fand ich dieses Konzept ok, da es in der Anschaffung günstig ist. Ein Öl oder Gasheizung hab ich aber schon von vornherein ausgeschlossen.
    Vielleicht werde ich später nachrüsten und Kollektoren einbauen fürs Warmwasser und jetzt momentan erstmal mehr Geld in die Dämmung des Hauses stecken, damit die WP ihre Wirkung nicht verliert.

  15. Nur kurz zum Abschluß, um ...

    ... mal mit Zahlen zu operieren: wir haben nur ein stinknormales NEH, mit 145 qm DINA. Beheizung mit Fighter 315. Stromverbrauch (inkl. Lüftung) inkl. Warmwasser: 7656 KWA/h vom 06.10.04 bis 27.09.05. Von daher gesehen ist Ihre Entscheidung in die Anlage und mehr Dämmung genau die richtige.

  16. :-)

    that\'s all :-)

  17. Zum Schwedenhaus....

    Wenn die jährlichen 8000 Kilowattstunden den gesamten Stromverbrauch des Hauses abdecken, ist der Energieverbrauch OK.
    Falls Sie damit aber nur heizen und das Brauchwasser erwärmen, sind Sie kaum besser als der deutsche Durchschnitt (bei dem nur ein kleiner Teil in den letzten Jahren gebaut wurde).
    Mit freundlichem Gruß
    Ralf Kremer

  18. Aha, und welche herausragende...

    ... Qualifikation Ihrerseits unterstützt diese These?

  19. Keine herausragende Fähigkeiten...

    sondern einfaches Nachrechnen:
    Wenn sie 8000KW/h Strom benötigen, so werden im E-Werk hierfür rund 2400 Liter Öl oder eine entsprechende Menge Gas, Kohle usw. eingesetzt.
    400 Liter Heizöl benötigen Sie fürs Brauchwasser. Es verbleiben 2000 Liter. 2000 Liter auf 145 qm macht rund 14 Liter pro qm.
    Das ist kaum besser als eine Durchschnittshaus in Deutschland. Entsprechende Werte veröffentlicht jährlich die Heizungsablesefirma Techem.
    Mit freundlichem Gruß
    Ralf Kremer

  20. Hallo, ich habe mir gerade die verschiedenen Beiträge ...

    Hallo, ich habe mir gerade die verschiedenen Beiträge zum Thema Wärmepumpe durchgelesen. Ich interessiere mich für eine solche ,aber ich besitze ein altes Haus Baujahr 1970. Hat jemand Erfahrung im Sanierungsbereich?
    Wäre für Tipps echt dankbar!


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