Schallisolierung Innenwand: Hanf vs. Holzwolle – Vergleich, Kosten & Einbau in Holzständerwände?
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Schallisolierung Innenwand: Hanf vs. Holzwolle – Vergleich, Kosten & Einbau in Holzständerwände?

Hallo.
Wir sanieren gerade ein 100 Jahre altes Haus. Im OG haben wir in Holzständerbauweise Zwischenwände erstellt, die nur 14 cm stark sein werden (um Teile der Dachkonstruktion sichtbar in die Wände zu integrieren). Die Wände wurden aus 6/8 KVH erstellt und werden mit 18 mm OSBAbk. beidseitig beplankt; abschließend kommt ein Lehmfeinputz auf die OSB (Conluto). Dämmung der Wände soll mit Hanf oder Holzwolle erfolgen. Welches Material bietet bessere Schallschutzeigenschaften?
Danke im Voraus.
Heinrich
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  • Heinrich
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    Ich empfehle, bei der Wahl zwischen Hanf und Holzwolle für die Schallisolierung von Innenwänden in Holzständerbauweise folgende Aspekte zu berücksichtigen:

    • Rohdichte: Höhere Rohdichte verbessert den Schallschutz. Holzwolle ist hier oft im Vorteil.
    • Materialstärke: Je dicker die Dämmschicht, desto besser die Schallabsorption. Bei 14 cm Wandstärke ist eine optimale Ausnutzung wichtig.
    • Flankenübertragung: Schall kann sich über Bauteile ausbreiten. Achten Sie auf eine Entkopplung der Wände, um dies zu minimieren.
    • Schallschutzprüfzeugnisse: Vergleichen Sie die Schalldämmwerte (dBAbk.) der Materialien.

    Lehmputz auf OSBAbk.-Platten kann den Schallschutz zusätzlich verbessern, da er die Masse der Wand erhöht.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Akustik-Experten beraten, um die optimale Materialkombination für Ihre spezifischen Anforderungen zu ermitteln.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Schallisolierung
    Maßnahmen zur Reduzierung der Schallübertragung von einem Raum zum anderen. Ziel ist es, die Lärmbelästigung zu minimieren und den Wohnkomfort zu erhöhen.
    Verwandte Begriffe: Schalldämmung, Schallabsorption, Trittschalldämmung.
    Holzwolle
    Ein Dämmstoff aus langen, elastischen Holzfasern, die mit mineralischen Bindemitteln wie Zement oder Magnesit verbunden sind. Holzwolle zeichnet sich durch gute Schall- und Wärmedämmeigenschaften aus.
    Verwandte Begriffe: Dämmwolle, Holzfaser, Naturdämmstoff.
    Hanf
    Ein nachwachsender Dämmstoff aus den Fasern der Hanfpflanze. Hanf bietet gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften und ist umweltfreundlich.
    Verwandte Begriffe: Naturfaser, Ökodämmstoff, Dämmmaterial.
    Holzständerbauweise
    Eine Bauweise, bei der die tragende Struktur aus Holzständern besteht. Die Zwischenräume werden mit Dämmstoffen gefüllt und mit Plattenwerkstoffen beplankt.
    Verwandte Begriffe: Holzrahmenbau, Skelettbau, Fertighausbau.
    OSB-Platte
    Eine Holzwerkstoffplatte aus groben Spänen, die unter hohem Druck und Temperatur verpresst werden. OSB-Platten werden häufig als Beplankungsmaterial im Holzbau eingesetzt.
    Verwandte Begriffe: Spanplatte, Holzwerkstoff, Bauplatte.
    Lehmputz
    Ein natürlicher Putz aus Lehm, Sand und Wasser. Lehmputz reguliert die Luftfeuchtigkeit und verbessert das Raumklima. Er kann auch zur Verbesserung des Schallschutzes beitragen.
    Verwandte Begriffe: Tonputz, Naturputz, Wandputz.
    Schallabsorption
    Die Fähigkeit eines Materials, Schallenergie aufzunehmen und in Wärme umzuwandeln. Materialien mit hoher Schallabsorption reduzieren den Nachhall und verbessern die Raumakustik.
    Verwandte Begriffe: Schallschluckgrad, Absorptionsgrad, Akustikdämmung.
    Rohdichte
    Die Masse eines Materials pro Volumeneinheit. Eine höhere Rohdichte führt in der Regel zu einer besseren Schalldämmung.
    Verwandte Begriffe: Dichte, Masse, Volumen.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Welche Dämmstoffe sind für den Schallschutz in Innenwänden am besten geeignet?
      Für den Schallschutz eignen sich Dämmstoffe mit hoher Rohdichte und guter Schallabsorption. Dazu gehören beispielsweise Mineralwolle, Steinwolle, Holzfaserplatten und spezielle Akustikdämmstoffe. Die Wahl des richtigen Materials hängt von den spezifischen Anforderungen und der Konstruktion der Wand ab.
    2. Wie wichtig ist die Materialstärke bei der Schallisolierung?
      Die Materialstärke spielt eine entscheidende Rolle bei der Schallisolierung. Je dicker die Dämmschicht, desto besser werden Schallwellen absorbiert und desto höher ist der Schallschutzwert der Wand. Es ist wichtig, die optimale Dicke des Dämmmaterials in Bezug auf die verfügbare Wandstärke zu wählen.
    3. Was ist Flankenübertragung und wie kann sie minimiert werden?
      Flankenübertragung bezeichnet die Schallausbreitung über angrenzende Bauteile wie Decken, Böden und Wände. Um die Flankenübertragung zu minimieren, sollten die Wände entkoppelt werden, beispielsweise durch den Einsatz von speziellen Dämmstreifen oder elastischen Verbindungen.
    4. Wie beeinflusst Lehmputz den Schallschutz von Innenwänden?
      Lehmputz erhöht die Masse der Wand und verbessert dadurch den Schallschutz. Durch seine hohe Dichte kann Lehmputz Schallwellen besser absorbieren und die Schallübertragung reduzieren. Er ist besonders effektiv in Kombination mit anderen Dämmstoffen.
    5. Welche Rolle spielt die Rohdichte bei der Schallisolierung?
      Die Rohdichte eines Materials ist ein wichtiger Faktor für den Schallschutz. Materialien mit hoher Rohdichte sind in der Lage, Schallwellen besser zu blockieren und die Schallübertragung zu reduzieren. Daher sind Dämmstoffe mit hoher Rohdichte in der Regel effektiver für die Schallisolierung.
    6. Was sind Schallschutzprüfzeugnisse und warum sind sie wichtig?
      Schallschutzprüfzeugnisse dokumentieren die Schalldämmwerte eines Baustoffs oder einer Konstruktion. Sie geben Auskunft darüber, wie gut ein Material oder eine Wand Schall reduziert. Diese Prüfzeugnisse sind wichtig, um die Eignung eines Materials für den Schallschutz zu beurteilen und sicherzustellen, dass die Anforderungen an den Schallschutz erfüllt werden.
    7. Kann man mit Hanf und Holzwolle einen ausreichenden Schallschutz in einer 14 cm dicken Wand erreichen?
      Ob Hanf oder Holzwolle einen ausreichenden Schallschutz bieten, hängt von der spezifischen Konstruktion und den Anforderungen ab. Bei einer Wandstärke von 14 cm ist es wichtig, Materialien mit hoher Rohdichte und guter Schallabsorption zu wählen und auf eine sorgfältige Ausführung zu achten. Eine Beratung durch einen Akustik-Experten ist empfehlenswert.
    8. Welche Alternativen gibt es zu Hanf und Holzwolle für die Schallisolierung von Innenwänden?
      Neben Hanf und Holzwolle gibt es weitere Alternativen für die Schallisolierung von Innenwänden, wie z.B. Mineralwolle, Steinwolle, Holzfaserplatten, Zellulose und spezielle Akustikdämmstoffe. Die Wahl des geeigneten Materials hängt von den individuellen Anforderungen, der Konstruktion der Wand und den persönlichen Präferenzen ab.

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  2. Schallschutz Innenwand: Hanf/Holzwolle ungeeignet

    Für ernsthaften Schallschutz,
    ist weder das eine noch das andere wirklich gut, nimmt sich nichts. Nur mal so interessehalber, da das ja anscheinend irgendwie Öko werden soll: Warum haben sie die Wände denn nicht gemauert, dann wären sie mit Putz auch nicht dicker geworden, hätten super Schall-, Feuerschutz und sie hätten sich den ganzen Kleberkram im OSBAbk. gespart.
  3. Holzständerwand: Statik verhindert Mauerbau im OG

    Aus gewichtigen Gründen
    Hallo Herr Kuner, wir konnten im OG nicht Mauern, da die Statik das nicht zulässt. Und ich frage mich, welchen Klebekram Sie meinen. Die OSBAbk. wird doch nur mit mineralischem Vorstreichzeugs aus dem Conluto-System vorbehandelt, der Lehmputz klebt da extrem gut drauf (und es würde sogar ohne das gehen, wie die Erfahrung zeigt). Die Ausgangsfrage konkretisiert: da Hanf und Holzwolle eine ziemlich unterschiedliche Rohdichte haben, lag die (laienhafte) Vermutung nahe, dass es schalltechnisch auch verschieden "gut" wirkt. Dass wir da keine Disko reinbauen können, ist uns bewusst und zum Glück auch nicht geplant. Sind Kinderzimmer, aber Kindergeräusche sind ja auch per gesetzlicher Definition kein Lärm ...
    Heinrich
  4. Trockenbauwand: Schallschutz durch getrennte Schalen

    Schalltechnisch gut
    Einigermaßen gut bzgl. Schall  -  wenn Masse fehlt  -  sind bei Trockenbauwänden 2 getrennte biegeweiche Schalen. Da hätten Sie 2 Reihen Kanthölzer oder C-Profile stellen müssen, wobei die Reihen nicht miteinander verbunden werden.
    Gruß
  5. Alternative Dämmung: Schallschutz mit Schilfplatten

    Schallschutz
    Wenn das schon so steht und geplant wurde dann würde ich möglicherweise Schilfdämmplatten vorschlagen (
  6. Materialtipp: Strohbauplatten für Schallschutz

    Recht unbekannte Alternative
    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Strohbauplatten der Firma Strawtec gemacht, diese sind komplett ökokologisch, weisen einen hohen Schallschutz (32 dBAbk., einschalig) auf und lassen sich super verarbeiten (siehe auch mein anderen Beitrag in diesem Forum). Ich bin von diesem Baustoff absolut überzeugt!

    PS: Meine Kleine schafft allerdings 95 dB, da hilft keine Wand mehr 😉

  7. Holzleichtbau: Korrektur zu Schallschutz-Märchen

    Muss mal wieder auf Falschaussagen aufmerksam machen!
    Schon zum wiederholten Male wende ich mich hiermit gegen die Märchen, die manche immer wieder gern im Kontext (Holz) leichtbau-Mauerwerk zum besten gegeben werden, in diesem Fall:

    1. Heinrich hat es bereits gesagt: Steine sind schwer, und ob das meist ein Vorteil ist, ist umstritten.
    2. Schallschutz: Wir haben in unserem Wohnhaus im DGAbk. Zwischenwände mit folgendem Aufbau: 95 mm Holzständer mit Steinwolle in den Zwischenräumen, beidseitig mit 12 mm Spanplatte plus 12,5 mm Gipskartonplatte beplankt, also 144 mm Gesamtstärke. Diese Konstruktion weist einen erheblich höheren Luftschallschutz auf als 17,5 cm (Kalksandstein) KS-Stein plus beidseitig Putz. Ich könnte die Daten sicher besorgen, aber das können sie auch selbst  -  wenn sie es wirklich wissen wollen. Übrigens konnten wir im Schlafzimmer nicht hören, wenn im Kinderzimmer nebenan das Radio nicht sehr leise lief.
    3. Natürlich lässt sich der Schallschutz mit 2 getrennten biegeweichen Schalen weiter verbessern. Dabei kann man übrigens Platz sparen, indem man die Ständer versetzt räumlich ineinander verzahnt, ohne dass sie sich berühren, innen Dämmwolle einlegt und dann die Außenseiten mit je zwei unterschiedlich dicken Platten beplankt.

  8. Feuerschutz: Holzständerwand mit GKP/GFP Beplankung

    Habe noch den Feuerschutz vergessen:
    Die unsinnige Aussage des besseren Feuerschutzes von Steinwänden sollte so auch nicht stehenbleiben. GKP und GFP weisen einen definierten Brandschutz auf, der sich je nach Ausführung und Stärken (zwischen 30 und 90 Minuten Standzeit der Beplankung sind normal) auch weiter steigern lässt. Man kann sagen, bis das Feuer das innenliegende Holz erreicht, ist die Feuerwehr normalerweise am Brandort. Viel gefährlicher sind Elektroleerrohre in der Wand (in jeder Wand), da diese wie ein enger Schornstein wirken und die Flammen, wenn die Zimmereinrichtung brennt, in Sekundenschnelle ins Dachgeschoss saugen kann! Es gibt zwar seit mehr als 20 Jahren feuerfeste Leerrohre, aber die hat wegen des höheren Preises kaum jemand. Einer massiven Wand, die 1 Stunde einem heftigen Feuer ausgesetzt war, traue ich übrigens auch nicht mehr. Die Hitze verändert in jedem Fall die Materialeigenschaften. Ganz schlimm sind Stahlbewehrungen in Decken oder Fensterstürzen. Die werden schnell weich wie Butter und dann bricht das Ganze schon mal plötzlich zusammen. Was einem bei einer Holzkonstruktion nie passiert. Die hat eine ganz erheblich längere Standzeit. Die Gründe dafür wurden in diesem Forum längst diskutiert.
  9. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI) Schutz

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026

    Hinweis: Nachfolgender Text wurde von einem KI-System erstellt - überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung.

    Schallisolierung Innenwand: Hanf vs. Holzwolle im Holzständerbau

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die optimale Schallisolierung von Innenwänden in Holzständerbauweise. Hanf und Holzwolle werden als Dämmstoffe verglichen, wobei Alternativen wie Schilfplatten und Strohbauplatten in Betracht gezogen werden. Der Fokus liegt auf der Erreichung eines effektiven Schallschutzes unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten und ökologischen Aspekte.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag Schallschutz Innenwand: Hanf/Holzwolle ungeeignet wird darauf hingewiesen, dass Hanf und Holzwolle für ernsthaften Schallschutz weniger geeignet sind. Es wird die Frage aufgeworfen, warum keine gemauerte Wand in Betracht gezogen wurde, um bessere Schall- und Feuerschutzeigenschaften zu erzielen.

    💰 Kosten: Die Wahl des Dämmmaterials beeinflusst nicht nur den Schallschutz, sondern auch die Kosten. Strohbauplatten, wie im Beitrag Materialtipp: Strohbauplatten für Schallschutz erwähnt, können eine kosteneffiziente und ökologische Alternative darstellen.

    📊 Fakten/Zahlen: Der Beitrag Materialtipp: Strohbauplatten für Schallschutz nennt einen Schallschutzwert von 32 dB für einschalige Strohbauplatten. Im Beitrag Holzleichtbau: Korrektur zu Schallschutz-Märchen werden Daten zum Luftschallschutz von Holzständerwänden mit Steinwollefüllung und Gipskartonplatten genannt.

    🔧 Praktische Umsetzung: Für einen effektiven Schallschutz in Trockenbauwänden empfiehlt der Beitrag Trockenbauwand: Schallschutz durch getrennte Schalen die Verwendung von zwei getrennten, biegeweichen Schalen, die nicht miteinander verbunden sind. Dies kann durch zwei Reihen Kanthölzer oder C-Profile realisiert werden.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor der Materialauswahl sollte eine genaue Analyse der statischen Gegebenheiten erfolgen, wie im Beitrag Holzständerwand: Statik verhindert Mauerbau im OGAbk. deutlich wird. Zudem ist es ratsam, verschiedene Dämmmaterialien hinsichtlich ihrer Schallschutzeigenschaften, Kosten und ökologischen Aspekte zu vergleichen und gegebenenfalls Fachleute zu konsultieren.

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