Erstellt mit DeepSeek, 11.06.2026

Poroton Planziegel – Montage & fachgerechter Einbau

Die Pressemitteilung stellt Poroton-Planziegel als wirtschaftliche Lösung für den Rohbau dar. Für den Montage- und Einbau-Experten auf BAU.DE wird hieraus die Kernaufgabe: Die fachgerechte, zeitsparende und qualitätsgesicherte Verarbeitung dieser hochpräzisen Mauersteine. Der RAL-Montage-Leitfaden für Mauerwerk und die korrekte Abdichtung gegen Feuchtigkeit sind essenziell, um die theoretischen Vorteile der Planziegel – wie Maßgenauigkeit und reduzierte Wärmebrücken – in der Praxis zu realisieren. Der nachfolgende Leitfaden konzentriert sich daher auf den konkreten Einbauablauf, die notwendige Vorbereitung und die typischen Herausforderungen.

Vorbereitung und Voraussetzungen

Die Verarbeitung von Poroton-Planziegeln beginnt weit vor dem ersten Stein. Eine saubere, waagerechte und tragfähige Fundamentplatte oder Kellerdecke ist die Grundvoraussetzung. Vor dem Aufmauern der ersten Steinreihe muss eine horizontale Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit eingebaut werden. Hierfür wird in der Regel eine Mörtelschicht aus Normalmörtel aufgetragen, in die eine Bitumenbahn oder eine Kunststoffdichtungsbahn fachgerecht eingelegt wird. Die erste Steinreihe, oft aus speziellen Keller- oder Sockelziegeln, wird ebenfalls im Normalmörtelbett ausgerichtet, um Höhenunterschiede auszugleichen. Für alle weiteren Reihen kommt ausschließlich der vom Hersteller empfohlene Dünnbettmörtel zum Einsatz. Werkzeuge wie eine professionelle Mörtelschlitten, Gummihammer, Maurerkelle, Wasserwaage und ein Mauerschnur sind unerlässlich.

Montageschritte im Überblick (Tabelle)

Schritt-für-Schritt: Verarbeitung von Planziegeln
Schritt Beschreibung Werkzeug Fachmann nötig?
1. Untergrund prüfen: Die Sauberkeitsschicht oder Bodenplatte muss sauber, eben und tragfähig sein. Reinigen, auf Ebenheit prüfen, ggf. Höhenausgleich mit Mörtel Wasserwaage, Schlauchwaage, Nivelliergerät Nein (Prüfung), Ja (bei großen Abweichungen)
2. Erste Steinreihe setzen: Horizontale Abdichtung einbauen, erste Steinreihe in Normalmörtel setzen und exakt ausrichten. Mörtelbett aufbringen, Dichtungsbahn einlegen, erste Ziegel setzen, Höhe und Flucht kontrollieren Mauerkelle, Gummihammer, Wasserwaage, Richtschnur Ja (erfahrungsabhängig)
3. Dünnbettmörtel anrühren: Mörtel nach Herstellerangabe mit Wasser anrühren, Klumpen vermeiden. Fertig- oder Trockenmörtel in sauberem Eimer anrühren, kurz quellen lassen Rührquirl, Bohrmaschine, Eimer Nein
4. Mörtel auftragen: Mit speziellem Zahnspachtel oder Mörtelschlitten auf die Stoß- und Lagerfugen der vorherigen Reihe auftragen. Gleichmäßig, vollflächig, nicht zu dick (2-5 mm). Fuge am Ende mit Spachtel sauber abziehen Zahnspachtel, Mörtelschlitten, Glättkelle Nein (nach Einweisung)
5. Ziegel setzen und ausrichten: Neuen Ziegel auf das Mörtelbett setzen, gegen den vorherigen Stein drücken und ausrichten. Stein senkrecht und waagerecht ausrichten, mit Gummihammer leicht anklopfen. Stoßfuge nicht vermörteln (bei Nut-Feder-Verbindung) Gummihammer, Wasserwaage, Setzlatte Nein (erfordert Routine)
6. Wand durchbinden Bei Wandecken und -kreuzungen Steine abwechselnd versetzen, um eine kraftschlüssige Verbindung zu erreichen. Stein um 90° drehen oder Eckziegel verwenden. Mauerschnur für Flucht nutzen Mauerschnur, Wasserwaage Ja
7. Fenster- und Türstürze einbauen:Stürze auf Mörtelbett auflegen, exakt ausrichten, Hinterfüllung mit Dämmmaterial. Sturz unter Berücksichtigung der Tragfähigkeit auswählen. Auflager mindestens 15 cm pro Seite Wasserwaage, Maurerkelle, Zollstock Ja (Statik beachten)
8. Deckenanschluss abdichten Nach Fertigstellung der Wand, Deckenranddämmung aufbringen und Abdichtung der Anschlussfuge. Fugenband oder Kompriband einlegen, später Ringspachtelung Cutter-Messer, Spachtel Ja

Werkzeug und Material

Für die fachgerechte Montage von Poroton-Planziegeln benötigen Sie neben den Steinen selbst spezifisches Werkzeug. Der Dünnbettmörtel wird meist im 25-kg-Sack geliefert und mit sauberem Wasser angemischt. Ein Mörtelschlitten oder ein Zahnspachtel mit einer Zahntiefe von 6-8 mm sorgt für die gleichmäßige Auftragung auf die Lagerfuge. Für die exakte Ausrichtung sind ein Gummihammer (oder Schonhammer), eine Wasserwaage (mind. 1,5 m lang), eine Setzlatte und eine Mauerschnur unerlässlich. Zum Anrühren des Mörtels dient ein Rührquirl an einer Bohrmaschine. Für Türen und Fenster kommen Sturzelemente zum Einsatz, die bauseits den statischen Anforderungen entsprechen müssen. Für die Abdichtung der Anschlussfugen werden Kompribänder oder Dichtschlämme verwendet.

Eigenleistung vs. Fachbetrieb

Die Verarbeitung von Planziegeln gilt im Vergleich zu herkömmlichen Mauersteinen als einfacher, da das Dünnbettverfahren weniger Mörtelreste und ein geringeres Gewicht pro Stein mit sich bringt. Dennoch: Die Erstellung eines tragenden, wärmebrückenfreien und lotrechten Mauerwerks erfordert Erfahrung und Sorgfalt. Die Vorbereitung des Untergrunds, das Einmessen der ersten Steinreihen und die exakte Ausrichtung sind für einen Laien absolut schwer zu meistern. Typische Fehler wie unebene Wandflächen oder Risse durch zu schnelles Arbeiten lassen sich nur durch fachliche Anleitung vermeiden.

Eigenleistung bei Poroton-Planziegeln
Leistung Geeignet für Eigenleistung Geeignet für Fachbetrieb
Untergrund vorbereiten: Sockelabdichtung, erste Steinreihe setzen Bedingt (mit Einweisung und Werkzeug) Ja (sicher, schnell, fehlerfrei)
Wände hochmauern: Dünnbettmörtel, Steine setzen, ausrichten Ja (mit Einweisung und Routine) Ja (sehr effizient, präzise)
Stürze einbauen: Fenster, Türen Nein (Statikrisiko, Spezialkenntnisse) Ja
Abdichtungsarbeiten: Horizontale Abdichtung, Anschlussfugen Bedingt (Kompriband kleben) Ja (fachgerecht, normgerecht)
Mauerwerkskontrolle: Lot, Flucht, Höhe Dringend empfohlen (Eigenkontrolle) Ja (unabhängige Prüfung)

Typische Montagefehler

Ein häufiger Fehler ist das zu dicke Mörtelbett. Planziegel sind hochpräzise – eine dicke Mörtelschicht zerstört den Vorteil der Dünnbetttechnik und erzeugt unnötige Wärmebrücken. Die Loch- und Nut-Feder-Verbindungen der Steine dürfen nicht mit Mörtel gefüllt werden, da dies die Luftdichtigkeit beeinträchtigt und Schallbrücken fördert. Ein weiterer kritischer Punkt ist die vernachlässigte Höhenausrichtung – bereits eine Abweichung von 2–3 mm summiert sich über mehrere Reihen zu schiefen Wänden. Auch das Arbeiten bei Frost oder Nässe ist absolut tabu, da dies die Mörtelqualität zerstört und zu Frostschäden führen kann. Die Abdichtung der Anschlussfugen (z. B. zwischen Mauerwerk und Decke) wird häufig vergessen – das führt zu Feuchte- und Wärmeverlusten.

Abnahme und Qualitätskontrolle

Nach Fertigstellung des Rohbaus mit Poroton-Planziegeln ist eine sorgfältige Abnahme durch den Bauherrn oder einen unabhängigen Sachverständigen empfehlenswert. Kontrollieren Sie die Lot- und Fluchtgerechtigkeit der Wände mit einer langen Wasserwaage. Überprüfen Sie, ob alle Stoßfugen sauber verarbeitet sind und keine Mörtelreste in den Kammern der Steine hängen. Achten Sie auf eine gleichmäßige Fugenstärke (ca. 2–5 mm) und auf die vollständige Vermörtelung der Lagerfugen. Die Fenster- und Türstürze müssen sicher aufliegen und dürfen keine Risse aufweisen. Eine Blower-Door-Messung nach Fertigstellung des Rohbaus kann die Luftdichtigkeit des Mauerwerks überprüfen und eventuelle Undichtigkeiten an Stoßfugen oder Anschlüssen aufdecken. Die Abdichtungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit müssen lückenlos und dicht sein.

Handlungsempfehlungen

Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Klären Sie montagespezifische Fragen mit dem ausführenden Fachbetrieb.

Erstellt mit Gemini, 11.06.2026

Poroton: Mit Planziegel wirtschaftlich bauen – Montage & fachgerechter Einbau

Der Bau eines Eigenheims ist eine der größten Investitionen im Leben vieler Menschen. Angesichts steigender Grundstücks- und Baukosten ist es unerlässlich, auf wirtschaftliche und zugleich qualitativ hochwertige Baustoffe zu setzen. Planziegel, oft unter dem Markennamen Poroton bekannt, bieten hierfür eine ausgezeichnete Grundlage. Ihre präzise Fertigung und die spezielle Geometrie ermöglichen eine signifikante Reduzierung des Mörtelverbrauchs und der Arbeitszeit, was sich direkt in niedrigeren Rohbaukosten niederschlägt. Darüber hinaus tragen Planziegel zu einem gesunden Wohnklima und einer hervorragenden Wärmedämmung bei, was langfristig Energieeinsparungen bedeutet und den Wert der Immobilie sichert. Diese Vorteile machen Planziegel zu einer smarten Wahl für Bauherren, die Wert auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Wohnkomfort legen.

Als erfahrener Montage- und Einbau-Experte bei BAU.DE sehe ich täglich die Herausforderungen und Chancen, die sich bei der Verarbeitung moderner Baustoffe ergeben. Die Entwicklung von Planziegeln, die durch ihre hohe Maßgenauigkeit und die Möglichkeit der Dünnbettverarbeitung die klassische Mörtelverarbeitung revolutionieren, ist ein Paradebeispiel für technologischen Fortschritt im Bauwesen. Meine Aufgabe ist es, Ihnen einen klaren und praxisorientierten Leitfaden an die Hand zu geben, wie diese innovativen Bausteine fachgerecht montiert und eingebaut werden können, um die versprochenen Vorteile wie Wirtschaftlichkeit, hervorragende Dämmung und ein gesundes Raumklima optimal zu nutzen. Dabei spielen die Prinzipien der RAL-Montage eine wesentliche Rolle, um die Langlebigkeit und Funktionalität Ihres Bauwerks zu gewährleisten.

Vorbereitung und Voraussetzungen

Bevor der eigentliche Einbau der Planziegel beginnt, ist eine sorgfältige Planung und Vorbereitung unerlässlich. Dies beinhaltet die Überprüfung der Statik und die Auswahl des richtigen Planziegeltyps für die spezifischen Anforderungen des Bauvorhabens, wie z.B. Tragfähigkeit, Wärmedämmung und Schallschutz. Eine ebene und tragfähige Gründungsschicht ist zwingend erforderlich, da Unebenheiten im Fundament sich auf das gesamte Mauerwerk übertragen können. Die Beschaffung des richtigen Materials, insbesondere des spezifischen Dünnbettmörtels, sowie die Sicherstellung des korrekten Werkzeugs sind weitere wichtige Schritte. Eine gute Belüftung der Baustelle und Schutz vor Witterungseinflüssen sind ebenfalls zu berücksichtigen, um die Qualität der Verarbeitung zu gewährleisten und Materialschäden zu vermeiden.

Die Auswahl des richtigen Planziegelformats ist entscheidend für die Effizienz des Bauprozesses und die späteren Eigenschaften des Mauerwerks. Achten Sie auf die Nennmaße und die spezifischen Eigenschaften wie Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit, die den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen. Prüfen Sie die Frostbeständigkeit der Ziegel, insbesondere wenn diese an exponierten Stellen verbaut werden sollen. Eine gute Fachberatung durch den Hersteller oder den Baustoffhändler ist hier Gold wert, um Fehlentscheidungen von vornherein zu vermeiden. Die Lagerung der Ziegel muss trocken und eben erfolgen, um Beschädigungen und Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern.

Montageschritte im Überblick (Tabelle)

Die fachgerechte Montage von Planziegeln zeichnet sich durch eine präzise und systematische Vorgehensweise aus. Beginnen Sie mit der ersten Schicht, die sorgfältig auf das Fundament aufgemauert wird. Hier ist besondere Sorgfalt geboten, um eine exakte Ausrichtung zu gewährleisten und eine solide Basis für das gesamte Mauerwerk zu schaffen. Die Verwendung von Ansetzmörtel für die erste Schicht ist üblich, um Unebenheiten auszugleichen. Anschließend wird auf die vorbereitete Fläche des vorherigen Ziegelreihes Dünnbettmörtel aufgetragen, auf den die nächsten Planziegel gesetzt werden. Dies ermöglicht eine sehr dünne Mörtelfuge, die Wärmebrücken minimiert und die Verarbeitungszeit verkürzt.

Beim Vermauern der Planziegel ist auf eine gute Verzahnung der einzelnen Schichten zu achten, um die Lastabtragung und Mauerwerksfestigkeit zu gewährleisten. Die vertikalen Stoßfugen werden in der Regel trocken oder mit einem speziellen dünnen Kleber verbunden, um die kapillare Feuchtigkeitsleitung zu unterbinden. Regelmäßige Kontrollen mit Wasserwaage und Richtschnur sind unerlässlich, um ein gerades und ebenes Mauerwerk zu erzielen. Die Schnittkanten der Ziegel sollten glatt und sauber sein, um eine optimale Haftung des Mörtels zu gewährleisten. Die Verarbeitungstemperatur des Mörtels und die Luftfeuchtigkeit müssen den Herstellerangaben entsprechen, um eine optimale Aushärtung zu erzielen.

Montageschritte von Planziegeln
Schritt Beschreibung Werkzeug Fachmann nötig?
1: Vorbereitung des Untergrunds Ebenheit und Tragfähigkeit des Fundaments prüfen und ggf. ausgleichen. Randdämmstreifen anbringen. Wasserwaage, Richtschnur, Spaten/Schaufel (bei Ausgleich) Ja, für statische Prüfung und Gewährleistung der Ebenheit.
2: Setzen der ersten Mörtelschicht Auftragen einer Mörtelschicht (ggf. Ansetzmörtel) zur Nivellierung der ersten Planziegelreihe. Kelle, Mörtelschlitten (optional) Nein, aber Erfahrung ist hilfreich.
3: Aufmauern der Planziegel Planziegel präzise auf den Dünnbettmörtel setzen, auf Verzahnung und Flucht achten. Kelle, Richtschnur, Wasserwaage, Gummihammer (sanft) Ja, für exaktes Mauerwerk und Lastabtragung.
4: Vermauern der Stoßfugen Vertikale Stoßfugen trocken oder mit dünner Mörtelschicht/Kleber verbinden. Spezialwerkzeug (Herstellerabhängig) Nein, bei korrekter Anwendung.
5: Ausrichten und Kontrollieren Regelmäßiges Überprüfen der Ebenheit und Rechtwinkligkeit mit Wasserwaage und Richtschnur. Wasserwaage, Richtschnur, Zollstock Nein, aber sorgfältige Ausführung ist wichtig.
6: Aussparungen und Öffnungen Ausschnitte für Fenster, Türen und Installationen vornehmen. Ggf. passende U-Schalen oder Ringbalken einsetzen. Flex, Stichsäge (spezielle Ziegelblätter), Bohrmaschine Ja, insbesondere bei tragenden Elementen und komplexen Ausschnitten.
7: Abschließen der Mauerschicht Sicherstellen, dass die letzte Ziegelschicht sauber und eben für die nächste Lagen ist. Kelle, Bürste Nein.

Werkzeug und Material

Für die fachgerechte Montage von Planziegeln wird spezialisiertes Werkzeug benötigt, das den Anforderungen der Dünnbettverarbeitung gerecht wird. Dazu gehört in erster Linie ein Mörtelschlitten oder eine Mörtelrolle, die eine gleichmäßige und dünne Schicht Dünnbettmörtel auf die Horizontallage der Ziegel aufträgt. Präzisionswerkzeuge wie eine gute Wasserwaage, eine Richtschnur und ein Winkelmaß sind unerlässlich, um das Mauerwerk exakt auszurichten und maßgenau zu erstellen. Spezielle Sägeblätter für Winkelschleifer (Flex) oder Stichsägen ermöglichen präzise Schnitte für Aussparungen, und ein Satz Bohrer dient für Installationsöffnungen.

Neben dem Werkzeug sind die richtigen Materialien von entscheidender Bedeutung. Der Dünnbettmörtel muss exakt auf den verwendeten Planziegel abgestimmt sein, um eine optimale Haftung und Festigkeit zu gewährleisten. Achten Sie auf die vom Hersteller empfohlenen Mischungsverhältnisse und Verarbeitungsparameter. Für die erste Mörtelschicht kann je nach Beschaffenheit des Fundaments ein konventioneller Ansetzmörtel erforderlich sein. Darüber hinaus sind Randdämmstreifen zum Schutz vor Feuchtigkeit, gegebenenfalls Armierungsgewebe für bestimmte Bereiche und geeignete Montagematerialien für Fenster und Türen sowie die erforderlichen Abdichtungsmaterialien zu berücksichtigen. Die Beschaffenheit des Planziegels selbst – seine Porosität, die Oberflächenbeschaffenheit und die Form – sind entscheidend für die Auswahl des passenden Mörtels und die Verarbeitungsweise.

Eigenleistung vs. Fachbetrieb

Die Entscheidung, ob Eigenleistung oder die Beauftragung eines Fachbetriebs die bessere Wahl ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich ist die Verarbeitung von Planziegeln durch die Dünnbetttechnik und die hohe Maßgenauigkeit zwar vereinfacht, erfordert aber dennoch ein hohes Maß an Präzision und Fachwissen. Für Bauherren mit entsprechender handwerklicher Erfahrung und dem nötigen Werkzeug kann die Ausführung von Teilbereichen der Rohbauarbeiten durchaus in Erwägung gezogen werden. Dies kann zu einer Kostenersparnis führen, erfordert aber auch eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und des Zeitaufwands.

Die Risiken bei der Eigenleistung im Mauerwerksbau sind jedoch nicht zu unterschätzen. Fehler in der Ausführung können gravierende Folgen für die Statik, die Wärmedämmung und die Langlebigkeit des Gebäudes haben. Ein Fachbetrieb verfügt über das nötige Know-how, die Erfahrung und die richtigen Werkzeuge, um eine fachgerechte und normgerechte Ausführung zu garantieren. Insbesondere bei tragenden Wänden, komplexen Details oder wenn Garantieansprüche auf die Ausführung geltend gemacht werden sollen, ist die Beauftragung eines qualifizierten Maurermeisters oder einer Baufirma dringend zu empfehlen. Die Einhaltung der RAL-Montage-Richtlinien, die auch für den Fenster- und Türeinbau relevant sind, wird von Fachbetrieben sichergestellt.

Typische Montagefehler

Trotz der vereinfachten Verarbeitung von Planziegeln können spezifische Fehler auftreten, die die Qualität und Funktionalität des Mauerwerks beeinträchtigen. Einer der häufigsten Fehler ist die unzureichende Vorbereitung des Untergrunds. Unebenheiten im Fundament können zu einem unsauberen Mauerwerk und zu Spannungen führen, die die Tragfähigkeit mindern. Ein weiterer kritischer Punkt ist das fehlerhafte Auftragen des Dünnbettmörtels; zu viel Mörtel zerstört den Vorteil der dünnen Fuge und erhöht die Wärmeleitfähigkeit, zu wenig Mörtel kann zu ungenügender Haftung führen.

Auch mangelnde Sorgfalt bei der Ausrichtung und Verzahnung der Ziegel kann zu Problemen führen. Ein schiefes Mauerwerk sieht nicht nur unschön aus, sondern beeinträchtigt auch die Lastverteilung und die Stabilität. Das Nichtbeachten der Herstellerangaben bezüglich Verarbeitungstemperaturen und Luftfeuchtigkeit kann die Aushärtung des Mörtels negativ beeinflussen und die Festigkeit des Mauerwerks mindern. Zudem sind fehlerhafte Aussparungen für Installationen oder Öffnungen ein häufiges Ärgernis, das später zu aufwendigen Nachbesserungen führt. Die fehlende oder unzureichende Abdichtung an kritischen Stellen, wie z.B. im Bereich von Sockeln oder Übergängen, kann zu Feuchteschäden führen.

Abnahme und Qualitätskontrolle

Nach Abschluss der Montagearbeiten am Mauerwerk ist eine sorgfältige Abnahme und Qualitätskontrolle unerlässlich, um sicherzustellen, dass alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden und das Mauerwerk den Anforderungen entspricht. Hierbei wird auf die Ebenheit, die Rechtwinkligkeit und die Maßhaltigkeit des gesamten Mauerwerks geachtet. Sichtbare Mängel wie Ausbrüche, Risse oder eine ungleichmäßige Fugendicke sollten dokumentiert und umgehend behoben werden.

Die Einhaltung der zulässigen Toleranzen, wie sie beispielsweise in den Vorgaben der Energieeinsparverordnung oder den technischen Richtlinien der Hersteller definiert sind, ist von großer Bedeutung. Eine professionelle Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen kann zusätzliche Sicherheit bieten, insbesondere bei größeren Bauvorhaben oder wenn es um die Einhaltung von Garantiebedingungen geht. Die Dokumentation aller Bauphasen, einschließlich Fotos und relevanter Messwerte, ist für die spätere Nachvollziehbarkeit und eventuelle Gewährleistungsansprüche wichtig. Die Prüfung der Anschlüsse an Fenster und Türen sowie an andere Bauteile gehört ebenfalls zur Abnahme.

Handlungsempfehlungen

Um einen reibungslosen und qualitativ hochwertigen Einbau von Planziegeln zu gewährleisten, empfehlen wir folgende Punkte zu beachten. Informieren Sie sich im Vorfeld ausführlich über die verschiedenen Planziegeltypen und deren spezifische Eigenschaften. Holen Sie mehrere Angebote von qualifizierten Fachbetrieben ein und achten Sie auf detaillierte Leistungsbeschreibungen. Achten Sie auf die Einhaltung der Herstellervorgaben für den Dünnbettmörtel und die Verarbeitung. Eine gute Kommunikation zwischen Bauherr und ausführendem Betrieb ist entscheidend.

Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen und auf die Einhaltung der Standards zu bestehen. Regelmäßige Baustellenbegehungen, auch wenn Sie keine Eigenleistung erbringen, helfen, den Fortschritt zu verfolgen und frühzeitig auf potenzielle Probleme aufmerksam zu werden. Berücksichtigen Sie bei der Planung auch die Anschlüsse an andere Bauteile, wie z.B. Fenster, Türen und Dämmung, und stellen Sie sicher, dass diese gemäß den anerkannten Regeln der Technik und den Prinzipien der RAL-Montage ausgeführt werden, um Wärmebrücken und Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden. Die Wahl des richtigen Ansprechpartners für die Ausführung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Klären Sie montagespezifische Fragen mit dem ausführenden Fachbetrieb.