Ich will auch mal eine Anfrage stellen (meine erste!).
Im Frühjahr möchte ich ein Gewächshaus (GH) für tropische Palmen im Garten aufbauen. Der Abstand zum Haus ist zu groß, sodass ein Anschluss an die ZHAbk. nicht sinnvoll ist. Nachfolgend habe ich versucht, einige Ideen aus den Forumsbeiträgen zu verwirklichen.
Die zu heizende Fläche beträgt 30 m², Soll-Bodentemperatur in unserem Winter 5 Monate lang mind. 15 Grad, Soll-Bodentemperatur in unserem Sommer 7 Monate lang mind. 21 Grad. Das Gewächshaus ist in heute im Gartenbau üblicher Ausführung, also Verglasung aus Gartenklarglas (4 mm dünn), ungedämmte Stahlprofilen, ca. 90 m² Glasoberfläche. Im Winter könnte es zur besseren Isolierung mit Folie umwickelt werden.
Die Heizung besteht ausschließlich aus einer Fußbodenheizung, welche die geforderte Mindestbodentemperatur aufrechterhalten soll. Die Fußbodenheizung besteht aus preiswertem 19 mm Kunststoffrohr (Gardena Sprinklersystem), schlangenförmig verlegt im Abstand von höchstens 20 cm. Der Heizkreislauf besteht insgesamt aus ca. 220 m Rohr und enthält damit rund 60 l Leitungswasser.
Der Boden besteht aus einer 20 cm Sandschicht (zum Erdkörper hin offen), in den die Kunststoffrohre in wenigen cm Tiefe gelegt werden. Alle Seiten (Streifenfundamente aus Normalbeton-Fertigteilen) sollen rundherum 100 cm tief mit 50 mm Styropor o.ä. isoliert werden.
Im Grund soll jetzt eine Gas-Therme das Heizwasser auf die Mindestbodentemperatur (wahrscheinlich einige Grad höher) erwärmen und eine Heizpumpe dieses Wasser ständig und möglichst langsam umwälzen. Die Vorlauf- und Rücklauftemperaturen (Vorlauftemperaturen, Rücklauftemperaturen) sind sehr niedrig (15 Grad bzw. 21 Grad) und sehr dicht beieinander. Der Höhenunterschied ist < 1 m, damit ist auch ein nahezu druckloser Betrieb möglich.
Als Erweiterung möchte ich den "Glashauseffekt" nutzen. Sonnenstrahlen bringen im Dachbereich des GH selbst im Winter sofort Lufttemperaturen von über 30 Grad, die zur Vorerwärmung des Heizungsrücklaufs bzw. zum Erwärmen einer mit 1000 l Wasser gefüllten Regentonne benutzt werden. Dazu schaltet ein Thermostat eine wirklich sparsame Minipumpe (aus dem Aquarium) ein, die Wasser aus der Regentonne zur solaren Erwärmung in 2 dünne Stahlrohre pumpt, die im Firstbereich verlegt sind. Der "solare" Rücklauf soll über einen simplen kleinen Wärmetauscher erst über den eigentlichen Heizkreislauf und dann zurück in die Tonne fließen.
Ein "echter" Sonnenkollektor bringt in einem Gewächshaus zu wenig, denke ich, da der direkte Kontakt mit den Sonnenstrahlen fehlt und damit die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist.
Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu meinen Ideen?
Reicht die Dicke der Seitenisolierung?
Welche Gas-Therme würde sich für meine Zwecke besonders eignen?
Vielen Dank für jede Antwort schon im Voraus!