Hallo
Geplant ist ein Holzrahmenbau Neubau in Baden Württemberg in Diffusionsoffener Bauweise.
Derzeitiger Wandaufbau von Außen nach Innen:
1 Diffutherm 80 mm verputzt
2 Holzrahmen 120 mm mit Pavatherm Dämmkeil 120 mm
3 OSBAbk. 15 mm
4 Installations Ebene 60 mm
5 Fermacell 12,5 mm
Fragen:
1. Verschiedene Rahmenbauer in der Gegend bieten als Standard 160 mm Balkenwerk an. Gibt es Bedenken gegen die 120 mm Balken wenn diese laut Statiker außreichen bzw. reicht die Isolierung?
2. Alternativ könnte ich mir auch eine Zellulosedämmung (durch einblasen) vorstellen - was ist haltet Ihr für sinnvoller (Vorteile / Nachteile zwischen den beiden Dämmstoffen)
Vielen Dank im Voraus
Gruß
Bernd
Wandaufbau Holzrahmenbau Neubau
BAU-Forum: Holzbau
Wandaufbau Holzrahmenbau Neubau
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Meinung dazu
120 mm Außendämmung wären mir heutzutage zu wenig.
Und bei Zellulose hätte ich Bedenken, dass sie sich früher oder später mal etwas setzt (und Abschnitte oben dann ohne Dämmung dastehen) oder dass sie anfängt zu gammeln.- Beides nur unqualifizierte Laienmeinungen.
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kann man so machen - muss man aber nicht 😉
auf jeden Fall wird der Aufbau normalerweise bauphysikalisch funktionieren.
das ist doch schon mal schön 🙂
zum gleichen oder geringeren Preis kann 1-5 thermisch getuned werden.
stiele 6x12? naja .. ich trau keiner Statik, die ich nicht selbst gerechnet
hab - und zwischen Statik, guter Konstruktion (diese ungeliebte Schnittstelle)
und Ausführung gilt es zu gewichten.
ob pavatherm (oder andere Holzweichfaser) oder Zellulose oder anderer Dämmstoff ..
Geschmacksache. Ich habe e. einfacheren und günstigeren Geschmack - oscar
wilde zum trotz 😉 -
120 mm - da war doch mal was?
Das war der deutsche Standard Ende der 80er Jahre, und der war damals schon nicht das Gelbe vom Ei. Allerdings wenigstens mit Mineralwolle, nicht mit Holzfasern, die schlechter dämmen. Wie kann es sein, dass das heute noch so angeboten wird? Der Bereich, ab dem immer mehr Dämmung nicht mehr viel bringt, beginnt erst bei frühestens 200 mm Mineralwolle, je nach Preis, evtl. auch bei 240 mm.
Als Bauinteressent sollte man sich dringend kundig machen, was denn so der Stand ist, nicht nur der in der eigenen kleinen Umgebung, denn auch 160 mm sind aus meiner Sicht indiskutabel. Wer heute noch an der Dämmung spart, der verzichtet wohl auch auf Winterkleidung, weil sie Geld kostet? Hier bezahlt allerdings die Krankenkasse die Folgen, beim Haus blecht jeder selber, was er sich an Heizkosten eingebrockt hat. -
Der beschriebene ...
Der beschriebene Aufbau bringt einen U-Wert der Wand (in Abhängigkeit vom Ständermaß😉 im Bereich von 0,25 - 0,20 W/m²K. Das ist doch schon mal nicht schlecht. Wir reden ja schließlich von 8 cm WLG 045 + 12 cm WLG 040. Klar geht es noch besser, aber man sollte auch nicht den Wert der Holzfaserplatte für den sommerlichen Hitzeschutz vergessen. -
Sommerlicher Wärmeschutz kontrovers
Vorab nur kurz dies: U-Werte von 0,25-0,20 bei Holzständerhäusern sind heute sehr wohl als schlecht zu bezeichnen! Wir wollen hier doch nicht über schlechte Hersteller oder Massivhäuser reden, nicht?
Beim Thema "Sommerlicher Wärmeschutz" fällt mir auf, dass diejenigen, denen zwangsläufig langsam die Argumente für sog. massive Bauweisen ausgehen, nun versuchen, erneut möglichst schwere Materialien ins Spiel zu bringen, sobald sie sich zähneknirschend mit Holzbauweisen auseinander setzen müssen. Da werden dann pauschal und generalisierend Schallschutz und Hitzeschutz genannt, ohne dies weiter zu begründen oder gar zu hinterfragen.
Ich empfehle zu diesem Thema den sehr informativen alten Thread aus der Gruppe "Dach", 1142-2, insbesondere den letzten Beitrag. Aber auch vorher schon wird z.B. plausibel erklärt, warum das Dämmmaterial möglichst leicht sein soll und man als Speichermasse auf der Innenseite vorteilhaft z.B. mit einer doppelten Lage GKP'en arbeiten kann. -
Aufbau nicht so prickelnd ...
Aufbau nicht so prickelnd ich geh einfach mal von dem angegebenen U-Wert von 0,25 aus und das ist im Holzrahmenbau eine Katastrophe!
Weil: die bessere mögliche Dämmung ist eigentlich DER entscheidende Pluspunkt bei der Holzrahmenbauweise und der wird hier leichtfertig verspielt.
Sommerlicher Wärmeschutz kann wie schon erwähnt wurde am effektivsten und günstigsten über mehrfache Beplankungen auf der Innenseite erreicht werden statt über "schwere Dämmstoffe" die dann wieder relativ schlechter dämmen ... und dann noch als dogmatisches Öko-Heiligtum viel zu teuer sind!
Als Dämmung ist Zellulose immer wieder in der Diskussion wegen eventuellen Nachsackens und ich habe leider auch schon die Erfahrung machen müssen, dass das passieren kann, gerade bei hohen Dämmstärken, da muss man schon extrem dicht einblasen an der oberen Grenze des überhaupt möglichen ...
Was ich als Platten/Mattenware gern verwende ist Thermo-Hanf, preislich zwar nicht ganz billig aber dafür auch in der Verarbeitung eine Klasse für sich, auf Maß bestellbar und legt sich richtig schön stramm in die Gefache ohne dass Ritzen bleiben ...
weshalb soll eigentlich in der Installationsebene keine Dämmung mehr sein? oder habe ich da was falsch verstanden? Wenn ja muss dass Verhältnis zu äußeren Dämmung stimmen damit es kein Kondensat gibt, ich würde die äußere Dämmung dicker machen und die Installationsebene herunter auf 45 mm, dann passt das besser.
Zum Stichwort "diffusionsoffen", das ist natürlich relativ, auch die Fermacell-Platte und das OSBAbk. sind Dampfbremsen und erfüllen so eine wichtige Aufgabe im Schichtenaufbau ... kurzfristiges puffern von Feuchtigkeit findet sowieso nur auf den ersten 10 bis 15 mm des Wandaufbaus statt, also in der Gipsbauplatte, jeder tiefergehende Feuchtigkeitshin- und Rücktransport passiert eher jahreszeitlich und trägt nicht nachweisbar zum Wohnklima bei ... was nicht heißen soll dass man das nicht so machen soll solange es bauphysikalisch i.O. ist.
Ach ja, wie soll die luftdichte Ebene definiert werden? Ich nehme an die OSB-Platte wird mit N&F und verklebt / getaped zu den angrenzenden Bauteilen?!?
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Arno Kuschow
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