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Kalkschutz für Rohrleitungen: Katalytische Verfahren im Vergleich

Kalkschutz für Rohrleitungen: Katalytische Verfahren im Vergleich
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Kalkschutz für Rohrleitungen: Katalytische Verfahren im Vergleich

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Erstellt mit KI: DeepSeek, 27.08.2026

Praxis-Betrachtung: Kalkschutz für Rohrleitungen

Kalkablagerungen in der Haustechnik sind kein irreversibles Schicksal, sondern eine planbare Herausforderung. Sobald weiße Ränder an Armaturen sichtbar werden oder der Warmwasserspeicher beim Aufheizen hörbar knackt, ist die Handlungszeit gekommen. Die Ursache liegt in den gelösten Härtebildnern, die bei Temperaturerhöhung oder Druckveränderung ausfallen und sich als feste Schicht an Innenflächen anlagern. Dieser Prozess betrifft nicht nur sichtbare Oberflächen, sondern reduziert den Querschnitt von Rohrleitungen und verschlechtert den Wärmeübergang an Heizstäben und Wärmetauschern. Für den Hausbesitzer stellt sich daher die Frage, welches Verfahren den Schutz der gesamten Installation langfristig und wirtschaftlich sicherstellt. Dieser Beitrag vergleicht die beiden zentralen Lösungsansätze – den klassischen Ionenaustausch und die katalytischen Verfahren – aus handwerklicher Perspektive und beleuchtet die entscheidenden Kriterien für die Praxis.

Praxis-Überblick: Was wird umgesetzt, Nutzen, Schwierigkeitsgrad

Der Kalkschutz für Rohrleitungen verfolgt das Ziel, die negativen Auswirkungen von Kalkablagerungen auf die gesamte Hausinstallation zu minimieren. Sie planen die Nachrüstung einer geeigneten Anlage, die entweder die Härtebildner chemisch entfernt oder deren Kristallisationsverhalten physikalisch beeinflusst. Der Nutzen zeigt sich in einer längeren Lebensdauer von Warmwassergeräten, einem stabileren Durchfluss in den Leitungen und einem reduzierten Reinigungsaufwand an Armaturen. Der Schwierigkeitsgrad der Umsetzung hängt stark vom gewählten System ab: Die Installation eines katalytischen Geräts ist vergleichsweise einfach, während ein Ionenaustauscher mehr Hydraulik, einen Abwasseranschluss und eine separate Aufstellfläche fordert. Wir betrachten die Planung, die Materialauswahl und die einzelnen Arbeitsschritte, damit Sie die richtige Entscheidung für Ihr Haus treffen und fachgerecht umsetzen lassen.

Übersicht der Verfahren für den Kalkschutz
Kriterium Ionenaustausch Katalytische Verfahren
Wirkprinzip: Ersetzt Calcium und Magnesium durch Natrium Verändert die Wasserzusammensetzung Beeinflusst die Kristallbildung
Wasserzusammensetzung: Bleibt erhalten oder wird verändert Wird verändert, Natriumgehalt steigt Bleibt vollständig erhalten
Betriebsmittel: Was wird für den Betrieb benötigt Regeneriersalz und Wasser für die Spülung Keine Zusätze, kein Strom, kein Salz
Wartungsaufwand: Regelmäßige Arbeiten Salz nachfüllen, Harz kontrollieren Gelegentliche Sichtprüfung, kein laufender Aufwand
Infrastruktur: Notwendige Anschlüsse Abwasseranschluss, Strom für die Steuerung Nur in die Rohrleitung einschleifen

Vorbereitung: Materialliste, Werkzeuge, Sicherheitshinweise

Bevor Sie mit der Installation beginnen, müssen Sie den Ist-Zustand Ihrer Installation genau erfassen. Prüfen Sie die vorhandene Wasserhärte anhand einer Wasseranalyse Ihres Versorgers oder eines Schnelltests. Messen Sie den verfügbaren Platz an der geplanten Einbaustelle und berücksichtigen Sie die Rohrdimensionen sowie den maximalen Volumenstrom Ihres Hauses. Entscheidend ist die Materialverträglichkeit: Bei verzinkten Stahlrohren, Kupferleitungen oder Kunststoffrohren können unterschiedliche Bedingungen herrschen. Für die Arbeit benötigen Sie die entsprechende Anlage, passende Rohrverbindungen, Absperrarmaturen, gegebenenfalls ein Bypass-Ventil sowie Dichtmaterial. Als Werkzeug setzen Sie Rohrschneider, Entgrater, Rohrzangen, einen Gas- oder Elektroschweißgerät für Kupfer ein, wenn Sie nicht mit Pressverbindern arbeiten. Beachten Sie strikt die Sicherheitshinweise: Unterbrechen Sie die Wasserzufuhr, sichern Sie die Baustelle gegen Austreten von Wasser und arbeiten Sie niemals an unter Druck stehenden Leitungen.

Schritt-für-Schritt: Nummerierte Schritte, Zeitbedarf

Die Umsetzung gliedert sich in mehrere Phasen, die Sie sorgfältig nacheinander abarbeiten. Die folgenden Schritte zeigen den Ablauf für beide Verfahren und heben die kritischen Punkte hervor. Planen Sie für einen Ionenaustauscher einen Zeitaufwand von vier bis sechs Stunden ein, während ein katalytisches System in etwa zwei bis drei Stunden installiert ist.

  1. Wasserhärte ermitteln: Bestimmen Sie die Gesamthärte des Wassers. Legen Sie anhand des Verbrauchswerts Ihres Haushalts die benötigte Kapazität der Anlage fest.
  2. Einbauort wählen: Montieren Sie die Anlage nach dem Wasserzähler und vor der ersten Abzweigung. Achten Sie auf ausreichende Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten und planen Sie einen Bypass ein, um die Anlage bei Bedarf überbrücken zu können.
  3. Hauptwasserabsperrung schließen: Unterbrechen Sie die Wasserversorgung und öffnen Sie einen Entnahmepunkt, um den Druck aus der Leitung zu nehmen.
  4. Rohrleitung vorbereiten: Schneiden Sie die Leitung an der markierten Stelle durch. Entgraten Sie die Schnittkanten sorgfältig, um Ablagerungen und Strömungsgeräusche zu vermeiden.
  5. Anlage einbinden: Montieren Sie die Anlage gemäß Herstellerangabe. Verwenden Sie bei Kupferrohren Pressverbinder oder löten Sie mit bleifreiem Lot. Bei verzinktem Stahl wählen Sie geeignete Gewindeverbindungen.
  6. Absperrarmaturen und Bypass installieren: Setzen Sie Kugelhähne vor und nach der Anlage sowie im Bypass. So können Sie die Anlage ohne Unterbrechung der Hauswasserversorgung demontieren.
  7. Hydraulik prüfen: Öffnen Sie langsam die Hauptabsperrung. Kontrollieren Sie alle Verbindungen auf Dichtheit und entlüften Sie die Leitung an einem entfernten Wasserhahn.
  8. Inbetriebnahme durchführen: Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers. Bei einem Ionenaustauscher spülen Sie das Harz und führen die erste Regeneration durch. Bei einem katalytischen System setzen Sie das Gerät direkt in Betrieb.

Qualitätskontrolle

Nach der Installation müssen Sie die Funktion der Anlage systematisch überprüfen. Messen Sie die Wasserhärte am Ausgang der Anlage mit einem Teststreifen und vergleichen Sie den Wert mit den Herstellervorgaben. Kontrollieren Sie bei einem Ionenaustauscher den Salzvorrat und den ordnungsgemäßen Ablauf der Regeneration. Bei einem katalytischen Verfahren prüfen Sie die ordnungsgemäße Montagerichtung und stellen Sie sicher, dass keine mechanischen Spannungen an den Verbindungen anliegen. Beobachten Sie über einige Wochen das Verhalten an Ihren Armaturen: Bilden sich weiterhin weiße Ränder, ist die Einstellung anzupassen oder die Anlage zu überprüfen. Dokumentieren Sie die Messwerte und den Zeitpunkt der Installation in Ihrem Hausordner.

Wartung & Troubleshooting

Der laufende Aufwand unterscheidet sich bei den Verfahren erheblich. Ein Ionenaustauscher benötigt regelmäßig Regeneriersalz, das Sie nachfüllen müssen. Kontrollieren Sie den Salzvorrat monatlich und reinigen Sie den Salzbehälter bei Bedarf. Das Harz selbst hat eine begrenzte Lebensdauer und sollte alle paar Jahre geprüft werden. Ein katalytisches System kommt ohne Verbrauchsmaterialien aus und benötigt lediglich eine gelegentliche Sichtprüfung auf Verschmutzung oder mechanische Beschädigung. Treten trotz Anlage weiterhin Ablagerungen auf, prüfen Sie die Einstellung des Härtebereichs und die korrekte Funktion des Bypasses. Bei ungewöhnlichen Geräuschen in der Leitung oder einem reduzierten Durchfluss müssen Sie die Anlage auf Verstopfung oder Ablagerungen im Inneren kontrollieren.

Häufige Probleme und Lösungen beim Kalkschutz
Problem Mögliche Ursache Lösungsansatz
Durchfluss reduziert: Wasser kommt nur noch spärlich aus dem Hahn Verschmutzte Siebe oder Partikel in der Armatur Strahlregler und Siebe reinigen, Anlage auf Ablagerungen prüfen
Salzverbrauch hoch: Regeneriersalz muss zu oft nachgefüllt werden Falsche Härtedarstellung eingestellt oder Harz erschöpft Härtegrad neu einstellen, Harz durch Fachbetrieb prüfen lassen
Keine Wirkung: Kalkflecken trotz Anlage sichtbar Bypass offen oder Anlage falsch dimensioniert Ventilstellung prüfen, Volumenstrom berechnen, Anlage ggf. größer wählen
Druckabfall: Druck an der Entnahmestelle spürbar geringer Zu hoher Druckverlust durch die Anlage oder Ablagerungen in der Leitung Druckmessung durchführen, Absperrarmaturen vollständig öffnen, Rohrleitungszustand prüfen
Geräusche in der Leitung: Strömungsgeräusche oder Knacken nach der Installation Letzte Luft im System oder lockere Verbindung Anlage entlüften und alle Verbindungen nachziehen

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Erstellt mit KI: Gemini, 27.08.2026

Praxis-Betrachtung: Katalytischer Kalkschutz im Vergleich zum Ionenaustausch

Kalkablagerungen stellen eine erhebliche Belastung für die Haustechnik dar und beeinträchtigen die Langlebigkeit sowie Effizienz von Rohrleitungen, Armaturen, Heizstäben und Wärmetauschern. Wenn gelöste Härtebildner im Wasser, insbesondere Calcium- und Magnesiumionen, erwärmt werden oder Druckänderungen erfahren, fallen sie aus und bilden hartnäckige Ablagerungen an den Innenflächen der Rohre und Geräte. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, haben sich verschiedene Verfahren etabliert, die jedoch grundlegend unterschiedliche Ansätze verfolgen. Dieser Ratgeber beleuchtet die Funktionsweise, den Aufwand und die Auswahlkriterien von zwei zentralen Technologien: dem Ionenaustausch und den katalytischen Verfahren, um eine fundierte Entscheidung für den Kalkschutz in Ihrem Haushalt zu ermöglichen.

1. Praxis-Überblick: Was wird umgesetzt, Nutzen, Schwierigkeitsgrad

Die Umsetzung eines Kalkschutzsystems zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen von Kalkablagerungen auf die Hausinstallation zu minimieren. Dies umfasst den Schutz von Warmwasserbereitern, Heizsystemen, Rohrleitungen und sanitären Armaturen. Der Hauptnutzen liegt in der Verlängerung der Lebensdauer der Komponenten, der Aufrechterhaltung der Effizienz von Heizsystemen durch reduzierte Wärmeübertragungshindernisse und der Vermeidung von Reparatur- oder Austauschkosten. Das katalytische Verfahren beeinflusst die Kristallstruktur des Kalks, sodass sich dieser schwerer an den Rohrinnenwänden festsetzt, während das Wasser in seiner Mineralstoffzusammensetzung unverändert bleibt. Im Gegensatz dazu verändert der Ionenaustausch die Wasserzusammensetzung, indem Härtebildner gegen Natriumionen getauscht werden, was eine vollständige Enthärtung bewirkt. Beide Systeme erfordern eine fachgerechte Installation, wobei die Komplexität und der laufende Aufwand variieren.

Der Schwierigkeitsgrad der Installation kann als mittel eingestuft werden und erfordert in der Regel die Expertise eines qualifizierten Installateurs. Insbesondere die korrekte Dimensionierung der Anlage, die Einbindung in bestehende Rohrleitungssysteme und die Berücksichtigung von Platzverhältnissen sind entscheidend für eine optimale Funktion. Die Auswahl des richtigen Verfahrens hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der lokalen Wasserhärte, dem durchschnittlichen Wasserverbrauch und dem Zustand der bestehenden Hausinstallation. Eine sorgfältige Planung und Beachtung der Materialverträglichkeit mit den vorhandenen Rohrwerkstoffen, wie Kupfer, verzinktem Stahl oder Kunststoff, ist unerlässlich, um Korrosion oder andere Schäden zu vermeiden. Der langfristige Nutzen überwiegt in der Regel die anfänglichen Investitions- und Installationskosten.

2. Vorbereitung: Materialliste, Werkzeuge, Sicherheitshinweise

Für die Vorbereitung der Installation eines Kalkschutzsystems, sei es ein Ionenaustauscher oder ein katalytisches System, ist eine sorgfältige Planung und die Beschaffung der notwendigen Materialien und Werkzeuge unerlässlich. Die genaue Materialliste hängt vom gewählten System ab. Für Ionenaustauscher benötigen Sie das Gerät selbst, Regeneriersalz und gegebenenfalls einen zusätzlichen Anschluss für das Abwasser zur Regeneration. Katalytische Systeme sind oft kompakter und benötigen lediglich das Gerät und geeignete Anschlussstücke. Unabhängig vom System sind Absperrventile vor und nach der Anlage für Wartungsarbeiten zwingend erforderlich, um den Wasserfluss bei Bedarf stoppen zu können. Eine sorgfältige Prüfung der Materialverträglichkeit mit Ihren bestehenden Rohrleitungen ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, um Langzeitschäden zu vermeiden.

Die benötigten Werkzeuge umfassen typischerweise ein Sortiment an Rohrschneidern, Gewindeschneidern, Schraubenschlüsseln, Teflonband oder Dichtmittel für Gewindeverbindungen sowie gegebenenfalls Werkzeuge zum Pressen oder Löten von Rohren, je nach verwendetem Rohrmaterial. Eine Wasserwaage und ein Maßband sind für die präzise Positionierung der Anlage hilfreich. Sicherheitshinweise sind von höchster Bedeutung: Stellen Sie sicher, dass die Wasserzufuhr vor Beginn der Arbeiten vollständig abgestellt ist und der Druck abgelassen wurde. Verwenden Sie immer geeignete persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrillen und Handschuhe, um sich vor Verletzungen oder dem Kontakt mit Wasser zu schützen. Bei Arbeiten an elektrischen Komponenten, falls das System eine Stromversorgung benötigt, ist besondere Vorsicht geboten und gegebenenfalls ein Elektriker hinzuzuziehen.

Materialliste und Werkzeuge

Übersicht: Materialien und Werkzeuge
Kategorie Benötigte Artikel Hinweis zur Verwendung
Hauptkomponente: Kalkschutzsystem Ionenaustauscher ODER Katalytisches System Auswahl basierend auf Wasserhärte und Bedarf
Anschlusstechnik Absperrventile (min. 2 Stück) Zum Isolieren der Anlage für Wartungsarbeiten
Rohrverschraubungen, Übergangsstücke Passend zu Ihrem bestehenden Rohrsystem (Kupfer, Kunststoff, etc.)
Teflonband oder Dichtmittel Für dichte Gewindeverbindungen
Verbrauchsmaterialien (Ionenaustauscher) Regeneriersalz (Spezialsalz) Für die Regeneration des Ionenaustauschers
Werkzeuge Rohrschneider, Säge Zum Ablängen von Rohren
Schraubenschlüssel, Rohrzange Zum Anziehen von Verschraubungen
Wasserwaage Für exakte Ausrichtung
Sicherheit Schutzbrille, Handschuhe Zum Schutz bei Arbeiten

3. Schritt-für-Schritt: Installation und Inbetriebnahme

Die Installation eines Kalkschutzsystems beginnt mit der sorgfältigen Planung des Montageorts. Dieser sollte gut zugänglich sein, um spätere Wartungsarbeiten zu erleichtern, und idealerweise in der Nähe des Hautwasseranschlusses platziert werden. Zuerst wird der Hauptwasserzulauf zum gewünschten Installationsbereich abgesperrt, und das restliche Wasser im System wird abgelassen. Anschließend werden die entsprechenden Rohrabschnitte aufgeschnitten, um Platz für die Installation der Absperrventile und des Kalkschutzgeräts zu schaffen. Die korrekte Anbringung der Absperrventile vor und nach dem Hauptgerät ist entscheidend, um bei Bedarf den Wasserfluss unterbrechen zu können, ohne die gesamte Wasserversorgung des Hauses abstellen zu müssen.

Nach der Montage der Absperrventile wird das eigentliche Kalkschutzgerät gemäß den Herstelleranweisungen angeschlossen. Hierbei ist besonders auf die richtige Flussrichtung des Wassers zu achten, die meist auf dem Gerät markiert ist. Die Verbindungen müssen sorgfältig gedichtet werden, um Undichtigkeiten zu vermeiden, die zu Wasserschäden führen könnten. Nach Abschluss aller mechanischen Verbindungen wird der Wasserzulauf langsam wieder geöffnet und das System auf Dichtheit geprüft. Bei Ionenaustauschern muss im Anschluss eine erste Regeneration durchgeführt werden, um das System für den Betrieb vorzubereiten und die volle Kapazität zu gewährleisten. Bei katalytischen Systemen ist nach der Spülung oft keine spezielle Inbetriebnahme erforderlich, und das System kann sofort genutzt werden.

Installationsschritte (Beispielhaft für ein Inline-System)
  1. Wasserzufuhr absperren: Drehen Sie den Hauptwasserhahn zu und öffnen Sie einen tiefgelegenen Wasserhahn, um das System zu entleeren.
  2. Rohrleitung vorbereiten: Ermitteln Sie den idealen Installationsort und markieren Sie die zu schneidenden Stellen an der Rohrleitung.
  3. Absperrventile montieren: Schneiden Sie die Rohrleitung und installieren Sie die beiden Absperrventile mit geeigneten Verbindungsstücken.
  4. Kalkschutzgerät installieren: Befestigen Sie das Kalkschutzgerät zwischen den Absperrventilen. Achten Sie auf die korrekte Flussrichtung gemäß Herstellerangaben.
  5. Verbindungen abdichten: Dichten Sie alle Gewindeverbindungen sorgfältig mit Teflonband oder geeignetem Dichtmittel ab.
  6. Funktionsprüfung: Öffnen Sie langsam die Wasserzufuhr und prüfen Sie alle Verbindungen auf Dichtheit.
  7. Inbetriebnahme (Ionenaustauscher): Führen Sie die erste Regeneration gemäß Herstelleranleitung durch.
  8. System spülen: Lassen Sie das Wasser für einige Minuten durchlaufen, um eventuelle Rückstände auszuspülen.

4. Qualitätskontrolle

Nach der erfolgreichen Installation und Inbetriebnahme ist eine gründliche Qualitätskontrolle unerlässlich, um sicherzustellen, dass das Kalkschutzsystem ordnungsgemäß funktioniert und keine Probleme auftreten. Zuerst ist die Dichtheit aller Verbindungen zu überprüfen. Achten Sie auf kleinste Tropfen oder Feuchtigkeit an den Verschraubungen und ziehen Sie diese gegebenenfalls vorsichtig nach. Überprüfen Sie den Wasserdruck im System nach der Installation, um sicherzustellen, dass keine signifikanten Druckverluste durch das Gerät oder die Installation entstanden sind, was auf eine Fehlfunktion oder eine falsche Dimensionierung hindeuten könnte. Bei Ionenaustauschern ist es ratsam, nach einer gewissen Betriebszeit eine Wasserprobe zu entnehmen und die Restwasserhärte zu messen, um die Effektivität der Enthärtung zu verifizieren und den Zeitpunkt für die nächste Regeneration zu ermitteln.

Bei katalytischen Systemen ist die visuelle Inspektion der Armaturen und Heizstäbe nach einigen Wochen Betriebsdauer auf Anzeichen von neuem Kalkansatz ein guter Indikator für die Wirksamkeit. Achten Sie auch auf Veränderungen im Geräuschverhalten von Warmwasserbereitern oder Heizungsanlagen. Die Dokumentation der Installationsdaten, wie Datum der Installation und Herstellerangaben zum Gerät, sollte aufbewahrt werden. Regelmäßige Sichtprüfungen auf Leckagen oder ungewöhnliche Geräusche sind Teil der laufenden Qualitätskontrolle. Eine proaktive Überwachung hilft, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und größere Schäden zu vermeiden.

5. Wartung & Troubleshooting

Die Wartung von Kalkschutzsystemen variiert je nach Typ. Ionenaustauscher erfordern regelmäßige Nachfüllungen von Regeneriersalz, dessen Frequenz vom Wasserverbrauch und der Wasserhärte abhängt. Die Regeneration des Ionenaustauscherharzes erfolgt meist automatisch, kann aber auch manuell ausgelöst werden. Es empfiehlt sich, das Harzbett einmal jährlich zu überprüfen und gegebenenfalls zu reinigen oder auszutauschen, was jedoch eine fachmännische Durchführung erfordert. Katalytische Systeme sind wartungsärmer und erfordern in der Regel keine Verbrauchsmaterialien wie Salz. Hier steht die gelegentliche Sichtprüfung auf äußere Beschädigungen oder Ablagerungen im Fokus. Die Hersteller empfehlen oft eine Inspektion alle paar Jahre durch einen Fachbetrieb.

Bei Problemen mit dem Kalkschutzsystem können verschiedene Ursachen vorliegen. Wenn trotz Installation weiterhin Kalkablagerungen auftreten, kann dies auf eine fehlerhafte Dimensionierung, eine falsche Installation, eine erschöpfte Kapazität des Ionenaustauscherharzes oder eine ineffektive katalytische Wirkung hindeuten. Wasserdruckabfälle können auf Verstopfungen im Gerät oder in den Leitungen hinweisen. Leckagen sind meist auf lose Verbindungen oder beschädigte Dichtungen zurückzuführen. Bei Ionenaustauschern kann eine ineffektive Regeneration die Ursache für eine unzureichende Enthärtung sein. Bei katalytischen Systemen können Verunreinigungen die katalytische Oberfläche beeinträchtigen. In solchen Fällen ist es ratsam, den Hersteller zu kontaktieren oder einen qualifizierten Fachmann hinzuziehen, um die Ursache zu ermitteln und das Problem zu beheben. Eine regelmäßige Wartung minimiert das Risiko von Störungen.

Wartungsplan und Troubleshooting
Phase Aktivität Ionenaustauscher Katalytisches System Hinweise
Regelmäßig (Monatlich) Sichtprüfung Prüfen auf Leckagen, Kontrolle des Salzstandes (falls sichtbar) Prüfen auf Leckagen Wichtig für frühzeitige Schadenserkennung
Funktionstest (bei Bedarf) Überprüfung der Wasserhärte nach Regeneration Überprüfung der Wasserqualität (falls möglich) Nur bei sichtbaren Problemen
Jährlich Wartung Überprüfung des Harzes, Kontrolle der Ventile und der Steuerung Sichtprüfung der äußeren Komponenten Ggf. durch Fachbetrieb
Reinigung (bei Bedarf) Reinigung von Salzbehälter und Solebehälter Reinigung der äußeren Anschlüsse Herstellerangaben beachten
Bei Problemen Wasserdruckabfall Kontrolle der Leitungen und des Gerätes auf Verstopfungen Kontrolle der Leitungen und des Gerätes auf Verstopfungen Kann auf Fehler im System hindeuten
Keine Wasserenthärtung (Ionenaustauscher) Überprüfung der Regeneration, evtl. Harz defekt, Salzmangel - Fachmann hinzuziehen
Anhaltende Ablagerungen (Katalytisch) - Überprüfung der korrekten Installation, evtl. Einheit defekt Fachmann hinzuziehen

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