DIY & Eigenbau: Rohrventilatoren: Effizient lüften

Diskrete Ventilation: Wann sind Rohrventilatoren sinnvoll?

Diskrete Ventilation: Wann sind Rohrventilatoren sinnvoll?
Bild: Lotus Design N Print / Unsplash

Diskrete Ventilation: Wann sind Rohrventilatoren sinnvoll?

📝 Fachkommentare zum Thema "DIY & Selbermachen"

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Erstellt mit DeepSeek, 09.05.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Rohrventilatoren selbst einbauen: So lüftest du fensterlose Räume sicher und effektiv

Auf den ersten Blick klingt ein Rohrventilator nach reiner Profi-Sache – schließlich geht es um Lüftungskanäle, Elektrik und oft um "unsichtbare" Technik. Genau hier liegt aber die Brücke zum Selbermachen: Die diskrete Ventilation ist ein Paradebeispiel für ein Heimwerker-Projekt, das du mit dem richtigen Know-how selbst umsetzen kannst. Statt teurer Fachfirma für eine einfache Badezimmerlüftung oder Küchenabluft zu bezahlen, gewinnst du mit einer Eigeninstallation nicht nur Geld, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Raumluftqualität – und beugst so aktiv Schimmel und Feuchteschäden vor. Dieser Leitfaden zeigt dir, wo die sichere und sinnvolle Eigenleistung liegt, welche Fallstricke dich erwarten und wann du unbedingt die Hände von der Arbeit lassen musst.

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise vorab

Bevor du auch nur eine Schraube anrührst: Elektroarbeiten an der Hausinstallation sind kein Spielzeug. Ein Rohrventilator wird fest an das 230-V-Stromnetz angeschlossen – das ist kein Steckergerät wie ein Tischventilator. Jeder Fehler kann zu Kurzschluss, Brand oder lebensgefährlichem Stromschlag führen. Lege ALLE Arbeiten an der Verkabelung nur in die Hände eines zugelassenen Elektrofachbetriebs, wenn du dir nicht zu 100 % sicher bist. Zusätzlich gilt: Vor jedem Eingriff am Kanal oder an der Wand die Hauptabsperrung der Wasserleitung schließen, wenn du in der Nähe von Wasserrohren arbeitest. Und: Beim Bohren in Wände oder Decken IMMER einen Leitungsdetektor verwenden – dein Leben hängt davon ab, dass du keine Strom- oder Wasserleitungen triffst.

Kann ich das selbst? Ehrliche Einschätzung mit Risiko-Bewertung

Die gute Nachricht: Der mechanische Einbau eines Rohrventilators – also das Einsetzen in den passenden Kanal oder Wanddurchbruch – ist für einen fortgeschrittenen Heimwerker mit etwas Geschick gut machbar. Die schlechte Nachricht: Der elektrische Anschluss ist die große Hürde. Hier gilt die strenge Regel: Niemals selbst an Klemmen, Schaltern oder Sicherungen arbeiten, wenn du nicht vom Fach bist. Die Risikobewertung sieht so aus: Für die reine Montage (Rohr durch die Wand, Ventilator einsetzen, Schlauchschelle festziehen) brauchst du handwerkliches Grundwissen und eine Bohrmaschine. Für die Elektrik brauchst du einen Fachmann – es sei denn, der Ventilator kommt als Fertiggerät mit Stecker (selten, aber für Kleinstlüftungen erhältlich) oder du schließt ihn an eine Steckdose an, die bereits vom Profi installiert wurde. In letzterem Fall ist die Arbeit als "Steckdosen-Projekt" für Fortgeschrittene mit FI-Schutzschalter-Prüfung und strikter Einhaltung der VDE-Vorschriften möglich – aber selbst dann ist Vorsicht oberstes Gebot.

DIY-Übersicht: Was geht selbst, was ist tabu?

Rohrventilator-Installation: Selbermachen vs. Fachmann
Aufgabe Schwierigkeit (Anfänger/Fortgeschritten/Experte/NUR FACHMANN) Risiko (niedrig/mittel/hoch) PSA Zeitaufwand (realistisch für Heimwerker) Fachmann zwingend?
Wanddurchbruch für Kanal (Mauerwerk/Holz) Fortgeschritten Mittel (Staub, Lärm, Wasser-/Stromleitungen) FFP2-Maske, Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe 2-4 Stunden (inkl. Kernbohrung leihen/schleppen) Nein, aber Leitungsdetektor PFICHT
Kanalrohr verlegen und verbinden Fortgeschritten Niedrig (Rutschgefahr bei Leitern) Handschuhe, Knieschoner, bei Höhe: Helm 1-2 Stunden Nein, aber prüfe Dichtheit mit Rauchtest
Rohrventilator in Kanal einbauen (mechanisch) Fortgeschritten Niedrig (Quetschgefahr) Handschuhe 30-60 Minuten Nein, wenn passgenaues System
Elektroanschluss (230 V fest) NUR FACHMANN HOCH – Lebensgefahr Isolierhandschuhe, Schutzbrille, Spannungsprüfer 30 Minuten (Fachmann) – HEIMWERKER: 0 Minuten JA, unbedingt!
Schalter/Steuerung (z. B. Sensor, Zeitschaltuhr) montieren Fortgeschritten (bei Niederspannung) / NUR FACHMANN (230 V) Hoch (falsche Verdrahtung = Kurzschluss) Spannungsprüfer 1-2 Stunden (abhängig von Komplexität) Teilweise: Niederspannung (12 V) kann selbst, 230 V: Fachmann
Dichtheitsprüfung (Funktionstest) Anfänger Niedrig Keine spezielle 10 Minuten (Bewegung fühlen/hören) Nein

Werkzeug, Material und persönliche Schutzausrüstung

Für den mechanischen Teil brauchst du: eine Kernbohrmaschine mit Diamantbohrer (für Mauerwerk; bei Holzbalken reicht eine Stichsäge), Schrauben, Dübel, Schlauchschellen, Rohrisolierung (gegen Kondenswasser), Wasserwaage, Zollstock, Bleistift, Schlitz-/Kreuzschraubendreher und einen Leitungsdetektor (unbedingt!). Für den Elektroanschluss: Isolierzange, Abisolierzange, Phasenprüfer (Spannungsprüfer), Kabel (NYM-J 3×1,5 mm²), Verteilerdose, Schalter oder Steuergerät – aber dies alles bitte NUR VOM ELEKTRO-FACHMANN verwenden lassen. Deine persönliche Schutzausrüstung (PSA) umfasst: FFP2-Maske (beim Bohren in Beton/Ziegel gegen Silikatstaub), Gehörschutz (Kernbohrer sind ohrenbetäubend laut!), Schutzbrille gegen Splitter, Arbeitshandschuhe und bei Höhenarbeit (z. B. in der Küche unter der Decke) einen Helm – ja, sogar zu Hause.

Schritt für Schritt: So gehst du sicher vor

Schritt 1: Planung und Positionsbestimmung

Messe den vorhandenen oder geplanten Lüftungskanal genau aus. Der Rohrventilator muss passgenau in das Rohr (oft DN 100, 125 oder 150 mm) eingesetzt werden können. Berücksichtige, dass die Einbaulänge (meist 200–400 mm) Platz im Kanal braucht. Wichtig: Zeichne vor dem Bohren alle Leitungen (Strom, Wasser, Gas) in der Wand ein. Nutze den Leitungsdetektor – selbst wenn du glaubst, nichts zu finden. Ein Bohrer, der auf ein Stromkabel trifft, kann dich töten oder einen Kurzschluss mit Brand auslösen.

Schritt 2: Kanal öffnen oder neu verlegen

Wenn ein vorhandener Kanal reicht, markierst du die Position des Ventilators und schneidest das Rohr an der entsprechenden Stelle auf. Dafür eignet sich eine Metallsäge (für Kunststoff oder dünnes Blech) oder ein Rohrschneider. Achte auf glatte Schnittkanten – Grate entfernst du mit einer Feile. Wenn du einen Wanddurchbruch neu bohren musst, starte mit einem kleinen Pilotloch von innen, um die genaue Position von außen zu prüfen. Dann nimm die Kernbohrmaschine – aber: Arbeite NIEMALS allein bei schweren Maschinen! Eine zweite Person sichert die Maschine und greift im Notfall ein.

Schritt 3: Ventilator einsetzen und abdichten

Schiebe den Rohrventilator in den Kanal – die Fließrichtung (Pfeil auf dem Gehäuse) muss mit der Luftströmung übereinstimmen. Fixiere ihn mit den mitgelieferten Schlauchschellen oder, falls vorhanden, mit einer Klemmvorrichtung. Ziehe die Schellen fest, aber nicht übermäßig – Kunststoffrohre können springen. Dichte die Übergänge mit geeignetem Klebeband (Aluklebeband) oder einer Manschette ab, um Leckagen zu vermeiden. Denk an die Wärmedämmung: Wenn der Kanal durch kalte Räume (Keller, Dachboden) führt, umwickle ihn mit Isoliermaterial, um Schwitzwasser zu verhindern – sonst tropft dir bald Wasser von der Decke.

Schritt 4: Elektroanschluss NUR MIT FACHMANN

Hier kommt der Punkt, an dem du als Heimwerker STOPP machen musst, wenn du nicht ausgebildeter Elektriker bist. Der Anschluss an 230 V erfordert: Sicherung ausschalten, mit einem Spannungsprüfer bestätigen, dass keine Spannung anliegt (FI-Schutzschalter prüfen), dann Kabel in der Verteilerdose fachgerecht anschließen. Ein Fehler – etwa vertauschte Phase und Neutralleiter – kann zu einer dauerhaften Spannung am Gehäuse führen und das Teil zur Todesfalle machen. Hol also den Profi ins Haus. Kostet 100–200 Euro, aber das ist dein Leben wert.

Schritt 5: Funktionstest und Nachjustierung

Nachdem der Fachmann den Strom angeschlossen hat, schaltest du den Ventilator ein. Hörst du ein ungewöhnliches Rattern oder Klopfen? Dann ist der Rotor unsachgemäß im Kanal ausgerichtet oder es liegt eine Unwucht vor. Schalte sofort aus und überprüfe die Position. Ein laufender Ventilator mit schlechter Balance kann Lager zerstören und sogar durch Vibrationen den Kanal beschädigen. Teste die Luftbewegung mit einem Blatt Papier am Gitter: Es sollte leicht angesogen werden. Bei schwacher Leistung: Kanal auf Verstopfungen prüfen (Vogelnester, Mäuse, Staub).

🛑 Absolute Tabu-Zonen: Was du NIEMALS selbst machen darfst

Es gibt klare Grenzen, die du als Heimwerker nicht überschreiten darfst: Arbeiten an der Unterverteilung (Sicherungskasten) – das ist absolut tabu. Veränderungen an der Anschlussleitung (z. B. Kabel verlängern oder in die Wand einputzen) ohne Fachwissen sind gefährlich. Niemals den Ventilator direkt an eine Steckdose ohne FI-Schutz anschließen – die Steckdose selbst muss FI-gesichert sein. Und: Niemals das Gerät in Feuchträumen (Badezimmer, Dusche) ohne entsprechende IP-Schutzklasse (mindestens IPX4) installieren. Wenn du den Ventilator im Außenbereich montieren willst, ist eine Fachkraft für Blitzschutz und Erdung zwingend erforderlich. Und generell: Statik niemals ändern – durchbrich nie eine tragende Wand, ohne vorher einen Statiker zu fragen.

Typische Heimwerker-Fehler und Gefahren – und wie du sie vermeidest

Der häufigste Fehler: Den Kanalquerschnitt falsch berechnet – ein zu kleiner Rohrquerschnitt macht den Ventilator ineffektiv und laut, ein zu großer sorgt für geringe Druckverhältnisse. Mess also vorher genau: Querschnitt (DN) auf das Rohr abstimmen! Zweiter Klassiker: Knicke und enge Bögen im Kanalverlauf – das kostet Leistung und erzeugt störende Geräusche. Halte den Kanal so gerade wie möglich, verwende maximal 45-Grad-Bögen. Vergessen der Kondensatfalle: Wenn der Ventilator kalte Luft ansaugt und der Kanal warm ist, bildet sich Kondenswasser. Eine kleine Wassertasche oder ein Ablauf verhindert, dass Feuchtigkeit zurück in den Raum kommt – sonst hast du bald Schimmel in der Wand. Und zu guter Letzt: Ohne Elektro-Messgeräte arbeiten – selbst wenn der Anschluss vom Fachmann kommt, prüfe mit einem Duspol oder Spannungsprüfer, ob das Gerät wirklich stromlos ist, bevor du Hand anlegst.

Versicherung, Gewährleistung und rechtliche Folgen der Eigenleistung

Wenn du den Rohrventilator selbst einbaust und es zu einem Schaden kommt (Brand, Wasserschaden durch Kondensat, Personenschaden durch Elektroschock), kann deine Hausrat- und Gebäudeversicherung die Leistung verweigern. Der Grund: Viele Versicherer verlangen, dass Elektroinstallationen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Ein Selbstbau kann als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. Das Gleiche gilt für die Herstellergarantie: Wenn du den Ventilator falsch anschließt und er durchbrennt, übernimmt der Hersteller nichts. Du hast dann nur Anspruch auf Reparatur, wenn du nachweisen kannst, dass der Fehler nicht auf deine Montage zurückzuführen ist. Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verkäufer bestehen zwar, aber sie gelten nur für das Gerät selbst – nicht für die Folgeschäden einer fehlerhaften Installation. Mein Rat: Dokumentiere die gesamte Montage mit Fotos, bewahre die Rechnung für das Gerät und die vom Fachmann ausgeführte Elektroarbeit auf. So kannst du im Schadensfall zumindest die Einhaltung der Vorschriften nachweisen.

Wann du sofort aufhören und den Fachmann holen musst

Hör sofort auf, wenn du auf Asbest stößt (Baujahr vor 1993: nicht bohren, nicht schneiden – Fachfirma für Schadstoffsanierung). Fügestelle nicht dicht: Wenn nach dem Einbau ständig Kondenswasser oder sogar Rauch austritt (z. B. bei Anschluss an eine Dunstabzugshaube), hast du ein Leck – hol einen Lüftungsbauer. Geräusche und Vibrationen: Ein Ventilator, der laut dröhnt oder klappert, kann auf einen defekten Motor oder eine Unwucht hinweisen – dann das Teil ausbauen und gegen ein Neues tauschen lassen (Garantie). Elektrische Probleme: Wenn die Sicherung rausfliegt, sobald der Ventilator läuft, ist das ein klares Zeichen für einen Fehler in der Verkabelung – dann sofort den Fachmann rufen, nicht selbst daran herumfummeln!

Realistisch sparen: Was bringt die Eigenleistung wirklich – und wo es teuer wird

Der mechanische Einbau eines Rohrventilators (Wanddurchbruch, Kanalverlegung, Einsetzen) kannst du als Heimwerker für etwa 50–100 Euro Materialkosten erledigen. Der professionelle Einbau durch eine Fachfirma schlägt mit 250–400 Euro zu Buche. Du sparst also 200–300 Euro – ein netter Betrag. Allerdings: Wenn du den Elektroanschluss selbst machen musst (und einen Fehler machst), kommen schnell 1000 Euro und mehr für die Schadensbehebung zusammen. Vielleicht verlierst du sogar die Versicherung. Also: Spare nicht am falschen Ende! Hol den Elektriker für den Anschluss für rund 100–150 Euro. Netto-Ersparnis: immer noch 150–250 Euro, aber ohne Lebensrisiko. Übrigens: Auch die Dichtheitsprüfung kannst du selbst mit einer Nebelmaschine oder einem Räucherstäbchen vornehmen – und so eventuelle Leckagen vor dem Profi-Einsatz finden.

Praktische Handlungsempfehlungen für dein sicheres DIY-Projekt

Falls du dich entscheidest, den Rohrventilator selbst zu installieren, hier die Zusammenfassung in 5 Punkten:
1. Kauf ein passgenaues System (Durchmesser, Länge) – am besten aus dem Fachhandel mit guter Bedienungsanleitung.
2. Bohre nur nach Leitungsdetektor und Zeichne alle Leitungen ein.

3. Verbinde den Kanal fachgerecht und dichte ab. Benutze Aluklebeband und keine normalen Klebebänder, die mit der Zeit spröde werden.

4. Lass den Elektroanschluss von einem Fachmann machen. Das ist kein Punkt, an dem du sparen solltest.

5. Teste den Luftstrom und die Dichtheit. Mach ihn nach 24 Stunden nochmal an und kontrolliere auf Kondensat – dann bist du auf der sicheren Seite.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Die folgenden Fragen dienen als Ausgangspunkt für deine eigenständige Vertiefung. Die Verantwortung für die eigenständige Verifikation aller Informationen liegt bei dir.

Erstellt mit Gemini, 09.05.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Rohrventilatoren – DIY-Potenzial und Grenzen für Selbermacher

Das Thema Rohrventilatoren mag auf den ersten Blick rein technisch und auf Expertenwissen ausgerichtet wirken. Doch gerade hier bietet sich für den engagierten Heimwerker die Chance, die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden signifikant zu verbessern, indem er aktiv zur Luftqualität und Schimmelprävention beiträgt. Die Brücke zum DIY & Selbermachen schlägt die Möglichkeit, durch Eigeninitiative und kluge Entscheidungen bei der Auswahl und Installation eines Rohrventilators bares Geld zu sparen und gleichzeitig ein tieferes Verständnis für die Haustechnik zu entwickeln. Der Mehrwert für den Leser liegt in einer fundierten Entscheidungsgrundlage: Was kann ich selbst sicher umsetzen, wo sollte ich besser einen Fachmann hinzuziehen, und wie sorge ich dabei für optimale Ergebnisse und nachhaltige Freude an meinem Projekt?

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise vorab

Bevor Sie auch nur daran denken, einen Rohrventilator selbst zu installieren, ist es unerlässlich, die Sicherheit an oberste Stelle zu setzen. Elektrische Arbeiten, auch an Niedervoltgeräten, bergen immer Risiken. Unsachgemäße Installationen können nicht nur zu Funktionsstörungen, sondern auch zu Bränden oder Stromschlägen führen. Achten Sie stets auf die Netzspannung und die korrekte Absicherung Ihrer Stromkreise. Ziehen Sie immer den Strom ab, bevor Sie an elektrischen Bauteilen arbeiten, und prüfen Sie die Spannungsfreiheit mit einem geeigneten Messgerät. Informieren Sie sich über lokale Bauvorschriften und Herstellerangaben. Bei Unsicherheit oder mangelnder Erfahrung ist die Beauftragung eines qualifizierten Elektrikers die einzig richtige Entscheidung.

Kann ich das selbst? Ehrliche Einschätzung mit Risiko-Bewertung

Die Frage "Kann ich das selbst – sicher und sinnvoll?" ist bei Rohrventilatoren differenziert zu beantworten. Die Installation eines Rohrventilators ist prinzipiell ein machbares DIY-Projekt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Es ist keine Aufgabe, die tiefgreifende Kenntnisse in komplexen Gewerken wie Heizung, Sanitär oder Elektrik voraussetzt, aber gewisse Grundfähigkeiten sind unerlässlich. Das Hauptrisiko liegt in der elektrischen Installation und der korrekten Einbindung in bestehende Lüftungssysteme. Wer sich mit dem Zusammenspiel von Strom und seinen eigenen Fähigkeiten unsicher fühlt, sollte hier definitiv auf professionelle Hilfe setzen. Das "sinnvoll" bezieht sich darauf, ob die eigene Installation auch wirklich die gewünschte und notwendige Leistung bringt oder ob ein Fachmann mit seiner Expertise die optimale Lösung findet.

DIY-Übersicht: Rohrventilator-Installation

DIY-Übersicht: Rohrventilator-Installation
Aufgabe Schwierigkeit Risiko PSA (Persönliche Schutzausrüstung) Geschätzter Zeitaufwand (Heimwerker) Fachmann zwingend?
Auswahl des richtigen Ventilators: Passende Größe, Leistung (m³/h), Lautstärke (dB(A)), Energieeffizienz Einfach bis Mittel Gering (falsche Auswahl führt zu Ineffizienz) Keine spezifische PSA nötig 1-3 Stunden (inkl. Recherche) Nein, aber Beratung ist ratsam
Vorbereitung des Lüftungskanals: Zuschnitt, Anbringung von Manschetten/Dichtungen Mittel Mittel (unsachgemäßer Zuschnitt kann zu Undichtigkeiten oder Beschädigung führen) Schutzbrille, Arbeitshandschuhe 1-4 Stunden (je nach Kanalaufwand) Nein
Elektrische Anschlussarbeiten: Verlegung von Kabeln, Anschluss an Steckdose/Schalter (falls keine feste Verkabelung) Mittel bis Hoch Hoch (Stromschlaggefahr, Brandgefahr bei Fehlern) Schutzbrille, Isolierte Werkzeuge, evtl. Handschuhe 2-6 Stunden (je nach Komplexität) Ja, unbedingt, wenn kein Fachmann oder keine Erfahrung vorhanden ist!
Montage des Ventilators im Kanal: Fixierung, Dichtigkeit prüfen Mittel Mittel (Instabilität des Ventilators, schlechte Abdichtung) Schutzbrille, Arbeitshandschuhe 1-3 Stunden Nein
Endmontage und Testlauf: Abdeckung anbringen, Strom einschalten, Funktion prüfen Einfach Gering (Risiko von Fehlfunktionen bei vorherigen Schritten) Schutzbrille 0,5-1 Stunde Nein

Werkzeug, Material und persönliche Schutzausrüstung

Für die Installation eines Rohrventilators benötigen Sie eine solide Grundausstattung an Werkzeug und Material. Dazu gehören typischerweise ein Maßband, Bleistift, scharfes Messer oder spezieller Rohrschneider für Lüftungskanäle, Schraubendreher-Set (oft Kreuz- und Schlitzschraubendreher), Abisolierzange, Seitenschneider, eventuell ein Akkuschrauber mit passenden Bits, Dichtungsband oder Manschetten für Lüftungskanäle und Kabelbinder. Bei der Elektrik sind ein Spannungsprüfer (Multimeter oder Duspol) unerlässlich. Als Material benötigen Sie den eigentlichen Rohrventilator, passendes Elektrokabel, Steckverbindungen oder eine Anschlussklemme sowie gegebenenfalls eine neue Steckdose oder einen Schalter. Vergessen Sie keinesfalls die Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Eine gut sitzende Schutzbrille ist bei allen Schneid- und Bohrarbeiten ein Muss, ebenso wie robuste Arbeitshandschuhe zum Schutz vor scharfen Kanten. Bei der elektrischen Installation sollten Sie stets auf isolierte Werkzeuge setzen, um das Risiko eines Stromschlags zu minimieren. Wenn Sie in schlecht belüfteten Bereichen arbeiten, kann ein einfacher Mundschutz (FFP2) gegen Staub sinnvoll sein.

Schritt für Schritt: So gehst du sicher vor

Beginnen Sie mit der sorgfältigen Planung. Messen Sie den Durchmesser Ihres vorhandenen Lüftungskanals exakt aus und wählen Sie einen Rohrventilator, der dazu passt. Berücksichtigen Sie die benötigte Luftleistung (gemessen in Kubikmetern pro Stunde, m³/h), die sich nach der Raumgröße und dem Zweck der Lüftung richtet. Badezimmer und Küchen benötigen eine höhere Leistung als ein kleiner Abstellraum. Lesen Sie die Montageanleitung des Ventilatorherstellers genau durch – sie ist Ihre wichtigste Leitfaden. Schalten Sie vor allen Arbeiten an der Elektrik unbedingt den entsprechenden Stromkreis am Sicherungskasten ab und sichern Sie diesen gegen versehentliches Wiedereinschalten. Prüfen Sie mit einem Spannungsprüfer, ob wirklich keine Spannung mehr anliegt. Schneiden Sie den Lüftungskanal an der vorgesehenen Stelle sauber zu. Achten Sie darauf, dass keine scharfen Kanten zurückbleiben. Führen Sie den Ventilator vorsichtig in den Kanal ein und fixieren Sie ihn gemäß Anleitung. Nun folgt der elektrische Anschluss. Wenn Sie keine Erfahrung mit Elektroinstallationen haben, ist dies der Punkt, an dem Sie unbedingt einen Elektriker hinzuziehen sollten. Ein Laie kann hier schnell Fehler machen, die gravierende Folgen haben. Nach Abschluss der Arbeiten und der Wiederherstellung der Stromversorgung machen Sie einen vorsichtigen Testlauf. Beobachten Sie den Ventilator auf ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen oder Gerüche. Prüfen Sie, ob die Luftbewegung wie erwartet ist.

🛑 Absolute Tabu-Zonen: Was du NIEMALS selbst machen darfst

Es gibt bestimmte Bereiche, in denen die Eigenleistung bei der Installation von Rohrventilatoren strikt tabu ist, um Ihre Sicherheit und die Ihres Hauses zu gewährleisten. Erstens: Jegliche Arbeiten an der Gasinstallation. Rohrventilatoren haben in diesem Bereich absolut nichts verloren. Zweitens: Eingriffe in tragende Bauteile oder Veränderungen an der Gebäudestatik. Dies ist die Domäne von Statikern und erfahrenen Bauingenieuren. Drittens: Arbeiten an Schornsteinen oder Abgasanlagen von Heizungsanlagen. Diese unterliegen strengen Vorschriften und erfordern spezielle Fachkenntnisse und Zulassungen. Viertens: Reparaturen oder Installationen an der Trinkwasserinstallation im Druckbereich. Hier drohen Wasserschäden in erheblichem Ausmaß. Fünftens: Wenn der Verdacht auf Asbest oder alte, krebserregende Mineralfasern (KMF) besteht. Solche Materialien dürfen nur von spezialisierten Fachfirmen entfernt werden. Sechstens: Arbeiten an Hauptstromleitungen oder der Elektroinstallation, die über den einfachen Anschluss eines Geräts an eine vorhandene Steckdose hinausgehen. Die elektrische Installation muss immer von einem qualifizierten Elektriker abgenommen werden können. Bei Unsicherheit ist die Grenze zum Fachmann fließend, aber niemals zu überschreiten. Sicherheit geht IMMER vor!

Typische Heimwerker-Fehler und Gefahren – und wie du sie vermeidest

Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines zu schwachen oder zu lauten Ventilators. Die Folge ist eine ineffektive Lüftung oder eine ständige Lärmbelästigung. Vermeidung: Recherchieren Sie genau, welche Luftleistung (m³/h) Sie für Ihren Raum benötigen und achten Sie auf die Angaben zur Geräuschentwicklung in Dezibel (dB(A)). Ein weiterer kritischer Punkt ist die elektrische Verkabelung. Falsch angeschlossene Kabel können zu Kurzschlüssen, Bränden oder einem gefährlichen Stromschlag führen. Vermeidung: Wenn Sie keine fundierte Ausbildung in Elektrotechnik haben, lassen Sie diesen Schritt unbedingt von einem Fachmann durchführen. Die unsachgemäße Abdichtung des Lüftungskanals ist ebenfalls ein Klassiker. Dies führt zu Luftverlusten und reduziert die Effektivität des Ventilators erheblich. Vermeidung: Verwenden Sie qualitativ hochwertiges Dichtungsband oder passende Manschetten und stellen Sie sicher, dass alle Verbindungen luftdicht sind. Manchmal wird auch übersehen, dass der Ventilator selbst regelmäßig gereinigt werden muss, um seine Leistung zu erhalten und Brandgefahr durch Staubansammlungen zu vermeiden. Vermeidung: Planen Sie regelmäßige Wartungsintervalle ein und reinigen Sie die Lüfterflügel und das Gehäuse gemäß Herstellerangaben.

Versicherung, Gewährleistung und rechtliche Folgen der Eigenleistung

Es ist wichtig zu wissen, dass Eigenleistung bei der Installation von Geräten wie Rohrventilatoren Konsequenzen für Ihre Versicherung und die Gewährleistung haben kann. Wenn ein durch Eigenleistung verursachter Schaden entsteht, beispielsweise ein Brand durch eine fehlerhafte Elektroinstallation, kann Ihre Wohngebäudeversicherung die Leistung verweigern oder zumindest prüfen, ob die Installation fachgerecht erfolgte. Bei Produkten, die Sie selbst montieren, entfällt oft die Herstellergarantie, wenn der Schaden auf unsachgemäße Installation zurückzuführen ist. Bevor Sie also mit der DIY-Installation beginnen, sollten Sie sich über die geltenden Bestimmungen Ihrer Versicherungsverträge informieren. Im Zweifelsfall ist die Dokumentation der durchgeführten Arbeiten und die eventuelle Abnahme durch einen Fachmann ratsam, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Informieren Sie sich auch über lokale Bauvorschriften, ob bestimmte Installationen eine Meldung oder Genehmigung erfordern.

Wann du sofort aufhören und den Fachmann holen musst

Es gibt eindeutige Signale, die Ihnen zeigen, dass Sie sofort aufhören und einen Fachmann rufen sollten. Dazu gehört, wenn Sie während der Installation ungewöhnliche Geräusche, wie Knistern oder Brummen, aus den Kabeln hören. Ein starker, ungewöhnlicher Geruch, der nach verschmortem Plastik oder Ähnlichem riecht, ist ebenfalls ein klares Alarmsignal. Wenn Sie während des Arbeitens mit Elektrizität einen Stromschlag bekommen – auch einen leichten – unterbrechen Sie sofort die Arbeit. Wenn nach der Installation des Ventilators die Sicherung immer wieder herausspringt oder die Stromversorgung unterbrochen ist, ist Vorsicht geboten. Ein weiterer wichtiger Punkt: Wenn der Ventilator stark vibriert oder laut rattert, kann dies auf eine fehlerhafte Montage oder ein defektes Gerät hindeuten. In allen diesen Fällen sollten Sie die Arbeiten einstellen und unverzüglich einen qualifizierten Elektriker oder Heizungs-/Lüftungsbauer kontaktieren. Zögern Sie nicht – Ihre Sicherheit ist es wert.

Realistisch sparen: Was bringt die Eigenleistung wirklich – und wo es teuer wird

Die Eigenleistung bei der Installation eines Rohrventilators kann durchaus zu spürbaren Kosteneinsparungen führen, insbesondere wenn man die Arbeitskosten eines Handwerkers spart. Bei einem Standard-Rohrventilator können Sie so durchaus 100 bis 300 Euro oder mehr einsparen, je nach Region und Stundensatz des Fachmanns. Das Potenzial liegt hier in der Eigenmontage und der sorgfältigen Auswahl des Geräts. Wo es jedoch teuer wird, ist, wenn die Eigenleistung zu Fehlern führt. Ein unsachgemäß installierter Ventilator kann nicht nur ineffektiv sein, sondern auch zu Folgeschäden wie Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbefall oder sogar Bränden führen, deren Reparaturkosten ein Vielfaches der ursprünglichen Handwerkerkosten betragen können. Auch die Stromkosten können bei ineffizienten oder falsch dimensionierten Geräten langfristig höher sein. Der größte Fehler ist, an der falschen Stelle zu sparen: Setzen Sie niemals die Sicherheit aufs Spiel, nur um ein paar Euro zu sparen. Die Investition in einen guten Elektriker für den Anschluss ist oft die wirtschaftlichste Lösung auf lange Sicht.

Praktische Handlungsempfehlungen für dein sicheres DIY-Projekt

Gehen Sie strategisch vor: Definieren Sie klar den Einsatzort und die Notwendigkeit der Lüftung. Recherchieren Sie sorgfältig verschiedene Modelle und deren Leistungsparameter. Lesen Sie Nutzerbewertungen und vergleichen Sie Preise. Wenn Sie unsicher bezüglich der Elektroinstallation sind, holen Sie sich im Vorfeld ein konkretes Angebot für die Montage ein, um die Kosten abschätzen zu können. Planen Sie genügend Zeit ein, um nicht unter Zeitdruck Fehler zu machen. Arbeiten Sie lieber in Etappen und nehmen Sie sich zwischendurch Pausen, um Konzentration zu wahren. Stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Werkzeuge und Materialien griffbereit haben, bevor Sie beginnen. Führen Sie vor der abschließenden Montage einen Funktionstest mit abgeklemmten Strom durch (z.B. durch leichtes Drehen der Flügel per Hand, um den Lauf zu prüfen). Kommunizieren Sie klar mit Familienmitgliedern oder Mitbewohnern, wann und wo Sie arbeiten, damit niemand versehentlich den Strom wieder einschaltet. Wenn Sie sich während des Projekts unsicher fühlen, ist es immer besser, einen Schritt zurückzutreten und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Die folgenden Fragen dienen als Ausgangspunkt für Ihre eigenständige Vertiefung. Die Verantwortung für die eigenständige Verifikation aller Informationen liegt bei Ihnen.

Erstellt mit Grok, 09.05.2026

Foto / Logo von GrokGrok: Rohrventilatoren selbst einbauen – DIY & Selbermachen

Rohrventilatoren sind eine smarte Lösung für diskrete Belüftung in fensterlosen Räumen wie Badezimmern oder Küchen und helfen zuverlässig gegen Schimmelbildung – genau das macht sie zum idealen Thema für Heimwerker, die ihre Raumluftqualität selbst verbessern wollen. Die Brücke zum Selbermachen liegt in der Möglichkeit, kleinere Rohrventilatoren in bestehende Lüftungskanäle einzubauen oder zu ersetzen, wenn die Elektroinstallation einfach zugänglich ist und keine tragenden Bauteile betroffen sind. Der Leser gewinnt durch diesen Blickwinkel konkrete Sicherheitshinweise, realistische Grenzen der Eigenleistung und eine klare Antwort auf die Frage "Kann ich das selbst – sicher und sinnvoll – und wenn ja, wie?", sodass teure Fachfirmen nur dort beauftragt werden, wo es wirklich nötig ist.

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise vorab

Bevor du auch nur einen Schraubenzieher in die Hand nimmst, gilt: Sicherheit steht bei allen Arbeiten an Lüftungssystemen absolut an erster Stelle. Rohrventilatoren bewegen oft feuchte Luft aus Bädern oder Küchen – falsch montiert können sie Schimmel begünstigen statt ihn zu verhindern. Bei allen Elektroarbeiten musst du die Spannungsfreiheit mit einem zweipoligen Spannungsprüfer nachweisen. Niemals allein arbeiten, wenn du in Deckenöffnungen oder enge Schächte greifst. Trage immer eine Schutzbrille, Handschuhe und bei Staubentwicklung mindestens eine FFP2-Maske. Wenn du unsicher bist, ob dein Lüftungskanal Asbest oder alte Mineralwolle enthält (Baujahr vor 1996), dann gilt sofort: Hände weg und Fachfirma beauftragen.

Kann ich das selbst? Ehrliche Einschätzung mit Risiko-Bewertung

Die ehrliche Antwort lautet: Bei einem einfachen Austausch eines bereits vorhandenen Rohrventilators in einem zugänglichen Kanal und bei vorhandenem Schalter oder Zeitschalter kannst du als fortgeschrittener Heimwerker viel selbst machen. Der Einbau eines komplett neuen Systems mit neuen Kanälen, Durchbrüchen in Wänden oder Decken sowie die Anbindung an eine zentrale Lüftungsanlage ist jedoch fast immer Sache des Fachmanns. Das Risiko liegt vor allem in der Elektroinstallation und in der richtigen Dimensionierung. Falscher Luftvolumenstrom kann Feuchtigkeit im Gebäude verteilen statt abzuführen – mit teuren Folgeschäden. Deshalb lautet die Devise: Kleinere Wartungs- und Austauscharbeiten ja, Neuinstallation in unbekannten Systemen nein.

DIY-Übersicht (Tabelle: Aufgabe, Schwierigkeit, Risiko, PSA, Zeit, Fachmann zwingend?)

Realistische Einschätzung für Heimwerker
Aufgabe Schwierigkeit Risiko PSA Zeitaufwand Fachmann zwingend?
Alten Rohrventilator austauschen: Gerät ausbauen und baugleiches Modell einsetzen Fortgeschritten Mittel (Elektrik) Schutzbrille, Handschuhe, FFP2-Maske, Spannungsprüfer 2–4 Stunden Nein, wenn Elektroanschluss vorhanden und geprüft
Neuen Rohreinschubventilator in bestehendem Kanal montieren Fortgeschritten Mittel bis hoch Vollschutz: Brille, Handschuhe, FFP3, Gehörschutz 4–8 Stunden Bei unklarer Elektro-Zuleitung ja
Lüftungskanal reinigen und Ventilator warten Anfänger bis Fortgeschritten Niedrig bis mittel (Staub) FFP3-Maske, Handschuhe, Schutzbrille 1–3 Stunden Nein
Neuen Kanal verlegen und Durchbruch erstellen Experte Hoch (Statik, Schimmel) Helm, Auffanggurt, FFP3, Sicherheitsschuhe 2–5 Tage Ja
Anbindung an zentrale Wohnraumlüftung Nur Fachmann Sehr hoch Ja, immer
Feuchtigkeitssensor oder Zeitschalter nachrüsten Fortgeschritten Mittel Schutzbrille, Handschuhe 1–2 Stunden Nein, bei vorhandener 230-V-Leitung

Werkzeug, Material und persönliche Schutzausrüstung

Als Mindestausstattung brauchst du: Akku-Bohrschrauber, Schraubenzieher-Set, Rohrzange, Metallsäge oder Flex für Kanäle, Maßband, Wasserwaage, Leitungsdetektor (sehr wichtig!), Spannungsprüfer und einen starken Staubsauger mit HEPA-Filter. Komfortabel sind zusätzlich eine Stichsäge mit Feinstaubabsaugung und ein Multimeter. Materialien: passender Rohrventilator (Durchmesser exakt zum Kanal – meist 100, 125 oder 150 mm), Schlauchschellen, Dichtungsband oder Dichtmasse (schimmelresistent), evtl. Schalldämpfer und ein Rückluftklappe. Persönliche Schutzausrüstung ist Pflicht: Schutzbrille, Nitril-Handschuhe, FFP2- oder besser FFP3-Atemschutz bei alten Kanälen, Gehörschutz bei lauten Geräten, Sicherheitsschuhe und bei Deckenarbeit ein leichter Helm. Bei Höhen über zwei Metern oder ungesicherten Deckenöffnungen ist ein Auffanggurt mit Sicherungsperson Pflicht.

Schritt für Schritt: So gehst du sicher vor

Zuerst schaltest du die Stromzufuhr am Sicherungskasten ab und sicherst sie gegen Wiedereinschalten. Mit dem Leitungsdetektor prüfst du die Wand oder Decke, bevor du irgendetwas bohrst oder schneidest. Danach demontierst du vorsichtig den alten Ventilator oder die Abdeckung. Reinige den Kanal gründlich mit dem Staubsauger – alte Staubablagerungen können gesundheitsschädlich sein, deshalb immer mit FFP3-Maske arbeiten. Nun den neuen Rohrventilator in die richtige Richtung einsetzen (Pfeil zeigt Luftstromrichtung). Achte auf feste, vibrationsarme Befestigung mit Schlauchschellen. Elektrischen Anschluss nur mit zugelassenen Klemmen und nach Schaltplan des Herstellers ausführen. Spannungsfreiheit erneut prüfen. Abschließend alle Verbindungen auf Dichtheit kontrollieren, Strom einschalten und Funktion testen. Messen Sie den Luftstrom mit einem einfachen Anemometer oder wenigstens mit einem Papiertaschentuch-Test. Lüfte während und nach der Arbeit kräftig.

🛑 Absolute Tabu-Zonen: Was du NIEMALS selbst machen darfst

Du darfst niemals tragende Wände oder Decken durchbrechen, ohne Statiker und Bauaufsicht zu konsultieren. Arbeiten an Gasleitungen, zentralen Heizungssystemen oder Druckwasserleitungen sind absolut tabu. Bei Verdacht auf Asbest in alten Lüftungskanälen (häufig in Gebäuden vor 1993) oder auf alte KMF-Dämmstoffe gilt sofortiger Stopp – hier muss eine Fachfirma mit entsprechender Zulassung ran. Auch die Installation von Hochdruck-Rohrventilatoren mit mehr als 500 m³/h oder die Anbindung an eine zentrale Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist keine Heimwerkerarbeit. Elektroanschlüsse ohne vorhandenen FI-Schutzschalter oder ohne ausreichende Absicherung sind ebenfalls verboten.

Typische Heimwerker-Fehler und Gefahren – und wie du sie vermeidest

Viele Heimwerker unterschätzen den nötigen Luftvolumenstrom und verbauen zu schwache Modelle – Folge ist Schimmel statt Abhilfe. Ein weiterer Klassiker ist der falsche Einbausinn des Ventilators, sodass Luft statt abgesaugt zu werden in den Raum gedrückt wird. Fehlende Rückstauklappen führen zu ungewollter Zugluft und Energieverlust. Viele vergessen, den Kanal vor dem Einbau zu reinigen, sodass sich der neue Ventilator sofort wieder zusetzt. Um das zu vermeiden: immer zuerst den benötigten Volumenstrom berechnen (Faustformel Bad: 60–100 m³/h, Küche 200–400 m³/h). Plane ausreichend Zeit ein – ein Profi braucht vielleicht 90 Minuten, du als Heimwerker realistisch einen halben bis ganzen Tag. Arbeite nie allein bei Deckenöffnungen und dokumentiere jeden Schritt mit Fotos für spätere Wartung.

Versicherung, Gewährleistung und rechtliche Folgen der Eigenleistung

Wenn du selbst einbaust, verlierst du in der Regel die Herstellergarantie auf den Rohrventilator. Bei einem späteren Schaden (z. B. Wasserschaden durch falsche Abdichtung) kann die Gebäudeversicherung die Leistung kürzen oder ganz verweigern, wenn nachgewiesen wird, dass die Montage nicht fachgerecht war. In manchen Bundesländern müssen Lüftungsanlagen in Neubauten oder bei grundlegenden Sanierungen nach DIN 1946-6 geplant und ausgeführt werden – Eigenleistung kann hier genehmigungsrechtliche Probleme verursachen. Deshalb: Bei Unsicherheit lieber einen Lüftungsbauer oder Elektriker hinzuziehen und die Eigenleistung klar dokumentieren.

Wann du sofort aufhören und den Fachmann holen musst

Sobald du auf unerwartete alte Dämmmaterialien, unbekannte Elektrokabel ohne Absicherung, ungewöhnlich starke Zugluft oder fehlende Rückluftklappen stößt, solltest du die Arbeiten einstellen. Auch wenn der Ventilator nach dem Einbau deutlich lauter ist als angegeben oder der Stromkreis sofort wieder herausfliegt, ist professionelle Hilfe nötig. Bei sichtbarem Schimmel im Kanal oder wenn du merkst, dass der Kanal nicht nur zu einem Außengitter, sondern zu einer zentralen Anlage führt, gilt ebenfalls: sofort aufhören. Besser einen Fachbetrieb rufen und Geld sparen, als später teure Sanierungen zu bezahlen.

Realistisch sparen: Was bringt die Eigenleistung wirklich – und wo es teuer wird

Bei einem einfachen Austausch eines 100-mm-Rohrventilators kannst du realistisch 150–350 Euro Handwerkerkosten sparen. Die Materialkosten liegen bei 40–120 Euro für ein gutes, leises Modell mit EC-Motor. Rechne jedoch mit zusätzlichen Kosten für Werkzeug, das du vielleicht neu kaufen musst (ca. 80 Euro für guten Spannungsprüfer und Leitungsdetektor). Wenn du später wegen Fehlern einen Fachmann rufen musst, können die Gesamtkosten schnell höher liegen als bei einer direkten Beauftragung. Langfristig sparst du vor allem durch bessere Luftqualität und geringere Heizkosten, wenn der Ventilator richtig dimensioniert und energieeffizient ist. Die echte Ersparnis liegt also nicht nur im Einbau, sondern vor allem in der Vermeidung von Folgeschäden durch Schimmel.

Praktische Handlungsempfehlungen für dein sicheres DIY-Projekt

Beginne immer mit einer gründlichen Bestandsaufnahme: Fotografiere den Ist-Zustand, messe Kanal-Durchmesser und prüfe vorhandene Elektroinstallation. Kaufe nur Ventilatoren mit CE-Kennzeichnung und möglichst mit EC-Motor für niedrigen Stromverbrauch. Plane die Arbeiten so, dass du eine zweite Person zur Absicherung hast. Nach dem Einbau lass die Anlage mindestens 24 Stunden laufen und beobachte die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Führe ein kleines Wartungsheft, in dem du Einbau-Datum, Typ und nächste Wartung notierst. So behältst du den Überblick und kannst bei Problemen schnell reagieren. Und denke daran: Auch wenn du viel selbst machst – eine Beratung durch einen Lüftungsfachmann vor dem Kauf kann dir teure Fehlinvestitionen ersparen.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Die folgenden Fragen dienen als Ausgangspunkt für Ihre eigenständige Vertiefung. Die Verantwortung für die eigenständige Verifikation aller Informationen liegt bei Ihnen.

Dieser umfassende Leitfaden soll dir helfen, Rohrventilatoren sicher und sinnvoll in Eigenleistung zu warten oder auszutauschen. Denke immer daran: Bei Zweifeln ist der Fachmann der bessere und letztlich oft günstigere Weg. So schützt du deine Gesundheit, dein Gebäude und deine Finanzen langfristig.

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