Leider hat das letzte Jahr mit dem Einbau von Fenstern in meinem Anbau geendet, und damit fangen meine Probleme im neuen Jahr halt an. Vielleicht kann mir hier ja jemand ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit meinem Fensterbauer geben.
Hier mein Problem in ganz kurz:
- Tür/Fensterelement mit 6 cm Luft oben zum Rohbau eingebaut.
- Keine innere Dichtbahn unten.
- Innen fertig verputzt und Fußboden auch fertig.
Hier mein Problem in ausführlich:
Es wurden neben einigen normalen Fenstern auch 2 große Bodentiefe Elemente eingebaut. Das eine (Terrassentür) ist ca. 2,4 m breit. Das Fenster (3 feste Fensterscheiben) ist ca. 3.2 m breit. Zum Ausrichten wurden von den Fensterbauern Holzklötzchen (Leimholz und MDF) untergelegt. Beide Elemente wurden mit einem mittigen Winkel am Boden befestigt. Seitlich mit je 3 Schrauben. Die Zwischenräume wurden ausgeschäumt. An den Seiten und oben wurde dann innen und außen mit Dichtbändern abgedichtet. Ich hatte den Eindruck das sich die Fensterbauer zum Schluss etwas beeilt haben um noch fertig zu werden. So gegen 18 Uhr sind sie dann weggefahren.
Für mich als Laie war soweit alles in Ordnung. Leider regnete es die nächsten Tage ziemlich viel und es bildete sich innen eine kleine Pfütze. Deshalb begann ich also zu schauen, wo das Wasser her kam. Ursache war zum einen das die Leimholzklötze komplett aufgequollen waren. Zum anderen konnte man erkennen das der Schaum keinen gescheiten Kontakt zum Betonboden hatte. Zudem war unten weder innen noch außen ein Dichtband aufgeklebt. Von mir wurden die Fenster dann erst mal von außen mit Plastikfolie abgedichtet.
Nun habe ich im Internet nachgeschaut und mich etwas schlau gemacht.
4 Wochen später waren die Fensterbauer wieder da um im 1 OGAbk. die Fenster einzubauen. Ich habe sie nun mit folgendem Fakten konfrontiert:
1. Kein Leimholz als Unterlage,
2. Ausschäumen nur auf Staubfreien angefeuchteten Untergrund
3. Befestigung mind. alle 70 cm bei Kunststofffenster
4. Fehlende Abdichtung unten innen und Außen
Als Antwort bekam ich zu 1-3: Das machen wir immer so!
Die fehlende Abdichtung wollten sie am nächsten Tag anbringen, wurde aber dann vergessen. Inzwischen ist aber der komplette Fußbodenaufbau (Dämmung, Fußbodenheizung, Estrich) drin, also ein nachträgliches anbringen unmöglich!
Die Punkte 1-3 wurden nachgebessert. Auch in den anderen Fenstern ließ ich die Holzklötze gegen Plastik tauschen.
Das 2te große Problem habe ich mit der Fenstergröße (habe ich weiter unten in 3138 schon mal gepostet, konnte aber selbst nicht Antworten. Deshalb hier meine Antwort zu H. Ries: Links und rechts jeweils ca. 1,5-2 cm. Oben da das Fenster komplett auf dem Boden steht (was es ja sollte!) sind es die 6 cm!)
Ich habe 2 Bilder mit Flickr online gestellt. Das eine ist während des Einbaus entstanden. Es ist der einzelne Befestigungswinkelneben dem Akkuschrauber zu sehen und auch etwas der obere Spalt zu erkennen. Vor dem Spalt sitzt der Rollladenkasten, deshalb sieht man nur Weiß.
Der fertige Fußboden sollte eine geplante Aufbauhöhe von 17 cm haben. Damit eine möglichst kleine Stolperfalle entsteht bekam der Fensterbauer die Order das Türelement so einzubauen, das es möglichst wenig über dem fertigen Boden herausragt. Das fertige Fenster wollte er nun mit gut 22 cm zum Boden einbauen. Dann wäre oben ein Spalt von 2 cm geblieben. Auf meine Frage wieso er 22 cm zum Boden will sagte er: Weil er davon ausgeht das der Fußbodenaufbau sicher höher als 17 cm wird, und es dann Probleme mit der Tür gibt!
Ich Bestand aber auf den 17 cm Abstand. Somit war oben ein Spalt von 6 cm gegeben. Nun ist ja der Boden drin und die 17 cm wurde vom Heizungsbauer und den Estrichlegern natürlich eingehalten, der obere 6 cm Spalt mittels Styrodur verdeckt und verputzt.
Wäre es also nach dem Fensterbauer gegangen hätte ich eine 5 cm Stolperfalle eingebaut bekommen. Jetzt habe ich "nur" eine gut 5 cm zu kleine Tür und Fensterelement. Macht bei über 5 m Länge einen guten 1/4 m² weniger Fensterfläche und natürlich auch Licht aus (Nordseite).
Jetzt meinen andere Frage: Gibt es irgendwelche Maße wieviel kleiner ein Fenster zur Rohbauöffnung sein darf oder was so üblich ist? Ich gehe davon aus das rundum max. je 2 cm zum ausschäumen sein dürften. Alles was mehr ist, ist doch verschwendete Fensterfläche! Der Fensterbauer kann doch nicht einfach 10 cm überall abziehen nur damit er es bequem einbauen kann, den Rest soll dann der Verputzer ausgleichen!
Was kann ich den nun machen, bzw. fordern?
Fenster 5 cm größer neu bestellen, altes raus und dann wieder mit umlaufender innerer Abdichtung einbauen? Wäre mir eigentlich am liebsten, da sonst für immer der 1/4 m² Licht und die innere Abdichtung fehlt! Wer käme für das anschließende neue verputzen auf?
Was wenn nach vielleicht 6 Jahren durch die fehlende Abdichtung ein Feuchtigkeitsschaden entsteht?
Wer käme für das anschließende neue verputzen auf?
Wäre über Tipps zum Umgang mit unfähigen Fensterbauern sehr erfreut.
Danke und viele Grüße (Registrierung läuft!)
Uwe Schönauer
