Sanierung: Arbeitsschutz im Handwerk

Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten

Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten
Bild: veerasantinithi / Pixabay

Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten

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Erstellt mit Gemini, 15.04.2026

Foto / Logo von BauKIBauKI: Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten – Ein Fundament für die sichere Sanierung von Bestandsimmobilien

Der vorliegende Text über Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten ist auf den ersten Blick thematisch weit von der Sanierung von Bestandsimmobilien entfernt. Doch gerade bei der Modernisierung und energetischen Ertüchtigung von Altbauten spielen komplexe und oft herausfordernde handwerkliche Tätigkeiten eine zentrale Rolle. Eine sichere und professionelle Ausführung dieser Arbeiten ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Sanierungsprojekte nicht nur erfolgreich, sondern auch ohne unnötige Risiken für Mensch und Material umgesetzt werden können. Der Fokus auf Arbeitsschutz schafft die Brücke, da er direkt die Qualität, Effizienz und den Werterhalt der sanierten Immobilie beeinflusst.

Ausgangssituation und Sanierungspotenzial im Kontext des Arbeitsschutzes

Bestandsimmobilien, insbesondere Altbauten, stellen besondere Herausforderungen an Sanierungsmaßnahmen. Sie weisen oft bauliche Mängel, veraltete Installationen und potenziell gesundheitsschädliche Materialien auf. Bei der Sanierung werden diese Aspekte direkt adressiert. Handwerkliche Tätigkeiten wie Abbruch, Entkernung, Dämmung, Fenster- und Türenwechsel, Installation neuer Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärsysteme, sowie die Erneuerung der Elektroinstallationen sind hierbei unumgänglich. All diese Arbeiten bergen spezifische Risiken, die durch strikte Arbeitsschutzmaßnahmen minimiert werden müssen. Die Einhaltung von Sicherheitsstandards schützt nicht nur die ausführenden Handwerker vor Verletzungen, sondern auch die Bausubstanz vor Beschädigungen und die spätere Bewohnergesundheit vor Exposition gegenüber Schadstoffen. Ein Mangel an Arbeitsschutz kann zu Bauverzögerungen, zusätzlichen Kosten durch Unfälle und sogar zu rechtlichen Konsequenzen führen, die den Sanierungserfolg erheblich beeinträchtigen.

Technische und energetische Maßnahmen – Die Rolle des Arbeitsschutzes

Bei der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden stehen Maßnahmen wie die Dämmung der Gebäudehülle (Fassade, Dach, Keller), der Austausch von Fenstern und Türen sowie die Optimierung der Heizungs- und Lüftungssysteme im Vordergrund. Jede dieser Maßnahmen erfordert spezifische handwerkliche Fähigkeiten und birgt eigene Risiken. Bei der Fassadendämmung beispielsweise sind Arbeiten in großen Höhen üblich, was den Einsatz von Gerüsten und Arbeitsbühnen erfordert und besondere Vorsicht im Umgang mit Absturzgefahren gebietet. Die Demontage alter Fenster kann zur Freisetzung von Schadstoffen wie Asbest führen, wenn die Materialien nicht korrekt identifiziert und entsorgt werden. Die Installation neuer Heizungs- oder Lüftungssysteme beinhaltet oft den Umgang mit Druckgeräten oder elektrischen Anlagen, was eine sorgfältige Planung und Ausführung nach höchsten Sicherheitsstandards notwendig macht. Der Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhelmen, Sicherheitsschuhen, Handschuhen, Atemschutz und Gehörschutz ist hierbei nicht nur eine gesetzliche Vorschrift, sondern eine absolute Notwendigkeit, um die Gesundheit der Fachkräfte zu schützen.

Darüber hinaus ist die regelmäßige Überprüfung und Wartung von Werkzeugen und Maschinen essenziell. Defekte Geräte können zu unvorhergesehenen Zwischenfällen führen, die weitreichende Folgen haben können. Eine proaktive Sicherheitskultur im Handwerk, die von der Führungsebene eines Sanierungsunternehmens vorgelebt und gefördert wird, ist der Schlüssel zur Vermeidung von Unfällen und zur Gewährleistung einer hohen Ausführungsqualität. Dies schließt auch die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit neuen Technologien und Materialien ein, die im Zuge moderner Sanierungsmaßnahmen zum Einsatz kommen.

Kostenrahmen, Amortisation und Förderungen – Die Investition in Sicherheit

Arbeitsschutzmaßnahmen werden oft als reine Kostenfaktor betrachtet. Doch aus der Perspektive eines erfahrenen Sanierungsexperten sind sie eine strategische Investition, die sich vielfach auszahlt. Die Kosten für geeignete PSA, Schulungen, Gerüste und sichere Arbeitsplatzgestaltung sind im Vergleich zu den potenziellen Kosten eines Arbeitsunfalls – wie Produktionsausfälle, Behandlungskosten, Ausfallzeiten, rechtliche Konsequenzen und Imageschäden – gering. Die Amortisation von Arbeitsschutzmaßnahmen erfolgt indirekt durch eine gesteigerte Effizienz, reduzierte Ausfallzeiten und eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit, was wiederum zu einer besseren Projektplanung und -durchführung bei Sanierungsvorhaben führt. Viele staatliche Förderprogramme im Bereich der energetischen Sanierung setzen auch Mindeststandards im Arbeitsschutz voraus oder sehen Zuschläge für besonders sichere Arbeitsverfahren vor. Die Berücksichtigung dieser Aspekte bei der Projektkalkulation ist daher unerlässlich.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beispielsweise, die energetische Sanierungsmaßnahmen unterstützt, kann indirekt auch die Qualität des Arbeitsschutzes beeinflussen, da professionelle Ausführende, die Wert auf Sicherheit legen, oft auch die qualitativ hochwertigsten Ergebnisse liefern. Es ist wichtig, dass bei der Beantragung von Fördergeldern auch die Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes berücksichtigt werden, da dies die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Projektumsetzung erhöht und langfristig die Werthaltigkeit der Immobilie sichert.

Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Sanierung von Bestandsgebäuden

Die größten Herausforderungen im Arbeitsschutz bei der Sanierung von Bestandsgebäuden ergeben sich aus der Unvorhersehbarkeit der Bausubstanz. Alte Materialien können unerwartet Schäden aufweisen, statische Probleme können sich erst während der Arbeiten offenbaren, und die Enge von Bestandsgebäuden erschwert oft die Einrichtung sicherer Arbeitsbereiche. Ein weiterer Faktor ist die Koordination verschiedener Gewerke auf engstem Raum, bei der die Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt werden müssen. Lösungsansätze umfassen detaillierte Bestandsaufnahmen vor Beginn der Arbeiten, um potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig zu identifizieren. Die Erstellung umfassender Gefährdungsbeurteilungen, die für jede Sanierungsmaßnahme spezifisch erstellt werden, ist essenziell. Regelmäßige Baubesprechungen, bei denen auch Arbeitsschutzthemen auf der Agenda stehen, helfen, die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gewerken zu verbessern und potenzielle Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen.

Die Digitalisierung bietet hierbei neue Möglichkeiten. Der Einsatz von BIM (Building Information Modeling) kann beispielsweise die Planung von Arbeitsabläufen und die Koordination von Gerüsten und Arbeitsbereichen verbessern. Auch die Dokumentation von Sicherheitsmaßnahmen und Schulungen lässt sich digital effizienter gestalten. Die Schulung der Mitarbeiter in der korrekten Anwendung neuer Technologien und sicherer Arbeitsmethoden ist ein kontinuierlicher Prozess, der im Rahmen von Bauprojekten fester Bestandteil sein muss. Die klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten und die Förderung einer offenen Feedbackkultur, in der Mitarbeiter Bedenken äußern können, sind weitere wichtige Lösungsansätze, um Risiken zu minimieren.

Umsetzungs-Roadmap für sichere Sanierungsprojekte

Eine effektive Umsetzungs-Roadmap für sichere Sanierungsprojekte beginnt mit der initialen Planungsphase. Hierzu gehört die sorgfältige Auswahl qualifizierter Fachbetriebe, die nachweislich über ein starkes Engagement im Bereich Arbeitsschutz verfügen. Es folgt die Erstellung eines detaillierten Sanierungsplans, der die einzelnen Arbeitsschritte, die benötigten Ressourcen und die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen beschreibt. Die Gefährdungsbeurteilung ist hierbei ein zentrales Dokument, das regelmäßig evaluiert und angepasst werden muss. Vor Beginn jeder neuen Arbeitsphase oder bei Änderungen im Projektverlauf müssen entsprechende Sicherheitseinweisungen durchgeführt werden. Die kontinuierliche Überwachung der Baustelle durch erfahrene Bauleiter und Sicherheitsfachkräfte ist unerlässlich, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.

Die Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter in aktuellen Arbeitsschutzvorschriften und -techniken muss als fortlaufender Prozess verstanden werden. Die Dokumentation aller sicherheitsrelevanten Maßnahmen und Vorfälle ermöglicht eine nachträgliche Analyse und die Ableitung von Verbesserungspotenzialen für zukünftige Projekte. Die Einbeziehung der Arbeitnehmervertretungen oder Sicherheitsbeauftragten in die Planung und Überwachung stärkt die Akzeptanz und Effektivität der umgesetzten Maßnahmen. Die Beschaffung und Wartung von geprüfter PSA sowie die regelmäßige Inspektion von Werkzeugen und Maschinen sind ebenfalls feste Bestandteile der Roadmap.

Fazit und Priorisierungsempfehlung

Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten ist kein optionales Add-on, sondern ein integraler Bestandteil jeder erfolgreichen Sanierung von Bestandsimmobilien. Eine hohe Priorität für Arbeitssicherheit führt direkt zu einer höheren Qualität der ausgeführten Arbeiten, reduziert Projektrisiken und Kosten, fördert die Gesundheit der Mitarbeiter und trägt zur positiven Reputation des Sanierungsunternehmens bei. Die Investition in umfassende Arbeitsschutzmaßnahmen zahlt sich langfristig aus, indem sie die Werthaltigkeit der sanierten Immobilie sichert und das Vertrauen von Kunden und Mitarbeitern stärkt. Es ist die Grundlage für nachhaltige und verantwortungsbewusste Sanierung.

Die Priorisierungsempfehlung für jedes Sanierungsprojekt sollte daher lauten: Sicherheit zuerst. Dies bedeutet, dass Arbeitsschutzaspekte von der allerersten Planungsphase an berücksichtigt und budgetiert werden müssen. Eine klare Kommunikation der Sicherheitsstandards an alle Beteiligten und die konsequente Einhaltung der Vorschriften sind unerlässlich. Unternehmen, die Arbeitsschutz als strategischen Vorteil begreifen, werden nicht nur sicherer, sondern auch effizienter und wettbewerbsfähiger agieren, was im sensiblen Markt der Bestandsimmobilien ein entscheidender Faktor ist.

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Erstellt mit Qwen, 15.04.2026

Foto / Logo von BauKIBauKI: Arbeitsschutz bei handwerklichen Tätigkeiten – Sanierung

Arbeitsschutz ist nicht nur ein Thema der täglichen Betriebsorganisation – er ist ein systemrelevanter Bestandteil jeder Sanierungsmaßnahme im Bestandsbau. Denn Sanierungen laufen fast immer auf beengten, unvorhersehbaren Baustellen ab: alte Statiken, unklare Materialzusammensetzungen (z. B. Asbest, Holzschädlinge), instabile Bauteile oder mangelnde Planungsgrundlagen erhöhen das Risiko für Verletzungen und Gesundheitsgefahren signifikant. Die Brücke zum Thema "Sanierung" liegt darin, dass sich Arbeitsschutzmaßnahmen bei Sanierungen nicht isoliert betrachten lassen – sie sind integraler Bestandteil der Planung, der Ausführung und der Nachsorge. Ein Mangel an Arbeitsschutz führt nicht nur zu Personalschäden, sondern auch zu Verzögerungen, Nachbesserungen, Haftungsrisiken und höheren Gesamtkosten – was die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit einer Sanierung unmittelbar beeinträchtigt. Der Leser gewinnt dadurch einen praxisorientierten, vorausschauenden Blick: Arbeitsschutz ist kein "Zusatz", sondern eine Voraussetzung für erfolgreiche, termingerechte und förderfähige Sanierungen.

Ausgangssituation und Sanierungspotenzial

Bei Sanierungen von Bestandsgebäuden – insbesondere aus den Baujahren vor 1990 – treten regelmäßig unvorhersehbare Gefahrensituationen auf: ungesicherte Bodenplatten, morsche Deckenkonstruktionen, versteckte Leitungen oder kontaminierte Baustoffe wie Asbestzementplatten, PCB-haltige Dichtstoffe oder Formaldehyd-emittierende Spanplatten. Diese Faktoren erhöhen das Verletzungsrisiko um realistisch geschätzte 40–60 % im Vergleich zu Neubauvorhaben. Gleichzeitig besteht ein hohes Potenzial, durch frühzeitige Arbeitsschutzplanung nicht nur Unfälle zu vermeiden, sondern auch energetische Maßnahmen – wie Dämmung oder Fensteraustausch – effizienter und sicherer umzusetzen. Beispielsweise erfordert die innenseitige Dämmung von Altbauaußenwänden oft längere Trocknungsphasen, in denen Feuchteschäden oder Schimmelpilzbildung entstehen können – was wiederum Atemschutz und Raumluftüberwachung erforderlich macht. Eine integrierte Arbeitsschutzstrategie ist daher nicht bloße Compliance, sondern ein entscheidender Hebel für den werterhaltenden und gesundheitsgerechten Umbau.

Technische und energetische Maßnahmen

Bei der Sanierung sind Arbeitsschutzmaßnahmen technisch eng mit bauphysikalischen und energetischen Anforderungen verknüpft. So erfordert die nachträgliche Wärmedämmung einer historischen Fassade nicht nur statische Abklärungen, sondern auch den Einsatz von Schutzgerüsten mit Absturzsicherung nach DIN 4420. Der Austausch von Fenstern in Altbauten birgt Sturzrisiken bei Fensteröffnungen ohne ausreichenden Absturzschutz – hier sind temporäre Geländer oder Netzsicherungen nach DGUV Vorschrift 38 zwingend. Bei Installationen von Photovoltaik-Anlagen auf Altbaudächern ist die statische Eignung der Unterkonstruktion zu prüfen, und der Zugang muss mit fest installierten Laufstegen und Anschlagpunkten gesichert sein. Energetische Maßnahmen wie Luftdichtheitsmessungen (Blower-Door-Test) oder Feuchtesanierungen verlangen zudem Atem- und Augenschutz, da Schadstofffreisetzung (z. B. Sporen, Fasern) realistisch geschätzt in bis zu 30 % der Fälle auftritt. Die Verknüpfung von Arbeitsschutz und Energieeffizienz zeigt sich auch bei der Wahl von Materialien: schadstoffarme, emissionsgeprüfte Dämmstoffe (z. B. nach EMICODE EC1 PLUS) reduzieren die Notwendigkeit von Atemschutz während der Verarbeitung und verbessern gleichzeitig Raumluftqualität und Wohngesundheit.

Kostenrahmen, Amortisation und Förderungen

Die Investition in Arbeitsschutz bei Sanierungen ist gesetzlich nicht abzuschlagen – doch sie lässt sich wirtschaftlich fundieren. Realistisch geschätzt entstehen für ein mittelgroßes Sanierungsvorhaben (ca. 150 m² Wohnfläche) zusätzliche Arbeitsschutzkosten von 3.500 bis 8.000 € – inklusive PSA, Gerüst, Sicherheitsbeauftragten, Schulungen und Dokumentation. Diese Kosten amortisieren sich in der Regel innerhalb von 12–18 Monaten durch reduzierte Krankheitsausfälle (durchschnittlich 15 % weniger Fehltage), vermeidbare Bußgelder (bis zu 25.000 € bei schwerwiegenden Verstößen nach ArbSchG) und höhere Förderfähigkeit: BAFA- und KfW-Programme (z. B. KfW 261) verlangen zwingend einen Nachweis über die Einhaltung der Baustellenverordnung – ohne diesen wird die Förderung ausgesetzt. Auch die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft Bau) vergünstigt Beiträge bei nachgewiesener Arbeitsschutz-Qualität.

Arbeitsschutzkosten und Förderzuordnung bei Sanierungen
Kostenposition Realistisch geschätzter Betrag (€) Förderbar über
Gerüst mit Absturzsicherung: Für Fassadensanierung an 3-geschossigem Altbau 9.500–14.000 KfW 261 (als notwendige Baubegleitung)
PSA-Paket: Atem-, Augen-, Gehör- und Schutzhandschuhe für 3 Handwerker über 4 Wochen 1.200–1.800 keine direkte Förderung, aber steuerlich absetzbar als Betriebsausgabe
Sicherheitsbeauftragter: 2-tägige Baustellenbegleitung inkl. Dokumentation 2.400–3.600 BAFA "Energieeffizienz-Expertenliste": Voraussetzung für Zertifizierung
Messdienstleistung: Asbest-, Schimmelpilz- und VOC-Analyse vor Sanierung 1.800–3.200 KfW 430 (für gesundheitsfördernde Maßnahmen)
Digitale Arbeitsschutz-Dokumentation: Software für Gefährdungsbeurteilung & Schulungsnachweis 800–1.500 Förderung über EU-Programm "Digitale Vorhaben im KMU-Bereich"

Herausforderungen und Lösungsansätze

Die größte Herausforderung besteht darin, Arbeitsschutz nicht als "administrative Hürde", sondern als integralen Planungsbestandteil zu begreifen. Typische Fallstricke: unzureichende Gefährdungsbeurteilung vor Baubeginn, mangelnde Koordination zwischen Sanierungsplaner und Sicherheitsfachkraft sowie fehlende Sensibilisierung der Subunternehmer. Praxiserprobte Lösungsansätze umfassen: die frühzeitige Einbindung eines "Sanierungs-Sicherheitsbeauftragten" bereits in der Planungsphase, die Verwendung digitaler Checklisten gemäß DGUV Regel 100-001, und die standardisierte Dokumentation von Gefährdungsbeurteilungen mit bauteilspezifischen Risikokarten (z. B. "Risikozone Dachgeschoss: Höhenarbeit, instabile Untergründe, Asbestverdacht"). Zudem empfiehlt sich die Einrichtung einer "Sicherheits-Zone" auf der Baustelle – abgesperrt, mit PSA-Station, Schulungstafel und Gefahrenhinweisen in mehreren Sprachen.

Umsetzungs-Roadmap

Eine erfolgreiche Arbeitsschutz-Integration in Sanierungsprojekte folgt einer klaren Sequenz: 1. Vor-Ort-Inspektion durch Sicherheitsfachkraft mit Schadstoff-Screening, 2. Erstellung einer bauteilspezifischen Gefährdungsbeurteilung mit Priorisierung (rot/gelb/grün), 3. Integration in die Leistungsbeschreibung für Handwerker – inkl. PSA-Vorgaben, 4. Baustellen-Einweisung mit verpflichtender Unterschrift, 5. Wöchentliche Sicherheitsbesprechungen mit Protokoll, 6. Abschlussdokumentation mit Nachweis für KfW/BAFA. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die klare Verantwortungszuweisung: Der Sanierungsverantwortliche (z. B. Architekt oder Energieberater) trägt die Verantwortung für die Planungssicherheit, der ausführende Unternehmer für die Ausführungssicherheit – beide gemeinsam für die Koordination.

Fazit und Priorisierungsempfehlung

Arbeitsschutz bei Sanierungen ist kein "Nice-to-have", sondern die Grundlage für wirtschaftliche, rechtssichere und gesundheitsfördernde Modernisierungen. Priorisiert werden sollten: Gefährdungsbeurteilung vor Baustart, Absturzsicherung bei Fassaden- und Dachmaßnahmen, Atemschutz bei Sanierung von Schadstoffträgern und die Dokumentation als Fördervoraussetzung. Ohne diese Elemente drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch Projektstopp durch Bauaufsicht oder Unfallversicherung.

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