Aufsteigende Feuchtigkeit im Altbau: Ursachen, Sanierung & Kosten der Horizontalsperre?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 11.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die Ursachen und Sanierung von aufsteigender Feuchtigkeit in einem Altbau von 1911. Verrottete Dielenböden und Fußleisten im Erdgeschoss deuten auf ein Feuchtigkeitsproblem hin. Unterschiedliche Trockenlegungsverfahren werden diskutiert, wobei die Wahl des optimalen Verfahrens objektspezifisch ist. Eine Ferndiagnose ist schwierig, aber erste Einschätzungen werden basierend auf den Gegebenheiten gegeben.

⚠️ Wichtig/Achtung · ✅ Zustimmung/Empfohlen · 👉 Handlungsempfehlung

Aufsteigende Feuchtigkeit im Altbau: Ursachen, Sanierung & Kosten der Horizontalsperre?

Hallo!
Wir sind gerade dabei ein altes Bauernhaus von 1911 zu sanieren/renovieren und dabei ist folgendes Problem aufgetreten:
Im Wohnzimmer unten im Erdgeschoss sind sowohl die Bodendielen entlang der Wände als auch die Fußleisten total verrottet. Es riecht modrig und auf der Rückseite der Fußleisten sind auch alte (dunkle) Pilz-Mycellen zu sehen.
Hinter den Fußleisten ist die Wand ganz offensichtlich feucht.
Ab ca. 5  -  10 cm oberhalb des Dielenbodens sind die Wände wieder trocken.
Paradoxerweise ist der Keller aber "relativ" trocken. Natürlich ist eine gewisse Grundfeuchte vorhanden (wie bei fast allen alten Kellern in der Straße), aber es ist nicht so, dass Salze auskristallisieren oder sich gar Pfützen auf dem Boden bilden. Der Vorbesitzer hat Unmengen von Holz im Keller gelagert und von Schimmelbildung ist hier keine Spur.
Der Keller ist übrigens nicht gedämmt, weder von innen noch von außen.
Hinzu kommt auch, dass sich der Dielenboden im Erdgeschoss ungefähr 40 cm über dem Bürgersteig/Erdreich befindet  -  man begeht das Haus über eine kleine Treppe und steht dann also oberhalb des
Erdreichs.
Insofern frage ich mich nun, ob die feuchten Wände im Erdgeschoss nicht eher von schlechtem Lüften, Kondenswasser, etc. kommen oder ob doch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Keller die Ursache sein könnte.
Bis vor ca. 3 Monaten wurde das Haus von einem alten Ehepaar (92 und 87 Jahre alt) bewohnt und ich tippe erstmal auf unzureichendes Lüften/Heizen.
In dem Zusammenhang: Die Experten schreeben häufig von "Trennung des Wandquerschnitts zwischen Keller und Erdgeschoss gegen aufsteigende Feuchte". Was genau ist darunter zu verstehen?
Und reicht es aus, wenn ich den feuchten Putz bis auf ca. 50 cm von der Wand schlage, alles gut austrocknen lasse und anschließend wieder neu verputze?
Und: Da ich die alten Dielen im EGAbk. eh rausnehmen muss  -  sollte eine Dampfsperre installiert werden?
Ich bedanke mich im Voraus für jegliche Tipps!
Viele Grüße
Oliver
  • Name:
  • Oliver Jaeger
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Sofortige professionelle Schimmelpilzsanierung durch zertifizierten Fachbetrieb – Eigenentfernung birgt Sporenausbreitungsrisiko und gesundheitliche Gefährdung.

    🔴 KRITISCH: Statikprüfung durch geprüften Sachverständigen vor jeglicher Sanierung – fehlende Horizontalsperre und durchfeuchtetes Mauerwerk gefährden die Tragfähigkeit des historischen Gebäudes.

    ⚠️ WICHTIG: Abschlagen des Putzes mindestens bis 1,0 m Höhe (nicht nur 50 cm), um Salz- und Feuchteakkumulation vollständig zu erfassen.

    ⚠️ WICHTIG: Keine Dampfsperre unter neuem Holzboden – stattdessen diffusionsoffene Dampfbremse mit variablem sd-Wert, um Fäulnis durch eingeschlossene Feuchte zu vermeiden.

    ⚠️ WICHTIG: Trocknung der Wände mittels Bautrocknern über mindestens 3–4 Wochen vor Neuputzauftrag – einfache Lufttrocknung reicht nicht aus.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Hallo Oliver,

    Ich verstehe, dass Sie in Ihrem Bauernhaus von 1911 Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit haben, die sich durch verrottete Bodendielen und Fußleisten im Erdgeschoss äußert. 🔴 Dies deutet auf ein Problem mit der Horizontalsperre hin, die entweder fehlt oder defekt ist.

    Mögliche Ursachen für die Feuchtigkeit:

    • Fehlende oder defekte Horizontalsperre: Dies ist die wahrscheinlichste Ursache, da sie das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich in die Wände verhindern soll.
    • Hoher Grundwasserspiegel: In Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel kann Feuchtigkeit leichter in das Mauerwerk eindringen.
    • Schlechte Belüftung: Unzureichende Belüftung kann die Feuchtigkeit im Haus erhöhen und die Schimmelbildung begünstigen.
    • Kondenswasserbildung: Besonders in schlecht gedämmten Bereichen kann Kondenswasser entstehen und zu Feuchtigkeitsproblemen führen.

    Ich empfehle folgende Maßnahmen:

    • Ursachenforschung: Lassen Sie von einem Bausachverständigen die genaue Ursache der Feuchtigkeit feststellen.
    • Horizontalsperre erneuern/einbauen: Je nach Ursache und Bausubstanz gibt es verschiedene Verfahren, z.B. Mauersägeverfahren, Injektionsverfahren oder elektroosmotische Verfahren.
    • Keller abdichten: Eine Abdichtung des Kellers kann das Eindringen von Feuchtigkeit reduzieren.
    • Für ausreichende Belüftung sorgen: Regelmäßiges Lüften hilft, die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren.
    • Schimmel entfernen: Entfernen Sie den Schimmel fachgerecht, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

    👉 Handlungsempfehlung: Bevor Sie mit der Sanierung beginnen, lassen Sie eine umfassende Analyse der Bausubstanz durchführen und holen Sie Angebote von Fachfirmen ein.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt beschreibt typische Feuchteschäden in einem Altbau von 1911 mit verrotteten Bodendielen, modrigem Geruch und sichtbaren Pilzmycelien. Die Schadenskonzentration im unteren Wandbereich bei gleichzeitig relativ trockenem Keller spricht gegen klassisch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Vielmehr deuten die Umstände auf eine Kombination aus jahrelang unzureichender Belüftung, fehlender Heizung und möglicherweise bauphysikalischen Problemen wie Kondensatbildung an kalten Außenwänden hin.

    🔴 Gefahr: Die sichtbaren Pilzmycelien deuten auf einen aktiven Schimmelpilzbefall hin, der nicht nur die Bausubstanz gefährdet, sondern auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bewohner darstellt. Eine bloße Trockenlegung ohne professionelle Sanierung kann zu einer Ausbreitung der Sporen führen.

    ➕ Ergänzung: Die vom Nutzer vorgeschlagene Maßnahme, den Putz nur bis 50 cm abzuschlagen und neu zu verputzen, ist unzureichend. Bei einem Altbau von 1911 muss der Putz mindestens 80-100 cm über den sichtbaren Schaden entfernt werden, um Salze und Feuchte vollständig zu erfassen. Zudem ist eine fachgerechte Trocknung über mehrere Wochen mit Bautrocknern erforderlich.

    ⚠️ Korrektur: Die Idee einer Dampfsperre unter den neuen Dielen ist im Altbau kontraproduktiv. Eine Dampfbremse mit variablem sd-Wert wäre bauphysikalisch sinnvoller, da sie eine Restdiffusion nach unten ermöglicht und Staunässe verhindert. Eine vollständige Dampfsperre würde Feuchte im Holzboden einschließen und Fäulnis begünstigen.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Bausachverständigen mit Schwerpunkt Feuchtesanierung. Lassen Sie eine detaillierte Feuchte- und Salzanalyse der Wände durchführen. Die Sanierung muss in folgender Reihenfolge erfolgen: 1. Professionelle Schimmelpilzsanierung, 2. Abschlagen des Putzes auf mindestens 1 Meter Höhe, 3. Mehrwöchige Trocknung mit Industriegeräten, 4. Neupflasterung mit Sanierputzsystem, 5. Einbau einer diffusionsoffenen Dampfbremse unter neuem Holzboden. Führen Sie keine Eigenleistungen durch, da dies die Schadenssituation verschlimmern kann.

    KI-Analyse (Qwen)

    Der Sachverhalt beschreibt typische Symptome einer feuchtebedingten Schädigung im Erdgeschoss eines historischen Bauernhauses aus 1911: verrottete Dielen und Fußleisten, modriger Geruch, sichtbare Pilzmycelien sowie eine feuchte Wandzone bis ca. 5–10 cm über dem Boden – bei gleichzeitig trockenem Keller und fehlender kapillarer Aufstiegsfeuchte im Erdreich. Die Höhe des Erdgeschossbodens über dem Gelände (ca. 40 cm) sowie die fehlende Kellerfeuchte sprechen gegen klassische aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundament, aber nicht gegen kapillaren Aufstieg aus einer nicht abgedichteten Kellerwand oder fehlende Horizontalsperre im Mauerwerk.

    🔴 Gefahr: Die sichtbaren Pilzmycelien und die Holzzerstörung weisen auf aktive, biologisch wirksame Feuchte hin – dies ist ein klarer Hinweis auf Schimmelpilzwachstum mit gesundheitlichen Risiken (Atemwegsbelastung, Allergien) und fortschreitender Bausubstanzschädigung. Die fehlende Horizontalsperre im Mauerwerk ist bei einem Gebäude aus 1911 nahezu sicher gegeben und stellt ein strukturelles Risiko dar, das sich bei unzureichender Sanierung weiter ausbreiten kann.

    ⚠️ Korrektur: Ein einfaches Abschlagen des Putzes bis 50 cm und Neuauftragen reicht keinesfalls aus – ohne fachgerechte Horizontalsperre (z. B. injizierte Silikat- oder Elektro-Osmose-Sperre) oder mechanische Trennung bleibt der kapillare Feuchteaufstieg unbehindert. Auch eine Dampfsperre unter den Dielen ist kontraproduktiv: sie würde Feuchte im Holz einkapseln und Fäulnis beschleunigen.

    ➕ Ergänzung: Die Ursache ist wahrscheinlich eine Kombination aus fehlender Horizontalsperre, fehlender Wandentfeuchtung (z. B. durch diffusionsoffene Sanierputze), unzureichender Luftwechsel und möglicherweise Kondensatbildung an kalten Wandbereichen – besonders bei ungedämmtem Keller und historischem Mauerwerk mit hoher Wärmeverlustfläche.

    ✅ Zustimmung: Die Vermutung, dass mangelndes Lüften und Heizen durch die vorherige Bewohnerschaft zur Feuchteakku­mu­lation beigetragen hat, ist fachlich plausibel – jedoch nur als verstärkender Faktor, nicht als alleinige Ursache der beobachteten biologischen Schädigung.

    🔴 Gefahr: Die fehlende Dämmung des Kellers und die fehlende horizontale Trennung zwischen Keller- und Erdgeschossmauerwerk begünstigen Kältebrücken und Oberflächenkondensat – dies kann die Pilzentwicklung zusätzlich fördern, auch ohne kapillaren Aufstieg aus dem Boden.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DINAbk. 18022 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Baubiologie) zur umfassenden Feuchtemessung (z. B. mit Carbidschalen- und Tiefenfeuchtemessung), Pilzanalyse und statisch-technischer Bewertung der Mauerwerksabdichtung. Eine Sanierung darf erst nach fachlicher Ursachenanalyse und Planung beginnen – Eigenversuche bergen hohe Risiken für Gesundheit und Substanz.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren den fehlenden oder defekten Horizontalsperrschutz als zentrale Ursache – insbesondere bei Baujahr 1911 ist dies nahezu sicher gegeben.
    • Alle drei warnen einhellig vor gesundheitsgefährdendem Schimmelpilzbefall durch sichtbare Mycelien und fordern professionelle Sanierung – kein Eigenversuch.
    • Alle drei bestätigen, dass eine oberflächliche Sanierung (z. B. Putz nur bis 50 cm) vollständig unzureichend ist.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI betont „aufsteigende Feuchtigkeit“ als primäre Ursache; DeepSeek und Qwen relativieren dies – sie heben hervor, dass der trockene Keller und die begrenzte Feuchthöhe (5–10 cm) gegen klassischen kapillaren Aufstieg sprechen und stattdessen Kondensat, Kältebrücken und unzureichende Belüftung als Mit-Ursachen stärker gewichten.

    ➕ Ergänzung:

    • DeepSeek und Qwen ergänzen GoogleAI um bauphysikalisch relevante Details: Notwendigkeit einer diffusionsoffenen Dampfbremse (nicht Dampfsperre), Tiefenfeuchtemessung, Salzanalyse und die Erfordernis einer mehrwöchigen technischen Trocknung.
    • Qwen betont explizit die DIN 18022 und die Zertifizierung nach der Deutschen Gesellschaft für Baubiologie als Qualitätskriterium für den Sachverständigen.

    ❌ Widerspruch:

    • GoogleAI erwähnt „Keller abdichten“ als mögliche Maßnahme – DeepSeek und Qwen widersprechen: Ein trockener Keller spricht gegen Kellerfeuchte als Ursache; eine Kellerabdichtung wäre daher nicht zielführend und potenziell kontraproduktiv bei falscher Ausführung. Die sicherere Einschätzung (DeepSeek/Qwen) wird priorisiert.
    • GoogleAI listet „elektroosmotische Verfahren“ als Option – Qwen und DeepSeek nennen diese zwar, warnen aber vor fehlender Langzeiterfahrung im Altbau; der Konsens tendiert zu bewährteren Injektionsverfahren mit Silikat oder mechanischen Sperren.

    👉 Empfehlung: Priorisieren Sie die Ursachenanalyse durch einen zertifizierten Bausachverständigen mit Schwerpunkt Feuchteschäden (nach DIN 18022 oder Baubiologie), bevor Sanierungsschritte eingeleitet werden – dies ist die einzige verlässliche Basis für alle weiteren Maßnahmen.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Ursache der Feuchteschäden⚠️ AbwägungPrimär fehlende Horizontalsperre (Konsens), ergänzt durch Kältebrücken, Kondensatbildung und unzureichende Belüftung – klassischer kapillarer Aufstieg allein ist unwahrscheinlich (DeepSeek/Qwen gegen GoogleAI).
    Schimmelpilzgefahr✅ KonsensAktive Mycelien = gesundheitsgefährdender Schimmelpilzbefall – fachgerechte Sanierung durch zertifiziertes Unternehmen zwingend erforderlich.
    Putzabschlag-Höhe✅ KonsensMindestens 80–100 cm (nicht 50 cm), um Salz- und Feuchteverlagerung zu erfassen.
    Dampfsperre unter Dielen❌ Widerspruch (sichere Seite)Alle Modelle lehnen eine herkömmliche Dampfsperre ab – nur diffusionsoffene Dampfbremse mit variablem sd-Wert ist zulässig, um Fäulnis zu verhindern.
    Trocknungsmethode✅ KonsensTechnische Trocknung mit Bautrocknern über mehrere Wochen – Lufttrocknung allein ist unzureichend.

    👉 Handlungsempfehlung: Keine Sanierungsmaßnahme ohne vorherige, fachlich fundierte Diagnose durch einen zertifizierten Sachverständigen – weder Putzabtrag noch Bodenersatz noch Dämmmaßnahmen dürfen eigenständig begonnen werden.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoUnbehandelter Schimmelpilzbefall mit aktiven MycelienGesundheitsgefährdung (Atemwegserkrankungen, Allergien), Rechtsfolgen bei Mietverhältnissen, Wertverlust
    🔴 RisikoFehlende Horizontalsperre + durchfeuchtetes MauerwerkStatikschwäche, mögliche Einsturzgefahr bei langjähriger Untätigkeit, hohe Sanierungskosten nach Verschlechterung
    🔴 RisikoEigenständige Sanierung (z. B. Putzabschlag bis 50 cm, Dampfsperre)Verschleppung der Feuchte, Beschleunigung von Holzzerstörung, Sporenausbreitung, Haftungsrisiko bei Schäden
    🔴 RisikoFehlende fachliche Diagnose vor SanierungFalsche Maßnahmen, doppelte Kosten, Verlust der Substanzgarantie, Ausschluss von Fördermitteln
    🔴 RisikoKondensatbildung an ungedämmten AußenwändenFortlaufende Pilzentwicklung trotz Trockenlegung, Feuchtespeicherung im Mauerwerk, Schädigung historischer Putzschichten
    ✅ ChanceFachgerechte Sanierung mit SanierputzsystemLangfristige Feuchtekontrolle, Erhalt historischer Bausubstanz, Wertsteigerung des Gebäudes
    ✅ ChanceNutzung von Fördermitteln (z. B. KfW 430)Kostensenkung um bis zu 20 %, professionelle Planungssicherheit, dokumentierte Qualitätsstandards
    ✅ ChanceEinbau diffusionsoffener Dampfbremsen + kontrollierte LüftungVerbesserte Raumluftqualität, Reduktion von Kondensat, nachhaltiger Holzbodenerhalt
    ✅ ChanceLangfristige energetische Aufwertung (Kellerdämmung, Fenster)Senkung Heizkosten, erhöhter Wohnkomfort, geringere Kondensatbildung und Feuchtebelastung
    ✅ ChanceHistorische Substanzdokumentation & DenkmalschutzkooperationMöglichkeit von Sonderförderung, fachkundige Begleitung, Erhalt kultureller Identität

    Orientierungshilfen

    1. Sofortige Schimmelpilzsanierung beauftragen: Kontaktieren Sie umgehend einen zertifizierten Fachbetrieb nach TRGS 525 und VDIAbk. 4002 – keine Eigenentfernung, kein Absaugen mit handelsüblichem Staubsauger.
    2. Fachliche Ursachendiagnose initiieren: Beauftragen Sie einen Bausachverständigen mit Schwerpunkt Feuchteschäden (zertifiziert nach DIN 18022 oder DGfB) für Carbidschalen- und Tiefenfeuchtemessung, Salzanalyse und Zustandsbewertung der Horizontalsperre.
    3. Putzabschlag professionell vorbereiten: Lassen Sie den Putz bis mindestens 1,0 m Höhe abschlagen – inklusive kompletter Entfernung aller salzhaltigen Trägerschichten und anschließender technischer Trocknung über 3–4 Wochen.
    4. Dampfbremse fachgerecht wählen: Setzen Sie ausschließlich diffusionsoffene Dampfbremsen mit variablem sd-Wert (z. B. nach DIN 4108-3) ein – keine klassischen Dampfsperren unter dem Holzboden.
    5. Fördermittel prüfen und beantragen: Informieren Sie sich bei der KfW (Programm 430) oder beim zuständigen Denkmalschutzamt über Fördermöglichkeiten für Feuchtesanierung und energieeffiziente Maßnahmen im Altbau.
    6. Historische Bautechnik dokumentieren: Fotografieren und protokollieren Sie vor Sanierung alle Originalbauteile (Mörtelart, Putzschichten, Holzart) – hilft bei Förderanträgen und fachlicher Abstimmung mit Denkmalschutz.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Aufsteigende Feuchtigkeit
    Aufsteigende Feuchtigkeit ist das Phänomen, bei dem Wasser aus dem Erdreich durch Kapillarwirkung in den Wänden eines Gebäudes nach oben transportiert wird. Dies tritt häufig in älteren Gebäuden auf, die keine oder eine beschädigte Horizontalsperre haben. Die Feuchtigkeit kann zu Schäden an der Bausubstanz und zur Bildung von Schimmel führen.
    Verwandte Begriffe: Kapillarwirkung, Horizontalsperre, Mauerfeuchtigkeit.
    Horizontalsperre
    Eine Horizontalsperre ist eine wasserundurchlässige Barriere, die in das Mauerwerk eines Gebäudes eingebracht wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu verhindern. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Feuchtigkeitsschutzes in Gebäuden.
    Verwandte Begriffe: Vertikalsperre, Bauwerksabdichtung, Feuchtigkeitssperre.
    Kapillarwirkung
    Kapillarwirkung ist die Fähigkeit von Flüssigkeiten, in engen Röhren oder porösen Materialien gegen die Schwerkraft aufzusteigen. Dies geschieht aufgrund der Oberflächenspannung der Flüssigkeit und der Adhäsionskräfte zwischen Flüssigkeit und Material.
    Verwandte Begriffe: Adhäsion, Kohäsion, Oberflächenspannung.
    Schimmelpilz
    Schimmelpilze sind Mikroorganismen, die in feuchten Umgebungen wachsen und sich durch Sporen verbreiten. Sie können gesundheitsschädliche Auswirkungen haben und Schäden an Materialien verursachen. Schimmelbildung ist oft ein Zeichen für Feuchtigkeitsprobleme in Gebäuden.
    Verwandte Begriffe: Myzel, Sporen, Feuchtigkeitsschaden.
    Bausubstanz
    Die Bausubstanz umfasst alle festen Bestandteile eines Gebäudes, wie Mauerwerk, Fundamente, Decken und Dächer. Der Zustand der Bausubstanz ist entscheidend für die Stabilität und Lebensdauer des Gebäudes.
    Verwandte Begriffe: Tragwerk, Mauerwerk, Fundament.
    Mauersägeverfahren
    Das Mauersägeverfahren ist eine Methode zur nachträglichen Installation einer Horizontalsperre, bei der ein Schlitz in das Mauerwerk gesägt und eine wasserundurchlässige Schicht eingebracht wird.
    Verwandte Begriffe: Injektionsverfahren, Horizontalsperre, Sanierung.
    Injektionsverfahren
    Das Injektionsverfahren ist eine Methode zur nachträglichen Installation einer Horizontalsperre, bei der eine wasserabweisende Substanz in das Mauerwerk injiziert wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit zu verhindern.
    Verwandte Begriffe: Mauersägeverfahren, Horizontalsperre, Sanierung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist aufsteigende Feuchtigkeit?
      Aufsteigende Feuchtigkeit entsteht, wenn Wasser aus dem Erdreich durch Kapillarwirkung in den Wänden eines Gebäudes nach oben steigt. Dies tritt häufig in älteren Gebäuden ohne oder mit defekter Horizontalsperre auf. Das Wasser transportiert Salze, die an der Oberfläche auskristallisieren und Schäden verursachen können.
    2. Wie erkenne ich aufsteigende Feuchtigkeit?
      Anzeichen für aufsteigende Feuchtigkeit sind feuchte Wände im unteren Bereich, abblätternde Farbe, Putzschäden, Schimmelbildung und Ausblühungen von Salzen an der Wandoberfläche. Oft riecht es auch modrig.
    3. Welche Risiken birgt aufsteigende Feuchtigkeit?
      Aufsteigende Feuchtigkeit kann zu erheblichen Schäden an der Bausubstanz führen, die Wohnqualität beeinträchtigen und gesundheitliche Probleme durch Schimmelbildung verursachen. Zudem können Heizkosten steigen, da feuchte Wände schlechter isolieren.
    4. Was ist eine Horizontalsperre?
      Eine Horizontalsperre ist eine wasserundurchlässige Schicht, die in das Mauerwerk eingebracht wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu verhindern. Sie wird üblicherweise nachträglich in ältere Gebäude eingebaut.
    5. Welche Verfahren gibt es zur Sanierung aufsteigender Feuchtigkeit?
      Es gibt verschiedene Verfahren zur Sanierung, darunter das Mauersägeverfahren, das Injektionsverfahren, die elektroosmotische Methode und das Einbringen von Blechen. Die Wahl des Verfahrens hängt von der Bausubstanz und dem Grad der Durchfeuchtung ab.
    6. Kann ich aufsteigende Feuchtigkeit selbst sanieren?
      Die Sanierung aufsteigender Feuchtigkeit ist komplex und erfordert Fachkenntnisse. Ich empfehle, einen Fachbetrieb zu beauftragen, um Folgeschäden zu vermeiden.
    7. Wie viel kostet die Sanierung aufsteigender Feuchtigkeit?
      Die Kosten für die Sanierung variieren je nach Verfahren, Umfang der Schäden und Größe des betroffenen Bereichs. Eine genaue Kostenschätzung kann nur nach einer Besichtigung durch einen Fachmann erfolgen.
    8. Wie kann ich aufsteigender Feuchtigkeit vorbeugen?
      Vorbeugende Maßnahmen umfassen den Einbau einer funktionierenden Horizontalsperre, eine gute Drainage rund um das Gebäude und regelmäßiges Lüften, um die Luftfeuchtigkeit im Haus zu reduzieren.

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  2. Aufsteigende Feuchtigkeit: Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung

    Foto von Edmund Bromm

    Welches Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit
    Unterschiedliche Verfahren zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk werden beschrieben. Auch ungeeignete Verfahren werden in diesem Zusammenhang genannt. Auf einige Risiken wird hingewiesen. Schließlich wird auf die Schwierigkeit, das jeweils optimale Verfahren für ein Objekt auszuwählen, aufmerksam gemacht.
    1 Einleitung
    Viele Hausbesitzer, Architekten und Behördenvertreter stehen vor der Frage, welches Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit für welches Gebäude geeignet ist. Dabei gibt es grunddsätzliche Unterschiede: z.B. mechanische Trennundgen; Injektionen oder sogenannte elektrophysikalische Verfahren.
    Diese Techniken können, sofern für das jeweilige Gebäude geeignet, selbstverständlich auch miteinander kombiniert werden. Stets aber muss von Fall zu Fall sorgfältig geprüft werden, welche Methode für welches Objekt sinnvoll ist. Eine fachkundige Beratung ist deshalb vorab sehr zu empfehlen.
    In diesem Beitrag werden die wichtigsten Verfahren kurz beschrieben. Dabei werden der Vollständigkeit halber auch unwirksame Verfahren genannt. Danach werden einige Risiken vergleichend behandelt und schließlich wird die Schwierigkeit angesprochen, geeignete Verfahren und Fachfirmen auszuwählen.
    2 Geeignete und ungeeignete Verfahren
    2.1 Mauerwerksaustausch und Unterfangung
    Gemeint ist damit das traditionelle Verfahren, das von allen Bauunternehmen und sehr oft auch mehr oder minder erfolgreich in "Eigenleistung" durchgeführt werden kann. Dabei entfernt man Stück für Stück des Grundmauerwerkes und ergänzt es entweder durch Beton oder durch Mauerwerk (einschl. einer Abdichtung)..
    Bei einer Variante wird der Mauerwerksquerschnitt über dem Fundament oder über dem Gelände ausgebrochen und anschließend eine Dichtungsunterlage (als Sauberkeitsschicht) hergestellt. Dar- auf kommt eine Abdichtung, und der Rest wird entweder ausbetoniert oder ausgemauert.
    2.2 Das Mauersägeverfahren
    Mit einer Schwert-, Seil- oder Kreissäge (Seilsäge, Kreissäge) wird ein Schnitt im Mauerwerk hergestellt. Dabei ist es möglich, trocken oder nass zu schneiden.
    Diese Schnittfuge ist je nach Sägeverfahren 4 bis 15 mm dick. Anschließend wird die Abdichtung  -  meistens aus glasfaserverstärktem Polyester, aus Polypropylen oder auch aus Edelstahlplatten eingebaut. Die Schnitte werden nach Einlegung der Abdichtung in der Regel verkeilt. Die Keile sollen während der Arbeit die Lastenübertragung sichern. Anschließend werden die Schnittfugen an der Innen- und Außenseite (Innenseite, Außenseite) provisorisch abgedichtet und der Hohlraum mit Quellmörtel verpresst.
    2.3 Das Einschlagen von nichtrostenden Chromstahlplatten
    Ohne Öffnung der Mauer wird eine 1,5 mm dicke gewellte Platte eingeschlagen. Dabei braucht man eine mehr oder weniger durchgehende Mörtelfuge.
    Der Baustoff selbst ist bei dieser Methode nicht entscheidend. Setzungen können nicht auftreten, weil die Platten ohne vorheriges Öffnen in die Mörtelfuge eingeschlagen werden. Der Mörtel wird auf diese Weise nach oben oder unten verdrängt bzw. verdichtet.
    Um den Verdrängungs- und Verdichtungswiderstand (Verdrängungswiderstand, Verdichtungswiderstand) zu verringern, werden seit einiger Zeit Chromstahlplatten verwendet, die keil- bzw. pfeilförmig (keilförmig, pfeilförmig) verformt bzw. angespitzt sind. Dadurch wird die Durchdringungsgeschwindigkeit erhöht und die Oberflächenreibung vermindert. Dieses seit mehr als zwanzig Jahren bewährte Verfahren hat sich als eines der preisgünstigsten und sichersten Verfahren erwiesen.
    2.4 Bohrverfahren mit Überlappung (aneinander gereihte Kernbohrungen).
    Hierbei werden Löcher gebohrt (meistens mit einem Durchmesser von 8-12 cm) und so angeordnet, dass ihre Überlappungen eine durchgehende Mauertrennung erfolgt. Diese Bohrlöcher werden anschließend mit einem dichtenden und quellfähigen Mörtel wieder ausgefüllt und somit eine sichere Abdichtung erzielt.
    2.5 Injektionsverfahren
    Eine andere Form der Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt wird mit Injektionsverfahren erreicht. Sie werden oft, weil das Injektage-Mittel über Bohrlöcher eingebracht wird als "Bohrlochverfahren" bezeichnet. Dabei bohrt man Löcher in die Wand und füllt sie mit sehr unterschiedlichen Injektionsmitteln unterschiedlicher Konsistenz.
    Die Wirksamkeit einer solchen Sperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit hängt nicht nur von der Wahl des Injektionsmittels und dessen Wirkungsweise (kapillarverstopfend, Kapillarverengung), sondern auch der Ausführungsart ab. So sind z.B. Abstand, Tiefe und Durchmesser der Bohrlöcher von entscheidender Bedeutung, und außerdem, ob der jeweilige Stoff mit oder ohne Druck und in der ausreichenden Menge eingebracht wird. Der zeitliche Aspekt ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, denn die Injektionsmittel eine gewisse Zeit, um sich zu verteilen. Die Viskosität der Injektionsmittel ist ebenfalls zu berücksichtigen. Soll eine Kapillarverstopfung oder eine Hydrophobierung, erzielt werden? Sehr oft ist beides erwünscht.
    Eine vorherige fachkompetente Prüfung, sowohl des Feuchte- als auch des Salzgehaltes ist genauso wichtig wie die "Verträglichkeit" der Injektionsmittel mit dem Baustoff.
    2.6 "Entfeuchtungsputze"
    Der Name dieses Verfahrens ist zwar vielversprechend, aber sachlich falsch. Kein Patent konnte bisher für die Trockenlegung einer Mauer garantieren! Ähnlich dem Effekt der Röhrchen (aus den 50er und 60er Jahren bekanntes Verfahren) soll dieser Verputz durch eine bessere Verdunstung die Mauer trocknen. Es wird jedoch nur der Kreislauf angeregt  -  denn: was schneller verdunstet, kommt von unten um so schneller nach. Ob diese Putze also der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln, denn es werden nicht nur Wasser, sondern auch bauschädliche Salze auf diese Weise nachtransportiert.
    " Entfeuchtungsputze" entfeuchten nicht, sie wirken bestenfalls ähnlich wie ein Sanierputz.
    Sehr oft ist eine solche "Sanierung" mit Entfeuchtungsputzen nur deswegen erfolgreich, weil es sich "nur" Kondenswasserbildung aus Gründen einer falschen Nutzung handelte oder um technische Schäden, wie beispielsweise eine undichte Regenrinne. Möglicherweise wurden auch Fugen abgedichtet, die Heizung an der richtigen Stelle angebracht, die Fassade gestrichen usw.  -  und somit ist der eigentliche Schaden beseitigt. Es ist dann sehr leicht zu suggerieren, dass die Pseudotrocken-Legung den entsprechenden Erfolg gehabt hat. Bis man erkennt, was wirklich geschehen ist, vergehen meist Jahre.
    2.7 "Elektro-Osmose"
    Eine weitere Verfahrensvariante, die immer wieder in mehr oder weniger modifizierter Weise auftaucht, ist die "Trockenlegungsart" mittels "Elektro-Osmose" (mittels elektrischer Energie soll das Wasser in das Erdreich zurückgedrängt werden) oder anderer elektrophysikalischer Methoden.
    Dabei sind viele Parameter entschlüsselt, die "Saugfähigkeit" der meisten Baustoffe ist gut erforscht. Diese ergibt sich aus den Parametern:
    .- Anzahl und Lage der Kapillaren
    .- Durchmesser, nach Größe und Häufigkeit eingeteilt
    .- Oberflächenbenetzung der Kapillaren
    Mit Hilfe von Versuchen lässt sich ermitteln, in welcher Zeiteinheit, wieviel Liter Wasser "aufgesaugt" werden, und außerdem, wie hoch diese Feuchtigkeit, in welcher Zeit aufsteigen wird.
    All das sind klassische physikalische Werte. Die Ergebnisse sind verbindlich und nachvollziehbar. Von Fachleuten durchgeführte Kontrolltests bestätigen diese Ergebnisse eindeutig.
    Um es kurz zu machen: In der Praxis funktioniert dies alles nicht. Um so erstaunlicher ist es, wieviel "Fachleute" auf diesen Hokuspokus immer wieder hereinfallen. Das Verfahren ist nur deshalb so ausführlich beschrieben, damit auch der auf dem Gebiet der Elektrophysik weniger versierte Hausbesitzer versteht, das nicht jeder, der sich als Spezialist ausgibt, auch wirklich sein Handwerk versteht.
    3. Zu den Risiken
    3.1 Erschütterungen, Setzungen und Rissbildung
    Ein Verfahren, das hundertprozentig gegen alles hilft, dazu noch und außerdem preisgünstig ist und keinen Eingriff in das Mauerwerk notwendig macht, gibt es auch bei der Mauerwerktrockenlegung nicht. Es werden immer Kompromisse zu schließen sein. Entscheidend dabei ist immer Aufwand und Ergebnis.
    So ist es z.B. dringend notwendig, darüber zu diskutieren, ob es ein erschütterungsfreies Verfahren gibt. Auch das Bohren von Mauerwerk kann nicht ohne Erschütterung ausgeführt werden. Ähnlich dem Zertrümmern von Ziegelsteinen mittels eines Abbruchhammers werden dabei in etwa gleiche Kräfte freigesetzt und "erschüttern" das Mauerwerk.
    Nur bei Holz oder Metall werden die Löcher durch Spanen erzielt. Bei der Bohrung eines Lochs mit 3 cm Durchmesser schlägt der Bohrkopf jeweils eine Fläche von > 5 cm² auf den Stein, um diese Fläche zu zertrümmern. Dies kann einfach nicht erschütterungsfrei sein. Eine ähnliche Belastung wird auch durch das Einschlagen von Chromstahlplatten erzielt. Bei einer Plattenbreite von 30 cm und einer Materialdicke der Platten von 1,5 mm ergeben sich ebenfalls 4,5 cm² Einschlagfläche, und das muss eben überwunden werden. Wobei es sicher von Vorteil ist, wenn der Mörtel weicher ist.
    Ein Nachteil beim Einschlagen der Chromstahlplatten ist die Lärmbelästigung. Da es sich ansonsten aber um ein sehr sicheres Verfahren handelt, kann man diese kurzfristige Störung akzeptieren.
    3.2 Bewertung der "Erschütterungen"
    Wer heute einem Bauherren einzureden versucht, dass das Mauersägeverfahren völlig erschütterungsfrei ist, macht keine korrekten Angaben.
    So ist beim Sägen weniger das Problem des direkten Angriffs der "Sägezähne" entscheidend, so ein-den vielmehr die Entlastung des Mauerwerks einerseits und die Schwingung des Sägeblattes andererseits. Beim Durchschneiden von z.B. 60-70 cm dicken Mauern muss der Sägeblattdurchmesser schon mehr als 150 cm betragen. Dabei tritt eine doch ganz erhebliche "Erschütterung" bereits bei sehr geringer Unwucht auf.
    Bei manchen Baustoffen ist das Sägen nur mit Wasserkühlung bzw. Wasserspülung möglich und deswegen nicht überall problemlos einsetzbar.
    Beim Trennen (Herstellen eines Hohlraumes) ist noch zu bemerken, dass durch die unterschiedlichen Belastungen eines alten Gebäudes, durch Setzungen oder Nutzungsänderungen, unterschiedliche Lasten eintreten können. Diese weichen oft erheblich von den rein rechnerisch ermittelten Lasten ab. Nach einem Sägeschnitt kommt es an einigen Stellen im Gebäude zu einer Entlastung und an anderen Stellen zu einer Mehrbelastung.
    Die Verteilung der Lasten wird, bedingt durch den Sägeschnitt, kurzfristig durch Auskeilen und Auspressen vom angrenzenden Mauerwerk aufgefangen. Andere Be- oder Entlastungen (Belastungen, Entlastungen) können jedoch nicht wieder aufgebaut werden.
    Es wird sich ein neues "Gleichgewicht" einstellen. D.h. konkret: An Bereichen, wo gegenwärtig mehr Lasten sind, werden weniger und wo weniger waren, werden mehr. Durch diese neue Belastung kann es durchaus zu Entspannungen oder Rissen im Gebäude kommen. Diese Risse können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten.
    3.3 Risse im Gebäude
    Es soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass selbst kleine Risse an einem Gebäude sicherlich einen Schaden (Mangel) darstellen, jedoch wird dieser oft überbewertet. Wer alte Häuser genauer inspiziert, wird auf der Such nach kleinen Spalten und Rissen schnell fündig. Insbesondere in Sturzbereichen, an Türen und in Fensternähe sind Risse immer sichtbar.
    Wenn Spundwände in unmittelbarer Umgebung des Gebäudes eingerammt werden, treten allerdings wesentlich mehr Erschütterungen und Rissgefahren auf.
    Auch beim Verdichten von Baugruben oder im Straßenbau und U-Bahnbau sind erhebliche Belastugen auch noch in der weiteren Umgebung festzustellen.
    Wenn Sie mit Anbietern darüber diskutieren, welche Verfahren sicher sind, werden Sie schnell feststellen, dass die Argumente dieser Anbieter meistens darauf abzielen, nur ihre Verfahren seien gut, während sie alle anderen Verfahren und Firmen jedoch negativ bewerten. Diese seien zu teuer, sie beschädigten das Haus, es gäbe Risse usw.
    Größte Vorsicht ist sicher gegenüber solchen Anbietern geboten, deren Argumentation nur auf langjährige Garantie aufgebaut sind und die mit eindrucksvollen Urkunden werben.
    Die besten Referenzen nützen wenig, wenn Sie nicht mindestens einen Zeitraum von 5-10 Jahren abwarten, denn vorher ist eine Überprüfung nur in den seltensten Fällen möglich. Wer weiß schon, wie das Objekt vorher "belastet" war.
    4 Die Wahl des geeignetsten Verfahrens und einer zuverlässigen Fachfirma
    Wer hilft bei der Lösung der Probleme, nämlich einen feuchten Keller trockenzulegen oder eine Querschnittsabdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk herzustellen oder den Hausschwammschaden zu beseitigen?
    Natürlich kann man sich an die Handwerkskammern, Bauinnungen, Verbraucherverbände oder an das Bauzentrum wenden. Sie sollten Ihre Erwartungen allerdings nicht zu hoch ansetzen ...
    Doch ist es sicher nicht ausreichend, sich drei oder vier Firmen aus dem Branchenbuch herauszusuchen. Eine sorgfältige Schadensuntersuchung tut not, als nächstes die Wahl eines geeigneten Verfahrens zur Abhilfe.
    5 Eine neue Berufung: Fachingenieur für Altbau  -  Instandsetzung
    In den Fachhochschulen wird erst seit wenigen Jahren auf die chemischen und physikalischen Aspekte der Altbausanierung eingegangen. Der Erfahrungsschatz ist also noch eher spärlich. Es bleibt Ihnen also nicht erspart, nach wie vor viel Zeit dafür aufzuwenden, die richtige Firma auszusuchen! Bedienen sich erfahrener freier Ingenieure oder Architekten, wobei Sie sich zuvor die von ihnen bereits sanierten Objekte genau ansehen sollten.
    Erkundigen Sie sich auch bei Nachbarn und Bekannten, die bereits einschlägige Erfahrungen in Sa-hen Mauertrockenlegung gemacht haben, wie abgedichtet wurde und wie hoch die Kosten waren. Ob allerdings genau die gleichen Voraussetzungen wie an ihrem Objekt vorhanden sind, ist nicht so einfach zu ermitteln. Selbst wenn zwei Häuser in der gleichen Straße Feuchteschäden aufweisen, muss es nicht die gleiche Ursache haben.
    Edmund Bromm
    6 Literatur
    WTAAbk. (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.) Merkblatt (Nr. 4.4.96) Mauerwerksinjektion.
    Geschäftsstelle: Edelsbergstr. 8,80686 München, Tel. 089 / 57869727; Fax. 089 / 57869729
    Kurzfassungen aller Merkblätter sind im Internet abrufbar:
    e. E-Mail [email protected]
    Foto würden erstmal weiter helfen.
  3. Feuchtigkeit im Altbau: Ursachenforschung & erste Einschätzung

    Herr Bromm ...
    Herr Bromm ich hatte gehofft, dass Sie auf meinen Beitrag Antworten würden  -  Herzlichen Dank! Auch für die Aufzählung der verschiedenen Methoden.
    Ich weiß natürlich, dass eine Ferndiagnose nicht möglich ist, aber nach der Beschreibung der Gegebenheiten  -  worauf würden Sie persönlich tippen?
    Wie gesagt: Das im Keller gelagerte Holz zeigt keinerlei Anzeichen von Schimmel  -  der Putz an den Kellerwänden blättert nicht ab.
    Der Keller wird gut durchlüftet (Querlüftung mit Gitterfenstern)
    Das Haus wurde seit Jahrzehnten von Nachtspeichern beheizt.
    Der Fußboden befindet sich gut 40 cm über dem Erdboden-Niveau.
    Ich habe die Hoffnung, dass eine Querschnitts-Trennung u.. nicht notwendig sein wird, wenn erst einmal eine vernünftige Gas-Heizung im Haus installiert ist und die alten Baustoffe (Holzleisten, Putz, etc.) entfernt wurden.
    Mit besten Grüßen
    O. Jäger
    • Name:
    • O. Jaeger
  4. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Aufsteigende Feuchtigkeit im Altbau: Sanierungstipps

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Ursachen und Sanierung von aufsteigender Feuchtigkeit in einem Altbau von 1911. Verrottete Dielenböden und Fußleisten im Erdgeschoss deuten auf ein Feuchtigkeitsproblem hin. Unterschiedliche Trockenlegungsverfahren werden diskutiert, wobei die Wahl des optimalen Verfahrens objektspezifisch ist. Eine Ferndiagnose ist schwierig, aber erste Einschätzungen werden basierend auf den Gegebenheiten gegeben.

    ⚠️ Wichtig/Achtung: Im Beitrag Aufsteigende Feuchtigkeit: Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung wird auf die Schwierigkeit hingewiesen, das jeweils optimale Verfahren zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk auszuwählen. Eine umfassende Beratung ist unerlässlich, um Risiken zu minimieren.

    ✅ Zustimmung/Empfohlen: Querlüftung im Keller durch Gitterfenster kann helfen, die Feuchtigkeit zu reduzieren, wie im Beitrag Feuchtigkeit im Altbau: Ursachenforschung & erste Einschätzung erwähnt wird. Dies ist besonders wichtig, da das gelagerte Holz keine Anzeichen von Schimmel zeigt.

    👉 Handlungsempfehlung: Eine gründliche Analyse der Bausubstanz und der Feuchtigkeitsquellen ist notwendig, um die Ursache der aufsteigenden Feuchtigkeit zu identifizieren. Konsultieren Sie einen Fachmann für Altbausanierung, um die geeigneten Sanierungsmaßnahmen zu bestimmen. Beachten Sie die Hinweise im Beitrag Aufsteigende Feuchtigkeit: Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung bezüglich der verschiedenen Verfahren und deren Risiken.

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