Klebewulst für Dämmplatten: Einfache Methode ohne Maschine & Putzauftrag aufbringen?
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Klebewulst für Dämmplatten: Einfache Methode ohne Maschine & Putzauftrag aufbringen?

Hi zusammen,
nach ausgiebigem Studium der alten Beiträge sind bei mir noch ein paar Fragen offen/aufgetaucht:
1. In Beitrag 873 schreibt RS-B er habe eine einfache Methode ohne Putzmaschine und Pistole eine gleichmäßige Wulst zu bekommen. Wie sieht diese Methode aus?
2. Aufgrund der Gebäudehöhe ist bei uns kein Dübeln notwendig. Ich denke aber sicher ist sicher. Sind Schlag- oder Schraubdübel (Schlagdübel, Schraubdübel) zu beforzugen? Was ist der Unterschied bei Dübeln ohne Bauaufsichtszulassung?
3. In mehreren Beiträgen ist von einer Putzdicke von 1-1,5 cm die Rede. Ich beabsichtige Silikonharzputz zu nehmen => Armierung und Putz werden ca. 1 cm erreichen. Ist das OK oder muss die Armierung dicker als normal Aufgebracht werden?
Danke Stefan
  • Name:
  • Stefan Leusch
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    Um eine gleichmäßige Klebewulst ohne Putzmaschine aufzutragen, empfehle ich folgende Methode: Verwenden Sie eine Kartuschenpistole und eine spezielle Düse für Klebewülste. Tragen Sie den Kleber in gleichmäßigen Abständen und in der richtigen Menge auf die Dämmplatten auf. Achten Sie darauf, dass die Wülste nicht zu dick sind, um ein gleichmäßiges Anliegen der Platten zu gewährleisten.

    Bezüglich der Putzdicke und der Bauaufsichtszulassung ist es wichtig, die Herstellerangaben des verwendeten Putzes zu beachten. Die Putzdicke richtet sich nach dem jeweiligen System und der Art des Untergrunds. Eine Bauaufsichtszulassung ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das System den geltenden Normen und Richtlinien entspricht.

    Bei der Verwendung von Silikonharzputz auf einer Armierungsschicht ist darauf zu achten, dass die Armierung vollständig und fachgerecht ausgeführt wurde. Der Putz sollte in der vom Hersteller empfohlenen Dicke aufgetragen werden, um eine ausreichende Schutzwirkung zu erzielen.

    👉 Handlungsempfehlung: Informieren Sie sich vor Beginn der Arbeiten gründlich über die Verarbeitungshinweise der verwendeten Materialien und ziehen Sie bei Bedarf einen Fachmann hinzu.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Klebewulst
    Eine Methode zum Auftragen von Klebstoff in Form von Wülsten, um Materialien zu verbinden. Sie ermöglicht eine flächige Verklebung mit guter Haftung und spart Material im Vergleich zur vollflächigen Verklebung.
    Verwandte Begriffe: Punktverklebung, Streifenverklebung, vollflächige Verklebung.
    Bauaufsichtszulassung
    Eine Genehmigung, die bescheinigt, dass ein Bauprodukt oder ein Bausystem den geltenden Normen und Richtlinien entspricht. Sie ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das Produkt sicher und zuverlässig eingesetzt werden kann.
    Verwandte Begriffe: CE-Kennzeichnung, DINAbk.-Norm, EN-Norm.
    Silikonharzputz
    Ein Oberputz, der aus Silikonharz, Füllstoffen und Pigmenten besteht. Er ist wasserabweisend, diffusionsoffen und bietet einen guten Schutz vor Witterungseinflüssen.
    Verwandte Begriffe: Mineralputz, Kunstharzputz, Silikatputz.
    Armierungsschicht
    Eine Schicht aus Armierungsgewebe, die in eine Spachtelmasse eingebettet wird, um Spannungen im Putz aufzunehmen und Risse zu verhindern. Sie dient als Verstärkung und sorgt für eine höhere Stabilität des Putzes.
    Verwandte Begriffe: Armierungsgewebe, Spachtelmasse, Putzträger.
    Putzdicke
    Die Dicke des aufgetragenen Putzes, die je nach Putzsystem und Untergrund variiert. Sie sollte den Herstellerangaben entsprechen, um eine ausreichende Schutzwirkung und Haltbarkeit zu gewährleisten.
    Verwandte Begriffe: Schichtdicke, Auftragsstärke, Putzstärke.
    Dämmplatten
    Platten aus Dämmstoffen, die zur Wärmedämmung von Gebäuden eingesetzt werden. Sie werden an Fassaden, Dächern oder Innenwänden angebracht, um den Wärmeverlust zu reduzieren.
    Verwandte Begriffe: Dämmstoffe, Wärmedämmung, Fassadendämmung.
    Kartuschenpistole
    Ein Werkzeug zum Auspressen von Kartuschen, die mit Klebstoffen, Dichtstoffen oder anderen Materialien gefüllt sind. Sie ermöglicht ein präzises und dosiertes Auftragen der Materialien.
    Verwandte Begriffe: Auspresspistole, Silikonspritze, Klebstoffpistole.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist eine Klebewulst?
      Eine Klebewulst ist eine Auftragstechnik, bei der Klebstoff in Form von Wülsten aufgetragen wird, um Dämmplatten oder andere Materialien zu befestigen. Sie ermöglicht eine flächige Verklebung mit guter Haftung.
    2. Welche Vorteile bietet eine Klebewulst gegenüber einer vollflächigen Verklebung?
      Eine Klebewulst spart Material und ermöglicht eine bessere Hinterlüftung der Dämmplatten. Zudem ist sie einfacher und schneller aufzutragen als eine vollflächige Verklebung.
    3. Was ist bei der Putzdicke zu beachten?
      Die Putzdicke richtet sich nach dem verwendeten Putzsystem und dem Untergrund. Sie sollte den Herstellerangaben entsprechen, um eine ausreichende Schutzwirkung und Haltbarkeit zu gewährleisten.
    4. Was bedeutet Bauaufsichtszulassung?
      Eine Bauaufsichtszulassung ist eine Genehmigung, die bescheinigt, dass ein Bauprodukt oder ein Bausystem den geltenden Normen und Richtlinien entspricht. Sie ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das Produkt sicher und zuverlässig eingesetzt werden kann.
    5. Was ist ein Silikonharzputz?
      Silikonharzputz ist ein Oberputz, der aus Silikonharz, Füllstoffen und Pigmenten besteht. Er ist wasserabweisend, diffusionsoffen und bietet einen guten Schutz vor Witterungseinflüssen.
    6. Warum ist eine Armierungsschicht unter dem Putz wichtig?
      Die Armierungsschicht dient dazu, Spannungen im Putz aufzunehmen und Risse zu verhindern. Sie besteht aus einem Armierungsgewebe, das in eine Spachtelmasse eingebettet wird.
    7. Kann ich jede Art von Putz auf eine Dämmung aufbringen?
      Nein, es ist wichtig, einen Putz zu wählen, der für das jeweilige Dämmsystem geeignet ist. Achten Sie auf die Herstellerangaben und lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten.
    8. Wie finde ich den richtigen Kleber für meine Dämmplatten?
      Der Kleber sollte auf das Material der Dämmplatten und den Untergrund abgestimmt sein. Achten Sie auf die Herstellerangaben und wählen Sie einen Kleber, der für den jeweiligen Anwendungsbereich geeignet ist.

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  2. Klebewulst: Zahnkelle für Dämmplatten – Ebenheit prüfen!

    Hallo Herr Leusch,
    Hallo Herr Leusch,
    zu 1) wahrscheinlich hat er eine Kammkelle/Zahnkelle genommen und die Platten ganzflächig verklebt. Das geht allerdings nur bei sehr ebenem Untergrund ... sonst bin ich sehr gespannt, was er da gemacht hat 🙂
    zu 2) Die Verdübelung und welcher Dübel eingesetzt werden muss, hängt nicht von der Höhe, sondern von Untergrund und Dämmplattenart ab.
    Da Sie einen Silikonharzputz aufbringen, gehe ich davon aus, dass Ihre Dämmplatten aus PÜolystyrol bestehen. WDV-Systeme aus Polystyrol sind bei tragfähigen Untergrund dübelfrei. Zur Sicherheit fixieren viele Verarbeiter diese Dämmplatten mit Schlagdübeln. Was haben Sie für ein Mauerwerk?
    Es gibt bauaufsichtlich zugelassene Dübel und Dübel ohne Zulassung. Manche Systeme dürfen nur mit bauaufsichtlich zugelassenen Dübeln (z.B. Schraubdübel) befestigt werden. Dübel ohne Zulassung sind in der statischen Berechnung völlig zu ignorieren, so als wenn sie nicht da wären (die meisten Schlagdübel).
    zu 3) Putzdicken von 15 mm erreichen Sie nur mit einer mineralischen Armierungsschicht und einem dickschichtigen, mineralischen Kratzputz (5 bis 7 mm Armierung und 10 mm Putz).
    Dünnschichtige Strukturputze, so wie Sie ihn verwenden möchten, werden in Kornstärke aufgebracht, so sind (5 bis 7 mm Armierung und 3 mm Putz) 8 bis 10 mm erreichbar und in Ordnung.
    Prüfen Sie bei der Ausführung regelmäßig die Armierungsdicke, oft versuchen Verarbeiter hier zu sparen ...
  3. Bims-Hohlblockstein: Dübel versenken & PS-Stopfen – Vorgehensweise

    weitere Erläuterungen
    Hi,
    die Annahmen sind soweit richtig. Zum Stein: Bims-Hohlblockstein (schwarz und krümelig; Baujahr '66). Untergrund: alter Putz z.T. ohne Anstrich, da die bisherige Fassade aus vorgehängten (Faserzement-) Platten besteht.
    Generell will ich wie RS-B vorgehen (was aus den Forumsbeiträgen rauszulesen ist) d.h. die Dübel versenken und PS Stopfen drüber.
    Zu 3): der Verarbeiter bin ich und da wird die Dicke das geringste Problem sein. Ist es Problematisch wenn die Armierung dicker als 7 mm ist (von den Kosten abgesehen)?
  4. Klebewulst: Blech-Werkzeug für gleichmäßigen Auftrag – Anleitung

    Die Methode ...
    Hallo Stefan,
    also ein bissel Bastelei, das sich meiner Meinung nach schon lohnt.
    Man nehme ein Blech (ich habe 2.5 mm Alublech genommen), ca. 20*15 cm, säge die eine Seite schräg ab und säge dann noch eine Aussparung heraus.
    Dann braucht man noch 2 Bretter. Eines ca. 12-15 mm dick, ca. 12 cm breit und knapp über einen Meter lang, das zweite kann dünner, schmäler und kürzer sein, es dient nur als Anschlag.
    Beide Bretter werden versetzt zueinander zusammendeschraubt/genagelt.
    Dann setzt man das Brett auf die Kante der Platte auf, gibt 2 Kellen Kleber ans Obere Ende der Platte, setzt das Blech an Platte und Brett an (das Blech sollte an der dem Brett abgewandten Seite zum Körper gezogen sein, und auch zum Körper hin geneigt) und zieht es zu sich heran.
    Rechtzeitig vor dem Ende der Platte natürlich anhalten 🙂
    Platte 90 ° drehen und weiter geht es ...
    Die Ecken sind etwas tricky, aber nach ein paar Platten klappt das schon.
    Wenn man Klebersrtänge braucht, die nicht am Rand sein sollen, einfach das Brett umdrehen und ohne Anschlag auf die Platte stellen.
    Ich hatte auch noch kleinere Brettchen für Zuschnitte ...
    Ich hoffe das ist verständlich genug 🙂
    Das Bild im Link hilft vielleicht auch noch.
    Ich mess evtl. morgen mal mein Blech aus und poste die Maße (Winkel und Aussparung).
    Wegen dem Dübeln oder nicht:
    Ich bin froh, dass ich gedübelt habe (habe schraubdübel genommen), weil ich doch einige Hohlstellen des alten Putzes gefunden habe. Dank der Schraubdübel brauche ich da keine Angst zu haben ...
    Gruß Roland
  5. Klebewulst-Auftrag: Bilder zur Werkzeug-Methode (Link)

    Link vergessen
    ...
  6. Dämmplatten-Verklebung: Danke für die Infos!

    Alles Klar, Danke
    sieht fähig aus! Danke (bis die nächsten Fragen aufkommen)
    Stefan
  7. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
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    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026

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    Klebewulst für Dämmplatten: Auftrag ohne Maschine optimieren

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um das gleichmäßige Auftragen von Klebewulst auf Dämmplatten ohne Putzmaschine. Eine Methode mit einem selbstgebauten Werkzeug aus Blech wird vorgestellt. Wichtig ist die Prüfung des Untergrunds auf Ebenheit, wenn eine Zahnkelle verwendet wird. Die Wahl des richtigen Dübels hängt von Untergrund und Dämmplattenart ab, nicht nur von der Gebäudehöhe.

    ⚠️️ Wichtig/Achtung: Laut Beitrag Klebewulst: Zahnkelle für Dämmplatten – Ebenheit prüfen! ist die Verwendung einer Zahnkelle nur bei sehr ebenem Untergrund empfehlenswert, um eine vollflächige Verklebung der Dämmplatten zu gewährleisten.

    🔧 Praktische Umsetzung: Eine detaillierte Anleitung zur Herstellung eines Werkzeugs aus Blech für den gleichmäßigen Klebewulst-Auftrag findet sich im Beitrag Klebewulst: Blech-Werkzeug für gleichmäßigen Auftrag – Anleitung. Ergänzende Bilder zur Methode sind unter dem im Beitrag Klebewulst-Auftrag: Bilder zur Werkzeug-Methode (Link) angegebenen Link zu finden.

    ✅ Zustimmung/Empfohlen: Die im Forum diskutierte Methode, die Dübel zu versenken und mit PS-Stopfen zu versehen, wird im Kontext von Bims-Hohlblocksteinen und einer Fassade mit Faserzementplatten als praktikable Lösung dargestellt, siehe Bims-Hohlblockstein: Dübel versenken & PS-Stopfen – Vorgehensweise.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor der Anbringung von Dämmplatten mit Silikonharzputz sollte der Untergrund sorgfältig geprüft und gegebenenfalls vorbereitet werden. Die Methode mit dem Blech-Werkzeug bietet eine kostengünstige Alternative zum maschinellen Auftrag von Klebewulst. Beachten Sie die Bauaufsichtszulassung für die verwendeten Materialien und Dübel.

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