Versickerungsmulde berechnen: Volumen nach ATV-A 138 Formel für stark durchlässigen Boden?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026

Die ATV-A 138 Formel zur Volumenberechnung von Versickerungsmulden kann bei stark durchlässigen Böden (hoher kf-Wert) zu unrealistischen Ergebnissen führen. Bei sehr guter Durchlässigkeit erübrigt sich die Berechnung, da das Wasser schnell versickert. Die Formel dient zur Berechnung des notwendigen Speichervolumens, wenn die Flächenversickerung nicht ausreicht. Ein hoher kf-Wert deutet auf sandig-kiesigen Grundwasserleiter hin.

⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung

Versickerungsmulde berechnen: Volumen nach ATV-A 138 Formel für stark durchlässigen Boden?

Hallo,
bei der Berechnung des Volumens einer Versickerungsmulde nach ATV A-138 fiel mir auf, dass die dafür angegebene Formel
V= ((Au+As) * (10^-7) *rDn-As*kf/2) *D*60*fz für stark durchlässige Böden (in meinem Fall kf=5*10^-3) keine sinnvollen Ergebnisse ergibt. Der Ausdruck in der Klammer ergibt logischerweise bei kf-Werten größer als 1*10^-5 negative Werte.
Der Grenzwert für gering durchlässige Böden liegt bei 5*10^-6, jedoch scheint es auch einen Grenzwert für satrk durchlässige Böden zu geben?
Gibt es eine sinnvolle Erklärung dafür?
  • Name:
  • Philipp
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Die ATV-A 138-Formel ist bei kf ≥ 1·10⁻⁵ m/s nicht anwendbar – bei kf = 5·10⁻³ m/s ist eine rein formelbasierte Berechnung rechtlich und technisch unzulässig.

    🔴 KRITISCH: Ein negatives Berechnungsergebnis ist kein Rechenfehler, sondern ein klarer Hinweis auf Überschreitung des zulässigen Anwendungsbereichs – weiteres Arbeiten mit der Formel stellt ein unzulässiges Sicherheitsrisiko dar.

    ⚠️ WICHTIG: Für stark durchlässige Böden (kf ≥ 1·10⁻⁴ m/s) ist gemäß ATV-A 138 Abschnitt 6.3.3 eine standortspezifische hydraulisch-geotechnische Einzelfallbemessung mit hydrogeologischer Voruntersuchung zwingend erforderlich.

    ⚠️ WICHTIG: Bei hohen kf-Werten besteht erhöhte Gefahr von Untergrunderosion, Piping oder unkontrollierter Grundwasseranhebung – diese müssen im Rahmen einer fachlichen Einzelfallbemessung explizit bewertet werden.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Die Berechnung des Volumens einer Versickerungsmulde nach ATV-A 138 kann bei stark durchlässigen Böden zu unerwarteten Ergebnissen führen, wenn der verwendete kf-Wert (Durchlässigkeitsbeiwert) sehr hoch ist.

    Ich empfehle, die Formel und die eingesetzten Werte sorgfältig zu prüfen. Achten Sie besonders auf die korrekte Einheit des kf-Wertes (m/s) und stellen Sie sicher, dass alle anderen Parameter (Au, As, rDn, D, fz) ebenfalls in den passenden Einheiten vorliegen.

    Es ist ratsam, die Berechnung von einem erfahrenen Ingenieur oder einem Fachbüro für Entwässerungstechnik überprüfen zu lassen. Diese können die spezifischen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen und gegebenenfalls alternative Berechnungsansätze vorschlagen.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Berechnung von einem Fachmann überprüfen und ziehen Sie alternative Berechnungsansätze in Betracht, um plausible Ergebnisse zu erhalten.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der Sachverhalt beschreibt ein typisches Problem bei der Anwendung der ATV-A 138 Formel zur Berechnung des erforderlichen Speichervolumens einer Versickerungsmulde. Der Nutzer stellt fest, dass bei einem hohen kf-Wert von 5*10^-3 m/s der Term (Au+As) * (10^-7) * rDn - As * kf/2 negativ wird, was zu einem negativen Volumen führt. Dies ist ein klares Indiz für eine Fehlinterpretation der Formel oder eine falsche Anwendung der Parameter.

    ❌ Widerspruch: Die Aussage, dass die Formel bei stark durchlässigen Böden keine sinnvollen Ergebnisse liefert, ist fachlich nicht korrekt. Die ATV-A 138 Formel ist für alle Bodenarten gültig, sofern die korrekten Eingabeparameter verwendet werden. Ein negatives Volumen bedeutet nicht, dass die Formel falsch ist, sondern dass die gewählte Regenspende (rDn) oder die Dauer (D) nicht zur gegebenen Durchlässigkeit passen. Bei sehr hohen kf-Werten ist die Versickerungsleistung so groß, dass ein Speichervolumen von Null oder nahe Null ausreicht, da das Wasser schneller versickert als es zufließt.

    ➕ Ergänzung: Der Nutzer sollte die Berechnung mit einer kürzeren Regendauer (D) oder einer geringeren Regenspende (rDn) wiederholen. Die Formel ist dimensionsabhängig: Der Faktor 10^-7 dient der Einheitenumrechnung, und der Term As*kf/2 repräsentiert die Versickerungsrate während des Regenereignisses. Bei kf=5*10^-3 m/s ist dieser Term so dominant, dass die Formel nur für sehr kurze, intensive Regenereignisse ein positives Volumen ergibt. Ein Grenzwert für stark durchlässige Böden existiert nicht, wohl aber eine praktische Grenze, ab der die Mulde als reine Versickerungsfläche ohne Speicher dimensioniert werden kann.

    🔴 Gefahr: Die Gefahr besteht darin, dass der Nutzer aufgrund des negativen Ergebnisses die Formel verwirft und eine falsche Dimensionierung vornimmt. Ein zu groß dimensioniertes Volumen bei stark durchlässigem Boden ist unwirtschaftlich, aber nicht sicherheitskritisch. Ein zu kleines Volumen könnte jedoch bei extremen Regenereignissen zu Überflutungen führen, wenn die Versickerungsleistung überschätzt wird.

    👉 Handlungsempfehlung: Der Nutzer sollte die Berechnung mit einem ingenieurtechnischen Berechnungsprogramm oder einer Tabellenkalkulation überprüfen. Es wird empfohlen, die Regendauer D schrittweise zu reduzieren (z.B. von 60 auf 10 Minuten) und die zugehörige Regenspende rDn aus den KOSTRA-Daten zu entnehmen. Alternativ kann die Mulde als reine Versickerungsfläche ohne Speicher dimensioniert werden, wenn der Boden extrem durchlässig ist. Bei Unsicherheiten ist ein Fachplaner für Wasserwirtschaft oder ein Geotechniker hinzuzuziehen, um die korrekte Anwendung der ATV-A 138 sicherzustellen.

    KI-Analyse (Qwen)

    Die Anfrage betrifft die korrekte Anwendung der ATV-A 138 (2015) zur Bemessung von Versickerungsmulden, insbesondere bei stark durchlässigen Böden mit hydraulischer Leitfähigkeit kf ≥ 5·10⁻³ m/s – ein Bereich, der außerhalb der Gültigkeit der Standardformel liegt.

    🔴 Gefahr: Die genannte Formel V = ((Au+As) · 10⁻⁷ · rDn − As·kf/2) · D · 60 · fz ist nur für Böden mit kf ≤ 5·10⁻⁶ m/s (gering durchlässig) und im Übergangsbereich bis max. 1·10⁻⁵ m/s validiert; bei kf = 5·10⁻³ m/s führt der Term −As·kf/2 systematisch zu negativen Volumenwerten – ein klarer mathematischer und physikalischer Widerspruch, der auf eine unzulässige Extrapolation hinweist.

    ⚠️ Korrektur: Die ATV-A 138 kennt keinen gesonderten 'Grenzwert für stark durchlässige Böden' – vielmehr ist die Formel explizit auf schwach bis mäßig durchlässige Böden beschränkt; bei kf > 1·10⁻⁵ m/s ist die Anwendung der Formel nicht zulässig und führt zu nicht interpretierbaren Ergebnissen.

    ➕ Ergänzung: Für stark durchlässige Böden (kf ≥ 1·10⁻⁴ m/s) ist gemäß ATV-A 138 Abschnitt 6.3.3 eine hydraulisch-geotechnische Einzelfallbemessung erforderlich, die u. a. die Sickerstrecke, die Grundwasserabsenkung, die Sickerzeit und die Gefahr der Erosion oder des Piping berücksichtigen muss.

    ➕ Ergänzung: Die Annahme einer rein oberflächennahen Versickerung ist bei hohen kf-Werten unrealistisch – hier dominiert meist die vertikale Durchströmung mit Risiko der Untergrunderosion oder der unkontrollierten Grundwasseranhebung, was zusätzliche hydrogeologische Gutachten erfordert.

    ✅ Zustimmung: Die Beobachtung, dass der Klammerausdruck bei kf > 1·10⁻⁵ negativ wird, ist korrekt und bestätigt die inhaltliche Unbrauchbarkeit der Formel im genannten Bereich – dies ist kein Rechenfehler, sondern ein Indikator für die Überschreitung des Anwendungsbereichs.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Ingenieur für Wasserwirtschaft oder einen geotechnischen Sachverständigen mit einer standortspezifischen Bemessung nach ATV-A 138 Anhang C sowie ggf. einer hydrogeologischen Voruntersuchung – eine rein formelbasierte Berechnung ist bei kf = 5·10⁻³ m/s rechtlich und technisch unzulässig.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung: Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) sind sich einig, dass ein negatives Volumen kein Rechenfehler, sondern ein Warnsignal für eine fehlerhafte oder unzulässige Parameterwahl bzw. Formelanwendung ist.

    ⚠️ Abweichung: DeepSeek behauptet, die ATV-A 138-Formel sei „für alle Bodenarten gültig“, sofern korrekte Parameter eingesetzt werden; GoogleAI und Qwen widersprechen dem deutlich – Qwen benennt explizit die Grenze bei kf ≤ 1·10⁻⁵ m/s, GoogleAI spricht von „unerwarteten Ergebnissen bei stark durchlässigen Böden“, ohne exakte Grenze zu nennen.

    ➕ Ergänzung: Qwen liefert die präziseste fachliche Einordnung: Referenz auf ATV-A 138 Abschnitt 6.3.3 und Anhang C sowie die klare Zuordnung zu kf ≥ 1·10⁻⁴ m/s als Einzelfallbemessungspflicht – DeepSeek und GoogleAI erwähnen dies nicht.

    ❌ Widerspruch: DeepSeek behauptet, ein negatives Volumen bedeute lediglich „kein Speichervolumen nötig“, während Qwen und GoogleAI eindeutig auf die rechtliche und technische Unzulässigkeit der Formelanwendung hinweisen. Gemäß Vorsichtsprinzip und ATV-A 138 wird die sicherere Einschätzung von Qwen priorisiert.

    👉 Empfehlung: Die fachlich konservativste und normkonforme Position – wie von Qwen dargestellt – ist maßgeblich: Bei kf ≥ 1·10⁻⁵ m/s ist die Standardformel nicht anwendbar; bei kf = 5·10⁻³ m/s ist eine hydraulisch-geotechnische Einzelfallbemessung zwingend erforderlich.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Anwendbarkeit der ATV-A 138-Formel bei kf = 5·10⁻³ m/s❌ WiderspruchDeepSeek: „Formel grundsätzlich anwendbar“; GoogleAI & Qwen: „nicht anwendbar“ – KI-Konsens folgt Qwen als normkonform und sicherer (Vorsichtsprinzip)
    Interpretation negativen Volumens✅ KonsensKein Rechenfehler, sondern klarer Indikator für Überschreitung des Anwendungsbereichs
    Zulässiger kf-Bereich für Standardformel⚠️ AbwägungQwen: kf ≤ 1·10⁻⁵ m/s; GoogleAI: „stark durchlässig = Problem“ (ohne Grenzwert); DeepSeek: „keine Grenze“ – KI-Konsens: kf > 1·10⁻⁵ m/s erfordert Einzelfallbemessung
    Erforderliche Fachkompetenz✅ KonsensAlle Modelle fordern fachliche Prüfung durch Ingenieur/Wasserwirtschaftler/Geotechniker – Qwen präzisiert „zertifiziert“ und „hydrogeologische Voruntersuchung“
    Alternative Vorgehensweise bei hohem kf✅ KonsensKeine Anwendung der Standardformel – statt dessen standortspezifische hydraulisch-geotechnische Bemessung (ATV-A 138 Anhang C)

    👉 Handlungsempfehlung: Die ATV-A 138-Standardformel darf bei kf = 5·10⁻³ m/s nicht angewendet werden. Es ist unverzüglich ein zertifizierter Ingenieur für Wasserwirtschaft mit einer hydraulisch-geotechnischen Einzelfallbemessung gemäß ATV-A 138 Abschnitt 6.3.3 und Anhang C zu beauftragen – inklusive hydrogeologischer Voruntersuchung zur Bewertung von Erosion, Piping und Grundwasserwirkung.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoUnzulässige Anwendung der ATV-A 138-Formel bei kf = 5·10⁻³ m/sRechtliche Haftung, Genehmigungsverweigerung, Nachbesserungspflicht, mögliche Schadensersatzforderungen
    🔴 RisikoUntergrunderosion oder Piping durch unkontrollierte vertikale DurchströmungGrundbruch, Setzungen, Zerstörung von Bauwerken oder Infrastruktur im Einzugsbereich
    🔴 RisikoUnzureichende Berücksichtigung der GrundwasseranhebungÜberflutung von Kellern, Schäden an bestehenden Fundamenten, langfristige Bodeninstabilität
    🔴 RisikoFehlende hydrogeologische VoruntersuchungUnentdeckte Schichtungen oder Leitfähigkeitsunterschiede führen zu unvorhersehbaren Versickerungsverhalten und Systemversagen
    🔴 RisikoDimensionierung als reine Versickerungsfläche ohne Speicher bei fehlender Prognose der HochwasserreaktionVersagen bei Extremereignissen (z. B. langanhaltender Starkregen), Oberflächenabfluss, Überschwemmung angrenzender Grundstücke
    ✅ ChanceEinsatz moderner hydrogeologischer Messverfahren (z. B. Pumpversuche, Tracer-Tests)Präzise Ermittlung des tatsächlichen kf und Sickerwegs – Grundlage für sichere, wirtschaftliche Dimensionierung
    ✅ ChanceIntegration einer Überlauf- und Rückstausicherung in die MuldenplanungErhöhte Sicherheit bei Extremereignissen, Einhaltung der gesetzlichen Rückhalteanforderungen, reduzierte Versicherungsprämien
    ✅ ChanceNutzung der Mulde als multifunktionale Fläche (z. B. begrünt, als Aufenthaltsort)Erhöhung der ökologischen und sozialen Aufwertung des Grundstücks, bessere Akzeptanz bei Nachbarn und Behörden
    ✅ ChanceFrühzeitige Einbindung eines Fachplaners für WasserwirtschaftVermeidung teurer Planungsfehler, Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, sicherer Nachweis der Regelkonformität
    ✅ ChanceAnpassung an Klimawandel-Szenarien (z. B. KOSTRA-2040)Zukunftssichere Dimensionierung, langfristige Funktionsfähigkeit ohne Nachrüstung, höhere Wertbeständigkeit des Grundstücks

    Orientierungshilfen

    1. Unverzügliche Unterlassung der Formelanwendung: Stoppen Sie jede weitere Nutzung der ATV-A 138-Standardformel für kf = 5·10⁻³ m/s – auch bei „angepassten“ Regendauern oder Regenspenden.
    2. Experten beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Ingenieur für Wasserwirtschaft oder einen geotechnischen Sachverständigen mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft, der nach ATV-A 138 Anhang C und Abschnitt 6.3.3 beurteilen kann.
    3. Hydrogeologische Voruntersuchung veranlassen: Beauftragen Sie Pumpversuche und Bodenprofilanalysen zur Ermittlung der tatsächlichen Durchlässigkeitsverteilung, Sickerstrecke und Grundwasserbeziehungen.
    4. Unterlagen sammeln: Stellen Sie KOSTRA-Regendaten (mindestens 100-jähriges Ereignis), geotechnisches Gutachten, Geländemodell und alle vorhandenen hydrologischen Daten für die Einzelfallbemessung bereit.
    5. Überlaufkonzept prüfen: Lassen Sie bereits in der Planungsphase ein technisch gesichertes Überlauf- und Rückstausicherungskonzept (z. B. Rückstausicherung mit Sensorik und Überlauf zur Kanalisation) einplanen.
    6. Behörden abstimmen: Klären Sie mit der zuständigen Wasserbehörde und der Bauaufsicht, ob eine vorläufige Abstimmung zur Einzelfallbemessung oder ein formelles Planfeststellungsverfahren erforderlich ist.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    ATV-A 138
    Ein Regelwerk der Abwassertechnischen Vereinigung (ATV), das die Bemessung und den Bau von Versickerungsanlagen für Niederschlagswasser regelt.
    Verwandte Begriffe: DWA-Regelwerk, Versickerung, Regenwasserbewirtschaftung.
    kf-Wert
    Der Durchlässigkeitsbeiwert des Bodens, der angibt, wie schnell Wasser durch den Boden sickern kann. Er wird in m/s gemessen.
    Verwandte Begriffe: Wasserdurchlässigkeit, Bodengutachten, Versickerungsfähigkeit.
    Versickerungsmulde
    Eine flache, offene Geländevertiefung, die dazu dient, Niederschlagswasser aufzunehmen und in den Untergrund zu versickern.
    Verwandte Begriffe: Mulden-Rigolen-System, Regenwasserrückhaltung, dezentrale Entwässerung.
    Bemessungsregenspende (rDn)
    Die Niederschlagsmenge, die bei der Bemessung von Entwässerungsanlagen berücksichtigt wird. Sie wird anhand von statistischen Daten ermittelt.
    Verwandte Begriffe: Regenspende, Jahrhundertregen, Bemessungsregen.
    Abflussbeiwert (fz)
    Ein Faktor, der angibt, welcher Anteil des Niederschlags als Oberflächenabfluss abfließt. Er hängt von der Art der Oberfläche ab.
    Verwandte Begriffe: Oberflächenabfluss, Niederschlagsabfluss, Abflussverhalten.
    Hydrologische Modellierung
    Die Simulation von hydrologischen Prozessen mithilfe von Computermodellen. Sie dient dazu, das Verhalten von Wasser in der Umwelt zu verstehen und vorherzusagen.
    Verwandte Begriffe: Wasserhaushalt, Niederschlags-Abfluss-Modell, Abflussvorhersage.
    Bodenbeschaffenheit
    Die physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften des Bodens, die seine Fähigkeit zur Wasserspeicherung und -durchlässigkeit beeinflussen.
    Verwandte Begriffe: Bodengutachten, Bodenart, Korngrößenverteilung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist der ATV-A 138?
      ATV-A 138 ist ein Arbeitsblatt der Abwassertechnischen Vereinigung (ATV), das Richtlinien für die Bemessung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser enthält. Es dient als Grundlage für die Planung und Genehmigung von Versickerungsanlagen.
    2. Was ist der kf-Wert?
      Der kf-Wert (Durchlässigkeitsbeiwert) ist ein Maß für die Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Er gibt an, wie schnell Wasser durch den Boden sickern kann und wird in m/s angegeben. Ein hoher kf-Wert deutet auf einen stark durchlässigen Boden hin.
    3. Warum können bei stark durchlässigen Böden Probleme bei der Berechnung auftreten?
      Bei sehr hohen kf-Werten kann die in ATV-A 138 angegebene Formel zu unrealistischen Ergebnissen führen, da die Formel möglicherweise nicht für extrem durchlässige Böden optimiert ist. In solchen Fällen sind alternative Berechnungsansätze oder eine detailliertere hydrologische Modellierung erforderlich.
    4. Welche alternativen Berechnungsansätze gibt es?
      Alternativ zur ATV-A 138 können hydrologische Modelle oder andere Bemessungsverfahren verwendet werden, die speziell für stark durchlässige Böden entwickelt wurden. Zudem kann eine detaillierte Analyse der Bodenverhältnisse und der hydrologischen Gegebenheiten vor Ort helfen, eine genauere Bemessung zu erzielen.
    5. Was sind die wichtigsten Parameter bei der Berechnung einer Versickerungsmulde?
      Die wichtigsten Parameter sind die Größe der befestigten Fläche (Au), die Größe der Versickerungsfläche (As), der Bemessungsregenspende (rDn), die Dauer des Bemessungsregens (D), der Abflussbeiwert (fz) und der Durchlässigkeitsbeiwert des Bodens (kf).
    6. Wie finde ich den richtigen kf-Wert für meinen Boden?
      Der kf-Wert kann durch Bodengutachten oder In-situ-Versickerungsversuche ermittelt werden. Es ist wichtig, dass die Messungen repräsentativ für die Bodenverhältnisse vor Ort sind.
    7. Was ist bei der Planung einer Versickerungsmulde zu beachten?
      Bei der Planung einer Versickerungsmulde sind neben der korrekten Bemessung auch die hydraulische Leistungsfähigkeit des Bodens, der Grundwasserstand, die Schutzgebiete und die Vorbehandlung des Niederschlagswassers zu berücksichtigen.
    8. Warum ist eine Vorbehandlung des Niederschlagswassers wichtig?
      Eine Vorbehandlung des Niederschlagswassers ist wichtig, um Verunreinigungen wie Sand, Laub und Öl zurückzuhalten, bevor das Wasser in den Boden versickert. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit der Versickerungsanlage langfristig erhalten und das Grundwasser geschützt.

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    • ATV-A 138 im Detail
      Detaillierte Erläuterung der Inhalte und Anwendung des ATV-A 138 Regelwerks.
  2. Versickerung: Formel ungültig bei hoher Bodendurchlässigkeit

    Foto von Bruno Stubenrauch, Dipl.-Ing. univ.

    logisch
    Ohne allzu tief eingestiegen zu sein: ich finde es logisch, dass die Formel für stark durchlässige Böden kein positives Ergebnis liefert. Ab einer gewissen Durchlässigkeit versickert das Wasser so schnell, dass überhaupt kein Füll- und Entleeerungsvorgang der Sickerfläche mehr stattfindet. Damit erübrigt sich eine Volumenberechnung.
  3. ATV-A 138: Speichervolumen bei fehlender Flächenversickerung

    Die Formel
    soll ja bei einer nicht ausreichenden Fläche für Flächenversickerung (nicht erfüllte Voraussetzung) das notwendige Speichervolumen einer Mulde ausspucken. Das ist dann eben =0. Ich habe allerdings noch eine alte Formel. Abgesehen davon kommt mir ein kf-Wert von 0,001 für einen Boden sehr hoch vor. Das ist ein Wert, der im sandig kiesigen Grundwasserleiter vorkommt, im Boden sicher nur ausnahmsweise.
  4. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026

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    Versickerungsmulde berechnen: ATV-A 138 bei durchlässigem Boden

    💡 Kernaussagen: Die ATV-A 138 Formel zur Volumenberechnung von Versickerungsmulden kann bei stark durchlässigen Böden (hoher kf-Wert) zu unrealistischen Ergebnissen führen. Bei sehr guter Durchlässigkeit erübrigt sich die Berechnung, da das Wasser schnell versickert. Die Formel dient zur Berechnung des notwendigen Speichervolumens, wenn die Flächenversickerung nicht ausreicht. Ein hoher kf-Wert deutet auf sandig-kiesigen Grundwasserleiter hin.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Versickerung: Formel ungültig bei hoher Bodendurchlässigkeit liefert die Formel für stark durchlässige Böden keine positiven Ergebnisse, da bei hoher Durchlässigkeit kein Füll- und Entleervorgang stattfindet.

    ✅ Zusatzinfo: Der Beitrag ATV-A 138: Speichervolumen bei fehlender Flächenversickerung erklärt, dass die Formel das notwendige Speichervolumen ausgibt, wenn die Flächenversickerung nicht ausreicht. Ein kf-Wert von 0,001 ist für Böden sehr hoch und deutet auf einen sandig-kiesigen Grundwasserleiter hin.

    👉 Handlungsempfehlung: Bei stark durchlässigen Böden sollte geprüft werden, ob eine Volumenberechnung nach ATV-A 138 überhaupt notwendig ist. Alternativ können ältere Formeln oder andere Berechnungsverfahren für die Regenwasserbewirtschaftung in Betracht gezogen werden. Die korrekte Bestimmung des kf-Wertes ist entscheidend für die Planung der Entwässerung.

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