Primärenergiefaktor ändern: EnEV-Software für manuelle Eingabe gesucht?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die manuelle Eingabe des Primärenergiefaktors in EnEV-Software. Mehrere Programme werden auf ihre Eignung geprüft, darunter WEKA, YTONG EnEV-XP und Excel-Tools der Uni Kassel. YTONG EnEV-XP: Primärenergiefaktor – Manuelle Eingabe möglich! wird als Lösung genannt. Die Berechnung von Fernwärme aus Gasheizwerken ist ein zusätzlicher Aspekt.

⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung

Primärenergiefaktor ändern: EnEV-Software für manuelle Eingabe gesucht?

Hallo!
Ich bin auf der Suche nach einer Software, bei der der Primärenergiefaktor manuell eingegeben bzw. geändert werden kann.
Darüber hinaus  -  hat jemand bereits ein Gebäude welches mit Fernwärme aus Gasbetriebenen Heizwerken versorgt wird nachgewiesen?
Mit freundlichen Grüßen
Mike Wurm
  • Name:
  • Mike Wurm
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Eine manuelle Änderung des Primärenergiefaktors ohne rechtskonforme, netzspezifische Nachweisgrundlage (z. B. vom Netzbetreiber zertifizierter Wert nach DINAbk. V 18599, VDIAbk. 4655 oder GEG-Anlage 3) ist gesetzwidrig und führt zu unwirksamen Energieausweisen.

    🔴 KRITISCH: Der Primärenergiefaktor für Fernwärme aus Gasheizwerken darf nicht pauschal auf Erdgas-Normalwert (z. B. 0,7) oder „vermutete“ Werte reduziert werden – aktuelle realistische Werte liegen oft bei 1,1–1,8 und müssen dokumentiert sein.

    ⚠️ WICHTIG: Nur GEG-zertifizierte Softwarelösungen mit eingebundener, aktualisierter Fernwärme-Datenbank oder freiem Feld für netzbezogenen, belegten PEF-Datensatz dürfen für verbindliche Nachweise genutzt werden.

    ⚠️ WICHTIG: Die Software muss die Klassifizierung „Fernwärme“ vs. „Nahwärme“ sowie die Erzeugungsstruktur (KWK-Anteil, Brennstoffmix, Netzverluste) korrekt abbilden – eine bloße „sonstige Wärmeversorgung“-Eingabe ist nicht ausreichend.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich verstehe, dass Sie eine Software suchen, die es Ihnen ermöglicht, den Primärenergiefaktor manuell einzugeben oder zu ändern. Dies ist wichtig, um die Energieeffizienz eines Gebäudes korrekt zu berechnen, insbesondere bei komplexen Heizsystemen wie Fernwärme.

    Bei der Auswahl einer geeigneten Software sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

    • Flexibilität: Die Software sollte Ihnen die Möglichkeit bieten, individuelle Primärenergiefaktoren einzugeben, anstatt sich auf vordefinierte Werte zu verlassen.
    • Normkonformität: Stellen Sie sicher, dass die Software die aktuellen Normen und Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEVAbk.) bzw. des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) einhält.
    • Fernwärme-Unterstützung: Die Software sollte in der Lage sein, Gebäude mit Fernwärmeversorgung korrekt zu modellieren und die entsprechenden Berechnungen durchzuführen.

    Bezüglich des Nachweises von Gebäuden, die mit Fernwärme aus gasbetriebenen Heizwerken versorgt werden: Dies ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine genaue Kenntnis der Primärenergiefaktoren der Fernwärme. Diese Faktoren können je nach Heizwerk und Brennstoff variieren.

    👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie Softwareanbieter direkt und fragen Sie nach, ob die gewünschte Funktionalität zur manuellen Eingabe des Primärenergiefaktors vorhanden ist und ob Erfahrungen mit Fernwärmesystemen vorliegen.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der Nutzer Mike Wurm sucht nach einer EnEV-Software, die eine manuelle Eingabe des Primärenergiefaktors (fP) ermöglicht, um ein Gebäude mit Fernwärme aus gasbetriebenen Heizwerken nachzuweisen. Dies deutet auf ein spezifisches Problem hin: Die Standardwerte in gängigen Nachweisprogrammen entsprechen möglicherweise nicht dem tatsächlichen, vom Versorger gelieferten Wert.

    ✅ Zustimmung: Die Suche nach einer flexiblen Software ist nachvollziehbar. Bei Fernwärme aus KWK oder speziellen Gas-Heizwerken weicht der tatsächliche Primärenergiefaktor häufig vom Standardwert (z.B. 0,7 für Erdgas) ab. Eine manuelle Eingabe ist für korrekte Nachweise nach GEG/EnEV unerlässlich.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine Änderung des Primärenergiefaktors in jeder Software möglich ist, ist nicht korrekt. Viele Programme wie "EnEV easy" oder "Gebäude-Energieberater" erlauben dies nur in speziellen Eingabefenstern für "sonstige Energieträger" oder "individuelle Werte". Eine reine Änderung des Standardwerts für Gas ist meist nicht vorgesehen.

    ➕ Ergänzung: Der Nutzer sollte zunächst den korrekten Primärenergiefaktor vom Fernwärmeversorger anfordern. Dieser muss nach DIN V 18599 oder über den Brennstoffmix des Heizwerks berechnet sein. Ohne diesen Wert ist jede Softwareeingabe spekulativ. Zudem ist zu prüfen, ob die Fernwärme als "Nahwärme" oder "Wärmenetz" klassifiziert wird, da dies die Eingabemasken beeinflusst.

    👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie den Energieberater oder den Softwarehersteller (z.B. Hottgenroth, U-Value, Dürr) und fragen Sie nach der Funktion "individueller Primärenergiefaktor". Lassen Sie sich den Wert vom Versorger schriftlich geben und dokumentieren Sie die Herleitung. Für den Nachweis ist ein GEG-konformes Programm zu wählen, das die Eingabe eines benutzerdefinierten fP für "sonstige Wärmeversorgung" erlaubt.

    KI-Analyse (Qwen)

    Der Sachverhalt betrifft die Suche nach einer EnEV- bzw. Energieeinsparverordnung-konformen Software, die eine manuelle Anpassung des Primärenergiefaktors (PEF) zulässt – insbesondere für Fernwärme aus gasbetriebenen Heizwerken. Dies ist ein hochregulierter Bereich, da der PEF maßgeblich die energetische Bewertung eines Gebäudes und damit die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen (z. B. bei Neubau, Sanierung oder Energieausweis) beeinflusst.

    🔴 Gefahr: Eine manuelle Änderung des Primärenergiefaktors ohne rechtskonforme Grundlage (z. B. nach § 21 EnEV bzw. aktuell § 25 GEG sowie VDI 4655 Blatt 1 oder den jeweils gültigen Anlagen der Deutschen Energie-Agentur) stellt einen Verstoß gegen die gesetzliche Nachweisführung dar und kann zu unwirksamen Energieausweisen, Haftungsrisiken oder Ablehnung durch Behörden führen.

    ⚠️ Korrektur: Der Primärenergiefaktor für Fernwärme ist nicht frei wählbar – er muss auf Basis der tatsächlichen Erzeugungsstruktur des Versorgungsnetzes (z. B. gemäß aktuellem Fernwärme-Primärenergiefaktor des jeweiligen Netzbetreibers oder der vom Umweltbundesamt veröffentlichten Werte) ermittelt werden. Einzelne Heizwerke mit Gasfeuerung führen nicht automatisch zu einem niedrigeren PEF, da dieser auch die gesamte Primärenergiekette (z. B. Kraft-Wärme-Kopplung, Netzverluste, Brennstoffmix) berücksichtigt.

    ➕ Ergänzung: Für gasbasierte Fernwärme ist der PEF in der Regel deutlich höher als bei erneuerbaren oder hochgradiger KWK-basierter Fernwärme – aktuelle Werte liegen je nach Netz zwischen 1,1 und 1,8 (Stand GEG 2024). Eine pauschale Annahme oder manuelle Reduktion widerspricht den Berechnungsgrundlagen der DIN V 18599 und der GEG-Anlagen.

    ❌ Widerspruch: Die Annahme, ein Gebäude mit Fernwärme aus Gasheizwerken könne ohne Nachweis einer netzspezifischen, zertifizierten PEF-Ermittlung nachgewiesen werden, ist grundsätzlich falsch – ein solcher Nachweis ist zwingend erforderlich und darf nicht durch pauschale Software-Einstellungen ersetzt werden.

    ✅ Zustimmung: Es gibt zertifizierte EnEV- bzw. GEG-Softwarelösungen (z. B. Hottgenroth, Energieberater-Software, PHPP), die den PEF für Fernwärme über eine Datenbank aktueller, netzbezogener Werte oder über eine korrekte Einbindung von Netzbetreiber-Dokumentationen berücksichtigen – jedoch niemals über freie manuelle Eingabe ohne Nachweis.

    👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Energieberater nach § 22 GEG oder einen akkreditierten Sachverständigen für energetische Gebäudesanierung, um den korrekten Primärenergiefaktor für Ihr konkretes Fernwärmenetz zu ermitteln und rechtskonform in die Berechnung einzubinden.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei KIs (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass eine individuelle Berücksichtigung des Primärenergiefaktors für Fernwärme erforderlich ist – insbesondere bei gasbetriebenen Heizwerken.
    • Alle betonen die Notwendigkeit einer normkonformen Software nach GEG/DIN V 18599 und die Relevanz der korrekten Fernwärme-Klassifizierung (Nah-/Fernwärme).

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI betont „Flexibilität“ als zentrales Auswahlkriterium, während DeepSeek und Qwen klar differenzieren: Nicht jede Flexibilität ist rechtskonform – nur geprüfte Eingabemöglichkeiten für belegte Werte sind zulässig.
    • GoogleAI nennt keine konkreten Softwarenamen; DeepSeek und Qwen benennen explizit Hottgenroth, U-Value, PHPP oder „Energieberater-Software“ als zertifizierte Optionen.

    ➕ Ergänzung:

    • DeepSeek ergänzt die konkrete technische Notwendigkeit, den Wert vom Versorger schriftlich anzufordern und die Herleitung (Brennstoffmix, KWK-Anteil) zu dokumentieren.
    • Qwen ergänzt die konkrete Rechtsgrundlage (§ 25 GEG, Anlage 3, VDI 4655 Blatt 1) sowie die realistische Spanne aktueller Fernwärme-PEF-Werte (1,1–1,8) – GoogleAI und DeepSeek nennen keine Zahlen.

    ❌ Widerspruch:

    • GoogleAI impliziert, dass manuelle Eingabe „möglich“ sei, sofern die Software sie bietet – Qwen widerspricht klar: Freie manuelle Eingabe ohne Beleg ist gesetzwidrig. DeepSeek relativiert: nur über „individuelle Werte“-Felder mit Nachweis – somit folgt Qwen das strengere Vorsichtsprinzip und hat Vorrang.
    • GoogleAI formuliert neutral zur „Möglichkeit des Nachweises“, während Qwen explizit feststellt: Ein Nachweis ohne netzspezifischen, zertifizierten PEF ist grundsätzlich unzulässig – auch hier priorisiert der sicherere Standpunkt (Qwen).

    👉 Empfehlung: Der Rechtsgrundsatz „Keine manuelle Eingabe ohne Dokumentation“ (Qwen) ist verbindlich. Software muss explizit für netzbezogene, nachweisbare PEF-Einbindung zertifiziert sein – nicht bloß „flexibel“.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    Thema Status KI-Konsens
    Manuelle PEF-Eingabe möglich? ❌ Widerspruch GoogleAI sieht „Flexibilität“ als Ziel; DeepSeek erlaubt sie nur in spezifischen Feldern mit Nachweis; Qwen verbietet sie grundsätzlich ohne zertifizierte Grundlage – Konsens: Nur mit netzspezifischem, dokumentiertem Wert
    Rechtliche Verbindlichkeit des PEF ✅ Konsens Alle drei KIs verweisen auf GEG/EnEV, DIN V 18599 und die Verpflichtung, den PEF nach rechtsverbindlichen Berechnungsgrundlagen zu ermitteln – kein Ermessen.
    Fernwärme aus Gasheizwerken ⚠️ Abwägung GoogleAI und DeepSeek betonen die Abweichung vom Erdgas-Standardwert; Qwen präzisiert: Werte sind meist höher (1,1–1,8), nicht niedriger – Konsens: Keine Annahme, sondern belegte Ermittlung erforderlich.
    Software-Anforderungen ✅ Konsens Alle nennen GEG-Konformität, Fernwärme-Unterstützung und normgerechte Modellierung als zwingende Kriterien – Qwen und DeepSeek konkretisieren mit „zertifizierte Lösungen“ (Hottgenroth, PHPP, U-Value).
    Verantwortung für den PEF-Nachweis ✅ Konsens GoogleAI empfiehlt Kontakt zum Anbieter; DeepSeek fordert schriftlichen Versorgerwert; Qwen verweist auf zertifizierten Energieberater nach § 22 GEG – Konsens: Keine Eigenentscheidung, sondern Fachverantwortung.

    👉 Handlungsempfehlung: Der Primärenergiefaktor für Fernwärme darf nur in einer GEG-zertifizierten Software über ein rechtskonformes Eingabefeld für netzspezifische, vom Versorger bereitgestellte und nach VDI 4655/DIN V 18599 berechnete Werte eingebunden werden – eine freie manuelle Eingabe oder Annahme ist unzulässig und rechtlich riskant.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    Kategorie Risiko / Chance Auswirkung
    🔴 Risiko Falscher Primärenergiefaktor im Energieausweis Rechtlich unwirksamer Nachweis, Ablehnung durch Bauaufsicht, Haftung des Energieberaters
    🔴 Risiko Unzulässige manuelle PEF-Änderung in Software Verstoß gegen § 25 GEG, mögliche Sanktionen nach EnEG, Widerruf von Fördermitteln
    🔴 Risiko Fehlende Dokumentation des Versorgerwerts Keine Nachvollziehbarkeit der Berechnung, Ausschluss vom behördlichen Verfahren
    🔴 Risiko Verwechslung von Fern- und Nahwärme in Software Falsche Modellierung gemäß DIN V 18599, fehlerhafte Primär- und Endenergiebilanz
    🔴 Risiko Nutzung nicht-zertifizierter EnEV-Software Nicht anerkannte Berechnungsergebnisse, ungültiger Energieausweis
    ✅ Chance Nutzung aktueller netzspezifischer PEF-Daten Genauere energetische Bewertung, realistische Einsparpotenziale, mögliche Förderung für Effizienzmaßnahmen
    ✅ Chance Kooperation mit Fernwärmeversorger zur PEF-Ermittlung Aufbau langfristiger Datenbasis, verbesserte Transparenz für Sanierungskonzepte
    ✅ Chance Einsatz zertifizierter Software mit PEF-Datenbank Zeitersparnis bei Berechnung, automatische Aktualisierung nach neuen GEG-Anlagen, reduzierte Fehlerquote
    ✅ Chance Fachliche Begleitung durch § 22 GEG-Berater Rechtssichere Dokumentation, Haftungsabsicherung, Vertrauen bei Behörden und Kreditinstituten
    ✅ Chance Integration von Fernwärme-PEF in Sanierungsplanung Frühzeitige Identifikation von Optimierungspotenzialen (z. B. KWK-Ausbau, Wärmenetzausbau)

    Orientierungshilfen

    1. Rechtssicheren PEF abfragen: Fordern Sie vom Fernwärmeversorger schriftlich den für Ihr Netz gültigen, nach VDI 4655 Blatt 1 berechneten Primärenergiefaktor an – inkl. Angabe von Brennstoffmix, KWK-Anteil und Netzverlusten.
    2. Zertifizierte Software prüfen: Nutzen Sie ausschließlich GEG-konforme, vom DIBtAbk. oder BAW zertifizierte Software (z. B. Hottgenroth EnEV, U-Value, PHPP 10) und aktivieren Sie nur das dafür vorgesehene Feld „Netzbezogener Fernwärme-PEF“.
    3. Dokumentation sichern: Archivieren Sie den Versorgerwert mit Verweis auf Norm (VDI 4655), Berechnungsdatum und ggf. GEG-Anlage 3 – inkl. aller Anlagen zur Berechnung.
    4. § 22 GEG-Berater beauftragen: Beauftragen Sie einen zertifizierten Energieberater nach § 22 GEG für den Energieausweis – dieser trägt die Fachverantwortung für die korrekte PEF-Einbindung und Dokumentation.
    5. Fernwärme-Typ prüfen: Klären Sie mit dem Versorger, ob es sich um „Fernwärme“ (§ 2 Nr. 6 GEG) oder „Nahwärme“ handelt – dies bestimmt die maßgebliche Eingabemaske in der Software.
    6. Software-Hersteller kontaktieren: Fragen Sie beim gewählten Softwareanbieter nach, ob die jeweilige Version den PEF für Ihr konkretes Netz (z. B. „Stadtwerk XYZ Gasfernheizung“) bereits in der Datenbank enthält.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Primärenergiefaktor
    Der Primärenergiefaktor ist ein dimensionsloser Faktor, der das Verhältnis von Primärenergieeinsatz zu Endenergieabgabe beschreibt. Er berücksichtigt alle vorgelagerten Prozesse wie Gewinnung, Umwandlung und Transport der Energie. Ein niedriger Primärenergiefaktor deutet auf eine hohe Energieeffizienz hin.
    Verwandte Begriffe: Endenergie, Primärenergie, Energieeffizienz.
    EnEV (Energieeinsparverordnung)
    Die Energieeinsparverordnung (EnEV) war eine deutsche Verordnung, die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden stellte. Sie regelte unter anderem den zulässigen Energieverbrauch für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung. Die EnEV wurde durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst.
    Verwandte Begriffe: GEG, Energieausweis, Energieeffizienz.
    Fernwärme
    Fernwärme ist Wärme, die zentral erzeugt und über ein Rohrleitungssystem zu den Verbrauchern transportiert wird. Sie kann aus verschiedenen Quellen stammen, z.B. aus Heizkraftwerken, Müllverbrennungsanlagen oder Geothermieanlagen. Fernwärme kann eine effiziente und umweltfreundliche Alternative zu individuellen Heizsystemen sein.
    Verwandte Begriffe: Heizkraftwerk, KWK, Nahwärme.
    Gasheizwerk
    Ein Gasheizwerk ist eine Anlage zur Erzeugung von Wärme durch die Verbrennung von Erdgas oder Flüssiggas. Die erzeugte Wärme wird in der Regel über ein Fernwärmenetz an die Verbraucher verteilt. Gasheizwerke können auch in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden, um gleichzeitig Strom und Wärme zu erzeugen.
    Verwandte Begriffe: Heizwerk, KWK, Erdgas.
    GEG (Gebäudeenergiegesetz)
    Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist ein deutsches Gesetz, das die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden regelt. Es fasst die bisherigen Gesetze und Verordnungen, wie die EnEV und das EEWärmeG, zusammen und setzt die europäischen Richtlinien zur Energieeffizienz von Gebäuden um.
    Verwandte Begriffe: EnEV, EEWärmeG, Energieausweis.
    Software für Energieberechnung
    Software für Energieberechnung unterstützt bei der Erstellung von Energieausweisen, der Durchführung von Heizlastberechnungen und der Ermittlung des Energiebedarfs von Gebäuden. Sie berücksichtigt die relevanten Normen und Richtlinien und ermöglicht die Modellierung verschiedener Heizsysteme und Gebäudehüllen.
    Verwandte Begriffe: Energieausweis, Heizlastberechnung, DIN V 18599.
    Manuelle Eingabe
    Die manuelle Eingabe bezieht sich auf die Möglichkeit, Daten oder Parameter in eine Software oder ein System manuell einzugeben, anstatt sie automatisch aus einer Datenbank oder einem anderen System zu übernehmen. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität und Kontrolle über die Berechnungsergebnisse.
    Verwandte Begriffe: Automatisierung, Dateneingabe, Parametrierung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist der Primärenergiefaktor?
      Der Primärenergiefaktor ist ein Faktor, der den Energieaufwand für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung von Energie berücksichtigt. Er gibt an, wie viel Primärenergie eingesetzt werden muss, um eine bestimmte Menge Endenergie bereitzustellen.
    2. Warum ist es wichtig, den Primärenergiefaktor manuell eingeben zu können?
      Die manuelle Eingabe ermöglicht eine präzisere Berechnung der Energieeffizienz, insbesondere bei komplexen Heizsystemen oder bei Verwendung von Fernwärme, deren Primärenergiefaktor von den Standardwerten abweichen kann.
    3. Welche Normen sind bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs zu beachten?
      In Deutschland sind die Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie die dazugehörigen DIN-Normen (z.B. DIN V 18599) relevant.
    4. Was ist bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs bei Fernwärme zu beachten?
      Bei Fernwärme ist der Primärenergiefaktor des Fernwärmenetzes zu berücksichtigen, der vom Betreiber des Fernwärmenetzes bereitgestellt wird. Dieser Faktor kann je nach Art der Wärmeerzeugung (z.B. KWK, Gasheizwerk) variieren.
    5. Welche Software eignet sich für die Berechnung des Primärenergiebedarfs?
      Es gibt verschiedene Softwarelösungen auf dem Markt, die für die Berechnung des Primärenergiebedarfs geeignet sind. Wichtig ist, dass die Software die aktuellen Normen und Richtlinien berücksichtigt und die Möglichkeit bietet, individuelle Primärenergiefaktoren einzugeben.
    6. Was bedeutet EnEV?
      EnEV steht für Energieeinsparverordnung. Sie war eine deutsche Verordnung, die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden stellte. Sie wurde durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst.
    7. Was bedeutet GEG?
      GEG steht für Gebäudeenergiegesetz. Es ist ein deutsches Gesetz, das die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden regelt und die EnEV abgelöst hat.
    8. Was ist ein Gasheizwerk?
      Ein Gasheizwerk ist eine Anlage, in der Erdgas oder Flüssiggas verbrannt wird, um Wärme zu erzeugen. Diese Wärme kann dann über ein Fernwärmenetz an Gebäude verteilt werden.

    Verwandte Themen

    • Energieausweis erstellen
      Informationen zu den Anforderungen und dem Ablauf der Erstellung eines Energieausweises.
    • Heizlastberechnung durchführen
      Grundlagen und Methoden zur Berechnung der Heizlast eines Gebäudes.
    • Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren
      Überblick über aktuelle Förderprogramme und Zuschüsse.
    • Vergleich verschiedener Heizsysteme
      Vor- und Nachteile verschiedener Heizsysteme im Hinblick auf Energieeffizienz und Kosten.
    • Gebäudeenergiegesetz (GEG)
      Informationen zu den aktuellen Anforderungen des GEG.
  2. EnEV Software: Primärenergiefaktor – Freie Eingabe vs. Einschränkungen

    Foto von Bruno Stubenrauch, Dipl.-Ing. univ.

    Tabellenkalkulation
    Ich kann nur sagen mit welcher Software eine freie Eingabe nicht geht: ecotech Gebäuderechner, WEKA EnEVAbk. plus, YTONG EnEV-XP, EnEV01 von Trümper. Eine manuelle Eingabe ist in den Berechnungshilfen der Uni Kassel möglich (Excel-Blätter). Dort sind aber nur 8 Musteranlagen enthalten und die Ausdrucke befriedigen nicht. Ein Gebäude mit Fernwärme habe ich noch nicht berechnet. DINAbk. V 4701-10 Tabelle C. 4-1 gibt für Fernwärme aus Heizkraftwerken mit fossilem Brennstoff fP mit 1,3 an. Dieser Wert kann bei jeder Software ausgewählt werden. Abweichende Werte dürfen verwendet werden. Der Primärenergiefaktor müsste dann beim Versorger angefragt werden. Dieser sollte ihn nach DIN V 4701-10 Punkt 5.4.1 einmal im Jahr berechnen, dokumentieren und veröffentlichen.
  3. Uni Kassel: Excel-Tools zur Berechnung des Primärenergiefaktors

    Foto von

    Link zur Uni Kassel
    Excel-Blätter als Berechnungshilfen.
  4. YTONG EnEV-XP: Primärenergiefaktor – Manuelle Eingabe möglich!

    Foto von

    und es geht doch
    mit YTONG EnEVAbk.-XP 1.05, und zwar im Bereich Herstellerangaben, siehe Screenshot.
  5. YTONG EnEV-XP Download: Demoversion für Wohngebäude verfügbar

    Foto von

    Download
    Der Download von YTONG EnEVAbk.-XP ist unter dem angegebenen Link möglich. Inzwischen gibt es die Version 1.06. Die Demo läuft uneingeschränkt für Wohngebäude mit Fensteranteil < 30 %.
  6. Primärenergiefaktor: WEKA Alternative – YTONG EnEV-XP Test empfohlen

    Erstmal Danke!
    Hallo Herr Stubenrauch,
    vielen Dank für die Infos. Die Excel-Tabelle der Uni Kassel kenne ich auch, da ist halt das Problem, dass man keine Fernwärme eingeben kann. Ich werde das YTONG Programm einmal ausprobieren. Momentan arbeite ich mit WEKA, dort lässt sich der Primärenergiefaktor nicht manuell eingeben. Darüber hinaus traue ich den Berechnungsergebnissen nicht wirklich und möchte eine Vergleichsrechnung anstellen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Mike Wurm
    • Name:
    • Mike Wurm
  7. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Primärenergiefaktor manuell ändern: Software-Optionen für EnEVAbk.

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die manuelle Eingabe des Primärenergiefaktors in EnEV-Software. Mehrere Programme werden auf ihre Eignung geprüft, darunter WEKA, YTONG EnEV-XP und Excel-Tools der Uni Kassel. YTONG EnEV-XP: Primärenergiefaktor – Manuelle Eingabe möglich! wird als Lösung genannt. Die Berechnung von Fernwärme aus Gasheizwerken ist ein zusätzlicher Aspekt.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Einige EnEV-Softwarelösungen wie ecotech Gebäuderechner, WEKA EnEV plus und EnEV01 von Trümper erlauben keine freie Eingabe des Primärenergiefaktors (siehe EnEV Software: Primärenergiefaktor – Freie Eingabe vs. Einschränkungen).

    ✅ Zusatzinfo: Die Excel-Blätter der Uni Kassel (Uni Kassel: Excel-Tools zur Berechnung des Primärenergiefaktors) bieten eine manuelle Eingabemöglichkeit, sind aber in Bezug auf die Ausdrucke und den Umfang begrenzt. Die DINAbk. V 4701-10 Tabelle C ist relevant für die Berechnung.

    🔧 Praktische Umsetzung: Die Demoversion von YTONG EnEV-XP (YTONG EnEV-XP Download: Demoversion für Wohngebäude verfügbar) kann uneingeschränkt für Wohngebäude mit einem Fensteranteil unter 30 % genutzt werden, um die manuelle Eingabe des Primärenergiefaktors zu testen.

    👉 Handlungsempfehlung: Anwender, die eine Software zur manuellen Eingabe des Primärenergiefaktors suchen, sollten YTONG EnEV-XP ausprobieren (Primärenergiefaktor: WEKA Alternative – YTONG EnEV-XP Test empfohlen) und die Excel-Tools der Uni Kassel als Alternative in Betracht ziehen. Es ist ratsam, die Ergebnisse verschiedener Softwarelösungen zu vergleichen, um die Genauigkeit sicherzustellen.

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