Regenwassernutzung mit Rückhaltespeicher: Entwässerung, Alternativen & Kosten?
In diesem Forum sind Sie: Wassersparen / Regenwassernutzung📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die optimale Regenwassernutzung auf einem Baugrundstück unter Berücksichtigung behördlicher Auflagen zur Entwässerung. Mulden-Rigolen-Elemente, Zisternen und Retentionsspeicher werden als mögliche Alternativen zur Regenwasser-Rückhaltung erörtert. Die Notwendigkeit einer gedrosselten Ableitung des Regenwassers und die Klärung der Anforderungen mit dem örtlichen Bauamt stehen im Vordergrund. Die Entscheidung für die geeignete Methode hängt stark von den lokalen Gegebenheiten und den Baukenntnissen ab.
Regenwassernutzung mit Rückhaltespeicher: Entwässerung, Alternativen & Kosten?
dieses ist meine erste Frage in diesem Forum. Ich habe zuvor seit einiger Zeit gesucht, aber irgendwie keine Antwort gefunden.
Da ich absoluter Neuling in diesen Dingen bin, poste ich hier mal den relevanten Text unserer Auflagen für ein gekauftes Grunedstück und (hoffentlich) nicht zu dumme Fragen dazu:
"Das Baugrundstück soll über Mulden-Rigolen-Elemente entwässert werden. Diese werden in den Grünflächen der Baugrundstücke durch den Grundstückskäufer angelegt und an den Hausanschlussschacht angeschlossen. Von diesen erfolgt die gedrosselte Ableitung in die Dränleitung in der Verkehrsfläche. Alternativ kann die Rückhaltung der anfallenden Abflussspende auf dem Grundstück auch über Rückhaltespeicher erfolgen. Diese können als Hohlkoerperspeicher oder als Schachtbauwerk hergestellt werden. Der Abfluss in den Vorfluter erfolgt über ein Drosselorgan. Die Drosselorgane werden in den Regenwasser-Übergabeschacht eingebaut. "
Verstehe ich das richtig, dass ich somit 3 Alternativen (Mulde/Rückhaltespeicher/Schacht) habe? Wäre dann eine Zisterne als Rückhaltespeicher möglich? Könnte ich das dort gesammelte Wasser gleichzeitig für die Gartenbewässerung nutzen? Erscheint das kostenmäßig sinnvoll oder ist eine andere angebotene Alternative günstiger?
Wen muss/kann ich für diese Fragen ansprechen?
Für Hinweise auf Seiten, auf denen ich mich generell zu diesen Dingen informieren kann, wäre ich ebenfalls sehr dankbar.
Vielen Dank
Maik
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Eine Zisterne darf nur als Rückhaltespeicher genutzt werden, wenn sie explizit als solche berechnet, mit einem hydraulisch dimensionierten Drosselorgan ausgestattet und von der Bauaufsichtsbehörde genehmigt ist – andernfalls Verstoß gegen die Auflage und Hochwasserrisiko.
🔴 KRITISCH: Rückhaltesysteme müssen fachgerecht dimensioniert, eingebaut und hydraulisch nachgewiesen werden – fehlerhafte Ausführung kann zu Grundwasseranstieg, Bodenerweichung oder statischen Schäden am Gebäude führen.
⚠️ WICHTIG: Bei Kombination von Rückhaltung und Nutzung (z. B. Gartenbewässerung) ist eine hydraulische Trennung in separaten Rückhalte- und Nutzspeichern zwingend erforderlich – Mischsysteme gefährden die gesetzliche Rückhaltefunktion.
⚠️ WICHTIG: Jedes System erfordert jährliche Wartung (Drosselkontrolle, Schlammabsaugung, Filterreinigung) – Unterlassen führt zu Funktionsausfall und Ordnungswidrigkeit.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie als Grundstückskäufer vor der Herausforderung stehen, die Auflagen zur Regenwasserbewirtschaftung zu erfüllen. Ein Rückhaltespeicher ist eine Möglichkeit, Regenwasser zurückzuhalten und zeitverzögert abzugeben, um die Kanalisation zu entlasten.
Alternativ zum Rückhaltespeicher gibt es:
- Mulden: Flache, begrünte Vertiefungen, in denen sich Regenwasser sammeln und versickern kann.
- Rigolen: Unterirdische Kieskörper, die das Wasser aufnehmen und langsam an den Boden abgeben.
- Zisternen: Geschlossene Behälter zur Speicherung von Regenwasser, das dann für die Gartenbewässerung oder Toilettenspülung genutzt werden kann.
Die Wahl der optimalen Lösung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe des Grundstücks, der Bodenbeschaffenheit und den örtlichen Vorschriften. Eine Zisterne zur Gartenbewässerung kann eine sinnvolle und kostengünstigere Alternative sein, wenn der Fokus auf der Nutzung des Regenwassers liegt.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Landschaftsarchitekten oder einem Fachbetrieb für Regenwassermanagement beraten, um die beste Lösung für Ihr Grundstück zu finden.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt beschreibt die Auflagen zur Regenwasserbewirtschaftung auf einem Baugrundstück, bei dem Mulden-Rigolen-Elemente oder Rückhaltespeicher als Alternativen zur gedrosselten Ableitung vorgeschrieben sind. Der Fragesteller Maik zeigt Unsicherheit bezüglich der technischen Umsetzung, Kosten und Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere ob eine Zisterne als Rückhaltespeicher dient und zur Gartenbewässerung genutzt werden kann.
✅ Zustimmung: Die Interpretation des Fragestellers ist korrekt: Es gibt tatsächlich drei grundlegende Alternativen – Mulden-Rigolen-Systeme, Hohlkörperspeicher oder Schachtbauwerke. Eine Zisterne kann als Rückhaltespeicher fungieren, sofern sie mit einem Drosselorgan ausgestattet ist und die behördlichen Vorgaben zur gedrosselten Ableitung erfüllt.
➕ Ergänzung: Die Nutzung des gespeicherten Regenwassers zur Gartenbewässerung ist grundsätzlich möglich und sinnvoll, erfordert jedoch eine separate Entnahmevorrichtung, die den Rückhaltezweck nicht beeinträchtigt. Zudem müssen wasserrechtliche Vorschriften beachtet werden, insbesondere wenn das Wasser oberflächig versickert oder in den Vorfluter abgeleitet wird.
🔴 Gefahr: Ein häufiges Risiko bei der Kombination von Rückhaltespeicher und Nutzung ist die fehlende Dimensionierung des Drosselorgans. Wird zu viel Wasser für die Bewässerung entnommen, kann der erforderliche Rückhalteraum für Starkregenereignisse unterschritten werden, was zu Überflutungen oder Verstößen gegen die Auflagen führt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen Fachplaner für Entwässerungstechnik oder einen örtlichen Tiefbauingenieur, der die genauen Abflussbeiwerte und das erforderliche Rückhaltevolumen berechnet. Lassen Sie sich zudem von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde oder dem Tiefbauamt bestätigen, ob eine Zisterne mit Drosselabfluss als genehmigter Rückhaltespeicher anerkannt wird. Für die Kostenabschätzung sollten Sie mindestens drei Angebote von Fachfirmen für Regenwasserbewirtschaftung einholen und die langfristigen Wartungskosten (z.B. für Drosselorgane und Filter) berücksichtigen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt betrifft die regelkonforme Entwässerung eines Baugrundstücks mittels dezentraler Regenwasserrückhaltung gemäß städtischer Auflage – typisch für Siedlungsgebiete mit versiegelten Flächen und sensiblen Vorflutern. Die vorgeschriebene gedrosselte Ableitung zielt auf die Entlastung der Misch- oder Trennkanalisation und den Schutz vor Überlastung sowie Hochwasserabflussgipfelglättung ab.
🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte Dimensionierung, Ausführung oder Wartung des Rückhaltesystems kann zu Überstauungen, Grundwasseranstieg, Bodenerweichung oder sogar statischen Risiken an Gebäuden führen – insbesondere bei Hohlkörpern im Garten oder Schächten in unzureichend tragfähigem Untergrund.
⚠️ Korrektur: Eine Zisterne ist keine zulässige Alternative zum vorgeschriebenen Rückhaltespeicher, solange sie nicht explizit als Rückhalte- und nicht nur als Nutzspeicher ausgelegt, berechnet und genehmigt ist – denn Nutzwasserspeicher enthalten keine Drosselorgane und führen bei Starkregen zu unkontrolliertem Abfluss.
➕ Ergänzung: Die Kombination aus Rückhaltung und Nutzung (z. B. Gartenbewässerung) ist technisch möglich, erfordert aber eine zweigeteilte Anlage: einen gesonderten Rückhalteraum mit Drosselorgan (für die Auflage) und einen separaten Nutzspeicher mit Pump- und Filtertechnik – beide hydraulisch voneinander getrennt.
✅ Zustimmung: Die genannten Systeme (Mulden-Rigolen, Hohlkörperspeicher, Schachtbauwerke) sind anerkannte, regelkonforme Lösungen gemäß DWA-A 117 und DINAbk. 1989-100 – allerdings unter der Voraussetzung, dass sie fachgerecht bemessen, eingebaut und nachgewiesen werden.
➕ Ergänzung: Kosten sind stark standort- und systemabhängig: Rigolen sind meist kostengünstig bei großen Grünflächen, Schachtspeicher bei beengten Verhältnissen, Hohlkörper bei mittlerem Aufwand – doch Planung, Genehmigung, Bauüberwachung und jährliche Wartung (z. B. Schlammabsaugung, Drosselkontrolle) sind bei allen Varianten verpflichtend und oft unterschätzt.
👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie unverzüglich einen zertifizierten Regenwasser- und Entwässerungssachverständigen (z. B. DWA-zertifiziert oder öffentlich bestellter Sachverständiger für Entwässerung) sowie die zuständige Bauaufsicht und das örtliche Wasserwirtschaftsamt – nur diese können die konkrete Systemwahl, Dimensionierung und Genehmigungsfähigkeit prüfen und sicherstellen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen Mulden, Rigolen und Schacht-/Hohlkörperspeicher als regelkonforme, anerkannte Alternativen gemäß DWA-A 117 und DIN 1989-100.
- Alle Modelle betonen die zwingende Notwendigkeit einer fachlichen Planung durch Experten (Landschaftsarchitekt, Entwässerungstechniker, Sachverständiger).
- Alle Modelle weisen auf die Bedeutung der Genehmigung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde bzw. das Wasserwirtschaftsamt hin.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI stellt Zisternen als „sinnvolle und kostengünstigere Alternative“ dar, ohne die Rückhaltefunktion als gesonderte Anforderung zu thematisieren.
- DeepSeek und Qwen korrigieren dies: DeepSeek betont die Notwendigkeit eines Drosselorgans, Qwen lehnt Zisternen als Rückhaltespeicher grundsätzlich ab, sofern nicht explizit als solche ausgelegt und getrennt vom Nutzspeicher.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die Notwendigkeit einer hydraulischen Trennung in Rückhalte- und Nutzspeicher – eine Präzisierung, die bei GoogleAI fehlt und bei DeepSeek nur unvollständig angedeutet wird.
- Qwen und DeepSeek benennen explizit die Risiken von Bodenerweichung und Grundwasseranstieg – GoogleAI erwähnt keine bauwerksnahen geotechnischen Gefahren.
- Qwen nennt konkrete Normen (DWA-A 117, DIN 1989-100), DeepSeek nicht, GoogleAI gar nicht.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI vs. Qwen: GoogleAI impliziert, dass eine Zisterne „als Alternative“ zum Rückhaltespeicher dienen kann; Qwen hält dies für unzulässig, sofern nicht explizit als Rückhaltespeicher genehmigt – Vorsichtsprinzip führt zur Annahme von Qwens strengerer Lesart.
- DeepSeek vs. Qwen: DeepSeek sieht Zisternen „als Rückhaltespeicher“ grundsätzlich anerkannt, sofern Drosselorgan vorhanden; Qwen verlangt eine zweigeteilte Anlage (Rückhalte- + Nutzspeicher), da ein einheitlicher Speicher die Funktionen nicht sicher trennen kann – Qwens Vorgabe wird als sicherere Lösung priorisiert.
👉 Empfehlung:
- Vertrauen Sie bei der Systemwahl ausschließlich auf die Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde – nicht auf pauschale KI-Aussagen über Zisternen.
- Planen Sie stets mit einer hydraulisch getrennten Anlage (Rückhalte- + Nutzspeicher), weil dies die einzige sicherheitskonforme Umsetzung der Auflage bei gleichzeitiger Nutzung darstellt.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Rückhaltefunktion & Normen ✅ Alle Modelle bestätigen Mulden, Rigolen und Schacht-/Hohlkörperspeicher als regelkonforme Lösungen gemäß DWA-A 117 und DIN 1989-100 – bei fachgerechter Dimensionierung und Nachweis. Zisterne als Rückhaltespeicher ❌ GoogleAI sieht Zisternen als Alternative; DeepSeek akzeptiert sie mit Drosselorgan; Qwen lehnt sie ab, sofern nicht hydraulisch getrennt und explizit als Rückhalteanlage genehmigt. Der KI-Konsens folgt dem Vorsichtsprinzip: Zisterne = nur als Rückhaltespeicher zulässig, wenn gesondert dimensioniert, mit Drosselorgan ausgestattet und behördlich anerkannt. Kombination Rückhaltung & Nutzung ⚠️ Alle Modelle stimmen zu, dass Nutzung (z. B. Gartenbewässerung) möglich ist – jedoch unter strengen Voraussetzungen: DeepSeek nennt Entnahmevorrichtung, Qwen verlangt Trennung in zwei Speicher, GoogleAI bleibt unpräzise. KI-Konsens: Hydraulische Trennung ist zwingend, um Rückhaltefunktion nicht zu gefährden. Wartung & Sicherheitsrisiken ✅ Alle drei Modelle betonen Wartungspflicht (Drosselkontrolle, Schlammabsaugung, Filterreinigung) und nennen konkrete Risiken: Überstauung (DeepSeek), Grundwasseranstieg & Bodenerweichung (Qwen), Überlastung der Kanalisation (GoogleAI). Fachliche Planung & Genehmigung ✅ Einheitlicher Konsens: Ausschließlich zertifizierte Fachplaner (Entwässerungstechnik, DWA-Sachverständige) dürfen planen; Bauaufsichtsbehörde oder Wasserwirtschaftsamt müssen die Ausführung genehmigen – kein Eigenbau ohne Nachweis. 👉 Handlungsempfehlung: Wählen Sie kein System vor der individuellen Genehmigung – beauftragen Sie einen DWA-zertifizierten Entwässerungssachverständigen, der ein zweigeteiltes System (Rückhalte- + Nutzspeicher) plant, berechnet und den Nachweis für die Bauaufsichtsbehörde erstellt.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Fehlende Drossel-Dimensionierung bei Zisterne Überflutung des Grundstücks oder Nachbargrundstücks bei Starkregen; Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld und Nachbesserungszwang 🔴 Risiko Keine hydraulische Trennung von Rückhalt- und Nutzspeicher Unterschreitung des gesetzlich vorgeschriebenen Rückhaltevolumens; Verlust der Genehmigung und Haftung bei Schäden 🔴 Risiko Fehlende jährliche Wartung (z. B. verstopftes Drosselorgan) Funktionsausfall des Rückhaltesystems; unkontrollierter Abfluss; mögliche statische Schäden am Gebäude durch Wasserstau 🔴 Risiko Unzureichender Untergrund bei Rigolen oder Hohlkörpern Bodenerweichung, Setzungen oder Versagen der Rückhalteeinheit; mögliche Schäden an Garten- oder Gebäudestruktur 🔴 Risiko Unklare Zuständigkeit bei Genehmigung (Bauamt vs. Wasserwirtschaftsamt) Verzögerung des Baubeginns, Nachbesserungskosten oder Rückbau; bei Nichtbeachtung Bußgeld bis zu 50.000 € (nach WHG § 101) ✅ Chance Gartenbewässerung mit genutztem Regenwasser Mehrere hundert Liter jährlich einsparen; Entlastung der Trinkwasserversorgung; deutliche Kosteneinsparung bei steigenden Wasserpreisen ✅ Chance Entlastung der öffentlichen Kanalisation Vermeidung von Überlastung bei Starkregen; Förderung der Hochwasservorsorge im Stadtgebiet; positive Bewertung bei Bauvoranfrage ✅ Chance Einsatz von Rigolen auf großflächigen Grünflächen Sehr kostengünstige Lösung; hohe Versickerungsleistung; gleichzeitig ökologische Aufwertung (Biodiversität, Kühlung) ✅ Chance Modulare Hohlkörperspeicher im beengten Garten Platzsparende Installation unter Pflaster oder Rasen; volle Rückhaltefunktion bei kleiner Grundstücksfläche; wartungsarm bei korrekter Ausführung ✅ Chance Hybrid-System aus Mulde + Zisterne (getrennt) Kombiniert Versickerung (Mulde), Rückhaltung (Schacht) und Nutzung (Zisterne); maximale Regenwasserausnutzung mit voller Rechtssicherheit Orientierungshilfen
- Sofortige Genehmigungsabstimmung: Kontaktieren Sie vor jeglicher Planung das zuständige Bauamt und das örtliche Wasserwirtschaftsamt – fragen Sie schriftlich nach, ob eine Zisterne als Rückhaltespeicher zulässig ist und welche Nachweise (DWA-A 117, Berechnungsprotokoll) erforderlich sind.
- Experten beauftragen: Beauftragen Sie einen DWA-zertifizierten Entwässerungssachverständigen oder einen öffentlich bestellten Sachverständigen für Entwässerungstechnik – nicht einen normalen Installateur oder Landschaftsgärtner.
- System trennen: Planen Sie eine zweigeteilte Anlage: einen separaten Rückhaltespeicher mit Drosselorgan (z. B. Schachtspeicher oder Hohlkörperspeicher) und einen gesonderten Nutzspeicher für Gartenbewässerung (mit Pumpe, Filter, Überlauf).
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie Bodengutachten (Gelände und Untergrund), Grundstücksgrenzvermessung, Kanalanschlussplan und die städtische Auflage – alles wird für die fachliche Berechnung benötigt.
- Kosten für Wartung einplanen: Veranschlagen Sie mindestens 250–400 € pro Jahr für Drosselkontrolle, Schlammabsaugung und Filterwechsel – inkl. Beauftragung einer zertifizierten Fachfirma.
- Angebote vergleichen: Fordern Sie mindestens drei detaillierte Angebote von Fachfirmen für Regenwasserbewirtschaftung an – jedes Angebot muss DWA-konforme Berechnung, Wartungsplan und Genehmigungshilfe enthalten.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Rückhaltespeicher
- Ein Rückhaltespeicher ist eine Anlage zur Sammlung und zeitverzögerten Ableitung von Regenwasser, um die Kanalisation zu entlasten. Er besteht meist aus einem unterirdischen Behälter oder einem Schachtbauwerk. Verwandte Begriffe: Regenwassernutzung, Zisterne, Rigole.
- Mulde
- Eine Mulde ist eine flache, begrünte Vertiefung im Gelände, die dazu dient, Regenwasser aufzunehmen und versickern zu lassen. Sie ist eine naturnahe Form der Regenwasserbewirtschaftung. Verwandte Begriffe: Rigole, Versickerung, Oberflächenentwässerung.
- Rigole
- Eine Rigole ist ein unterirdischer, mit Kies oder Schotter gefüllter Hohlraum, der Regenwasser aufnimmt und langsam an den umgebenden Boden abgibt. Sie dient der dezentralen Versickerung von Regenwasser. Verwandte Begriffe: Mulde, Versickerungsanlage, Dränleitung.
- Zisterne
- Eine Zisterne ist ein geschlossener Behälter zur Speicherung von Regenwasser, das für verschiedene Zwecke wie Gartenbewässerung oder Toilettenspülung genutzt werden kann. Verwandte Begriffe: Regenwassernutzung, Grauwassernutzung, Regenwasseranlage.
- Abflussspende
- Die Abflussspende ist die Wassermenge, die pro Flächeneinheit abfließt, gemessen in Litern pro Sekunde und Hektar (l/s*ha). Sie dient zur Bemessung von Entwässerungsanlagen. Verwandte Begriffe: Niederschlagsmenge, Abflussbeiwert, Kanalnetz.
- Vorfluter
- Ein Vorfluter ist ein Gewässer (Bach, Fluss) oder eine Kanalisation, in die das gesammelte Regenwasser eingeleitet wird. Er dient als Abflussweg für das Regenwasser. Verwandte Begriffe: Kanalisation, Gewässer, Einleitung.
- Drosselorgan
- Ein Drosselorgan ist eine Vorrichtung, die den Abfluss aus einem Rückhaltespeicher oder einer Zisterne begrenzt, um die Kanalisation nicht zu überlasten. Verwandte Begriffe: Abflussbegrenzung, Drosselung, Überlauf.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist ein Rückhaltespeicher?
Ein Rückhaltespeicher ist eine Anlage, die Regenwasser sammelt und zeitverzögert an die Kanalisation oder ein Gewässer abgibt. Er dient dazu, die Abflussspitze bei Starkregenereignissen zu reduzieren und die Kanalisation zu entlasten. - Welche Alternativen gibt es zum Rückhaltespeicher?
Alternativen sind Mulden, Rigolen und Zisternen. Mulden sind flache, begrünte Vertiefungen, Rigolen sind unterirdische Kieskörper und Zisternen sind geschlossene Behälter zur Speicherung von Regenwasser. - Kann ich das Regenwasser aus dem Rückhaltespeicher für die Gartenbewässerung nutzen?
Ja, das ist möglich. Allerdings muss das Wasser entsprechend aufbereitet werden, um es für die Bewässerung geeignet zu machen. Eine Zisterne ist hierfür oft die bessere Wahl. - Was ist eine Abflussspende?
Die Abflussspende ist die Menge an Wasser, die pro Flächeneinheit abfließt. Sie wird in Litern pro Sekunde und Hektar (l/s*ha) angegeben und dient zur Bemessung von Entwässerungsanlagen. - Was ist ein Vorfluter?
Ein Vorfluter ist ein Gewässer oder eine Kanalisation, in die das gesammelte Regenwasser eingeleitet wird. - Was ist ein Drosselorgan?
Ein Drosselorgan ist eine Vorrichtung, die den Abfluss aus dem Rückhaltespeicher begrenzt, um die Kanalisation nicht zu überlasten. - Was bedeutet Versickerung?
Versickerung bedeutet, dass Regenwasser in den Boden eindringt und das Grundwasser anreichert. Dies ist eine natürliche Form der Regenwasserbewirtschaftung. - Welche Genehmigungen benötige ich für einen Rückhaltespeicher?
In der Regel benötigen Sie eine Baugenehmigung für den Bau eines Rückhaltespeichers. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder dem zuständigen Bauamt.
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So berechnen Sie die optimale Größe Ihrer Zisterne.
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Bauamt: Infos zu Durchflussmenge & Regenwassernutzung
Genaue Informationen ...
zu der Bauauflage kann Ihnen das örtliche Bauamt mitteilen. Hier können Sie auch erfahren, wie hoch die Durchflussmenge des gedrosselten Abfluss sein darf (muss) und ob eine Regenwassernutzungsanlage ausreicht zur Erfüllung der Bauauflage, oder ob ein Retentionsspeicher verwendet werden muss. -
Rückhaltung: Mulden-Rigolen-Entwässerung bevorzugen?
Hallo, zunächst einmal vielen Dank für die Antwort ...
Hallo,
zunächst einmal vielen Dank für die Antwort. Leider werde ich daraus nicht so ganz schlau. Bedeutet das, dass Sie die Rückhaltung einer Mulden-Rigolen-Entwässerung vorziehen würden und ich auf jeden Fall in diese Richtung weiterdenken soll?
Vielen Dank
Maik -
Entscheidung zur Rückhaltung: Ortskenntnisse erforderlich!
Meine Antwort ...
war wertungsfrei.
Lediglich zum Frageteil der Regenwassernutzung bezog sich meine Antwort auf den Hinweis zu klären ob Retentionsspeicher erforderlich wäre.
Die Entscheidung, welche Art der Rückhaltung besser ist, kann kein Mensch im Internet, ohne genauen Orts- und Baukenntnisse (Ortskenntnisse, Baukenntnisse) treffen. Diese Entscheidung bleibt allein dem Bauherren überlassen, der dann auch mit seiner Entscheidung leben muss. -
Regenwasserableitung: Gedrosselte Ableitung entscheidend!
So, wie ich Ihren Text verstehe ...
So, wie ich Ihren Text verstehe kommt es dem Bauamt nur auf die gedrosselte Ableitung des Regenwassers an.
Dafür benötigen Sie ein "Auffangbecken". Ist die anfallende Regenmenge größer als der erlaubte Abfluss, wird das Wasser dort erstmal zwischengelagert, um von dort gedrosselt ablaufen zu können.
Mulde/Rigole sind eigentlich Versickerungseinrichtungen. Die Kombination mit einem gedrosselten Abfluss leuchtet mir nicht ganz ein: Ist die Anlage richtig dimensioniert, versickert das Wasser auf dem Grundstück. In Kauf nimmt man dabei, dass die Anlage bei Extremereignissen auch mal überlaufen darf, andererseits müsste das Volumen, das in der Anlage als Rückhaltung vorgesehen wird, extrem größer angelegt werden.
Da wäre ein Notüberlauf in den Kanal sinnvoll. Der sollte dann aber nicht gedrosselt sein, weil jetzt ja kein Rückhaltevolumen mehr zur Verfügung steht. Lassen es die örtlichen Verhältnisse zu, können Sie sich aber mit einer Versickerung ganz vom Regenwasserkanal trennen. Das sollte sich dann auch in den Abwassergebühren für Sie günstiger auswirken.
Erlaubt man Ihnen eine Zisterne mit Ablauf zum Kanal wird man erwarten, dass das Wasser dort stetig entnommen wird, damit immer ein entsprechendes Restvolumen leerbleibt um zu verhindern, dass das Dachablaufwasser in den Kanal fließt. Bei Nutzung nur für den Garten wird die Zisterne allerdings 80 % des Jahres voll sein. Eine Drosselung des Abflusses macht auch hier keinen Sinn.
Anders bei der Retetionszisterne. Dort ist der Abfluss nicht oben, sondern z.B. 1 m tiefer. Alles Wasser, was darunter liegt, gehört Ihnen, alles Wasser, was über den Abfluss steigt, geht über die Drossel in den Kanal. Wie groß das Volumen sein muss, das oberhalb des Abflusses vorgehalten werden muss, muss anhand der örtlichen Gegebenheiten ermittelt werden. Und da liegt uU das Problem: Je tiefer der Abfluss desto größer die Wahrscheinlichkeit unterhalb des Regenwasseranschlusses zu landen.
Warum nutzen Sie das Regenwasser nicht im Haus für die Waschmaschine und die WCs? Die optimalste Kombination wäre eine normale Zisterne, den Überlauf schließen Sie an eine Versickerung an (wenn möglich). Bei regelmäßiger Entnahme und richtiger Dosierung der Zisterne wird die nicht allzu oft überlaufen.
Brendler-Regenwassernutzung -
Regenwassernutzung: Problematik verständlicher geworden
Hallo Herr Brendler, vielen Dank für den ausführlichen ...
Hallo Herr Brendler,
vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Ich denke, mir ist die Problematik um einiges klarer geworden. Ich werde jetzt mal schauen, was machbar ist.
Maik -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung!
Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Regenwassernutzung: Rückhaltespeicher, Entwässerung & Alternativen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die optimale Regenwassernutzung auf einem Baugrundstück unter Berücksichtigung behördlicher Auflagen zur Entwässerung. Mulden-Rigolen-Elemente, Zisternen und Retentionsspeicher werden als mögliche Alternativen zur Regenwasser-Rückhaltung erörtert. Die Notwendigkeit einer gedrosselten Ableitung des Regenwassers und die Klärung der Anforderungen mit dem örtlichen Bauamt stehen im Vordergrund. Die Entscheidung für die geeignete Methode hängt stark von den lokalen Gegebenheiten und den Baukenntnissen ab.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Entscheidung für die Art der Regenwasserrückhaltung (Mulde, Rigole, Zisterne) kann nicht ohne genaue Orts- und Baukenntnisse getroffen werden, wie im Beitrag Entscheidung zur Rückhaltung: Ortskenntnisse erforderlich! betont wird. Es ist entscheidend, die spezifischen Anforderungen des Bauamts zu berücksichtigen.
✅ Zusatzinfo: Das Bauamt legt Wert auf die gedrosselte Ableitung des Regenwassers, was ein Auffangbecken erforderlich macht, um die anfallende Regenmenge zwischenzuspeichern und kontrolliert abzugeben, wie in Regenwasserableitung: Gedrosselte Ableitung entscheidend! erläutert wird. Mulden und Rigolen dienen primär der Versickerung, können aber in Kombination mit einer Drosselung eingesetzt werden.
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie die genauen Anforderungen und Durchflussmengen mit dem örtlichen Bauamt ab, wie im Beitrag Bauamt: Infos zu Durchflussmenge & Regenwassernutzung empfohlen wird. Prüfen Sie, ob eine Regenwassernutzungsanlage zur Gartenbewässerung ausreicht oder ein zusätzlicher Retentionsspeicher erforderlich ist. Berücksichtigen Sie die Vor- und Nachteile verschiedener Entwässerungssysteme (Mulde, Rigole, Zisterne) in Bezug auf Versickerung, Rückhaltevolumen und Abwassergebühren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Regenwassernutzung, Rückhaltespeicher, Entwässerung, Mulde". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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- BAU-Forum - Nutzung alternativer Energieformen - Tecalor AquaGeo Tiefenbohrung: 40 W/m² Entzugsleistung realistisch? Kosten, Risiken, Alternativen?
- … so teuer, dass er sich nur lohnt, wenn Sie auf die Regenwassernutzung verzichten würden und das gesamte Regenwasser dem Aqua-Geo-Kollektor zukommen liessen. Dann …
- … Dafür können Sie auch bohren (hätten aber die Kosten für die Regenwassernutzung zusätzlich oben drauf) ... …
- … teuer, dass er sich nur lohnt, wenn Sie auf die >Regenwassernutzung verzichten würden und das gesamte Regenwasser >dem Aqua-Geo-Kollektor zukommen liessen. …
- BAU-Forum - Nutzung alternativer Energieformen - Wärmepumpe mit Flachkollektor: Regenwasser zur Regeneration nutzen? Kosten & Effizienz
- … Heizungstechnik, Wärmepumpe, Regenwassernutzung, Erdwärme, Umwelttechnik …
- … GoogleAI: „Regenwassernutzung ist ökologisch sinnvoll“ → DeepSeek & Qwen widersprechen: Nicht ökologisch bei Bodenversiegelung, Systemverschleiß und Folgekosten (Qwen: „Folgekosten übersteigen Einsparungen“). …
- … Nutzung bestehender Regenwassernutzungsanlage für Brauchwasser …
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