DIY & Eigenbau: Hauskauf: Warum ein Makler unverzichtbar ist

Haus kaufen: Warum ein Makler so wichtig ist

Haus kaufen: Warum ein Makler so wichtig ist
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Haus kaufen: Warum ein Makler so wichtig ist

📝 Fachkommentare zum Thema "DIY & Selbermachen"

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Erstellt mit DeepSeek, 09.05.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Immobilienkauf: So prüfst du dein Eigenheim als erfahrener Heimwerker

Der Artikel betont die Bedeutung eines Maklers beim Hauskauf – aber was passiert danach? Für Heimwerker wird der Kauf einer Bestandsimmobilie oft zur Herzensangelegenheit, denn sie sehen das Potenzial in alten Mauern. Ich zeige dir, wie du als Selbermacher mit Sicherheitsbewusstsein deine zukünftigen vier Wände vor dem Kauf selbst checken kannst, damit aus dem Traum vom Eigenheim kein finanzieller Albtraum wird. Hier geht es nicht um Sanierung, sondern um die kluge, eigenverantwortliche Vorprüfung – denn wer die Baustelle kennt, kann besser verhandeln und sicher planen.

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise vorab

Bevor du zur Tat schreitest: Die folgenden Arbeiten dienen der Erstinspektion. Du trägst die Verantwortung für deine Sicherheit. Bei jedem Schadensverdacht oder bei Baujahren vor 1993 (Asbestverdacht) sofort die Arbeiten abbrechen und einen Bausachverständigen oder Fachbetrieb holen. Trage bei allen Besichtigungen geschlossene Schuhe, Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille, besonders wenn du in Kellern, Dachböden oder Kriechkellern unterwegs bist.

Kann ich das selbst? Ehrliche Einschätzung mit Risiko-Bewertung

Als Heimwerker kannst du viele Punkte der Zustandsprüfung selbst durchführen – und damit dem Makler und Gutachter gezielte Fragen stellen. Die folgende Tabelle zeigt, was du realistisch selbst prüfen kannst und ab wann die Fachleute ran müssen.

DIY-Übersicht: Zustandskontrolle vor dem Hauskauf

Ehrliche Risikobewertung für Selbermacher
Aufgabe (Prüfung) Schwierigkeit für Heimwerker Risiko ⚠️ Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Zeitaufwand Fachmann zwingend?
Dachbodenbegehung: Spuren von Feuchtigkeit, Schimmel, Ungeziefer, Dämmzustand prüfen Anfänger Mittel (Rutschgefahr, Staubbelastung) Schutzhandschuhe, FFP2-Maske, feste Schuhe, Taschenlampe 30–60 Minuten Nein, aber bei Schimmel oder Asbest (Bauj. vor 1993) Fachfirma
Kellercheck: Feuchtigkeitsflecken, Salpeter, Risse im Mauerwerk, Schimmel Anfänger Mittel (Schimmelsporen, Stolperfallen) Handschuhe, FFP2-Maske, Schutzbrille, Gummistiefel 20–40 Minuten Nein, aber bei Feuchtigkeit im Keller: Fachgutachter
Fassadeninspektion: Risse, abblätternder Putz, hohle Stellen (Klopftest) Anfänger Gering (Leiterarbeit bei Dach) Schutzbrille, feste Schuhe, Arbeitshandschuhe 30 Minuten Nein, bei Höhen über 3 m Leiterarbeit nur mit zweiter Person
Fenster- und Türencheck: Undichtigkeiten, Spaltmaße, Beschläge, Holzschäden Anfänger Gering Keine 15 Minuten pro Fenster/Tür Nein
Heizungs- und Warmwassersystem: Alter des Kessels prüfen (Typenschild), Druck, Leitungen sichtbar prüfen Fortgeschritten Hoch (Wassereinbruch, Verbrennungsgefahr) Schutzhandschuhe (bei heißen Teilen), feste Schuhe 20 Minuten Zwingend: Gas-/Ölheizung, Wartung, Abgasprüfung durch Schornsteinfeger
Elektroinstallation: Sichtprüfung Verteilerkasten, Sicherungsautomaten, FI-Schutzschalter, lose Kabel Fortgeschritten Sehr hoch (Stromschlag) Isolierte Handschuhe (geprüft), Schutzbrille, spannungsfreier Bereich 30 Minuten Zwingend: Messung, Prüfung und Abnahme durch Elektrofachkraft
Rohre und Wasserleitungen: Sichtprüfung (Korrosion, Undichtigkeiten, Wasserhähne laufen lassen) Anfänger Mittel (Wasserschaden bei Leck) Handschuhe, Gummistiefel bei Wasseransammlung 15 Minuten pro Raum Nein (außer bei starken Korrosionen oder alten Bleirohren: Fachmann)
Schadstoff-Check (Eigenuntersuchung): Rote Flecken (Asbestverdacht), mineralische Fasern freigelegt? Experte (Erfahrung nötig) Hoch (Asbest, KMF, PCB) FFP3-Maske, Schutzbrille, abgedichtete Kleidung, keine Staubaufwirbelung 10 Minuten (nur Sichtprüfung) Zwingend bei Verdacht: Probennahme und Analyse durch Fachlabor

Werkzeug, Material und persönliche Schutzausrüstung

Mindestausstattung

Werkzeug: Taschenlampe (stark, mit flexiblem Kopf), stabiler Schraubendreher zum Abklopfen, Zollstock, Handy-Kamera (für Dokumentation), Gummihammer (für Klopftest an Fliesen).

Persönliche Sicherheit: Feste, geschlossene Schuhe (keine Turnschuhe!), Arbeitshandschuhe (Schnittschutz L2), Schutzbrille, FFP2-Maske (bei Staub), FFP3-Maske (bei Verdacht auf Asbest oder Mineralfasern).

Komfort: Knieschoner (für Kellerboden), Stirnlampe (für Dachboden), Einweg-Overall (bei stark verschmutzten Bereichen), pH-indikator-Streifen (Wasserqualität prüfen), Feuchtigkeitsmessgerät (nicht nötig, aber hilfreich).

Schritt für Schritt: So gehst du sicher vor

Vorbereitung vor Ort

Kommuniziere dem Makler oder Verkäufer klar, dass du eine eigenverantwortliche Zustandsprüfung durchführen möchtest. Frage nach, ob du in Keller, Dachboden und Schuppen darfst. Wichtig: Halte die Anweisungen des Verkäufers ein – du bist Gast in dieser Immobilie. Nimm dir Zeit: Plane mindestens 1,5 Stunden für eine gründliche Begehung ein.

Die Innenprüfung

1. Dachgeschoss: Untersuche die Dachsparren auf dunkle Verfärbungen (Feuchte). Achte auf Holzschäden durch Hausschwamm oder Käferbefall (kleine Löcher im Holz, feines Bohrmehl). Prüfe die Dämmung: Ist sie gleichmäßig verlegt? Riecht es muffig? Warnung: Betritt nicht Bereiche ohne Trittsicherheit (Lockere Bretter) – Lebensgefahr durch Absturz!

2. Keller: Suche nach weißen Ausblühungen (Salpeter) oder modrigem Geruch. Klopfe mit dem Hammer an die Wände – ein hohles Geräusch deutet auf Feuchteschäden oder Putzablösung hin. ACHTUNG: Wenn Wasser auf dem Boden steht, betritt den Bereich nicht barfuß (Infektionsgefahr) und informiere den Verkäufer sofort.

3. Fenster und Türen: Öffne und schließe jedes Fenster vollständig. Spüre kalte Zugluft bei geschlossenen Fenstern – das zeigt undichte Dichtungen. Prüfe die Holzrahmen auf morsche Stellen (mit Schraubendreher vorsichtig einstechen).

Die Außenprüfung

Gehe um das Haus herum und suche nach Rissen im Putz, abgewitterten Fugen am Sockel oder unebenen Steinplatten. Klopftest: Klopfe mit dem Gummihammer auf den Putz – ein dumpfer Klang deutet auf Hohlstellen (Putztaschen) hin. Übersehe nicht die Regenfallrohre: Sind sie fest montiert? Keine Pfützen am Fallrohr?

Die Installationen (Sicherheitscheck)

Elektrik: Öffne den Verteilerkasten nicht, wenn du keine Fachkenntnis hast. Suche stattdessen nach Zeichen von Überlastung: Verfärbungen, Schmorstellen, oder viele Verlängerungskabel in einer Steckdose. ⚠️ GEFAHR: Berühre keine blanken Kabel! Wenn der FI-Schutzschalter fehlt oder ausgelöst ist, lass das bitte vom Elektriker prüfen.

Heizung: Lies das Typenschild ab (Baujahr, Hersteller). Alte Ölheizungen (vor 1995) sind oft ineffizient. Prüfe auf sichtbare Ölspuren oder Rost am Kessel. Warnung: Riechst du Gas? Sofort das Haus verlassen, Fenster öffnen, Notruf wählen (112) – Explosionsgefahr!

Wasser: Drehe alle Wasserhähne auf (kalt und warm) – wie lange braucht das heiße Wasser? Prüfe auf bräunliches Wasser (Eisenrohrkorrosion) oder tropfende Armaturen. Achtung: Bleirohre erkennen an der matten, grauen Oberfläche und der Weichheit (mit Magnet prüfen – Blei ist nicht magnetisch). 🛑 STOPP: Bei Bleirohren sofort abbrechen und Fachmann für Trinkwasser-Untersuchung holen – Gesundheitsrisiko!

🛑 Absolute Tabu-Zonen: Was du NIEMALS selbst machen darfst

  • Asbesthaltige Bauteile berühren: Kommt dir etwas locker, staubig oder "faserig" vor (insb. Heizungsverkleidungen, Dämmungen, alte Bodenbeläge vor 1993)? Nichts anfassen, nichts abklopfen! Fenster zu, Raum verlassen, Fachfirma rufen.
  • Gasleitung öffnen oder prüfen: Auch nicht riechen – Gasgeruch ist ein Notfall! Sofort alle Geräte ausschalten, Lüften und Fachmann (Schornsteinfeger/Gas-Installateur) verständigen.
  • Statik prüfen (Eingriffe): Keine Wände durchbohren, an Decken hängen oder Kellerregale einbauen, die an die Wand geschraubt werden. Statik ist Facharbeit. Vermutungen über tragende Wände bitte dem Architekten oder Statiker überlassen.
  • Schornstein oder Abgasanlage betreten: Hier gibt es Kohlenmonoxid-Risiko und Einsturzgefahr. Nicht selbst inspizieren.

Typische Heimwerker-Fehler und Gefahren – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Blindes Vertrauen auf den Makler – viele Makler betonen die Vorteile, verschweigen aber Mängel. Lösung: Prüfe selbst und notiere jeden Schaden mit Fotos. Fehler 2: Unzureichende PSA – Ohne Maske im Dachboden inhalierst du jahrealten Staub (ggf. Schimmelsporen, Nagetierkot). Lösung: Trage immer eine FFP2-Maske und geschlossene Kleidung. Fehler 3: Nicht auf den Boden schauen – lose Bretter, offene Kellerschächte. Lösung: Taschenlampe immer nutzen, besonders in dunklen Ecken. Fehler 4: Wasser und elektrische Leitungen nicht getrennt prüfen – du könntest versehentlich eine Steckdose berühren während du Wasser prüfst. Lösung: Vor Wasserarbeiten (z.B. Wasserhähne) sicherstellen, dass keine Kabel in der Nähe sind oder dass die Feuchtigkeit nicht in Verteilerkästen gelangt.

Versicherung, Gewährleistung und rechtliche Folgen der Eigenleistung

Wichtig: Bist du noch nicht Eigentümer? Während einer Besichtigung bist du für Schäden, die du verursachst, haftbar (z.B. Beschädigung eines Fensters oder eines Rohres). Empfehlung: Frage vorab, ob der Makler eine Privathaftpflichtversicherung hat, die Schäden durch Besichtigungen abdeckt – ansonsten kommst du für Reparaturen auf. Solltest du später das Haus kaufen: Eigenleistungen bei der Sanierung können die Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Vorbesitzer oder Handwerkern beeinträchtigen. Wenn du selbst an der Substanz arbeitest (z.B. eine Wand aufstemmst), übernimmst du die Verantwortung für diesen Bereich. Nach dem Kauf kann eine nicht fachgerechte Eigenleistung zu Problemen mit der Wohngebäudeversicherung führen – melde größere Umbauten immer an (besonders Heizung und Dach).

Wann du sofort aufhören und den Fachmann holen musst

• Du findest deutliche Anzeichen von Schimmel (großflächig, oder mit muffigem Geruch verbunden).
• Du riechst Gas oder bemerkst Ölgeruch im Heizungskeller.
• Du entdeckst staubige, faserige Materialien, die bröselig sind (Asbestverdacht).
• Der Fußboden im Dachgeschoss schwankt oder fühlt sich instabil an.
• Du siehst offene, blanke Stromkabel (NICHT berühren!).
• Es gibt einen Wasserschaden im Keller (stehendes Wasser) oder starke Feuchtigkeit an der Hauswand.
• Du findest Risse, die durch das Mauerwerk gehen (statisch bedenklich).

In all diesen Fällen: Dokumentiere mit Fotos, verlasse den Bereich und informiere den Makler schriftlich. Buche dann einen unabhängigen Bausachverständigen für eine professionelle Begutachtung – das kostet etwa 400–800 Euro, kann dich aber vor einem Fehlkauf in Höhe von Zehntausenden bewahren.

Realistisch sparen: Was bringt die Eigenleistung wirklich – und wo es teuer wird

Ein Makler kostet in Deutschland in der Regel 3,57 bis 7,14% des Kaufpreises (je nach Bundesland, oft als Käuferprovision). Durch deine eigene vorab-Zustandsprünge kannst du bei der Kaufpreisverhandlung deutliche Preisabschläge erzielen: Ein mangelhafter Keller kann den Preis um 5–10% drücken. Du sparst also nicht direkt auf die Maklerkosten, sondern erkennst Instandhaltungsrückstände, die du später selbst beheben könntest. Sei realistisch: Eine neue Heizung kostet 8.000–15.000 Euro – das ist nicht selbst gemacht. Deine Eigenleistung (Streichen, Tapezieren, Laminat verlegen) kann 20–30% des Handwerkerpreises einsparen, aber wenn du dich bei der Zustandsprüfung vertust (z.B. über Feuchteschäden im Keller hinweggehst), wird die Sanierung schnell existenziell teuer.

Praktische Handlungsempfehlungen für dein sicheres DIY-Projekt

  1. Checkliste mitnehmen: Drucke dir die obige Tabelle aus und hak Punkte ab. Mach bei jeder Besichtigung Fotos.
  2. Zweite Person einplanen: Besonders bei Dachboden-Begehungen oder Kelleruntersuchungen. Sie kann helfen, künstliche Licht zu positionieren und im Notfall Erste Hilfe leisten.
  3. Grenzen erkennen: Deine Aufgabe ist die Erstprüfung – nicht die Behebung von Mängeln. Vertraue deinem Bauchgefühl: Wenn etwas unsicher wirkt, rufe den Fachmann.
  4. Makler gezielt nutzen: Stelle konkrete Fragen, die du bei deiner Prüfung gefunden hast: "Warum ist die Dämmung im Dachboden ungleichmäßig? Gibt es einen Schimmelbefall in der Vergangenheit?".
  5. Vor dem Kauf: Auch wenn du selbst geprüft hast: Investiere 400–800 Euro für ein unabhängiges Energieberatungsprotokoll oder Bausubstanzgutachten. Das ist günstiger als ein teurer Sanierungsbedarf.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Die folgenden Fragen dienen als Ausgangspunkt für deine eigenständige Vertiefung. Die Verantwortung für die eigenständige Verifikation aller Informationen liegt bei dir.

Erstellt mit Gemini, 09.05.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Hauskauf: Ihr DIY-Projekt zur Selbstnutzung – Was Sie sicher selbst machen können

Der Kauf eines Hauses ist oft das größte Investitionsprojekt im Leben, und auch wenn ein erfahrener Makler hier eine zentrale Rolle spielt, um den Prozess zu begleiten, betrachten wir ihn hier als Ihr persönliches 'DIY-Projekt zur Selbstnutzung'. Wir bauen eine Brücke zwischen der professionellen Begleitung durch den Makler und der Eigeninitiative, die jeder Bauherr oder Renovierer mitbringt. Denn auch wenn Sie nicht jedes Detail selbst handwerklich umsetzen, ist fundiertes Wissen über mögliche Eigenleistungen, Sicherheitsrisiken und die Abgrenzung zum Fachmann entscheidend. Sie gewinnen dadurch an Sicherheit bei der Entscheidungsfindung, können Potenziale für Eigenleistung besser einschätzen und vermeiden kostspielige Fehler, die nicht nur finanziell, sondern auch sicherheitstechnisch ins Auge gehen können.

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise vorab

Bevor Sie sich überhaupt mit dem Gedanken tragen, ein Haus zu kaufen und sich vorstellen, dort handwerklich tätig zu werden, müssen wir eines ganz klar betonen: Sicherheit hat IMMER absolute Priorität. Jedes Heimwerker-Projekt birgt Risiken, besonders wenn es um Immobilien geht. Wir sprechen hier nicht von einem kleinen Möbelstück, sondern von einem Lebensraum, in dem Sie und Ihre Familie leben werden. Falsche Entscheidungen oder unsachgemäße Ausführungen können gravierende Folgen für Ihre Gesundheit, die Bausubstanz und sogar Ihre finanzielle Stabilität haben. Dieser Leitfaden soll Sie ermutigen, aber niemals zu übermütigen Handlungen verleiten. Im Zweifelsfall gilt: Lieber einmal zu viel den Fachmann fragen, als einmal zu wenig.

Kann ich das selbst? Ehrliche Einschätzung mit Risiko-Bewertung

Die Frage "Kann ich das selbst – sicher und sinnvoll?" ist das Herzstück jedes DIY-Projekts. Beim Hauskauf stellt sich diese Frage zunächst auf einer anderen Ebene: Welche Arbeiten können und dürfen Sie nach dem Kauf selbst ausführen? Hier ist eine ehrliche Selbsteinschätzung unerlässlich. Haben Sie handwerkliches Geschick? Sind Sie bereit, Zeit und Mühe zu investieren? Und vor allem: Sind Sie sich der potenziellen Gefahren bewusst und bereit, die notwendigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen? Wir betrachten hier primär die Renovierungs- und Umbauarbeiten, die nach dem Erwerb anstehen könnten. Die Auswahl und Prüfung der Immobilie selbst überlassen wir, im Sinne des Pressetextes, dem professionellen Makler.

DIY-Übersicht: Was Heimwerker sicher schaffen

Nicht jede Aufgabe im oder am Haus erfordert die Hand eines Profis. Viele klassische Renovierungsarbeiten sind durchaus im Bereich des Machbaren für engagierte Heimwerker. Dabei ist es wichtig, die eigene Erfahrung realistisch einzuschätzen und die Komplexität der Aufgabe zu berücksichtigen. Oberflächenarbeiten wie Streichen und Tapezieren sind meist unproblematisch. Auch das Verlegen von Bodenbelägen wie Laminat oder Vinyl kann gut in Eigenleistung erbracht werden, sofern eine ebene Unterfläche vorhanden ist. Kleine Reparaturen an Möbeln oder das Montieren von Regalen fallen ebenfalls in diesen Bereich. Bei größeren Projekten, insbesondere im Bereich der Elektrik oder Sanitärinstallation, steigen die Risiken rapide an.

Übersicht: Machbarkeit, Risiken und Anforderungen bei Heimwerker-Projekten im Haus
Aufgabe Schwierigkeit (Skala 1-5) Risiko (Körperlich/Sach-) Notwendige PSA Realisierbarer Zeitaufwand (Heimwerker) Fachmann zwingend?
Oberflächen renovieren (Streichen, Tapezieren) 1-2 Gering (Farbspritzer, leichte Schnittverletzungen) Schutzbrille, Handschuhe, ggf. Atemschutz bei alten Anstrichen Je nach Fläche und Aufwand Nein, aber Profi für makelloses Finish
Laminat/Vinyl verlegen 2-3 Gering (Schnittverletzungen beim Zuschneiden) Schutzbrille, Handschuhe, ggf. Gehörschutz bei Sägearbeiten 1-3 Tage pro Raum Nein, wichtig ist ebener Untergrund
Montage von Möbeln/Regalen 1-2 Gering (Schraubensicherung, leichte Quetschungen) Handschuhe, ggf. Schutzbrille Wenige Stunden Nein
Kleine Reparaturen an Sanitär (z.B. Dichtung tauschen) 3-4 Mittel (Wasserschaden, Verbrühungen bei heißem Wasser) Handschuhe, Schutzbrille, ggf. Sicherheitsschuhe Wenige Stunden Ja, wenn Druckbereich oder komplexe Installation
Austausch einer Lampe/Steckdose (unter Spannungsausfall!) 3-4 Hoch (Stromschlag!) Schutzbrille, isolierende Handschuhe, Sicherheitsschuhe Wenige Stunden Ja, bei Unsicherheit oder komplexen Installationen
Wanddurchbruch (nicht tragend) 4-5 Sehr Hoch (Statikschäden, Verletzungen durch herabfallende Teile) Schutzbrille, Atemschutz (FFP3), Gehörschutz, Helm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe Mehrere Tage JA, IMMER! Ohne Fachmann Lebensgefährlich!

Werkzeug, Material und persönliche Schutzausrüstung

Für jedes erfolgreiche DIY-Projekt ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Beginnen wir mit der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), denn diese ist nicht verhandelbar! Eine gute Schutzbrille schützt Ihre Augen vor Splittern und Staub, passende Handschuhe vor Schnitten und Chemikalien, und ein Atemschutz (mindestens FFP2, besser FFP3 bei Staub oder Gefahrstoffen) schützt Ihre Lunge. Bei Arbeiten, die Lärm verursachen, ist Gehörschutz unerlässlich. Sicherheitsschuhe bieten Schutz vor herabfallenden Gegenständen. Für Arbeiten in der Höhe sind Helm und bei Bedarf ein Auffanggurt Pflicht. Beim Werkzeug sollten Sie nicht am falschen Ende sparen. Eine solide Grundausstattung beinhaltet Schraubendreher-Sets, Zangen, einen Hammer, Maßband, Wasserwaage, Cuttermesser und ggf. einen Akkuschrauber. Für spezifischere Arbeiten wie das Zuschneiden von Böden ist eine Stichsäge oder Kreissäge sinnvoll. Informieren Sie sich immer genau, welches Werkzeug für die jeweilige Aufgabe benötigt wird, und ob Sie es mieten oder kaufen möchten. Qualitativ hochwertiges Material ist ebenfalls ein Muss für Langlebigkeit und Sicherheit.

Schritt für Schritt: So gehst du sicher vor

Ein strukturierter Ablauf ist der Schlüssel zum Erfolg und zur Sicherheit. Bevor Sie überhaupt anfangen: Planen Sie gründlich! Lesen Sie Anleitungen, schauen Sie sich Videos an, und wenn möglich, sprechen Sie mit jemandem, der die Aufgabe schon einmal erledigt hat. Stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Werkzeuge und Materialien zur Hand haben. Machen Sie sich mit der Bedienungsanleitung aller Werkzeuge vertraut. Dann kommt der wichtigste Schritt vor Beginn der eigentlichen Arbeit: Sicherheitschecks. Bei Elektroarbeiten: Sicherung ausschalten und Spannungsfreiheit mit einem geeigneten Prüfgerät (z.B. zweipoliger Spannungsprüfer) *immer* prüfen, bevor Sie auch nur eine Schraube anfassen. Der FI-Schutzschalter ist kein Ersatz für das Ausschalten der Sicherung. Bei Sanitärarbeiten: Den Hauptwasserhahn absperren. Bei Malerarbeiten: Für gute Belüftung sorgen und wissen, welche Chemikalien Sie verarbeiten. Arbeiten Sie niemals unter Zeitdruck, und wenn Sie müde sind oder sich unwohl fühlen, machen Sie eine Pause. Niemals alleine arbeiten bei Arbeiten mit erheblichem Verletzungsrisiko oder in der Höhe!

🛑 Absolute Tabu-Zonen: Was du NIEMALS selbst machen darfst

Es gibt Bereiche, in denen Eigenleistung nicht nur unsinnig, sondern schlichtweg lebensgefährlich ist und rechtliche Konsequenzen haben kann. Dazu gehören alle Arbeiten an der Hauselektrik über den einfachen Austausch einer Lampe hinaus. Das Verlegen neuer Leitungen, der Anschluss von Geräten oder Arbeiten an der Hauptverteilung gehören ausschließlich in die Hände von qualifizierten Elektrofachkräften. Ebenso sind Arbeiten an der Gasinstallation und zentralen Heizungsanlagen absolute Tabuzonen. Gas ist extrem gefährlich, und unsachgemäße Installationen können zu Bränden und Explosionen führen. Bei tragenden Bauteilen – das sind alle Wände, die zur Stabilität des Gebäudes beitragen – dürfen Sie niemals ohne statische Berechnung und Genehmigung eingreifen. Ein unüberlegter Wanddurchbruch kann das ganze Gebäude destabilisieren! Auch der Umgang mit Asbest und alten Mineralfasern (KMF) ist nur Fachfirmen gestattet, da diese gesundheitsschädlich sind. Schimmelbefall, insbesondere großflächiger, sollte ebenfalls professionell behandelt werden, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Arbeiten auf dem Dach oder mit Gerüsten ab einer bestimmten Höhe erfordern Fachkenntnisse und spezielle Sicherungsmaßnahmen, die ein Laie oft nicht beherrscht und die von den Berufsgenossenschaften streng geregelt sind.

Typische Heimwerker-Fehler und Gefahren – und wie du sie vermeidest

Neben den offensichtlichen Gefahren gibt es auch subtilere Fehler, die teure Folgen haben können. Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung des Aufwands. Was auf den ersten Blick einfach aussieht, kann sich als zeitaufwändig und kompliziert erweisen. Planen Sie lieber großzügiger als zu knapp. Ein weiterer Fehler ist die Verwendung ungeeigneter Materialien. Billige Produkte mögen verlockend sein, halten aber oft nicht, was sie versprechen und können die Bausubstanz schädigen. Achten Sie auf Qualität und Kompatibilität. Das größte Risiko ist jedoch oft die mangelnde Vorbereitung und Kenntnis. Bevor Sie bohren, prüfen Sie immer mit einem Leitungsdetektor, ob sich Stromkabel oder Wasserrohre in der Wand befinden. Ein falscher Stich kann schwerwiegende Folgen haben. Und denken Sie daran: Wenn Sie sich unsicher sind, ist das ein klares Zeichen, einen Fachmann zu rufen. Es ist besser, die Kosten für einen Profi zu tragen, als für teure Reparaturen oder gar für die Folgen eines Unfalls aufzukommen.

Versicherung, Gewährleistung und rechtliche Folgen der Eigenleistung

Wenn Sie als Bauherr oder Renovierer Eigenleistungen erbringen, hat das auch Auswirkungen auf Versicherungen und Gewährleistung. Viele Hausrat- oder Wohngebäudeversicherungen sehen Klauseln vor, die Schäden durch unsachgemäße Eigenleistung ausschließen können. Es ist ratsam, sich vor Beginn größerer Arbeiten mit Ihrer Versicherung in Verbindung zu setzen und abzuklären, welche Eigenleistungen gedeckt sind und welche nicht. Bei gekauften Produkten erlischt oft die Gewährleistung des Herstellers, wenn die Montage nicht fachgerecht durch eine zertifizierte Person erfolgt. Zudem können bauliche Veränderungen, die ohne entsprechende Genehmigung (z.B. bei Eingriffen in tragende Strukturen) vorgenommen werden, zu Problemen mit dem Bauamt führen.

Wann du sofort aufhören und den Fachmann holen musst

Es gibt klare Kriterien, wann die Eigenleistung beendet und die Fachkenntnis eines Profis gefragt ist. Wenn Sie feststellen, dass Sie die Komplexität der Aufgabe unterschätzt haben, wenn Sie unsicher sind, wie ein bestimmter Schritt korrekt ausgeführt wird, oder wenn sich während der Arbeit Probleme ergeben, die über Ihr Können hinausgehen – dann ist Schluss mit DIY. Das gilt besonders, wenn Sie auf versteckte Mängel stoßen, die eine Fachkenntnis erfordern (z.B. Schimmelbildung hinter Verkleidungen, Schädlingsbefall, unerwartete Elektroinstallationen). Auch wenn Sie merken, dass Sie die notwendige Schutzausrüstung nicht vollständig tragen können oder wollen, weil sie stört, ist das ein Warnsignal. Und ganz wichtig: Wenn Sie unter Zeitdruck geraten und versucht sind, Abkürzungen zu nehmen, ist das ein deutliches Zeichen, besser einen Fachmann einzuschalten. Die Sicherheit von Mensch und Gebäude hat immer Vorrang.

Realistisch sparen: Was bringt die Eigenleistung wirklich – und wo es teuer wird

Der Hauptgrund für Eigenleistung ist oft die Kostenersparnis. Und ja, bei einfachen Arbeiten wie Streichen oder Bodenlegen können Sie durchaus signifikant sparen, da die Arbeitskosten entfallen. Die "Muskelhypothek" kann hier bares Geld wert sein. Doch es gibt auch Bereiche, in denen die vermeintliche Ersparnis schnell zur Kostenfalle wird. Unsachgemäße Installationen, die später teure Reparaturen erfordern, können die Einsparungen schnell übersteigen. Wenn Sie durch Eigenleistung die Bausubstanz beschädigen oder gar die Statik gefährden, können die Folgekosten immens sein. Auch die Zeit, die Sie investieren, muss in die Rechnung einfließen. Überlegen Sie, was Ihre Zeit wert ist und ob die Einsparungen die Investition rechtfertigen. Konzentrieren Sie sich auf die Arbeiten, die Sie sicher und gut ausführen können, und lassen Sie die komplexen und sicherheitsrelevanten Aufgaben den Profis.

Praktische Handlungsempfehlungen für dein sicheres DIY-Projekt

Um Ihr eigenes Hauskauf-Projekt erfolgreich und sicher zu gestalten, hier einige Kernempfehlungen: 1. Informieren Sie sich gründlich. Wissen ist Ihr wichtigstes Werkzeug. 2. Beginnen Sie klein. Sammeln Sie Erfahrungen mit einfachen Projekten, bevor Sie sich an komplexere wagen. 3. Investieren Sie in gute PSA. Ihre Gesundheit ist unbezahlbar. 4. Nutzen Sie das Know-how von Profis. Holen Sie sich Rat, auch wenn Sie die Arbeit selbst machen. 5. Planen Sie realistisch. Unterschätzen Sie den Aufwand nicht. 6. Machen Sie keine Kompromisse bei der Sicherheit. Im Zweifel ist der Fachmann die bessere Wahl. 7. Dokumentieren Sie Ihre Arbeiten. Das kann bei späteren Fragen oder beim Verkauf hilfreich sein. Und denken Sie daran: Auch wenn Sie einen Makler engagieren, um den Kaufprozess zu meistern, ist das Wissen um die möglichen Eigenleistungen und deren sichere Durchführung ein wichtiger Teil Ihres eigenen, größeren DIY-Projekts – dem Erschaffen Ihres Zuhauses.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Die folgenden Fragen dienen als Ausgangspunkt für Ihre eigenständige Vertiefung. Die Verantwortung für die eigenständige Verifikation aller Informationen liegt bei Ihnen.

Erstellt mit Grok, 09.05.2026

Foto / Logo von GrokGrok: Haus kaufen und selbst renovieren – DIY & Selbermachen mit Makler-Unterstützung

Der Hauskauf ist eine der größten Investitionen im Leben und ein Makler liefert genau die Marktkenntnis, die verhindert, dass man ein renovierungsbedürftiges Objekt mit versteckten Mängeln erwirbt. Die Brücke zum DIY & Selbermachen liegt darin, dass ein guter Makler nicht nur beim Finden hilft, sondern auch realistisch einschätzen kann, welche Renovierungsarbeiten ein Heimwerker sicher in Eigenleistung übernehmen kann und wo sofort ein Fachmann gefragt ist. Der Leser gewinnt dadurch einen ehrlichen Blickwinkel: Er lernt, schon beim Kauf die DIY-Potenziale und Risiken zu erkennen, spart langfristig teure Fehler und kann das neue Zuhause sicher und mit Freude selbst gestalten – immer mit absoluter Priorität auf Sicherheit statt auf vermeintlichem Geldsparen.

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise vorab

Bevor Sie auch nur einen Hammer in die Hand nehmen, gilt: Sicherheit steht immer über jedem Spargedanken. Beim Kauf eines Hauses mit Renovierungsbedarf lauern Gefahren wie alte Elektroinstallationen, Schimmel, Asbest oder tragende Wände, die nicht ohne Fachmann verändert werden dürfen. Ein Makler mit guter Ortskenntnis kann Sie bereits im Vorfeld auf solche Risiken hinweisen und verhindern, dass Sie ein Objekt kaufen, bei dem die Eigenleistung schnell zum Albtraum wird. Denken Sie daran: Falsche Eigenleistung kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern auch die Versicherung ungültig machen oder zu teuren Folgeschäden führen. Holen Sie daher immer zuerst einen Sachverständigen oder den Makler zur Einschätzung hinzu, bevor Sie mit DIY-Projekten starten. Niemals allein bei Höhenarbeiten, Strom- oder Wasserarbeiten arbeiten – eine zweite Person als Sicherung ist Pflicht.

Kann ich das selbst? Ehrliche Einschätzung mit Risiko-Bewertung

Die Leitfrage "Kann ich das selbst – sicher und sinnvoll – und wenn ja, wie?" muss bei jedem Hauskauf-Renovierungsprojekt neu gestellt werden. Viele kleinere Renovierungen wie Streichen, Tapezieren, Laminat verlegen oder einfache Küchenmontage sind für geübte Heimwerker mit der richtigen Vorbereitung machbar und sicher. Schwieriger wird es bei Elektrik, Sanitärinstallationen, Dacharbeiten oder dem Entfernen alter Dämmstoffe. Hier lautet die klare Antwort: Nein, das dürfen Sie nicht selbst machen. Ein Makler hilft schon beim Kauf, indem er Ihnen Objekte zeigt, bei denen der DIY-Anteil hoch und das Risiko überschaubar ist. So können Sie realistisch planen, welche Muskelhypothek Sie selbst stemmen wollen. Die ehrliche Einschätzung lautet: 60–70 Prozent der reinen Kosmetikarbeiten sind in Eigenleistung möglich, alles, was Statik, Brandschutz, Trinkwasser oder Strom betrifft, ist ausschließlich Fachmann-Terrain. Wer hier Grenzen ignoriert, riskiert nicht nur hohe Nachbesserungskosten, sondern auch Leib und Leben.

DIY-Übersicht (Tabelle: Aufgabe, Schwierigkeit, Risiko, PSA, Zeit, Fachmann zwingend?)

Renovierungsaufgaben nach dem Hauskauf – realistische Einschätzung für Heimwerker
Aufgabe Schwierigkeit Risiko PSA Zeitaufwand (Heimwerker) Fachmann zwingend?
Wände streichen und tapezieren: Kosmetische Oberflächenarbeiten Anfänger bis Fortgeschritten Gering Schutzbrille, Handschuhe, Atemschutz bei alten Farben 2–5 Tage pro Zimmer Nein
Laminat oder Vinylboden verlegen: Schwimmender Boden auf vorbereitetem Untergrund Fortgeschritten Mittel (Unebenheiten) Knieschoner, Gehörschutz bei Elektrowerkzeugen 1–3 Tage pro 20 m² Nein, bei ebenem Untergrund
Einfache Elektroinstallationen: Lampen tauschen, Steckdosen montieren Fortgeschritten Hoch (Stromschlag) Isolierte Werkzeuge, Spannungsprüfer 2–6 Stunden Ja bei allem, was hinter der Wand liegt
Alte Dämmung entfernen und neue einbauen: Mineralwolle aus den 80ern Experte Sehr hoch (KMF, Staub) FFP3-Atemschutz, Schutzanzug, Handschuhe, Brille Mehrere Tage Ja bei Verdacht auf alte Mineralfasern
Badezimmer fliesen und Sanitär erneuern: Fliesen kleben, Wasseranschlüsse Fortgeschritten bis Experte Hoch (Wasserschäden) Gummihandschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz 5–10 Tage Ja bei Druckwasserleitungen und Abflüssen
Dachboden ausbauen: Neue Fenster, Dämmung, Statik NUR FACHMANN Sehr hoch (Absturz, Statik) Helm, Auffanggurt, Atemschutz Weeks Ja – immer

Werkzeug, Material und persönliche Schutzausrüstung

Für sicheres DIY nach dem Hauskauf brauchen Sie eine solide Grundausstattung. Mindestwerkzeuge sind: Akkuschrauber, Stichsäge, Wasserwaage, Zollstock, Schleifmaschine, Leitungsdetektor und ein Multimeter. Komfort-Werkzeuge wie eine Kappsäge, einen Nass-Trockensauger oder einen professionellen Fliesen-Schneider sparen Zeit und Nerven. Materialien sollten immer schadstoffarm und für den jeweiligen Untergrund geeignet sein – fragen Sie beim Kauf nach technischen Datenblättern. Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist nicht verhandelbar: Schutzbrille, robuste Handschuhe, Atemschutz mindestens FFP2 (bei Staub und alten Anstrichen FFP3), Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und bei Arbeiten über zwei Metern Höhe ein Helm und Auffanggurt. Bei alten Gebäuden (Baujahr vor 1993) immer zuerst auf Asbest und PCB prüfen lassen – hier gilt absolutes DIY-Verbot. Lüften Sie immer ausreichend bei Klebern, Lacken und Lösungsmitteln und arbeiten Sie nie allein bei riskanten Tätigkeiten.

Schritt für Schritt: So gehst du sicher vor

Schritt 1: Nutzen Sie den Makler bereits beim Kauf, um ein Gutachten oder eine Bausubstanzprüfung zu veranlassen. Das verhindert böse Überraschungen. Schritt 2: Erstellen Sie einen genauen Renovierungsplan und teilen Sie Arbeiten in sichere DIY-Bereiche und Fachmann-Bereiche auf. Schritt 3: Schalten Sie vor allen Elektroarbeiten die Sicherung aus, prüfen Sie mit einem Spannungsprüfer auf Spannungsfreiheit und nutzen Sie einen FI-Schutzschalter. Schritt 4: Schließen Sie vor Sanitärarbeiten die Wasserhauptabsperrung und kontrollieren Sie danach 24 Stunden auf Lecks. Schritt 5: Bei Wänden immer vor dem Bohren mit einem Leitungsdetektor arbeiten und den Bestandsplan des Hauses prüfen. Schritt 6: Führen Sie ein Bautagebuch, dokumentieren Sie jeden Schritt mit Fotos – das schützt später bei Versicherungsfragen. Jeder dieser Schritte muss mit ausreichend Zeitpuffer geplant werden: Rechnen Sie als geübter Heimwerker mit dem Zwei- bis Dreifachen der Profi-Zeit. Nach jeder größeren Etappe sollten Sie eine zweite Person oder einen Fachmann zur Kontrolle hinzuziehen.

🛑 Absolute Tabu-Zonen: Was du NIEMALS selbst machen darfst

Es gibt Arbeiten, bei denen jede Eigenleistung lebensgefährlich oder rechtlich unzulässig ist. Dazu gehören: Eingriffe in tragende Wände oder Decken, alle Elektroinstallationen jenseits des Lampentauschs, Gas- und Heizungsarbeiten, Arbeiten am Schornstein, Erneuerung von Trinkwasserleitungen im Druckbereich, Dacharbeiten ab einer bestimmten Höhe ohne Gerüst, Entsorgung von Asbest oder alten Mineralfasern (KMF vor 1996) und großflächige Schimmelbekämpfung. Auch statische Veränderungen wie neue Durchbrüche dürfen ausschließlich von einem Statiker und Handwerksbetrieb ausgeführt werden. Wer hier trotzdem selbst Hand anlegt, riskiert nicht nur den Verlust der Gewährleistung und Versicherungsschutz, sondern kann im Schadensfall sogar strafrechtlich belangt werden. Der Makler kann Ihnen bereits beim Besichtigungstermin sagen, welche Objekte solche Tabu-Zonen aufweisen und deshalb besser gemieden werden sollten.

Typische Heimwerker-Fehler und Gefahren – und wie du sie vermeidest

Ein sehr häufiger Fehler ist das Unterschätzen alter Bausubstanz. Viele Käufer stürzen sich voller Elan auf das Streichen, ohne vorher auf Schadstoffe zu prüfen. Folge: Feinstaub mit alten Schadstoffen wird eingeatmet. Vermeiden Sie das durch eine professionelle Schadstoffuntersuchung vor Beginn. Ein weiterer Klassiker: Das Bohren in eine vermeintlich harmlose Wand, die aber eine Wasser- oder Stromleitung enthält. Immer Leitungsdetektor benutzen! Viele unterschätzen auch die statischen Folgen eines scheinbar harmlosen Decken-Durchbruchs. Hier hilft nur der Statiker. Brandschutz wird oft vernachlässigt – Funkenflug beim Trennschleifen ohne geeignete Löschmittel in der Nähe kann teuer werden. Arbeiten Sie daher nie ohne zweite Person bei gefährlichen Tätigkeiten und dokumentieren Sie jeden Schritt. Der Makler kann Ihnen oft Kontakte zu zuverlässigen Gutachtern vermitteln, die solche Fehler bereits im Vorfeld aufdecken.

Versicherung, Gewährleistung und rechtliche Folgen der Eigenleistung

Eigenleistung beim Hauskauf und der anschließenden Renovierung hat klare rechtliche Grenzen. Die Gebäudeversicherung kann Leistungen verweigern, wenn Schäden durch unsachgemäße DIY-Arbeiten entstehen. Bei der Herstellergewährleistung erlischt der Anspruch komplett, wenn Sie Produkte selbst montieren oder verarbeiten, ohne die Vorgaben einzuhalten. Baurechtlich müssen größere Umbauten genehmigt werden – ein Makler kennt meist die örtlichen Bauämter und kann Ihnen sagen, wo eine Genehmigung nötig ist. Dokumentieren Sie daher jede Eigenleistung penibel. Im Schadensfall müssen Sie nachweisen können, dass Sie nach Herstellerangaben und gesetzlichen Vorschriften gearbeitet haben. Die Zusammenarbeit mit einem Makler kann hier indirekt helfen, weil er oft schon im Vorfeld auf notwendige Gutachten hinweist und so teure Rechtsstreitigkeiten vermeidet.

Wann du sofort aufhören und den Fachmann holen musst

Es gibt klare Stopp-Signale: Sobald Sie auf unerwarteten Schimmel in größerem Umfang stoßen, alte graue oder wellige Dämmstoffe finden, unerklärliche Rohre oder Kabel entdecken oder wenn Wände beim Anklopfen hohl klingen, müssen Sie sofort aufhören. Auch bei ungewöhnlichen Gerüchen, Feuchtigkeit oder Rissen in tragenden Bauteilen gilt: Hände weg und Fachmann rufen. Wenn Sie während der Arbeiten merken, dass Sie die notwendige Fachkenntnis überschätzt haben, ist das kein Versagen, sondern vernünftiges Handeln. Ein guter Makler hat meist ein Netzwerk aus Handwerkern und kann Ihnen schnell jemanden vermitteln. Besser ein paar hundert Euro mehr ausgeben, als später Tausende in Folgeschäden zu investieren oder die eigene Gesundheit zu riskieren.

Realistisch sparen: Was bringt die Eigenleistung wirklich – und wo es teuer wird

Realistisch können Sie bei reinen Kosmetik- und Oberflächenarbeiten 30–50 Prozent der Handwerkerkosten einsparen – das sind bei einem typischen Einfamilienhaus-Renovierungsvolumen von 40.000 Euro schnell 8.000–15.000 Euro. Allerdings nur, wenn alles sicher und richtig gemacht wird. Sobald Sie in Tabu-Zonen geraten und nachträglich einen Fachmann holen müssen, können die Kosten schnell um 100 Prozent steigen, weil Fehler erst aufwendig behoben werden müssen. Die Investition in einen guten Makler (oft 3–6 Prozent der Kaufsumme) zahlt sich daher meist aus, weil er Ihnen genau die Objekte zeigt, bei denen der DIY-Anteil hoch und das Risiko kalkulierbar ist. Langfristig sparen Sie durch seine Marktkenntnis oft mehr, als die Maklerprovision kostet – vor allem, weil teure Überraschungen vermieden werden. Die echte Ersparnis liegt also nicht im blindwütigen Selbermachen, sondern im klugen Kombinieren von Makler-Expertise und sicherer Eigenleistung.

Praktische Handlungsempfehlungen für dein sicheres DIY-Projekt

1. Wählen Sie beim Hauskauf bewusst Objekte mit hohem DIY-Potenzial und lassen Sie sich vom Makler dazu beraten. 2. Lassen Sie vor Vertragsunterzeichnung immer ein Gutachten erstellen. 3. Erstellen Sie einen detaillierten Renovierungsplan mit klarer Trennung zwischen Eigen- und Fremdleistung. 4. Beschaffen Sie sich vor Beginn alle notwendigen PSA und Werkzeuge. 5. Arbeiten Sie ausschließlich nach Herstelleranleitung und gesetzlichen Vorgaben. 6. Dokumentieren Sie jeden Arbeitsschritt. 7. Holen Sie bei jedem Zweifel sofort einen Fachbetrieb hinzu. 8. Planen Sie großzügige Zeitpuffer ein. 9. Lüften Sie immer ausreichend und arbeiten Sie nie allein bei riskanten Tätigkeiten. 10. Feiern Sie Zwischenerfolge – ein selbst renoviertes Haus schafft enorme Zufriedenheit, wenn es sicher gemacht wurde.

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