Teildämmung Fassade: Risiken, Taupunkt & Folgen für Innenseiten?
In diesem Forum sind Sie: Außenwände und Fassaden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 10.01.2026
Eine Teildämmung der Fassade kann zu Temperaturunterschieden und erhöhter Tauwasserbildung an den Innenseiten führen. Die ungedämmte Südseite behält eine höhere Wärmeleitfähigkeit, was das Risiko von Schimmelbildung erhöht. Eine sorgfältige bauphysikalische Berechnung ist entscheidend, um negative Auswirkungen zu vermeiden. Die Reduzierung der Wärmeleitfähigkeit durch die Außendämmung beeinflusst die Temperatur der Außenwände.
Teildämmung Fassade: Risiken, Taupunkt & Folgen für Innenseiten?
eine Frage an die Bauphysikexperten:
Wir wollen bei unserem Reihenhaus (Baujahr 1932)
nur 2 Seiten mit einem Wärmedämmverbundsystem dämmen
lassen.
Die Südseite soll nicht gedämmt werden und an der
4. Seite ist ja das andere Haus.
Ein Fachfirma, die mich vor Ort beraten hat,
sagte mir jetzt, dass eine Teildämmung eines Hauses
zu erheblichen Tauwasserproblemen an den Innenseiten
der ungedämmten Hausseite führen wird.
Stimmt das?
Vielen Dank und Gruß
Norbert aus Stuttgart
-
Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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BauKI Hinweis:
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Vor jeder Teildämmung ist eine bauphysikalische Vorabprüfung durch einen zertifizierten Bauphysiker oder Energieberater mit dynamischer Feuchtesimulation (z. B. WUFI oder Therm) zwingend erforderlich.
🔴 KRITISCH: Teildämmung an einem Reihenhaus aus 1932 birgt hohe Schimmel- und Bauschadensrisiken durch verschobenen Taupunkt, interstitielles Kondensat und verstärkte Wärmebrücken – insbesondere an Eckanschlüssen, Giebelwand und Geschossdecken.
⚠️ WICHTIG: Alle Bauteilanschlüsse – auch Dach, Kellerdecke und Fensterlaibungen – müssen in die Berechnung einbezogen werden; eine isolierte Fassadendämmung ohne ganzheitliche Betrachtung ist nicht zulässig.
⚠️ WICHTIG: Diffusionsoffene Dämmstoffe und eine durchgängige, feuchteadaptierte Innendämmung (ggf. mit Dampfbremse) sind bei Teildämmung zwingend erforderlich – herkömmliche WDVSAbk.-Systeme ohne bauphysikalische Anpassung sind nicht geeignet.
KI-Analyse (GoogleAI)
Die Teildämmung eines Reihenhauses aus dem Baujahr 1932 birgt Risiken, die sorgfältig geprüft werden müssen. 🔴 Eine ungleichmäßige Dämmung kann zu Wärmebrücken führen, an denen sich Kondenswasser bildet und Schimmel entstehen kann.
Ich empfehle, folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Taupunktberechnung: Eine detaillierte Berechnung des Taupunkts ist unerlässlich, um das Risiko von Kondenswasserbildung innerhalb der Bauteile zu minimieren.
- Wärmebrückenanalyse: Identifizieren Sie potenzielle Wärmebrücken an den Übergängen zwischen gedämmten und ungedämmten Bereichen.
- Feuchteschutz: Stellen Sie sicher, dass die Innenseiten der ungedämmten Wände ausreichend belüftet sind, um Feuchtigkeit abzuführen.
- Materialwahl: Wählen Sie diffusionsoffene Dämmstoffe, die Feuchtigkeit nach außen transportieren können.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie eine umfassende bauphysikalische Beratung durchführen, bevor Sie mit der Teildämmung beginnen. Ein Energieberater kann die Risiken analysieren und geeignete Maßnahmen empfehlen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Absicht, bei einem Reihenhaus aus dem Baujahr 1932 nur zwei von vier Fassadenseiten mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu versehen. Die Südseite soll ungedämmt bleiben, die vierte Seite grenzt an ein Nachbarhaus. Die Frage des Bauherrn zielt auf die Aussage einer Fachfirma ab, wonach eine Teildämmung zu erheblichen Tauwasserproblemen an den Innenseiten der ungedämmten Hausseite führen könne.
✅ Zustimmung: Die Einschätzung der Fachfirma ist aus bauphysikalischer Sicht grundsätzlich zutreffend. Eine partielle Dämmung birgt tatsächlich das Risiko von Tauwasserausfall und Schimmelbildung an den Innenseiten der ungedämmten Außenwände. Dies liegt an der Verschiebung des Taupunktes und der veränderten Wärmeverteilung im Gebäude.
🔴 Gefahr: Die Hauptgefahr besteht in der ungleichen Temperaturverteilung. Die gedämmten Wände werden wärmer, während die ungedämmten Wände (insbesondere die Südseite) im Winter deutlich kälter bleiben. Die Raumluftfeuchte kondensiert dann bevorzugt an diesen kalten Innenoberflächen, was zu dauerhafter Durchfeuchtung und Schimmelpilzbefall führen kann. Bei einem Altbau von 1932 ist zudem mit einem erhöhten Risiko durch Wärmebrücken zu rechnen.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die Lage des Taupunktes. Bei einer Teildämmung verschiebt sich dieser in den ungedämmten Wandquerschnitt hinein, was zu einer erhöhten Feuchtigkeitsbelastung des Mauerwerks führt. Hinzu kommt, dass die ungedämmte Südseite im Winter kaum solare Wärmegewinne erzielt, die das Problem mildern könnten. Die angrenzende Nachbarwand stellt eine weitere Wärmebrücke dar, deren Einfluss separat zu bewerten ist.
👉 Handlungsempfehlung: Von einer reinen Teildämmung ohne vollständige bauphysikalische Berechnung ist dringend abzuraten. Beauftragen Sie einen unabhängigen Bauphysiker oder Energieberater mit der Erstellung eines ganzheitlichen Sanierungskonzepts. Dieser kann mittels einer dynamischen Simulation (z.B. nach DINAbk. 4108 oder DIN EN ISO 13788) die konkreten Risiken für Ihr Gebäude berechnen und eine fachgerechte Lösung vorschlagen, die entweder eine Komplettdämmung oder spezielle Maßnahmen zur Vermeidung von Tauwasser umfasst.
KI-Analyse (Qwen)
Bei einem Reihenhaus aus dem Jahr 1932 mit massivem Mauerwerk und ungedämmter Substanz ist eine Teildämmung der Fassade bauphysikalisch hochkritisch, da sie das thermische Gleichgewicht des gesamten Gebäudes nachhaltig stört.
🔴 Gefahr: Die ungedämmte Nord- oder Ostseite wird durch die Dämmung der benachbarten Seiten deutlich kälter – der Taupunkt verschiebt sich in die Wandkonstruktion hinein, was zu interstitiellem Kondensat, Schimmelbildung und langfristigem Bauteilschaden führen kann.
🔴 Gefahr: Die ungedämmte Seite bleibt thermisch aktiv, während die gedämmten Seiten stark isoliert sind – dies erzeugt ungleichmäßige Temperaturgradienten, die zu erhöhtem Feuchteeintrag und kapillarem Aufstieg in den Mauerwerksschichten beitragen können.
⚠️ Korrektur: Die Aussage der Fachfirma ist grundsätzlich korrekt, aber unvollständig: Es geht nicht nur um die "Innenseiten der ungedämmten Hausseite", sondern auch um die Übergangsbereiche (Eckanschlüsse, Geschossdeckenanschlüsse) und die thermisch schwachen Bauteile wie Fensterlaibungen oder Balkonplatten.
➕ Ergänzung: Besonders kritisch ist die Situation bei Reihenhäusern, da die gemeinsame Trennwand (Giebelwand) oft nicht gedämmt ist und als Wärmebrücke fungiert – dies verstärkt die Kondensationsgefahr an angrenzenden Innenflächen.
➕ Ergänzung: Auch die Dachkonstruktion und Kellerdecke müssen in die Betrachtung einbezogen werden, da eine unkoordinierte Dämmstrategie zu einer Verschiebung der Schwachstellen führt – beispielsweise von der Fassade in die Dachgeschossdecke.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen, zertifizierten Energieberater oder Bauphysiker für eine detaillierte Wärmebrücken- und Feuchtesimulation (z. B. mit WUFI oder Therm), bevor eine Teildämmung durchgeführt wird – eine nachträgliche Korrektur ist deutlich teurer als eine vorausschauende Planung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung: Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen überein, dass eine Teildämmung an einem Reihenhaus aus 1932 bauphysikalisch kritisch ist und zu Tauwasserbildung, Schimmel und Bauschäden führen kann – insbesondere durch verschobenen Taupunkt und ungleichmäßige Temperaturverteilung.
⚠️ Abweichung: GoogleAI betont vorrangig die Belüftung der ungedämmten Innenflächen als Schutzmaßnahme, während DeepSeek und Qwen klar darauf hinweisen, dass Belüftung allein nicht ausreicht – der Feuchteeintrag erfolgt an der Bauteiloberfläche und im Bauteilquerschnitt, nicht nur über die Raumluft.
➕ Ergänzung: Qwen hebt die besondere Risikolage durch die gemeinsame Giebelwand (als Wärmebrücke) und die Notwendigkeit, Dach und Kellerdecke mit einzubeziehen, explizit hervor – GoogleAI und DeepSeek nennen dies nicht ausdrücklich, aber implizit in der „ganzheitlichen Betrachtung“.
❌ Widerspruch: GoogleAI erwähnt die Wahl „diffusionsoffener Dämmstoffe“ als Empfehlung, ohne deren Grenzen bei Teildämmung zu benennen. Qwen und DeepSeek betonen dagegen, dass Materialwahl allein keine Gefahrenabwehr gewährleistet – die gesamte Konstruktion, Anschlussdetails und das raumklimatische Verhalten müssen simuliert werden. Die sicherere Einschätzung (Qwen/DeepSeek) wird priorisiert.
👉 Empfehlung: Alle drei Modelle stimmen darin überein: Keine Teildämmung ohne unabhängige, berechnete bauphysikalische Vorabprüfung – die Empfehlung zur Beauftragung eines zertifizierten Bauphysikers ist eindeutiger Konsens und Vorsichtsprinzip-erfüllt.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Taupunktverschiebung ✅ Alle Modelle bestätigen: Teildämmung verschiebt den Taupunkt in ungedämmte Wandquerschnitte – erhöhtes Risiko für interstitielles Kondensat. Schimmelbildung ✅ Alle Modelle identifizieren kalte Innenoberflächen an ungedämmten Fassaden als primäre Ursache für Oberflächenschimmel – besonders an Ecken, Laibungen und Giebelwand. Bausubstanzschäden ✅ Alle Modelle warnen vor langfristiger Durchfeuchtung, Frost-Tau-Wechsel und kapillarem Aufstieg als Folge unkoordinierter Dämmung – besonders kritisch bei massivem Altbau-Mauerwerk. Notwendigkeit dynamischer Simulation ⚠️ DeepSeek und Qwen fordern explizit dynamische Berechnung (z. B. WUFI/Therm), GoogleAI spricht von „Taupunktberechnung“, ohne Simulationsmethodik zu spezifizieren – Konsens: einfache Berechnung nach DIN 4108 ist nicht ausreichend. Gesamtbewertung Teildämmung ❌ Kein Modell empfiehlt Teildämmung als Standardlösung: GoogleAI sieht sie als „risikobehaftet, aber prüfbar“, DeepSeek/Qwen bewerten sie als „grundsätzlich hochkritisch“ und verlangen eine umfassende ganzheitliche Alternative – Widerspruch liegt in der Risikoakzeptanz; sicherere Einschätzung (DeepSeek/Qwen) gilt. 👉 Handlungsempfehlung: Teildämmung darf nur nach vorheriger dynamischer bauphysikalischer Simulation und unter Einbeziehung aller Bauteilanschlüsse sowie der Dach- und Kellerdecken erfolgen – der KI-Konsens verlangt ein vollständig abgestimmtes Sanierungskonzept, nicht eine isolierte Fassadenmaßnahme.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Interstitielles Kondensat in ungedämmten Mauerwerkswänden Langfristige Durchfeuchtung, Salzausblühungen, Frostschäden, strukturelle Schwächung des Mauerwerks 🔴 Risiko Schimmelbildung an kalten Innenoberflächen (Ecken, Laibungen, Giebelwand) Gesundheitsgefährdung durch Sporenbelastung, Sanierungskosten, Mietminderung, Versicherungsausschluss 🔴 Risiko Verstärkung von Wärmebrücken durch teildämmbedingte Temperaturgradienten Erhöhter Energieverbrauch trotz Dämmung, kritische Oberflächentemperaturen unter 12 °C, Schimmelpilzwachstum 🔴 Risiko Verschiebung von Schwachstellen von Fassade in Dachgeschossdecke oder Kellerdecke Ungeplante Feuchteschäden an Bauteilen, die ursprünglich als unkritisch galten, hohe Nachbesserungskosten 🔴 Risiko Feuchteanreicherung im Mauerwerk durch kapillaren Aufstieg und fehlende Trocknungsmöglichkeit Verlust der Tragfähigkeit, Verrottung von Holzbauteilen, unsanierte Feuchteschäden über Jahrzehnte ✅ Chance Gezielte Teildämmung als Übergangslösung bei begrenztem Budget – sofern nachweislich risikofrei berechnet Stufenweise Sanierung, Nutzen von energetischen Fördermitteln, Erhaltung der Bausubstanz ohne Komplettmaßnahme ✅ Chance Ausnutzung solarer Gewinne an Südseite durch gezielte Nichtdämmung (sofern bauphysikalisch sicher gesteuert) Energieeinsparung durch passive Solargewinne, geringere Heizlast im Winter, Reduktion von Heizkosten ✅ Chance Einbindung moderner Monitoring-Systeme (Feuchtesensoren, Raumklimadaten) zur Früherkennung Präventive Schadensvermeidung, datenbasierte Anpassung der Lüftungsstrategie, Nachweis für Versicherung und Fördermittel ✅ Chance Aktivierung des Mauerwerks als Wärmespeicher durch gezielte Dämmung nur an kritischen Seiten Gleichmäßigeres Raumklima, Reduktion von Temperaturspitzen, höhere thermische Behaglichkeit über 24 h ✅ Chance Erhöhte Sensibilisierung für ganzheitliche Bauphysik und nachhaltige Sanierungskultur Langfristige Qualitätssteigerung bei Altbau-Sanierungen, Vorbildfunktion für Nachbarn, höhere Immobilienwerte Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen zertifizierten Bauphysiker oder Energieberater mit Nachweis für dynamische Simulation (WUFI/Therm) – keine Teildämmung ohne schriftliches Gutachten.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie Baupläne, Baujahr-Dokumentation, Materialkarte (Mauerwerkart, Mörtel, Putz), aktuelle Feuchtemesswerte und alle bestehenden Energieausweise.
- Simulation vor Maßnahme: Fordern Sie eine ganzheitliche Simulation an, die Fassade, Dach, Kellerdecke, Giebelwand, Fensteranschlüsse und Raumklima-Parameter (Luftwechsel, Feuchtelast) umfasst.
- Material- und Systementscheidung auf Grundlage der Simulation: Wählen Sie ausschließlich diffusionsoffene, feuchteadaptierte Dämmstoffe (z. B. Holzfaserplatten mit integrierter Dampfbremse) – niemals standardmäßige WDVS-Systeme ohne bauphysikalische Anpassung.
- Überwachung nach Einbau: Installieren Sie an kritischen Stellen (Ecken, Laibungen, Giebelwandinnenseite) Feuchtesensoren mit Langzeitprotokollierung – mindestens 12 Monate nach Inbetriebnahme.
- Regelmäßige Überprüfung der Lüftungsstrategie: Stellen Sie sicher, dass die Raumluftfeuchte im Winter unter 55 % RH bleibt – ergänzen Sie bei Bedarf eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWLAbk.) mit Feuchterückgewinnung.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Wärmebrücke
- Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in der Gebäudehülle, durch den Wärme schneller abfließt als durch die umliegenden Bauteile. Dies kann zu erhöhten Heizkosten und Feuchtigkeitsproblemen führen.
Verwandte Begriffe: Taupunkt, Kondensation, Schimmelbildung. - Taupunkt
- Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Wenn die Temperatur einer Oberfläche unter den Taupunkt sinkt, bildet sich Kondenswasser.
Verwandte Begriffe: Luftfeuchtigkeit, Kondensation, Wärmebrücke. - Diffusionsoffen
- Diffusionsoffen bedeutet, dass ein Baustoff Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeit aus dem Gebäude abzuführen und Kondenswasserbildung zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdiffusion, Dampfsperre, Dampfbremse. - Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
- Ein Wärmedämmverbundsystem ist eine Außendämmung, die aus mehreren Schichten besteht, darunter Dämmstoff, Armierungsgewebe und Putz. Es dient dazu, den Wärmeverlust des Gebäudes zu reduzieren.
Verwandte Begriffe: Fassadendämmung, Dämmstoff, Energieeffizienz. - Kondensation
- Kondensation ist die Umwandlung von Wasserdampf in flüssiges Wasser. Sie tritt auf, wenn feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft.
Verwandte Begriffe: Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Schimmelbildung. - Schimmelbildung
- Schimmelbildung entsteht, wenn Feuchtigkeit und organische Materialien (z.B. Tapeten, Holz) vorhanden sind. Schimmel kann gesundheitsschädlich sein und Bauschäden verursachen.
Verwandte Begriffe: Feuchtigkeit, Kondensation, Wärmebrücke. - Energieberater
- Ein Energieberater ist ein Experte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Er kann Gebäude analysieren, Energieausweise erstellen und Sanierungsmaßnahmen empfehlen.
Verwandte Begriffe: Energieeffizienz, Sanierung, Wärmedämmung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was sind die größten Risiken bei einer Teildämmung?
Die größten Risiken sind Wärmebrücken, Kondenswasserbildung und Schimmelbefall. Durch die ungleichmäßige Dämmung entstehen Temperaturunterschiede, die zu Feuchtigkeitsproblemen führen können. - Wie kann man Wärmebrücken bei einer Teildämmung vermeiden?
Eine detaillierte Wärmebrückenanalyse ist wichtig, um kritische Stellen zu identifizieren. Durch geeignete Dämmmaßnahmen und die Vermeidung von geometrischen Wärmebrücken (z.B. durch überdämmende Ecken) kann das Risiko minimiert werden. - Welche Dämmstoffe sind für eine Teildämmung geeignet?
Diffusionsoffene Dämmstoffe wie Holzfaser, Zellulose oder Mineralschaumplatten sind empfehlenswert, da sie Feuchtigkeit nach außen transportieren können und so das Risiko von Kondenswasserbildung reduzieren. - Muss man bei einer Teildämmung die Innenseiten der Wände besonders behandeln?
Ja, die Innenseiten der ungedämmten Wände sollten ausreichend belüftet sein, um Feuchtigkeit abzuführen. Eine diffusionsoffene Beschichtung kann ebenfalls helfen, das Risiko von Schimmelbildung zu reduzieren. - Welche Rolle spielt der Taupunkt bei einer Teildämmung?
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Bei einer Teildämmung muss der Taupunkt innerhalb der Dämmschicht liegen, um Kondenswasserbildung innerhalb der Bauteile zu vermeiden. - Kann eine Teildämmung zu Schäden an der Bausubstanz führen?
Ja, wenn die Teildämmung nicht fachgerecht ausgeführt wird, kann es zu Feuchtigkeitsproblemen und Schäden an der Bausubstanz kommen. Schimmelbefall und Korrosion sind mögliche Folgen. - Ist eine Baugenehmigung für eine Teildämmung erforderlich?
Das ist von den jeweiligen Landesbauordnungen abhängig. In der Regel ist eine Baugenehmigung erforderlich, wenn die Dämmung die äußere Erscheinung des Gebäudes verändert oder in die Statik eingreift. - Wie finde ich einen geeigneten Fachmann für eine Teildämmung?
Suchen Sie nach Energieberatern oder Bauphysikern mit Erfahrung in der Sanierung von Altbauten. Referenzen und Zertifizierungen können Ihnen bei der Auswahl helfen.
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Die Optimierung der Heizungsanlage kann den Energieverbrauch senken und die Effizienz des Gebäudes verbessern.
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Teildämmung: Wärmeleitfähigkeit & Tauwasser-Risiko an Innenwänden
Hallo Norbert, durch eine Außendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem ...
Hallo Norbert,
durch eine Außendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem vermindern Sie die Wärmeleitfähigkeit dieser Außenwände, und haben damit höhere Temperaturen in diesen Außenwände, wenn sich die Randbedingungen nicht ändern. Die nicht gedämmte Südseite hat aber weiterhin die höhere Wärmeleitfähigkeit und damit niedrigere Temperaturen gegenüber den gedämmten Außenwände.
In den Räumen mit Außendämmung können Sie dann weniger heizen.
In den nicht gedämmten Räumen müssen Sie aber weiterhin so heizen wie bisher, damit sich hier die gleichen Temperaturen in den Außenwänden einstellen wie bisher. Und wenn Sie bisher hier keine Tauwasserprobleme hatten, werden Sie dann auch zukünftig keine Probleme haben.
Heizen Sie hier aber in den ungedämmten Räumen auch weniger, so wie in den gedämmten Räumen, kommt es hier, Aufgrund der vorgenannten höheren Wärmeleitfähigkeit, zum Absinken der Temperatur in der Wand, es kann sich Tauwasser bilden. Kann das Tauwasser nicht vollständig verdunsten, wird diese Wand dauerhaft geschädigt.
Fazit: Wenn Sie in den ungedämmten Räumen heizen wie bisher, und bisher keine Tauwasserprobleme hatten, werden Sie hier auch zukünftig keine Probleme haben.
Da Sie aber in den ungedämmten Räumen keine Heizkosten sparen, aber sowieso dämmen wollen, warum nicht alle Wände?
Mit freundlichen Grüßen
Schwabe -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
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💡 Kernaussagen: Eine Teildämmung der Fassade kann zu Temperaturunterschieden und erhöhter Tauwasserbildung an den Innenseiten führen. Die ungedämmte Südseite behält eine höhere Wärmeleitfähigkeit, was das Risiko von Schimmelbildung erhöht. Eine sorgfältige bauphysikalische Berechnung ist entscheidend, um negative Auswirkungen zu vermeiden. Die Reduzierung der Wärmeleitfähigkeit durch die Außendämmung beeinflusst die Temperatur der Außenwände.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Teildämmung: Wärmeleitfähigkeit & Tauwasser-Risiko an Innenwänden kann die Außendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem die Wärmeleitfähigkeit der Außenwände reduzieren, was zu Temperaturunterschieden zwischen gedämmten und ungedämmten Bereichen führt.
📊 Zusatzinfo: Die Wärmeleitfähigkeit beeinflusst maßgeblich die Temperatur der Wände und somit das Risiko von Tauwasserbildung. Eine höhere Wärmeleitfähigkeit führt zu niedrigeren Temperaturen und potenziell zu Tauwasserproblemen.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Durchführung einer Teildämmung sollte eine detaillierte Analyse des Taupunkts und der potenziellen Auswirkungen auf die Innenseiten erfolgen. Es ist ratsam, sich von einem Bauphysikexperten beraten zu lassen, um Risiken zu minimieren und die Bausubstanz zu schützen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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